Corona-News am Dienstag Berlin plant Verlängerung der Weihnachtsferien

Die Schulleiter sollen bereits informiert sein: Der Berliner Senat will einem Bericht zufolge die Weihnachtsferien ausdehnen. Und: Frankfurt am Main verbietet »Querdenker«-Großdemonstration. Der Tag im Überblick.
Leere Grundschule in Berlin (Symbolbild)

Leere Grundschule in Berlin (Symbolbild)

Foto: Britta Pedersen / dpa

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Berlin plant offenbar Verlängerung der Weihnachtsferien

20.18 Uhr: Berlin ächzt unter anhaltend hohen Infektionszahlen und Tausenden Quarantänefällen. Der Berliner Senat prüft nun laut dem »Tagesspiegel« eine Verlängerung der Weihnachtsferien um eine Woche bis einschließlich 10. Januar 2021. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte dem Bericht zufolge. »Das kann eine notwendige Maßnahme sein, um zu vermeiden, dass Infektionen in die Schulen getragen werden und reduziert zugleich das Aufkommen im öffentlichen Nahverkehr. Auf diese Option stellen wir uns ein.«

Am Abend habe die Senatsverwaltung für Bildung demnach bereits die Schulleiter informiert, bis zum 10. Januar eine unterrichtsfreie Zeit zu planen - vorbehaltlich der Entscheidung des Senats. In diesem Zeitraum solle das Infektionsgeschehen in der Hauptstadt und an den Schulen beobachtet werden.

Städtebund: Lockerungen zu Weihnachten und Silvester vermeiden

22.45 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert einen Verzicht auf Lockerungen der Schutzmaßnahmen zu Weihnachten und zu Silvester. Die Infektionszahlen seien viel zu hoch, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Handelsblatt" einem Vorabbericht zufolge. "Wenn es Erleichterungen über Weihnachten und Silvester gibt, wird das zu Reiseaktivitäten führen, damit steigt das Infektionsrisiko."

Slowakische Regierung plant neuerlichen Lockdown

21.47 Uhr: Auf die Slowakei kommt demnächst ein neuerlicher Lockdown zu, weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder rasch angestiegen ist. Das bestätigte Innenminister Roman Mikulec am Abend nach einer sechsstündigen Beratung des Nationalen Krisenstabes in Bratislava. Weitere Details wolle die Regierung erst am Mittwoch bekannt geben.

Schon bisher waren in der Slowakei die Schulen für alle über zehn Jahre alten Schüler geschlossen, Restaurants durften keine Gäste einlassen, sondern Speisen und Getränke nur zum Mitnehmen oder für den Konsum im Freien verkaufen. Die meisten Geschäfte durften aber unter strengen Auflagen offen bleiben. Experten empfahlen seit Tagen einen »echten Lockdown« mit Schließung aller Geschäfte mit Ausnahme jener für Lebensmittel und andere unentbehrliche Güter.

Deutlicher Anstieg der Neuinfektionen in Frankreich

20.57 Uhr: Frankreich meldet einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium zählte 13.713 neue Coronafälle im Vergleich zu 8083 vergangene Woche. Es wurden 831 weitere Todesfälle gemeldet. Nach dem Wochenende lagen die Zahlen deutlich niedriger mit 3411 neuen Fällen und 366 Todesfällen.

Biden: 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen

20.53 Uhr: Der designierte US-Präsident Joe Biden kündigt 100 Millionen Corona-Impfungen für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit an. Die Lage werde sich wohl zunächst verschlechtern, bevor es besser werde, sagt er. Er könne nicht versprechen, dass die Pandemie nach 100 Tagen beendet sei, aber es könne zu einer Kehrtwende kommen. Zugleich forderte er den Kongress auf, weitere Mittel für den Kampf gegen den Erreger freizugegeben.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat unterdessen angekündigt, notfalls mit einem Gesetz für die Rüstungsproduktion dafür zu sorgen, dass US-Amerikaner zuerst mit in den USA hergestelltem Impfstoff versorgt werden. Er glaube jedoch nicht, dass dies notwendig sein werde, sagt Trump während eines Impfstoff-Gipfels. Mit dem 1950 erlassenen Defense Production Act könnte Trump die Herstellung in den USA erzwingen, müsste jedoch dazu Klage einreichen.

Trump-Anwältin Jenna Ellis positiv auf Corona getestet

20.41 Uhr: Mit Jenna Ellis hat sich Medienberichten zufolge eine weitere Anwältin in Diensten von US-Präsident Donald Trump mit dem Coronavirus infiziert. Ellis, die im Kampf gegen Trumps Wahlniederlage mit dem ebenfalls infizierten Anwalt Rudy Giuliani zusammenarbeitet, habe Mitarbeiter über ihren positiven Corona-Test informiert, berichtete zunächst die Nachrichtenseite »Axios«.

Später berichteten auch andere Medien wie der Nachrichtensender CNN über die Ansteckung. Den Berichten zufolge gibt es nun Sorgen im Weißen Haus, weil Ellis dort vergangene Woche eine Weihnachtsfeier besucht hatte. Erst am Sonntag war Giulianis Corona-Infektion bekannt geworden. Der 76-Jährige wurde in der Folge in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Washington eingeliefert.

Ellis und Giuliani stehen an der Spitze von Trumps Bemühungen, den Ausgang der Präsidentschaftswahl vom 3. November anzufechten. In den vergangenen Wochen reisten sie in eine Reihe umkämpfter Schlüsselstaaten und hielten dort Treffen zu angeblichem Wahlbetrug ab. Die Anwälte trugen dabei häufig keine Schutzmasken.

US-Gesundheitsbehörde meldet 186.215 Neuinfektionen

20.27 Uhr: Die US-Seuchenzentren CDC geben 186.215 Neuinfektionen und 1532 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 14,8 Millionen Infektionen und 282.785 Tote verzeichnet.

Berlin plant offenbar Verlängerung der Weihnachtsferien

20.18 Uhr: Berlin ächzt unter anhaltend hohen Infektionszahlen und Tausenden Quarantänefällen. Der Berliner Senat prüft nun laut dem »Tagesspiegel« eine Verlängerung der Weihnachtsferien um eine Woche bis einschließlich 10. Januar 2021. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte dem Bericht zufolge. »Das kann eine notwendige Maßnahme sein, um zu vermeiden, dass Infektionen in die Schulen getragen werden und reduziert zugleich das Aufkommen im öffentlichen Nahverkehr. Auf diese Option stellen wir uns ein.«

Am Abend habe die Senatsverwaltung für Bildung demnach bereits die Schulleiter informiert, bis zum 10. Januar eine unterrichtsfreie Zeit zu planen - vorbehaltlich der Entscheidung des Senats. In diesem Zeitraum solle das Infektionsgeschehen in der Hauptstadt und an den Schulen beobachtet werden.

