Corona-News am Donnerstag Dänemark riegelt nach Entdeckung von mutiertem Virus Landesteile ab

Aus Sorge vor Ausbreitung einer bei Nerzen aufgetretenen Mutation kappt die dänische Regierung den Verkehr in Teilen Jütlands. Und: Die Neuinfektionen haben in mehreren Ländern einen Höchststand erreicht. Der Donnerstag im Überblick.
Nerze in Nordjütland

Nerze in Nordjütland

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Mads Claus Rasmussen / dpa

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20.04 Uhr: Zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung einer mutierten Form des neuartigen Coronavirus sind im Nordwesten Dänemarks scharfe Sicherheitsmaßnahmen angeordnet worden. "Ab heute Nacht sind Bürger in sieben Gemeinden Nord-Jütlands dringend aufgerufen, in ihrer Region zu bleiben, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern", sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Betroffen sind demnach mehr als 280.000 Menschen.

Die Regierung in Kopenhagen hatte am Mittwoch die Notschlachtung aller Nerze im Land angekündigt. Zuvor war bei einigen Tieren eine mutierte Form des Coronavirus gefunden worden. Auch bei zwölf Menschen wurde diese neuartige Form des Virus nachgewiesen.

Das mutierte Coronavirus könnte nach Angaben der dänischen Gesundheitsbehörden die Wirksamkeit eines künftigen Impfstoffes für Menschen beeinträchtigen. Ansonsten seien die Symptome der mit dem mutierten Virus infizierten Personen nicht schlimmer als bei anderen Corona-Patienten.

Slowenische Polizei löst gewalttätige Anti-Corona-Proteste auf

22.57 Uhr: Mit Wasserwerfern hat die Polizei in Slowenien eine Demonstration gegen die von der Regierung beschlossenen Corona-Beschränkungen aufgelöst. Zuvor hatten von linken Gruppen angeführte Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude in Ljubljana Pflastersteine und Leuchtraketen auf Polizisten geworfen und geschossen, wie die Nachrichtenagentur STA berichtete. Mindestens drei Menschen, darunter ein Polizist, wurden verletzt.

Demonstriert hatten mehrere Hundert Menschen. Erstmals seit wegen Korruptionsvorwürfen ausgelösten Unruhen im Jahr 2012 wurden in Slowenien dem Bericht zufolge wieder Wasserwerfer eingesetzt.

Am Vormittag hatte das Kabinett des konservativen Ministerpräsidenten Janez Jansa die bestehende Abriegelung des Landes um weitere zehn Tage verlängert. Das war erwartet worden, da das kleine EU-Land mit seinen zwei Millionen Einwohnern weiterhin mit einer hohen Coronavirus-Infektionsrate zu kämpfen hat. Nach den Corona-Regeln sind öffentliche Versammlungen auf nur sechs Personen beschränkt.

Bundestag verschiebt Volkszählung auf übernächstes Jahr

22.16 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie wird die für das kommende Jahr geplante Volkszählung auf 2022 verschoben. Das beschloss der Bundestag am Donnerstagabend.

Weil Personal zur Unterstützung der Gesundheitsämter abgezogen werden musste, hätten die Statistikämter den "Zensus 2021" nicht wie geplant vorbereiten können, hieß es zur Begründung. Zehn Jahre nach der letzten großen Volkszählung sollten zahlreiche Daten über Deutschland aktualisiert werden.

Dabei wollten die Statistiker nicht nur Informationen über die Zahl der Menschen sammeln, sondern auch über deren Erwerbstätigkeit und Wohnsituation.

Negativer Corona-Test: Rossi vor MotoGP-Comeback

22.13 Uhr: Der neunmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi (Italien) steht nach einem negativen Coronatest vor dem Comeback in der MotoGP. Das gab Rossis Rennstall Yamaha bekannt.

"Rossi wird diese Gelegenheit nutzen, um heute Abend nach Valencia zu fliegen. Morgen wird er einen zweiten PCR-Test machen, und wenn das Ergebnis erneut negativ ausfällt, kann er zum Yamaha MotoGP-Team stoßen und am Wochenende am Gran Premio de Europa teilnehmen", hieß es in dem Statement.

Für den Fall eines erneut positiven Testergebnisses steht Garrett Gerloff (USA) als Back-up parat. Nach seiner Coronavirus-Infektion hatte "The Doctor" die vergangenen beiden Rennen in Alcaniz verpasst.

