Corona-News am Freitag Impfkommission will Empfehlung zu AstraZeneca-Vakzin ausweiten

Bislang ist der Impfstoff von AstraZeneca nur für Menschen bis 65 Jahre empfohlen. Das soll sich bald ändern. Und: Kanzleramtschef sieht dank Schnelltests eine Öffnungsperspektive. Der Überblick am 26. Februar.
Corona-Impfstoff von AstraZeneca

Corona-Impfstoff von AstraZeneca

Foto: Owen Humphreys / dpa

Das war das Corona-Update am Freitag.

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+++ Impfkommission plant aktualisierte Empfehlung zu AstraZeneca-Vakzin +++

22.26 Uhr: Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers AstraZeneca überdenken. Es werde »sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen«, sagte der Chef der Kommission, Thomas Mertens, am Abend im ZDF-»heute journal«.

Die Stiko hatte – anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – den Impfstoff vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen. Die Vakzine trifft bei vielen Menschen auf Vorbehalte. »Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen«, räumte Mertens ein. Er rechtfertigte aber die Stiko-Entscheidung mit einer dünnen Datenlage. »Wir hatten die Daten, die wir hatten und haben auf der Basis dieser Daten die Empfehlung gegeben. Aber wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war.« Ansonsten sei der Impfstoff »sehr gut« und er werde »jetzt durch hinzukommende neue Daten noch besser in der Einschätzung«, betonte Mertens.

Braun: Corona-Tests können Öffnungsperspektiven ermöglichen

21.21 Uhr: Corona-Schnelltests und Selbsttests spielen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zufolge bei der Bekämpfung der Pandemie und dem weiteren Vorgehen eine wichtige Rolle. Der Aufbau von Kapazitäten und die Durchführung von Tests sei in der nächsten Zeit das »zentrale Instrument«, sagte er am Abend beim digitalen Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Wiesbaden. »Wir werden in Zukunft alle wesentlich häufiger getestet werden.« Wenn man auf diese Weise schaffe, die Infektionszahlen gut zu stabilisieren, »dann haben wir eine Menge Öffnungsperspektiven«.

Angesichts der als ansteckender geltenden Virusmutationen müsse man auf dem Weg aus dem Lockdown sehr vorsichtig vorgehen, damit die Zahlen nicht wieder nach oben schnellen, betonte Braun. Es gehe darum, in »kleinen, vorsichtigen Schritten« etwas zu ermöglichen. Das Schlimmste wäre: »Wir machen auf, stellen fest, es klappt nicht und dann sind die Zahlen wieder hoch und machen wieder relativ streng zu.«

Der wochenlange Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs beraten am kommenden Mittwoch darüber, wie es weitergehen soll.

Ecuadors Gesundheitsminister tritt nach Impfskandal zurück

21.03 Uhr: Vor dem Hintergrund eines Impfskandals in Ecuador ist der Gesundheitsminister des südamerikanischen Landes zurückgetreten. Juan Carlos Zevallos zog die Konsequenzen, nachdem er eingeräumt hatte, dass seine 87-jährige Mutter und »mehrere« weitere Menschen in seinem Umfeld Corona-Impfstoffdosen erhalten hatten, die eigentlich für Mitarbeiter im Gesundheitswesen reserviert waren.

Präsident Lenín Moreno dankte Zevallos auf Twitter für seine Arbeit während der Corona-Pandemie. Damit habe der Minister »hunderttausende Leben gerettet«. Moreno betonte zudem, keiner seiner Angehörigen habe bisher eine Corona-Impfung erhalten.

Zevallos hatte das Gesundheitsministerium für elf Monate inne. Wegen der Impfstoff-Affäre wird nun gegen ihn ermittelt. Seine Entscheidung zum Rücktritt sei »angesichts der aktuellen politischen Situation« gefallen, außerdem wolle er eine reibungslose Fortsetzung der Impfkampagne ermöglichen, hieß es in seiner Rücktrittserklärung.

Tschechien weiter im Ausnahmezustand – Schulen sollen schließen

20.32 Uhr: Die tschechische Regierung hat für weitere 30 Tage einen Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser soll ab Sonntag gelten und den aktuellen Ausnahmezustand ablösen. Durch die Regelung erhält die Regierung Sonderbefugnisse, mit denen sie Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie durchsetzen kann. Sie plant eine Schließung aller Schulen sowie weiterer Geschäfte und will nur noch unbedingt notwendige Reisen im Land erlauben. Tschechien hat auf die Bevölkerungszahl bezogen eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

Corona-Ausbruch bei Miele behindert Produktion in mehreren Werken

19.53 Uhr: Wegen eines Corona-Ausbruchs im Euskirchener Werk des Hausgeräteherstellers Miele muss in der kommenden Woche in fünf weiteren Werken die Produktion heruntergefahren werden. In Euskirchen, wo Miele Motoren fertigt, waren zuvor 18 Mitarbeiter positiv getestet worden. Bei zehn von ihnen war die britische Mutante festgestellt worden. Wie Miele mitteilte, mussten sich daraufhin 206 Mitarbeiter bis einschließlich 9. März in Quarantäne begeben. In dem Werk sind den Angaben zufolge insgesamt 500 Menschen beschäftigt.

Weil das Werk Euskirchen nicht lieferfähig sei, müsse die Produktion im Verlauf der kommenden Woche vorübergehend auch im Gütersloher Gerätewerk GTG, in Bielefeld, in Unicov (Tschechien) sowie in Ksawerów (Polen) heruntergefahren werden. Da dort dann auch keine Kunststoffkomponenten mehr abgenommen werden könnten, müsse das Werk in Warendorf ebenfalls unabwendbar heruntergefahren werden.

Die ersten Infektionen sind dem Unternehmen zufolge bereits am Dienstag nachgewiesen worden. Daraufhin sei bei allen 500 Beschäftigten des Euskirchener Werkes eine Reihentestung durchgeführt worden. Laut Miele ist unklar, wie das Virus in den Betrieb gelangte und sich dort ausbreitete. Es gebe keine Hinweise darauf, dass dies auf unzureichende Schutzmaßnahmen zurückzuführen sei, betonte das Unternehmen.

WHO vermisst Kooperation für Ausweitung der Impfstoff-Produktion

19.40 Uhr: Um die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus deutlich anzukurbeln, müssen die Hersteller aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Technologie-Transfer ermöglichen oder etwa freiwillige Lizenzen herausgeben.

In einer Jahrhundertkrise wie dieser, sei der Moment für solche Schritte gekommen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. »Wir stellen mangelnde Zusammenarbeit und sogar erheblichen Widerstand fest.« Eine Ausweitung der Produktionskapazitäten wäre ein wichtiger Schritt, um Impfstoffe auch in den ärmeren Ländern schnell verteilen zu können. Davon würden alle Staaten profitieren, sagte Tedros.

Jüngst hatten sich Indien und Südafrika bei der Welthandelsorganisation (WTO) dafür eingesetzt, die Patente von Pharmafirmen auf Corona-Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Die Gespräche bei der WTO verliefen jedoch ergebnislos.

Spanien empfiehlt für bestimmte Corona-Genesene nur einfache Impfung

19.00 Uhr: In Frankreich hatte die Gesundheitsbehörde HAS vor Kurzem geraten , Covid-Genesene nur einmal mit Corona-Vazinen zu impfen. Nun zieht Spanien teilweise nach. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen Menschen unter 55 Jahren, die bereits eine Covid-19-Erkrankung durchgestanden haben, nur eine Impfdosis erhalten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, werde die nationale Impfstrategie entsprechend angepasst.

»Die Dauer der Immunität nach einer natürlichen Infektion ist unbekannt, aber Studien zeigen, dass eine einzige Dosis die Immunität steigert«, zitiert Reuters aus den aktualisierten Richtlinien.

Ein ähnlicher Schritt wird demnach auch in Italien erwogen. Spanien hatte den Bürgerinnen und Bürgern in der Altersgruppe zuletzt bereits empfohlen, nach einer durchgestandenen Covid-Erkrankung mindestens ein halbes Jahr mit der Corona-Impfung zu warten.

Die Impfbereitschaft in Spanien ist laut der Nachrichtenagentur sehr hoch. Nur zwei Prozent derjenigen, denen ein Impfangebot gemacht wurde, hätten dies ausgeschlagen. Insgesamt wurden bereits rund 2,2 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

Corona-Selbsttest von Roche in Deutschland zugelassen

18.55 Uhr: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat einen neuen Corona-Selbst-Test des Schweizer Pharmakonzerns zugelassen. Damit gebe es in Deutschland eine weitere Möglichkeit, sich zu Hause selbst auf eine Covid-19-Infektion zu testen, sagte Thomas Schinecker, CEO von Roche Diagnostics. Der »SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test« soll verschreibungsfrei in Apotheken verkauft werden.

Lockdown im Großraum Athen wird verlängert

18.45 Uhr: Rund vier Millionen Menschen in der Region um die griechische Hauptstadt Athen werden mindestens eine weitere Woche mit einem Lockdown leben müssen. Ursprünglich hätte dieser nach zwei Wochen an diesem Sonntag enden sollen. Allerdings ist die Zahl der Neuinfektionen seither nicht so stark gesunken wie erhofft. Deshalb entschied der griechische Corona-Stab sich nun für eine Verlängerung. Außerdem gehen mehrere andere Gegenden in Griechenland wegen steigender Zahlen ebenfalls in den Lockdown.

Die griechische Gesundheitsbehörde hatte am Freitag 1790 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden registriert, fast die Hälfte davon im Großraum Athen. Dort sind die Intensivbetten den Angaben zufolge zu 88 Prozent belegt. Landesweit soll es rund 12.000 aktive Fälle geben, mit einem steigenden Anteil von Infektionen mit mutierten Viren.

Zu den Gegenden, die neu in den Lockdown gehen, gehören die kretische Hafenstadt Heraklion, Teile der Halbinsel Peloponnes sowie die Inseln Samos und Syros. Zu den Maßnahmen gehören geschlossene Schulen, Geschäfte und Gastronomie sowie eine tägliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Das Haus darf nur verlassen, wer einkaufen, zum Arzt, arbeiten oder sich sportlich betätigen will. Dazu müssen die Bürger jeweils eine entsprechende SMS an den Zivilschutz senden.

