Corona-News am Donnerstag Impfbereitschaft steigt in Deutschland

In einer Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend haben sich 54 Prozent für eine Impfung ausgesprochen. Und: Das Saarland erlaubt Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen. Der Überblick am 7. Januar.
In Deutschland sinkt die Angst vor der Impfung (Symbolbild)

In Deutschland sinkt die Angst vor der Impfung (Symbolbild)

Foto: Matthias Rietschel/ AP

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+++ Umfrage – Impfbereitschaft steigt in Deutschland +++

20.38 Uhr: Die Bereitschaft zur Impfung gegen das Coronavirus hat laut einer Umfrage in Deutschland zugenommen. In einer Befragung von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend  von Anfang der Woche gaben 54 Prozent an, sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen – das waren 17 Prozentpunkte mehr als im November 2020. Weitere 21 Prozent sagten, sie wollten sich wahrscheinlich impfen lassen (minus 13 Prozentpunkte). Die Impfbereitschaft sei in allen Altersgruppen gewachsen, insbesondere aber bei den Menschen unter 65 Jahren. Nach wie vor zeigten sich jüngere Menschen gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als ältere.

Rund 36 Prozent der Befragten bezeichneten das Tempo der begonnenen Corona-Impfungen als angemessen, mehr als die Hälfte (52 Prozent) empfinden es als zu langsam. 70 Prozent erklärten, es sei richtig gewesen, dass die EU-Länder die Impfstoffe gemeinsam bestellt haben. 26 Prozent halten das für falsch

Netanyahu sagt über 16-Jährigen in Israel Impfung bis Ende März zu

23.51 Uhr: Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat allen Bürgern Israels ab 16 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus bis spätestens Ende März zugesagt. Der Regierungschef verwies dabei am Donnerstagabend in einem kurzfristig einberaumten Statement auf eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer zur Lieferung von dafür ausreichenden Impfstoff. Das Vorhaben trägt Netanyahu zufolge den Namen »Rückkehr ins Leben«. Der erste Impfstofftransport im Zuge des Vorhabens soll am Sonntag in dem Land eintreffen.

Israel werde das erste Land sein, das die Coronakrise hinter sich lasse, sagte Netanyahu. Israel solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

Die Impfkampagne auf freiwilliger Basis in Israel war knapp eine Woche vor Weihnachten gestartet. Seither erhielten nach offiziellen Angaben knapp 1,6 Millionen Menschen eine Impfung. In der Nacht auf Freitag sollte in Israel ein dritter landesweiter harter Lockdown beginnen.

Bei Flügen aus Irland ab Samstag negativer Corona-Test nötig

23.11 Uhr: Wer aus Irland nach Deutschland mit dem Flugzeug einreist, muss ab Freitag vor Abreise einen negativen Corona-Test absolvieren. »Ab dem 08.01.2021 dürfen Flüge aus der Republik Irland in die Bundesrepublik Deutschland nur unter der Bedingung durchgeführt werden, dass Fluggäste vor der Abreise einen negativen Test auf SARS-CoV-2 vorweisen können«, teilte das Bundesverkehrsministerium am Donnerstagabend in einer Allgemeinverfügung mit. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden vor Einreise sein. Kinder unter sechs Jahren seien von dieser Regelung ausgenommen. Begründet wird die Maßnahme mit der raschen Ausbreitung einer neuen, womöglich ansteckenderen Coronavirus-Variante in Großbritannien und Irland.

Das Auswärtige Amt hatte am Donnerstagabend für ganz Irland vor nicht notwendigen touristischen Reisen nach Irland ab Samstag gewarnt . Bisher gilt dies nur für einige Regionen. Das Robert Koch-Institut hatte zuvor ganz Irland zum Risikogebiet erklärt .

Deutschland bekommt jetzt über 60 Millionen BioNTech-Impfdosen

22.30 Uhr: Deutschland wird über EU-Verträge nun mehr Impfdosen der Firma BioNTech bekommen. War bisher von rund 55 Millionen Impfdosen ausgegangen worden, so rechnet das Gesundheitsministerium nun mit gut 60 Millionen Impfdosen . Grund dafür ist, dass nicht alle anderen EU-Partner, den ihnen zustehenden Anteil abnehmen wollen. Zusammen mit den 30 Millionen Dosen aus bilateralen Vereinbarungen beziehe Deutschland nun rund 90 Millionen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums laut der Nachrichtenagentur Reuters. »Die bilaterale Vereinbarung beeinflusst weder die Vertragsgestaltung der EU mit BioNTech noch verzögert sie die Auslieferung des Impfstoffs an die Mitgliedstaaten«, betonte er.

