Corona-News am Donnerstag 106-Jährige übersteht Covid-19

In Brandenburg ist eine 106 Jahre alte Frau von ihrer Corona-Erkrankung genesen. Sie wurde bereits wieder aus der Klinik entlassen. In Großbritannien haben sich die Fallzahlen verdoppelt. Der Überblick am 12. November.
Ein Name der 106-Jährigen wurde auf Wunsch der Patientin nicht bekannt gegeben

Ein Name der 106-Jährigen wurde auf Wunsch der Patientin nicht bekannt gegeben

Foto: Sebastian Kahnert/ zb/ DPA

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+++ 106-Jährige übersteht Covid-19 +++

21.40 Uhr: Eine 106 Jahre alte Frau ist in Brandenburg von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Sie sei schon am Dienstag entlassen worden, teilten die Oberhavel-Kliniken in Oranienburg mit. "Die Patientin verfügt für das hohe Alter über einen sehr guten Allgemeinzustand, sodass ihr Immunsystem mit unserer Unterstützung das Virus erfolgreich bekämpfen konnte", erklärte Chefarzt Harald Pannwitz.

Ein Name wurde auf Wunsch der Patientin nicht genannt. Sie sei wegen Bauchkrämpfen und Durchfall in die Oranienburger Klinik gekommen, nennenswerte Atemwegsbeschwerden habe sie nicht gehabt. Ein Test habe aber die Covid-19-Erkrankung bestätigt. Die Patientin sei umgehend isoliert untergebracht worden.

Die Innere Abteilung der Klinik freue sich über den Behandlungserfolg. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten Abteilung, aber speziell auch auf der Covid-19-Station, arbeiten seit vielen Monaten unter erschwerten Bedingungen", sagte Pannwitz. Sie gingen damit aber professionell und ruhig um.

Bayern verbietet Indoor-Sport

22.19 Uhr: Ab Freitag müssen so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben – einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. "Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte", sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU). Die Infektionslage in Bayern zwinge zu weiteren Maßnahmen, um das Geschehen in den Griff zu bekommen.

Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Dieser hatte am Mittag unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gab in seiner Entscheidung einem Eilantrag eines Inhabers zum Teil statt und setzte die Regelung in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung außer Vollzug. In seiner Entscheidung ging der Verwaltungsgerichtshof davon aus, dass Inhaber durch die Regelung benachteiligt würden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei, teilte ein Justizsprecher mit. Die vollständige Schließung von Fitnessstudios wertete das Gericht demnach als nicht verhältnismäßig.

Bewohner von Chicago sollen zu Hause bleiben

22.08 Uhr: Wegen der steigenden Zahl von Infektionen sollen die Bewohner von Chicago ab Montagmorgen zu Hause bleiben. Bürgermeisterin Lori Lightfoot veröffentlichte einen Warnhinweis, der alle Menschen in der Millionenstadt dazu aufruft, nur zum Arbeiten, für die Schule, zum Einkaufen oder aus anderen wesentlichen Gründen ihre Wohnungen zu verlassen. Abgeraten wird von Besuchen, auch von außerhalb des eigenen Haushalts lebenden Familienmitgliedern. Geplante Feiern zum Erntedankfest am 26. November sollten abgesagt werden.

Was die Corona-Zahlen sagen – und was nicht

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt hoch. Das setzt auch die Krankenhäuser unter Druck. Was erwartet uns in den kommenden Wochen? Eine Videoanalyse:

DER SPIEGEL

Laut Anthony Fauci ist das Ende der Pandemie in Sicht

21.28 Uhr: Der US-Immunologe Anthony Fauci appelliert an die Menschen, sich weiter an die Corona-Maßnahmen zu halten. In Anspielung auf den Impfstoff gegen Covid-19 sagte er, Hilfe sei zwar unterwegs, aber noch nicht da.

Griechenland meldet Rekord bei neuen Fällen

19.25 Uhr: Griechenland verzeichnet 3316 neue Positiv-Tests, ein Rekord. Damit sind nach den Daten des Gesundheitsministeriums insgesamt 66.637 Fälle in dem Land mit etwa 10,5 Millionen Einwohnern bekannt. Zudem wurden weitere 50 Todesfälle verzeichnet, insgesamt damit 959.

Maskenverweigerin schlägt Stadtmitarbeiterin und tritt ihr ins Gesicht

19.22 Uhr: Eine 22 Jahre alte Frau hat in Euskirchen Mitarbeiter des Ordnungsamtes angegriffen. Sie wehrte sich gegen die Aufforderung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen - und die Situation eskalierte.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Söder: Lockerung der Corona-Maßnahmen erst ab Sieben-Tage-Wert von 50

19.21 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. "Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern derzeit bei 178,9, bundesweit bei 138,9. Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Menschen gab.

Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen

Markus Söder über die Corona-Maßnahmen

"Wenn wir jetzt nur ein bisschen die Zahlen senken und zu früh abbrechen, verfallen wir vielleicht in einen ständigen Wechsel von Lockdown und Öffnung", warnte Söder im Gespräch mit der Zeitung. "Das wäre für die Menschen kaum nachvollziehbar." Ob der für November geltende Teil-Lockdown im Dezember verlängert werden muss, ließ er offen. "Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen."

Frankreich hält an Corona-Ausgangsbeschränkungen vorerst fest

18.59 Uhr: Trotz einer leichten Verbesserung der Corona-Situation hält Frankreich an seinen strengen Ausgangsbeschränkungen für noch mindestens zwei Wochen fest. Es wäre "unverantwortlich", die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend. Es handle sich bisher nur um einen fragilen Trend. Der Druck in den Krankenhäusern sei extrem hoch, und der Spitzenwert bei den Krankenhauseinweisungen habe sogar die Zahlen vom April übertroffen. Einer von vier Todesfällen im Land werde derzeit mit Covid-19 in Verbindung gebracht.

Bislang 34 Millionen Euro Corona-Hilfe für den Spitzensport

18.55 Uhr: Das Bundesinnenministerium hat bislang 34 Millionen Euro als Corona-Hilfe an den deutschen Profisport ausgeschüttet. "Wir wissen, dass die finanzielle Situation im Spitzensport durch die Absage von Wettkämpfen und Ligaspielen sehr schwierig ist", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) am Donnerstag nach seiner Teilnahme an der Sportministerkonferenz der Länder in Bremen. Aus dem Sport sind einer BMI-Mitteilung zufolge bislang Anträge "in Höhe von etwas mehr als 68 Millionen Euro" gestellt worden. Die Bearbeitung läuft.

Mayer betonte, das BMI setze sich in den Haushaltsverhandlungen für eine Verlängerung des Programms in 2021 nachhaltig ein. Das BMI hatte Anfang November die Antragsfrist von Corona-Finanzhilfen bis zum 22. November verlängert. Das Anfang Juli vom Bundestag verabschiedete Hilfspaket hat ein Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro.

Ein Viertel der Todesfälle in Frankreich geht auf Covid zurück

18.22 Uhr: In Frankreich geht Ministerpräsident Jean Castex zufolge inzwischen ein Viertel der Todesfälle auf Covid zurück. Es würden heute mehr Menschen im Krankenhaus behandelt als zum Höhepunkt der ersten Welle im April. In der vergangenen Woche sei zwar die Zahl der neuen Fälle etwas zurückgegangen, eine positive Entwicklung. Aber man müsse wachsam bleiben. Die gegenwärtigen Einschränkungen sollen für mindestens 15 Tage unverändert gelten.

Spahn: Notfalls müssen auch infizierte Ärzte und Pfleger arbeiten

18.22 Uhr: In der grassierenden Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. "Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste", sagte Spahn. Dann könne es nötig werden, dass Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die "Rückfallrückfallposition" sei aber, "die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen".

Fallzahlen in Großbritannien haben sich verdoppelt

17.31 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in England haben sich einer Studie des Imperial College London  zufolge im Oktober verdoppelt. Eine von 80 Personen habe sich infiziert, nachdem zwischen dem 16. Oktober und dem 2. November mehr als 160.000 Personen getestet worden seien. Das seien doppelt so viel wie noch Anfang Oktober. Aktuell meldet Großbritannien 33.470 neue Positiv-Tests nach 22.950 am Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle liegt noch nicht vor. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte Ende Oktober einen neuen Lockdown angekündigt, der am 5. November in Kraft trat.

Juristen kritisieren geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes

17.23 Uhr: Juristen haben die von der Bundesregierung geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes als ungeeignet verworfen. Konkret ging es bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags am Donnerstag um den neuen Paragrafen 28a, der in das Gesetz eingefügt werden soll, um von Exekutive angeordnete Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie rechtssicher zu machen.

Dieser Paragraf "genügt den Vorgaben von Parlamentsvorbehalt und Bestimmtheitsgrundsatz nicht", kritisierte etwa die Juristin Andrea Kießling von der Ruhr Universität Bochum. "In dieser Form werden die Gerichte die Vorschrift höchstwahrscheinlich nicht als Rechtsgrundlage für die Corona-Schutzmaßnahmen akzeptieren.

Bundestag und Bundesrat sollen voraussichtlich am kommenden Mittwoch über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes abstimmen.

Merkel fordert internationale Impfstoff-Verteilung

17.01 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine stärkere internationale Abstimmung in der Coronakrise auch bei der Verteilung von Impfstoffen. Merkel habe darüber in einer Schalte mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, UN-Generalsekretär Antonio Guterres, Senegals Präsident Macky Sall, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel sowie IWF-Chefin Kristalina Georgiewa gesprochen, teilt die Bundesregierung mit. Merkel habe die Bedeutung der von den G20 angeregten globalen Plattform "ACT Accelerator" für die Entwicklung, Herstellung und Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika betont.