»FAZ«-Umfrage: Pflegeheime verzeichnen sinkende Corona-Todesrate seit Impfbeginn

18.30 Uhr: Die Impfkampagne gegen das Coronavirus in Deutschlands Pflegeheimen zeigt offenbar Wirkung. Laut einer Umfrage der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« unter großen Pflegeheimbetreibern ist die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Verstorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgegangen.

So hätten etwa die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seit Beginn der Impfungen unter ihren 2400 Bewohnern so gut wie keine Corona-Toten mehr gezählt. Auch hätten die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-19-Erkrankungen dort aufgehört.

Der Caritas-Verband, der 128.000 Betten in 1800 stationären Einrichtungen unterhält, teilte der Zeitung mit, nach Verabreichung der Zweitimpfungen seien die Infektionszahlen in den Häusern um 35 bis 65 Prozent zurückgegangen. »Die Impfung hält ihr Versprechen«, sagte laut dem Bericht Caritas-Präsident Peter Neher.

»In den Einrichtungen, in denen bereits vollständig geimpft wurde, gehen die Zahlen der Infektionen und der auf Corona zurückzuführenden Todesfälle klar nach unten«, sagte Neher. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts, die das Blatt zitiert, waren in der letzten Dezemberwoche 2020 noch rund 4000 Menschen über 80 Jahre an oder mit Covid-19 gestorben. Innerhalb von vier Wochen sei diese Zahl auf 2600 gesunken.

Impfreihenfolge in Großbritannien streng nach Altersgruppen

17.55 Uhr: In Großbritannien sollen im Anschluss an die Impfung der am höchsten gefährdeten Menschen streng nach Altersgruppen vorgegangen werden. Das teilte die britische Impfkommission JCVI (Joint Committee on Vaccination and Immunisation) am Freitag mit. Forderungen, bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrer oder Polizisten vorzuziehen, erteilten die Experten damit eine Absage.

Als Grund gaben die Experten an, Alter sei nach wie vor der größte Risikofaktor in der Pandemie. Modellstudien würden zudem nahe legen, dass die Geschwindigkeit des Impfprogramms den größten Einfluss auf die Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen habe. Berufsgruppen vorzuziehen könne die Impfkampagne komplexer machen und damit verlangsamen, erklärten die Experten.

In der ersten Phase des britischen Impfprogramms wurden neun Gruppen mit den größten Gesundheitsrisiken durch Covid-19 priorisiert. Dazu gehören alle Altersgruppen über 50 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen. Sie sollen alle bis Mitte April eine Impfung erhalten haben. Anschließend sollen die über 40-Jährigen an der Reihe sein, gefolgt von weiteren jüngeren Jahrgängen. In Großbritannien haben inzwischen bereits knapp 18,7 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten. Zweimal geimpft wurden bisher etwa 700.000 Menschen.

Formel 1 plant weiter mit Fans bei vielen Rennen

17.49 Uhr: Die Formel 1 rechnet mit Fans bei vielen Rennen in dieser Saison. »Zu diesem Zeitpunkt bin ich weiter optimistisch, dass der Großteil der Saison Zuschauer sehen wird«, wurde die bei der Motorsport-Königsklasse für die Vermarktung der Rennen zuständige Direktorin Chloe Targett-Adams übereinstimmend von englischen Medien zitiert. Die Impffortschritte in Großbritannien zum Beispiel seien in der Corona-Pandemie ermutigend. Allerdings müsse die Zuschauerfrage »sehr gebietsspezifisch, standortspezifisch« betrachtet werden.

Die Hoffnung sei da, dass die Formel 1 zum Ende des Jahres an den meisten Standorten beträchtliche Mengen an Fans erlauben könne. In der vergangenen Saison waren nur vereinzelt Besucher an den Strecken erlaubt. Die neue Saison startet am 28. März mit dem Grand Prix in Bahrain. Wie schon im vergangenen Jahr fällt der traditionelle Auftakt im australischen Melbourne coronabedingt aus. Die Formel 1 plant mit einem Rekordkalender von 23 Rennen.

Streit über neuen Lockdown für Paris

17.46 Uhr: Die Corona-Zahlen in Paris haben sich deutlich verschlechtert – doch über die Konsequenzen streitet die Stadt mit der französischen Regierung. Premierminister Jean Castex nannte die Forderung der Stadtverwaltung nach einem dreiwöchigen Lockdown mit strenger Ausgangssperre am Freitag »Unsinn«. Es sei illusorisch zu glauben, dass danach alles wieder öffnen könne, betonte Castex.

Der stellvertretende Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire hatte einen solchen Lockdown inklusive Schließung aller Schulen und Geschäfte ins Gespräch gebracht, »mit der Perspektive, danach alles wieder öffnen zu können« – auch Restaurants, Bars und Kultureinrichtungen.

Die Regierung will zumindest die Schulen unbedingt offen lassen und erwägt deshalb für Paris Ausgangssperren auch an Wochenenden, zusätzlich zu der abendlichen Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. An Teilen der Côte d'Azur und in Dünkirchen am Ärmelkanal dürfen die Menschen ihre Wohnungen bereits ab diesem Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen.

In Paris ist die Zahl der Neuinfektionen laut den Gesundheitsbehörden auf mehr als 300 pro 100.000 Einwohner gestiegen – das Sechsfache des Alarmwerts von 50. Experten führen dies unter anderem auf die zuerst in Großbritannien festgestellte Corona-Variante zurück.

Kreml: Kurz und Putin wollen gemeinsame Produktion von Sputnik V ausloten

17.36 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und Russlands Staatschef Wladimir Putin wollen Möglichkeiten für eine gemeinsame Produktion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ausloten. In einem Telefonat der beiden Politiker sei es »im Detail« um die Pandemie-Bekämpfung, die mögliche Belieferung Österreichs mit Sputnik V sowie dessen gemeinsame Herstellung gegangen, teilte der Kreml am Freitag mit. Den Angaben zufolge war das Telefonat von der Regierung in Wien initiiert worden.

Zuletzt hatten mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, Interesse am Kauf des russischen Corona-Impfstoffs bekundet, sollte er von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen werden. Im EU-Mitgliedsland Ungarn ist der Einsatz des Präparats bereits von den nationalen Behörden genehmigt worden. In Brüssel gibt es indes Befürchtungen, wonach Russland seinen Impfstoff als Machtinstrument einsetzen könnte, sollte er EU-weit zugelassen werden.

Nach Angaben des an der Finanzierung von Sputnik V beteiligten russischen Staatsfonds ist der Impfstoff bereits in mehr als 35 Ländern zugelassen. Die Regierung in Moskau verhandelt derzeit mit mehreren Staaten über eine gemeinsame Produktion von Sputnik V. Bereits hergestellt wird das Mittel außer in Russland selbst auch in Brasilien, Indien, Kasachstan und Südkorea.

Elfenbeinküste erhält als zweites Land Corona-Impfdosen von Covax

17.31 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Elfenbeinküste als zweites Land der Welt Impfdosen von der internationalen Covax-Initiative erhalten. 540.000 Dosen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff seien am Freitag in der Hauptstadt Abidjan angekommen, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Zuvor hatte Ghana als erstes Land am Mittwoch Corona-Impfdosen von Covax erhalten.

Die Covax-Initiative wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Impfallianz Gavi gegründet, um Länder mit kleinen und mittleren Einkommen mit Corona-Impfstoffen zu versorgen. Die Initiative will nach eigenen Angaben in diesem Jahr knapp zwei Milliarden Dosen liefern.

In Afrika wurden der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC zufolge bisher rund 3,8 Millionen Corona-Fälle und knapp 103.000 Tote registriert. In der Elfenbeinküste in Westafrika mit ihren knapp 26 Millionen Einwohnern ist es demnach bislang offiziell zu mehr als 32.000 Corona-Infektionen gekommen.

RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten

17.27 Uhr: Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten – unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt – vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung  des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

Travemünde schon an diesem Wochenende wieder offen für Touristen

17.23 Uhr: Das ursprünglich bis Sonntag geltende Betretungsverbot für Travemünde ist bereits am Freitag aufgehoben worden. Damit dürfen auch Auswärtige das Ostseebad ab Sonnabend wieder besuchen. Das Sozialministerium des Landes habe die Aufrechterhaltung des Verbotes als unverhältnismäßig eingestuft, teilte die Stadt Lübeck am Freitag mit. Touristische Übernachtungen sind allerdings derzeit noch verboten.

Lübeck hatte nach den Erfahrungen der vergangenen Wochenenden eigentlich bis einschließlich Sonntag an dem Mitte Dezember verhängten Verbot festhalten wollen. Nun werde erwartet, dass die Zahl der Gäste und damit das Infektionsrisiko noch einmal deutlich zunehmen werde. Hinzu kämen Verdrängungseffekte aus dem Tourismusverbot in Mecklenburg-Vorpommern.

Budapester Basilika schließt wegen Corona – Pfarrer gestorben

17.20 Uhr: Die größte katholische Kirche in Budapest schließt wegen der Corona-Pandemie ihre Pforten. Am Freitag starb der Pfarrer der St.-Stephans-Basilika, Weihbischof György Snell, nach einer Corona-Infektion im Alter von 71 Jahren. Dies teilte der Primas der katholischen Kirche in Ungarn, Kardinal Peter Erdö, auf der Facebook-Seite des Erzbistum Esztergom-Budapest mit. Wie er weiter ausführte, infizierten sich auch die Kaplane der Basilika mit dem Coronavirus. Die weltlichen Bediensteten der Sakralstätte würden als Kontaktpersonen gelten und müssten deshalb in Quarantäne gehen. Aus diesem Grunde müsse die Kirche ihre liturgische Tätigkeit bis auf Weiteres einstellen.

Die Basilika ist bei Touristen beliebt. Mit einer Höhe von 96 Metern ist sie einer der höchsten Bauten in Budapest.

Modellrechnung: Millionen Erstimpfungen schneller möglich

17.10 Uhr: Millionen Bürger könnten deutlich schneller gegen Corona geimpft werden, wenn die zulässigen Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung voll ausgeschöpft und keine Impfdosen mehr für Zweitimpfungen zurückgelegt werden. Dies zeigen Modellrechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, die am Freitag veröffentlicht wurden. Würde so verfahren, könnten bis Ostern mehr als zwei Millionen zusätzliche Erstimpfungen gespritzt werden.

