Coronavirus-Update am Freitag Portugals Präsident ruft Gesundheitsnotstand aus

In Portugal gilt ab kommender Woche der Ausnahmezustand. Die Regierung könnte dann neue Maßnahmen verhängen. Und: In Leipzig demonstrierten 200 Menschen gegen die Corona-Politik. Der Tag im Überblick.
Passanten mit Mund-Nasen-Schutz gehen am Kloster Jeronimos in Lissabon vorbei

Passanten mit Mund-Nasen-Schutz gehen am Kloster Jeronimos in Lissabon vorbei

Foto: Pedro Fiuza / dpa

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+++ Portugals Präsident ruft erneut Gesundheitsnotstand aus +++

22.41 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erneut den Gesundheitsnotstand ausgerufen. In einer Fernsehansprache am Abend sagte de Sousa, er habe ein Dekret unterzeichnet, durch das der Ausnahmezustand ab kommender Woche in Kraft gesetzt werde. Es handele sich um eine "sehr begrenzte und weitestgehend präventive Maßnahme", betonte der Präsident.

Der Notstand ermögliche es der Regierung in Portugal aber, neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu verhängen, sagte de Sousa weiter. Als Beispiel nannte er Verkehrsbeschränkungen.

Das Parlament in Lissabon hatte die Verhängung des Gesundheitsnotstands mit großer Mehrheit gebilligt. Über konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus will die sozialdemokratische Regierung von Ministerpräsident Antonio Costa am Samstagabend in einer außerordentlichen Ministerratssitzung beraten. Im Gespräch sind unter anderem eine landesweite nächtliche Ausgangssperre sowie öffentliche Fiebermessungen an bestimmten Orten.

Bereits seit Mittwoch gilt für mehr als sieben Millionen Portugiesen ein Teil-Lockdown. Bewohner der betroffenen Gemeinden dürfen ihre Wohnungen nur aus zwingenden Gründen verlassen, etwa um zur Arbeit oder zur Schule zu gehen.

Portugals Präsident ruft erneut Gesundheitsnotstand aus

22.41 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erneut den Gesundheitsnotstand ausgerufen. In einer Fernsehansprache am Abend sagte de Sousa, er habe ein Dekret unterzeichnet, durch das der Ausnahmezustand ab kommender Woche in Kraft gesetzt werde. Es handele sich um eine "sehr begrenzte und weitestgehend präventive Maßnahme", betonte der Präsident.

Der Notstand ermögliche es der Regierung in Portugal aber, neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu verhängen, sagte de Sousa weiter. Als Beispiel nannte er Verkehrsbeschränkungen.

Das Parlament in Lissabon hatte die Verhängung des Gesundheitsnotstands mit großer Mehrheit gebilligt. Über konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus will die sozialdemokratische Regierung von Ministerpräsident Antonio Costa am Samstagabend in einer außerordentlichen Ministerratssitzung beraten. Im Gespräch sind unter anderem eine landesweite nächtliche Ausgangssperre sowie öffentliche Fiebermessungen an bestimmten Orten.

Bereits seit Mittwoch gilt für mehr als sieben Millionen Portugiesen ein Teil-Lockdown. Bewohner der betroffenen Gemeinden dürfen ihre Wohnungen nur aus zwingenden Gründen verlassen, etwa um zur Arbeit oder zur Schule zu gehen.

Ohne Masken: Rund 200 Anti-Corona-Politik-Demonstranten in Leipzig

Gegenprotest in Leipzig: Auf dem Marktplatz waren gleichzeitig rund 200 Menschen bei einer Anti-Corona-Politik-Demo

Gegenprotest in Leipzig: Auf dem Marktplatz waren gleichzeitig rund 200 Menschen bei einer Anti-Corona-Politik-Demo

Foto: Sebastian Willnow / dpa

22.37 Uhr: Einen Tag vor der geplanten großen Demonstration der Initiative "Querdenken" haben sich am Abend in Leipzig rund 200 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Sie meldeten laut Polizei eine spontane Demo an, auf der sie gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestierten. Die Teilnehmer trugen keine Masken und hielten auch den Mindestabstand nicht ein. Ein Polizeisprecher sagte, es seien Video-Aufnahmen gemacht worden und es werde eine Anzeige gegen die Versammlungsleiterin gestellt. Zu einem Gegenprotest in Hörweite versammelten sich laut Polizei rund 100 Menschen.

Für Samstag sind insgesamt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen in Leipzig angekündigt; darunter die "Querdenken"-Demonstration, zu der 20.000 Menschen erwartet werden. Sie wollen gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdown-Maßnahmen protestieren. Die Polizei war bereits am Freitagabend mit einem Großaufgebot in der Stadt.

Erneut Höchststand bei Neuinfektionen in Frankreich

20.18 Uhr: Frankreich meldet mit 60.486 Neuinfektionen einen weiteren Höchststand. Damit sind in Frankreich inzwischen insgesamt 1,66 Millionen Corona-Ansteckungen registriert. Zuletzt wurden zudem 828 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gezählt - etwa die Hälfte davon in Altenheimen und in Krankenhäusern. Eine Woche nach Beginn neuer landesweiter Beschränkungen wurden mit 553 Kranken so wenig Covid-19-Patienten in Kliniken eingeliefert wie seit fast drei Wochen nicht mehr.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf die nationale Gesundheitsbehörde, dass die Daten zu Neuinfektionen wegen einer technischen Panne in den letzten Tagen nicht vollständig gewesen seien. Es könnte demnach also durchaus noch zu Nachmeldungen kommen - die Zahl der Neuinfektionen dürfte also höher sein. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern hatte zuletzt pro Woche mehr als zwei Millionen Corona-Tests durchgeführt.

Seit einer Woche gelten in Frankreich strikte Ausgangsbeschränkungen, Menschen dürfen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür. Die Regelungen sind deutlich strenger als in Deutschland. Gastronomie und Einzelhandel haben geschlossen, die Schulen sind allerdings anders als im Frühjahr weiter geöffnet.