Spahn stimmt auf härteren Lockdown nach Weihnachten ein

19.58 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich im Kampf gegen das Coronavirus gut einen härteren Lockdown nach Weihnachten vorstellen. »Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber meine ruhigste Zeit im Jahr ist tatsächlich die um Weihnachten bis Anfang Januar. Und mir fiele fast keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen, Kontakte zu reduzieren«, sagte Spahn bei »Bild live«.

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen sei es sinnvoll, »noch mal umfassender, dafür kürzer das Leben ein Stück runterzubringen, Kontakte zu reduzieren, Infektionszahlen runterzuschrauben«, betonte Spahn. Dies müsse jetzt mit den Bundesländern diskutiert werden. Klar sei: »Wenn wir die Zahlen jetzt nicht langsam runterbekommen, wenn sich die Zahlen vor allem auf den Intensivstationen nicht bessern, dann braucht es zusätzliche Maßnahmen.«

Der Gesundheitsminister rechnet damit, dass in Deutschland »rund um den Jahreswechsel, spätestens im Januar« der Impfstoff gegen Corona verabreicht werden kann. Die Zulassung erwarte er Ende des Jahres, sagte er. Wenn der Impfstoff einmal in den Hausarztpraxen ankomme, werde die Massen-Impfung Fahrt aufnehmen. Er sei optimistisch: »Die Hausärzte verimpfen gerade über 20 Millionen Grippe-Impfdosen. Und das klappt innerhalb von wenigen Wochen. Wenn wir einmal da sind, dann kann es auch schnell gehen.«

Niederlande verlängern Beschränkungen über die Feiertage

19.25 Uhr: Die Niederlande verlängern angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen die Restriktionen über die Feiertage. Seine Regierung habe mehr erhofft, sagte Ministerpräsident Mark Rutte, »aber es läuft nicht gut« mit Blick auf Neuinfektionen und die Auslastung der Krankenhäuser. Zugleich werde eine höhere finanzielle Unterstützung für Restaurants und Bars erwogen. In der Woche bis Dienstag steckten sich in dem Land nach Angaben der Gesundheitsämter 43.103 Menschen mit dem Coronavirus an, gut ein Viertel mehr als in der Vorwoche. In den Niederlanden gilt seit dem 13. Oktober ein teilweiser Lockdown.

Kritik an Prinz William und Kate wegen Rundreise durch Großbritannien

18.52 Uhr: Prinz William und seine Ehefrau Kate absolvieren eine dreitägige 2000-Kilometer-Tour durch Großbritannien – und handeln sich damit harsche Kritik auch von Politikern ein. Er würde es vorziehen, wenn »niemand unnötige Besuche« machen würde, sagte der Gesundheitsminister von Wales, Vaughan Gething, in der BBC. Wenig später legte das royale Paar in Wales einen Zwischenstopp bei seiner Bahnreise ein, um Pandemie-Helfern zu danken. Gething warnte die Bevölkerung davor, die Reise des Paares falsch zu verstehen: Ihr Besuch sollte nicht als »Entschuldigung« hergenommen werden, um zu sagen, dass die Menschen die Corona-Vorschriften nicht verstehen, sagte er mit Blick auf die Reisebeschränkungen in Wales.

Am Montag hatten die Herzogin und der Herzog von Cambridge bereits Schottland besucht und Regierungschefin Nicola Sturgeon frostig reagiert. Es sei sichergestellt worden, dass das Paar »über alle in Schottland geltenden Beschränkungen informiert« ist, sagte Sturgeon.

Kate und William in Cardiff

Kate und William in Cardiff

Foto: Chris Jackson / dpa

Frankfurt verbietet »Querdenker«-Großdemo

18.22 Uhr: Die Versammlungsbehörde in Frankfurt am Main hat eine für Samstag geplante Großdemonstration der »Querdenker«-Bewegung untersagt. Nach Angaben der Stadt waren dazu bis zu 40.000 Teilnehmer und Kundgebungen an zwölf verschiedenen Orten sowie ein Demonstrationszug durch die Innenstadt angemeldet worden.

Das Ordnungsamt begründete das Verbot am Dienstag unter anderem mit massiven Verstößen bei einer »Querdenker«-Demo Mitte November, die von der Polizei schließlich aufgelöst wurde. Der Anmelder von der Organisation Querdenken69-Frankfurt habe in Gesprächen nicht überzeugend darstellen können, dass die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln diesmal sichergestellt würde.

Das Ordnungsamt verwies auch auf den Gesundheitsschutz angesichts der derzeit hohen Infektionszahlen in der Stadt. Wegen der Weihnachtseinkäufe gebe es am Samstag ohnehin ein erhöhtes Besucheraufkommen in der Innenstadt. Demonstranten und Passanten würden sich unweigerlich vermischen, was nicht vertretbar sei.

»Wer offensiv die Meinung vertritt, dass er die Gesundheitsgefährdung anderer Menschen in Kauf nimmt, und mit seinem bisherigen Verhalten das auch gezeigt hat, kann nicht unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit die behördliche Toleranz von Verstößen gegen Maskenpflicht und Sicherheitsabständen einfordern«, sagte der Frankfurter Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU). Ob die Organisation Querdenken69-Frankfurt gegen das Verbot vorgehen wird, ist noch unklar.

Köln schließt Hotel wegen Prostitution und Tourismus

17.30 Uhr: Ein Kölner Hotel wurde von der Polizei nach heftigen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung geschlossen und verriegelt. Bereits zum dritten Mal fiel der Betrieb in der Nacht zum Montag wegen Verstößen gegen das Beherbergungs- und Prostitutionsverbot auf, wie die Stadt Köln erklärte. Da keine Gästeliste vorzuweisen war, durchsuchten die Beamten die Etagen – und fanden mindestens 21 Personen, »die nicht aus wichtigem Grund« in dem Hotel übernachteten. Zudem wurden mehrere Verstöße gegen das Prostitutionsverbot festgestellt. Obwohl der Verantwortliche die Gäste bis zum nächsten Tag auschecken sollte, stellte das Ordnungsamt demnach »regen Betrieb« am Folgetag fest. Schon im November erwischten die Behörden dort 43 Gäste.

AstraZeneca-Impfstoff für sicher und wirksam befunden

17.16 Uhr: Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die Daten seiner Corona-Impfstoffstudie publiziert und von Experten begutachten lassen. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich. Lesen Sie hier mehr.

