Corona-Update am Mittwoch 171 Ansteckungen mit dem Virus im EU-Parlament

Das Coronavirus geht im Europäischen Parlament um – es gibt Hunderte Ansteckungen. Und: Die Corona-Impfzentren in Deutschland sollen mehrere tausend Menschen pro Tag impfen. Der 11. November im Überblick.
Corona-Test

Corona-Test

Foto: Michael Kappeler / dpa

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+++ Hunderte Ansteckungen im EU-Parlament +++

Im Europäischen-Parlament soll es zahlreiche Corona-Fälle geben. "Zwischen Abgeordneten, Mitarbeitern und Personal des Parlaments - allein am vorletzten Wochenende hatten wir 171 Ansteckungen", sagte Parlamentspräsident David Sassoli in Brüssel. Vor diesem Hintergrund verteidigte er die weitgehenden Einschränkungen des Parlamentsbetriebs.

Die europäische Volksvertretung hatte ihre Aktivität wegen der zweiten Corona-Welle seit Mitte Oktober erneut heruntergefahren. Die geplanten Plenarsitzungen in Straßburg wurden abgesagt und stattdessen in deutlich reduziertem Umfang in Brüssel abgehalten. Abgeordneten wurde abgeraten, nach Brüssel zu reisen. Für Wortmeldungen während der Plenarsitzung sollten sie stattdessen von den Verbindungsbüros in den Mitgliedstaaten aus per Video zugeschaltet werden.

Ende Oktober griff die Verwaltung zusätzlich zu einem finanziellen Instrument: Sie schloss das zentrale Anwesenheitsregister, in dem sich die Abgeordneten vor Ort im Parlament eintragen müssen, um eine ihnen zustehende Tagespauschale von 323 Euro zu erhalten. Wenn sie sich nicht eintragen können, erhalten sie kein Geld und haben deshalb auch keinen Anreiz, trotz allem nach Brüssel zu kommen.

Einige Abgeordnete kritisierten die Maßnahmen

Bei manchem Abgeordneten traf dies auf Missfallen. Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber etwa warf Sassoli vor, die "Arbeit des Parlaments zu behindern". Als Parlamentspräsident genieße er ja weiterhin alle Privilegien, etwa einen Fahrer, während die einfachen Abgeordneten den öffentlichen Nahverkehr nutzen müssten.

Sassoli verteidigte die Schließung des Anwesenheitsregisters als notwendige Maßnahme und verwies auf die hohen Ansteckungszahlen. Der Betrieb müsse reduziert werden, "andernfalls droht eine vollständige Schließung des Parlaments", warnte der Italiener. Das Präsidium habe deshalb einstimmig diese Entscheidung getroffen, die natürlich auch wieder rückgängig gemacht werden könne. Vorerst gilt der Beschluss bis Ende November.

Zur Gesamtzahl der internen Corona-Ansteckungen erklärte eine Parlamentssprecherin, keine Angaben machen zu können. Die Ende Oktober festgestellten 171 Fälle seien "das Ergebnis bedeutender Bemühungen zur Rückverfolgung von Kontakten, um interne Übertragungsketten zu vermeiden". Die Mehrheit der positiven Fälle ist demnach asymptomatisch. Zuletzt sei die Zahl der erwiesenen Ansteckungen wieder rückläufig.

Zahl der gemeldeten Infektionen steigt langsamer

22.58 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland steigt weiter, allerdings nicht mehr so rasch wie zuvor. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 18 487 neue Corona-Infektionen. Das sind über 1000 Fälle mehr als am Mittwoch vergangener Woche. In der Woche davor lag dieser Sprung noch bei über 2000 Fällen. Zudem ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz nach RKI-Angaben erstmals seit der zweiten Septemberhälfte etwas gesunken. Sie hängt davon ab, wie viele Menschen sich innerhalb einer Woche infizieren. Der R-Wert liegt zwar weiterhin unter 1, aber nicht deutlich genug für eine starke Abschwächung des Infektionsgeschehens.

Im Lagebericht von Mittwochabend schreibt das RKI: "Aktuell ist weiterhin eine große Anzahl an Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten". Daher appelliert es an alle Menschen, auf den Infektionsschutz zu achten. Gleichzeitig sieht das Institut aber einen langsameren Anstieg Infektionen. "Die Zunahme hat sich zuletzt leicht abgeflacht." Der Anteil älterer Personen unter den Covid-19-Fällen nehme jedoch weiter zu. "Es werden auch wieder vermehrt Covid-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet."

New York verschärft Maßnahmen wegen steigender Zahlen

22.35 Uhr: Angesichts steigender Corona-Zahlen will der US-Staat New York mit neuen Einschränkungen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie vorgehen. Gouverneur Andrew Cuomo kündigte an, dass Restaurants, Bars und Fitnessstudios um 22 Uhr schließen müssen. Zudem werden Treffen in Privathäusern auf maximal zehn Personen beschränkt. Die neuen Vorschriften sollen am Freitag in Kraft treten, teilte Cuomo mit.

"Es wird jeden Tag wirklich schlimmer", sagte der Gouverneur mit Verweis auf neue Corona-Höchststände in den USA. Falls die neuen Maßnahmen nicht ausreichen und die Zahlen "verrückt" ansteigen, dann könnte es auch zu einer kompletten Schließung von Innenräumen kommen, stellte Cuomo in Aussicht. Auch New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach am Mittwoch von der "letzten Chance", eine zweite Corona-Welle zu verhindern.

Der Bundesstaat New York und die darin gelegene gleichnamige Metropole an der US-Ostküste waren im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen dort stabilisiert, zuletzt hatte sich die Lage aber wieder angespannt.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen überstiegen. Seit einer Woche liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen laut Statistik der Johns-Hopkins-Universität bei deutlich über 100.000. Mehr als 240.000 Menschen starben in den Vereinigen Staaten nach einer Infektion.

Fast 600 neue Todesfälle in Großbritannien

22.09 Uhr: In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Angaben der Regierung hervorgeht. Diese zählen seit Mittwoch auch mehr als 50 000 Todesfälle.

Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen kommt das nationale Statistikamt jedoch bereits auf mehr als 65 000 Corona-Tote. Das Amt zählt die Fälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt ist - die andere Zahl bezieht sich auf zuvor positiv auf SarS-Cov2 getestete Fälle. Fakt ist jedoch bei beiden Zählweisen: Großbritannien bleibt in Bezug auf die absolute Zahl der Todesfälle das am schwersten von der Corona-Pandemie getroffene Land in Europa.

Impfserum gegen Covid-19 wird am Kap produziert

21.48 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus wird Südafrika ein Produktionsstandort für ein neues Impfserum. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson habe ein entsprechendes Abkommen mit der südafrikanischen Aspen Pharmacare geschlossen. das gab Präsident Cyril Ramaphos in einer TV-Rede an die Nation bekannt. Es gebe einen weiteren Pharmakonzern, der ebenfalls an einem solchen Serum arbeite und in Südafrika produzieren wolle. Afrika allein dürfte nach Schätzungen rund 750 Millionen Dosen des Impfserums benötigen, im Gesamtwert von 12 Milliarden Dollar (rund 10 Mrd Euro).

Der Kap-Staat werde sich wieder dem internationalen Tourismus öffnen und auch alle Restriktionen beim Alkoholverkauf aufheben, kündigte Ramaphosa zudem an. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in der mit Niedersachsen partnerschaftlich verbundenen Ostkap-Provinz warnte er jedoch vor einer nachlassenden Sorgfalt der Bevölkerung und verlängerte den nationalen Ausnahmezustand vorerst bis zum 15. Dezember. Auch wenn im Sommer der Süd-Halbkugel landesweit die nationalen Infektionszahlen weiter sänken, bestehe kein Grund zur Nachlässigkeit, warnte er.