Gericht lehnt Eilanträge gegen Schließung von Tattoo-Studios ab

20.10 Uhr: Vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg sind mehrere Betreiber von Tattoo-Studios mit dem Versuch gescheitert, gegen die Schließung wegen der Corona-Pandemie vorzugehen. Am Donnerstag wiesen die Richter zwei weitere Eilanträge ab, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Bereits am Mittwoch hatten sie den Eilantrag eines Betreibers abgelehnt. Das Oberverwaltungsgericht wies auch die Eilanträge eines Nagel-, eines Kosmetik- sowie eines Massage-Studios zurück. Seit Montag gelten in Brandenburg verschärfte Beschränkungen.

Die Betreiber hatten beantragt, das Verbot körpernaher Dienstleistungen in der Corona-Verordnung vorläufig auszusetzen. Die Vorschrift führe für sie zu erheblichen Einnahmeverlusten. Die Richter begründeten ihre ablehnende Entscheidung damit, dass das derzeitige Infektionsgeschehen ein sofortiges effizientes Handeln erfordere. Die persönlichen und wirtschaftlichen Interessen der Betreiber müssten zurücktreten. Eine Ungleichbehandlung mit Friseursalons, die weiter öffnen dürfen, sah das Gericht nicht: Die Dienstleistungen von Friseuren dienten anders als ein Tattoo-Studio der Grundversorgung der Bevölkerung.

Auch das Verwaltungsgericht Hamburg hat die Eilanträge von Betreibern mehrerer Fitnessstudios und eines Tattoo-Studios abgelehnt, die sich nach dem jüngst verfügten Teil-Lockdown gegen ihre Schließung wehrten. Wie die Kammer mitteilte, verstößt die seit Montag geltende Regelung nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Zudem sei davon auszugehen, dass die Maßnahme einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus leiste.

Lettland ruft erneut Corona-Notstand aus

19.46 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ruft Lettland zum zweiten Mal den Notstand aus. Die Regierung in Riga erklärte einen rund einmonatigen Ausnahmezustand in dem baltischen EU-Land vom 9. November bis 6. Dezember. "Wenn wir nicht entschlossen und sofort handeln, besteht die Gefahr, dass wir jegliche Möglichkeit verlieren, die Pandemie zu kontrollieren", sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins.

Gastronomische Betriebe dürfen damit von Montag an nur noch außer Haus verkaufen, Freizeit-, Unterhaltungs- und Sportstätten müssen ihre Türen weitgehend schließen und Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten sind untersagt. Bei privaten Veranstaltungen dürfen sich nur noch bis zu zehn Personen versammeln.

Kulturstätten und der Einzelhandel dürfen ihre Arbeit während des Notstands unter teils eingeschränkten Öffnungszeiten fortsetzen. Sie müssen dabei aber sicherstellen, dass für jeden Besucher eine Fläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung steht und Abstandsregeln gelten. In Geschäften und an Verkaufsstellen gilt zudem eine Maskenpflicht.

"Charlie Hebdo"-Prozess wegen Corona-Infektionen erneut verschoben

19.43 Uhr: Wegen mehrerer Corona-Infektionen zieht sich die Fortsetzung des Prozesses um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" weiter hin. Mit einer Wiederaufnahme am kommenden Donnerstag oder Freitag sei wohl nicht zu rechnen, teilte die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft am Freitagabend mit.

Zuletzt waren drei Angeklagte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund der Gesundheitsempfehlungen müsse nun weiter abgewartet werden. Außerdem stünden noch die neuen Testergebnisse der Angeklagten aus, die bei ersten Tests ein negatives Ergebnis erhalten hatten.

Der Prozess hatte Anfang September unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in Paris begonnen. Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird seitdem eine mehrtägige Anschlagsserie aufgerollt, bei der im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet wurden.

Italiens Nationalcoach Roberto Mancini positiv getestet

18.39 Uhr: Der Trainer der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, Roberto Mancini, ist bei einer regelmäßigen Kontrolle positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mancini habe sich in häusliche Quarantäne begeben, teilte der italienische Fußball-Verband (FIGC) am Freitag mit.

Der 55-Jährige habe keine Symptome der Krankheit Covid-19 gezeigt. Der routinemäßige Corona-Test war den Angaben zufolge notwendig, da Italien am kommenden Mittwoch zu Hause im Freundschaftsspiel gegen Estland antritt und am 15. November in der UEFA Nations League gegen Polen spielt. Ob Mancini bei den Spielen dabei sein kann, teilte der Verband nicht mit.

Digitale Einreiseanmeldung kommt am 8. November

18.21 Uhr: Wer aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet kommt, muss sich ab Sonntag vor der Einreise nach Deutschland online registrieren. Die Seite www.einreiseanmeldung.de  soll dann weltweit abrufbar sein, wie die Bundesministerien für Gesundheit und Inneres am Freitag mitteilten. Die neue Seite ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform, die in Flugzeugen ausgegeben wurden.

Die Informationen gehen an die Gesundheitsämter am Zielort des Reisenden. So sollen sie kontrollieren können, ob jemand die Quarantänepflicht einhält. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass Reisende aus ausländischen Risikogebieten ohne triftigen Reisegrund zehn Tage lang in Quarantäne gehen müssen, mit Ausnahmen für notwendige Reisen und Pendler. Frühestens am fünften Tag nach der Einreise kann man einen Corona-Test machen - und die Quarantäne vorzeitig beenden, falls der Test negativ ausfällt. Die Umsetzung ist allerdings Ländersache.

Die Daten werden nach offiziellen Angaben verschlüsselt und nur dem zuständigen Gesundheitsamt zugänglich gemacht. 14 Tage nach der Einreise sollen sie automatisch wieder gelöscht werden.

Stiko-Chef sieht kaum Chance auf Herdenimmunität 2021

18.06 Uhr: Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält das Erreichen einer sogenannten Herdenimmunität im kommenden Jahr für unrealistisch. Dafür müssten rund 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, sagt Mertens dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei unrealistisch, das im kommenden Jahr zu schaffen.

"Ich fürchte, dass nicht nur dieser, sondern auch der nächste Winter herausfordernd wird", so Mertens. Bei einer Herdenimmunität gibt es einen indirekten Schutz vor Ansteckung dadurch, dass große Teile der Bevölkerung bereits immun sind.