Biontech und Pfizer arbeiten an neuer Version von Corona-Impfstoff

16.43 Uhr: Der Corona-Impfstoff der Firmen Biontech  und Pfizer soll künftig auch ohne die zurzeit nötige Lagerung bei minus 70 Grad zur Verfügung stehen. »Wir arbeiten an einer Version, um die minus 70 Grad zu vermeiden«, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla bei einer Pressekonferenz des in Genf ansässigen internationalen Pharmaverbandes IFPMA. Gleichwohl seien die zurzeit nötigen tiefen Temperaturen aber kein Problem. Die Ingenieure hätten spezielle Boxen entwickelt, die den Transport des Impfstoffs ohne Kühlung von außen möglich machten.

Daten dazu, ob der Impfstoff nicht nur vor der Erkrankung Covid-19 schützt, sondern auch eine Ansteckung verhindert, sollten Anfang nächsten Jahres vorliegen, sagte Bourla. Als erstes Land der Welt hatte Großbritannien dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für den Impfstoff erteilt.

Berlin: Neue Einschränkungen nach Weihnachten in Aussicht

16.10 Uhr: Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen müssen sich die Berlinerinnen und Berliner auf neue deutliche Einschränkungen gefasst machen. Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin Ramona Pop (Grüne) stellte nach der Senatssitzung in Aussicht, dass Geschäfte im Einzelhandel nach Weihnachten vorübergehend schließen könnten. Ausnahmen solle es etwa für Lebensmittelgeschäfte und Drogerien geben. Die Bildungsverwaltung prüfe außerdem eine Verlängerung der Weihnachtsferien über den 4. Januar hinaus, der nach bisheriger Planung der erste Schultag im neuen Jahr wäre. Entsprechende Beschlüsse fällte der Senat zu den Maßnahmen noch nicht.

Auch Mecklenburg-Vorpommern verschärft Maßnahmen

16.00 Uhr: Auch Mecklenburg-Vorpommern reagiert mit verschärften Schutzmaßnahmen auf die gestiegene Zahl von Corona-Infektionen. Das Kabinett beschloss am Dienstag in Schwerin, die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zu erweitern und Schüler ab der 7. Klasse nach den Weihnachtsferien zunächst per Internet zu Hause zu unterrichten.

Die Regelung für die Schüler der oberen Klassenstufen gilt laut Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) zunächst für die erste Schulwoche nach den Weihnachtsferien, also vom 4. bis 8. Januar. Der Unterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 soll demnach weiterhin in der Schule stattfinden und am 4. Januar nach Ende der Ferien beginnen. Lehrer sollen dort auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Im gesamten Bundesland soll die Maskenpflicht auch auf belebte Plätze ausgeweitet werden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ankündigte. Bewohner von Pflegeeinrichtungen dürfen nur noch von jeweils einem Angehörigen am Tag besucht werden. Außerdem soll Alkohol nicht mehr in der Öffentlichkeit ausgeschenkt werden dürfen. Damit entfällt fortan auch der beliebte Glühweinverkauf.

200.000 Reisende bei Kontrollen ohne Mund-Nasen-Schutz

Allein am Montag wurden 3208 Reisende angesprochen, die ohne Maske unterwegs waren

Allein am Montag wurden 3208 Reisende angesprochen, die ohne Maske unterwegs waren

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Christoph Hardt/ imago images/Future Image

15.43 Uhr: Bei Kontrollen an Bahnhöfen und im Zugverkehr zur die Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Bundespolizei seit September 200.000 Reisende ohne Mund-Nasen-Schutz registriert. Das teilte die Behörde in Potsdam mit. Die überwiegende Mehrheit halte sich aber an die Eindämmungsverordnung der Länder, hieß es. Bundesweit seien rund 3700 Verstöße festgestellt worden, die den Behörden übermittelt wurden. In rund 500 Fällen erteilte die Polizei Platzverweise.

Bund will Länder bei Novemberhilfen in die Pflicht nehmen

15.21 Uhr: Die Bundesregierung will vom Lockdown betroffenen Unternehmen höhere Abschlagszahlungen von bis zu 50.000 Euro zukommen lassen – unter einer Bedingung: Die Finanzbehörden der Länder sollen nach Betrügern fahnden. Lesen Sie hier mehr.

US-Arzneimittelbehörde hält Biontech-Impfstoff für sicher

15.19 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech  und Pfizer als sicher eingestuft. In einem am Dienstag vorgelegten Bericht schreibt die Behörde, aus den Daten von 38.000 Teilnehmern an klinischen Studien hätten sich »keine besonderen Sicherheitsbedenken« ergeben, die einer Notfallzulassung entgegenstehen würden. Lesen Sie hier mehr.

Keine Silvester-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

15.18 Uhr: Für Silvester gibt es in Sachsen-Anhalt voraussichtlich keine Lockerungen der Corona-Regeln. »Silvester kann man schon im Prinzip ausbuchen, da werden wir bei der straffen Regelung mit Sicherheit bleiben. Über Weihnachten sind wir noch in der Entscheidungsphase, ob wir bei der angekündigten Möglichkeit bis zu zehn Personen bleiben«, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach einer Sitzung des Landeskabinetts. Das Kabinett werde in der kommenden Woche entscheiden. Aktuell dürfen sich maximal fünf Menschen treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

EU sagt Gazastreifen Unterstützung gegen Corona zu

Das einzige Corona-Labor in Palästina musste zu Wochenbeginn seine Arbeit einstellen, da die Fallzahlen deutlich zugenommen haben

Das einzige Corona-Labor in Palästina musste zu Wochenbeginn seine Arbeit einstellen, da die Fallzahlen deutlich zugenommen haben

Foto: MAHMUD HAMS / AFP

15.02 Uhr: Die Europäische Union hat den etwa zwei Millionen Menschen im Gazastreifen Unterstützung in der Coronakrise zugesichert. Der EU-Vertreter in den Palästinensergebieten, der Deutsche Sven Kühn von Burgsdorff, versprach bei einem Besuch am Dienstag, die EU werde Material zur Verfügung stellen, damit Tests gemacht werden könnten. Zudem werde sie helfen, einen Impfstoff in den Gazastreifen zu liefern.

Rheinland-Pfalz nimmt Abstand von Lockerungen zum Jahresende

14.53 Uhr: Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will anders als bislang geplant die Corona-Regeln für Treffen zum Jahresende nicht wesentlich lockern. Es sei zwar noch kein Beschluss gefasst, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Aber voraussichtlich werde es zu Silvester keine Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen geben. Für die Weihnachtszeit, vom 23. bis 27. Dezember, könnten Treffen von zehn Menschen aus drei Haushalten ermöglicht werden – »Kernfamilie und engste Freunde«, sagte Dreyer.

Partys zum Jahreswechsel seien diesmal nicht denkbar, sagte Dreyer. Große Menschenansammlungen mit hohem Alkoholkonsum an Silvester seien nicht zu verantworten und sollten auf öffentlichen Plätzen und auf öffentlichen Straßen ebenso verboten werden wie Silvesterfeuerwerk.