In Südafrika wurden bisher 742.394 Corona-Fälle bestätigt, von denen 92 Prozent sich wieder erholten. Knapp 20.011 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf Südafrikas Wirtschaft.

Zahl der Todesfälle steigt in Portugal massiv

21.05 Uhr: Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Portugal stark gestiegen. Binnen eines Tages seien 82 Menschen gestorben, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert gewesen seien. Das teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Die bisher höchsten Werte waren erst am Montag und Dienstag mit jeweils 63 und 62 Toten verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kletterte in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land auf 3103.

Portugal, das im Frühjahr vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen war, meldete am Mittwoch zudem 4935 Neuinfektionen. Damit kletterte die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie nachgewiesenen Infektionen insgesamt auf gut 192 000. Nach den jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen 611,1 je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Vor etwa drei Wochen lag diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz in Portugal noch bei 200.

In einigen europäischen Ländern lag dieser Wert allerdings deutlich höher - allen voran in der Tschechische Republik, die am Mittwoch auf 1369,5 kam. In Deutschland lag er unterdessen bei 290,8 bei 98,7.

Wegen der rapide steigenden Zahlen hatte die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten António Costa am Montag zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder den Corona-Notstand ausgerufen. Er soll zunächst zwei Wochen lang in Kraft bleiben. In weiten Teilen des Landes, darunter auch in der Hauptstadt Lissabon und in der nördlichen Metropole Porto herrschen vorerst bis zum 23. Mai unter anderem strenge Ausgangsbeschränkungen. Die vor allem von Bar- und Restaurantbetreibern geforderten Lockerungen schloss Costa am Mittwoch aus: "Untersuchungen zeigen uns, dass 68 Prozent aller Ansteckungen bei familiären und sozialen Treffen erfolgen."

Spahn rechnet mit Verdopplung der Intensivpatienten vor Monatsende

20.36 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass sich die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten vor Monatsende verdoppelt. "Wenn es über einen längeren Zeitraum täglich 20.000 Neu-Infizierte gibt und davon zwei Prozent jeweils 14, 15 Tage lang auf Intensivstationen behandelt werden müssen, werden wir jetzt im November wahrscheinlich noch über 6000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf unseren Intensivstationen sehen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Am Mittwoch meldete die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) deutschlandweit 3127 Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Das waren 68 mehr als am Vortag.

Zu der von ihm erwarteten Zahl von mehr als 6000 Intensivpatienten sagte Spahn: "Höher dürfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, würden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem überfordert ist." Mit 6000 Corona-Patienten auf Intensivstationen könnten Ärzte und Pflegekräfte umgehen - "aber nur unter sehr großem Stress." Deshalb müssten alle Kräfte in den Krankenhäusern zusammengezogen werden. "Es müssen wieder Operationen verschoben werden, Personal aus dem OP-Saal muss auf den Intensivstationen mithelfen."

Um die Kliniken zu entlasten, soll dem Zeitungsbericht zufolge der zuständige Beirat am Donnerstag Empfehlungen zu einem neuen Rettungsschirm abgeben. "Ziel ist es, dass Krankenhäuser keine wirtschaftlichen Nachteile haben, wenn sie sich um Corona-Patienten kümmern oder bereitstehen, um Patientinnen und Patienten aus anderen Krankenhäusern zu übernehmen", sagte dazu Spahn.

Corona-Impfzentren sollen mehrere tausend Menschen täglich versorgen

18.58 Uhr: In den geplanten Corona-Impfzentren in Deutschland sollen voraussichtlich jeweils mehrere tausend Menschen pro Tag geimpft werden können. Je nach Größe könnten dies bis zu 4000 Menschen täglich sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Folgender Ablauf ist nach diesen Informationen aus der Ärzteschaft geplant: Die Impfwilligen müssten am Telefon zunächst einige Fragen beantworten. Dann wird ihnen ein Termin genannt, falls sie zu den zuerst vorgesehenen Gruppen zählen. Denn Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Ältere sowie Beschäftigte in zentralen Bereichen sollen zuerst mit dem anfangs wohl knappen Impfstoff geschützt werden. Für die Impfzentren ist diesen Plänen zufolge eine große Zahl an Ärzten nötig.

Insgesamt mehr als eine Million Corona-Infektionen in Italien

17.55 Uhr: Auch in Italien überschreitet die Zahl der Coronafälle die Schwelle von einer Million. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden 32.961 neue Fälle registriert und damit weniger als am Dienstag mit 35.098. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 623 auf 42.953. In Europa hatten bereits Spanien und Frankreich mehr als eine Millionen Infektionen gemeldet.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in Luxemburg auf 659

17.45 Uhr: In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen leicht gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche verringerte sie sich um 12,2 Prozent auf 4127 Fälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die sogenannte Inzidenzrate, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, sank auf 659 (2. bis 8. November). In der Woche zuvor hatte sie noch bei 750 gelegen. Das Durchschnittsalter der Neuinfizierten blieb mit 41,4 Jahren (41,2) stabil.

Am 8. November gab es laut Statistik 9118 aktive Infektionen. 198 Menschen sind in Luxemburg bislang in Verbindung mit Covid-19 gestorben. 208 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 42 auf Intensivstationen (Stand 10. November). Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600.000 Einwohnern hart getroffen.

Seit Ende Oktober gilt in Luxemburg eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr und eine verstärkte Maskenpflicht - immer dort, wo mehr als vier Personen zusammentreffen. In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei rund 138 (11. November).

Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Lettland

17.35 Uhr: In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch mit 453 Fällen binnen 24 Stunden einen Höchststand erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga stiegen die seit Beginn der Pandemie im Frühjahr erfassten Fälle in dem baltischen EU-Land damit auf 8848. Insgesamt starben nach offiziellen Daten bisher 105 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete im Herbst einen rasanten Anstieg der Infektionsrate. Die Regierung in Riga hatte deshalb zum zweiten Mal den Notstand ausgerufen. Seit Montag an gilt in Lettland ein rund einmonatiger Ausnahmezustand bis zum 6. Dezember, durch den wie bereits im Frühjahr das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden.

Urteil des Thüringer Verfassungsgerichts zu Corona erst im Februar 

17.20 Uhr: Thüringens Verfassungsrichter entscheiden im Februar, ob ein Großteil der Thüringer Corona-Verordnungen von Frühjahr und Sommer rechtens ist. Ein Urteil zu einer Klage der AfD-Landtagsfraktion, die viele Einschränkungen in den vergangenen Monaten für unverhältnismäßig hält, soll am 10. Februar fallen. Das kündigte der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichts, Stefan Kaufmann, am Mittwoch in Weimar nach mehr als sechsstündiger Verhandlung an.

Die AfD-Fraktion hat mit ihrer Klage mehrere Thüringer Corona-Verordnungen von Mai bis Juli angegriffen. Ihre verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Sonderverordnung zu einem Teil-Lockdown im November will das Verfassungsgericht in einem gesonderten Verfahren behandeln, sagte Kaufmann.

Biontech und Co.: Wo die Welt im Impfstoff-Rennen steht

17.15 Uhr: Das Zwischenergebnis der Biontech-Studie stimmt auch mit Blick auf weitere Corona-Impfstoffprojekte optimistisch. Doch wo stehen die? Und wann kommt eine Impfung auf den Markt? Der Überblick.