Bis zum Beginn der Sommerferien in den ersten Ländern am 21. Juni könnten sogar mehr als 7,5 Millionen zusätzliche Erstimpfungen stattfinden. Laut dem Modell könnten dann 58 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten. Im Unterschied dazu würden beim aktuellen Impfregime nur etwa 47 Prozent diesen Schutz bis zum Sommer bekommen, hieß es.

In beiden Szenarien wurden nur die derzeit zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca berücksichtigt – und zwar nach den bislang avisierten Liefermengen. Dringend nötig sei zudem eine weitere Aufstockung der Impfkapazitäten, etwa durch Einbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sagte der Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried. Dies werde noch dringender, wenn weitere Impfstoffe zugelassen werden – insbesondere der Hersteller Johnson & Johnson sowie Curevac.

Frankreich: Mit 191 km/h zum Impftermin – Polizei stoppt 88-Jährigen

16.56 Uhr: Ein Senior aus dem Elsass hatte es auf dem Weg zur Corona-Impfung offenbar sehr eilig. Die Polizei stoppte den Mann – nun ist er nicht nur seinen Impftermin los. Lesen Sie hier mehr dazu.

Finnland mit neuem Tageshöchstwert bei Corona-Neuinfektionen

16.53 Uhr: Finnland hat mit 720 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Tageshöchstwert in der Corona-Pandemie erreicht. Das teilte die Gesundheitsbehörde THL am Freitag mit. Erst am Vortag hatte die Regierung von Ministerpräsidentin Sanna Marin angesichts steigender Infektionszahlen strengere Maßnahmen für die Zeit vom 8. bis 28. März verkündet. Regierungsmitglieder betonten, diese seien notwendig, da sich die Fälle der durch Virusvarianten verursachten Infektionen häuften. Vor allem die britische Mutation breitet sich in Finnland aus, sie gilt als ansteckender. Marin sagte am Freitag im öffentlichen Sender YLE, dass die neuen Beschränkungen wohl auch über den März hinaus in Kraft blieben.

Unter anderem müssen Schüler über 13 Jahre ab 8. März im Großteil des Landes in den Fernunterricht, Freizeitaktivitäten für ältere Kinder werden auf Eis gelegt. Bars müssen geschlossen bleiben, Restaurants können Speisen nur noch zum Mitnehmen anbieten. Zusammenkünfte werden von zuletzt zehn auf maximal sechs Personen beschränkt. Vergangene Woche verabschiedete das Parlament bereits ein Gesetz, auf dessen Grundlage regionale Behörden vor Ort weitere Beschränkungen etwa für Spas und Fitnessstudios einführen können.

Seit Beginn der Pandemie starben in dem skandinavischen Land mit 5,5 Millionen Einwohnern 742 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2, mehr als 56.000 Menschen infizierten sich. In den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zählt Finnland auf die Bevölkerung gerechnet zu den Ländern mit den niedrigsten Neuinfektionszahlen im Europäischen Wirtschaftsraum, die Tendenz ist aber steigend.

Biontech-Chef Şahin im Interview: »Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie unter Kontrolle haben«

16.46 Uhr: Wann kehren wir zum normalen Leben zurück? Im Interview macht Biontech-Chef Uğur Şahin Hoffnung – und spricht über die Fähigkeit seines Impfstoffs, Infektionen zu verhindern. Das gesamte Interview lesen Sie hier:

Hamburg führt an Wochenenden Maskenpflicht in besonders beliebten Parks ein

16.27 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Zuspitzung in der Corona-Pandemie führt Hamburg an den Wochenenden eine Maskenpflicht in besonders beliebten großen Parks und Grünanlagen ein. Das teilte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag in der Hansestadt nach einer Senatssitzung mit. Die Vorschrift zum Maskentragen gelte darüber hinaus auch an allen Stellen im öffentlichen Raum, in denen es »eng« werde und Abstände nicht garantiert seien.

Außenalster in Hamburg

Außenalster in Hamburg

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Bodo Marks / dpa

Betroffen von der Maskenpflicht sind Tschentscher zufolge etwa die Grünanlagen entlang der Alster, der Hamburger Stadtpark und das Elbufer. Dabei handelt es sich um beliebte Ziele für Spaziergänge und Ausflüge. Die Pflicht gilt jedoch nur an Wochenenden tagsüber zwischen 10.00 und 18.00 Uhr. Die Polizei werde die Einhaltung dieser Regeln kontrollieren, sagte Tschentscher. Bereits jetzt gilt in Hamburg eine Maskenpflicht in bestimmten zentralen Stadtgebieten.

Tschentscher begründete die Verschärfung insbesondere mit einer zunehmenden Verbreitung hochinfektiöser neuerer Virusmutationen. Nach Erkenntnissen von Hamburger Experten könnten sich diese in der Stadt inzwischen bereits deutlich stärker ausgebreitet haben als im bundesweiten Schnitt, sagte er. Es sei daher »enorm wichtig«, Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Die ersehnten Öffnungsschritte seien nur möglich, wenn die Infektionslage diese auch zulasse.

Außengastronomie laut Altmaier ab Ostern wieder möglich

16.15 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Öffnung der Außengastronomie in Deutschland um Ostern herum für möglich. Das sagte Altmaier am Freitag in Berlin nach digitalen Beratungen mit seinen Ministerkollegen aus den Ländern. Voraussetzung sei die Einhaltung von Hygienevorschriften. Die Verfügbarkeit von Schnelltests könne eine Öffnung der Außengastronomie noch sicherer machen.

Altmaier sagte mit Blick auf das Vorgehen in der Coronakrise, er wolle nicht von einem Paradigmenwechsel sprechen. Die Strategie aber müsse angepasst und weiterentwickelt werden. Es gehe um eine Perspektive, die Mut mache. Er sagte weiter: »Es geht um die Substanz unserer Wirtschaft.« Viele Unternehmen seien innerhalb von zwölf Monaten nun schon seit insgesamt sechs Monaten geschlossen. Es gehe um eine Perspektive und um Planbarkeit. Gesundheitsschutz und vorsichtige, aber konsequente Öffnungen müssten miteinander verbunden werden.

Mehr als 40 Wirtschaftsverbände hatten Öffnungskonzepte an Altmaier übersandt. Das Ministerium hatte daraufhin eine »Gesprächsgrundlage für Beratungen der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern« erstellt. Dies sei laut Altmaier noch kein Öffnungskonzept. Er werde in den kommenden Tagen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über die Vorstellungen der Wirtschaft informieren.

Der wochenlange Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am kommenden Mittwoch darüber, wie es weitergeht.

Bundesregierung erklärt Malta zum Corona-Hochrisikogebiet

15.52 Uhr: Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass dann schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

Das Robert Koch-Institut gab diese und einige weitere Änderungen der Corona-Risikoliste am Freitag im Internet bekannt. Als »Hochinzidenzgebiete« gelten die Länder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) über 200 lag. Malta wird am Sonntag als 29. Land in diese Kategorie aufgenommen.

Die Inselgruppe im Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika hat rund 500.000 Einwohner. In dem kleinen EU-Land gab es in den vergangenen Tagen jeweils um die 200 neue Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden, am Freitag waren es 258. Gesundheitsminister Chris Fearne warnte, dass die Ausbreitung neuer Virus-Varianten, besonders der britischen, Malta vor große Probleme stelle. Ärzte klagen, dass die Situation in den Intensivstationen kritisch sei. Und das, obwohl die Impfkampagne in Malta gut vorankommt: Rund zehn Prozent der Menschen haben bisher nach offiziellen Angaben die erste Impfstoffdosis erhalten, mehr als vier Prozent sind vollständig geimpft.

Von Dänemark bis Griechenland: So ist die Corona-Lage in beliebten Osterurlaubsländern

15.42 Uhr: Nur noch wenige Wochen bis zu den Osterferien – und die Reiselust wächst. Ist ein Urlaub überhaupt möglich? Lesen Sie hier den Überblick über populäre Feiertagsziele.

US-Verbraucher konsumieren mehr – Corona-Schecks helfen

15.40 Uhr: Die US-Verbraucher haben im Januar dank neuer Corona-Schecks deutlich mehr konsumiert. Ihre Ausgaben wuchsen um 2,4 Prozent zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem etwas größeren Plus von 2,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch einen Rückgang von 0,4 Prozent gegeben hatte. Beflügelt wurde die Ausgabenfreude durch das Ende vergangenen Jahres verabschiedete Corona-Hilfspaket der Regierung, wodurch viele Amerikaner 600 Dollar erhielten. Die persönlichen Einkommen erhöhten sich dadurch um durchschnittlich zehn Prozent.

Insgesamt fast 20.000 Corona-Tote bisher in Tschechien

15.39 Uhr: In Tschechien ist die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie auf fast 20.000 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag mitteilte, starben 19.999 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden waren. Die Zahl der Infizierten stieg innerhalb von 24 Stunden um 14.457 auf mehr als 1,2 Millionen. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Das Kabinett in Prag hat inzwischen offiziell grünes Licht für Gespräche mit Deutschland und Polen über eine mögliche Übernahme von Corona-Intensivpatienten gegeben. Dazu soll es nach Aussage von Gesundheitsminister Jan Blatny aber erst kommen, wenn es unbedingt nötig ist. Das Gesundheitssystem sei in manchen Regionen am Limit. Fast 7200 Covid-19-Patienten sind im Krankenhaus in Behandlung.

Die Regierung spricht sich für einen härteren Lockdown aus. Ministerpräsident Andrej Babis schwebt vor, die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung einzuschränken. Die Menschen sollen für drei Wochen mit wenigen Ausnahmen wie dem Weg zur Arbeit ihren jeweiligen Bezirk nicht mehr verlassen dürfen. Die Bezirke entsprechen in ihrer Größe etwa den deutschen Landkreisen. Das Abgeordnetenhaus sollte im Laufe des Tages über den Antrag der Regierung entscheiden, den Notstand bis Ende März zu verlängern.