Italien erwartet Moderna-Impfstoff kommende Woche

21.48 Uhr: Italien erwartet schon bald den erst kürzlich von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassenen Corona-Impfstoff von Moderna. Im Laufe der kommenden Woche würden wenige erste Dosen eintreffen und mithilfe des Militärs an die Standorte verteilt, an denen sie verabreicht werden, sagte der für den Corona-Notzustand einberufene Kommissar Domenico Arcuri.

Zuvor hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza bestätigt, dass die italienische Arzneimittelagentur ihre Zustimmung für den Moderna-Impfstoff gegeben hatte. »Von heute an haben wir ein Instrument mehr für unsere Impfkampagne«, schrieb er. Auch das Vakzin von Pfizer und BioNTech kommt in Italien bereits zum Einsatz.

Italien und seine rund 60 Millionen Einwohner wurden hart von der Coronakrise getroffen. Bislang starben mehr als 77.000 Menschen mit Sars-CoV-2. Die Behörden verzeichneten mehr als 2,2 Millionen Infektionen. Am Donnerstag meldeten sie rund 18.000 Neuinfektionen und etwa 400 Corona-Tote binnen eines Tages.

Zwei Cluster von Corona-Mutationen in Frankreich nachgewiesen

21.22 Uhr: Die zuerst in Großbritannien entdeckte ansteckendere Variante des Coronavirus zirkuliert möglicherweise inzwischen auch in Frankreich. Insgesamt seien zwei »gefährliche Cluster« der Virusmutation in den Regionen Bretagne und Île-de-France entdeckt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Für den Cluster der Île-de-France lasse sich keinerlei Verbindung mit Großbritannien feststellen, hieß es in der Erklärung weiter. Die Person, die das Virus dort weitergeben habe, sei nicht in Großbritannien gewesen und habe auch keinen Kontakt zu Reisenden aus dem Vereinigten Königreich gehabt. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, seien bei beiden Clustern strikte Quarantänemaßnahmen ergriffen worden.

Insgesamt wurden dem laut dem Ministerium 19 Infektionsfälle mit dem mutierten Virus registriert. Drei weitere Infektionen lassen sich demnach auf eine zweite Mutation zurückführen, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Beide Varianten sind ersten Erkenntnissen zufolge deutlich ansteckender als die bisher bekannten Virusstämme. Es gibt jedoch keine Hinweise, dass sie für den Einzelnen gefährlicher wären.

Saarland erlaubt Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen

20.20 Uhr: Das Saarland will bei den verschärften Corona-Bestimmungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen wie auch Berlin Härtefälle berücksichtigen. Das gaben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung bekannt, bei der Änderungen der Rechtsverordnung für Maßnahmen in der Corona-Pandemie beschlossen worden waren. Die verschärften Regeln gelten ab Montag bundesweit.

So soll im Saarland eine wechselseitige Kinderbetreuung zwischen zwei festen Bezugshaushalten zulässig sein und auch, dass statt einem zwei Kinder zur Betreuung bei den Großeltern abgegeben werden dürfen. Außerdem können beispielsweise Tochter und Ehemann gemeinsam pflegebedürftige Eltern besuchen. Auch in Berlin soll es eine Ausnahmeregelung für Alleinerziehende geben. Die Runde im Saarland entschied zudem, dass auch die Bewegungsbeschränkungen in Hotspots weniger restriktiv als in anderen Bundesländern ausfallen sollten: Die 15-Kilometer-Grenze für Landkreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufweisen, soll explizit nur für tagestouristische Ausflüge gelten. Private Besuche können dadurch noch möglich sein.

Die Länderchefs hatten sich am Dienstag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf geeinigt, dass private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes mit maximal einer weiteren Person gestattet sind.

Spanien übersteigt Schwelle von zwei Millionen infizierten

20.03 Uhr: Nach den Weihnachtstagen schnellt die Zahl der Corona-Infektionen in Spanien wieder in die Höhe: Am Donnerstag überschritt die offizielle Gesamtzahl die Schwelle von zwei Millionen. Mit mehr als 42.000 Neuinfektionen binnen 48 Stunden stieg die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf mehr als 2,02 Millionen. Insgesamt verzeichnet das Land seit Beginn der Pandemie knapp 51.700 Todesfälle.