Von Unbekanntem mit Messer bedroht: Kinder müssen Masken absetzen

17.00 Uhr: Zwei Kinder sind in einer Straßenbahn in Rostock von einem unbekannten Täter bedroht und aufgefordert worden, ihren Mund-Nasen-Schutz abzusetzen. Der mutmaßlich jugendliche Täter holte am Montagnachmittag ein Taschenmesser aus seiner Jacke und hielt es vor das Gesicht des 13 Jahre alten Mädchens, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte . Zudem unterstrich er seine drohenden Worte mit einer Geste, indem er einen Finger vor seinem Hals entlangzog.

Die beiden Kinder nahmen daraufhin die Masken ab. Als sie diese wieder aufsetzen wollten, wiederholte der mutmaßliche Täter seine Forderung. Das Mädchen und ein elf Jahre alter Junge stiegen daraufhin aus der Straßenbahn aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Ärztekammer geht gegen Corona-Leugner unter Medizinern vor

16.40 Uhr: Corona-Leugner unter Berliner Ärzten können ein Fall für die Justiz werden. Die Berliner Ärztekammer leite Fälle von Patientengefährdung auch an die Staatsanwaltschaft weiter, teilte Sprecher Ole Eggert am Mittwoch mit und bestätigte einen Bericht des rbb . Dabei gehe es zum Beispiel um Mediziner, die ihre Patienten dazu aufforderten, im Wartezimmer keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch ein Verdacht auf systematische Gefälligkeitsatteste, die von der Pflicht zum Tragen einer solchen Maske entbänden, zähle dazu.

In der Hauptstadt seien seit März in 130 Fällen Mediziner mit fragwürdigen oder sogar falschen Behauptungen zum Thema Corona aufgefallen, sagte Ärztekammerpräsident Günther Jonitz im rbb-Interview. Die Kammer habe bereits mehrere Fälle an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Knapp 20 Ärzte und Arztpraxen seien an das Gesundheitsamt gemeldet worden. Rein berufsrechtlich könnten Geldbußen bis zu 10.000 Euro drohen.

Bei einer Zahl von mehr als 34.000 Ärzten in der Hauptstadt seien die bekannt gewordenen Fälle ein verschwindend kleiner Teil, betonte Jonitz. Er nannte die Entwicklung dennoch erschreckend und beschämend. Er bitte darum, weitere Fälle an die Ärztekammer als Berufsaufsicht zu melden. Dabei geht es zum Beispiel auch um ausliegende Flyer mit Falschinformationen zum Thema Corona. "Meinungsfreiheit ist das eine, Lügen verbreiten das andere", sagte Jonitz.

Handball: Weiterer Coronafall in der Nationalmannschaft - Liga sagt Topspiel ab

16.30 Uhr: In der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist nach Torhüter Johannes Bitter auch Rückraumspieler Marian Michalczik positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte dessen Verein Füchse Berlin am Mittwoch mit, ein zweiter Test bestätigte den positiven Erstbefund.

Michalczik, der wie Bitter mit dem DHB-Team am Sonntag in Tallinn gegen Estland (35:23) und zuvor am Donnerstag in Düsseldorf gegen Bosnien-Herzegowina (25:21) gespielt hatte, zeigt keine Symptome und befindet sich bis auf Weiteres in Quarantäne. Erst am Dienstagabend hatte der Deutsche Handballbund (DHB) die Infektion von Bitter veröffentlicht. Bitter und Michalczik waren während der Länderspielwoche noch mehrmals negativ getestet worden.

Die positiven Tests beim DHB haben Auswirkungen auf den Bundesliga-Spielplan: Das für den Mittwochabend angesetzte Topspiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und MT Melsungen sagte die HBL "in enger Abstimmung mit den betroffenen Klubs" ab. Und auch die beiden am Donnerstag geplanten Partien des THW Kiel gegen die Füchse Berlin und TSV Hannover-Burgdorf gegen Frisch Auf Göppingen werden vorsorglich verlegt. "Es ist eine rein präventive Maßnahme. Wir wollen auf Nummer sicher gehen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Sport-Informations-Dienst zur Verlegung des Flensburg-Spiels.

36 ausländische Corona-Patienten in deutschen Kliniken

16.00 Uhr: Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind bereits 36 Patienten aus den Nachbarländern in deutsche Krankenhäuser verlegt worden. Wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um 25 Belgier und drei Niederländer, die in nordrhein-westfälische Kliniken kamen, sowie um acht Menschen aus der französischen Region Grand Est, die ins Saarland verlegt wurden.

Viele europäische Länder sind derzeit deutlich schwerer von der Corona-Pandemie betroffen als Deutschland. Deshalb hatten verschiedene Bundesländer die Aufnahme ausländischer Patienten angeboten. Eine ähnliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit gab es bereits bei der ersten Erkrankungswelle. So waren im Frühjahr etwa 130 Corona-Patienten aus französischen Krankenhäusern nach Deutschland verlegt worden.

Mehrere Corona-Fälle bei Fußball-Bundesligist: Komplettes Hoffenheimer Team geht in Quarantäne

15.50 Uhr: Zwei neue Befunde am Dienstag, nun sind drei weitere hinzugekommen: Bei keinem Bundesligisten sind so viele Corona-Fälle bekannt wie bei Hoffenheim. Der Sportdirektor sagt: "Wir können uns die Häufung nicht erklären."

Lagarde: "Die EZB war in der erste Welle da und wird auch in der zweiten Welle da sein"

15.45 Uhr: EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angesichts der zweiten Corona-Welle ein eher düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten gezeichnet. "Wir sehen einen starken Wiederanstieg des Virus, und das hat zu einer neuen Dynamik geführt", sagte Europas oberste Währungshüterin am Mittwoch in Frankfurt bei einer Notenbankkonferenz. Die wirtschaftliche Erholung könnte eher holprig ausfallen.

Zwar gebe es ermutigende Nachrichten zu einem Impfstoff, aber wiederkehrende Zyklen mit steigenden Infektionszahlen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens seien nicht auszuschließen bis eine weit verbreitete Immunität erreicht sei. Die Lücke, bis die Impfung weit fortgeschritten sei, müsse gefüllt werden.

Es müsse sichergestellt werden, dass der außergewöhnliche Konjunktureinbruch infolge der Pandemie nicht in eine klassische Rezession münde. "Selbst wenn sich die zweite Welle des Virus als weniger heftig erweist als die erste, stellt sie keine geringere Gefahr für die Wirtschaft dar", sagte die Französin. "Die EZB war in der ersten Welle da und wird auch in der zweiten Welle da sein", betonte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB hat bereits angedeutet, angesichts der Verschärfung der Coronakrise weitere Notfallmaßnahmen vorzubereiten.

Christine Lagarde

Christine Lagarde

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Estlands Staatspräsidentin negativ auf Coronavirus getestet

15.40 Uhr: Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid ist nach eigenen Angaben negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Staatsoberhaupt am Mittwoch im Radio mit. Kaljulaid hatte sich am Dienstag in Isolation begeben, weil sie Ende vergangener Woche möglicherweise Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte. Sicherheitshalber will sie bis Sonntag weiter in Quarantäne bleiben.

Bundesregierung sieht Corona-Welle noch nicht gebrochen

15.05 Uhr: Fünf Tage vor neuen Beratungen von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung keine Entwarnung. "Wir sehen jetzt eine positive Tendenz, aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Also haben die seit Anfang vergangener Woche geltenden Verbote etwa von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen aus Sicht der Regierung noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt.