Frankfurter Hauptbahnhof testet Reinigungsroboter zur Virenbeseitigung

15.36 Uhr: Ein Reinigungsroboter unterstützt im Rahmen eines noch bis Ende April dauernden Testprojekts die Reinigungskräfte des Frankfurter Hauptbahnhofs. Das Fahrzeug eines Berliner Start-ups kann Bodenflächen kehren und Viren mittels ozonisiertem Wasser neutralisieren. Ozonisiertes Wasser ist ein natürliches Desinfektionsmittel und nach Angaben des Herstellers ebenfalls hochwirksam bei der Bekämpfung von Coronaviren und Bakterien.

Der Roboter reinige und desinfiziere rund 12.000 Quadratmeter Fläche am Tag und solle seine menschlichen Kollegen unterstützen und entlasten, hieß es von der Bahn. Er umfährt den Angaben zufolge Hindernisse oder stoppt den Reinigungsvorgang kurz und setzt ihn fort, sobald der Weg wieder frei ist. Auch wenn Unterhaltungen mit dem neuen Kollegen eher einseitig ausfallen dürften, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Roboter einen Namen verpasst: In einer Abstimmung setzte sich mit großer Mehrheit »Manni« durch.

Offener Brief zum Kultur-Lockdown: »Theater so schnell wie den Einzelhandel öffnen«

15.27 Uhr: In einem offenen Brief haben sich 21 Berliner Kulturinstitutionen an den Bund und an die Stadt Berlin gewandt: Eine rasche Öffnung ihrer Häuser sei trotz Corona vertretbar und gesellschaftlich nötig. Lesen Sie hier mehr dazu.

Portugal will fünf Prozent seiner Impfstoffe mit Afrika teilen

15.23 Uhr: Portugals Regierungschef António Costa hat angekündigt, dass sein Land fünf Prozent der Corona-Impfstoffe mit afrikanischen Ländern teilen werde. Dabei habe er vor allem Länder im Blick, in denen Portugiesisch gesprochen werde, sagte er am Freitag nach zweitägigen Videoberatungen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Damit folgt Portugal einem Vorschlag von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, der geworben hatte, die reicheren Länder sollten möglichst schnell vier bis fünf Prozent ihrer Impfstoffmengen abgeben. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warb dafür, Impfstoffe zu teilen.

Am Donnerstagabend hatten sich die 27 Staats- und Regierungschefs in einer Erklärung zu internationaler Hilfe bekannt. »Wir bekräftigen unsere Solidarität mit Drittländern und betonen, dass wir entschlossen sind, unsere globale Reaktion auf die Pandemie zu verstärken«, heißt es in dem Schreiben. Die EU sei bereit, einen »fairen« Anteil für den sogenannten ACT-Accelerator (Access to Covid-19 Tools Accelerator) beizutragen. Die Bemühungen für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe in der Welt sind im ACT-A mit der Covax-Initiative gebündelt, die die WHO und die Impfallianz Gavi vorantreiben.

Antigentests in Österreichs Schulen: bisher 1500 positive Fälle

15.14 Uhr: Bei den Corona-Tests in Österreichs Schulen sind seit der Rückkehr zum Präsenzunterricht am 8. Februar rund 1500 positive Fälle entdeckt worden. Allein in der nun dritten Woche seien es 904 gewesen – 619 bei Schülern sowie 285 bei Lehrern und Verwaltungspersonal, teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Freitag mit. Insgesamt wurden seit Montag 1,4 Millionen Tests in den Schulen gemacht. »Es ist gut, dass wir die Fälle finden. Nur so kann man die Schulen aufhalten«, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Alle 1,1 Millionen Schüler müssen sich selbst mindestens einmal die Woche mit einem sogenannten Nasenbohrer-Test in der Schule auf eine etwaige Infektion untersuchen. Dabei wird ein Abstrich aus dem vorderen Bereich der Nase genommen. Weil die Grundschüler die gesamte Woche über im Präsenzunterricht sind, müssen sie sich zweimal wöchentlich testen. »Die Kinder kommen irrsinnig gut damit zurecht«, meinte der Sprecher des Ministeriums.

Anfängliche Skepsis sei schnell verflogen, hieß es. Im Fall eines positiven Ergebnisses würden die betroffenen Schüler in einem separaten Raum betreut sowie die Eltern und die Gesundheitsbehörden informiert. Die folgenden PCR-Tests zur Überprüfung eines Resultats bestätigten in 80 Prozent der Fälle den positiven Selbsttest.

Ema empfielt Antikörper-Therapie von Regeneron

14.40 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema empfiehlt den Einsatz der Antikörper-Therapie des US-Biotechkonzerns Regeneron. Das Mittel kann zur Behandlung von Corona-Patienten genutzt werden, die noch keine Sauerstoffzufuhr benötigen und ein hohes Risiko haben, dass sich ihr Zustand ernsthaft verschlechtert. Das in den USA per Notfallzulassung erlaubte Kombinationspräparat war im Herbst bereits dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump bei dessen Covid-19-Erkrankung verabreicht worden.

Donald Trump kurz nach seiner Corona-Erkrankung im Oktober

Donald Trump kurz nach seiner Corona-Erkrankung im Oktober

Foto: Chris Kleponis / imago images/ZUMA Wire

Das Mittel kann nun in der Europäischen Union bereits vor einer offiziellen Marktzulassung eingesetzt werden. Die Überprüfung für eine bedingte Marktzulassung dauert noch an. Weitere Corona-Antikörper-Medikamente von Eli Lilly und Celltrion werden ebenfalls von der Ema überprüft.

Jens Spahn hatte im Januar bereits verkündet, dass der Bund zwei Corona-Antikörper-Medikamente bestellt habe, darunter Regeneron.

Regeneron hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass ein unabhängiges Kontrollgremium zu dem Schluss gekommen sei, dass das Mittel eine »klare klinische Wirksamkeit« bei der Verringerung der Rate von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen habe. Die US-Regierung hatte im Januar 1,25 Million Dosen des Mittels gekauft. Zur Ausweitung seiner weltweiten Lieferkapazitäten arbeitet Regeneron nach eigenen Angaben auch mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche zusammen.

Großteil der Pflegeheimbewohner gegen Corona geimpft

13.55 Uhr: Rund zwei Monate nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland hat die große Mehrheit der besonders anfälligen Pflegeheimbewohner in Deutschland eine Corona-Impfung erhalten. Mehr als 795.000 von ihnen wurde eine erste Dosis gespritzt, mehr als 550.000 auch schon die zweite, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: Freitag 10 Uhr) hervorgeht. Insgesamt wird von rund 900.000 Menschen in solchen Einrichtungen ausgegangen. Senioren in Gemeinschaftsunterkünften gelten als besonders gefährdet für schwere und tödliche Verläufe.

»Das Risiko, an Corona zu erkranken, hat sich für unsere höchstbetagten Bürgerinnen und Bürger deutlich reduziert«, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag. Die allermeisten Pflegeheimbewohner hätten das Impfangebot angenommen, mehr als 40 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien Menschen über 80 Jahren verabreicht worden. Die Strategie, die besonders Verwundbaren zuerst zu impfen, sei aufwendiger und dauere zu Beginn länger, rette aber Leben.

Die Fallzahlen bei den Über-80-Jährigen nähmen weiter ab, obwohl es nach wie vor Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern gebe, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. »Das ist wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfung.« Auch die Zahl der Todesfälle gehe zurück, pro Tag würden aber immer noch mehrere Hundert an das RKI übermittelt.

Nach RKI-Daten sind in Deutschland bisher insgesamt 5,7 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Eine erste Impfung haben 4,5 Prozent der Bevölkerung bekommen, bei der zweiten Dosis sind es 2,4 Prozent. Spahn betonte Höchststände bei den pro Tag verzeichneten Impfungen am Mittwoch (167.999) und Donnerstag (159.416).

Biontech-Gründer erhalten Bundesverdienstkreuz

13.51 Uhr: Die Gründer des Biotech-Unternehmens und Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci und Uğur Şahin, bekommen das Bundesverdienstkreuz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde dem Ehepaar am 19. März im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen, teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nehme an der Zeremonie teil.

Türeci und Şahin »verbinden medizinische Grundlagenforschung mit deren Übersetzung in eine praktische Nutzung«, erklärte das Präsidialamt. »Dank ihrer weltweit anerkannten Kompetenz im Bereich der mRNA-Technologien und ihres unermüdlichen Einsatzes gelang ihnen innerhalb kürzester Zeit die Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19. Sie haben damit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet.«

Zehntausende Verstöße gegen Maskenpflicht bei der Bahn

13.29 Uhr: Gegen die Maskenpflicht in Zügen und auf Bahnhöfen gab es im vergangenen Jahr Zehntausende Verstöße. Von Mitte September bis zum Jahresende registrierte die Bundespolizei gut 236.000 Fälle, wie eine Anfrage der FDP im Bundestag ergab. Unterdessen kam es 2020 zu weniger Straftaten in Bahnhöfen und Zügen, wie aus der Antwort des Bundesinnenministeriums hervorgeht. Darüber hatte zuvor die »Augsburger Allgemeine« (Freitag) berichtet. Das Ministerium betont: »Nach Auffassung der Bundesregierung sind die Bahnhöfe und Züge in Deutschland sicher.«

Gleichwohl wurden wieder tausende Straftaten registriert, darunter 12.700 Gewaltdelikte wie Körperverletzung und Raub sowie 22.835 Eigentumsdelikte wie Taschendiebstahl. Das entsprach Rückgängen von etwa 12 beziehungsweise 20 Prozent. Abgesehen vom Fahren ohne Fahrschein wurden insgesamt rund 158 000 Straftaten auf Bahnhöfen und in Zügen festgestellt, rund 14 Prozent weniger als im Vorjahr.

Zugenommen hat jedoch die registrierte Zahl von Sachbeschädigungen wie etwa Graffiti, die 27 783 erreichte – ein Plus von gut 9 Prozent. Außerdem wurden aus den Zügen mehr Gewaltdelikte gemeldet: 3573 Fälle entsprachen einem Zuwachs um 3 Prozent und die höchste Zahl seit Jahren. Zu den Gründen machte das Ministerium keine Angaben. Eine Rolle könnte spielen, dass weniger Menschen in Zügen saßen und auf Bahnhöfen unterwegs waren. Gleichzeitig waren aber mehr Sicherheitskräfte im Einsatz, was auch zu vermehrten Anzeigen geführt haben könnte.