Künstler malt Gesichter auf Masken

Masken-Künstler Jorge Roriz: "Etwas, das eigentlich traurig ist, bringt den Menschen plötzlich Freude"

Masken-Künstler Jorge Roriz: "Etwas, das eigentlich traurig ist, bringt den Menschen plötzlich Freude"

Foto: PILAR OLIVARES / REUTERS

17.00 Uhr: Der Künstler Jorge Roriz ist eigentlich für die bunten Installationen und Kostüme bekannt, die er für den Karneval in Rio de Janeiro produziert. In der partylosen Zeit gestaltet der Braslianer nun Masken. Dabei malt er den Teil des Gesichts, den die Maske verdeckt, auf den Stoff. Seine Werke sind so realistisch, dass kaum auffällt, dass man überhaupt einen Schutz über Mund und Nase hat.

Vatikan bietet kostenlose Corona-Tests für Bedürftige

16.27 Uhr: Im Vorfeld des Welttages der Armen hat der Vatikan kostenlose Corona-Tests für Bedürftige angekündigt. "In der Klinik unter den Kolonnaden des Petersdoms können Arme, die Zugang zu den Schlafmöglichkeiten benötigen oder in ihr Heimatland zurückkehren wollen, den Corona-Test bekommen", teilte der Vatikan mit. In den vergangenen zwei Wochen seien dort jeden Tag etwa 50 Abstriche gemacht worden.

Landtag senkt Wahl-Hürde für kleine Parteien

16.00 Uhr: Wegen Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie müssen kleine Parteien zur Zulassung für die Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg nur noch die Hälfte an Unterschriften sammeln. Die Abgeordneten von Grünen, CDU, SPD, FDP und AfD beschlossen eine entsprechende Änderung des Landtagswahlrechts. Der Landtag wurde dazu vom Landesverfassungsgericht gezwungen. Freie Wähler, die Linke, die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), die Satire-Partei Die Partei und die Piratenpartei - alle derzeit nicht im Landtag vertreten - hatten gegen den Landtag geklagt, um in Pandemie-Zeiten weniger Unterschriften sammeln zu müssen. Demnach näherten sich viele Passanten den Unterschriftensammlern aus Angst vor dem Coronavirus nicht mehr.

Die Unterschriften dienen dazu, die Ernsthaftigkeit der Kandidatur nachzuweisen. Die Parteien müssen in normalen Zeiten für eine Wahlzulassung in Baden-Württemberg in den 70 Wahlkreisen insgesamt 10 500 Unterschriften von Wählern bekommen - das sind 150 Unterschriften pro Wahlkreis. Das Verfassungsgericht hatte am Montag geurteilt, dass der Landtag mit dem Festhalten an der Hürde das Recht auf Chancengleichheit der kleineren Parteien verletzt. Für die nächste Wahl sind nun nur noch 75 Unterschriften pro Wahlkreis nötig.

Lehrer und Erzieher haben kein erhöhtes Corona-Risiko

15.56 Uhr: Lehrer und Erzieher haben nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums kein erhöhtes Risiko, sich mit Covid-19 zu infizieren. Eine Auswertung des Landesgesundheitsamtes habe ergeben, dass ihr Risiko dem der vergleichbaren Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung entspreche, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". Dort liege die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen bei den 20- bis 65-Jährigen seit Öffnung der Schulen und Kitas bei etwa 400 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Hotels in Italien offerieren Zimmer für Quarantäne

15.53 Uhr: In Italien sind Hotels angehalten worden, ihre Zimmer für Covid-19-Patienten bereitzustellen, die dort die Zeit der Isolation verbringen können. "In allen italienischen Regionen, vor allem solchen, in denen die Probleme mit der Ausbreitung des Virus am größten sind, haben Hotels auf Bitten der Behörden ihre Räumlichkeiten für den Notfall zur Verfügung gestellt", teilte der italienische Hotelverband Federalberghi auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Zimmer seien für Menschen ohne schweren Krankheitsverlauf und positiv Getestete. Kommen kann auch, wer seine Quarantäne etwa zum Schutz der Familie zu Hause dort verbringen will.

In Rom soll ein solches Corona-Zimmer nach einer Vereinbarung mit den Hoteliers etwa 30 Euro kosten. Kostendeckend ist das für die Betreiber nach Angaben des Verbandes allerdings kaum. Die Unterkünfte täten das auch, da der Tourismus derzeit "in die Knie" gegangen sei. In Rom öffnete einem Bericht der Zeitung "La Repubblica" zufolge etwa ein Luxushotel am Stadtrand seine Pforten für Covid-19-Patienten.

Kinobetreiberin scheitert vor Bundesverfassungsgericht 

15.50 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag einer Kino- und Restaurantbetreiberin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die bayerischen Coronaregeln abgelehnt. Wegen der Befristung der Maßnahmen sei nicht klar, dass die Betreiberin in ihrer Existenz bedroht sei, teilte das Gericht mit. Der Schutz von Leben und Gesundheit ist demnach wichtiger.