Bundestag setzt für 2021 erneut Schuldenbremse aus

14.51 Uhr: Der Bundestag hat zur Bewältigung der Coronakrise im kommenden Jahr erneut die Schuldenbremse im Grundgesetz außer Kraft gesetzt. Damit ermöglichte er dem Bund am Dienstag, zusätzliche Kredite aufzunehmen. Ein solcher Beschluss ist nur in außergewöhnlichen Notsituationen möglich.

Für 2021 sind neue Schulden in Höhe von 179,82 Milliarden Euro geplant. Mit dem Geld sollen unter anderem Milliardenzuschüsse für Unternehmen finanziert und Impfstoffe gekauft werden. 35 Milliarden sind vorsorglich zur Krisenbekämpfung eingeplant, ohne dass man jetzt schon weiß, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Der Bundestag will den Etat für 2021 am Freitag endgültig beschließen.

Erneuter Corona-Ausbruch in Schlachtbetrieb

14.30 Uhr: In einem Fleischbetrieb im niedersächsischen Glandorf sind bei Mitarbeitern aus der Produktion Corona-Infektionen festgestellt worden. Wie der Landkreis in Osnabrück mitteilte, stellte das Unternehmen inzwischen die Herstellung ein. Wann die Arbeit wieder aufgenommen werden kann, war zunächst unklar. Insgesamt arbeiten im Produktionsbereich rund hundert Mitarbeiter.

Am Freitag war eine Person im Schnelltest positiv getestet worden. Bei zusätzlichen Schnelltests am Montag wurden acht weitere Infektionen festgestellt. Bei einer parallel durchgeführten Reihentestung wurden dem Landkreis zufolge weitere Infektionen nachgewiesen. Da die betroffenen Mitarbeiter verschiedenen Arbeitsgruppen angehören und daher eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu befürchten ist, wurde die Produktion zunächst eingestellt.

Glühweinverkauf soll in ganz Hamburg eingeschränkt werden

14.18 Uhr: In ganz Hamburg soll künftig schon am Nachmittag kein »Glühwein to go« mehr ausgeschenkt werden dürfen. »Geplant ist ein stadtweites Glühweinverbot«, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Die zuständige Sozialbehörde werde voraussichtlich am Mittwoch sagen können, ab wann es gelten soll. Bislang gilt bereits ein Verkaufsverbot ab 16.00 Uhr in Teilen des Schanzenviertels, Ottensens und Winterhudes.

Laborärzte warnen vor Antigen-Schnelltests

14.14 Uhr: Angesichts der zunehmenden Zahl von Antigen-Schnelltest-Angeboten warnen Labormediziner vor dieser Methode. »Die Coronavirus-Labordiagnostik und Vor-Ort-Schnelltests sind getrennte Welten«, sagte der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski. Dies zeige sich nicht nur bei der Abstrichnahme und Testqualität. Die zugelassenen Schnelltests seien auch noch keiner externen Prüfung unterzogen worden.

»Auch wenn solche Schnelltests derzeit in unterschiedlichsten Lokalitäten angeboten werden, bedeutet das nicht, dass die Ergebnisse in jedem Fall sicher sind«, warnte auch Christian Scholz, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM). »Wir selbst erleben derzeit zu häufig, dass Antigen-Schnelltests falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern«, ergänzte Scholz. Während sich die Menschen bei falsch-positiven Tests unnötig sorgten, würden sie sich bei falsch-negativen Tests in gefährlicher, weil falscher Sicherheit wiegen.

Baden-Württemberg will Quarantänebrecher zwangseinweisen

14.00 Uhr: Baden-Württemberg will hartnäckige Quarantäneverweigerer zwangseinweisen. Dies erklärte der Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) nach einer Kabinettssitzung. Demnach sollen Menschen, die sich trotz Infektion nicht in Quarantäne begeben und auf andere Sanktionen nicht ansprechen, künftig von der Polizei in zentrale Krankenhäuser zwangseingewiesen werden können. Die Standorte sollen bis zum Wochenende festgelegt werden.

Die Regierung setzt damit eine Forderung des baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobl (CDU) um, der dies bereits Anfang November gefordert hatte. Er sei froh, dass nun Einigkeit darüber herrsche, »dass uneinsichtige Quarantänebrecher abzusondern sind«, sagte Strobl in Stuttgart. Dies sei die »Ultima Ratio für Menschen, die nicht bußgeldempfindlich sind«.

Zudem will die Landesregierung ein flächendeckendes Alkoholverbot unter freiem Himmel in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen. Damit sollen Menschenansammlungen und improvisierte Weihnachtsstände in den Innenstädten verhindert werden.

Schweiz und Italien stellen grenzüberschreitenden Bahnverkehr ein

13.46 Uhr: Die Schweiz und Italien stellen ab Freitag alle grenzüberschreitenden Bahnverbindungen auf unbestimmte Zeit ein. Die Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) werden nur bis zur Landesgrenze geführt, erklärt der Bahnbetreiber. Grund sei, dass das Zugpersonal nicht die Kapazität habe, die von der italienischen Regierung angeordneten Covid-19-Sicherheitskontrollen zu erfüllen. Betroffen sind Dutzende tägliche Verbindungen, darunter Fernzüge zwischen Mailand und Frankfurt sowie Regionalzüge, mit denen Arbeitnehmer täglich über die Grenze von Norditalien in die Schweiz fahren.

Sachsen schließt ab Montag Schulen und Geschäfte

13.44 Uhr: Kaum ein Bundesland ist derzeit so stark von der Corona-Pandemie betroffen wie Sachsen. Nun hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weitere Schließungen angekündigt – unter anderem für Schulen und Kitas. Lesen Sie hier mehr.

Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt positiv auf Corona getestet

13.19 Uhr: Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, ist in einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die aus Thüringen stammende 54-Jährige am Dienstag auf Twitter  mit. »Ich habe mich heute Vormittag testen lassen, weil ich leichte Erkältungssymptome bemerkt hatte. Ich habe mich jetzt in häusliche Isolation begeben. Mir geht es den Umständen entsprechend gut«, schrieb sie. »Ich möchte allen danken, die für unsere Gesundheit und unsere Sicherheit gerade einen unfassbaren Job machen!«

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Löwen im Zoo von Barcelona mit Corona infiziert

12.38 Uhr: Der Zoo im spanischen Barcelona meldet die Infektion von vier Löwen mit dem Coronavirus. Dies sei der zweite bekannte Fall, in dem sich Großkatzen angesteckt hätten. Auch bei zwei Mitarbeitern des Zoos seien die Tests positiv ausgefallen.