Arbeitsagentur benötigt weitere Milliarden für Kurzarbeit

13.21 Uhr: Die mit dem Lockdown verbundene Kurzarbeit wird den Bundeshaushalt in diesem Jahr weitaus stärker belasten als geplant. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veranschlagt dafür nun weitere 6,3 Milliarden Euro, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilt. Die Planung im vorigen Herbst sei von rund 700.000 Kurzarbeitern im Jahresschnitt ausgegangen. Nun liege die Schätzung aufgrund des Lockdowns bei 1,1 Millionen. Insgesamt plant die BA für Kurzarbeit und die Erstattung der Sozialbeiträge an die Arbeitgeber nun rund zwölf Milliarden Euro ein. Bis Ende Februar wird die Behörde dafür seit Jahresanfang bereits rund vier Milliarden Euro ausgegeben haben.

Bundesregierung befürchtete keine Engpässe bei der Impfstoffproduktion

13.17 Uhr: Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Juli 2020 eine Förderung des Impfstoffherstellers IDT Biologika aus Dessau-Roßlau abgelehnt und fürchtete »keine Engpässe«. Dies geht aus einem Schreiben des Staatssekretärs Andreas Feicht an den FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hervor, das dem SPIEGEL vorliegt. Dieser hatte eine wohlwollende Prüfung für Fördermöglichkeiten in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angeregt. Das Ministerium sagte Nein und verwies auf andere Förderprogramme. Man sehe »keine zu befürchtenden Knappheiten bei den derzeit zahlreich im Aufbau befindlichen Produktionskapazitäten«, zumal die Pharmaindustrie regelmäßig versichere, an einer Gesamtlösung zu arbeiten – »selbst ohne Gewinnabsichten«, schrieb Feicht.

Das Ministerium verfüge »in diesem Sektor über keine speziellen Fördermöglichkeiten«. Der Brief sei aus heutiger Sicht »mehr als grotesk«, sagt Theurer dazu. »Es rächt sich, dass die Bundesregierung alle Warnungen diesbezüglich in den Wind geschlagen hat.« IDT Biologika hatte zuletzt bekannt gegeben, eine Vereinbarung mit dem Impfstoffhersteller AstraZeneca getroffen zu haben und die Vakzine künftig in großen Mengen zu produzieren. Erneut hat AstraZeneca wohl Lieferprobleme wegen mangelnder Produktionskapazitäten. Nun sollen die Dessauer Herstellungsanlagen massiv ausgebaut werden, womit IDT Biologika zu einem der größten Impfstoffhersteller Europas aufsteigt. Da erst jetzt in den Ausbau investiert wird, sollen die neuen Anlagen nicht vor Ende 2022 in Betrieb gehen können.

Schäden in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur: Deutschland im Corona-Burn-out

13.15 Uhr: Ein Jahr nach dem ersten und mitten im zweiten deutschen Lockdown macht sich im Land Erschöpfung breit. Im Kampf gegen die Seuche muss das Leben verschoben werden auf irgendwann, die Schäden an der Gesellschaft sind schon jetzt horrend. Lesen Sie hier mehr dazu:

Polen erhöht Altersgrenze für AstraZeneca-Impfstoff auf 69 Jahre

13.11 Uhr: In Polen wird der Impfstoff von AstraZeneca nun auch für Menschen bis zu einem Alter von 69 Jahren eingesetzt. Bislang lag die Grenze bei 65 Jahren. Experten des Gesundheitsministeriums hätten dies empfohlen, sagte ein Ministeriumssprecher. Auch andere Länder haben sich eine Altersgrenze für den Einsatz der Vakzine gesetzt, weil es an Studienergebnissen für ältere Menschen mangelt.

Coronakrise und Insolvenzen: Wo in Deutschland die »Zombie-Firmen« lauern – und wo nicht

13.10 Uhr: Der deutschen Wirtschaft drohe die »Zombiefizierung«, warnen Ökonomen, weil Corona-Hilfen massenhaft marode Firmen künstlich am Leben hielten. Doch eine neue Studie weckt große Zweifel an der These. Lesen Sie hier mehr dazu.

Bundestag beschließt weitere Corona-Hilfen für Firmen und Familien

13.06 Uhr: Der Bundestag hat am Freitag weitere Corona-Hilfen beschlossen, die Familien und Firmen zugutekommen sollen. So wird in diesem Jahr ein Kinderbonus von 150 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind gezahlt. Einen solchen Bonus hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben; damals betrug er 300 Euro.

Daneben beschloss der Bundestag auf Speisen in Gaststätten, länger als zunächst geplant, nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent zu erheben. Die Regelung wäre eigentlich Ende Juni ausgelaufen; sie wurde nun bis Ende 2022 verlängert.

Unternehmen profitieren zudem von einer Ausweitung des sogenannten steuerlichen Verlustrücktrags, mit dem sie aktuelle Verluste mit früheren Gewinnen steuerlich verrechnen können. Hier wird der Höchstbetrag auf zehn Millionen Euro verdoppelt, bei Zusammenveranlagung auf 20 Millionen Euro.

Mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen in Österreich durch Mutationen

12.58 Uhr: In Österreich ist laut Gesundheitsministerium inzwischen etwas mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen auf eine der grassierenden Corona-Varianten zurückzuführen. »Die Mutationen scheinen sich sehr schnell durchzusetzen, da sie stärker sind«, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag. Österreich sei das einzige Land in Europa, das alle positiven PCR-Testergebnisse auf etwaige Virusvarianten überprüfe. Als Erfolg wertete der Minister, dass die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen kurz vor dem Abschluss stünden. Dadurch seien weniger schwere Krankheitsverläufe zu befürchten.

Österreich sieht sich obendrein neben der Slowakei als das Land in Europa, das am meisten testet. Binnen 24 Stunden wurden laut Anschober zuletzt 223.000 Antigen-Schnelltests und PCR-Tests gemacht. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war nach deutlichem Anstieg zuletzt auf 2093 gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei rund 145 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert derzeit bei rund 63.

Am Montag will die österreichische Regierung entscheiden, ob nach dem Handel und den körpernahen Dienstleistungen in den nächsten Wochen auch die Hotels und die Gastronomie wieder öffnen dürfen. In diesem Fall wären negative Corona-Tests eine Voraussetzung für den Lokalbesuch.

Corona-Abstandsregeln im Fußball: Udine Calcio testet neues System im Stadion

12.45 Uhr: Der italienische Fußball-Erstligist Udinese Calcio testet ein neues System zur Überprüfung der Corona-Abstandsregeln. Beim Heimspiel gegen AC Florenz soll die Technologie am Sonntag (15.00 Uhr) zum ersten Mal zum Einsatz kommen.

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Circa 350 Personen sollen dann im Stadion ein Gerät tragen, das vibriert, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Zudem wird die Nachverfolgung der Kontakte in der Arena ermöglicht. Das von der Firma »Be Shaping The Future« entwickelte System soll dazu dienen, die sichere Wiedereröffnung der Stadien mit Zuschauern zu ermöglichen, berichtete die »Gazzetta dello Sport«.

Der italienische Verbandschef Gabriele Gravina sprach sich für eine Besetzung von mindestens 30 Prozent der Plätze aus.

Brauer sollen Kosten für verdorbenes Bier ersetzt bekommen

12.36 Uhr: Brauereien sollen wegen der Corona-Beschränkungen die Kosten für verdorbenes Bier ersetzt bekommen. Dies sei bei einer Schalte der Länder mit den zuständigen Bundesministerien beschlossen worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums am Freitag. Demnach soll dies im Rahmen der Überbrückungshilfe III geschehen und neben Brauern auch Winzer betreffen. Die Informationen des Bundes dazu würden im Laufe des Freitags angepasst.

Brauereien haben während der aktuellen Einschränkungen das Problem, dass Fassbier kaum zu verkaufen ist, weil Gaststätten geschlossen haben und es keine Volksfeste gibt. Da bei immer mehr Fässern das Ablaufdatum näher rückt oder überschritten wird, musste zuletzt nach Angaben der Brauer in Deutschland Bier im Millionenwert weggeschüttet werden. Manche Brauereien verschenkten das Bier auch.

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wertete es als »wichtigen Erfolg unserer Politik, dass die Stimmen der bayerischen Brauer in Berlin gehört wurden und sie nun eine Erstattung für ihr überschüssiges Fassbier erhalten«. Zudem forderte er eine Öffnungsperspektive für die Gastronomie. Auch aus anderen Bundesländern hatte es zuletzt Rufe nach Hilfen für die Brauwirtschaft gegeben.

Niederländisches Gericht: Ausgangssperre ist rechtmäßig

12.09 Uhr: Im heftigen Rechtsstreit um die Ausgangssperre in den Niederlanden hat das Berufungsgericht nun der Regierung recht gegeben. Die staatliche Maßnahme gegen die Corona-Pandemie sei auf einer rechtmäßigen Rechtsgrundlage eingeführt worden, entschied am Freitag das Gericht in Den Haag. Damit wurde das Urteil der vorigen Instanz aufgehoben.

In erster Instanz hatte der Richter erklärt, dass es für die Einführung der Maßnahme keine akute Notlage gegeben habe. Dem widersprachen die Berufungsrichter: »Die Corona-Pandemie ist als Anlass ausreichend.« Angesichts der Schwere der Pandemie sei auch die zeitweilige Einschränkung von Grundrechten wie der Bewegungsfreiheit gerechtfertigt.

Die Corona-Protestgruppe »Viruswahrheit« hatte gegen die Ausgangssperre geklagt und am 16. Februar auch zunächst recht bekommen. Die Regierung hatte Berufung eingelegt, zugleich aber auch ein Notgesetz vorgelegt, um der Maßnahme eine andere gesetzliche Grundlage zu geben. Das Gesetz ist bereits in Kraft getreten. Daher ist das jetzige Urteil für die Aufrechterhaltung der Ausgangssperre nicht mehr relevant.