An diesem Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über die Corona-Lage beraten. Nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden bundesweit 18.487 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, er hoffe, dass Deutschland um Weihnachten und den Jahreswechsel herum "in einer epidemiologisch besseren Situation" sei. "Und das geht nur mit Disziplin." Der CSU-Politiker warnte, man dürfe nicht nachlassen mit der Begründung, der Anstieg der Infektionszahlen sei nicht mehr so dynamisch. "Unterschätzen Sie nicht bei schweren Erkrankungen mit Covid-19, dass viele der schwer Erkrankten lebenslang Folgeschäden haben."

Merkel: "Müssen davon ausgehen, dass die zweite Welle härter ist"

15.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat trotz positiver Botschaften bezüglich der Entwicklung von Impfstoffen erneut vor der fortschreitenden Corona-Pandemie gewarnt. "Wir müssen davon ausgehen, dass die zweite Welle härter ist, und sie fällt vor allem in eine schlechte Jahreszeit", sagte Merkel bei der digitalen Übergabe des Jahresgutachtens der "Wirtschaftsweisen": "Sie wird uns noch den ganzen Winter beschäftigen".

Auch die positiven Nachrichten über die Impfstoffentwicklung würden daran nichts ändern und sich noch nicht im Winter niederschlagen. Deshalb müssten Corona-Vorsichtsmaßnahmen weiter gelten.

Slowakische Regierung verlängert Notstand

14.55 Uhr: Die slowakische Regierung hat in der Coronakrise den seit Oktober geltenden Notstand bis zum 29. Dezember verlängert. Die unabhängig davon geltende Ausgangssperre soll dagegen nach derzeitiger Planung nicht verlängert werden. Bislang ist vorgesehen, dass schon Ende dieser Woche das Verbot ausläuft, ohne negativen Corona-Test die eigene Wohnung zu verlassen. Dies bleibe unverändert, erklärte Justizministerin Mária Kolíková nach einer Regierungssitzung am Mittwoch.

In einer international beispiellosen Aktion hatte die Slowakei an den vergangenen beiden Wochenenden fast alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigenschnelltest unterzogen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, darf seither nicht einmal zur Arbeit gehen. Geschäfte wurden zwar nicht behördlich geschlossen, dürfen aber nur Kunden einlassen, die einen negativen Test vorweisen können. Die Schulen sind landesweit nur für Kinder bis zehn Jahre geöffnet.

Scholz: "Entschlossene Hilfspolitik zahlt sich aus"

14.50 Uhr: Nach der Konjunkturprognose der "Wirtschaftsweisen" sieht Finanzminister Olaf Scholz (SPD) den wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung bestätigt. "Die Wirtschaftsweisen geben uns recht: Die entschlossene Hilfspolitik zahlt sich aus", sagte der Vizekanzler am Mittwoch in Berlin. Mit den massiven Hilfen sei es dem Bund gelungen, eine folgenschwere Abwärtsspirale zu verhindern.

"Mein Krisenmotto ist 'you'll never walk alone'", sagte Scholz. Alle seien gefragt, die Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen. Wirtschaft und Gesundheit stünden dabei nicht im Konflikt. "Ohne Gesundheit ist alles nichts, ohne gesunde Beschäftigte kein Wirtschaftsaufschwung", so Scholz.

Die "Wirtschaftsweisen", die den Bund beraten, hatten ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr angehoben – aber zugleich angesichts der kritischen Corona-Lage vor Rückschlägen gewarnt. Durch die stark steigenden Infektionszahlen bleibe die wirtschaftliche Lage fragil, erklärte der Sachverständigenrat.

Wirtschaftsweise Schnitzer zur Konjunktur: "Es gibt gute Chancen, dass Deutschland aus der Pandemie gestärkt hervorgeht"

14.45 Uhr: Der Sachverständigenrat der Bundesregierung rechnet trotz zweiter Corona-Welle mit einem anhaltenden Aufschwung. Monika Schnitzer erklärt, warum die Experten so optimistisch sind.

Rechtsverstöße auf Corona-Demonstrationen: Law-and-no-Order

14.30 Uhr: Nichts ist schlimmer als ein Staat, der das Recht nicht durchsetzt – das ist der Glaubenssatz von Law-and-Order-Politik. Doch warum dürfen Verschwörungstheoretiker auf den Straßen tun und lassen, was sie wollen? Eine Analyse.

Lehre aus Corona: EU will bei Gesundheitskrisen mehr Kompetenzen

14.20 Uhr: Als Lehre aus der Coronakrise fordert die EU-Kommission einen europäischen Pandemieplan für künftige Fälle. Zudem sollen die Kompetenzen der EU-Gesundheitsbehörden ECDC und EMA ausgeweitet werden. Das Paket für eine "Gesundheitsunion" präsentierte EU-Kommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch.

Damit bekäme die EU neue Möglichkeiten, Gesundheitskrisen zu managen, die mehrere EU-Staaten oder die ganze Gemeinschaft treffen. Bisher hat Brüssel in Gesundheitsfragen kaum etwas zu sagen, das ist Sache der Mitgliedstaaten. "Das wird eine erhebliche Veränderung, damit wir kollektiv reagieren können", erklärte Kyriakides.

Erstmals soll es die Möglichkeit geben, einen EU-Gesundheitsnotstand auszurufen und damit ein koordiniertes Vorgehen und zum Beispiel Kauf und Lagerung von wichtigen Gütern zu starten. Neben dem geplanten sogenannten EU-Vorbereitungsplan für Gesundheitskrisen und Pandemien sollen auch nationale Krisenpläne aufgestellt und von EU-Stellen koordiniert und überwacht werden. Zudem soll künftig die Infektionslage besser überwacht sowie die Arzneimittelbehörde EMA gestärkt werden.

Die Vorschläge der Kommission sind in drei Gesetzgebungsvorhaben gebündelt, über die nun die EU-Staaten und das Europaparlament beraten müssen.

Merz nicht mehr in Quarantäne

14.00 Uhr: Beim CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz ist ein zweiter Schnelltest auf das Coronavirus nach eigenen Angaben ebenfalls negativ ausgefallen. "Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises hat meine Quarantäne ab sofort aufgehoben", schrieb der ehemalige Unionsfraktionschef am Mittwoch auf Twitter. Merz wird heute 65 Jahre alt. "Ein schönes Geburtstagsgeschenk", schrieb Merz und bedankte sich für Glückwünsche.

Merz hatte sich kürzlich nach einem Besuch in Sachsen erneut vorsorglich in häusliche Corona-Quarantäne begeben. Ein erster Schnelltest war am Montagmorgen nach Angaben eines Sprechers von Merz negativ ausgefallen, ein weiterer Test hatte Antikörper gegen das Coronavirus ergeben. Der Politiker und seine Ehefrau hatten sich bereits im März mit dem Virus angesteckt und sich daraufhin im Sauerland in häusliche Quarantäne begeben.

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Spahn offen für Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen

13.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Schulen auszuweiten. Man solle mit allen möglichen Maßnahmen dafür sorgen, Schulen und Kitas offenzuhalten, sagte er am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" der Fernsehsender RTL und n-tv. Maskentragen im Unterricht sei nicht schön. "Die Alternative ist in vielen Regionen Schulen schließen. Und ich bin sehr sicher, wenn die Wahl ist Maske tragen oder keine Schule, dann lieber Maske tragen."

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich für eine Maskenpflicht im Unterricht auch in Grundschulen ausgesprochen. In mehreren Bundesländern gilt wegen der gestiegenen Infektionszahlen derzeit eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Grundschüler sind allerdings in der Regel davon ausgenommen.

