+++ News-Update am Donnerstag +++ Frankreich meldet Rekord bei Neuinfektionen - mehr als 16.000 Fälle

In Frankreich wurden in den letzten 24 Stunden mehr Corona-Neuinfektionen registriert als je zuvor. Und: Fridays for Future geht wieder auf die Straße - trotz steigender Corona-Zahlen. Das war der Überblick am 24. September.
Eine Familie mit Mundschutz vor dem Eiffelturm in Paris

Eine Familie mit Mundschutz vor dem Eiffelturm in Paris

Foto: Michel Euler/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Spahn gegen Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

22.18 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. "Aus meiner Sicht macht es Sinn, dass das tatsächlich lokal, regional, nach dem Infektionsgeschehen auch passiert", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in den ARD-"Tagesthemen" . Es komme immer darauf an, was die Quelle für erhöhte Infektionszahlen sei.

"Wir haben ja gewusst, dass mit den Lockerungen, die es gegeben hat über die letzten Wochen und Monate, es auch wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen kann", so Spahn. "Wichtig ist, wir sehen ja jetzt vor allem, wo sie passieren. Sie passieren nicht im Einzelhandel, nicht vor allem in Kitas und Schulen, sondern eben vor allem beim Feiern." Deswegen sei es richtig, dass die Städte und Regionen, wo die Infektionszahlen besonders stark gestiegen seien, lokal Maßnahmen ergriffen hätten.

Rekordwert an Neuinfektionen in Frankreich

21.02 Uhr: In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden mehr als 16.000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Seit Mittwochabend seien 16.096 neue Infektionsfälle registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstagabend mit. Dies ist ein neuer Rekord seit Einführung der großflächigen Tests auf das neuartige Coronavirus.

Filmfest in Hamburg startet trotz Corona

20.56 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie sind zahlreiche bekannte Filmemacher und Schauspieler zur Eröffnung des 28. Filmfestes Hamburg gekommen. Über den roten Teppich vor dem Cinemaxx-Kino am Dammtor liefen etwa die Schauspieler Peter Lohmeyer, Oliver Masucci, Victoria Trauttmansdorff und Alexander Scheer sowie Regisseur Oskar Roehler. "In diesen schwierigen Zeiten ist das Filmfest wie ein Leuchtturm", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (CDU) am Donnerstagabend. Es gebe der Branche Orientierung und lenke die Aufmerksamkeit auf spannende neue Filme.

Zur Eröffnung sang Schauspielerin Meret Becker mehrere Lieder, und es wurde der Film "Enfant Terrible" von Oskar Roehler gezeigt. Die Hommage an den Filmemacher Rainer Werner Fassbinder, die auch das Gütesiegel "Cannes 2020" trägt, wurde zum Start der Corona-Edition des Filmfestes in mehreren Kinosälen zeitgleich gezeigt.

Bis zum 3. Oktober werden in der Hansestadt mehr als 70 Filme aus aller Welt gezeigt. Darunter sind 21 Debütfilme sowie mehr als ein Dutzend Welt- und Europapremieren. Seinen Abschluss findet das Festival mit dem preisgekrönten Roadtrip-Drama "Nomadland" von Chloé Zhao und mit Frances McDormand. Sowohl beim Filmfest Venedig als auch beim Filmfest Toronto ist das Werk als bester Film ausgezeichnet worden.

Damit trotz der coronabedingten Sitzplatzeinschränkungen viele Menschen die Filmfest-Filme sehen können, gibt es zusätzlich für rund 50 Filme Streamingtickets zu kaufen.

Das Filmfest Hamburg ist das erste größere deutsche Filmfestival seit Beginn der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr hatten dem Veranstalter zufolge noch rund 45 000 Menschen das Filmfest besucht. Der Etat liegt 2020 bei 1,1 Millionen Euro, davon kommen gut 850 000 Euro von der Stadt Hamburg.

Infektionsrekord in Großbritannien

19.53 Uhr: Mit 6634 neuen registrierten Fällen von Corona-Infektionen hat Großbritannien den höchsten Stand innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie erreicht. Das teilte die zuständige Regierungsbehörde am Donnerstag mit. Allerdings wurde im Frühjahr noch deutlich weniger getestet - das heißt, mehr Fälle blieben unentdeckt. 40 weitere Menschen starben an oder mit einer Coronavirus-Infektion. Mit mehr als 40.000 Toten ist das Vereinigte Königreich in absoluten Zahlen das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa. Angesichts der stark steigenden Zahlen gelten auch wieder schärfere Schutzmaßnahmen.

