Seit 2007 stillgelegtes Kernkraftwerk Betreiber meldet Schaden an einer Abflussleitung im Atomkraftwerk Brunsbüttel

Beim Spülen eines Filtrierbehälters im AKW Brunsbüttel ist ein Schaden an einer Schweißnaht festgestellt worden, meldet der Betreiber Vattenfall. Auswirkungen auf Personen hat es demnach nicht gegeben.
Stillgelegtes Kernkraftwerk Brunsbüttel an der Elbe

Stillgelegtes Kernkraftwerk Brunsbüttel an der Elbe

Foto: Jannis Große / IMAGO

Bei Spülmaßnahmen an einer Abflussleitung im Kernkraftwerk Brunsbüttel in Schleswig-Holstein ist am 28. September ein Leck aufgetreten, wie das Energieministerium  und die Betreiberfirma Vattenfall  mitteilten. Es sei »beim Spülen eines Filtrierbehälters, der vollständig geleert werden sollte, ein Schaden an der Anschlussschweißnaht der Spülarmatur festgestellt worden«, schreibt Vattenfall.

Die defekte Leitung sei Teil des Konzentrat-Aufbereitungssystems und befinde sich im Sperrbereich des Reaktorgebäudes des Kernkraftwerks, wie das Ministerium mitteilte. In der Nähe der Leckstelle hat Vattenfall eine geringe Kontamination mit radioaktiven Stoffen festgestellt, heißt es weiter. Auswirkungen auf Personen oder die Anlage hat es Vattenfall zufolge nicht gegeben.

Nun habe die Reaktorsicherheitsbehörde Experten mit der Durchführung weiterer aufsichtsrechtlicher Prüfungen beauftragt.

Weil die betroffene Rohrleitung im Aufbereitungsbetrieb aktivitätsführend ist, musste Vattenfall atomrechtlich eine Meldung der Kategorie »N« abgeben, heißt es in der Mitteilung des Energieministeriums. »N« steht demnach für »Normalmeldung«, außerdem gibt es noch die Kategorien »Eilmeldung« und »Sofortmeldung«. Eine Normalmeldung bedeutet der Mitteilung zufolge eine Meldefrist von fünf Arbeitstagen.

Nach dem Reaktorunfall in Fukushima in Japan 2011 wurde die Stilllegung von Brunsbüttel beschlossen. Ende 2018 hat die Landesregierung in Kiel den geplanten Abriss des Kernkraftwerks genehmigt, abgeschaltet ist die Anlage bereits dauerhaft seit 2007.

ani/Reuters
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