Ausbreitung von BA.5 Coronazahlen in Dänemark steigen wieder

Die Omikron-Untervariante BA.5 breitet sich auch in Dänemark aus, die Infektionen nehmen wieder zu. Peking vermeldet inzwischen Erfolge im Kampf gegen das Virus, nachdem es in einer Bar einen Ausbruch gegeben hatte.
Kopenhagen: In Dänemark sind die Coronazahlen wieder angestiegen (Symbolbild)

Kopenhagen: In Dänemark sind die Coronazahlen wieder angestiegen (Symbolbild)

Foto: Francis Dean / Dean Pictures / IMAGO

Nachdem sich die Coronalage in Dänemark monatelang beruhigt hatte, steigen die Infektionszahlen nun wieder recht deutlich an. Im Vergleich zur Vorwoche nahm die zuletzt sehr niedrige Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche von 3805 auf 5830 zu. Das entsprach einem wöchentlichen Zuwachs um 53 Prozent. Außerdem war es die zweite Woche in Folge mit steigender Tendenz, wie aus dem jüngsten Tendenzbericht des dänischen Gesundheitsinstituts SSI  von Donnerstag hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in der Woche vom 6. bis 12. Juni damit bei 99.

Bei der Zunahme der Corona-Ansteckungen spielt offenbar die Ausbreitung der Omikron-Untervariante BA.5  eine Rolle. Zuletzt wurde BA.5 nach Angaben des Instituts in etwa 29 Prozent aller sequenzierten Analysen nachgewiesen. Bis Mitte Mai hatte der Wert noch weniger als ein Prozent betragen. Das SSI erwartet nach Angaben der fachlichen Direktorin Tyra Grove Krause, dass die Untervariante demnächst zur dominierenden Variante im nördlichsten deutschen Nachbarland wird. Auch in Deutschland steigen derzeit die Coronazahlen aufgrund der Subvariante BA.5 wieder.

China vermeldet Erfolge

China meldet inzwischen erste Erfolge im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus. Nach dem Ausbruch in einer Bar in Peking sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, dass die getroffenen Maßnahmen fruchten würden. »Nach einem harten Kampf von acht Tagen – und dem Zusammenhalt der Pekinger Bevölkerung – haben die schnellen und entschlossenen Maßnahmen Wirkung gezeigt.«

Die Behörden hatten 351 Fälle mit dem Ausbruch in der »Heaven Supermarket Bar« in Zusammenhang gebracht. Daraufhin wurden im bevölkerungsreichstem Stadtbezirk Chaoyang Millionen Einwohner in drei Runden getestet. Alle Bars, Nachtklubs, Karaoke-Lokale, Internetcafés und andere Vergnügungsstätten der Stadt wurden überprüft. Manche Lokale wurden geschlossen. Die Polizei leitete strafrechtliche Ermittlungen gegen den Verantwortlichen der Bar ein.

Für die 22 Millionen Einwohner Pekings waren erst vor zwei Wochen weitgehende Coronabeschränkungen aufgehoben worden, in deren Zuge unter anderem auch Einkaufszentren geschlossen, Bus- und Bahnlinien stillgelegt und die Menschen zum Arbeiten im Homeoffice aufgefordert worden waren.

Keine Tests mehr bei Einreise nach Neuseeland

In Neuseeland werden währenddessen weitere Coronaregeln gelockert. Wer in das Land reisen möchte, muss bei der Einreise ab kommender Woche keinen negativen Coronatest mehr vorlegen. Die Regel entfalle ab dem 20. Juni, einen Monat früher als geplant, teilte die Regierung am Donnerstag mit. »Wir haben bei der Wiedereröffnung unserer Grenzen einen sorgfältigen und schrittweisen Ansatz gewählt«, sagte die für den Kampf gegen Covid-19 zuständige Ministerin Ayesha Verrall. »Unsere Strategie hat funktioniert, und daher ist es sicher, die Testanforderungen vor der Abreise viel früher aufzuheben als geplant.«

Besucherinnen und Besucher müssen aber weiter einen Selbsttest nach der Ankunft durchführen sowie einen weiteren am fünften Tag des Aufenthalts. Bereits seit Anfang Mai dürfen Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries) in den Pazifikstaat einreisen, darunter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am 31. Juli öffnet Neuseeland dann seine Grenzen erstmals wieder für Reisende aus aller Welt – zwei Monate früher als zunächst geplant.

Das Land mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Mittlerweile hat das Land aber wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante mehr als 1,2 Millionen Fälle verzeichnet.

mar/dpa/Reuters