Laut einer Mitte Dezember von der spanischen Regierung veröffentlichten Studie haben sich jedoch in der Realität deutlich mehr Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert als registriert. Demnach haben sich bereits zehn Prozent der Bevölkerung angesteckt, das wären rund 4,7 Millionen Menschen. Trotz des Anstiegs der Neuansteckungen will die Regierung in Madrid im Gegensatz zu vielen anderen EU-Ländern keinen erneuten Lockdown verhängen. Sie vertritt die Ansicht, dass die bereits geltenden Einschränkungen ausreichen.

Großbritannien will neue Medikamente gegen Covid-19 einsetzen

19.20 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Großbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen. Man werde ab sofort die »lebensrettenden« Medikamente Tocilizumab and Sarilumab einsetzen, kündigte der britische Premier Boris Johnson an.

Dies könne die Todesrate von Covid-19-Patienten signifikant senken sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen. Üblicherweise werden die Medikamente der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge bei rheumatischer Arthritis eingesetzt.

Frankreichs Grenze zu Großbritannien bleibt wegen Corona geschlossen

19.15 Uhr: Wegen der mutierten Variante des Coronavirus bleibt Frankreichs Grenze zu Großbritannien für Reisende auf Weiteres geschlossen. Diejenigen, die reisen dürfen, müssten automatisch einen Test vorlegen, wenn sie Frankreich betreten, sagte Premier Jean Castex am Donnerstagabend.

Den Gesundheitsbehörden zufolge gibt es in Frankreich zwei Cluster der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen mutierten Form des Coronavirus. Vor Weihnachten war es in der Grenzregion Kent zu Chaos gekommen, weil Frankreich die Grenze überraschend geschlossen hatte. Tausende von Fernfahren hatten tagelang in ihren Lastwagen ausharren müssen.

Ramelow: »Richtiger Lockdown« zur Pandemiebekämpfung nötig

19.10 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für noch weitreichendere Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen. »Wir müssen endlich in einen richtigen Lockdown gehen«, sagte der Linke-Politiker im Interview der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« (Freitag). Er ärgere sich, dass der Dezember mit seinen vielen Feiertagen nicht für eine bundesweit Generalpause genutzt worden sei. »Alles, was nicht lebensnotwendig ist oder systemisch nicht abgestellt werden kann, hätte vier Wochen lang angehalten werden müssen.«

Französische Behörden empfehlen Verzögerung von zweiter Impfung

19.00 Uhr: Die französische Gesundheitsbehörde rät dazu, die zweite Dosis des Impfstoffs von BionTech verzögert zu verabreichen. Die Impfung könne bis zu sechs Wochen nach der ersten Immunisierung erfolgen, sagte Gesundheitsminister Olivier Veran. Ursprünglich sollten Geimpfte die zweite Dosis bereits nach drei Wochen erhalten.

Erstmals neue Variante des Coronavirus in Sachsen nachgewiesen

18.50 Uhr: In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Donnerstag mitteilte, trat die Mutation bei einer Person aus Dresden auf, die aus Großbritannien zurückgekehrt war.

Das Gesundheitsamt gehe nicht davon aus, dass die Gefahr einer weiteren Verbreitung bestehe, hieß es. Die betroffene Person habe sich nach der Ankunft in Dresden sofort in Quarantäne begeben. Die Virus-Variante sei durch ein strichprobenartiges Screening positiver Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden.

Statt Lockdown – Britischer Minister für wiederholte Impfungen

17.20 Uhr: Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hält weitere Lockdowns in England für unwahrscheinlich. Er habe aber »absolut keine Zweifel«, dass Tests und Impfstoffprogramme bis 2022 zum Alltag gehören werden. Es sei zudem ungewiss, wie lange die Immunität durch die Impfstoffe anhalte. Eine erneute Impfung sei möglicherweise alle sechs bis 12 Monate erforderlich.

Die Corona-Infektionen in Großbritannien geraten zunehmend außer Kontrolle: Zuletzt registrierten die Gesundheitsbehörden fast 53.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die neue und wohl deutlich ansteckendere Coronavirus-Variante lässt die Fallzahlen nach oben schießen. Besonders in London könnten Krankenhäuser bald an ihrer Belastungsgrenze sein.