Britischer Außenminister Raab in Selbstisolation

21.20 Uhr: Der britische Außenminister Dominic Raab begibt sich seinem Büro zufolge in Selbstisolation. Er habe erfahren, dass jemand, mit dem er kürzlich engen Kontakt hatte, positiv getestet wurde. Raab werde seine Arbeit in seiner Quarantäne fortsetzen.

Mutter und zwei Söhne sterben nach Infektion mit Coronavirus

20.49 Uhr: Gleich drei Mitglieder einer britischen Familie sind innerhalb von fünf Tagen gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das erste Opfer war die 74-jährige Gladys, danach starben die Söhne Dean (44) und Darren (42).

Sie lebten nach einem BBC-Bericht vom Donnerstag in verschiedenen Wohnungen in einem Gebäude im walisischen Dorf Treorchy. Einer der beiden Söhne hatte demnach das Down-Syndrom. Der 81-jährige Vater sei am Boden zerstört, sagte Deans Witwe der BBC. Sie könne nicht nachvollziehen, wie die Familie sich infiziert hatte. Man habe sich vorsichtig in der Corona-Krise verhalten. Sie warnte ihre Landsleute davor, das Virus zu unterschätzen.

Griechischer Lockdown betrifft auch internationale Flugverbindungen

19.58 Uhr: Von dem landesweiten Corona-Lockdown in Griechenland ab diesem Samstag sind auch internationale Flugverbindungen betroffen. Flüge dürfen zwar weiterhin wie geplant stattfinden, sofern die Fluggesellschaften sie nicht absagen. Allerdings müssen Einreisende von Montag an einen negativen Corona-Test vorzeigen, der nicht älter als 48 Stunden ist, wie die Regierung am Donnerstag in Athen mitteilte.

Peter Altmaier: "Abschlagszahlungen sollen so schnell wie möglich erfolgen"

19.54 Uhr: Vom Teil-Shutdown im November betroffene Unternehmen müssen sich noch mindestens drei Wochen gedulden, bevor sie die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Sonderhilfen bekommen können. "Die Bedingungen für die Beantragung der Hilfen haben wir jetzt geklärt", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag in Berlin. "Abschlagszahlungen sollen so schnell wie möglich erfolgen, möglichst bis Ende November 2020." Finanzminister Olaf Scholz (SPD) äußerte sich ähnlich: "Wir hoffen, dass es noch im November was wird", sagte er Reuters TV.

Insgesamt zehn Milliarden Euro stehen als Entschädigungen für die erzwungenen Betriebsschließungen zur Verfügung, mit denen die Regierung die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen deutlich senken will. Altmaier sagte, die Summe werde wohl reichen, sei aber nicht zwingend als Obergrenze zu verstehen.

In der Regel sollen Firmen 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem Vorjahresmonat ersetzt bekommen. Abgezogen davon werden aber andere Hilfen wie Kurzarbeitergeld und Fixkostenzuschüsse. Bei Restaurants wird dafür ein Teil des Takeaway-Geschäfts nicht abgezogen.

Bundestag berät über Neufassung des Infektionsschutzgesetzes

19.52 Uhr: Der Bundestag berät am Freitag über die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. Damit sollen die von den Ländern verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie künftig besser vor den Gerichten Bestand haben. Dafür wird in das Gesetz eine Reihe konkreter Maßnahmen aufgenommen, wie Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht oder die Schließung von Restaurants. Auch mögliche Beschränkungen für Freizeit- und Kulturveranstaltungen sind vorgesehen.

Frankreich meldet neuen Höchststand an Infektionen

19.21 Uhr: Frankreich meldet mit 58.046 neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand. Insgesamt sind damit in Frankreich mehr als 1,6 Millionen Infektionen registriert. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen erhöhte sich um 363 auf 39.037, wie die Behörden mitteilen.

Mehrere europäische Länder melden Infektionshöchststände

Mitarbeiter der intrinsischen Intensivstation im Uniklinikum Salzburg

Mitarbeiter der intrinsischen Intensivstation im Uniklinikum Salzburg

Foto: Unbekannt / SALK / APA / dpa

18.59 Uhr: Frankreich meldet 58.046 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden, Österreich 7416 Neuinfektionen. In Italien sind es mehr als 34.500.

In Europa haben sich inzwischen 11,6 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. Damit überholte der Kontinent Lateinamerika und die Karibik.