Österreich meldet erstmals mehr als 9000 Neuinfektionen

14.46 Uhr: In Österreich sind die neuen Positivtests auf einen Höchststand geklettert. Binnen 24 Stunden wurden 9262 neue Corona-Fälle gezählt. 3811 Menschen befinden sich in krankenhäuslicher Behandlung, 546 davon auf Intensivstationen. In den vergangenen Tagen kam es nach Angaben des Sozialministeriums zu technischen Problemen beim Melden neuer Erkrankungen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober geht davon aus, dass die Probleme mittlerweile behoben wurden, es an diesem Donnerstag aber noch zu "Nachmeldungen" komme. Die Regierung, die vor zehn Tagen einen neuen Lockdown verhängt hatte, will am Freitag über das weitere Vorgehen beraten. Eine weitere Verschärfung der Maßnahmen wird erwartet.

Mehr als die Hälfte der Franzosen brechen Corona-Regeln

14.45 Uhr: Rund 60 Prozent der Franzosen haben mindestens einmal gegen die seit zwei Wochen geltende Ausgangssperre verstoßen, wie eine Umfrage des Instituts Ifop ergab. Rund 23 Prozent gaben an, sich mit Angehörigen getroffen zu haben, rund 20 Prozent empfingen zu Hause Freunde oder besuchten sie. Fast jeder Zehnte traf sich demnach mit einem Sexpartner.

Andere gaben an, für Spaziergänge oder Sport die erlaubte Grenze von einer Stunde täglich im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung überschritten zu haben. Der Leiter der Ifop-Studie, François Kraus, sagte, der zweite Lockdown werde in Frankreich deutlich weniger beachtet als der im Frühjahr. "Es gibt weniger Sorge um die Gesundheit, besonders bei jungen Menschen", stellte er fest. Vor allem bei Singles gebe es ein "Gefühl der Unverwundbarkeit".

Nach Impfstoff-Durchbruch für Biontech - Pfitzer-Chef verkauft Aktien bei Höchststand

14.40 Uhr: Als am vergangenen Montag das Mainzer Biotechunternehmen Biontech bekannt gab, dass sein Impfstoff mehr als 90 Prozent der Menschen vor einer Covid-19-Erkrankung schützen könnte, verkaufte der Geschäftsführer des Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, seine Aktien beim Höchststand von 5,6 Millionen US-Dollar. Die Informationen über den Verkauf gehen aus den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen  hervor, von denen zuvor der "Business Insider " und der "Guardian " berichteten. Demnach trennte sich der Manager von genau 132.508 Aktien - 62 Prozent seiner Beteiligung – zu einem Kurs von 41,94 Dollar.

Der Pharmakonzern verwies darauf, dass die Transaktion legal und kein Insiderhandel gewesen sei. Der US-Sender CNN zitierte einen Unternehmenssprecher, wonach bereits seit Längerem vorgesehen gewesen sei, dass die Anteilsscheine bei Überschreiten eines bestimmten Schwellenwertes beim Aktienkurs abgestoßen werden. Solche vorab vereinbarten periodischen Veräußerungen (der sogenannte "Regel 10b5-1  Trading Plan") sollen Führungskräfte vor Vorwürfen des Insiderhandels schützen. Lesen Sie hier mehr.

Hamburger Hafengeburtstag auch für 2021 abgesagt

Mit jährlich mehr als einer Million Besuchern und rund 300 teilnehmenden Schiffen ist der Hamburger Hafengeburtstag laut Wirtschaftsbehörde das größte Hafenfest der Welt

Mit jährlich mehr als einer Million Besuchern und rund 300 teilnehmenden Schiffen ist der Hamburger Hafengeburtstag laut Wirtschaftsbehörde das größte Hafenfest der Welt 

Foto: Markus Scholz/ dpa

14.35 Uhr: Der Hamburger Hafengeburtstag fällt auch im kommenden Jahr Corona-bedingt aus. Aufgrund der Vielzahl der Programmangebote und der komplexen Logistik brauche es einen erheblichen zeitlichen Planungsvorlauf. Zwar sei aktuell schwer absehbar, wie sich die Pandemie bis Anfang Mai entwickeln werde. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei aber davon auszugehen, dass das Virus bis dahin nicht verschwunden ist.

Novemberhilfen sollen offenbar doch noch pünktlich fließen

13.59 Uhr: Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier standen vor einer Blamage: Die Novemberhilfen für Betriebe drohten erst im Dezember oder später zu kommen. Nach SPIEGEL-Informationen gibt es jetzt eine Lösung. Lesen Sie hier mehr.

Fitnessstudios in Bayern dürfen wieder öffnen

13.38 Uhr: Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollständige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollständige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem Beschluss. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt. Rechtsmittel sind nicht möglich.

Mit der Entscheidung gaben die Richter dem Eilantrag eines Betreibers eines Fitnessstudios zum Teil statt. Der Senat geht davon aus, dass Inhaber von Fitnessstudios mit der vollständigen Schließung benachteiligt werden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei. Die vollständige Schließung sei nicht verhältnismäßig, weil Individualsport nach der Verordnung zulässig bleiben solle. Dies müsse auch für Fitnessstudios gelten.