Viele Tote trotz junger Bevölkerung

19.38 Uhr: In Manaus in Brasilien hat sich das Coronavirus schnell ausgebreitet, doch plötzlich stagnierten die Zahlen. Nun gibt es Hinweise, dass Herdenimmunität entstanden ist, aber der Preis, den die Stadt gezahlt hat, ist hoch.

Nach Coronaausbruch bei Tönnies: Neue Infektionen nach Partys im Kreis Gütersloh

19.15 Uhr: Im Kreis Gütersloh haben sich mehrere Jugendliche auf Partys mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt seien sieben junge Menschen positiv getestet worden, hieß es in einer Mitteilung des Kreises. Man gehe davon aus, dass sich die Betroffenen auf zwei unterschiedlichen privaten Feiern angesteckt hätten, an denen je 40 und 60 Personen teilgenommen hatten.

Bei der Fleischfirma Tönnies hatten sich im Juni mehrere hundert Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Im Anschluss forderten mehrere Politiker, dass das Unternehmen für wirtschaftliche Einbußen von Bürgern und Unternehmen wegen des erneuten Lockdowns zahlen solle .

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr als 700.000 bestätigte Coronavirusinfektionen in Spanien

18.55 Uhr: Die Gesamtzahl der Coronafälle in Spanien ist am Donnerstag um 10.650 angestiegen - und hat damit die Marke von 700.000 überschritten. Das zeigen Daten der spanischen Gesundheitsbehörde.

Mit eingerechnet sind 3471 Neuinfektionen der letzten 24 Stunden. In der vergangenen Woche waren pro Tag meist über 10.000 neue Fälle registriert worden. Insgesamt sind in Spanien 31.118 Menschen an Covid-19 gestorben.

Fridays for Future geht wieder auf die Straße

17.54 Uhr: Rund um die Erde wollen am Freitag Klimaschützer auf die Straße gehen, um für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise zu demonstrieren. Die Bewegung Fridays for Future hat dazu aufgerufen, nachdem monatelang die Proteste hauptsächlich im Internet stattgefunden haben. Die Veranstalter versicherten vorab, dass man sich an Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie halten wolle. Fridays for Future zufolge sind weltweit mehr als 3000 "Klimastreiks" registriert, allein in Deutschland sind demnach mehr als 400 Demonstrationen geplant, darunter eine Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin.

Immer mehr Corona-Fälle im Nordwesten Syriens

17.46 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in den syrischen Rebellengebieten im Nordwesten des Bürgerkriegslandes ist stark gestiegen. Bis Anfang dieser Woche seien in der Region um die Stadt Idlib 640 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mit. Das seien zehn mal mehr Fälle als einen Monat zuvor. Wegen der wenigen Tests könnte die tatsächliche Zahl noch weit höher liegen.

In den Rebellengebieten im Nordwesten Syriens leben nach UN-Angaben rund vier Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon Vertriebene. Viele von ihnen sind in überfüllten Lagern untergekommen. Dort gebe es kaum Wasser, Toiletten und Waschgelegenheiten, warnte MSF. Abstandhalten, Händewaschen und Isolation seien praktisch unmöglich.

Deutschland plant neue Quarantäne-Vorschriften für Reisende

16.34 Uhr: Zeitgleich mit einer für den 15. Oktober geplanten Einführung einer digitalen Anmeldung für nach Deutschland einreisende Menschen sollen die Bundesländer neue Quarantäne-Regeln beschließen. Anmelden muss sich über das neue Online-Portal demnach nur, wer sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Die neue Teststrategie für Einreisende "wird auf der Basis einer neuen Rechtsgrundlage eingeführt", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, der Deutschen Presse-Agentur. Hierfür erarbeitete das Ministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium eine neue Musterquarantäneverordnung, die dann jeweils von den Ländern in eigener Verantwortung in Kraft gesetzt werden müsse. "Die digitale Einreiseanmeldung wird aus diesem Grund ebenfalls erst zu diesem Zeitpunkt - am 15. Oktober - eingeführt".

Nach dpa-Informationen erhält, wer seine Angaben in dem Portal eingibt, eine Bestätigung, die er bei einer Kontrolle - etwa am Flughafen durch die Bundespolizei - vorzeigen soll. Gleichzeitig gehen die Daten auch an das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Wer seiner Verpflichtung zur Anmeldung nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld. Ausnahmeregelungen soll es weiterhin für Berufspendler und andere Reisende im sogenannten kleinen Grenzverkehr geben.