Gemeinde darf Eltern wegen Corona von Trauung ausschließen

17.53 Uhr: Ein Paar hatte vor dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein geklagt, weil es den engsten Familienkreis zur Trauung mitbringen wollte. Lesen Sie hier, wie das Urteil ausfiel.

Oslo führt strengere Corona-Maßnahmen ein

17.37 Uhr: Die norwegische Hauptstadt Oslo führt von Montag an strengere Maßnahmen ein, die eine weitere Verbreitung des Coronavirus stoppen sollen. Theater, Museen, Trainingsstudios und Schwimmbäder bleiben geschlossen. Private Versammlungen außerhalb der eigenen vier Wände werden verboten.

Restaurants und Bars können demnach geöffnet bleiben, dürfen aber keinen Alkohol mehr ausschenken. Im Oktober wurden in Oslo 1885 Neuinfektionen gemeldet. Im frühen Stadium der Pandemie im März waren es noch 1290.

Leipzig rüstet sich für 27 Demos mit Tausenden Teilnehmern

17.32 Uhr: Die Polizei plant einen Großeinsatz: Tausende Menschen wollen am Samstag in Leipzig demonstrieren. Sie behaupten, die Revolution von 1989 zu wiederholen - mit dieser Strategie hatte bereits die AfD Erfolg. Erfahren Sie hier mehr.

Slowakei testet Großteil der Bevölkerung ein zweites Mal

Am vergangenen Wochenende ließen sich in der Slowakei bereits über 3,6 Millionen Menschen auf das Coronavirus testen

Am vergangenen Wochenende ließen sich in der Slowakei bereits über 3,6 Millionen Menschen auf das Coronavirus testen

Foto: JAKUB GAVLAK/EPA-EFE/Shutterstock

17.31 Uhr: Die Slowakei setzt an diesem Wochenende ihre landesweiten Corona-Massentests fort. Nach dem Plan der Regierung in Bratislava soll ein großer Teil der 5,5 Millionen Einwohner des Landes ein zweites Mal einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. Zur Testung aufgerufen sind alle über zehn Jahre alten Bewohner, sowohl Inländer wie auch Ausländer.

Die Teilnahme an der beispiellosen Aktion ist formell freiwillig. Ab Montag fallen aber alle, die kein negatives Testergebnis vorweisen können, unter eine rigorose Ausgangssperre. Nicht einmal der Weg zur Arbeit ist ihnen erlaubt. Über 65 Jahre alten Personen empfiehlt die Regierung, nicht zum Test zu gehen, sondern für die Dauer der Pandemie lieber ganz zu Hause zu bleiben.

Fitnessstudios in NRW müssen geschlossen bleiben

16.17 Uhr: Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen müssen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts geschlossen bleiben. Das Gericht in Münster lehnte einen Eilantrag ab, den Vollzug der Corona-Schutzverordnung vorläufig auszusetzen. Die Antragstellerin, die in Köln und Umgebung insgesamt elf Fitnessstudios betreibt, hatte erklärt, die Regelung greife in ihre verfassungsrechtlich geschützte Berufsausübungsfreiheit ein.

Ziel der Maßnahmen sei es, den exponentiellen Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens zu senken, um so eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden, teilte das Gericht dagegen mit. Das Verbot von Freizeit- und Amateursport in Fitnessstudios trage zu der beabsichtigten Kontaktreduzierung bei. Zudem sei die bis Ende November geltende Bestimmung verhältnismäßig.

Handel mit gefälschten Corona-Tests: Festnahmen in Frankreich

16.16 Uhr: Wegen des Handels mit gefälschten Corona-Tests sind in Frankreich sieben Personen vorläufig festgenommen worden. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet, sollen die Festgenommenen gefälschte negative Testergebnisse am Flughafen Charles de Gaulle im Nordosten von Paris an Reisende verkauft haben.

Für einen gefälschten Test sollen sie dabei zwischen 150 und 300 Euro einkassiert haben. Ermittler fanden auf ihren Handys mehr als 200 gefälschte Testergebnisse. Wegen der Pandemie ist die Einreise in manche Länder teils nur mit negativem Corona-Test möglich gewesen.

Augsburg erreicht Corona-Inzidenz von 380

15.50 Uhr: Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg hält seit Freitag den höchsten Wert von Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Den Behörden zufolge haben sich binnen sieben Tagen dort 1126 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das entspricht einer Inzidenz von 380. Augsburg hat knapp 300.000 Einwohner. Die Stadtverwaltung beziffert die 7-Tages-Inzidenz auf 357.

97-Jährige nach Covid-19-Erkrankung aus Berliner Klinik entlassen

15.59 Uhr: Eine 97 Jahre alte Patientin mit mehreren Vorerkrankungen ist nach einer Covid-19-Erkrankung geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Frau aus dem brandenburgischen Bernau durfte nach zehntägiger Behandlung und einem schließlich negativen Corona-Test am Donnerstag nach Hause, wie eine Sprecherin des Helios-Klinikums Berlin-Buch sagte.

Die Seniorin wurde laut Klinikmitteilung als zu der Zeit älteste Covid-19-Patientin im Haus wegen einer Lungenentzündung mit Sauerstoffgaben behandelt, auf einer Intensivstation war sie nicht. Zunächst sei die 97-Jährige mit Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert worden, es sei ihr insgesamt nicht so gut gegangen, hieß es. Mit Computertomografie (CT) entdeckten die Ärzte demnach Hinweise auf eine Lungenentzündung, ein Corona-Test fiel dann positiv aus.

Das Klinikum zitierte die 97-Jährige mit den Worten, sie freue sich auf ihr Zuhause und ihre Familie. "Aber eigentlich ist es auch schade, dass ich schon gehen muss." Allein im Zimmer sein zu müssen, habe sie nicht gestört.

Schnelltests in Bayern für alle Kreise und kreisfreien Städte

14.46 Uhr: Die bayerische Staatsregierung will sämtliche 96 Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns mit Corona-Schnelltests beliefern. Bislang sind 464.000 Schnelltests an 67 Kommunen verteilt worden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mitteilte. Insgesamt hat die Staatsregierung demnach 10,5 Millionen der sogenannten Antigen-Schnelltests geordert, gedacht als Reserve bei hoher Nachfrage.