Neuinfektionen in Irland sinken

16.45 Uhr: In Irland berichtet der Chef des nationalen Gesundheitsdienstes von Hinweisen darauf, dass die Coronavirus-Ausbreitung durch den verschärften Lockdown verlangsamt wird. Es gebe »erste Anzeichen einer sinkenden Anzahl von Neuinfektionen«, sagt Paul Reid auf einer Pressekonferenz. Auch die Kontakte würde reduziert.

Länder sollen am Freitag 667.875 Impfdosen bekommen

16.12 Uhr: Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine weitere Lieferung des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in sechsstelliger Größenordnung erhalten. Sie sollen insgesamt 667.875 Impfdosen erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4875 Dosen. Somit soll die weitere Auslieferung der Impfdosen wie bereits angekündigt ablaufen.

WHO sieht Europa in »alarmierender Lage«

15.11 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist alarmiert angesichts der Ausbreitung einer besonders ansteckenden Variante des Coronavirus und der allgemein steigenden Ansteckungszahlen in Europa. Die europäischen Staaten müssten noch größere Anstrengungen im Kampf gegen das Virus unternehmen, forderte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in Kopenhagen. In Großbritannien, wo die neue Variante besonders grassiert, werden die Krankenhausbetten für Corona-Patienten knapp.

Europa befinde sich in einer »alarmierenden Lage«, in der es gleichzeitig von einem deutlichen Anstieg der Neuinfektionen und der erstmals in England aufgetretenen Virusmutation betroffen sei, sagte Kluge. »Das bedeutet, dass wir für eine kurze Zeit mehr tun müssen, als wir bisher getan haben.«

Konkret forderte der Regionaldirektor, die allgemein bekannten Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen nochmals zu »intensivieren«. Nur so könnten die Neuansteckungen reduziert, die Gesundheitsdienste entlastet und Leben gerettet werden. Gepaart mit einer angemessenen Anzahl von Tests, der Einhaltung der Quarantäneregeln sowie mit Impfungen »werden diese Maßnahmen funktionieren, wenn wir alle mitmachen«.

Zahl der Verkehrstoten in Spanien auf niedrigstem Stand seit 1960

15.10 Uhr: Der Lockdown in Spanien bringt die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1960. Durch das verringerte Verkehrsaufkommen seien im vergangenen Jahr 870 Menschen weniger in tödliche Autounfälle verwickelt gewesen als 2019, teilt das Innenministerium in Madrid mit. Von Mitte März bis Ende Juni verhängten die spanischen Behörden eine der strengsten Abriegelungen in Europa, da das Land zu den am stärksten betroffenen Ländern gehörte. Einschränkungen für den Tourismus aus dem Ausland während des Sommers reduzierten den Autoverkehr zusätzlich.

Israels Präsident mahnt zum Befolgen der Corona-Regeln

14.32 Uhr: Vor Beginn eines verschärften Lockdowns in Israel hat Präsident Reuven Rivlin die Menschen zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. Ein Nichtbefolgen untergrabe die gemeinsamen Bemühungen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sagte Rivlin nach Angaben seines Büros in einer Rede an die Nation. Dadurch bestehe auch die Gefahr, Gräben zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen zu vertiefen. »Es kommen bessere Tage«, sagte Rivlin mit Blick auf die laufende Impfkampagne. Vorerst gelte es aber noch, geduldig und diszipliniert zu sein.

Ab Mitternacht sollte in Israel ein seit Ende 2020 geltender Teil-Lockdown für zwei Wochen verschärft werden. Versammlungen werden noch stärker eingeschränkt. Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen müssen bis auf wenige Ausnahmen schließen – wie auch Betriebe und Unternehmen aus nicht lebensnotwendigen Bereichen.

Zahl der Firmenpleiten steigt deutlich

14.30 Uhr: Nach der Rückkehr zu strengeren Meldepflichten müssen deutlich mehr Unternehmen die Insolvenz beantragen – das zeigt eine neue Auswertung. Eine Corona-Pleitewelle ist demnach aber bislang ausgeblieben. Lesen Sie hier mehr.