Silvesterparty am New Yorker Times Square weitgehend online

16.14 Uhr: Die traditionelle Silvesterparty am New Yorker Times Square wird in diesem Jahr weitgehend ins Internet verlegt. Die Details müssten noch geklärt werden, teilten Bürgermeister Bill de Blasio und der Nachbarschaftsverband Times Square Alliance in der Nacht zum Donnerstag mit. Klar sei aber schon, dass nur sehr wenige Menschen unter Einhaltung strenger Auflagen auf dem Platz im Zentrum Manhattans anwesend sein dürften. Weitere Elemente der Feier wie der sogenannte "ball drop", bei dem um Mitternacht ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt wird, würden live übertragen.

Normalerweise kommen zu Silvester jedes Jahr rund eine Million Menschen auf den Times Square, die Party mit Jubel, Konfettiregen, Gesang und Konzerten prominenter Musiker gehört zu den größten Silvesterfeiern der Welt.

Zlatan Ibrahimovic positiv getestet

Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic: "Ich bin wie Benjamin Button. Ich wurde alt geboren, und ich werde jung sterben"

Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic: "Ich bin wie Benjamin Button. Ich wurde alt geboren, und ich werde jung sterben"

Foto: Maurizio Borsari / imago images/Bildbyran

15.43 Uhr: Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic vom AC Mailand ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gaben die Italiener vor dem Spiel in der Europa-League-Qualifikation gegen den norwegischen Klub FK Bodø/Glimt bekannt. "Wir haben die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert und der Spieler hat sich umgehend in Quarantäne begeben", teilte Milan mit. Alle anderen Tests beim Team des Schweden seien negativ ausgefallen.

Ibrahimovic war zur laufenden Saison zu den Rossoneri zurückgekehrt und hatte am 1. Spieltag der Serie A zuletzt einen perfekten Einstand gefeiert. Beim 2:0 gegen FC Bologna erzielte der exzentrische Angreifer beide Treffer (35./51., Foulelfmeter). "Ich bin wie Benjamin Button. Ich wurde alt geboren, und ich werde jung sterben", sagte der 38-Jährige nach dem Spiel.

38 Infizierte im BMW-Werk in Bayern

15.30 Uhr: Bei einer Reihentestung im BMW-Werk in Dingolfing und dessen Logistikdienstleistern wurden 38 positive Infektionen festgestellt - trotz strenger Regelungen zu Hygiene- und Infektionsschutz. Die betroffenen Personen wurden bereits durch das Gesundheitsamt informiert und aufgefordert, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Zur Quelle der Infektionen kann BMW derzeit keine Angaben machen, das teilte ein Unternehmenssprecher auf SPIEGEL-Anfrage mit.

Pariser Krankenhäuser sagen erneut Operationen ab

15.17 Uhr: Erstmals seit der ersten Corona-Welle im Frühjahr müssen die Pariser Krankenhäuser wieder nicht zwingend notwendige Operationen absagen. Ab dem kommenden Wochenende werden zunächst 20 Prozent der geplanten OPs verschoben, wie die öffentliche Krankenhaus-Gesellschaft Assistance publique-Hôpitaux de Paris (AP-HP) mitteilte. Grund ist der Druck auf die Intensivstationen infolge der seit Wochen steigenden Corona-Infektionszahlen.

Am Mittwoch wurden in den öffentlichen Krankenhäusern in Paris 132 Intensiv-Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 behandelt, die durch das neuartige Coronavirus verursacht wird. Das waren gut zweieinhalb Mal so viele wie Anfang September, als es 50 Patienten gab. Bis kommende Woche wird ein Anstieg auf mehr als 200 Corona-Notfälle erwartet.

Niederlande melden Höchstwert an Neuinfizierten

14.50 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den Niederlanden steigt auf ein neues Tageshoch. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden 2544 weitere Personen mit dem Virus. Zudem vermelden die Behörden 16 neue Covid-19-Tote, womit die Zahl der Opfer auf 6312 steigt. Die Gesamtzahl der Infizierten in den Niederlanden war am Mittwoch über die Marke von 100.000 gestiegen.

Bundeskabinett muss nicht in Quarantäne

14.01 Uhr: Das Bundeskabinett muss sich derzeit nicht komplett in Quarantäne begeben. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Zuvor hatten Außenminister Heiko Maas und Wirtschaftsminister Peter Altmaier bekanntgegeben, dass sie in häuslicher Quarantäne seien, weil sie Kontakt mit infizierten Personen hatten. Dies hatte wegen der Kabinettssitzung am Mittwoch die Frage aufgeworfen, ob nun auch andere Minister aus Sicherheitsgründen ihre öffentlichen Termine absagen müssten. "Das Bundeskabinett tagt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielen, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die sich später als Covid-positiv herausstellt, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich wird", teilte ein Regierungssprecher jedoch mit. "Dies wäre im konkreten Einzelfall, der derzeit nicht gegeben ist, jeweils fachlich zu beurteilen."