Die Ausgangssperre von 21 bis 4.30 Uhr wurde vor gut einem Monat eingeführt, um vor allem die Verbreitung der britischen Virusvariante abzubremsen. In den ersten Tagen hatte es daher heftige Krawalle gegeben. Die Maßnahme war erst kürzlich bis zum 15. März verlängert worden.

Neue Unterlagen zu überteuerten Masken-Deals: »Sehr geehrter Herr Spahn, anbei Angebot«

12.00 Uhr: Bislang unbekannte E-Mails zeigen, wie Maskenhändler auf Kosten von Bund und Ländern einen Reibach machten. Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und zwei weitere CSU-Promis verschafften ihnen wertvolle Zugänge. Lesen Sie hier mehr dazu:

Fast 10.000 Menschen an sächsischen Grenzen zu Tschechien abgewiesen

11.53 Uhr: Bei Grenzkontrollen an den sächsischen Übergängen zu Tschechien sind seit Beginn der Maßnahmen fast 10.000 Menschen zurückgewiesen worden. »Vom 14. Februar bis heute Morgen musste 9957 Menschen die Einreise verweigert werden«, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Freitag auf Anfrage. Eine konkrete Aufteilung der Gründe für die Abweisung nannte er nicht.

Die Bundesregierung hatte Tschechien zum sogenannten Virusvariantengebiet erklärt und die Grenzkontrollen sowie Einreiseverbote zunächst bis kommenden Mittwoch (3. März) verlängert. Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen, wie Ärzte und Pflegepersonal. Zudem müssen sie einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist, und sich online registriert haben.

In den ersten vier Tagen nach Beginn der Maßnahmen am 14. Februar war laut Bundespolizei die Zahl der Abweisungen besonders hoch. »Zu dem damaligen Zeitpunkt waren viele Reisende wohl noch nicht auf die Regeln eingestellt und hatten sich vermutlich nicht umfassend informiert«, sagte der Sprecher. Es hatten sich kilometerlange Staus gebildet. Nun habe sich die Situation aber entspannt.

Ein Jahr ›Coronavirus-Update‹ mit Christian Drosten – Tempo beim Impfen sei entscheidend

11.41 Uhr: Schnelle Fortschritte beim Impfen sind für den Virologen Christian Drosten der entscheidende Faktor für den Weg raus aus der Pandemie. »Es geht auf der organisatorischen Ebene, auf der logistischen Ebene jetzt um die Wurst«, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité in der am Freitag veröffentlichten Jubiläumssendung des »Coronavirus-Update«. Der Podcast von NDR Info wurde vor einem Jahr zum ersten Mal ausgestrahlt.

Impfstoff werde bald in erheblichen Mengen zur Verfügung stehen. Das Vertrauen in die Vakzine werde wachsen. »Ich bin mir ganz sicher, dass ganz große Kreise in der Bevölkerung sich bereitwillig impfen lassen würden. Da ist aber sehr viel zu organisieren«, sagte Drosten. »Ich glaube, es ist ein bisschen naiv, zu denken, dass das alles so schön der Reihe nach wie am Schnürchen klappt.« Für Drosten ist klar: »Wir kommen nur über diesen Weg aus der Pandemie raus.« Entscheidend sei der Zeitkorridor: »Schaffen wir das im Groben bis zum Sommer oder dauert das eben doch bis zum Ende des Jahres.«

Am 26. Februar 2020 ging der Podcast »Das Coronavirus-Update« an den Start. Seither wurden 77 Folgen produziert, die nach NDR-Angaben rund 86 Millionen Mal abgerufen wurden. Der Podcast wurde unter anderem mit zwei Grimme-Online-Awards und dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Drosten wechselt sich seit Herbst mit Sandra Ciesek ab, der Leiterin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die neuen Folgen sind immer dienstags ab etwa 17 Uhr abrufbar.

Verwaltungsgericht: Eilantrag gegen »Verweilverbot« in Düsseldorf eingegangen

11.21 Uhr: Gegen das »Verweilverbot« in der Düsseldorfer Altstadt und am nahen Rheinufer ist am Verwaltungsgericht ein Eilantrag eingegangen. Die zuständige Kammer will laut einem Gerichtssprecher eventuell noch am Freitag über den Antrag entscheiden.

In Düsseldorf soll um 15.00 Uhr erstmals das »Verweilverbot« in Kraft treten, wonach man in einer bestimmten Zone nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen darf. Die Regelungen gelten auch am Samstag und Sonntag. Die Verwaltung hat bereits damit begonnen, 300 rote Schilder aufstellen, die mit dem Schriftzug »Verweilverbotszone: Bitte gehen Sie weiter« versehen sind.

Der Hintergrund: Am vergangenen Wochenende hielten sich Zehntausende Menschen bei bestem Wetter in den Gassen der Altstadt und vor allem an der Rheinpromenade auf. Laut Stadt wurde der Mindestabstand immer wieder missachtet. Gleichzeitig stieg tendenziell die Zahl der Corona-Neuinfektionen und vor allem der Anteil an Erkrankten, die sich mit der ansteckenderen britischen Virusvariante angesteckt hatten. Die Quote lag am Donnerstag in Düsseldorf bereits bei 49 Prozent.

Biontech-Impfstoff darf in den USA ins normale Gefrierfach

11.09 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde erlaubt eine weniger kalte Lagerung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Er darf in den USA ab sofort bis zu zwei Wochen in einem normalen Gefrierfach liegen. Lesen Sie hier mehr dazu.

EU-Politiker Weber fordert Stopp der Einreisen aus Mutationsgebieten

11.08 Uhr: Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament, Manfred Weber, hat einen schnellstmöglichen Stopp der Einreisen aus Corona-Mutationsgebieten in den EU-Schengen-Raum verlangt. »Wir brauchen im Schengenraum unbedingt schnellstmöglich gemeinsame Standards, dass wir Hochrisikogebiete auf der Welt isolieren und die Einreise verhindern in der jetzigen Übergangszeit, wo die Mutanten eben die große Sorge sind«, sagte Weber am Freitag im Bayerischen Rundfunk. Dies sei die Aufgabe der Innenminister.

»Man muss sich schon die Frage stellen, warum es der EU im Schengenraum nicht gelungen ist, die Mutanten von uns fernzuhalten. Es gibt keinen gemeinsamen Standard in der EU. Man kann über Madrid einreisen und dann nach München weiterfahren«, sagte Weber weiter. Im Schengenraum haben 26 europäische Länder ihre Binnengrenzen für den freien und uneingeschränkten Personenverkehr abgeschafft, sodass dort in der Regel keine Personenkontrollen mehr stattfinden.

Verständnis äußerte Weber für innereuropäische Grenzschließungen angesichts hoher Infektionszahlen, beispielsweise an der deutsch-tschechischen Grenze. Hier gehe es nicht um das Ob, sondern wie die Grenzschließungen umgesetzt würden. »Wir haben auf der tschechischen Seite sehr hohe Werte, wir haben einen eindeutigen Eintrag Richtung Deutschland in Sachsen und in Ostbayern. Und deswegen ist es auch berechtigt, dass man die Reisen auf das Minimum begrenzt.« Dabei müsse die Grenze für die Lieferketten und die Arbeitspendler offen bleiben.

»Wir brauchen Schengen-konforme Regelungen, und da muss jetzt in Berlin auch noch mal nachgearbeitet werden«, sagte Weber dem Sender Bayern 2. Der angekündigte Corona-Impfpass sei »überfällig«, damit sollte man »so schnell wie möglich starten«.

RKI-Chef Lothar Wieler: »Wir sehen aktuell deutliche Signale einer Trendumkehr«

10.55 Uhr: Die Impfkampagnen zeigen erste Wirkungen, die Zahl der Infektionen bei Hochbetagten sinkt. Trotzdem warnt RKI-Chef Lothar Wieler: Vor allem bei jungen Menschen steigen die Infektionszahlen, es droht eine dritte Welle. Lesen Sie hier mehr dazu.

50 Prozent der Bevölkerung in Israel haben erste Impfung erhalten

10.40 Uhr: In Israel haben 50 Prozent der Bevölkerung zumindest die erste Impfung erhalten, wie Gesundheitsminister Juli Edelstein mitteilte. 35 Prozent hätten bereits beide Dosen der Biontech/Pfizer-Vakzine erhalten. Die Erstimpfung erhielten seit Beginn der Impfkampagne kurz vor Weihnachten demnach rund 4,7 Millionen Menschen, die Zweitimpfung etwa 3,3 Millionen. Nach Angaben des nationalen Statistikamts lebten im Dezember 9,294 Millionen Menschen in Israel.

Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu strebt die Impfung von mindestens 6,2 Millionen Menschen an. Israel ist ein sehr junges Land, rund 30 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre alt. Diese Altersgruppe kann bisher noch nicht geimpft werden.

Trotz der Impfbemühungen lag die Zahl der Neuinfektionen zuletzt weiter auf hohem Niveau. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden binnen 24 Stunden 3782 neue Fälle registriert. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner. Hier wurden zuletzt 9997 Neuinfektionen gemeldet. In Deutschland erhielten bislang etwa 3,8 Millionen Menschen eine Erst- und rund zwei Millionen Menschen auch eine Zweitimpfung.

Spahn: Impfkampagne in Deutschland zeigt erste Erfolge

10.33 Uhr: Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeige die Impfkampagne in Deutschland »erste Erfolge«. So hätten bislang die allermeisten Menschen der Kategorie 1 das Impfangebot angenommen, sagte Spahn in Berlin. In einigen Bundesländern sei bereits die Mehrheit der über 80-Jährigen geimpft. Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sei für diese Gruppe damit deutlich gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz der über 80-Jährigen lag dem Minister zufolge Anfang Februar noch bei 200, mittlerweile liege sie bei 70.