Etwa 120 Teilnehmer bei Kölner Demo gegen Corona-Maßnahmen

13.27 Uhr: Etwa 120 Menschen haben am Mittwoch in Köln gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte zuvor mehrere pauschale Corona-Beschränkungen für Demonstrationen in Köln für rechtswidrig erklärt. Dabei ging es um die Begrenzung von Versammlungen auf maximal 100 Leute, die Maskenpflicht für alle Teilnehmer – abgesehen von Rednern während ihrer Rede – und das Verbot von Aufmärschen. Das Gericht gab damit Beschwerden von zwei Antragstellern statt.

Iran meldet Höchstwerte an Corona-Toten und Neuinfektionen

13.08 Uhr: Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen in Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch starben binnen einem Tag 462 Corona-Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden 11.780 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 40.000, die Zahl der Infizierten bei über 700.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen .

Die Fallzahlen könnten jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es in Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Nun will das Gesundheitsministerium die Corona-Tests von 25.000 auf 100.000 pro Tag erhöhen. Experten aber sind der Auffassung, dass für eine Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Menschen mindestens 200.000 Tests am Tag erforderlich seien, um die tatsächlichen Fallzahlen besser erfassen zu können.

Wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen in den vergangenen Wochen hat die Regierung von Präsident Hassan Rohani in mehreren Großstädten wieder drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens eingeführt. In der Millionenmetropole Teheran müssen alle Geschäfte um Punkt 18.00 Uhr und somit vier bis sechs Stunden früher schließen. Seit Dienstag herrscht in der Hauptstadt auch eine nächtliche Ausgangssperre.

Bis zu 300 Millionen Dosen: EU schließt Vertrag mit Impfstoffherstellern

12.55 Uhr: Die Europäische Union kann bei den Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer bis zu 300 Millionen Dosen Impfstoff kaufen. Die EU-Kommission segnete formal den Rahmenvertrag mit den beiden Firmen ab.

Frohe Weihnachten: Studenten in England sollen bald nach Hause reisen

12.45 Uhr: Um mit ihren Familien trotz Corona-Pandemie gemeinsam Weihnachten feiern zu können, sollen die Studenten in England bereits zwischen dem 3. und 9. Dezember nach Hause reisen. Die Universitäten werden dann online unterrichten, wie das Bildungsministerium am Mittwoch in London mitteilte. Der Zeitraum für die Reisen der Studenten schließt an das Ende des vierwöchigen Teil-Lockdowns in England an. Man hoffe, dadurch das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

In Großbritannien entscheidet jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Während des Teil-Lockdowns in England gelten bis zum 2. Dezember weitgehende Kontaktbeschränkungen. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Nur als notwendig eingestufte Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch ihre Waren anbieten. Neben den Universitäten sind auch die Schulen in England geöffnet.

Giffey nimmt die Jugend gegen pauschale Kritik in der Coronakrise in Schutz

12.18 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat pauschale Kritik am Verhalten von Jugendlichen in der Corona-Pandemie zurückgewiesen. Die jungen Menschen verhielten sich "zum allergrößten Teil verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll", obwohl viele Lebensläufe durch die Krise ein Stück weit beeinträchtigt würden und die Jugend ein "Stück Leichtigkeit" verliere, sagte Giffey am Mittwoch bei der Vorstellung des Kinder- und Jugendberichts.

Die Corona-Pandemie stelle auch für Kinder und Jugendliche eine "schwierige Zeit" dar. In dieser Ausnahmesituation werde ihnen "viel abverlangt". Es müsse auch anerkannt und gewürdigt werden, in welcher Zeit sich die Jugend befinde, sagte die Ministerin.

Grüne kritisieren Regierung wegen fehlender Novemberhilfen

12.10 Uhr: Die Grünen werfen der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei den Hilfen für von der Coronakrise besonders betroffene Branchen vor. Gemeinsam mit Handel, der Gastronomie und Kultur legte die Bundestagsfraktion am Mittwoch ein Konzept zur "Rettung der Innenstädte"  vor. Die Regierung sei "Weltmeisterin im Ankündigen", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Aber am 11. November könnten die sogenannten Novemberhilfen noch nicht mal beantragt werden. Probleme gebe es bei Umsetzung und Ausgestaltung. "Die Hilfen müssen entbürokratisiert werden", forderte sie.

Das Konzept sieht konkrete Erleichterungen für die Zeit der Corona-Pandemie, aber auch längerfristige Hilfen für Innenstädte vor, wo Ladenpleiten und Verödung schon seit Jahren ein Problem sind. So sollen etwa über das Gewerbemietrecht Unternehmen, aber auch soziale Einrichtungen, Vereine und Kleingewerbe mehr Sicherheit und Flexibilität bei den Mieten während der Krise bekommen. Ein Kulturrettungsfonds und ein Schallschutzfonds für Kultureinrichtungen gehören ebenso zu den Forderungen wie "Kauf-vor-Ort-Gutscheine", um den Einzelhandel, die Gastronomie und kulturelle Einrichtungen zu unterstützen.

"Viele Innenstädte stehen wirklich vor einem Abgrund", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE, Stefan Genth. Im Einzelhandel sei auch in der Pandemie "sicher einkaufen möglich", es werde aber dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die Hauptgeschäftsführerin des Gastroverbands Dehoga, Ingrid Hartges, sagte, Klarstellungen im Miet- und Pachtrecht seien besonders wichtig, da Verträge mit der Immobilienwirtschaft in guten Jahren abgeschlossen worden seien. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, mahnte, für seine Branche sei der Teil-Lockdown ein kompletter Lockdown, und das oft schon seit März. Es sei der "absolute Super-GAU".

Polizei stoppt Spielplatzparty von 50 Jugendlichen

12.05 Uhr: Etwa 50 Jugendliche haben trotz Kontaktbeschränkungen eine Party auf einem Spielplatz in der Oberpfalz gefeiert. Beim Eintreffen der Polizei seien sie sofort in alle Richtungen geflüchtet, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Obwohl es erst etwa halb vier am Dienstagnachmittag war, ließen die Feiernden bei ihrem jähen Aufbruch hochprozentigen Alkohol auf dem Spielplatz in Lappersdorf zurück. "Wodka, Jägermeister - solche Sachen", sagte eine Sprecherin der Polizei.

Von einigen der Jugendlichen notierten sich die Polizisten die Personalien. Sie könnte nun ein Bußgeld erwarten. Derzeit dürfen in Bayern höchstens zehn Menschen zusammenkommen – in privaten wie in öffentlichen Räumen.

Corona-Pandemie: Bundeswahlleiter gegen reine Briefwahl bei Bundestagswahl

12.00 Uhr: Der Bundeswahlleiter rechnet wegen der Corona-Pandemie mit mehr Briefwählern bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr. Von einer reinen Briefwahl hält er allerdings wenig.

Karliczek bekräftigt erneut: "Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen"

11.47 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat angesichts der steigenden Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impfstoff klargestellt, dass es keine Impfpflicht geben soll. "Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen", sagte Karliczek der "Augsburger Allgemeinen"  vom Mittwoch. Mit Blick auf mögliche Bedenken in der Bevölkerung hob sie hervor, dass die kontinuierliche Information und Aufklärung der Bevölkerung zur Wirksamkeit der Impfung und ihrer Risiken wichtig sei.

"Wenn positive Ergebnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen vorliegen, sollten diese auch bekannt gemacht werden", sagte Karliczek. Dies solle den Menschen dabei helfen, "eine selbstbestimmte Impfentscheidung zu treffen".

Die Forschungsministerin wertete die positiven Daten zur Wirksamkeit eines potenziellen Corona-Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer als ermutigend. Diese ersten Ergebnisse machten Hoffnung und bestätigten sich hoffentlich auch in den noch folgenden Analysen zur Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs. "Ein Antrag auf Zulassung noch in diesem Jahr wäre ein enormer Erfolg", sagte die CDU-Politikerin.

