Bedrohte Tierart Bestand Sibirischer Tiger erholt sich

Der Amurtiger ist die größte lebende Katze der Welt und war lange vom Aussterben bedroht. Doch zuletzt gab es gute Nachrichten für die in Russland beheimatete Raubkatze – trotz Wilderei steigt die Zahl der Tiere.
Amurtigerweibchen Maruschka schwimmt im August 2020 im Wasserbecken ihres Geheges im Tierpark Hagenbeck. In der sibirischen Wildnis leben mittlerweile wieder rund 600 der stark gefährdeten Tiere.

Amurtigerweibchen Maruschka schwimmt im August 2020 im Wasserbecken ihres Geheges im Tierpark Hagenbeck. In der sibirischen Wildnis leben mittlerweile wieder rund 600 der stark gefährdeten Tiere.

Foto: Christian Charisius / picture alliance/dpa

In Russland gibt es nach Einschätzung von Experten erstmals wieder mehr als 600 Amurtiger, auch bekannt als Sibirische Tiger, in freier Wildbahn. Die Tendenz sei trotz Wilderei steigend, sagte der Generaldirektor des Zentrums Amur Tiger, Sergej Aramiljew, am Samstag der Staatsagentur Ria Nowosti. Der Amurtiger, die größte lebende Katze der Welt, gehört nach IUCN-Klassifikation zu den streng geschützten Arten. Die Schätzungen beruhen auf Daten zur Überwachung der Tiere.

Der Experte geht davon aus, dass jedes Jahr bis zu 100 Jungtiere überlebten: »Jetzt gibt es definitiv mehr als 600 dieser Raubtiere.« Für den kommenden Winter ist seinen Angaben zufolge eine erneute Zählung der Tiger geplant. Die letzte fand vor sieben Jahren statt.

In Russland kommt es immer wieder vor, dass Amurtiger Menschen angreifen und die Tiere danach erschossen werden. Weil Tiger der Amurregion an der Grenze zu China bei Wilderern wegen ihres Fells, ihrer Zähne und anderer Körperteile begehrt sind, wird jeder Tod eines Tieres durch Ermittlungen überprüft, um Wilderei ausschließen oder bestätigen zu können.

dak/dpa
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