Abendessen in Corona-Zeiten: Wie Minister Spahn auf die eigenen Mahnungen pfiff

10.20 Uhr: Immer wieder appelliert Gesundheitsminister Spahn an die Bürger, unnötige Kontakte zu reduzieren. Er aber reiste nach SPIEGEL-Informationen im Oktober zu einem Unternehmerdinner. Tags darauf wurde er positiv auf Corona getestet. Lesen Sie hier mehr dazu:

Krankenhäuser erwarten Entlastung im Zuge der Impfungen

10.17 Uhr: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, erwartet eine Entspannung in den Kliniken im Zuge der Impfungen. Diese würden sich »in den nächsten Wochen positiv bemerkbar machen, davon bin ich fest überzeugt«, sagt Gaß NDR Info. Demnach ist die Situation bereits jetzt beherrschbar. »Wir haben in den letzten Wochen eine sinkende Zahl der Patienten auf unseren Intensivstationen gehabt. Wir hatten Anfang des Jahres eine Zahl von etwa 6000 Intensivpatienten mit Covid-19-Erkrankung und liegen jetzt bei ungefähr 2900, also nur noch der Hälfte«, sagte Gaß.

Weltkarte der Impfstoffverteilung: Es wäre genug für alle Menschen da – würden reiche Länder teilen

10.09 Uhr: Weltweit wurde so viel Impfstoff bestellt, dass jeder Mensch zweimal geimpft werden könnte. Doch die Verteilung ist extrem ungleich: Welche Länder Impfstoff horten – und wo viel zu wenig ankommt. Der Überblick in Grafiken. Lesen Sie hier mehr dazu.

Spätestens ab Mai soll auch in Arztpraxen geimpft werden

09.36 Uhr: Spätestens ab Mai soll auch in den Arztpraxen der Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erwartet »einen Impfstart für die Praxen in den nächsten sechs bis acht Wochen«, wie ein KBV-Sprecher der »Rheinischen Post«  vom Freitag sagte. Nach Angaben des Apothekerverbands Nordrhein stehen allein in Nordrhein-Westfalen 4000 Apotheken bereit, die niedergelassenen Ärzte ab Mai mit Impfstoff zu versorgen.

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet in zwei Monaten aufgrund der »Schwemme an Impfstoffen« mit einer Überforderung der Impfzentren. »Wir werden in zwei Monaten sehr viel mehr Impfstoff in Deutschland haben, als die bisherigen Impfzentren verimpfen können«, sagte er am Freitag im Interview mit den Fernsehsender RTL und ntv.

Er dringt daher auf Konzepte, wie etwa der Impfstoff zu den Hausarztpraxen transportiert werden kann. »Das alles muss jetzt geplant werden und ich sehe schon jetzt mit Grausen, wie wir dann wieder von einer Ad-Hoc-Lösung in die nächste Ad-Hoc stolpern, weil es keinen präzisen Plan gibt«, sagte Montgomery.

Sachsen-Anhalt bietet erste Impfungen für Lehrkräfte an

09.15 Uhr: Nach der höheren Einstufung bei der Impfreihenfolge haben Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher im Jerichower Land am Freitag das erste Mal die Möglichkeit, sich gegen Corona immunisieren zu lassen. Gestaffelt nach Gemeinden seien zu diesem Zweck Terminfenster im Impfzentrum in Burg eingerichtet worden, teilte der Landkreis in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mit. Damit solle möglichst viel pädagogisches Personal noch vor der Schulöffnung am Montag die Chance auf eine Impfung bekommen.

Die Kapazitäten erlaubten, am Freitag bis zu 1000 Impfberechtigte zu versorgen, sagte eine Sprecherin. Dafür müssten die Lehrkräfte und Erzieherinnen vorab keine Termine buchen, sondern könnten in dem Zeitraum vorbeikommen, der für ihre Gemeinde vorgesehen sei. »Sofern die Menschen impfbereit sind, wird es nicht dazu kommen, dass sie ohne eine Impfung wieder fahren müssen.«

Der Bund hatte zuletzt die Impfordnung geändert, in der festgelegt ist, welche Gruppen bevorzugt einen Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher wurden in die zweithöchste Kategorie aufgenommen. Sie sollen mit dem AstraZeneca-Impfstoff versorgt werden, der mangels ausreichender Studiendaten bei älteren Menschen nur für unter 65-Jährige eingesetzt wird.

Ob auch andere Kreise schon vor der Schulöffnung Impftermine für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher anbieten, konnten weder Landkreistag noch Gesundheitsministerium am Mittwoch beantworten. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte zuletzt, sie hoffe darauf, dass das pädagogische Personal ab kommender Woche versorgt werden könne. Das Land will dafür ein Viertel der angekündigten Impfdosen von AstraZeneca reservieren.

Tourismusbranche dringt auf europäische Perspektive für Öffnung

8.56 Uhr: Die Tourismusbranche dringt auf eine europäische Perspektive für die Zukunft des Sektors. Es sei »Zeit für einen gemeinschaftlichen und koordinierten Aufbruch, um sichere Mobilität wieder herzustellen«, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag. Deutsche Reiseveranstalter und Reisebüros hätten 2020 Umsatzeinbußen von 80 Prozent verzeichnet, im Januar sogar über 90 Prozent. »Das ist nicht mehr lange auszuhalten.«

Der Verbandspräsident setzt dabei neben den Impfungen auf den Einsatz von Schnelltests. Diese würden den Weg zur internationalen Mobilität öffnen. »Ein standardisierter, digitaler Impfnachweis ist wünschenswert und würde die Kontrollen an sehr vielen Stellen erleichtern«, sagte Fiebig den Zeitungen.

Niedersachsens Ministerpräsident Weil will mehr Freiheiten für Getestete

8.20 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angeregt, in der Corona-Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben. »Wir können nicht nur an die einstweilen wenigen Glücklichen, die geimpft sind, denken«, sagte der SPD-Politiker der »Braunschweiger Zeitung«. An einer solchen Perspektive etwa für Gastronomen und Einzelhändler »müssen wir hart arbeiten«. Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse.

EU will Corona-Impfpass einführen

7.05 Uhr: Die Europäische Union will einen einheitlichen Corona-Impfpass für einfacheres Reisen einführen. In den kommenden drei Monaten will die EU-Kommission die technischen Voraussetzungen dafür schaffen, nationale digitale Impfausweise miteinander zu verbinden.

Airbnb kommt trotz Mega-Verlust besser als erwartet durch die Krise

6.58 Uhr: Der Apartment-Vermittler Airbnb hat sich im Corona-Jahr 2020 besser geschlagen als zunächst angenommen. Insgesamt gingen die Erlöse um 30 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zurück, wie Airbnb am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Nach dem heftigen Einbruch zu Beginn der Pandemie erholte sich das Geschäft deutlich, im Schlussquartal gab es verglichen mit dem Vorjahreswert nur noch ein Umsatzminus von 22 Prozent auf 859 Millionen Dollar. Dennoch riss die Krise tiefe Löcher in die Bilanz – insgesamt machte Airbnb 2020 einen Verlust von 4,6 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro).

Fast 10.000 Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle

06.30 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut  (RKI) binnen einem Tag 9997 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen einem Tag 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,6 – und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 94,4 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,05 (Vortag 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Südkorea beginnt mit landesweiten Corona-Impfungen

05.55 Uhr: Südkorea hat mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erster Impfstoff wurde am Freitag die Vakzine von AstraZeneca verabreicht. Kurz vor dem offiziellen Start der landesweiten Impfkampagne am Morgen (Ortszeit) habe eine 61-jährige Altenpflegerin in Seoul die erste Spritze erhalten, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS. Präsident Moon Jae In hatte den etwa 52 Millionen Einwohnern des Landes eine kostenlose Corona-Schutzimpfung versprochen.

Zuerst sollten mehr als 5000 Pflegekräfte und Patienten in 213 Pflege- und Reha-Einrichtungen geimpft werden. Entgegen früherer Planungen schlossen die Gesundheitsbehörden zunächst Menschen im Alter von 65 Jahren und älter von der Impfung mit der AstraZeneca-Vakzine aus. Es gebe nicht genug Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen.

Zunächst sollen in Südkorea 1,5 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, die für eine Erst- und Zweitimpfung von 750.000 Menschen ausreichen. Die Dosen werden vom einheimischen Unternehmen SK Bioscience unter Lizenz von AstraZeneca produziert. Von Samstag an sollen auch die Impfungen mit der Corona-Vakzine der Unternehmen Biontech und Pfizer beginnen.

Südkorea hat sich vorgenommen, dass bis zum dritten Quartal alle Bürger eine erste Impfung erhalten und bis November Herdenimmunität erreicht wird. Das Land ist zwar bislang vergleichsweise erfolgreich durch die Pandemie gekommen. Doch wurden seit Ende 2020 die coronabedingten Beschränkungen wegen steigender Zahlen bei den täglich erfassten Infektionsfällen wieder verschärft. Wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, wurden am Vortag 406 Corona-Neuinfektionen bestätigt. Die Gesamtzahl kletterte auf fast 89.000.

Queen Elizabeth II. über Impfskeptiker: »Sie sollten eher an andere Menschen denken als an sich selbst.«

04.40 Uhr: Königin Elizabeth II. fühlt sich angesichts der Coronakrise an andere schwere Pandemien erinnert. »Ich meine, es ist ein bisschen wie eine Pest, nicht wahr?«, sagte die Queen bei einer Videokonferenz mit den Verantwortlichen für die Impfkampagne in Großbritannien. »Weil wir nicht nur hier das Virus haben, sondern es überall ist, ist es ein seltsamer Kampf, den wirklich alle führen.«

Die Monarchin lobte den gemeinsamen Einsatz gegen die Pandemie. Das Gemeinschaftsgefühl erinnere sie an den Zweiten Weltkrieg. »Es ist sehr ähnlich wie damals, wissen Sie, als alle am gleichen Strang gezogen haben.« Sie habe den Eindruck, dass die Kriegserinnerungen das heutige Gemeinschaftsgefühl im Kampf gegen Corona inspiriert hätten.