Antigen-Schnelltests liefern innerhalb von 15 bis 20 Minuten ein Ergebnis, diese sind ausschließlich zur Verwendung in Arztpraxen, Krankenhäusern und Altenheimen vorgesehen, nicht für Privateinkäufe. Anders als die Labortests weisen die Antigen-Schnelltests nicht den Erreger als solchen nach, sondern bestimmte Proteine, die an das Virus gebunden sind. Mehrere Pharmahersteller bieten Schnellteststreifen an, die ähnlich aussehen wie handelsübliche Schwangerschaftstests und auch ähnlich funktionieren: Bei positiver Probe verfärbt sich der Teststreifen.

Französische Corona-Patienten ins Saarland verlegt

14.43 Uhr: Erstmals seit dem Frühjahr sind französische Corona-Patienten aus der Grenzregion nach Deutschland verlegt worden. Drei Erkrankte wurden in Kliniken des Saarlands gebracht, wie die Behörden der Region Grand Est mitteilten. Damit soll eine erneute Überlastung der französischen Krankenhäuser vermieden werden.

Im Frühjahr hatte Deutschland insgesamt rund 130 französische Patienten aufgenommen. Die französische Regierung und Gesundheitsexperten befürchten, dass nun die Krankenhäuser bis Mitte November wieder an ihre Belastungsgrenzen stoßen.

Spahn plant neue Hilfen für Krankenhäuser

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

14.33 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant neue Finanzhilfen für die Krankenhäuser in der Pandemie. "Kein Krankenhaus soll wirtschaftlich einen Nachteil dadurch haben, dass es in dieser Pandemie mithilft", sagte Spahn im Bundestag. In der kommenden Woche wolle er Vorschläge vorlegen, um die Krankenhäuser "wirtschaftlich abzusichern".

Ein Sprecher von Spahns Ministerium sagte, es gehe darum zu verhindern, dass Krankenhäuser in Liquiditätsprobleme geraten. Derzeit bekämen die Krankenhäuser Corona-bedingte Ausfälle "ex post", also hinterher erstattet, was zu Liquiditätsproblemen führen könne, sagte der Sprecher. In der Bundesregierung liefen derzeit Gespräche über die geplanten Hilfen, sagte er weiter. Zum möglichen Finanzvolumen wollte er sich nicht äußern.

Eilantrag gegen Maskenpflicht bei Oberbürgermeisterwahl abgelehnt

14.14 Uhr: Die Infektionsschutzmaßnahmen bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart am Sonntag sind aller Voraussicht nach rechtmäßig. Das Stuttgarter Verwaltungsgericht lehnte am Freitag den Eilantrag von vier Antragstellern dagegen ab. Die vier wollen sich als "Wahlbeobachter" betätigen.

Ihr Plan sei, am Sonntag in Wahllokalen unterwegs zu sein, wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage bestätigte. Dort besteht die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und den Mindestabstand einzuhalten. Zudem müssen alle, die nicht zur Stimmabgabe kommen, ihre Daten angeben. Wer sich nicht an diese Regeln hält, darf nicht ins Wahllokal und kann stattdessen – vorausgesetzt er oder sie ist wahlberechtigt in Stuttgart – einen Wahlschein beantragen. So sieht es eine Verfügung der Stadt vor, gegen die der Eilantrag gestellt wurde.

Liverpool startet Massentestungen

13.33 Uhr: Im britischen Liverpool hat ein Corona-Massentest für die Bevölkerung begonnen. Alle rund 500.000 Einwohner der nordwestenglischen Stadt sowie Berufspendler können sich während des zweiwöchigen Pilotversuchs testen lassen, auch wenn sie keine Symptome aufweisen, wie die britische Regierung mitteilte. Sollte sich die Ausbreitung des Coronavirus damit bremsen lassen, könnte die Maßnahme demnach auf weitere Teile Englands ausgeweitet werden.

Der deutsche Fußballtrainer des FC Liverpool, Jürgen Klopp, rief die Einwohner in einem Twitter-Video zur Teilnahme auf: "Macht es für euch selbst, eure Familie, eure Kollegen und eure Stadt."

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Die Tests werden in Schulen, Universitäten, Pflegeheimen und Arbeitsstellen angeboten. Die Behörden richteten zudem neue Testzentren ein und setzten rund 2000 Militärangehörige zur Unterstützung ein. Es werden verschiedene Arten von Tests angeboten – darunter auch ein besonders schneller Test, dessen Ergebnisse innerhalb einer Stunde vorliegen.

Psychische Erkrankungen steigen sprunghaft an

13:20 Uhr: Die Corona-Ausnahmesituation führt zu einer starken Verunsicherung in der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der Hilfesuchenden in den Praxen ist in den vergangenen Monaten sprunghaft angestiegen. Besonders schwer trifft es Patienten mit bereits bestehenden Angsterkrankungen. "Wir müssen unseren Patienten eine schnelle und intensive Behandlung mit fachärztlicher Präzision garantieren. Die Gesprächsleistung ist dabei desaströs unterfinanziert. Es werden weniger als zehn Minuten Gespräch für einen Patienten im Monat bezahlt", sagt der Präsident des Spitzenverbands ZNS.

Auch junge Menschen sind betroffen: "Wir müssen aufpassen, dass keine 'Corona-Generation' heranwächst. Zwei Drittel der Altersgruppe beklagt eine verminderte Lebensqualität mit vielfältiger Symptomatik, das ist eine Verdopplung gegenüber der Zeit vor der Pandemie", sagt der Vizepräsident des SpiZ.

Je länger die Corona-Pandemie andauert, je mehr leiden die Menschen unter Ängsten und Stresssymptomen.

Neuinfektionen in der Schweiz gehen nach Höchststand leicht zurück

12.30 Uhr: In der Schweiz ist die Zahl der Neuansteckungen im Vergleich zum Höchststand am Vortag leicht zurückgegangen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 9409 weitere positiv getestete Personen.

Am Donnerstag waren es 10.128 laborbestätigte Infektionen. 70 Personen mit dem Coronavirus starben innerhalb eines Tages.