Todeszahl in Iran übersteigt 25.000

13.16 Uhr: Die Zahl der offiziell registrierten Corona-Toten in Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als 25.000 gestiegen. Allein in den letzten 30 Tagen starben fast 5000 mit Sars-CoV-2 infizierte Patienten. Im gleichen Zeitraum gab es mehr als 80.000 Neuinfektionen. Am Donnerstag lag die Zahl erfasster Todesfälle bei 25.015, die der bisher gemeldeten Infizierten bei 436.319, wie eine Ministeriumssprecherin mitteilte.

Arbeiter bei Desinfektionsarbeiten an einem Schrein in Teheran

Arbeiter bei Desinfektionsarbeiten an einem Schrein in Teheran

Foto: Ebrahim Noroozi/ picture alliance/dpa

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Beginn einer "dritten Welle" der Pandemie nur noch eine Frage der Zeit. Sie könnte nach Einschätzung von Gesundheitsexperten noch weitaus schlimmer werden als die ersten beiden. Kritische Engpässe bei der medizinischen Versorgung infizierter Patienten seien möglich. Besonders schlimm ist die Lage derzeit in den Großstädten, vor allem in der Hauptstadt Teheran mit seinen über 13 Millionen Einwohnern.

Präsident Hassan Ruhani ist der Ansicht, dass die Pandemie ein längerfristiges Problem und ein Lockdown daher keine ideale Lösung sei. Aber die steigenden Fallzahlen und die Befürchtungen der Experten haben auch ihn umgestimmt. "Bei einer neuen Infektionswelle werden wir wohl gezwungen sein, einige Einschränkungen wieder einzuführen", teilte er auf seiner Website mit.

Corona trifft Studenten doppelt

13.09 Uhr: Studenten haben in der Corona-Krise doppelt schlechte Karten auf dem Mietmarkt. Zum einen seien während der Pandemie die Preise für durchschnittliche Musterwohnungen an 29 von 30 untersuchten Hochschulstandorten weiter gestiegen, heißt es in einem Report des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Zum anderen hätten viele Studenten wegen weggefallener Nebenjobs weniger Geld zur Verfügung.

Im Extremfall München legte die Miete für die Durchschnittswohnung demnach um 24 Euro zu. Dort kostete eine Musterwohnung demnach zuletzt 724 Euro, darauf folgen Stuttgart (562 Euro), Freiburg (550 Euro), Frankfurt und Heidelberg (jeweils 508 Euro). Besonders günstig sind hingegen Magdeburg und Leipzig mit 245 beziehungsweise 275 Euro. Hintergrund für die Preissteigerungen sei die allgemein gestiegene Nachfrage im günstigen Mietsegment wegen der Pandemiefolgen.

Der Verlust der Nebenjobs bei vielen Studenten wiege umso schwerer, da der Bafög-Wohnzuschlag an fast keinem der Standorte für die Miete einer studentischen Musterwohnung ausreiche. Damit dürfte laut Report auch die zuletzt wieder leicht positive Entwicklung der studentischen Einkommen auf im Schnitt rund 1000 Euro pro Monat ein Ende gefunden haben.

Widerstand gegen neue Corona-Maßnahmen in Frankreich

In Marseille müssen ab Samstag alle Gastronomiebetriebe schließen

In Marseille müssen ab Samstag alle Gastronomiebetriebe schließen

Foto: ERIC GAILLARD / REUTERS

12.51 Uhr: In Frankreich wächst der Widerstand gegen die erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen: Die besonders betroffene Stadt Marseille nannte die angekündigte Schließung aller Bars und Restaurants einen Affront, ein Regionalvertreter sprach von einer kollektiven Bestrafung durch die Pariser Zentralregierung. Auch in der Hauptstadt mehrten sich die kritischen Stimmen.

Die französische Regierung verweist zur Begründung der neuen Restriktionen darauf, dass die Zahl der Neuinfektionen im Land mit zuletzt 13.000 in 24 Stunden weiter extrem hoch ist. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte, ohne rasches Gegensteuern drohe "in einigen Wochen wieder eine kritische Lage" in den Krankenhäusern.