Mehrheit hält Corona-Maßnahmen für richtig

18.26 Uhr: Die seit Montag geltenden Corona-Maßnahmen in Deutschland stoßen bei einer Mehrheit der Bürger auf Zustimmung. 56 Prozent der Teilnehmer in einer Sondererhebung des ARD-"Deutschlandtrends" sagten, sie hielten die Vorschriften grundsätzlich für angemessen, wie der WDR am Donnerstag mitteilte. 24 Prozent finden demnach, dass die Maßnahmen zu weit gehen, 16 Prozent finden sie nicht weitreichend genug.

Neuer Höchstwert bei den Neuinfektionen in Italien

18.24 Uhr: In Italien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert seit Beginn der Pandemie gestiegen. Die Gesundheitsbehörden registrierten am Donnerstag mehr als 34.500 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Insgesamt zählten die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land nun fast 825.000 Infektionen mit dem Virus. Die Zahl der neuen Covid-19-Todesfälle kletterte ebenfalls deutlich auf 445 Opfer innerhalb eines Tages. Im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben damit in Italien nach offiziellen Angaben seit Februar fast 40.200 Menschen. Um die Viruswelle in den Griff zu bekommen, soll in Italien am Freitag eine nächtliche Ausgangssperre starten. Für mehrere Regionen Italiens hat die Regierung in Rom einen Teil-Lockdown angeordnet.

Vereinte Nationen berufen Sondergipfel zur Corona-Pandemie ein

18.21 Uhr: Die Vereinten Nationen haben einen Sondergipfel zur Corona-Pandemie einberufen, um die internationale Zusammenarbeit in der Krise zu stärken. 150 der 193 Uno-Mitgliedstaaten stimmten am Donnerstag in New York für eine Resolution, welche Beratungen der Staats- und Regierungschefs am 3. und 4. Dezember vorsieht. Wegen der strengen Quarantäne-Vorschriften für Ausländer in New York soll der Gipfel teilweise virtuell stattfinden.

Bei der Abstimmung enthielten sich die Vertreter der USA, Israels und Armeniens. Nein-Stimmen gab es nicht.

Die Organisation eines Corona-Sondergipfels war bereits seit Juni diskutiert worden. Thema soll die internationale Zusammenarbeit in der Corona-Krise sein. Deutschland kritisierte die Ziele als "sehr vage". Großbritannien forderte, auch Vertreter der Zivilgesellschaft an dem Gipfel zu beteiligen.

Laut der Resolution können die Staats- und Regierungschefs eine zuvor aufgezeichnete Botschaft einreichen, die nach einem Eingangsstatement ihres jeweiligen Uno-Vertreters im Plenum der Uno-Generalversammlung ausgestrahlt wird. Wegen der Corona-Pandemie müssen sich aus dem Ausland eingereiste Gäste in New York für 14 Tage in Quarantäne begeben - die physische Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs gilt deshalb als unwahrscheinlich.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat die Uno-Vollversammlung vier Resolutionen verabschiedet, in denen es unter anderem um die Gewährleistung des globalen Zugangs zu Medikamenten und Impfstoffen gegen das Coronavirus ging. Der Uno-Sicherheitsrat, das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen, verabschiedete seinerseits nur eine Resolution, in der eine Waffenruhe aufgrund der Corona-Pandemie in Konflikten weltweit gefordert wurde.

Auch Basketball-Bundesligaspiel Bayreuth - Bonn abgesagt

18.18 Uhr: In der Basketball Bundesliga ist ein weiteres zum Saisonstart angesetztes Spiel kurzfristig verlegt worden. Wie die BBL am Donnerstag mitteilte, kann die Partie zwischen medi Bayreuth und den Telekom Baskets Bonn nicht wie geplant an diesem Samstag (18.00 Uhr) stattfinden. Nach zwei Corona-Fällen im Bayreuther Team und dem Teamumfeld befindet sich die gesamte Mannschaft weiterhin in einer 14-tägigen Quarantäne, die laut BBL vom zuständigen Gesundheitsamt nicht verkürzt wurde. Daher stellte Bayreuth einen Antrag auf Verlegung. Bereits die Spiele des Clubs im Rahmen des BBL-Pokals waren wegen der Fälle abgesetzt worden.

Zuvor mussten sich bereits die Gießen 46ers nach einem positiven Corona-Test in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Die Hessen sollten eigentlich an diesem Samstag (18.00 Uhr) gegen Syntainics Mitteldeutscher BC seine Saison eröffnen.

Dobrindt für dauerhaft niedrigen Mehrwertsteuersatz für Gastronomie

Foto: Christian Spicker / imago images/Christian Spicker

17.59 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt fordert, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie dauerhaft beizubehalten. "Ich will, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie, der aktuell bis 30. Juni 2021 befristet ist, unbefristet verlängert wird", sagte Dobrindt der "Welt". Für die Gastronomie und Hotellerie werden derzeit nur fünf statt der üblichen sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Diese Regelung ist seit Juli in Kraft und ist Teil des zeitlich begrenzten Corona-Hilfspakets.