Die Tiere hätten keinen Kontakt zu anderen Tieren gehabt. Das Veterinäramt in Barcelona kontaktierte den Bronx Zoo in New York, in dem im April der erste Fall einer infizierten Großkatze bekannt wurde.

Lockerung zu Weihnachten in Frankreich auf der Kippe

12.01 Uhr: Die in Frankreich geplante Lockerung der Corona-Auflagen vor Weihnachten steht auf der Kippe: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen verharrt auf zu hohem Niveau, wie der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, mitteilte. Am Dienstag kommender Woche sollten die Franzosen ihre Häuser eigentlich wieder ohne Auflagen verlassen können – zum ersten Mal seit Inkrafttreten des strengen Lockdowns vor fast sechs Wochen. Auch Kinos, Theater und Museen sollten wieder öffnen.

Frankreich sei aber »noch weit von dem Ziel« von maximal 5000 täglichen Neuansteckungen entfernt, sagte Salomon. Seit einer Woche stagniert die Zahl bei rund 10.000 und ist damit doppelt so hoch, wie von der Regierung angestrebt. Salomon warnte, es gebe ein »erhöhtes Risiko« einer neuen Verschlechterung der Lage.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte noch eine weitere Bedingung für Lockerungen zum 15. Dezember genannt: So sollten höchstens 2500 bis 3000 Menschen auf den Intensivstationen des Landes behandelt werden. Zuletzt lag ihre Zahl bei fast 3200.

Kniebeuge und Klatschen – Merkel gibt Schülern Tipps gegen die Kälte

Bundeskanzlerin Merkel: Betont Wichtigkeit des Lüftens

Bundeskanzlerin Merkel: Betont Wichtigkeit des Lüftens

 

Foto: Kay Nietfeld / dpa

11.56 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Schülern Tipps gegeben, wie sie sich in der Coronakrise auch in gut durchlüfteten Klassenzimmern warmhalten können. »Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände«, sagte Merkel im Interview mit dem Radiosender »Radyo Metropol FM« (Online). Das solle zwar jeder für sich entscheiden. »Nur wenn einem kalt ist, hilft es ja manchmal.« Außerdem müssten sich Schüler eventuell etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen.

Die Bundeskanzlerin betonte erneut, wie wichtig das Lüften in Klassenräumen sei, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Luftfilter seien zwar auch gut. Die meisten funktionierten aber auch nur richtig, wenn ausreichend gelüftet werde. »Sonst gibt es die Gefahr, dass man einfach nur die Luft herumwälzt. Davon wird die (Luft) aber noch nicht wieder frisch«, so Merkel weiter.

Razzia gegen sechs Verdächtige wegen Soforthilfebetrugs

11.53 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Dienstag wegen des Verdachts auf Corona-Soforthilfebetrug mit einer Razzia in der Stadt und im Landkreis München, in Pforzheim und in Berlin gegen sechs Tatverdächtige vorgegangen. Die Beschuldigten im Alter von 28 bis 79 Jahren sollen mindestens 288.000 Euro für verschiedene Unternehmen kassiert haben, wie das bayerische Landeskriminalamt in München mitteilte.

Die Unternehmen hätten aber entweder gar nicht existiert oder seien keiner Geschäftstätigkeit nachgegangen, sodass der in den Anträgen auf Soforthilfe angegebene Liquiditätsengpass real gar nicht bestanden habe. Im Rahmen der Ermittlungen seien 125.000 Euro auf verschiedenen Bankkonten eingefroren worden.

Jeder vierte Deutsche arbeitet im Homeoffice

11.38 Uhr: Seit Beginn der Coronakrise in Deutschland sind einer Umfrage zufolge mehr als zehn Millionen Beschäftigte ins Homeoffice gewechselt. Aktuell arbeitet jeder Vierte (25 Prozent) ausschließlich von zu Hause aus, das sind 10,5 Millionen Menschen, weitere 20 Prozent tun dies zumindest teilweise, wie eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom ergab. Die Mehrheit der 1500 befragten Erwerbstätigen berichtet demnach von überwiegend positiven Erfahrungen – die größten Vorteile sind weniger Stress und mehr Zeit, weil der Arbeitsweg entfällt.

»Die Corona-Pandemie ist der Auslöser eines tiefgreifenden und nachhaltigen Wandels in der Arbeitswelt«, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. »Nach dem für die allermeisten erzwungenen Wechsel ins Homeoffice mit dem Lockdown im Frühjahr hat die große Mehrheit in den vergangenen Monaten überwiegend positive Erfahrungen gemacht.«

Die Corona-Krise habe gezeigt, dass flexibles Arbeiten die Qualität der Arbeitsergebnisse nicht schmälert – im Gegenteil, so Berg. Unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten, könne allen Seiten Vorteile bringen. Das setze allerdings einen tiefgreifenden Kulturwandel in der Arbeitswelt voraus.

Papst betet im Regen und mit Mundschutz im Zentrum Roms

Papst Franziskus habe für Rom, die Bewohner und alle Menschen in der Welt gebetet

Papst Franziskus habe für Rom, die Bewohner und alle Menschen in der Welt gebetet

Foto: VATICAN MEDIA /CPP / IPA / imago images/Independent Photo Agency Int.

10.53 Uhr: Regenwetter und die Pandemie haben Papst Franziskus nicht von seinem traditionellen Besuch an der Mariensäule in der Nähe der Spanischen Treppe abhalten können. Am frühen Montagmorgen gegen 7.00 Uhr kam der 83-Jährige überraschend aus dem Vatikan auf die Piazza di Spagna im Zentrum der italienischen Hauptstadt. Dort stellte der Papst zum katholischen Festtag Maria Empfängnis einen kleinen Korb mit weißen Rosen an den Fuß des Monuments. Eigentlich hatte der Vatikan den sonst für den Nachmittag geplanten offiziellen Besuch des Kirchenoberhaupts an der antiken Säule wegen der Corona-Gefahren durch Menschengruppen abgesagt.

Nationalakademie Leopoldina plädiert für »harten Lockdown«

10.45 Uhr: Experten der Leopoldina sowie Christian Drosten und RKI-Chef Lothar Wieler richten nach SPIEGEL-Informationen einen dramatischen Appell an die Politik: Das öffentliche Leben soll »bis mindestens 10. Januar weitgehend ruhen«. Lesen Sie hier mehr.

Südkorea sichert sich Impfstofflieferungen für 44 Millionen

10.26 Uhr: Südkorea hat sich nach Regierungsangaben den frühen Zugriff auf ausreichend Corona-Impfstoff für bis zu 44 Millionen Menschen gesichert. Damit könnten 85 Prozent der Bevölkerung mit Impfstoffen versorgt werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Gesundheitsminister Park Neung Hoo betonte jedoch, die Behörden würden dabei nicht übereilt vorgehen. Einen konkreten Termin für den Beginn flächendeckender Impfungen nannte er nicht.