Trotz Corona lassen sich weniger Paare scheiden

13.06 Uhr: Trotz oftmals erzwungener Zweisamkeit führt die Corona-Pandemie bisher zu keiner erhöhten Scheidungsrate. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Fachanwälten für Familienrecht und Immobilienmaklern, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstag berichtete . 43,5 Prozent der Anwälte gaben an, weniger Mandate zu haben als vor der Pandemie. Auch eine erhöhte Nachfrage nach Singlewohnungen konnte vonseiten des Immobilienverbands Deutschland (IVD) nicht bestätigt werden.

Weihnachtsmann in Himmelpfort arbeitet dieses Jahr ohne Publikum

13.01 Uhr: Der Weihnachtsmann wird in diesem Jahr wegen der Pandemie im Stillen und ohne Publikum in Himmelpfort (Oberhavel) Weihnachtspost beantworten. Am Donnerstag reiste er an und wurde von Kindern mit Abstand begrüßt. Bis Heiligabend wird er jedoch nicht wie in den vergangenen Jahren öffentlich in der Weihnachtspostfiliale bei seiner Arbeit zu beobachten sein. Die ersten Briefe las er kurz nach seiner Anreise: Den weitesten Weg hatte das Schreiben eines Kindes aus Australien hinter sich.

Weihnachtsmann in Himmelpfort (Archivbild)

Weihnachtsmann in Himmelpfort (Archivbild)

Foto: Bernd Settnik/ dpa

Mehr als 40.000 Corona-Tote in Iran

12.48 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten auf über 40.000 gestiegen. Sie erhöhte sich um 457 auf 40.121, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das sind die meisten Todesopfer in der gesamten Nahost-Region. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte binnen 24 Stunden um 11.517 neue Fälle auf 726.585.

Merkel gibt keine Zusage für Gastronomie-Öffnung im Dezember

Kanzlerin Angela Merkel im Bürgerdialog

Kanzlerin Angela Merkel im Bürgerdialog

Foto: JOHN MACDOUGALL / AFP

12.20 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel will keine Zusage geben, dass die Gastronomie am 1. Dezember wieder öffnen kann. Es sei entscheidend, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder auf 50 Infektionen pro 100.000 in sieben Tagen sinke, sagte Merkel in einem Bürgerdialog auf eine entsprechende Frage. "Dann haben wir eine gute Chance", fügte sie hinzu. "Wir tun alles, um im Dezember wieder ein bisschen voranzukommen. Aber wir müssen durch einen schweren Winter." Man müsse vernünftig sein, auch wenn man eine erste Abflachung der Kurve der Neuinfektionen sehe. Sie wisse, dass die Gastronomie besonders betroffen sei, sagt Merkel und verweist auf die Entschädigungen für die November-Schließungen.

Zahl der belegten Intensivbetten steigt

12.10 Uhr: Die Zahl der belegten Intensivbetten durch Corona-Patienten ist gestiegen. Laut dem DIVI-Melderegister sind nun 3168 Betten belegt - das sind 29 mehr als am Vortag. Die Anzahl der freien Intensivbetten, die die Krankenhäuser melden, sank auf 6652. Der Trend hält seit Tagen an, weil die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen waren. Bei Patienten zeigen sich schwere Krankheitssymptome meist erst mit mehrwöchiger Verspätung.

Ärzteverbandschefin für bundesweit einheitliche Test-Regelung

12.03 Uhr: Die Verbandschefin der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst hat sich gegen Bayerns Sonderweg mit kostenlosen Corona-Tests auch für symptomfreie Menschen ausgesprochen. "Ich fände es richtig, wenn wir bundesweit einheitliche Regelungen hätten, auch, was das Testen angeht, da mittlerweile das Infektionsgeschehen in fast allen Bundesländern die kritischen Marken überschritten hat", sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert der Zeitschrift "Kommunal".

In Bayern kann sich anders als in anderen Bundesländern jeder ohne Anlass kostenlos testen lassen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gab es dort zuletzt mit einer Auslastung von rund 60 Prozent noch keine Kapazitätsprobleme in den Labors.

Tattoo- und Piercingstudios müssen geschlossen bleiben

11.34 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat die vorübergehende Schließung von Tattoo- und Piercingstudios in Sachsen im Kampf gegen die Pandemie bestätigt. Der Eingriff sei für die betroffenen Gewerbetreibenden zwar gravierend, teilte ein Sprecher mit. Dem stehe aber das durch die Pandemie bedrohte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung entgegen. Außerdem sei das Betriebsverbot auf vier Wochen befristet und den Betrieben eine erheblich Entschädigung in Aussicht gestellt worden.

Finnland fordert einheitliche Corona-Strategie in Europa

10.56 Uhr: Finnland wünscht sich ein einheitliches Vorgehen Europas bei der Bekämpfung des Coronavirus. Die EU benötige eine gemeinsame Strategie beim Testen und der Nachverfolgung der Infektionen, bei Quarantänebestimmungen und anderen Bereichen der öffentlichen Gesundheit, schrieb die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin in einem Meinungsbeitrag auf dem Internetportal "Politico Europe".