Generell äußerte sich Dobrindt unzufrieden über die Auszahlung der Corona-Hilfen für Gastronomen. "Ich bin nicht zufrieden, wie die Unterstützungsleistungen laufen. Der Anspruch muss sein: Kein Schließen ohne Perspektive!" Das Bundesfinanzministerium müsse schneller und besser unterstützen. "Es darf nicht passieren, dass Betriebe aufgeben, weil ihnen die Bürokratie die Luft nimmt.

Fraktionen in Rheinland-Pfalz wollen ausschließliche Briefwahl ermöglichen

17.57 Uhr: Mehrere Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag wollen es angesichts der Corona-Pandemie ermöglichen, dass bei der Landtagswahl im März 2021 auch ausschließlich per Briefwahl abgestimmt werden kann. Eine erste Beratung über eine Änderung des Landeswahlgesetzes soll am kommenden Mittwoch bei der Plenarsitzung stattfinden, teilte die SPD-Fraktion am Donnerstag mit. Der Gesetzentwurf stammt von den Fraktionen der Ampelkoalition aus SPD, Grünen, FDP sowie der CDU.

Durch die angestrebte Gesetzesänderung werde die "Grundlage dafür geschaffen, dass in Notsituationen wie einer pandemischen Notlage oder anderen Naturkatastrophen die Stimmabgabe bei Landtags- und Kommunalwahlen regional begrenzt auch ausschließlichen per Briefwahl erfolgen kann", erklärten die Fraktionen.

Der Landeswahlleiter soll die ausschließliche Briefwahl laut Gesetzesentwurf frühestens 45 Tage vor dem Wahltag anordnen können, wenn mit gesundheitlichen Gefahren bei der Urnenwahl zu rechnen sei. Zudem soll die Landesregierung eine landeseinheitliche Briefwahlverordnung erlassen können, mit der Stimmberechtigten im Falle einer ausschließlichen Briefwahl automatisch die Beteiligung daran ermöglicht werden soll. Derzeit ist das nur auf Antrag möglich.

Die geplanten Änderungen sollen zudem kleinere Parteien unterstützen, die wegen der Corona-Pandemie Schwierigkeiten hatten, Unterschriften für eine Zulassung zur Landtagswahl zu sammeln. Daher soll die Zahl der erforderlichen Unterstützungsunterschriften gesenkt werden.

Die AfD-Fraktion kritisierte die geplanten Änderungen. Bei Briefwahlen sei ein höheres Manipulationsrisiko gegeben, erklärte der parlamentarische Geschäftsführer Jan Bollinger. Eine Verpflichtung zur Briefwahl sei unverhältnismäßig.

Proteste gegen mangelnden Corona-Schutz an Schulen in Frankreich

17.55 Uhr: Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen in Frankreich haben Gymnasiasten mehrere Schulen im Westen des Landes vorübergehend blockiert. Sie protestierten damit am Donnerstag nach eigenen Angaben gegen Überfüllung und den aus ihrer Sicht unzureichenden Schutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus.

In Frankreich herrscht seit rund einer Woche ein weitgehender Lockdown. Anders als im Frühjahr bleiben die meisten Schulen aber geöffnet. Schüler ab sechs Jahren sollen eine Maske tragen, die Räume sollen regelmäßig gelüftet werden.

Lettland mit Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

17.51 Uhr:  In Lettland hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden am Donnerstag 367 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte. Der bisherige Höchstwert vom Vortag lag bei 313. Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 7119 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 85 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Die täglichen Infektionszahlen hatten zuletzt klar zugenommen - es wurde aber auch mehr getestet. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Baltenstaat aktuell aber noch besser als in Deutschland.

Flughafenverband fordert umfassende Staatshilfen

17.14 Uhr: Vor dem Luftverkehrsgipfel mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag forderte der Flughafenverband ADV umfassende Staatshilfen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) warnte, dass sich die Passagierzahlen in den kommenden Wochen "aller Voraussicht nach weiter verschlechtern" würden. Die von der Krise schwer getroffene Lufthansa machte im dritten Quartal noch mehr Verlust als zunächst gedacht und rüstet sich nun für einen harten Winter.