Hanau rüstet Busse als erste Stadt mit UV-Lampen aus

12.24 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie will die hessische Stadt Hanau als erste Stadt bundesweit ihre Busse mit UV-Lampen ausrüsten. Wie die Stadt mitteilte, sollen bis Jahresende 15 der insgesamt 65 Linienbusse umgerüstet werden. Die Luft aus der Lüftungsanlage soll damit nahezu virenfrei sein.

"UV-Licht wirkt effektiv gegen Covid-19 und hilft den Schutz der Bevölkerung zu erhöhen", erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Das städtische Nahverkehrsunternehmen Hanauer-Straßenbahn (HSB) habe bereits den ersten Bus umgerüstet.

Die Lampen machen Viren und Bakterien zu 99,99 Prozent unschädlich, hieß es vom Hersteller. Dazu gehöre auch das Coronavirus. Die Lüftungen sollen die Luft in den Bussen einsaugen, reinigen und wieder ausblasen.

Lufthansa startet Probelauf mit Schnelltests auf Flügen

12.09 Uhr: Die Lufthansa setzt auf ersten Flügen in Deutschland Corona-Schnelltests als Zugangsbedingung für Fluggäste ein. Bei zwei täglichen Flügen zwischen München und Hamburg solle ab 12. November erprobt werden, wie die Antigen-Tests in den Ablauf am Flughafen eingebaut werden können. Nur mit einem negativen Ergebnis darf ein Passagier ins Flugzeug steigen. "Erfolgreiches Testen ganzer Flüge kann der Schlüssel zum Wiederbeleben des internationalen Flugverkehrs werden", erklärte Lufthansa-Vorständin Christina Foerster.

Die Airline setzt darauf, dass die Behörden weltweit die Reisebeschränkungen in der Pandemie durch den Einsatz von Tests lockern, sodass auch wieder Reisen in Risikogebiete ohne Quarantänepflicht möglich wären.

Mehr Gewalt an Babys während Pandemie in England

11.54 Uhr: In der Coronakrise ist die Zahl vorsätzlich verletzter oder getöteter Babys in England offiziellen Statistiken zufolge um 20 Prozent gestiegen. Demnach wurden zwischen April und Oktober 64 Fälle bekannt, bei denen Kinder unter einem Jahr absichtlich verletzt worden waren – acht starben. Die starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei auf eine "toxische Mischung" von Isolation, Armut und psychischen Leiden zurückzuführen, teilte Amanda Spielman von der unabhängigen Behörde Ofsted mit.

Die Pandemie bringe viel Stress mit sich, sagte Spielman anlässlich einer Konferenz. "Finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Isolation und die enge Nähe haben Familien, die bereits Probleme hatten, zusätzlich unter Druck gesetzt." Sozialarbeiter konnten während des ersten Lockdowns nicht regelmäßig die Betroffenen besuchen.

Opposition attackiert Grundlagen für Corona-Beschränkungen

11.41 Uhr: Die Opposition hat mangelnde parlamentarische Grundlagen für die erneuten weitreichenden Corona-Beschränkungen kritisiert. FDP-Chef Christian Lindner nannte Pläne der Großen Koalition für erweiterte gesetzliche Verankerungen im Bundestag ein "rechtspolitisches Feigenblatt". Dies ziele nur darauf, bereits getroffene Entscheidungen nachträglich zu legitimieren. "Das geht hart an die Grenze der Missachtung des Parlaments."

Linken-Fraktionsvize Susanne Ferschl sprach mit Blick auf Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten von "absurdem Theater" mit den Parlamenten als Zuschauern. "Die Krise ist nicht die Stunde der Exekutive, sie ist die Stunde der Parlamente."

Mehr als 200 Menschen in Dänemark von Nerzen infiziert

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen

Foto:

Mads Claus Rasmussen / dpa

11.28 Uhr: In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden. Lesen Sie hier  mehr.

Corona-Pandemie beeinträchtigt Berufsausbildung

11.27 Uhr: Die Coronakrise beeinträchtigt die Berufsausbildung in Deutschland. 35 Prozent der Personalleiter berichteten von betrieblichen Einschränkungen für Auszubildende infolge der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts mit dem Personaldienstleister Randstad hervor. "Je größer das Unternehmen, desto mehr Personalleiter räumten Einschränkungen beim Ausbildungsbetrieb ein", hieß es dazu. In kleinen Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten lag der Anteil bei 27 Prozent, in großen Firmen ab 500 Mitarbeitern dagegen bei 56 Prozent.

Haseloff: Corona-Hilfen für Shutdown-Betroffene zeitlich begrenzt

11.15 Uhr: Die Corona-Hilfen für Betroffene des Teil-Shutdowns können laut Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach November nicht unbegrenzt weiterlaufen. Da gebe es Grenzen im Haushalt, sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir müssen dann sicherlich auch konzeptionell noch mal nachdenken, ob durch Teil-Shutdowns überhaupt die Effekte erzielt werden." Auch andere Maßnahmen zur Senkung der Infektionszahlen müssten überprüft werden, sagte der neue Bundesratspräsident.

Mit Blick auf die zugesagten Hilfen sagte er: "Wir sind auf jeden Fall alle der Meinung, es muss das Versprechen eingehalten werden, dass im November das Geld auch fließt." Auch mit Blick auf den unklaren weiteren Verlauf der Pandemie und etwaige Maßnahmen zur Eindämmung dürfe man jetzt nicht das Vertrauen enttäuschen.

Mecklenburg-Vorpommern will Impfzentren bis Mitte Dezember aufbauen

11.05 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern plant, bis Mitte Dezember Corona-Impfzentren in Rostock und Greifswald aufzubauen. "Sollte ein Impfstoff kommen, müssen wir vorbereitet sein. Das hängt vom Verlauf der aktuellen Impfstudien und dem Zulassungsverfahren ab", sagte Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU). In Rostock und Greifswald sind die beiden Unikliniken des Bundeslandes. Mecklenburg-Vorpommern bereite sich intensiv auf das Impfen vor. "Die Gespräche mit dem Bund laufen auf Hochtouren", sagte der Minister weiter. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" (Freitag) über die Pläne berichtet.