Festnahmen nach Millionenbetrug mit Atemmasken

12.41 Uhr: Nach einem internationalen Millionenbetrug mit nicht existierenden Masken haben die Ermittler in Bayern die Festnahme mehrerer Verdächtiger verkündet. In Nigeria seien im August die beiden mutmaßlichen Hinterleute gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Traunstein mit. Zwei Männer seien in den Niederlanden im April festgenommen und im Juli zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen Geldwäsche verurteilt worden. Die Masken sollten eigentlich nach Nordrhein-Westfalen gehen. Lesen Sie hier mehr.

Madrid bittet um Soldaten, Polizisten und Ärzte

12.16 Uhr: Angesichts der dramatischen Zunahme der Infektionen in der spanischen Hauptstadt Madrid hat die Regionalregierung "dringend" Soldaten sowie zusätzliche Polizisten und Ärzte von außerhalb angefordert. Das Militär werde für logistische Aufgaben benötigt, die Polizisten sollten bei der Durchsetzung von Beschränkungen der Bewegungsfreiheit helfen. Und die Ärzte würden für die Behandlung von Erkrankten gebraucht, berichtete die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Regionalregierung.

Seit Montag sind bereits 37 Gebiete in sechs Stadtteilen sowie in sieben Kommunen im Umland mit insgesamt etwa 850.000 Einwohnern teilweise abgesperrt. Allerdings dürfen die Menschen ihre Wohngebiete weiter verlassen, um in oft überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder etwa zu einer gerichtlichen Vorladung zu kommen, sodass Experten die Maßnahmen für wenig effizient halten.

Mehr als 40 Schulkinder von Ausbruch in Hamm betroffen

12.11 Uhr: Vom Corona-Ausbruch in Hamm nach einer Hochzeitsfeier sind auch viele Schulkinder betroffen. "Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen", sagte ein Stadtsprecher. Derzeit seien neun Schulen betroffen. Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit.

"Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet." Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben. Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz. "Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erstmal weiter zur Schule gehen", sagte der Sprecher weiter.

In Hamm gilt als Auslöser der dortigen Corona-Welle eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten.

König Willem-Alexander sagt Deutschlandbesuch ab

12.09 Uhr: Der niederländische König Willem-Alexander hat seinen Besuch in Deutschland abgesagt. Das wurde am Donnerstag aus Kreisen der NRW-Landesregierung bekannt. Grund sind demnach die Reisewarnungen in der Corona-Pandemie. Nach Angaben der Uniklinik Münster bleibt es aber beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 29. September in Münster. Ursprünglich wollte sich das Königshaus zusammen mit Steinmeier bei Mitarbeitern der Klinik für ihren Einsatz in der Coronakrise bedanken. In Münster waren zahlreiche Intensivpatienten aus dem Nachbarland behandelt worden.

Urlauberinsel Bali will mit 4400 Influencern Tourismus ankurbeln

11.51 Uhr: Trotz steigender Fallzahlen will Indonesiens Urlaubsinsel Bali mithilfe von 4400 Influencern wieder Touristen anlocken. Von Oktober bis November sollen sie kostenlos auf der Insel reisen und im Rahmen der Kampagne mit dem Titel "We love Bali" in sozialen Medien von ihren Erfahrungen berichten, teilte die örtliche Tourismusbehörde mit.

Die Corona-Pandemie hat Balis Tourismusbranche schwer zugesetzt. Rund 75.000 in dem Sektor tätige Menschen sind dort entlassen oder beurlaubt worden. Seit Ende Juli dürfen Besucher aus anderen Teilen Indonesiens wieder nach Bali reisen. Pläne, die eine Öffnung auch für ausländische Touristen vorsahen, wurden Mitte September nach einem Anstieg der Corona-Fälle vorerst auf Eis gelegt.

Lufthansa will Schnelltests für Passagiere anbieten

11.13 Uhr: Mit verbindlichen Schnelltests unmittelbar vor dem Abflug will der Lufthansa-Konzern wieder mehr Flugreisen auf interkontinentalen Strecken ermöglichen. Zunächst geht es um ein Pilotprojekt auf einigen Verbindungen in die USA, das noch im Oktober starten soll, wie ein Sprecher bestätigte. Negative Testergebnisse sollten die Passagiere von den geltenden bilateralen Einreiseverboten befreien. Dazu bräuchte es auch die Zustimmung der beteiligten Regierungen.

Skiurlaub in Österreich diesen Winter ohne Après-Ski

10.30 Uhr: In Österreich wird es im kommenden Winter in den Skigebieten kein Après-Ski in seiner bisherigen Form geben. "Skivergnügen ja, aber ohne Après-Ski", sagte Kanzler Sebastian Kurz. Ziel sei es, einen sicheren Wintertourismus zu ermöglichen. In Gondeln müsse zudem ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, und in Lokalen darf nur an Tischen gegessen und getrunken werden. Lesen Sie hier mehr.