Kanzleramtschef mahnt Länder zur Einhaltung der Corona-Regeln

Kanzleramtschef Helge Braun (Archivbild)

Kanzleramtschef Helge Braun (Archivbild)

Foto:

Kay Nietfeld/ dpa

12.45 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun warnt vor einem deutlich längeren Corona-Lockdown in Deutschland, wenn die Bundesländer die gemeinsam getroffenen Corona-Beschlüsse nicht konsequent umsetzen. »Mit jeder Lockerung jetzt ist die Wahrscheinlichkeit auf noch länger notwendige Beschränkungen immer größer«, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. Er spielte darauf an, dass etliche Länder wie Niedersachsen und Baden-Württemberg bereits Mitte des Monats Grundschulen teilweise wieder öffnen wollen. Er habe die »große Sorge«, dass der Effekt des Lockdowns gemindert werde und die Zahl der Neuinfektionen bis Ende Januar nicht ausreichend sinken werde, sagte der Kanzleramtschef.

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Braun warnte zudem vor einem völligen Kontrollverlust durch die Ausbreitung der Virus-Mutationen, wie sie in Großbritannien und Irland registriert werden. Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossene harte Kurs sei gerade angesichts der Mutationen dringend nötig. Das gelte auch für die gemeinsam verabredete Bewegungsbeschränkung auf 15 Kilometer in Corona-Hotspots. »Wenn sich auf dem hohen Infektionsniveau, das wir haben, die Mutationen ausbreiten, dann wird es sehr schwer, ein Wachstum der Infektionszahlen überhaupt noch in den Griff zu bekommen.« Dann käme man in der nächsten Bund-Länder-Runde am 25. Januar möglicherweise auch an »maximalen Beschränkungen« nicht mehr vorbei. »Deshalb muss man, bevor sich die Mutation in Deutschland ausbreiten kann, das Infektionsgeschehen insgesamt unter Kontrolle bekommen«, forderte Braun. 

 Mehr als 417.000 Corona-Impfungen in Deutschland

12.41 Uhr: Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel, damit nun mindestens 417.060 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Donnerstag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 84 000 Geimpften laut RKI. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Britische Kliniken wegen Corona zunehmend unter Druck

12.06 Uhr: Krankenhäuser in London könnten in spätestens zwei Wochen wegen der Corona-Pandemie an ihre Grenzen kommen. Die britische Hauptstadt bereitet sich auf das Schlimmste vor. Lesen Sie hier mehr.

Flugverkehr sinkt auf Niveau der Achtzigerjahre

12.04 Uhr: Die Coronakrise hat den Flugverkehr in Deutschland mehr als halbiert. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) teilte mit, sie habe 2020 insgesamt 1,46 Millionen Starts, Landungen und Überflüge kontrolliert und damit 56 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieses Niveau sei so niedrig wie vor der Wiedervereinigung Ende der Achtzigerjahre. Die Reisebeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie hätten vor allem den Passagierverkehr getroffen, erklärte DFS-Betriebsgeschäftsführer Dirk Mahns.

Die beiden großen Drehkreuze Frankfurt und München hätten die größten Verluste verzeichnet. An den Berliner Flughäfen Tegel, Schönefeld und dem neu eröffneten Flughafen Berlin-Brandenburg sank die Zahl der Flugbewegungen um zwei Drittel gegenüber dem Rekordjahr 2019 auf 105.000. Die Passagierzahl belief sich mit 9,1 Millionen auf nur ein Viertel des Vorjahres, wie der Airport mitteilte.

Merkel: Haben schwerste Monate der Pandemie noch vor uns

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Foto: Kay Nietfeld / dpa

11.28 Uhr: Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch keine Entwarnung möglich. »Natürlich haben wir die schwersten Monate – das kann man, glaube ich, erahnen – der Pandemie noch vor uns«, sagte Merkel bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Dies sei jedoch »gepaart mit einem Stück Hoffnung« durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe.

Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie »eine noch größere Herausforderung« werden. »Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden«, betonte die Kanzlerin.

Cyberangriff bremst Thüringer Impfportal aus

11.27 Uhr: Auf das Thüringer Terminvergabeportal für die Corona-Impfungen hat es laut dem Gesundheitsministerium einen Cyberangriff gegeben. Zum Start des Onlineportals am 30. Dezember seien mehr als 158.000 Anfragen an den Server geschickt worden, sodass dieser überlastet wurde, bestätigte ein Ministeriumssprecher. Zuvor hatte MDR Thüringen darüber berichtet.