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen an Gymnasien

10.48 Uhr: Angesichts eines neuen Höchststands von mehr als 58.000 Neuinfektionen verschärft Frankreich die Maßnahmen an Gymnasien. Diese sollen den Unterricht teilweise digital abhalten, wie die Regierung am Freitag nach Protesten an einer Reihe von Schulen mitteilte. Mindestens 50 Prozent des Unterrichts müsse aber weiterhin in den Klassen stattfinden, betonte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer.

In Frankreich gilt seit einer Woche ein neuer Lockdown, die Schulen bleiben aber anders als im Frühjahr offen. In den vergangenen Tagen hatten Hunderte Gymnasiasten vor allem im Westen des Landes gegen mangelnde Schutzmaßnahmen protestiert und ihre Schulen zeitweise blockiert. Für Dienstag hat eine Lehrergewerkschaft zu landesweiten Protesten aufgerufen.

Bomben-Evakuierung: Tausende müssen ihre Wohnungen verlassen

10.46 Uhr: Bei einer Evakuierung unter Pandemie-Bedingungen haben sich Tausende Sachsen nach dem Fund einer Fliegerbombe in Sicherheit bringen müssen. Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sollte am Freitag in einem Wohngebiet in Chemnitz entschärft werden. Im Sperrkreis von rund tausend Metern um den Fundort leben nach Angaben der Stadt rund 15.000 Menschen. Darunter seien auch Corona-Infizierte und weitere Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne aufhalten müssen. Wegen der Evakuierung waren rund tausend Helfer von Stadt, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst im Einsatz, hieß es. Die etwa 250-Kilo-Bombe war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden.

Mehr als die Hälfte der Todesfälle in spanischen Pflegeheimen

10.00 Uhr: Mehr als die Hälfte aller Todesfälle in Spanien sollen laut der spanischen Tageszeitung "El País " in Alten- und Behindertenheimen passiert sein. Dem vorliegenden Regierungsbericht zufolge starben zwischen Anfang März und dem 23. Juni dieses Jahres insgesamt 20.268 Menschen in Pflegeheimen.

Spanien ist in Europa das am härtesten vom Coronavirus betroffene Land. Bis Donnerstagabend wurden 1.306.316 Fälle registriert. Am selben Tag wurden 368 neue Todesfälle verzeichnet – die höchste tägliche Zahl der Todesopfer in der zweiten Welle.

Heiko Maas nimmt sich Fahnen mit in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas befindet sich erneut in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas befindet sich erneut in Quarantäne

Foto: Odd Andersen / dpa

09.54 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich als Quarantäne-Profi zu erkennen gegeben. Wenn er in die Quarantäne gehe, nehme er sich immer die notwendigen Fahnen mit, sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Ich bin zu Hause in Quarantäne. Das sieht nur so professionell aus, weil ich schon Quarantäneerfahrung habe."

Ein Moderator hatte sich über den offiziell aussehenden Hintergrund während der Videoschalte gewundert. Hinter Maas war eine EU-Flagge, eine deutsche Flagge sowie das Logo der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu sehen. Maas hatte sich am Mittwoch zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen in Quarantäne begeben.

Laut Regierung hatte Maas bereits am Montagabend Kontakt mit einem "ausländischen Delegationsteilnehmer" gehabt. Über einen positiven Corona-Test des Teilnehmers war er demnach aber erst später informiert worden. Ein erster Test des Außenministers fiel negativ aus.

Spahn wirbt im Bundestag für neues Infektionsschutzgesetz

09.36 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Bundestag für die geplante Neufassung des Infektionsschutzgesetzes geworben. "Wir sind dem Virus nicht machtlos ausgeliefert", sagte er. Das überarbeitete Gesetz solle eine "rechtliche Klarstellung" sicherstellen, damit die von den Ländern verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie künftig besser vor den Gerichten Bestand haben.

Das Gesetz benennt eine Reihe konkreter möglicher Schutzmaßnahmen wie etwa Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht oder die Schließung von Restaurants, die beim Erreichen bestimmter Schwellenwerte verhängt werden sollen. Auch mögliche Beschränkungen für Freizeit- und Kulturveranstaltungen sind vorgesehen. Die bisherige Fassung galt als zu wenig konkret, sie ist nicht für eine bundesweite Pandemie ausgelegt.

Neu geregelt wird in dem Gesetz auch der Anspruch auf Verdienstausfall bei Quarantäne. Künftig soll dieser ausgeschlossen sein, wenn der Quarantäne eine vermeidbare Reise in ein Risikogebiet zugrunde liegt. Zudem soll der sogenannte Arztvorbehalt geändert werden, um patientennahe Schnelltests auf das Coronavirus einsetzen zu können. Dabei sollen auch die Kapazitäten der veterinärmedizinischen Labors genutzt werden dürfen.

Fast 20.600 Neuinfektionen und 378 Tote in Russland

09.25 Uhr: In Russland haben sich nachweislich 20.582 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Allein in Moskau verzeichnen die Behörden 6253 neue Ansteckungsfälle. Insgesamt sind es nun mehr als 1,73 Millionen. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien weltweit die meisten Infektionen, registriert im Vergleich zu diesen Ländern aber deutlich weniger Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Deren Zahl steigt um 378 auf 29.887.

Mehr als hundert Festnahmen bei Anti-Lockdown-Demo in London

Eine Menschenmenge im Zentrum der britischen Hauptstadt hat die neuen Kontaktbeschränkungen ignoriert

Eine Menschenmenge im Zentrum der britischen Hauptstadt hat die neuen Kontaktbeschränkungen ignoriert

Foto: Martyn Wheatley / i-Images / imago images/i Images

09.03 Uhr: Bei einer Anti-Lockdown-Demonstration in London hat die Polizei mehr als hundert Teilnehmer festgenommen. Es gebe keine Entschuldigung für Menschen, gegen Vorschriften zu verstoßen, die eine weitere Ausbreitung des Corona-Erregers verhindern sollen, teilte die Polizei in der Nacht zum Freitag mit. Die Demonstranten zogen am Donnerstagabend durch Straßen mitten in der Hauptstadt und riefen unter anderem "Freiheit". Seit Donnerstag gibt es in England einen Teil-Lockdown. Die Menschen dürfen vier Wochen lang nur aus triftigem Grund wie Arbeit oder Arztbesuche ihr Zuhause verlassen.