Smog verschärft Corona-Lage in Neu-Delhi

17.10 Uhr: Der Smog und ein Rekordanstieg der Corona-Neuinfektionen machen Indiens Hauptstadt Neu-Delhi immer stärker zu schaffen. Zwischen beiden Ereignissen gebe es einen Zusammenhang, sagte der Regierungschef der Region Delhi, Arvind Kejriwal, am Donnerstag. "Die Corona-Situation verschlimmert sich wegen der Luftverschmutzung." Die Behörden untersagten derweil in der Hauptstadt den Gebrauch von Feuerwerkskörpern beim Diwali-Fest, der wichtigsten religiösen Feier des Landes.

Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden der 20-Millionen-Stadt 6842 Corona-Neuinfektionen und damit so viele wie noch nie. Gleichzeitig breitete sich erneut giftiger Smog über Neu-Delhi aus.

Indien ist nach den USA mit mehr als 8,3 Millionen Covid-19-Fällen das von der Corona-Krise am zweitstärksten betroffene Land der Welt.

Bundeswehr entsendet Intensivmediziner nach Tschechien

15.45 Uhr: Angesichts der stark zunehmenden Corona-Infektionen in Tschechien will die Bundeswehr zur Nothilfe zwei Intensivmediziner in das Nachbarland entsenden. Das teilte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Donnerstag in Berlin mit. "In diesen Zeiten muss Europa zusammenstehen", erklärte sie nach einem Telefonat mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis.

"In Tschechien ist die Lage derzeit dramatisch. Deshalb helfen wir, wo immer wir können, und stehen gemeinsam an der Seite unserer Freunde", so die Verteidigungsministerin. "Nur gemeinsam kann Europa die Pandemie bezwingen."

Die beiden Intensivmediziner sollen demnach zunächst vom 8. bis 21. November in Tschechien bei der Behandlung von Corona-Patienten helfen. Zudem bot die Bundeswehr an, bis zu zehn Intensivpatienten aus Tschechien zur Behandlung nach Deutschland zu holen.

In Tschechien gelten angesichts der hohen Zahl von Corona-Infektionen der Notstand und eine nächtliche Ausgangssperre. Die Neuinfektionen stiegen dort zuletzt binnen einem Tag um einen Rekordwert von 15.729 auf insgesamt 378.716. Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern hat damit eine der am stärksten steigenden Infektionsraten in Europa.

Europa ist mittlerweile die Weltregion mit den meisten Corona-Infektionen

15.15 Uhr: In Europa wurden mittlerweile 11,6 Millionen Corona-Ansteckungen und rund 293.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben. Damit überholte der Kontinent Lateinamerika und die Karibik mit bislang 11,4 Millionen Infektionen. Dort starben allerdings fast 407.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Seit Oktober ist Europa die Weltregion mit den meisten täglichen Neuansteckungen. Vergangene Woche waren es 277.000 neue Fälle pro Tag und damit mehr als die Hälfte der weltweit 517.000 täglichen Neuansteckungen.

Die meisten Neuinfektionen in Europa meldeten zuletzt Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und Polen. In Frankreich waren es 44.000 Fälle täglich und damit elf Prozent mehr als in der Vorwoche. Auch in Deutschland erreicht die Zahl der Neuinfektionen immer neue Höchststände. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut fast 20.000 Ansteckungen binnen 24 Stunden.

Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Beherbergungsverbot ab

15.05 Uhr: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die Schließung von Gaststätten und das Beherbergungsverbot für Touristen in der Coronakrise abgelehnt. Die Regelungen seien "nicht offensichtlich rechtswidrig", erklärte das Gericht am Donnerstag. Eine Hotelkette hatte gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen geklagt.

Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass das Gericht den Maßnahmen insgesamt zustimmt. Vielmehr wiederholte der Senat auch Zweifel an der Grundlage für die jetzt beschlossenen Maßnahmen. Bei einem Eilverfahren müsse aber eine Abwägung der Folgen getroffen werden und dabei überwiege "im Hinblick auf die enorm steigenden Infektionszahlen das Schutzgut Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen".

Die Maßnahmen seien nicht offensichtlich unverhältnismäßig – auch deswegen, weil für betroffene Betriebe Entschädigungen angekündigt worden seien.

Thalys rechnet mit 70 Prozent weniger Umsatz

13.20 Uhr: Die Zuggesellschaft Thalys stellt wegen der Corona-Beschränkungen in Frankreich und Belgien ihre Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Deutschland ein: Ab Samstag verkehren vorerst keine Züge mehr zwischen Brüssel und westdeutschen Städten wie Köln und Dortmund, wie Thalys mitteilte. Zwischen Paris und Brüssel gibt es dann nur noch zwei Hin- und Rückfahrten täglich, zwischen Brüssel und Amsterdam nur noch eine.

