Corona-News am Mittwoch Biontech möchte »mehr als 100 Prozent« der versprochenen Impfdosen liefern

Der Impfstoffhersteller Biontech will der EU einem Bericht zufolge mehr Dosen zur Verfügung stellen als eigentlich geplant. Und: Die britische Corona-Mutation wurde bereits in 26 US-Staaten nachgewiesen. Der Überblick am 27. Januar.
Impfdosen von Biontech

Impfdosen von Biontech

Foto: Matthias Bein / dpa

Das waren die Corona-News am Mittwoch.

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+++ Biontech möchte »mehr als 100 Prozent« der versprochenen Impfdosen liefern +++

21.49 Uhr: Der deutsche Impfstoffhersteller BioNTech will der EU möglichst mehr von seinem Produkt liefern als eigentlich geplant. »Natürlich arbeiten wir daran, die Lieferverringerung bei den Ampullen auch wieder auszugleichen und im ersten Quartal sogar mehr als 100 Prozent der Dosen zu liefern«, sagte Finanzvorstand Sierk Poetting der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten« von Donnerstag.

Wegen Umbaumaßnahmen in einem belgischen Werk liefern BioNTech und sein US-Partner Pfizer derzeit weniger Impfstoff an die EU als vorgesehen. Die Gesamtmenge der Lieferungen im ersten Quartal soll aber gleich bleiben. Poetting bekräftigte im Gespräch mit den Zeitungen das Ziel, »alle der EU zugesagten Impfstoffdosen auszuliefern und gleichzeitig die Produktionskapazitäten auszubauen«. Biontech tue »alles, um die EU bestmöglich zu versorgen«.

»Um die Situation zu begreifen, muss man wissen: Wir liefern aufgrund der Dringlichkeit und der Nachfrage immer alles weltweit aus, was da ist«, erläuterte Poetting die Lage. »Wir haben vorproduziert, auf eigenes Risiko, bevor es eine Zulassung gab. Wir haben aber keinen Puffer, mit dem man Schwankungen ausgleichen könnte.« So könnten dann »sieben Tage Umbauten eben eine Lücke von sieben bis zehn Millionen Dosen bedeuten«. Der Umbau des belgischen Werks soll mittelfristig eine deutlich höhere Produktionskapazität ermöglichen.

Portugal streicht alle Flugverbindungen mit Brasilien

23.44 Uhr: Die portugiesische Regierung hat am Mittwoch angekündigt, dass ab Freitag alle Flugverbindungen mit Brasilien gestrichen werden. Zur Begründung wurden die Zunahme der Corona-Infektionen und die Entdeckung neuer Mutanten des Virus angeführt. Zwischen Brasilien und der ehemaligen Kolonialmacht Portugal gibt es traditionell enge Beziehungen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte unterdessen mit, dass die zunächst in Brasilien festgestellte Mutante inzwischen in acht Ländern nachgewiesen worden sei. In Brasilien wurden zuletzt täglich mehr als tausend Corona-Todesfälle registriert. Seit Pandemie-Beginn starben in dem Land mit 212 Millionen Einwohnern bereits mehr als 218.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Auch in Portugal hatte die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt stark zugenommen. Am Mittwoch meldeten die Behörden in dem Land einen neuen Höchststand von 293 Todesfällen durch Covid-19 binnen 24 Stunden. Mehr als 6600 Corona-Patienten in Portugal werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, 783 von ihnen auf Intensivstationen.

Carlos Slim mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert

22.54 Uhr: Der mexikanische Geschäftsmann Carlos Slim, einer der reichsten Menschen der Welt, ist nach Angaben eines Sprechers an Covid-19 erkrankt und in Mexiko City ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 80-jährige Telekom-Unternehmer wird in einem öffentlichen Gesundheitszentrum behandelt, seit sein Sohn am Montag bestätigte, dass er positiv getestet wurde. »Er ist in dem Krankenhaus zur Analyse und Überwachung, aber es geht ihm sehr, sehr gut«, sagte der Sprecher.

Slim ist der reichste Mann Mexikos. Seine Familie kontrolliert America Movil, den größten mexikanischen Telekommunikationsanbieter, dessen Geschäft mobile und Festnetz-Sprachdienste, drahtlose, Internet- und Festdaten-Dienste umfasst.