Die Ausbreitung des Coronavirus schnell unter Kontrolle zu bekommen, sei nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht unerlässlich. "Der einzige Weg, um unsere Wirtschaft zu retten, besteht darin, das Virus zu besiegen", so Marin. Europa spüre noch immer die Auswirkungen vorheriger Corona-Restriktionen und könne sich keine langfristige wirtschaftliche Rezession mit daraus resultierenden Firmeninsolvenzen und wachsenden Arbeitslosenzahlen leisten.

Blutkrebs-Medikament Calquence hilft nicht bei Corona

10.54 Uhr: Das Blutkrebs-Medikament des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca hat sich bei einer Corona-Infektion als nicht hilfreich erwiesen. Calquence, welches normalerweise gegen Leukämie eingesetzt wird, hätte weder die Sterblichkeitsrate von im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten mindern noch ein Lungenversagen verhindern können, teilte AstraZeneca mit. Die Ergebnisse einer Studie der mittleren Phase bezeichnete der Konzern als "enttäuschend". AstraZenecas Ziel war es, zu testen, ob Calquence eine Überreaktion des Immunsystems eindämmen kann, da dies ein häufiges Symptom einer Corona-Erkrankung sei.

Spezielle Zonen sollen Tourismus in Israel ermöglichen

In der Stadt Eilat und in Gegenden am Toten Meer soll bald wieder Tourismus möglich werden

In der Stadt Eilat und in Gegenden am Toten Meer soll bald wieder Tourismus möglich werden

Foto: ABIR SULTAN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

10.53 Uhr: Die israelische Regierung will auch in Corona-Zeiten Urlaube ermöglichen. In dem Land sollen in Kürze spezielle Tourismuszonen eingerichtet werden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben hatte das israelische Parlament am späten Mittwochabend beschlossen. Dabei geht es vorerst nur um inländischen Tourismus, nicht um Besucher aus dem Ausland. In anderen Regionen des Landes bleiben Hotels und Restaurants vorerst geschlossen.

Mehr Kliniken melden Engpässe - Ausfälle beim Personal

10.20 Uhr: Immer mehr Kliniken in Deutschland melden laut Robert Koch-Institut (RKI) Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler und bezog sich auf Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Es komme zunehmend zu akuten Einschränkungen des Betriebs aufgrund von Personalmangel. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den Krankenhäusern war zuletzt deutlich gestiegen. Wieler führte aus, durch die hohen Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Lesen Sie hier mehr.

Staat wird Firmen auch bei längerem Shutdown helfen

09.15 Uhr: SPD-Chef Norbert Walter-Borjans rechnet mit weiteren Corona-Hilfen für die Wirtschaft, sollte der Teil-Shutdown über den November hinaus verlängert werden. "Wir haben jetzt in die Kasse gegriffen", sagt er im "Deutschlandfunk" mit Blick auf die angekündigten Entschädigungen der Bundesregierung für erzwungene Betriebsschließungen im November. Sollten die Maßnahmen verlängert werden, weil es weiterhin zu viele Neuinfektionen gebe, werde der Staat wieder einspringen. "Und dafür hat Deutschland auch die Luft."

Türkei verbietet das Rauchen an öffentlichen Orten

09.05 Uhr: Um das Coronavirus einzudämmen, hat die Türkei das Rauchen an öffentlichen Orten im ganzen Land verboten. Auf stark befahrenen Straßen, an Bushaltestellen und öffentlichen Plätzen sei der Konsum untersagt, teilte das Innenministerium mit. Die landesweite Maskenpflicht müsse weiterhin befolgt werden, Raucher verstießen aber regelmäßig dagegen. Wenn die Zahl der Infektionen für Bürger über 65 Jahre zunehme, könne das Ministerium auch über Ausgangssperren entscheiden. Die Regierungen der Städte Istanbul und Ankara haben bereits Maßnahmen wieder eingeführt, die es Älteren verbieten, ihr Haus außerhalb der Zeiten zwischen 10.00 und 16.00 Uhr zu verlassen.

Seitdem in der Türkei ein Teil-Lockdown aufgehoben und Geschäfte Ende Mai wieder geöffnet wurden, hat die Zahl der Neuinfektionen erneut stark zugenommen.

Britische Wirtschaft mit Rekordwachstum im Sommer

08.44 Uhr: Die Wirtschaft Großbritanniens hat sich in den Sommermonaten stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 15,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS mit. Analysten hatten für Juli bis September einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in dieser Größenordnung erwartet.

Damit konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa einen großen Teil des Corona-Einbruchs wieder wettmachen. Im zweiten Quartal war die britische Wirtschaftsleistung wegen der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie um 19,8 Prozent im Quartalsvergleich geschrumpft.