Die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip hatten am 9. Januar ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Nun äußerte sich die Königin überraschend zu ihren Erfahrungen. »Es hat überhaupt nicht weh getan«, sagte sie. »Sobald man geimpft wurde, hat man das Gefühl, geschützt zu sein. Das halte ich für sehr wichtig.« Die Queen sagte: »Es ging sehr schnell, und ich habe viele Briefe von Menschen bekommen, die sehr überrascht waren, wie einfach es war, den Impfstoff zu bekommen.«

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Im Gespräch mit den Verantwortlichen für die Auslieferung der Impfstoffe in den Landesteilen England, Wales, Schottland und Nordirland äußerte die Queen zwar Verständnis dafür, dass einige Menschen Angst vor der Impfung haben. »Aber sie sollten eher an andere Menschen denken als an sich selbst.«

Das Staatsoberhaupt lobte den Fortschritt der Impfkampagne. Bisher haben offiziellen Angaben zufolge etwa 18,7 Millionen Menschen in Großbritannien eine erste Dosis erhalten, also mehr als jeder dritte Erwachsene. »Ich finde es bemerkenswert, wie schnell das Ganze vorangeht und wie viele Menschen bereits geimpft wurden«, sagte die Queen. Nach dem Gespräch sagte Emily Lawson, verantwortlich für die Impfstoffauslieferung in England, die Aussagen der Königin seien »ein unheimlich wichtiges Vertrauensvotum für das Programm«.

Kommunen und Apotheken fordern detailliertes Schnelltest-Konzept

02.55 Uhr: Kommunen und Apothekenverbände fordern Klarheit darüber, wie genau die von der Bundesregierung angestrebte geplante breite Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests sichergestellt werden soll. »Wie Schnelltests in großen Mengen künftig beschafft, bezahlt, flächendeckend verteilt werden und auch zu den Menschen kommen, dazu erhoffen wir uns nächste Woche von den Beratungen von Bund und Ländern mehr Aufklärung«, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, der »Rheinischen Post«.

Jeder weitere Öffnungsschritt müsse »zwingend mit einer passenden Teststrategie verbunden werden«, fügte der Leipziger Oberbürgermeister hinzu. Dafür gebe es »ein dichtes Netz an Möglichkeiten«, das aus den niedergelassenen Ärzten, den Apotheken und weiteren privaten Testzentren bestehe. Auch gebe es viele Mitarbeiter, die inzwischen entsprechend geschult seien und Tests vornehmen könnten. Jung verwies zudem auf die seit Mittwoch zugelassenen Selbsttests für Laien.

Die verschiedenen Schnelltest-Varianten dürften aber nicht dazu führen, dass sich die Menschen in falscher Sicherheit wiegen, warnte Jung. »Die Ergebnisse gelten immer nur für den Augenblick«.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass ab 1. März alle Bürgerinnen und Bürger etwa in einem Testzentrum oder einer Apotheke kostenlos einen Corona-Schnelltest vornehmen lassen könnten. Das Corona-Kabinett der Bundesregierung lehnte dieses Startdatum am Montag aber ab. Das Thema soll nun bei den Bund-Länder-Beratungen am kommenden Mittwoch besprochen werden. Die kostenlosen Schnelltests könnten dann am 8. März starten.

Mehr als 250.000 Tote in Brasilien

02.50 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien hat die Schwelle von 250.000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília mitteilte, wurden 1541 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 251.498.

Brasilien ist nach den USA das Land mit der weltweit zweithöchsten Zahl von Corona-Toten. In den Vereinigten Staaten war am Montag die Schwelle von einer halben Million Todesopfern überschritten worden. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 10,3 Millionen Infektionsfälle in dem Land erfasst. In der Statistik der Ansteckungsfälle liegt Brasilien weltweit an dritter Stelle hinter den USA und Indien.

Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro hat die Gefahr durch das Coronavirus immer wieder verharmlost. Er kritisierte in der Vergangenheit auch von den brasilianischen Bundesstaaten verhängte Corona-Restriktionen. Derzeit steht Bolsonaro wegen Engpässen bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen stark in der Kritik. Bislang haben in dem Land rund sechs Millionen Menschen eine erste Impfdosis gespritzt bekommen und 1,3 Millionen Menschen zwei Impfdosen. Damit hinkt die Regierung weit hinter ihrem Ziel her, bis Jahresende möglichst alle 212 Millionen Brasilianer zu impfen.

Die Lieferengpässe führten dazu, dass in einigen Regionen und Städten die Impfkampagnen vorübergehend ausgesetzt werden mussten, darunter in den Millionenmetropolen Rio de Janeiro und Salvador.

USA lockern Vorschriften für Lagerung von Biontech/Pfizer-Impfstoff

01.45 Uhr: Die US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA hat ihre Vorschriften zur Lagerung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer gelockert. Das Vakzin muss nun nicht mehr bei ultraniedrigen Temperaturen von bis zu minus 80 Grad aufbewahrt werden, wie die FDA mitteilte. Der Impfstoff darf nun in den USA bis zu zwei Wochen lang in den üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad gelagert werden.

Die FDA will mit der Lockerung der Vorschriften die Arbeit der Impfzentren sowie die Versorgung mit Impfdosen erleichtern. Die Impfzentren müssten nun nicht mehr spezielle Gefrierschränke mit ultraniedrigen Temperaturen anschaffen, sagte der FDA-Experte Peter Marks.

Pfizer hatte bei der FDA eine Lockerung der Regulierung für die Impfstofflagerung beantragt. Der US-Konzern legte Daten vor, wonach das Vakzin auch bei geringeren Minustemperaturen von minus 25 bis minus 15 Grad in seiner Wirksamkeit stabil bleibt. Diese Temperaturen könnten von den gängigen pharmazeutischen Gefrier- und Kühlschränken aufrechterhalten werden, argumentieren Biontech und Pfizer.

In Deutschland ist allerdings weiterhin die Lagerung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs in Ultra-Tiefkühlschränken bei Temperaturen zwischen minus 80 und minus 60 Grad vorgeschrieben.

Tschechische Regierung will Mobilität »radikal« einschränken

01.15 Uhr: Die tschechische Regierung fordert angesichts steigender Fallzahlen eine »radikale« Einschränkung der Mobilität der Bürger. Diese müsse mindestens drei Wochen lang durchgesetzt werden, sagte Ministerpräsident Andrej Babiš. Seine Minderheitsregierung braucht heute die Unterstützung des Parlaments, um den Notstand verlängern zu können – die juristische Grundlage für Einschränkungen.

Tschechien wies in den vergangenen Tagen laut der Statistikwebsite Our World in Data die weltweit höchste Infektionsrate pro Kopf auf.

Söder: Kontrollen an Grenzen zu Tirol und Tschechien »so lange wie nötig«

0.55 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Kontrollen an den Grenzen zu Österreich und Tschechien »so lange wie nötig« fortsetzen. Die Gefahr einer Verbreitung von Coronavirus-Mutanten aus Tschechien sowie dem österreichischen Bundesland Tirol sei »besonders hoch«, sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Kritik der EU-Kommission an den Grenzkontrollen wies er erneut zurück.

»Wenn die Kommission etwas für die Region tun will, würden wir uns über zusätzliche Impfdosen aus Brüssel freuen«, merkte Söder an. In den bayerischen Grenzgebieten werde eine spezielle Strategie angewendet, bei der »alle zur Verfügung stehenden Mittel« gegen das Coronavirus eingesetzt würden, darunter Schnelltests und zusätzliche Impfdosen.

Markus Söder

Markus Söder

Foto: Peter Kneffel / dpa

Die verschärften Grenzkontrollen wurden Mitte Februar eingeführt, nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) Tschechien, die Slowakei und die größten Teile Tirols als Gebiete eingestuft hatte, in denen sich die neuen und als besonders ansteckend geltenden Formen des Coronavirus ausbreiten.

Die EU-Kommission kritisiert die Grenzkontrollen jedoch als unverhältnismäßig. Der Schutz der deutschen Bevölkerung könne auch durch »weniger einschränkende Maßnahmen« erreicht werden, hieß es am Montag in einem Schreiben der Kommission an den deutschen EU-Botschafter in Brüssel.

Ungeachtet der Kritik verlängerte das Bundesinnenministerium in dieser Woche die Grenzkontrollen bis zum 3. März. Aus den betroffenen Gebieten dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Pendler und den Warenverkehr.

Weltweit fast 113 Millionen Infizierte und mehr als 2,6 Millionen Tote

0.45 Uhr: Weltweit haben sich über 112,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,6 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,4 Millionen Infektionen und 506.399 Toten.

Biden: USA sind selbst gesteckten Impfzielen um »Wochen« voraus

0.30 Uhr: US-Präsident Joe Biden will bei der Corona-Impfkampagne weiter aufs Tempo drücken. »Je mehr Leute geimpft werden, desto schneller werden wir diese Pandemie eindämmen«, sagte Biden anlässlich der 50-millionsten Impfung seit seinem Amtsantritt am 20. Januar. Biden bezeichnete die Fortschritte bei der Impfkampagne als großen Erfolg: Die USA lägen damit »Wochen« vor dem angestrebten Zeitplan.

Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar als Ziel gesetzt, dass es in seinen ersten hundert Tagen als Präsident mindestens 100 Millionen Impfungen geben soll. Nun wurde nach 37 Tagen bereits die Schwelle von 50 Millionen erreicht, so Biden.

Biden dürfte bei seinem Ziel zugutekommen, dass die Hersteller der beiden in den USA zugelassenen Impfstoffe, Moderna und Pfizer /Biontech, ihre Produktion inzwischen ausgeweitet haben. Bis Ende März haben sie zusammen die Lieferung von rund 200 Millionen Dosen versprochen. Bis Ende Juli sollen die USA insgesamt 600 Millionen Dosen bekommen.

Seit Beginn der Impfkampagne im Dezember wurden nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC 66 Millionen Dosen gespritzt, knapp 21 Millionen Menschen sind demnach schon doppelt geimpft worden.

Biden ermahnte die Amerikaner, trotz eines Rückgangs der Neuinfektionen und der erfolgreichen Impfkampagne weiterhin die empfohlenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu befolgen. »Das Schlimmste, was wir jetzt tun könnten, wäre es, die Vorsicht über Bord zu werfen«, sagte Biden. Weil Experten warnten, dass schon im April oder Mai der Punkt erreicht sein könnte, an dem es mehr verbleibende Impfdosen als Impfwillige geben werde, kündigte Biden zudem eine »massive Kampagne« an, um aufzuklären und für die Impfungen zu werben.

cop/ngo/slü/fek/kfr/dpa/AFP/Reuters/sid
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