Das Problem habe kurzfristig behoben werden können. Allerdings seien Impftermine verfallen, da mehrere hundert Betroffene in dieser Zeit auf Buchungsanfragen keinen Bestätigungslink erhalten hätten. Die Impfwilligen seien deshalb alle per Mail angeschrieben und gebeten worden, einen neuen Termin zu buchen. Dafür sei im Terminbuchungsportal bis Donnerstagmittag ein Exklusivzugang geschaltet gewesen.

Über das Internetportal sollen voraussichtlich an diesem Freitag wieder regulär Impftermine gebucht werden können. Um noch Termine für die Telefonvergabe freizuhalten, war das Portal aufgrund der großen Nachfrage in der vergangenen Woche bereits nach einem Tag wieder geschlossen worden. Auch zum Start der Telefon-Hotline an diesem Montag war es aufgrund eines Stromausfalls zu Serverproblemen gekommen.

Tschechien verlängert Lockdown-Maßnahmen bis 22. Januar

11.18 Uhr: Tschechien hat die bestehenden Lockdown-Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verlängert. Die höchste Corona-Warnstufe der Regierung gilt vorerst bis zum 22. Januar. Weitere Verschärfungen seien nicht ausgeschlossen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatný am Donnerstag in Prag. Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens.

Großbritannien kündigt neue Corona-Maßnahmen für Einreisen an

11.05 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, will Großbritannien neue Maßnahmen an seinen Grenzen einführen. Die Vorschriften würden »in den nächsten Tagen« verkündet, sagte Innenministerin Priti Patel dem Sender BBC Radio 4. »Reisen sollten nur unter sehr strengen Regeln stattfinden«, sagte Patel. Die Menschen sollten zu Hause bleiben und nur ins Ausland reisen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung hätten.

Premierminister Boris Johnson wollte sich am Donnerstagabend um 18.00 Uhr (MEZ) zur Corona-Lage äußern. Er hatte zuletzt Maßnahmen angekündigt, die sicherstellen sollen, dass Einreisende auf das Coronavirus getestet werden. Im Gespräch ist die Pflicht, an der Grenze ein negatives Testergebnis vorzulegen. Ausgenommen sein sollen demnach Lastwagenfahrer.

Kinderärzte fordern schnellere Corona-Impfungen für Minderjährige

10.28 Uhr: Deutschlands Kinderärzte haben schnellere Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche gefordert, damit Kitas und Schulen wieder öffnen können. Dass sie beim Impfen hinten anstünden, sei bitter, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der »Neuen Osnabrücker Zeitung«.

»Daher erwarten wir, dass beim Impfen für Kinder mehr Tempo gemacht wird, um endlich die Situation an Schulen und Kitas dauerhaft zu entspannen«, sagte Fischbach. Impfungen von Minderjährigen sind in der Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht vorgesehen. Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

»Es ist problematisch, dass die Zulassung eines Impfstoffs für Kinder in der gegenwärtigen Aufgeregtheit über die Impfstoffknappheit für Erwachsene aus dem Blick gerät«, kritisierte Fischbach. Es brauche »so schnell wie möglich auch geeignete Vakzine für Kinder und Jugendliche«. Die Testung und Zulassung solle mit Hochdruck vorangetrieben werden, forderte der BVKJ-Präsident.

Hochschulen setzen primär auf digitale Prüfungsformen

09.55 Uhr: An den deutschen Hochschulen wird es nach Einschätzung des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, wegen des Infektionsgeschehens aktuell kaum Prüfungen im Präsenzformat geben. Viele Hochschulen entwickelten stattdessen »flexible Lösungen und unterschiedliche Formen für neue, digitale Prüfungsformate«, die sie auch erfolgreich einsetzten, sagte Alt der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Präsenzprüfungen seien allerdings durch die Corona-Verordnungen der Länder erlaubt und blieben möglich.

Insgesamt rechnet Alt mit zunehmenden Schwierigkeiten für den Hochschulbetrieb bei einem Fortdauern der Pandemie. Mit der Zeit wüchsen auch die Herausforderungen, Studenten beim Lernen individuell zu unterstützen. Der persönliche Austausch bleibe für das akademische Leben zentral und sei virtuell schwer zu ersetzen.