AstraZeneca kann US-Impfstoffstudie immer noch nicht fortsetzen

10.18 Uhr: Nach der Unterbrechung seiner Corona-Impfstoffstudie wartet der Pharmakonzern AstraZeneca immer noch auf grünes Licht von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für eine Fortsetzung in den USA. AstraZeneca hatte seine Studien mit dem Impfstoff wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden vor Kurzem unterbrechen müssen. Während die britische Studie und auch andere Programme außerhalb der USA inzwischen wieder aufgenommen wurden, liegt die US-Studie des Impfstoffkandidaten immer noch auf Eis.

Berlinern drohen neue Einschränkungen

09.57 Uhr: Auf die Menschen in Berlin könnten wegen der verschärften Corona-Lage laut Regierungschef Michael Müller  neue Beschränkungen zukommen. Er gehe davon aus, dass man wieder Einschränkungen vornehmen müsse vor allem bei Feiern im öffentlichen Raum. "Das wird man so nicht zulassen können, gegebenenfalls auch über Alkoholverbote (...)", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Müller bekräftigte, der Senat werde zunächst "keine weiteren Lockerungen" vornehmen, etwa für Veranstaltungen. Gegebenenfalls gebe es "wieder ein paar Rückschritte bei der Begegnungsmöglichkeit, was die Teilnehmerzahl anbelangt".

Warn-App startet in England mit Verspätung

09.56 Uhr: Eine Corona-App zur Nachverfolgung von Infektionsketten ist in England und Wales mit großer Verspätung gestartet. Die App des nationalen Gesundheitsdienstes NHS steht seit Donnerstag in den gängigen App-Stores zum Herunterladen bereit. "Der heutige Launch ist ein wichtiger Schritt in unserem Kampf gegen diesen unsichtbaren Killer", sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. "Ich empfehle jedem, der kann, die App herunterzuladen, um sich selbst und seine Lieben zu schützen."

Wie auch die deutsche Corona-Warn-App tauscht die englische App Bluetooth-Signale mit anderen Handys aus, um Kontakte anonymisiert nachzuverfolgen. Neben Warnungen nach engen Kontakten zu Infizierten, wie man sie auch von der deutschen App kennt, gibt das englische Programm auch Auskunft darüber, wie hoch das Corona-Risiko im eigenen Postleitzahlengebiet ist.

Corona-Ausbruch bei Fleischverarbeiter in NRW

09.45 Uhr: Bei einem Fleischverarbeiter in Emsdetten ist das Coronavirus ausgebrochen. Nach 26 nachgewiesenen Neuansteckungen sollen dort nun bis Freitag alle rund 300 Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Der Ausbruch ereignete sich unter bulgarischen und ungarischen Leiharbeitern der Firma Allfrisch, die zur Sprehe-Gruppe gehört. Das Unternehmen ist auf die Verarbeitung von Geflügel spezialisiert. IIn den RKI-Zahlen war dieser Ausbruch am Donnerstag noch nicht erfasst.

NRW: Verschärfung der Corona-Auflagen für Privatfeiern geplant

08.55 Uhr: Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun landesweit verschärft werden. "Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dem Radioprogramm WDR 2. Lesen Sie hier mehr.

Neuinfektionen in Israel bleiben hoch - Über 6800 neue Fälle

08.52 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen bleibt in Israel äußerst hoch. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Vortag 6808 neue Fälle registriert. Das ist nach den 6995 Infektionen vom Dienstag der zweithöchste jemals verzeichnete Wert.

Seit Freitag gilt in Israel ein mindestens dreiwöchiger Lockdown. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine Verschärfung für zwei Wochen ab diesem Freitag angekündigt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge stimmte das Kabinett dem Vorhaben zu. Details zu den Plänen lagen zunächst nicht vor.

Trump erwägt, strengere Impfstoffrichtlinien zu blockieren

08.51 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwägt, strengere Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde FDA für die Notfallgenehmigung eines Impfstoffs nicht zu genehmigen. "Wir schauen uns das an, und das Weiße Haus muss dem zustimmen. Wir können es genehmigen oder auch nicht", sagte Trump am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Die "Washington Post" hatte zuvor berichtet, die FDA wolle Leitlinien zur Stärkung der Transparenz und des öffentlichen Vertrauens veröffentlichen. Gesundheitsexperten hatten sich zunehmend besorgt gezeigt, dass die US-Regierung in das Genehmigungsverfahren für einen Impfstoff eingreifen könnte, um dieses zu beschleunigen.

