Uno verkündet zwei Weltrekorde Potz-Blitze!

Die Uno-Wetterorgansiation hat zwei neue Weltrekorde ermittelt: den längsten und den am längsten dauernden Blitz.
Blitze entladen sich in der Nähe von Healdsburg im US-Bundesstaat Kalifornien (Archivbild)

Blitze entladen sich in der Nähe von Healdsburg im US-Bundesstaat Kalifornien (Archivbild)

Foto: Kent Porter / dpa

Der längste jemals gemessene Blitz hat sich laut der Uno-Wetterorganisation WMO über 768 Kilometer erstreckt – das entspricht in etwa der Entfernung zwischen Rostock und dem Bodensee. Die Entladung ereignete sich den Angaben zufolge am 29. April 2020 zwischen den US-Bundesstaaten Texas, Louisiana und Mississippi. Nach wissenschaftlicher Überprüfung wurde der Rekord am Dienstag in Genf bestätigt.

Außerdem erklärte die Weltorganisation für Meteorologie einen Megablitz über Uruguay und dem nördlichen Argentinien am 18. Juni 2020 zum Blitz mit der längsten Dauer: Er hielt der Organisation zufolge ganze 17,1 Sekunden an.

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Beide Rekorde traten in sogenannten mesoskaligen konvektiven Systemen auf. Sie entstehen, wenn sich Gewitter zu einem großen Gewitterkomplex zusammenschließen. Als bisherige Rekordhalter  galten ein Blitz mit 709 Kilometern über Südbrasilien im Oktober 2018, sowie ein 16,73 Sekunden dauernder Blitz über Nordargentinien im März 2019.

»Blitze sind eine große Gefahrenquelle, die jedes Jahr viele Menschenleben kosten«, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Aus Anlass der Rekorde betonte die Uno-Organisation, dass sich Blitze über extrem weite Entfernungen entladen können. Wenn ein Gewitter zehn Kilometer entfernt sei, sollten Menschen in festen Gebäuden oder geschlossenen Fahrzeugen Schutz suchen – denn ein Blitz könne dann schon binnen weniger Sekunden einschlagen.

Die Technologie zur Erfassung der Länge und Dauer von Blitzen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und ermöglicht nun Rekorde, die weit über das hinausgehen, was früher die Norm war. Die »Megablitz«-Rekorde aus den Jahren 2018 und 2019 waren die ersten, die mit der neuen Satellitentechnologie zur Erfassung von Blitzen verifiziert wurden. Sie waren beide mehr als doppelt so lang wie die vorherigen Rekorde, die mit bodengestützter Technologie erfasst wurden.

Im Video: So ist es, wenn man – gut geschützt – vom Blitz getroffen wird

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In Deutschland wurden im Jahr 2020 vor allem in Wolfsburg zahlreiche Blitze gemessen: 5,8 Einschläge gab es dort pro Quadratkilometer. Auf den Plätzen zwei und drei führte der »Blitzatlas« die Stadt Kempten und den Landkreis Miesbach in Bayern mit 5,1 und 4,7 Blitzen pro Quadratkilometer. Mehr zum Blitzgeschehen 2020 in Deutschland können Sie in dieser Meldung nachlesen.

aar/dpa

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