US-Bürger müssen Impfungen nicht bezahlen

10.00 Uhr: In den USA steigen die Corona-Zahlen weiter. Bis Ende Februar will die Regierung 100 Millionen Menschen gegen das Virus impfen. Die Behandlung, versichert das Weiße Haus, soll kostenfrei sein. Lesen Sie hier mehr.

Saarland erlässt Alkoholverbot auf Plätzen und Straßen über Silvester

09.51 Uhr: Im Saarland gilt wegen der Corona-Pandemie an Heiligabend sowie jeweils am Silvester- und am Neujahrstag ein Alkoholverbot auf belebten Plätzen und Straßen. Zugleich werden die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage etwas gelockert, wie die Landesregierung in Saarbrücken mitteilte.

Sachsen plant offenbar harten Lockdown

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

09.40 Uhr: Sachsen kämpft mit anhaltend hohen Infektionszahlen. Ministerpräsident Michael Kretschmer erwägt nun Berichten zufolge drastische Verschärfungen der Corona-Maßnahmen – nur lebensnotwendige Geschäfte sollen noch öffnen dürfen. Lesen Sie hier mehr.

Fast ein Drittel der Deutschen erlebt Coronakrise als Katastrophenfall

09.33 Uhr: Die Corona-Pandemie vermittelt fast jedem dritten Deutschen das Gefühl, in einer Katastrophe oder Notsituation zu leben. Das geht aus einer Umfrage für das Bündnis Aktion Deutschland Hilft hervor, in dem Hilfsorganisationen zusammengeschlossen sind. Demnach waren rund 30 Prozent dieser Meinung. 42 Prozent waren dagegen nicht der Auffassung, in einer Katastrophe zu leben. Weitere 28 Prozent waren bei der Antwort unentschlossen.

Etwas mehr als 90 Prozent hielten Katastrophenvorsorge angesichts der Erfahrungen mit der Coronakrise für wichtig oder sehr wichtig, wobei die Frage auf individuelle wie strukturelle und staatliche Maßnahmen zielte. Zwei von drei Befragten gaben an, konkret selbst vorzusorgen. Rund 34 Prozent legten Vorräte mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Utensilien an, knapp 31 Prozent informierten sich über Evakuierungspläne oder andere wichtige Notfallinformationen. An der Befragung des Forschungsinstituts norstat beteiligten sich 1007 Menschen. Sie fand im Oktober statt und ist repräsentativ.

Mehr als 192.000 Neuinfektionen in den USA

09.32 Uhr: In den USA breitet sich die Pandemie weiterhin aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen einem Tag 192.299 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Am Freitag war mit 227.885 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 1404. Die bislang höchste Zahl war am Donnerstag mit 2879 Toten gemeldet worden.

Wegen der Reisewelle rund um den wichtigsten US-Feiertag Thanksgiving hatten Experten einen erneuten sprunghaften Anstieg der Infektionsfälle befürchtet.

Digitales Lernen nimmt sprunghaft zu

09.04 Uhr: Digitales Lernen ist in Corona-Zeiten auf dem Vormarsch. Im ersten Quartal dieses Jahres nutzten 59 Prozent der zehn- bis 15-jährigen Lernplattformen und Lernportale, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren siebenmal mehr als im Vorjahr. In den ersten drei Monaten 2019 nutzten lediglich acht Prozent der Schüler digitale Lernangebote.

Von den Schülerinnen, Schülern und Studierenden ab 16 Jahren kommunizierten 72 Prozent auf diese Weise mit Lehrkräften und Mitschülern. Damit hat sich in dieser Altersgruppe der Anteil im Vergleich zum Vorjahresquartal verdoppelt.

Auch die Nutzung digitaler Lernmaterialien nahm deutlich zu. Zwei Drittel (64 Prozent) der zehn- bis 15-jährigen Schüler nutzten im ersten Quartal dieses Jahres audiovisuelle Medien, Onlinelernsoftware oder elektronische Lehrbücher. Das waren doppelt so viele wie im entsprechenden Vorjahresquartal (32 Prozent).

Zahlen in Israel vor neuen Restriktionen auf Acht-Wochen-Hoch

08.37 Uhr: Vor geplanten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel auf den höchsten Stand seit acht Wochen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1837 neue Fälle registriert. Dies ist der höchste Stand seit dem 14. Oktober, als 2117 Neuinfektionen verzeichnet worden waren. Von den 65.523 Tests fielen 2,8 Prozent positiv aus.

In den kommenden Tagen wird nach Angaben des Ministeriums mit dem Eintreffen der ersten Impfstoffdosen des Herstellers Pfizer gerechnet. Der genaue Tag steht noch nicht fest. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemiebeginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen.

Arbeitgeber fordern Plan für Ausstieg aus Corona-Hilfen

08.13 Uhr: Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgebervereinigung BDA, Steffen Kampeter, fordert von der Bundesregierung einen Plan für einen Ausstieg aus den Corona-Hilfen. Wenn die Not vorbei sei, müsse es wieder ans Sparen gehen, sagte Kampeter anlässlich des Beginns der Bundestagshaushaltswoche im SWR.

Es sei richtig, im laufenden Jahr Geld für Stabilisierungsmaßnahmen in die Hand zu nehmen und diese nicht abrupt mit dem Jahreswechsel enden zu lassen. Es gelte aber auch: »Sollten die Beschränkungen von Covid nachlassen, muss auch die staatliche Fürsorge nachlassen. Denn eins ist deutlich: Die Schulden werden ja auch zurückgezahlt und sie werden von denjenigen zurückgezahlt, die im nächsten Jahr den Aufschwung organisieren und finanzieren sollen«, nämlich den Beschäftigten und Unternehmen.

Eine einmalige Vermögensabgabe für Multimillionäre, wie die Linkspartei sie fordert, lehnte Kampeter ab. Dies würde »eher zu Kapitalverlagerung ins Ausland und zu weniger Beschäftigung führen«.

Woidke hält Maßnahmen trotz hoher Zahlen für ausreichend

08.11 Uhr: Trotz der weiterhin hohen Infektionszahlen hält Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die bestehenden Regelungen auf regionaler Ebene für ausreichend. »Mir fehlt momentan keine Möglichkeit, die ich brauche von der Bundesregierung, um weiter agieren zu können«, sagte er im RBB-Inforadio. Den Ruf nach neuen bundesweiten Regeln in der Coronakrise halte er deshalb für nicht »ganz nachvollziehbar«.