Deutsche Schüler in England in Quarantäne

09.49 Uhr: Eine Schülergruppe einer Privatschule aus Torgelow (Mecklenburgische Seenplatte) befindet sich derzeit in Großbritannien in Quarantäne. Dabei handelt es sich um elf Mädchen und Jungen einer neunten Klasse und zwei Betreuer des Schlossgymnasiums mit Internat bei Waren an der Müritz, wie Leiter Mario Lehmann sagte. Die Klasse sei am Montag von Berlin aus mit allen nötigen Genehmigungen zu einem regulären Schüleraustausch in die Nähe von Oxford geflogen, dort dann aber von den plötzlich verhängten Corona-Schutzmaßnahmen in England überrascht worden. Die Schüler kommen aus acht Bundesländern, darunter Berlin, SachsenRheinland-PfalzSchleswig-HolsteinHamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatte der Neubrandenburger »Nordkurier« über den Fall berichtet. An der Internatsschule Torgelow lernen 250 Schüler aus Deutschland und dem Ausland.

Die betroffenen Neuntklässler waren die zweite neunte Klasse, die in diesem Schuljahr – ungeachtet der Corona-Einschränkungen in Deutschland – aus Torgelow den Schüleraustausch mit England praktizieren sollte. Sie waren mit negativen Tests aus den Weihnachtsferien nach Berlin gekommen und von dort geflogen. »Wenn die zehn Tage Quarantäne in England um sind, können sie an die englische Schule, aber dort lernen derzeit nur internationale Schüler«, sagte Lehmann. Die englischen Schüler dürften derzeit dort nicht zur Schule. Insofern müsse entschieden werden, ob der Austausch Sinn mache oder die Gruppe lieber wieder zurückgeholt werde.

In Deutschland bislang rund 800 Kinder mit Corona im Krankenhaus

09.47 Uhr: Der Dresdner Kinderarzt und Infektiologe Reinhard Berner hat die andauernden Schließungen von Schulen und Kitas kritisiert. »Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie«, sagte der Leiter der Kinderklinik des Universitätsklinikums Dresden den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag. Wissenschaftlich gesehen gebe es »keine klaren Gründe, warum Kitas und Schulen längerfristig geschlossen bleiben sollen«.

Berner zufolge wurden in Deutschland von März bis Ende Dezember etwa 800 Kinder mit dem Coronavirus in Krankenhäusern behandelt. Das geht demnach aus dem Register der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hervor. Der Spezialist für Infektionskrankheiten bei Kindern bewertete diese Zahl als »enorm wenig«, wenn man sie auf die Gesamtzahl der 14 Millionen Kinder und Jugendlichen in Deutschland beziehe.

Neuer Tageshöchstwert an Corona-Todesfällen in USA – 3865 Tote

09.26 Uhr: Den zweiten Tag in Folge haben die USA einen Höchstwert bei Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden verzeichnet. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Mittwoch 3865 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Am Vortag waren es 3775 gewesen, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden.

Greenpeace kritisiert drohende Vernichtungswelle bei neuer Kleidung

09.15 Uhr: Der verlängerte Shutdown in der Corona-Pandemie verhindert den Verkauf zahlreicher Modeartikel – die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt deshalb vor einer drohenden Vernichtungswelle bei neuer Kleidung. In der Mitverantwortung sieht Greenpeace dabei die Branche selbst: »Mit ihren grotesk beschleunigten Zyklen hat die Fast-Fashion-Industrie in der Pandemie Millionen unverkaufter T-Shirts, Hosen, Schuhe und anderer Kleidung zu Wegwerfartikeln degradiert«, sagte Greenpeace-Konsumexpertin Viola Wohlgemuth der »Welt«.

Wenn dieser Berg wertvoller Produkte nun vernichtet zu werden drohe, unterstreiche dies die »die Obszönität« eines großen Teils der Modebranche. »Wie können in einem Land mit 82 Millionen Menschen in ein paar Wochen 500 Millionen unverkaufte Kleidungsstücke anfallen? Braucht jede und jeder Deutsche sechs weitere Wintermäntel?«