Britische Corona-Variante war schon Anfang Dezember in Tschechien

22.43 Uhr: Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist schon früher in Tschechien angekommen als bisher angenommen. Die Virusvariante sei mindestens seit Anfang Dezember im Umlauf, teilte das nationale Referenzlabor in Prag am Mittwoch mit. Das hätten nachträgliche Analysen älterer Proben ergeben. Insgesamt sei die britische Mutante inzwischen in mehr als 200 Fällen im Labor nachgewiesen worden. Die Betroffenen stammen unter anderem aus Prag, Brünn (Brno), Jihlava (Iglau) und Pardubice (Pardubitz). Die Gesundheitsämter wurden angewiesen, Mutationsfällen bei der Kontaktnachverfolgung Priorität einzuräumen.

Hamburgs Bürgermeister rechnet mit geschlossenen Schule über Mitte Februar hinaus

22.26 Uhr: Der Hamburger Erste Bürgermeister Peter Tschentscher wendet sich gegen rasche Lockerungen. »Ich gehe davon aus, dass der Lockdown über den 14. Februar hinaus fortgeführt werden muss.« Die Infektionszahlen seien nicht ausreichend zurückgegangen. »Zunächst müssen wir einen Überblick über das Auftreten neuer Virusmutationen und eine fundierte Einschätzung zu ihren Auswirkungen auf die Infektionsdynamik haben«, sagte der SPD-Politiker. Erst auf dieser Grundlage könne ein Öffnungskonzept beschlossen werden.

Wochenlange Verzögerung bei Lieferung von russischem Impfstoff

22.13 Uhr: Russland kündigt die Verzögerung von Lieferungen des Sputnik-V-Impfstoffes nach Lateinamerika um bis zu drei Wochen an. Grund seien die hohe Nachfrage und Produktionsengpässe. Die staatliche Private Equity-Gesellschaft RDIF und das Gamaleya-Institut erklärten, die Produktionskapazitäten auszuweiten. Sputnik-V haben unter anderem Argentinien, Bolivien und Mexiko geordert.

WHO: Britische Corona-Variante inzwischen in 70 Ländern verbreitet

22.02 Uhr: Die neuen Varianten des Coronavirus breiten sich in immer mehr Ländern aus: Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch mitteilte, wurde die zunächst in Großbritannien registrierte Mutante inzwischen in 70 Ländern nachgewiesen. Das waren zehn Länder mehr als eine Woche zuvor.

Auch für die zunächst in Südafrika nachgewiesene Mutante verzeichnete die WHO ein größeres Verbreitungsgebiet. Die Zahl der betroffenen Länder stieg innerhalb von einer Woche um acht auf 31. Für die zuerst in Brasilien aufgetauchte Mutante gab die WHO nun an, dass acht statt zuvor sechs Länder betroffen seien.

Die zunächst in Großbritannien festgestellte Mutante ist Wissenschaftlern zufolge ansteckender als die Ursprungsvariante des Coronavirus. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hatte vergangene Woche gesagt, dass es zudem »Hinweise« darauf gebe, dass die Variante »mit einer höheren Sterblichkeitsrate in Verbindung gebracht werden« könne. Die WHO betonte am Mittwoch jedoch, dass diese Angaben auf »vorläufigen« Studienergebnissen basierten und für eine Verifizierung weitere Analysen nötig seien.

Die WHO erklärte weiter, bei der in Südafrika festgestellten Variante 501Y.V2 gebe es Hinweise darauf, dass diese weniger »empfänglich für eine Antikörper-Neutralisierung« sei als die Ursprungsvariante. Einige Experten befürchten deshalb, dass diese Mutante zu mehr Zweitansteckungen mit dem Coronavirus führen könnte und möglicherweise auch Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen haben könnte. Laut WHO sind jedoch auch hier weitere Studien nötig.

Studie: Leicht veränderte Symptome bei britischer Virusvariante

20.58 Uhr: Einer Studie der britischen Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sind die Symptome bei der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante leicht anders als bei der bislang vorherrschenden. Husten, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Halsschmerzen treten demnach etwas häufiger auf. Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns hingegen etwas seltener. Keinen Unterschied gibt es demnach bei der Häufigkeit von Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Durchfall oder Erbrechen. Befragt wurden 6000 zufällig ermittelte Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile – etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Die in Großbritannien aufgetretene Variante B.1.1.7 ist nach Ansicht britischer Experten 30 bis 70 Prozent leichter übertragbar als die bislang vorherrschende. Hinweise, dass sie auch häufiger zu tödlichen Verläufen von Covid-19 führen könnte, beruhen bislang nur auf einer sehr unsicheren Datenlage, wie Experten betonen.

Südafrika-Variante in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen

20.25 Uhr: In einer Behinderteneinrichtung im Kreis Viersen ist die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter seien mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Es habe sich auffallend schnell verbreitet, heißt es in einer Mitteilung.