Gleichwohl seien die Zahlen weiterhin zu hoch, »sie sind zu hoch auch bei uns in Brandenburg«, sagte Woidke. »Die Konsequenzen sind in unseren Krankenhäusern ablesbar.« Er verstehe daher, dass die Kanzlerin sich Sorgen mache. Das seien Sorgen, die er in Brandenburg auch habe. Wenn die Entwicklung so weitergehe, stoße das Land in drei bis vier Wochen an seine Grenzen. »Das müssen wir auf jeden Fall verhindern«, sagte er. Noch in dieser Woche soll es Woidke zufolge deshalb eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz geben.

90-Jährige erhält erste Impfung in Großbritannien

Sie war die Erste: In Coventry wurde die 90-jährige Margaret Keenan gegen Corona geimpft – Auftakt zur Massenimpfung in Großbritannien

Sie war die Erste: In Coventry wurde die 90-jährige Margaret Keenan gegen Corona geimpft – Auftakt zur Massenimpfung in Großbritannien

Foto: Pool / Getty Images

08.05 Uhr: Als erstes westeuropäisches Land hat Großbritannien eine groß angelegte Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. Als erster Mensch weltweit, der nicht an einer Studie zur Entwicklung des Impfstoffs der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech teilnahm, bekam die 90-jährige Margaret Keenan das Mittel in einem Krankenhaus im englischen Coventry am Morgen verabreicht.

Nach Angaben der Regierung sollen zunächst 800.000 Impfdosen verabreicht werden. Geimpft werden demnach zuerst Menschen über 80 Jahre sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal, da sie zu den Hochrisikogruppen gehören. Bis zu 70 Kliniken sollen als Impfzentren dienen. Die logistische Herausforderung ist groß, weil das Mittel bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss. Das Vereinigte Königreich hatte die Vakzine als erstes Land der Welt zugelassen.

Weltcup-Programm im Eisschnelllauf verkürzt

07.56 Uhr: Die ohnehin stark reduzierte Weltcup-Saison der Eisschnellläufer wird weiter verkürzt. An den beiden Wettkampf-Wochenenden im niederländischen Heerenveen (22. bis 24. und 29. bis 31. Januar) entfallen der Teamsprint und die jeweils längste Strecke bei Frauen und Männern (5000 m/10.000 m).

In Zeiten von Corona sind in Heerenveen aktuell die einzigen Weltcups des Winters geplant. Die ursprünglich in Peking angesetzten Weltmeisterschaften sollen vom 11. bis 14. Februar ebenfalls dort stattfinden. Die für diese Wettkämpfe in Heerenveen entworfene »Corona-Blase« wird bis zum Ende des Jahres bei verschiedenen nationalen Meisterschaften getestet.

Umfrage: Viele Menschen bereit zum Corona-Regelbruch an Weihnachten

06.45 Uhr: Viele Menschen sind einer Umfrage zufolge bereit, die eigentlich für gut befundenen Corona-Regeln an Weihnachten zu brechen. Mehr als drei Viertel der Befragten befürworte die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, ergab die Studie im Auftrag der Universität der Bundeswehr München. 42 Prozent sagten aber auch, sie wollten sich unter Umständen über geltende Regeln hinwegsetzen. Die Schnittmenge zwischen beiden Gruppen liege bei 25 Prozent.

Die Bereitschaft zum Regelbruch sei besonders dann gegeben, wenn Menschen die Regeln für übertrieben hielten oder sicher seien, dass nichts passieren könne, heißt es in einer Mitteilung. »Überdurchschnittlich viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Sie eine Situation wie diese im Gegensatz zu anderen Menschen überdurchschnittlich gut einschätzen können – weshalb sie Verbote für andere Menschen gutheißen, sich selbst aber darüber hinwegsetzen«, erläutert Philipp Rauschnabel von der Professur für digitales Marketing und Medieninnovation. »Zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass mehr Menschen die Regeln missachten, wenn sie bemerken, dass andere Menschen das auch machen.«

Grundsätzlich blickt die Mehrheit der insgesamt 1137 online Befragten optimistisch auf das Fest. So stimmten mehr als zwei Drittel der Aussage »Wir machen das Beste draus!« zu. Einige können der Pandemie zu Weihnachten sogar etwas Positives abgewinnen. 28 Prozent glauben demnach, dass die Coronakrise als Ausrede für unliebsame Verpflichtungen herhalten könne, ein Viertel glaubt, dass es dieses Jahr weniger Streit geben wird, und 45 Prozent geben an, weniger Vorweihnachtsstress zu haben.

Polizei erwischt 40 Menschen bei Swingerparty

06.15 Uhr: Eine illegale Sexparty hat die Polizei in Karlsruhe beendet. Die rund 40 »überwiegend nur sehr spärlich« bekleideten Frauen und Männer seien in flagranti in einem Hotel von Beamten erwischt worden. Die Menschen im Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 50 mussten sich schleunigst anziehen und das Hotel verlassen – vorher aber noch ihre Daten den Polizisten geben. Denn gegen jeden der Gruppe wird nun wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln ermittelt.

Großbritannien beginnt mit Impfungen gegen Corona

05.44 Uhr: Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Zuerst sollen über 80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und dessen US-Partners Pfizer erhalten. 50 Kliniken sollen als Impfzentren dienen. Die logistische Herausforderung ist groß, weil das Mittel bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss.

Als erstes europäisches Land hatte Russland am Samstag in Moskau mit groß angelegten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Auch in China wird bereits geimpft. Dabei werden zunächst jeweils Impfstoffe heimischer Hersteller verwendet.

In Großbritannien erhalten Geimpfte eine Impfkarte als Nachweis, die gleichzeitig als Erinnerung an den zweiten Impftermin rund drei Wochen nach dem ersten erinnern soll. Für die meisten Menschen werde es jedoch noch weit bis ins neue Jahr dauern, bis sie geimpft werden könnten, hieß es vom nationalen Gesundheitsdienst NHS.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat den Start flächendeckender Corona-Impfungen in seinem Land als »riesigen Schritt vorwärts« gelobt. »Ich bin sehr stolz auf die Wissenschaftler, die den Impfstoff entwickelt haben, auf Bürgerinnen und Bürger, die an den Versuchen teilgenommen haben, und auf den (nationalen Gesundheitsdienst) NHS, der unermüdlich die Auslieferung vorbereitet hat.«

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Trend zum Homeoffice drückt Umsatz der Büromöbelhersteller

05.32 Uhr: Die deutschen Büromöbelhersteller stehen aufgrund von Corona und Homeoffice unter Druck. Von Januar bis Oktober 2020 schrumpfte der Umsatz der Branche mit ihren 14.000 Beschäftigten um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Branchenverband IBA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. »Wir gehen davon aus, dass sich die Situation zum Jahresende trotz des weiteren Teil-Lockdowns ähnlich darstellen wird«, sagte Verbandssprecherin Barbara Schwaibold. Dann läge das Produktionsvolumen der Büromöbelindustrie für 2020 bei etwa 2,1 Milliarden Euro.