Bereits während der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatte Thalys seine Verbindungen zwischen Paris und Deutschland wochenlang eingestellt. Die Gesellschaft spricht von der "schwersten Krise" ihres gut 20-jährigen Bestehens. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzverlust von 70 Prozent in diesem Jahr.

Bereits vor Verkündung der neuen Lockdowns in Frankreich und Belgien hatte Thalys einen Sparplan im Umfang von 100 Millionen Euro angekündigt. Die Gesellschaft gehört zu 60 Prozent der französischen Bahn und zu 40 Prozent der belgischen. Die französische Bahn hat wegen des neuen Lockdowns 70 Prozent ihrer Verbindungen gestrichen.

Die Hamsterkäufer sind zurück

12.00 Uhr: Verbraucher haben sich vor dem Shutdown im November erneut verstärkt mit Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Backwaren eingedeckt. Die Verkaufszahlen von Klopapier lagen in der Woche vom 19. bis 24. Oktober mehr als doppelt so hoch (+139 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisenmonate August 2019 bis Januar 2020, wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts  ergab.

In der letzten Oktoberwoche 2020 war das Plus mit 84 Prozent demnach aber schon geringer. Der Absatz von Desinfektionsmitteln sei ebenfalls zuletzt gestiegen - und habe Ende Oktober mehr als das Doppelte des Vorkrisen-Durchschnitts erreicht (+104 Prozent).

Weniger Hamsterkäufe als im Frühjahr

Ein Ausmaß der Hamsterkäufe wie im Frühjahr gab es aber nicht mehr. Vor und während des ersten Shutdowns hatte sich der Absatz von Desinfektionsmitteln zeitweise mehr als verachtfacht im Vergleich zum Vorkrisen-Durchschnitt. Politik, Handel und Verbände hatten jüngst wiederholt betont, dass die Versorgung in der Coronakrise gesichert sei.

Ende Oktober haben sich Verbraucher auch mit manchen Lebensmitteln eingedeckt: Der Absatz der Backzutaten Mehl (+101 Prozent), Hefe (+74 Prozent) und Zucker (+63 Prozent) lag in der letzten Oktoberwoche deutlich über dem Vorkrisen-Durchschnitt, wie die Wiesbadener Behörde weiter mitteilte. Aber auch hier wurde das Niveau rund um den ersten Lockdown nicht mehr erreicht.

Söder mahnt Bund bei Coronahilfen zur Eile

11.25 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat vom Bund eine schnelle Auszahlung der angekündigten Corona-Hilfen für Firmen gefordert. "Es darf hier keine Hängepartie geben", sagte der CSU-Politiker. Mindestens Abschlagszahlungen müssten im November fließen. Zudem brauche es ein möglichst einfaches, unbürokratisches Verfahren. Für Bayern stellte Söder zusätzliche Hilfen für Schausteller in Aussicht, die nun insbesondere unter der Absage von Weihnachtsmärkten leiden. Für Schausteller sei es eine "extrem bedrohliche Situation". Deshalb werde man über zusätzliche Hilfen im Dezember sprechen, sagte er – sonst stünde das gesamte Schaustellergewerbe vor dem Nichts.

Für die Kulturbranche im Freistaat will Söder nach eigenen Worten "eine Art Kulturfrühling" starten. Man werde sich überlegen, wie man für Bayern eine Kulturoffensive starten und ein "Neuerwachen" nach der Coronakrise verstärken könne.

Nach Hautnah-Beerdigung von Kirchenführer: Serbisch-orthodoxer Geistlicher mit Corona im Spital

10.55 Uhr: Patriarch Irinej, das Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche, ist mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich in einem Belgrader Krankenhaus. Das teilte die serbisch-orthodoxe Kirche mit. Der 90-jährige Irinej weise vorerst keine Symptome auf, sein Wohlbefinden sei gut. Wie serbische Medien berichteten, hatte der Patriarch am letzten Sonntag am Begräbnis des montenegrinischen Kirchenführers Amfilohije in Podgorica teilgenommen. Der Metropolit des montenegrinischen Ablegers der serbisch-orthodoxen Kirche war im Alter von 82 Jahren an Covid-19 gestorben – Gläubige küssen trotzdem seinen Leichnam.