Trump hatte wiederholt beschworen, dass ein Impfstoff noch vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November zur Verfügung stehen könnte. Er sehe keinen Grund, warum ein Impfstoff verzögert werden müsse, und sagte, ein solcher Vorschlag der FDA sei politisch motiviert. Er habe "enormes Vertrauen" in die Impfstoffhersteller. Allerdings dürften nur wenige Unternehmen ihre Studienergebnisse bereits vor der Wahl vorliegen haben.

Röttgen: Zweiter Lockdown ist nicht auszuschließen

08.46 Uhr: Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, will nicht ausschließen, dass wegen der steigenden Corona-Zahlen wie im Frühjahr weite Teile des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens heruntergefahren werden müssen. Röttgen sagte am Donnerstag in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" zu einem möglichen zweiten Lockdown: "Man kann nichts ausschließen, wenn es darum geht, diese Pandemie wieder unter Kontrolle bringen zu müssen."

Zuvor hatte der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach erklärt, er gehe nicht von einem zweiten Lockdown aus. "Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, halte ich für gleich null", sagte er dem Nachrichtenportal watson.de (Donnerstag). Die Bevölkerung werde größtenteils freiwillig tun, was notwendig sei, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. "Da bin ich absolut sicher."

Italien: Conte sieht keinen zweiten kompletten Lockdown

08.01 Uhr: Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte rechnet nicht mit einem zweiten flächendeckenden Lockdown im Kampf gegen eine erneute Ausbreitung des Coronavirus. "Heute ist die Situation in Italien sicherlich besser als in anderen europäischen Ländern, und wir sind besser vorbereitet auf ein mögliches Wiederaufleben der Ausbreitung des Virus - auch das Gesundheitssystem", sagte Conte der Tageszeitung "La Stampa" (Donnerstagausgabe). "Derzeit schließe ich die Möglichkeit eines allgemeinen Lockdowns aus. Es könnte - falls nötig - gezielte Schließungen geben."

Italien gehörte während der ersten Welle der Pandemie zu den am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Die Regierung in Rom hatte darauf mit strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen reagiert. Die Zahlen steigen aber wieder. So unterschiedlich meisterte Europa die erste Welle.

Jedes zweite EU-Land teilweise Risikogebiet

05.55 Uhr: Die Bundesregierung hat Regionen in elf EU-Ländern zu Risikogebieten erklärt und warnt nun vor Reisen dorthin. Darunter sind direkt an Deutschland grenzende Regionen in Tschechien und Österreich sowie die Hauptstädte Dänemarks, Portugals und Irlands - Kopenhagen, Lissabon und Dublin. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten zumindest teilweise wieder als Risikogebiete ausgewiesen.

Erstmals wurden am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien wegen der rasant steigenden Infektionszahlen zu Risikogebieten erklärt. In Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn kamen weitere Gebiete hinzu.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann in Quarantäne bleiben, bis das Ergebnis da ist. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Israel verschärft Lockdown

05.51 Uhr: In Israel hat die Regierung eine Verschärfung des Lockdowns beschlossen, wie das Nachrichtenportal YNet berichtet. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe zuvor gewarnt, dass der Anstieg der Neuinfektionen das Land an den Rand des Abgrunds bringe. Seit dem 18. September befindet sich Israel in einem zweiten Lockdown.

2143 neue Infektionen und 19 weitere Todesfälle in Deutschland

05.32 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 2143 neue Fälle, in denen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit liegt die Gesamtzahl nun bei 278.070.19 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Die vom RKI errechnete Zahl der Todesfälle steigt damit auf 9428.

Wirtschaftsminister Altmaier 'vorsorglich' in häuslicher Quarantäne

05.17 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich am Mittwoch freiwillig in Quarantäne begeben. Das teilte Altmaier über Twitter mit. Er habe am Nachmittag erfahren, dass ein beim Handelsministerrat in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv auf Corona getestet worden sei. "Ich habe mich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben", twitterte der Minister. "Ich wurde am Freitag negativ getestet, es geht mir sehr gut."

Kurz zuvor hatte sich Außenminister Heiko Maas (SPD) wegen der Corona-Infektion eines seiner Personenschützer in Quarantäne begeben. Ein erster Test auf eine Covid-19-Erkrankung sei am Mittwoch aber negativ gewesen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde nun geklärt, ob weitere Personen betroffen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen seien.