Polizei stoppt Corona-Gegner auf Autobahn

08.52 Uhr: Die bayerische Polizei hat eine Blockade zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf einer Autobahn in Mittelfranken aufgelöst. Acht Wagen, die teils beschriftet sowie mit Fähnchen und Schildern versehen waren, fuhren am Mittwochnachmittag mit geringer Geschwindigkeit auf der Autobahn 73 zwischen Erlangen und Nürnberg und behinderten so den Verkehr, wie die Beamten in Nürnberg mitteilten. Andere Autofahrer mussten demnach stark bremsen und konnten nicht vorbeifahren. Die Polizei sprach von einer »erheblichen Gefährdung.«

Die Polizei sicherte den Tross zunächst ab und hielt ihn später an. Die Beamten leiteten Ermittlungen unter anderem wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Außerdem brachten sie mehrere versammlungsrechtliche Verstöße zur Anzeige. Die an der Aktion beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Auf einem Firmenparkplatz in Fürth entdeckten Polizisten weitere fünf Fahrzeuge, die in ähnlicher Weise gekennzeichnet waren. Auch in diesem Zusammenhang wurden Ermittlungen eingeleitet.

Tokio zählt Höchstwert an Corona-Neuinfektionen – Notstand

08.30 Uhr: Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf einen Höchststand gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert, wie japanische Medien am Donnerstag berichteten.

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga erklärte den Notstand in der Hauptstadt und drei benachbarten Bezirken. Dieser gelte vom 8. Januar bis 7. Februar, sagt der Regierungschef.

RKI: 26.391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

05.45 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekannt gab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. 

Informationslücken bei Pflegekräften

05.17 Uhr: Ausgerechnet von den Pflegekräften wollen sich offenbar weniger impfen lassen als erwartet. Aus Sicht des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, liegt das vor allem an fehlenden Informationen und Falschinformationen. »Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass die Vorkenntnisse hinsichtlich eines mRNA-Impfstoffes beim medizinischen Personal im Durchschnitt so sehr viel besser sind als in der übrigen Bevölkerung«, sagte Mertens der Deutschen Presse-Agentur.

Ein weiterer Grund für die zurückhaltende Impfbereitschaft könnte sein, dass sich Pflegekräfte umfassend informieren wollten, sagte Bernd Meurer, der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). »Wir und die Einrichtungsleitungen erläutern immer wieder aufs Neue, dass jeder geimpfte Mitarbeiter das Risiko in den Einrichtungen senkt und Leben schützt.«

Größter Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten

04.43 Uhr: China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hatte und nur noch ganz vereinzelt Infektionen gezählt hatte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in wenigen Tagen auf 90 gestiegen. Allein am Donnerstag meldete die Gesundheitskommission 51 neue Fälle in der Provinz rund um die Hauptstadt und warnte vor einem weiteren Anstieg der Infektionen. Auch wurden Dutzende asymptomatische Fälle gemeldet.

Die Behörden sind alarmiert und riefen »den Kriegszustand« im Kampf gegen das Virus aus. Transportverbindungen mit Bussen, Zügen und Flugzeugen in die 300 Kilometer nordöstlich von Peking gelegene Provinzhauptstadt Shijiazhuang wurden weitgehend unterbrochen. Die elf Millionen Einwohner werden getestet. Auch wurden Straßensperren eingerichtet. In Shijiazhuang wurden einige Wohngebiete abgeriegelt. Der Unterricht in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen wurde ausgesetzt. Zusätzliches medizinisches Personal wurde mobilisiert.

Kinderschutzbund kritisiert Kontaktbeschränkungen für Kinder

01.39 Uhr: Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisiert, dass Kinder unter 14 Jahren nicht mehr von den strengeren Corona-Kontaktbeschränkungen ausgenommen sein sollen. »Ich kann nur für unsere Kleinen hoffen, dass die Ausnahme bleibt«, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Kinder bräuchten für ihre Entwicklung Gleichaltrige, um sich zu messen und zu spielen. Auch für die Eltern bedeute eine Verschärfung in diesem Punkt eine »Katastrophe«. Viele seien bei der Betreuung von Kindern auf die Hilfe von Familie oder Nachbarn angewiesen. Das aber werde durch die geplante Maßnahme teilweise unmöglich gemacht.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag unter anderem auf eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen geeinigt. Während sich nach den bisherigen Bund-Länder-Vereinbarungen maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten sowie Kinder unter 14 Jahren treffen durften, soll künftig nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person zusammenkommen. Die Umsetzung dieser Grundsatzvereinbarung in den Ländern könnte allerdings variieren.

lmd/kim/AFP/dpa/Reuters
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