Sie machte zugleich deutlich, dass die Bundesregierung bei ihrer Prognose bleibe, dass erst im kommenden Sommer flächendeckend Impfstoffe zur Verfügung stehen würden.

Trotz Coronakrise: Weihnachtsgeld steigt für Tarifbeschäftigte

11.30 Uhr: Fast neun von zehn Tarifbeschäftigten in Deutschland können sich in diesem Jahr auf ein Weihnachtsgeld freuen. Trotz der Coronakrise erhalten 87,4 Prozent diese Sonderzahlung, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 2019 war der Anteil mit 86,9 Prozent etwas geringer. "Corona-bedingte Aufkündigungen von tarifvertraglich vereinbartem Weihnachtsgeld sind anhand der uns vorliegenden Informationen bislang nicht zu erkennen", erklärte das Statistikamt. Auch die Höhe des Weihnachtsgeldes steigt, und zwar um 1,1 Prozent auf durchschnittlich 2661 Euro brutto. Allerdings fällt die Zahlung in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich aus. 

NFL: Super Bowl soll mit Fans stattfinden

11.10 Uhr: Die Besitzer der Teams aus der US-Football-Profiliga NFL haben einem Play-off-Notfallplan zugestimmt, falls die reguläre Saison wegen der Corona-Pandemie weiter massiv beeinträchtigt werde. Sollte die Spielzeit abgebrochen oder zahlreiche Partien abgesagt werden müssen, dürfen 16 statt der geplanten 14 Teams an den Play-offs teilnehmen. Im Frühjahr wurde das Feld bereits von 12 auf 14 Teams erweitert.

NFL-Chef Roger Goodell bestätigte zudem, dass der Super Bowl wie angedacht am 7. Februar nächsten Jahres in Tampa, Florida, stattfinden soll, und wiederholte, dass bei dem Megaevent Fans im Raymond-James-Stadion dabei sein sollen. "Unsere Absicht ist es, so viele Fans wie möglich beim Super Bowl zu haben", sagte Goodell. Die meisten Teams in der NFL spielen in dieser Saison wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer.

Stadion in Kansas City: NFL-Spiele finden ohne oder mit deutlich weniger Zuschauern statt

Stadion in Kansas City: NFL-Spiele finden ohne oder mit deutlich weniger Zuschauern statt

Foto: Jeff Roberson / AP

Iranische Menschenrechtsaktivistin Sotudeh mit Coronavirus infiziert

10.55 Uhr: Die iranische Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh ist nach Angaben ihres Ehemannes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich in der Frauenanstalt Ghartschak angesteckt, wohin sie vergangenen Monat verlegt worden war, schrieb Resa Chandan am Mittwoch auf Facebook . In dem Gefängnis südlich der Hauptstadt Teheran seien die hygienischen Zustände katastrophal, so der Ehemann.

Sotudeh durfte vorige Woche nach über zwei Jahren erstmals in den Hafturlaub. Laut Chandan war der Gesundheitszustand seiner Frau in den vergangenen Wochen besorgniserregend, besonders nach ihrem fast 50-tägigen Hungerstreik. Unter anderem hat die 57-Jährige eine Herzschwäche, wegen der sie im September auch fünf Tage in einem Krankenhaus in Teheran behandelt werden musste. Mit dem Hungerstreik wollte die Anwältin und Frauenrechtlerin gegen die Haftbedingungen politischer Gefangener während der Corona-Pandemie protestieren.

Sotudeh wird "staatsfeindliche Propaganda" vorgeworfen. Sie wurde 2018 von einem Revolutionsgericht zu einer Haftstrafe von 33 Jahren und sechs Monaten sowie zu 148 Peitschenhieben verurteilt. Von der Haft muss sie mindestens zwölf Jahre absitzen. Sotudeh hatte vor Gericht alle Vorwürfe gegen sie zurückgewiesen. Sie engagiere sich lediglich friedlich für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe im Iran. Sie und ihr Mann gehören zu den renommiertesten Menschenrechtsaktivisten des Landes.

Kretschmer: "Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei Weitem nicht aus"

10.40 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht angesichts der gegenwärtigen Corona-Infektionszahlen noch keine Möglichkeit für eine Lockerung der Beschränkungen. "Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei Weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Wir werden sehen, zu welchen Entscheidungen wir am kommenden Montag kommen müssen." An diesem Tag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen.

"Wenn es uns nicht gelingt, tatsächlich wieder substanziell nach unten zu kommen – das heißt: 50 Infizierte je 100.000 Einwohner über sieben Tage – dann werden das schwierige Monate, die vor uns liegen", so Kretschmer. Man sei erst eine Woche im Teil-Lockdown, es könne sich also noch einiges verändern. Dann diskutiere man anders. "Aber die Erwartung war ja, dass die Zahlen so nach unten gehen können, dass man tatsächlich wieder Gastronomie öffnen kann, dass wir Weihnachtsmärkte vielleicht in einer anderen Form haben, dass wir Gottesdienste haben können. Das kann man anhand der jetzt vorliegenden Zahlen noch nicht sehen."

USA: Höchststand an Covid-19-Patienten in Krankenhäusern

10.25 Uhr: In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten "New York Times"  und CNN  unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project . Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940).

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die "New York Times". Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12.000 Menschen behandelt. Dieser Wert war im April mit rund 15.000 höher.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen überstiegen. Nach der Statistik der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit einer Woche bei mehr als 100.000. Mehr als 239.000 Menschen in den Vereinigen Staaten starben nach einer Infektion.

Das Covid Tracking Project wurde im Frühjahr beim Magazin "The Atlantic" gestartet und sammelt und veröffentlicht Daten zur Corona-Pandemie in den USA.

Ziemiak rechnet wegen Corona mit keinem normalen Weihnachten

10.10 Uhr: Angesichts der derzeitigen Corona-Infektionszahlen rechnet CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nicht mit einem normalen Weihnachtsfest. "Weihnachten wird nicht so wie in den vergangenen Jahren", sagte Ziemiak am Mittwoch in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland". Wie und mit welchen Regeln gefeiert werde, könne man noch nicht sagen. Die Zahl der Neuinfektionen sei noch sehr hoch. "Die nächsten Wochen und Monate, das werden jetzt die schwierigsten sein. Aber es gibt Grund zur Hoffnung, dass diese Zeit absehbar ein Ende haben wird."

Spahn offen für früheren Beginn der Weihnachtsferien

9.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich offen für einen früheren Start der Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie gezeigt. "Das ist sicherlich ein Teil der Debatte, auch für Montag oder auch für die Folgewochen", sagte Spahn am Mittwoch den Fernsehsendern RTL und n-tv mit Blick auf die Corona-Beratungen von Bund und Ländern am kommenden Montag. Einen früheren Start in die Weihnachtsferien hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ins Gespräch gebracht.

Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Menschen vor Weihnachten die Kontakte möglichst beschränken sollten, damit es bei Familienfeiern zu Weihnachten nicht zu Ansteckungen kommt.

Spahn sagte, bei den Ferienterminen sei für Eltern, Kinder und Lehrer Planbarkeit wichtig. "Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben", sagte der Gesundheitsminister zum Vorstoß Laschets.

Der NRW-Ministerpräsident hatte in einem Video-Chat mit Lesern des "Kölner Stadt-Anzeigers"  gesagt, ein früherer Ferienbeginn könne in Erwägung gezogen werden, "um Familien mit mehreren Generationen ein unbeschwerteres Weihnachtsfest zu ermöglichen, wenn die Corona-Fallzahlen im Dezember weiter auf einem hohen Niveau bleiben sollten". Weihnachten habe in den meisten Familien "eine sehr hohe Bedeutung, da wollen die Menschen Begegnungen haben, beisammen sein, gemeinsam Zeit verbringen", sagte Laschet.