Deutsche Industrie erholt sich weiter vom Corona-Einbruch

08.54 Uhr: Die deutsche Industrie hat sich im September mit einer erneuten Produktionssteigerung weiter vom Corona-Einbruch erholt. Die Gesamtproduktion lag 1,6 Prozent höher als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Anstieg folgt auf einen Zuwachs um revidierte 0,5 Prozent im Vormonat, verfehlte aber die Erwartungen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 2,5 Prozent gerechnet.

Wie schwer die Coronakrise immer noch wiegt, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Gegenüber September 2019 lag die Produktion immer noch 7,3 Prozent tiefer. Auch das Vorkrisenniveau ist bei Weitem noch nicht erreicht: Verglichen mit Februar, als die Pandemie Deutschland noch nicht erreicht hatte, produzierten die Unternehmen 8,4 Prozent weniger.

Nächtliche Ausgangssperre und Teil-Lockdown in Italien in Kraft

08.33 Uhr: In Italien sind am Freitag verschärfte Corona-Schutzvorschriften in Kraft getreten. Die Regierung hat eine nächtliche Ausgangssperre für die 60 Millionen Bürger erlassen. In vier roten Regionen gilt nun rund um die Uhr ein Teil-Lockdown.

In den roten Zonen müssen die Menschen weitgehend zu Hause bleiben, Ausnahmen gelten für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Bars, Restaurants und Geschäfte, die nichts Lebensnotwendiges verkaufen, sind zu. Betroffen ist auch die wirtschaftsstarke Lombardei mit zehn Millionen Menschen.

Gegen die neuen Maßnahmen gab es schon im Vorfeld Proteste. Am Donnerstagabend demonstrierten in Bergamo in der Lombardei nach Medienberichten mehrere Hundert Menschen.

NFL Team zahlte laut Medienberichten schon 1,2 Millionen US-Dollar Strafe

08.30 Uhr: Die Football-Profiliga NFL hat die Las Vegas Raiders erneut wegen Verstößen gegen Corona-Regeln zur Kasse gebeten. Das Team wurde demnach mit 500.000 US-Dollar belegt, Headcoach Jon Gruden mit 150.000 US-Dollar. Damit liegt die Gesamtsumme für alle Sanktionen in dieser Saison bei 1,2 Millionen Dollar, wie mehrere Medien berichten. Das entspricht rund einer Million Euro.

Diesmal gab es Strafen, weil Spieler der Raiders ohne Gesichtsmasken an einem öffentlichen Charity-Event teilgenommen haben sollen. Trainer Gruden, der im Sommer positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wird vorgeworfen, seine Maske am Spielfeldrand nicht vorschriftsmäßig getragen zu haben. Dafür hatte er bereits Ende September zahlen müssen.

Zusätzlich zur Geldstrafe entzog die NFL den Raiders wegen der aktuellen Vergehen einen Sechstrunden-Pick im kommenden Draft.

Robert Koch-Institut meldet erstmals mehr als 20.000 Neuinfektionen

05.55 Uhr: In Deutschland liegen die Corona-Neuinfektionen bei einem neuen Höchstwert: Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge sind binnen 24 Stunden erstmals 21.506 neue Fälle registriert worden. Der bisherige Rekordwert lag bei 19.990 Fällen am Vortag.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Seit Beginn der Pandemie haben sich dem RKI zufolge insgesamt bundesweit 519.089 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 6.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 166 auf insgesamt 11.096. Das RKI schätzt, dass rund 402.500 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,81). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Um in eine kontrollierbare Lage zu kommen, müsste die Reproduktionszahl längere Zeit deutlich unter 1 liegen, bei 0,7 oder noch niedriger.

Das RKI gibt auch ein sogenanntes Sieben-Tage-R an, das das Geschehen von vor 8 bis 16 Tagen zeigt. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen von Donnerstag liegt er bei 0,93, also ebenfalls leicht unter 1.

Mehr als 120.000 neue Corona-Fälle in den USA

04.35 Uhr: In den USA ist am zweiten Tag in Folge ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Der Johns-Hopkins-Universität zufolge wurden mehr als 120.000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden erfasst – die genaue Zahl beträgt 123.085.

Damit wurde der Rekordwert vom Vortag deutlich übertroffen. Am Mittwoch – dem Tag nach der US-Präsidentschaftswahl – hatte die Universität 99.660 neue Infektionsfälle bekannt gegeben. Reuters, die "New York Times" und die "Washington Post" berichteten sogar von knapp über 100.000 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den USA seit Beginn der Pandemie liegt bei mehr als 9,6 Millionen. Die Zahl der Todesopfer im Land liegt laut den amtlichen Statistiken bei knapp 235.000. Von den absoluten Zahlen her sind die Vereinigten Staaten das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Schwere Ausschreitungen bei Corona-Protest in Slowenien

03.15 Uhr: Bei einer Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen in Slowenien ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Ljubljana wurden aus einer Menge von Hunderten Demonstranten heraus am Donnerstag Flaschen, Steine, Knallkörper und Rauchbomben auf die Polizei geworfen. Diese ging gegen die Demonstranten mit Tränengas, Pfefferspray und Wasserwerfern vor.

Nach Angaben des örtlichen Polizeichefs Stanislav Vrecar wurden etwa zehn Polizisten leicht verletzt. Zehn Demonstranten seien festgenommen worden. Am frühen Abend habe die Polizei wieder "Frieden und Ordnung" in der Stadt hergestellt, sagte Vrecar.

Die Polizei hatte die Demonstranten gewarnt, dass ihre Versammlung aufgrund der geltenden Corona-Restriktionen verboten sei. Die Konfrontationen begannen vor dem Parlamentsgebäude und setzten sich danach in anderen Stadtteilen fort. Sie dauerten mehr als zwei Stunden an.

Zu dem Protest hatten Aktivisten aufgerufen, die sich als slowenischer Zweig der Hacker-Gruppe Anonymous bezeichneten. Innenminister Ales Hojs sagte, dass Fußball-Hooligans in der Menge gewesen seien.