2500 Studierende an Schweizer Hotelfachschule in Quarantäne

03.23 Uhr: Rund 2500 Studierende einer renommierten Hotelfachschule in der Schweiz sind unter Corona-Quarantäne gestellt worden. Die Maßnahme betrifft etwa Dreiviertel aller Studierenden an der École hôtelière de Lausanne (EHL), wie die Behörde des Schweizer Kantons Waadt mitteilte. Sie müssen in ihren Wohnungen bleiben, die teilweise auf dem Campus liegen. Die Quarantäne gilt bis Montag.

Nach Angaben des Kantonsarztes Karim Boubaker wurde bei elf Studierenden des Bachelor-Studiengangs eine Corona-Infektion festgestellt. Nach Angaben der Behörden sind mutmaßlich eine oder mehrere Partys von Studierenden für den Ausbruch des Erregers verantwortlich.

Der Unterricht soll vorerst über das Internet fortgeführt werden, wie die EHL-Direktion nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur sda mitteilte. Die EHL gilt als eine der besten Hotelfachschulen der Welt. An ihr werden Studenten aus aller Welt ausgebildet.

Metropolitan Opera öffnet erst im Herbst 2021 wieder

02.20 Uhr: Die renommierte New Yorker Metropolitan Opera hat ihre Wiederöffnung angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie um weitere neun Monate verschoben. Erst Ende September 2021 solle eine neue Spielzeit beginnen, hieß es in einer Mitteilung. Die Entscheidung sei "extrem schwierig" gewesen, habe aber nach Beratung mit Gesundheitsexperten so getroffen werden müssen. Zuvor hatte die seit März wegen der Coronakrise geschlossene Oper geplant, mit einer Gala am 31. Dezember 2020 ihre Türen wieder für Besucher zu öffnen.

Die Coronakrise trifft die Kulturbranche der Millionenmetropole New York, die im Frühjahr eines der weltweiten Epizentren der Pandemie war, seit Monaten hart. Museen dürfen inzwischen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Zahlreiche andere Kultureinrichtungen, wie etwa die Theater des berühmten Broadway, haben aber bereits angekündigt, in diesem Jahr nicht mehr aufzumachen.

Auch Wirtschaftsminister Altmaier in Quarantäne

00.10 Uhr: Nach Außenminister Heiko Maas hat sich auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Corona-Quarantäne begeben. "Heute Nachmittag erfuhr ich, dass ein beim Handelsministerrat in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv auf Corona getestet wurde", twitterte Altmaier. "Ich habe mich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Ich wurde am Freitag negativ getestet, es geht mir sehr gut", schrieb er.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Am Montag war Altmaier Gastgeber beim EU-Handelsministertreffen in Berlin und hatte dabei die strengen Corona-Auflagen für das Treffen hervorgehoben. Zuvor hatte am Mittwoch auch das Auswärtige Amt mitgeteilt, dass sich Maas (SPD) in Quarantäne begeben habe, weil einer seiner Personenschützer infiziert sei. Deshalb muss Maas auch seine geplante Reise nach Jordanien absagen. Ein erster Corona-Test bei dem Minister sei negativ ausgefallen, teilte eine Sprecherin mit.

"Kompletter Lockdown" in Israel

00.01 Uhr: Nach der Verkündung von Rekordzahlen sollen die Lockdown-Bestimmungen in Israel verschärft werden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte in einer Videobotschaft an, dass der seit vergangenen Freitag geltende, ohnehin schon verschärfte Lockdown ab kommenden Freitag für zwei Wochen in einen "kompletten Lockdown" umgewandelt werden solle. Details nannte der Regierungschef zunächst nicht.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass für Dienstag 6950 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet wurden. So viele neue Fälle an einem Tag wurden bislang noch nicht registriert. Die Zahl der Tests hatte zuletzt ebenfalls zugenommen, die Quote der positiven Tests betrug aber sehr hohe 11,7 Prozent. Zum Vergleich: In Israel leben rund neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner, dort wurden zuletzt 1769 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ausgewiesen.

Seit Freitag gilt in dem Mittelmeerstaat erneut ein Lockdown. Die Menschen müssen sich mit Schulschließungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit arrangieren. Die Regierung will mit den Restriktionen eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. Ein Auslöser war die Warnung von Krankenhausleitern vor drohenden Kapazitätsgrenzen. Das Gesundheitsministerium ordnete an, dass ab sofort Sanitäter zur Unterstützung des Personals in Kliniken eingesetzt werden sollen.

lmd/bah/Reuters/dpa/sid/AFP/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.