Gates-Stiftung sagt weitere 70 Millionen Dollar für Impfstoffe zu

08.30 Uhr: Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates stellt weitere 70 Millionen Dollar für die weltweiten Bemühungen zur Entwicklung und Verteilung von Corona-Impfstoffen bereit. "Wir müssen sicherstellen, dass jeder gleichberechtigten Zugang zu Tests, Medikamenten und Impfstoffen erhält, sobald diese verfügbar sind - unabhängig davon, wo man auf der Welt lebt", sagt die Co-Chefin der Stiftung, Melinda Gates. Von dem Geld sollen 50 Millionen Dollar in die Impfstoffallianz Covax fließen, durch die auch ärmere Länder Zugang zu einem Impfstoff bekommen sollen, und 20 Millionen Dollar in die internationale Impfstoffinitiative CEPI.

Spahn: Keine Feiern mehr in diesem Winter

08.23 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von Corona-bedingt harten Einschränkungen aus. "Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen mit niedrigeren Zahlen auf einem niedrigeren Niveau", sagte der CDU-Politiker im rbb-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen. Lesen Sie hier mehr.

Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er "in diesem Winter nicht mehr". Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, "heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern, als wäre nichts gewesen". Die Lage verlange Geduld: "Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren."

Ukraines Präsident im Krankenhaus

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Coronavirus infiziert

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Coronavirus infiziert

Foto: Florian Gaertner/photothek.net / imago images/photothek

08.10 Uhr: In der Ukraine wird der mit dem Coronavirus infizierte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Krankenhaus behandelt. Selenskyj habe sich entschlossen, in eine Klinik zu gehen, um sich besser zu isolieren und niemanden zu gefährden, sagt eine Sprecherin des Präsidialamtes. Es sei nichts Ernstes, beschreibt sie den Gesundheitszustand des Präsidenten.

Selenskyj hatte am Montag bekannt gegeben, dass er positiv getestet worden sei. Auch der Finanzminister, der Verteidigungsminister und der Chefberater des Präsidenten sind infiziert. Die Ukraine verzeichnet am Donnerstag mit 11.057 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert, wie Gesundheitsminister Maxym Stepanow mitteilte. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen steigt damit binnen 24 Stunden auf 500.865. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 198 auf 9145.

Erster lokaler Corona-Fall in Neuseeland seit August

08.03 Uhr: In Neuseeland ist erstmals seit August wieder ein lokal übertragener Corona-Fall bestätigt worden. Derzeit werde überprüft, wo sich die junge Frau in der Metropole Auckland angesteckt haben könnte, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Im Geschäftszentrum der Stadt wurden die Menschen aufgefordert, wenn möglich zunächst im Homeoffice zu arbeiten.

Neuseeland sei aber weiter in einer "sehr starken" Position, um das Virus im Griff zu haben, sagte der neue Minister für Covid-19-Bekämpfung, Chris Hipkins. "Im Rest der Welt tobt Covid-19 weiter und wird noch einige Zeit eine erhöhte Bedrohung darstellen." Der Pazifikstaat hatte das Virus im Oktober bereits zum zweiten Mal für besiegt erklärt. Die Menschen dort sind zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt und brauchen nicht einmal Masken zu tragen.

USA mit neuem Rekordwert – 142.279 gemeldete Neuinfektionen

07.50 Uhr: Die USA verzeichnen mit 142.279 gemeldeten Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert. Zudem liegt die Zahl den achten Tag in Folge über der Schwelle von 100.000. Insgesamt sind demnach in den USA etwa 10,4 Millionen Ansteckungen nachgewiesen.

Auch die Zahl der Menschen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, stieg sprunghaft an und erreichte am Mittwochabend mit mindestens 64.939 ebenfalls einen neuen Höchstwert. Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion erhöhte sich um 1464 auf 241.809. Die USA sind das am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Lufthansa startet Probelauf für Schnelltests

07.44 Uhr: Die Lufthansa hat mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg am Donnerstagmorgen um 9.10 Uhr sollten sämtliche Passagiere getestet werden. Ersatzweise konnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen.

Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Erreger Sars-CoV-2 als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Die Lufthansa hofft, wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können. Ein großes Hemmnis dafür sind bisher die Quarantäneregeln, die in den meisten Ländern für internationale Fluggäste gelten. In der Lufthansa-Gruppe wurden die Schnelltests bereits bei Flügen der Tochter Austrian zwischen Berlin und Wien erprobt.

Mehr Klagen gegen Bund wegen ausbleibender Zahlungen für Mundschutz

05.50 Uhr: Weil der Bund ihre Mundschutz-Lieferungen nicht bezahlt, ziehen zunehmend Firmen vor Gericht. Es seien inzwischen 75 Klagen anhängig, teilte das Landgericht Bonn mit. Das sind neun mehr als Anfang Oktober. Der Streitwert liege jeweils bei 5001 Euro bis 38 Millionen Euro. Der Bund nennt unter anderem Qualitätsmängel als Grund für die Nichtzahlung. Die Verfahren sind in Bonn, weil dort der Dienstsitz des Bundesgesundheitsministeriums ist.