Nach einem guten Start im ersten Quartal seien die Umsätze mit dem Teil-Lockdown im Frühjahr abgestürzt. Allerdings beobachtet der Verband seit August eine stabile Nachfrage nach Beratung. »Grund dafür ist, dass vor allem die größeren Unternehmen sehr früh begonnen haben, sich Gedanken über die künftige Organisation der Arbeit in ihren Unternehmen zu machen und in diesem Zug auch die Arbeitsplatzkonzepte hinterfragt haben.«

14.054 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

05.31 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.054 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. In der Vorwoche waren es am Dienstag 13.604 neue Fälle. Der bisherige Höchststand war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen einem Tag sind außerdem 423 neue Todesfälle gemeldet worden. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 388.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 487 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 19.342.

DIW-Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

05.18 Uhr: Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Coronakrise zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket.

Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2020 deutlich schrumpft, im kommenden Jahr aber wieder Fahrt aufnimmt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht für 2020 von einem Einbruch um 5,5 Prozent aus.

Spahn: Härtere Maßnahmen bei anhaltend hohen Infektionszahlen nötig

05.17 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält schärfere Kontaktbeschränkungen für notwendig, sollten die hohen Corona-Infektionszahlen nicht zeitnah zurückgehen. »Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren«, sagte Spahn am Montag dem Fernsehsender Phoenix. Härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum würden auch eher von den Bürgern verstanden »als eine Seitwärtsbewegung der Infektionszahlen mit wahnsinnig viel Ermüdung«.

Der Minister schloss nicht aus, dass es auch einen erneuten Lockdown im Einzelhandel geben könnte. »Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen.«

320 Millionen Schüler müssen wegen Corona zu Hause bleiben

04.14 Uhr: Wegen im Zuge der Corona-Pandemie geschlossener Schulen müssen seit dem 1. Dezember rund 320 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit zu Hause bleiben. Das berichtete das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in New York unter Berufung auf Daten der Unesco. Damit sei fast jedes fünfte Schulkind weltweit betroffen. Im Vergleich zum 1. November stieg die Zahl der von Schulschließungen betroffenen Jungen und Mädchen noch einmal um fast 90 Millionen. Unicef monierte, durch die Schließungen litten die Kinder unter den verheerenden Auswirkungen auf ihr Lernen, ihr geistiges und körperliches Wohlbefinden, ihre Ernährung und ihre Sicherheit.

Der für Bildung zuständige Unicef-Chef Robert Jenkins sagte, es sei erwiesen, dass Schulen nicht die Hauptursache für die Pandemie seien. »Dennoch sehen wir einen alarmierenden Trend, dass Regierungen wieder einmal Schulen als Erste und nicht als letzte Möglichkeit schließen. In einigen Fällen geschieht dies landesweit und nicht Gemeinde für Gemeinde.« Die Vorteile, die sich daraus ergäben, Schulen offenzuhalten, überwögen bei Weitem die Kosten für ihre Schließung. »Landesweite Schließungen von Schulen sollten um jeden Preis vermieden werden.« Es müssten Schritte unternommen werden, Schulen vor Covid-19 zu schützen.

Japans Premier Suga kündigt weiteres Hilfspaket über 708 Milliarden Dollar an

03.36 Uhr: Japan will am Mittwoch ein neues Konjunkturpaket zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf den Weg bringen. Staatschef Yoshihide Suga kündigte neue Hilfen in Höhe von 708 Milliarden Dollar an. Die Finanzspritze solle »neues Wirtschaftswachstum« antreiben, sagte Suga bei einem Treffen der Regierungspartei am Dienstag. Das Paket wird voraussichtlich Subventionen und Anreize umfassen, um umweltfreundliche Investitionen und Ausgaben für die Digitalisierung der Unternehmen anzukurbeln, zwei erklärte Ziele des japanischen Premierministers.

Zuvor hatte Japan bereits mit zwei Hilfspaketen mit insgesamt 2,2 Billionen Dollar versucht, die Auswirkungen der Pandemie für Haushalte und Unternehmen abzufedern. Japan scheint jüngsten Wirtschaftsdaten zufolge auf dem Weg aus der Krise: Das BIP ist im dritten Quartal stärker gewachsen, als zuerst angenommen.

Gesundheitspolitiker Lauterbach fordert vier Wochen Weihnachtsferien

02.27 Uhr: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts steigender Infektionszahlen einen harten Lockdown. »Wir sollten die Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken, das heißt idealerweise schon innerhalb der nächsten Woche und dann bis einschließlich der ersten Januarwoche«, sagt Lauterbach der »Rheinischen Post«. Auch der Einzelhandel solle nach Weihnachten geschlossen werden. »Zu Silvester darf es beim Kontaktverbot keine Lockerungen geben. Wir müssen die Weihnachtszeit für eine Unterbrechung der Pandemie nutzen und dürfen uns nicht an bis zu 500 Tote am Tag durch Covid gewöhnen.«

Montgomery fordert »harte Ausgangsbeschränkungen«

02.02 Uhr: Frank Ulrich Montgomery hat sich für strenge Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. »Wir brauchen überall in Deutschland, wo die Infektionszahlen hoch sind, bis Weihnachten harte Ausgangsbeschränkungen, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen dürfen«, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes der »Rheinischen Post«. »Zur Arbeit, Schule, Kita, in den Supermarkt und zum Arzttermin sollen die Menschen natürlich gehen dürfen, alles andere sollte aber für die kommenden zwei Wochen verboten und sanktioniert werden.«

Nur so könne die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen gesenkt werden. »Das ist wichtig, damit die Intensivstationen die nächsten Wochen arbeitsfähig bleiben. Geht es so weiter wie jetzt, droht ihnen kurz nach dem Jahreswechsel der Kollaps«, sagte Montgomery. Er lobte die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angekündigte Verschärfung der Corona-Maßnahmen in dem Freistaat. »Er ist derzeit einer der wenigen Ministerpräsidenten, die verstanden haben, was aus den Infektionsausbrüchen überall im Land folgen muss.«

Das bayerische Kabinett hatte am Sonntag weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen und den Katastrophenfall ausgerufen. Auch auf Lockerungen an Silvester soll nach dem Willen der Landesregierung verzichtet werden. Söder will seine Maßnahmen am Dienstag im Landtag zur Abstimmung stellen, sie sollen am Mittwoch in Kraft treten. Damit würden in Bayern die strengsten Corona-Regeln bundesweit gelten.

bbr/oka/wit/mjm/kfr/AFP/dpa/Reuters/sid
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