Bei zwei Proben wurde das mutierte Virus nachgewiesen, doch ist davon auszugehen, »dass alle 24 Infizierten des Clusters die Mutante in sich tragen«, wie der Kreis mitteilte. Weitere der Proben gezielt auf die Mutation hin zu untersuchen, sei nicht nötig. Alle 17 Bewohner sind demnach seit dem 23. Januar in ihren Einzelzimmern in Quarantäne. Für negativ getestet Mitarbeiter sei eine Arbeitsquarantäne angeordnet worden. Sie dürfen sich von Zuhause zum Arbeitsplatz bewegen, um den Betrieb der Einrichtung aufrecht zu halten

Impfbereitschaft in Deutschland laut Umfrage gestiegen

20 Uhr: Die Bereitschaft der Deutschen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hat einer Umfrage zufolge deutlich zugenommen. Seit Mitte Dezember sei der Anteil derjenigen, die sich impfen lassen wollen, von 52 auf 63 Prozent gestiegen, wie eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« ergab. Gut jeder Fünfte sei aktuell entschlossen, sich nicht impfen zu lassen.

Die Impfbereitschaft hängt demnach eng mit dem Lebensalter zusammen: Von den Umfrageteilnehmern unter 30 hätten lediglich 46 Prozent erklärt, sie wollten sich immunisieren lassen. Bei den 45- bis 59-Jährigen seien es 66 Prozent, bei den über 60-Jährigen annähernd drei Viertel.

42 Prozent der Befragten erklärten laut »FAZ« außerdem, sie fragten sich, ob mit der Impfung unerwünschte Nebenwirkungen riskiert würden. Ebenfalls 42 Prozent glauben, dass die Impfungen tatsächlich einen wirksamen Schutz gegen eine Corona-Infektion bringen.

US-Behörde: Britische Virus-Mutation in 26 Bundesstaaten nachgewiesen

19.40 Uhr: Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist in den USA inzwischen in mehr als der Hälfte der Bundesstaaten nachgewiesen worden. Die Direktorin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte beim ersten Coronavirus-Briefing der Experten der neuen US-Regierung, die Variante des Virus sei bis zum Vortag in 26 der 50 US-Bundesstaaten festgestellt worden.

In dieser Woche sei im Bundesstaat Minnesota außerdem erstmals die Variante aus Brasilien entdeckt worden. Die Mutation aus Südafrika sei dagegen bislang noch nicht in den USA gefunden worden.

Experten gehen davon aus, dass die britische Variante bereits deutlich weiter in den USA verbreitet ist. Positive Tests werden in den USA noch verhältnismäßig selten einer Genom-Sequenzierung unterzogen, mit der neue Varianten festgestellt werden können. Die Gesundheitsbehörde hatte Mitte Januar gewarnt, die britische Mutation verbreite sich schnell und könne bis März in den USA »zur vorherrschenden Variante« des Coronavirus werden.

Womöglich mehr als 500.000 Tote bis Ende Februar

Walensky betonte, eine Ausweitung der Impfungen sei der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie. Sie betonte, schwere Nebenwirkungen träten sehr selten auf und seien behandelbar. Das Risiko bei einer Covid-19-Erkrankung sei erheblich größer. »Covid-19-Impfungen sind sicher, und sie funktionieren.« In der vergangenen Wochen sei die Zahl der täglich verabreichten Impfungen in den USA auf 1,6 Millionen gestiegen. Bislang seien 23,5 Millionen Impfdosen verabreicht worden.

Walensky sagte, es gebe einige hoffnungsvoll stimmende Zeichen. So habe im Sieben-Tage-Schnitt die Zahl der Neuinfektionen ebenso wie die der Todesfälle abgenommen. »Obwohl mich diese Trends ermutigen, sind unsere Fallzahlen weiterhin außerordentlich hoch. Und jetzt ist die Zeit, wachsam zu bleiben.« Ihre Behörde prognostiziere derzeit, dass die Zahl der Toten in den USA bis zum 20. Februar deutlich steigen und zwischen 479.000 und 514.000 liegen werde.

Sorge vor Corona-Mutation – Norwegen schließt Grenzen

19.15 Uhr: Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg hat die Schließung der Grenzen für alle Besucher angekündigt. »Praktisch bedeutet das, dass die Grenze für jeden, der nicht in Norwegen lebt, geschlossen wird«, sagt Solberg.