Der CDU-Politiker hob zugleich hervor, dass konkrete Entscheidungen über Weihnachten derzeit noch nicht anstünden. "Dazu müssen wir die Entwicklung der Infektionszahlen abwarten", sagte Laschet.

Buchläden, Baumärkte, Modehändler: Wo die Geschäfte auch im Shutdown laufen – und wo ein Ladensterben droht

9.37 Uhr: Restaurants sind geschlossen, Geschäfte bleiben offen: Die Deutschen sollen auch im Shutdown weiter shoppen. Doch haben sie in Zeiten von Pandemie und Kontaktbeschränkungen überhaupt noch Lust dazu?

Kritik an Spahn: "Bislang spüren wir in der Pflege kaum Verbesserungen"

9.30 Uhr: Der Präsident des Deutschen Pflegetags, Franz Wagner, übt angesichts der Überlastung der Pflegekräfte scharfe Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Bislang spüren wir in der Pflege kaum Verbesserungen, im Gegenteil", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung"  vom Mittwoch. Wagner äußerte sich vor dem Auftakt des diesjährigen Deutschen Pflegetags. Auf der am Mittwoch beginnenden Tagung geht es unter anderem darum, wie die Pflege die Herausforderungen der Corona-Pandemie bewältigen kann.

Damit die Arbeitslast sinke, müsse Spahn "endlich grünes Licht für eine Personalbemessung im Krankenhaus geben, die den tatsächlichen Bedarf feststellt". Der Deutsche Pflegerat, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Gewerkschaft Ver.di hätten sich längst auf ein Instrument geeinigt, das der Minister "seit Monaten ignoriert", kritisierte Wagner. "Das wäre aber gerade jetzt in der Coronakrise das entscheidende Signal für alle Pflegenden, damit sie erkennen können, dass der chronischen Überlastung absehbar mal ein Ende gesetzt wird".

Wagner, der auch dem Präsidium der neuen Bundespflegekammer angehört, kritisierte zudem die "Corona-Prämie", die in der ersten Pandemiewelle als Belohnung für die Leistung der Pflegekräfte beschlossen worden war. "So wie die Corona-Prämie verteilt wird, sorgt sie eher für Unfrieden in den Belegschaften", sagte er. "Statt weiterer symbolischer Gesten muss die Politik für eine branchenweit bessere Bezahlung in der Langzeit- und in der Akutpflege sorgen, vor allem in der Langzeitpflege durch allgemeingültige Tarifverträge." Dieses Versprechen müsse "endlich eingelöst werden".

Spahn sieht positive Entwicklung, aber: "Es reicht noch nicht"

9.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für positive Veränderungen der Corona-Infektionslage in Deutschland. "Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen", sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" der Sender RTL und n-tv. "Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erst mal ermutigend, aber es reicht noch nicht."

Spahn sagte außerdem, nach zwei oder drei Tagen positiver Entwicklung könne noch nicht von einem Trend gesprochen werden. "Es sind definitiv Anzeichen für eine Veränderung, aber noch keine Trendwende." Der Bundesgesundheitsminister verwies zudem auf die steigende Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen und die steigende Zahl der Todesfälle. Um das in den Griff zu bekommen, müssten die Infektionszahlen sinken: "Wir müssen runter mit den Zahlen, und zwar deutlich runter." Erst wenn sie für eine längere Zeit niedrig blieben, sei das Ziel erreicht.

Inselstaat Vanuatu meldet ersten Corona-Fall

7.54 Uhr: Bisher war Vanuatu eines der wenigen Coronavirus-freien Länder der Welt. Jetzt hat auch der Inselstaat im Südpazifik seinen ersten Covid-19-Fall gemeldet. Ein 23-Jähriger, der vor Kurzem aus den USA zurückgekehrt war, sei in Quarantäne positiv auf das Virus getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Vanuatu und weitere pazifische Inselstaaten hatten sich zu Pandemiebeginn trotz der wirtschaftlichen Folgen rasch isoliert. Die Gesundheitssysteme dieser Länder sind für eine Pandemie in der Regel nicht gewappnet.

Vanuatu mit seinen 300.000 Einwohnern hatte seine Grenzen im März geschlossen, erst seit Kurzem sind wieder einzelne Flüge für Rückkehrer erlaubt. Reisende müssen sich nach ihrer Ankunft zwei Wochen lang in Quarantäne begeben. Die Quarantänepflicht soll nun auf vier Wochen ausgeweitet werden.

Vor Kurzem hatten auch die Salomonen und die Marshallinseln ihre ersten Corona-Fälle gemeldet. Die abgelegenen Inselstaaten und Territorien Kiribati, Mikronesien, Nauru, Palau, Samoa, Tonga und Tuvalu sind hingegen mutmaßlich immer noch virenfrei.

Hauptstadt Port Vila auf Vanuatu (Archivbild)

Hauptstadt Port Vila auf Vanuatu (Archivbild)

Foto: Anders Ryman / Getty Images

Erneuter Anstieg – 18.487 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

6.30 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.11., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 261 auf insgesamt 11.767. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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Gewerkschaft der Polizei befürchtet zunehmende Gewaltbereitschaft

6.30 Uhr: Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns über den laufenden Monat hinaus befürchtet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zunehmende Frustration und damit auch mehr Gewaltbereitschaft bei manchen Menschen. "Wenn die Maßnahmen über den November hinausgehen sollten, werden wir wohl keine friedlichen Weihnachten erleben", sagte der NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft, Michael Mertens, der "Rheinischen Post".

Auch die Partnerschaftsgewalt könnte zunehmen. "Gewalt unter Partnern oder Ex-Partnern hat seit Langem pandemische Ausmaße", schreibt die "Osnabrücker Zeitung". Die eigenen vier Wände und das persönliche Umfeld seien für Hunderttausende kein Hort der Sicherheit, sondern nur bedrohlich.

Das Lagebild hellt sich der Zeitung zufolge nicht auf. "Da mag man sich gar nicht vorstellen, wie die Bilanz des Corona-Krisenjahres ausfallen wird, in dem Millionen von Menschen über Wochen und Monate viel mehr Zeit miteinander verbringen mussten als üblich." Wichtig bleibt der Appell, häusliche Gewalt nicht als Privatsache abzutun, sondern als Straftat zu verfolgen, die Konsequenzen haben muss.

Hunderttausende Schüler in Quarantäne

6.00 Uhr: Laut Angaben des Deutschen Lehrerverbands sollen sich derzeit mehr als 300.000 Schüler in Deutschland in Quarantäne befinden. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Verband. Die Zahl der Lehrer in Quarantäne gebe der Verband derzeit mit bis zu 30.000 an. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen.

Biontech hält Impfziele der Bundesregierung für realistisch

5.30 Uhr: Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hält das Ziel der Bundesregierung für realistisch, bis zum Sommer 70 Prozent der Bürger in Deutschland gegen Covid-19 geimpft zu haben. "Wir werden unser Bestes tun, damit das funktioniert. Wenn alle Fabriken hochlaufen, sollte es möglich sein, das Ziel zu erreichen", sagte der Finanzvorstand des Unternehmens, Sierk Poetting, den Zeitungen "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung".

Im Hinblick auf die Zulassung des Impfstoffs in der EU sagte Poetting, "dass ein Termin noch im Jahre 2020 im Rahmen des theoretisch Möglichen ist".