Bei den juristischen Auseinandersetzungen geht es um einen im April vergebenen Großauftrag des Ministeriums. Damals suchte der Staat in der Coronakrise dringend nach FFP2-Masken für Kliniken und andere Einrichtungen. Beim sogenannten Open-House-Verfahren setzten sich nicht die besten Bieter durch, sondern alle, die sich beteiligt und zur Lieferung von Schutzausrüstung verpflichtet hatten. Mehr als 700 Firmen bekamen den Zuschlag, von denen laut Ministerium aber fast die Hälfte Lieferfristen nicht einhalten konnte und damit aus dem Vertrag ausschied.

Dies ist jedoch strittig. Einige Kläger argumentieren, dass die vom Bund beauftragten Logistiker Ort und Zeit für die Übergabe mehrfach verschoben hätten und sie als Lieferanten gar keine richtige Möglichkeit zum Abladen der Mundschutzberge gehabt hätten. In anderen Fällen beanstandete der Bund Qualitätsmängel, die von manchen Lieferanten aber wiederum bestritten werden.

Ende September wurde in einem ersten Verfahren die Verhandlung eröffnet, eine Import-Export-Gesellschaft aus Hannover klagte auf Zahlung von einer halben Million Euro plus Zinsen. Ein Gutachter klärt nun, ob die Masken mangelhaft waren oder nicht. Die Verhandlung einer zweiten Klage soll am 16. Dezember starten.

Die fragwürdige Macht des Inzidenzwerts

04.20 Uhr: 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner: Dieser Grenzwert für schwerwiegende Corona-Maßnahmen soll gesetzlich verankert werden. Einige Wissenschaftler finden das höchst problematisch. Wie kam die Zahl zustande? Lesen Sie hier mehr.

Scholz sieht ausreichenden Etat-Spielraum in Coronakrise

03.40 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht genügend Spielraum im Haushalt, um auch bei einer noch längeren Dauer der Coronakrise Finanzhilfe für die Betroffenen zu leisten. "Unser Land hat die finanzielle Kraft, in diesem und im nächsten Jahr alles zu tun, was nötig ist, um die Kontrolle über die Pandemie zu behalten und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen abzufedern", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Wenn es nötig werden sollte, können wir noch mal nachlegen", so Scholz. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Krise bezeichnete der Finanzminister als richtig. "Was wir bisher getan haben, zeigt Wirkung: Die Konjunktur hat rasch wieder Tritt gefasst, der Wirtschaftseinbruch hält sich immerhin in Grenzen, es läuft vielfach besser als erwartet."

Laut der aktuellen Prognose der sogenannten Wirtschaftsweisen wird die deutsche Wirtschaft dieses Jahr nicht so stark einbrechen wie zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2020 wegen der Coronakrise um 5,1 Prozent sinken, heißt es in dem am Mittwoch vorgelegten Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Im Juni waren die Forscher noch von einem 6,5-Prozent-Rückgang ausgegangen. Für 2021 sagen sie nun ein BIP-Wachstum von 3,7 Prozent voraus.

Im Gespräch mit dem RND stellte Scholz mehr finanzielle Hilfen für die von der Corona-Pandemie besonders betroffene Kultur- und Veranstaltungsbranche in Aussicht. Er könne sich etwa Finanzhilfen für den Fall vorstellen, dass Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt werden müssen. Auch solle es einen Ausgleich für die geringere Zahl möglicher Zuschauer geben. Es könne nicht sein, "dass die Organisatoren ohne eigenes Verschulden auf allen Kosten sitzen bleiben", sagte der Minister.

Steuererhöhungen für die Bewältigung der Lasten durch die Corona-Pandemie hält Scholz nicht für vordringlich. "Mit gutem Wachstum haben wir alle Chancen, bei der Verschuldung in absehbarer Zeit wieder dort zu landen, wo wir vor der Pandemie lagen", sagte er. Die Verschuldung wachse zwar deutlich, aber "nicht ins Unermessliche".

Am Donnerstag (15 Uhr) will Scholz die Ergebnisse der neuen Steuerschätzung vorstellen. Die Herbstprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung ist unter anderem wichtig für die laufende Arbeit am Bundeshaushalt für das nächste Jahr, aber auch für die Budgetplanungen von Ländern und Kommunen.

Der Etatentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) für 2021 sieht 96,2 Milliarden Euro an neuen Schulden vor. Für das laufende Jahr hatte sich Scholz mit zwei Nachtragshaushalten bereits die Möglichkeit gesichert, 218,5 Milliarden Euro an frischen Krediten aufzunehmen.

So lief die Suche nach dem Biontech-Impfstoff

02.00 Uhr: Die Entwicklung des Impfstoffs BNT162b2 ist ein Megaprojekt der deutschen Unternehmensgeschichte. Ein Rennen gegen die Zeit - und gegen alle Konventionen. Die Chronologie. Lesen Sie hier  mehr.

Mehr als 163.000 Tote in Brasilien

01.30 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 48.331 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,748 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 544 auf 163.373 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

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