Ausnahmen gebe es nur für wenige Gruppen, etwa Krankenhaus-Bedienstete. Nach dem vermehrten Auftreten hochansteckender Mutationen wurde am Samstag über die Hauptstadtregion ein Lockdown verhängt.

Brasilianische Stadt richtet Buslinie für Impfkandidaten ein

19.08 Uhr: Die brasilianische Stadt Curitiba hat für Menschen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen und dabei auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, eine eigene Buslinie eingerichtet. Das berichten brasilianische Medien.

Demnach wurde ein Veranstaltungszentrum in das Impfzentrum der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná umgewandelt. Das städtische Gesundheitssekretariat hob dem lokalen Nachrichtenportals »Banda B« zufolge hervor, dass kein Bürger wegen des Impfstoffs ein Krankenhaus oder einen Arzt aufsuchen müsse.

Die südbrasilianische Stadt gilt bei Stadtplanung und Nachhaltigkeit als Vorzeigemodell. Bereits in den 1970er-Jahren, als der Architekt Jaime Lerner Bürgermeister wurde, machte sich Curitiba als innovative und nachhaltige Stadt weltweit einen Namen. 1996 wurde sie auf dem Kongress der Stadtplaner in Istanbul zur innovativsten Stadt der Welt gekürt.

Film-Festival von Cannes um zwei Monate verschoben

19 Uhr: Das Film-Festival von Cannes, das eigentlich im Mai hätte stattfinden sollen, wird um zwei Monate verschoben. Die Organisatoren kündigten das Festival am Mittwoch für den Zeitraum vom 6. bis 17. Juli an. Nach den bisherigen Planungen hätte das Festival in der südfranzösischen Stadt vom 11. bis 22. Mai abgehalten werden sollen.

2020 war das Festival von Cannes wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Die Organisatoren veröffentlichten lediglich eine Liste von 56 Spielfilmen, die sie zur offiziellen Auswahl rechneten. Bei einer reduzierten Veranstaltung wurden im Herbst vier Filme aus dieser Auswahl vorgeführt.

Corona-Verstöße kosten Erzgebirge Aue 4000 Euro

18.40 Uhr: Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue muss nach Verstößen gegen die Corona-Regeln eine Geldstrafe von 4000 Euro zahlen. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, verurteilte sein Sportgericht den Klub wegen unsportlichen Verhaltens und einem nicht ausreichenden Ordnungsdienst.

Die Zweitliga-Partie gegen Fortuna Düsseldorf (0:3) hatten rund 40 bis 50 Personen von der Tribüne aus verfolgt. Sie sollten bei einsetzendem Schneefall den Platz räumen, hatten aber keine Erlaubnis, sich auf der Tribüne aufzuhalten.

Von dort feuerten die Männer das Heimteam an. Sie verstießen gegen die Abstandsregeln und trugen teilweise keinen Mund-Nasen-Schutz.

Portugal bittet Bundeswehr um Hilfe

18.08 Uhr: Die Bundeswehr prüft nach einem eindringlichen Notruf aus Portugal, wie man dem EU-Partnerland in der Corona-Krise helfen kann. Nach SPIEGEL-Informationen wandte sich die Regierung in Lissabon bereits am Wochenende direkt an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Konkret bittet die portugiesische Regierung um die Errichtung eines Feldlazaretts zur Behandlung von Corona-Patienten, die Lieferung von Sanitätsmaterial und die Aufnahme von portugiesischen Covid-Intensivpatienten in Deutschland. Die Bundeswehr hat deswegen bereits am Dienstag ein kleines Team mit Experten nach Portugal geschickt.

EU will Corona-Einreisestopp offenbar auf Japan ausweiten

17.45 Uhr: Die Liste jener Staaten, aus denen Menschen problemlos in die EU einreisen können, könnte noch kürzer werden. Wegen deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen soll auch für Japan keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr gelten.

Darauf einigten sich die EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Die Entscheidung muss bis zum Donnerstag noch offiziell von den Hauptstädten im schriftlichen Verfahren bestätigt werden.

Somit bleiben nur sechs Länder weltweit, aus denen Bürger normal in die EU einreisen dürfen: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen.

Schweden untersagt wegen Corona-Bedenken Nerzzüchtung 2021

17.04 Uhr: In Schweden dürfen in diesem Jahr keine neuen Nerze herangezüchtet werden. Im Frühjahr dürfen diesmal keine Jungtiere geboren werden, wie die schwedische Ministerin für den ländlichen Raum, Jennie Nilsson, auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt gab. Das bedeutet, dass die Nerzzüchter zwar ihre derzeit rund 90.000 Zuchttiere behalten, jedoch in der bevorstehenden Paarungszeit keine neuen heranzüchten dürfen. Grund dafür sind die Sorgen darüber, dass Nerze besonders anfällig für Coronaviren sein sollen und sie verbreiten können.