Deutsche Industrie erhält mehr Aufträge – aber weniger als erwartet

09.35 Uhr: Die deutsche Industrie hat im September mehr Aufträge bekommen als noch im August. Der Auftragseingang legte im Vergleich zum Vormonat zwar um 0,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Analysten hatten im Schnitt aber mit einem Anstieg um zwei Prozent gerechnet. Besonders schlecht lief es für Großaufträge wie für schwere Maschinen oder Flugzeuge, hier kam es zu Rückgängen. Sieht man von Großaufträgen ab, so lag der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe jedoch auch im September deutlich über dem Vormonat, das Plus lag demnach bei 4,5 Prozent.

Tschechien verzeichnet 15.000 Corona-Infektionen

7.10 Uhr: Kaum ein Land in Europa hat die zweite Welle so schwer getroffen wie Tschechien. Nun haben die Behörden erneut sehr viele neue Corona-Infektionen registriert: 15.729 innerhalb von 24 Stunden – bei nur rund 10,7 Millionen Einwohnern. Am Tag zuvor waren noch 12.000 Infektionen verzeichnet worden. Die Behörden informierten zudem über 220 neue Tote im Zusammenhang mit Covid-19. Die 14-Tage-Inzidenz  liegt in Tschechien bei über 1500, nur in Belgien ist die Lage innerhalb der EU derzeit noch schlechter.

Robert Koch-Institut meldet fast 20.000 Neuinfektionen

6.00 Uhr: Die Zahlen in Deutschland steigen weiter: Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist wieder ein neuer Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht worden. Binnen 24 Stunden seien 19.990 neue Fälle registriert worden. Der bisherige Rekordwert lag bei 19.059 Fällen am vergangenen Samstag.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Dieser Wert wurde bereits Ende Oktober fast überschritten.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 597.583 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 5.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 118 auf insgesamt 10.930. Die Zahl der Genesenen lag demnach bei etwa 391.600.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht am Mittwoch bei 0,81 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 0,92 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Geschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

England geht in den Teil-Lockdown

05.40 Uhr: In England gilt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nun ein Teil-Lockdown mit weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, Schulen und Universitäten bleiben aber geöffnet. Anders als in Deutschland wird auch der Handel für einen Monat lang zu bleiben – abgesehen von Supermärkten und anderen als notwendig eingestuften Geschäften.

Die Engländer sollen ihre Wohnungen bis zum 2. Dezember nur noch aus triftigem Grund verlassen – etwa zur Arbeit, zum Sport, zur Erholung oder zur Pflege Angehöriger. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln zur Virusbekämpfung. Dort fuhr man bereits früher zeitlich begrenzt das öffentliche Leben weitgehend herunter.

Die Zahl der Todesfälle von Corona-Infizierten stieg in Großbritannien am Mittwoch mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages auf den höchsten Stand seit Mai. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Land mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern laut EU-Seuchenbehörde ECDC rund 470 Fälle pro 100.000 Menschen.

Australien will auch Biontech-Impfstoff kaufen

04.20 Uhr: Australien sichert sich eine Belieferung mit zwei weiteren Covid-19-Impfstoffen – unter anderem vom Mainzer Unternehmen Biontech. Der Staat werde im Fall einer Zulassung 40 Millionen Dosen von der US-Biotechfirma Novavax und zehn Millionen Dosen von Biontech und seinem US-Partner Pfizer kaufen, teilte Ministerpräsident Scott Morrison mit. Die Vereinbarungen haben demnach ein Volumen von umgerechnet rund 917 Millionen Euro.

Erst im September hatte Australien den Kauf von 85 Millionen Impfstoffdosen mit dem heimischen Biotech-Unternehmen und dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca im Wert von etwa einer Milliarde Euro beschlossen, sollten sich deren Versuche als erfolgreich erweisen.

USA verzeichnen mehr als 100.000 Neuinfektionen

03.30 Uhr: Am Tag nach der Präsidentschaftswahl in den USA ist ein neuer Höchstwert der Corona-Infektionen erreicht worden. Binnen 24 Stunden wurden mindestens 102.591 neue Fälle registriert. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Auch "New York Times"  und "Washington Post"  berichten davon, dass die Marke geknackt wurde.

Damit steigt die Zahl der bestätigten Ansteckungen laut Reuters auf etwa 9,5 Millionen. Der bisherige höchste Tageswert in den USA lag knapp unter 100.000 und wurde am 30. Oktober ermittelt.