Biontech, das mit seinem Corona-Impfstoff kurz vor der weltweiten Zulassung steht, könne "jedenfalls in diesem Jahr noch bis zu 50 Millionen Impfdosen liefern".

Fauci: Wegen möglichen Impfstoffs nicht in falscher Sicherheit wiegen

5.15 Uhr: Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat die Amerikaner davor gewarnt, sich wegen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in Sicherheit zu wiegen. "Die Nachricht über den Impfstoff sollte die Menschen nicht dazu veranlassen zu sagen, dass wir die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen nicht weiterführen müssen", sagte Fauci dem Sender CNN . An die Amerikaner appellierte er: "Geben Sie nicht auf, wenn Sie wissen, dass Hilfe auf dem Weg ist." Er wisse um die Erschöpfungserscheinungen beim Thema Coronavirus. "Aber halten Sie durch, noch ein bisschen länger."

Fauci rief die Amerikaner dazu auf, Masken zu tragen, Abstand von anderen Menschen zu halten und sich die Hände zu waschen. Auch wenn ein Impfstoff zugelassen würde, würde dieser zunächst nach Prioritäten verteilt werden. So würden beispielsweise Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiteten, zuerst damit versorgt werden. Er rechne aber damit, dass jeder Amerikaner, der das wolle, in den ersten vier Monaten des kommenden Jahres geimpft werden könne.

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr in Restaurants wirklich?

04.05 Uhr: Bars, Kneipen und Restaurants bleiben im November in Deutschland geschlossen, um Ansteckungen zu vermeiden. Auf welchen Zahlen beruht diese Entscheidung? Lesen Sie hier mehr.

Etwa 15.000 Nerze in den USA an Virus gestorben

3.20 Uhr: Mehr als 15.000 Nerze sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in den Vereinigten Staaten seit August an dem Coronavirus gestorben. Etwa ein Dutzend Farmen stehen laut US-Gesundheitsbehörde CDC unter Quarantäne, während die Fälle untersucht werden. "Das wird uns helfen, mehr über die Übertragungsdynamik zwischen Nerzen sowie anderen Tieren und Menschen zu erfahren", hieß es. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Tiere eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Virus auf den Menschen spielen würden.

Mehr als 300.000 Schulkinder in Quarantäne

2.25 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht deutlich gestiegen. Unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet die "Bild"-Zeitung, dass sich derzeit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne befänden. Ende September waren es demnach noch rund 50.000 gewesen. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000.

Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Blatt: "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Damit meinte er die schrittweise Schließung von immer mehr Schulen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Hamburger CDU-Landeschef Christoph Ploß forderte die Landesregierungen zu mehr Sicherheitsvorkehrungen an Schulen auf. Er sagte zu "Bild": "Einen fortwährenden Salami-Lockdown, der zu großen Unsicherheiten für Familien führt, darf es nicht geben." Deswegen müssten alle Klassenräume schnellstmöglich mit Belüftungsanlagen und Plexiglas-Trennwänden ausgestattet werden.

Wo 70 Prozent der Hausangestellten ihre Arbeit verloren haben

2.05 Uhr: Hausangestellte sind besonders betroffen: Millionen Menschen in Lateinamerika haben durch die Coronakrise ihre Arbeit verloren oder verdienen deutlich weniger. Hier erzählen einige, wie ihr Leben jetzt aussieht. Lesen Sie hier mehr.

Impfungen in Berlin Bürgermeister Müller zufolge zuerst für Risikogruppen

1.50 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angekündigt, dass es bei der Vergabe eines Corona-Impfstoffs in der Hauptstadt eine Prioritätenliste geben wird. Weil der Impfstoff erst nach und nach zur Verfügung stehen werde, würden zunächst besonders gefährdete Menschen versorgt sowie spezielle Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". "Da wird es eine Prioritätenliste geben."

Bereits im Dezember werde es in Berlin eine entsprechende Infrastruktur geben, sodass pro Tag 20.000 Menschen geimpft werden könnten, so Müller. Dazu seien unter anderem mehrere dezentrale Impfzentren geplant.

Weihnachtsbaum am Rockefeller Center trotz Pandemie

1.40 Uhr: Am traditionellen Weihnachtsbaum am Rockefeller Center in New York sollen in diesem Jahr trotz der Coronavirus-Pandemie die Lichter angezündet werden. "Wir wollen, dass es ein großartiges Erlebnis wird, insbesondere angesichts von all dem, womit sich die Menschen gerade herumschlagen", sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. "Das ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes für diese Stadt." Für ihn selbst bringe das Anzünden der Lichter an diesem Baum jedes Jahr "kindliches Staunen" mit sich.

Normalerweise strömen jedes Jahr Tausende Menschen zu dem Spektakel ans Rockefeller Center in Manhattan. Wann die Lichter dieses Jahr genau angehen sollen und wie die Veranstaltung ablaufen soll, haben die Betreiber bislang nicht mitgeteilt. Es würden "extra Vorkehrungen" getroffen, sagte de Blasio und kündigte für demnächst weitere Informationen dazu an. Medienberichten zufolge haben die Veranstalter den Baum für dieses Jahr unterdessen bereits ausgewählt – eine 30 Meter hohe Fichte in Oneonta im Norden des Bundesstaats New York.

Die ebenfalls weltberühmte Schlittschuhbahn am Rockefeller Center in New York soll ebenfalls trotz Coronavirus-Pandemie wiederkommen. Sie soll diesmal aber nur vom 21. November bis zum 17. Januar und damit deutlich kürzer als sonst öffnen.

Düsseldorf erlässt nach Gerichtsbeschluss Maskenpflicht in Teilen von Innenstadt

1.25 Uhr: Nach der Aufhebung einer stadtweiten Maskenpflicht infolge eines Eilantrags hat die Stadt Düsseldorf eine Regelung für Teile der Innenstadt erlassen. Ab Mittwoch solle "in stark frequentierten Teilen der Stadt" zu bestimmten Zeiten eine Maskenpflicht gelten, teilte die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt mit. Betroffen sind demnach die Altstadt und die Stadtmitte zwischen 10 Uhr und 19 Uhr sowie der Bereich um den Hauptbahnhof zwischen 6 Uhr und 22 Uhr.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte am Montag die stadtweite Maskenpflicht als rechtswidrig eingestuft und für den Antragsteller aufgehoben. Die Entscheidung galt nur für den Bürger, der den Eilantrag gestellt hatte. Die Stadt teilte nach der Verkündung der Eilentscheidung jedoch mit, sie respektiere den Beschluss des Gerichts, und hob die flächendeckende Regelung auf. Zugleich kündigte sie eine neue Allgemeinverfügung an.

In der alten Verfügung hatte es geheißen: "Auf öffentlichen Straßen und Wegen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile von Düsseldorf ist eine Alltagsmaske zu tragen, sofern und solange nicht aufgrund von Tageszeit, räumlicher Situation und Passantenfrequenz objektiv ausgeschlossen ist, dass es zu Begegnungen mit anderen Personen kommen kann, bei denen ein Abstand von fünf Metern unterschritten wird."

Das Verwaltungsgericht monierte, der Bürger müsse anhand der "unbestimmten Begriffe" Tageszeit, räumliche Situation und Passantenfrequenz selbst über das Vorliegen einer Situation entscheiden, in der ein Begegnungsverkehr objektiv ausgeschlossen sei. Der Bürger sei nicht ohne Weiteres in der Lage zu erkennen, welches Verhalten von ihm gefordert werde – zumal dann, wenn ein Verstoß mit einem Bußgeld bewehrt sei.

svv/cop/ala/ptz/dpa/Reuters/AFP/sid
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