Seit Oktober gelten in Slowenien weitreichende Corona-Restriktionen, darunter Ausgangsbeschränkungen und die Schließung von Schulen sowie nicht "essenzieller" Geschäfte. Von der ersten Corona-Welle im Frühjahr war der Balkanstaat noch relativ verschont geblieben, in den vergangenen Wochen nahmen die Infektionszahlen jedoch deutlich zu. Insgesamt wurden inzwischen mehr als 41.000 Fälle von Ansteckung mit dem neuartigen Virus in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land verzeichnet.

Gefährden Mutationen bei Nerzen die Impfstoffsuche?

02.15 Uhr: Mutationen des Coronavirus bei Pelztieren könnten die Entwicklung eines Impfstoffs gefährden, warnt die dänische Regierung. Millionen Zuchtnerze im Land sollen deshalb getötet werden. Wie groß ist die Gefahr? Lesen Sie hier mehr.

Rigorose Ausgangssperre in ganz Griechenland ab diesem Wochenende

02.00 Uhr: In Griechenland gelten ab diesem Wochenende im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch tagsüber rigorose Ausgangsbeschränkungen. Die Bürger dürften ihre Häuser und Wohnungen nur noch verlassen, wenn sie dies über ihr Handy beantragt und per SMS eine Genehmigung erhalten hätten, kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis an.

Demnach gilt die Maßnahme drei Wochen lang. Eine nächtliche Ausgangssperre war bereits zuvor für das ganze Land verhängt worden.

Mitsotakis nannte die jetzige Verschärfung des Lockdowns eine "schwierige Entscheidung". Angesichts der "gefährlichen" Entwicklung der Infektionszahlen sei die Maßnahme aber notwendig. Die rigorosen Beschränkungen treten am Samstagmorgen um sechs Uhr in Kraft. Demnach müssen auch viele Geschäfte geschlossen bleiben. Nur "essenzielle" Läden wie Lebensmittelgeschäfte und Apotheken dürfen offen bleiben.

Anders als beim früheren sechswöchigen Lockdowns in Griechenland im Frühjahr bleiben aber die Kindergärten und Grundschulen geöffnet. Der Unterricht für Sekundärschüler findet hingegen nur noch aus der Ferne statt, wie dies bereits für Studenten der Fall ist.

Die Infektionszahlen in Griechenland hatten zuletzt deutlich zugenommen. Am Mittwoch wurden 2646 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 18 neue Todesfälle verzeichnet, was eine sprunghafte Zunahme im Vergleich zur Vorwoche war. Seit Beginn der Pandemie wurden im Land knapp 47.000 Ansteckungs- und rund 670 Todesfälle registriert.

Besonders besorgt sind die griechischen Behörden aber wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Die Zahl dieser Patienten, die an Beatmungsgeräte angeschlossen sind, hat sich seit Anfang Oktober mehr als verdoppelt – am Mittwoch waren dies 169 Kranke.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

DGB fordert neuen Sonderkündigungsschutz für Mieter

01.40 Uhr: Angesichts des erneuten Teil-Lockdowns in Deutschland fordert der

eine Wiederauflage des Sonderkündigungsschutzes für Mieter. Es sei "ein großer Fehler" gewesen, dass die Bundesregierung das durch die Corona-Pandemie bedingte Kündigungsmoratorium zum 30. Juni habe auslaufen lassen, zitierte die Funke Mediengruppe aus einem Positionspapier des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

Darin fordert der DGB demnach die Wiederaufnahme des Kündigungsschutzes für Miet- und Pachtverhältnisse bei durch die Coronakrise verursachten Zahlungsrückständen. Zudem sollen im Unterschied zur Regelung vom Frühjahr die Mietrückzahlungen nicht verzinst werden dürfen. Außerdem verlangt der DGB eine Sonderregelung für Dauerschuldner, mit der verhindert werden soll, dass ihnen Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation abgestellt werden. Auch sollen Zwangsräumungen ausgesetzt werden.

"Das Zuhause muss sicher sein. Dieses Signal brauchen Millionen Mieter in Deutschland", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Unterstützung erhält der DGB vom Deutschen Mieterbund (DMB). Die Situation habe sich seit dem Frühjahr verschärft, sagte DBM-Präsident Lukas Siebenkotten der Funke Mediengruppe. Damals hätten es die Mieter meist noch geschafft, ihre Miete zu bezahlen, indem sie andere Ausgaben eingeschränkt und Rücklagen eingesetzt hätten: "Jetzt sind die Rücklagen aber aufgebraucht."

Auch der verbraucherschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, unterstützt die Forderung nach einem neuen Mietenmoratorium. "Gerade wenn sich kleine Unternehmen und Selbstständige bislang durch die Coronakrise kämpfen konnten, sollten wir sie dabei weiter unterstützen und das Kündigungsmoratorium verlängern", sagte Fechner den Funke-Zeitungen.

Widerspruch kam aus der Unionsfraktion. "Für eine Wiedereinführung des Mietenmoratoriums sehe ich weder Raum noch Rechtfertigung", sagte der Verbraucherschutzexperte Jan-Marco Luczak (CDU) denselben Blättern. Mit einem neuen Moratorium würden die Probleme nur von der Mieter- auf die Vermieterseite verschoben, warnte er: Es wäre "nichts gewonnen, denn auch viele private Kleinvermieter sind auf die Mieteinnahmen angewiesen".

Die dreimonatige Corona-Sonderregelung der Bundesregierung zugunsten von Mietern war Ende Juni ausgelaufen. Vermieter durften in diesem Zeitraum nicht kündigen, wenn Mieter wegen der Coronakrise ihre Miete nicht mehr zahlen konnten.

Viermal mehr Münchner infiziert als bekannt

01.05 Uhr: Weil viele Menschen kaum etwas von ihrer Corona-Infektion bemerken, bleiben Fälle unentdeckt. Eine Studie beziffert nun die Dunkelziffer für München während der ersten Infektionswelle. Lesen Sie hier mehr.

cop/mjm/bah/kfr/AFP/dpa/sid/Reuters
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