Zudem wurden zuletzt erstmals seit drei Monaten wieder mehr als 50.000 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Der Anteil der positiven Tests liegt in South Dakota bei über 50 Prozent und in Iowa und Wyoming bei über 40 Prozent.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Positivtestraten von über fünf Prozent als besorgniserregend, weil sie auf eine unentdeckte Übertragung hinwiesen. Die USA sind das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Auch Zypern verhängt nächtliche Ausgangssperre

03.00 Uhr: Wie andere europäische Staaten verhängt nun auch Zypern im Kampf gegen das Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Die Sperre gelte zwischen 23 Uhr und 5 Uhr und tritt am Donnerstag in Kraft, teilte Gesundheitsminister Constantinos Ioannou mit. Außerdem müssen alle Restaurants, Bars und Cafés um 22.30 Uhr schließen. Die Maßnahmen gelten zunächst bis Ende des Monats.

Nächtliche Ausgangssperren waren zuvor bereits unter anderem in Griechenland, Italien, Österreich und Ungarn verhängt worden. Auch in Frankreich gilt für einen Großteil des Landes eine nächtliche Ausgangssperre.

In Zypern war es den Behörden lange gelungen, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Bereits im März waren dort strikte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus ergriffen worden, die dann ab Anfang Mai schrittweise gelockert worden waren.

Zuletzt nahmen die Infektionsraten auf der Mittelmeerinsel aber deutlich zu. Am Mittwoch verzeichneten die Behörden in Zypern 166 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages. Die Gesamtzahl der erfassten Infektionsfälle lag bei rund 5100, die der Todesfälle bei 26. Zwei Drittel dieser Infektionsfälle wurden seit Anfang Oktober verzeichnet.

Was taugen die Corona-Atemtests?

02.55 Uhr: Forscher haben ein neues Testverfahren zum Nachweis des Coronavirus entwickelt: Atemtests zeigen nach 15 Minuten ein Ergebnis. Doch zum Einsatz vor Großveranstaltungen eignen sie sich (noch) nicht. Lesen Sie hier mehr.

AfD will Bundesparteitag notfalls vor Gericht durchsetzen

02.50 Uhr: Die AfD will unbedingt verhindern, dass ihr für Ende November geplanter Bundesparteitag wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen ausfällt. "Es ist in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen, deshalb würden wir notfalls auch den Rechtsweg beschreiten", sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen der dpa.

Der Parteitag, bei dem es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern gehen soll, ist für das letzte November-Wochenende im nordrhein-westfälischen Kalkar geplant. Sitzungen von Parteigremien sind laut der derzeit geltenden NRW-Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen, beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Zulassung durch die zuständigen Behörden" erlaubt. Und auch nur dann "wenn die Sitzung aus triftigem Grund im Monat November 2020, in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss". Die AfD hat 600 Delegierte.

Er erkenne bei der Bundesregierung "keine zielgerichtete Vorgehensweise" im Umgang mit der Pandemie, kritisierte Meuthen. Dass Fußballspiele ohne Fans stattfinden müssten und die Menschen aufgefordert würden, Abstand zu halten, sei zwar richtig. Wie mit Hotels, Restaurants und Kulturstätten umgegangen werde, finde er aber "unangemessen".

Mehr Rückstau in Corona-Labors – Größerer Anteil an Tests positiv 

02.30 Uhr: Immer öfter kommen Corona-Labors mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1.11.) 69 Labors einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor seien es noch 52 Labors mit 20.799 abzuarbeitenden Proben gewesen, geht aus dem RKI-Lagebericht hervor. 55 Labors nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

"Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlängern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten, mit möglichen Konsequenzen für die zeitnahe Mitteilung des Ergebnisses an die betroffenen Personen, sowie einem größeren Verzug bei der Meldung an das Gesundheitsamt", schreibt das RKI. Es gebe in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Labors, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befänden. Es sei unter anderem "dringend geboten, den Einsatz der Tests im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn in Abhängigkeit freier Testkapazitäten zu priorisieren".

Was tun bei Maskenakne?

01.45 Uhr: Masketragen ist Teil des Alltags geworden. Die Folge: Viele Menschen sind von Hautproblemen betroffen. Woher das kommt und was man dagegen tun kann. Lesen Sie hier mehr.

So verändern sich aktuell die Corona-Zahlen

01.30 Uhr: Seit ein paar Tagen steigt die Zahl der Infektionen weniger steil an, auch der R-Wert liegt momentan unter 1. Ist das schon die erhoffte Trendwende – oder nur eine zufällige Schwankung? Lesen Sie hier mehr.

Insgesamt mehr als 161.000 Corona-Tote in Brasilien

01.05 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 23.976 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,590 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 610 auf 161.106 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen auf.

bah/cop/slü/apr/ire/kha/AFP/dpa/sid/Reuters
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