Johnson: Schulen in England sollen ab 8. März wieder öffnen

16.53 Uhr: Schulen in England sollen von der zweiten Märzwoche an wieder schrittweise geöffnet werden. Das sagte der britische Premierminister Boris Johnson im Parlament in London. Das Datum ergebe sich aus dem Fortschritt des Impfprogramms. »Wenn wir unser Ziel erreichen, jeden in den vier am stärksten gefährdeten Gruppen bis 15. Februar mit einer ersten Dosis zu impfen (...), dann werden diese Gruppen drei Wochen später Immunität erlangt haben, das ist am 8. März«, sagte Johnson.

Israel schließt nach internationalem Flughafen auch Landgrenzen

16.51 Uhr: Nach dem internationalen Flughafen Ben Gurion schließt Israel im Kampf gegen das Coronavirus vorübergehend auch seine Landgrenzen. Dies kündigte das Innenministerium am Mittwoch an. Die Maßnahme soll von Donnerstagmorgen bis Ende Januar gelten. Davon betroffen sind insgesamt drei Grenzübergänge nach Ägypten und Jordanien. Der Übergang Allenby-Brücke nach Jordanien bleibt für Bewohner des Westjordanlands geöffnet.

Schweiz: Corona-Wirtschaftshilfen sollen verdoppelt werden

16.37 Uhr: Der Schweizer Bundesrat will die Wirtschaftshilfen wegen der Coronavirus-Pandemie erneut aufstocken. Sie sollen auf insgesamt fünf Milliarden Franken verdoppelt werden. Er beantragt im Parlament, die Gelder für Härtefälle auf fünf Milliarden Franken zu verdoppeln. Weiter will er für Arbeitslose die Tagesgeldbezugsdauer um drei Monate verlängern.

Derzeit stehen für grundsätzlich solide Unternehmen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen unverschuldet in Not gerieten, von Bund und Kantonen insgesamt 2,5 Milliarden Franken bereit. Der Bundesrat geht nach Hochrechnungen jedoch davon aus, dass das Geld nicht reicht, wenn alle betroffenen Unternehmen Hilfe in Anspruch nehmen oder falls die Gesundheitsmaßnahmen Ende Februar nochmals verlängert werden.

Puzzeln als Corona-Hobby

16.05 Uhr: Kontaktbeschränkungen und geschlossene Restaurants lassen die Lust am Puzzeln wieder hochleben. Der Spielwarenhersteller Ravensburger profitiert davon. 28 Millionen Ravensburger Puzzles wurden im vergangenen Jahr verkauft – das sind rund 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stiegt um 20 Prozent auf 632 Millionen Euro. Man sei gut durch das Krisenjahr gekommen, sagte Vorstandschef Clemens Maier. Laut Maier hat Corona einen kleinen Hype um das eher »stille Hobby« ausgelöst. Auch mit Gesellschaftsspielen konnte der Konzern punkten. Hier seien vor allem Klassiker gefragt gewesen. 25 Millionen Spiele des Herstellers seien weltweit verkauft worden.

Flugreisende aus Deutschland brauchen in die Schweiz negativen Test

15.59 Uhr: Schweizreisende müssen bei der Einreise per Flugzeug künftig einen negativen Corona-Test vorlegen. Das beschloss die Schweizer Regierung. Dies gilt auch für Reisende aus Deutschland. Die Tests würden vor dem Einsteigen geprüft. Neu werden – ähnlich wie in Deutschland – auch die Kontaktdaten aller Einreisenden erfasst, egal, ob sie mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Schiff ankommen.

Die Regierung beschloss auch, mehr Tests durchzuführen. Künftig will der Bund unter bestimmten Umständen die Kosten dafür auch bei Personen tragen, die keine Symptome haben.

Intensivmediziner Janssens: Problemviren dürfen nicht importiert werden

15.53 Uhr: Im Kampf gegen die Mutationen fordert auch Intensivmediziner Uwe Janssens Reisebeschränkungen. »Die Überlegung, was man mit solchen Flügen macht, ist im Augenblick unheimlich wichtig«, sagt das Vorstandsmitglied der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI e.V.) im Gespräch mit n-tv.

Auch bei den aktuell sinkenden Infektionszahlen sei das wichtig: »Je niedriger wir kommen, je mehr spielt es eine Rolle, dass wir nicht von außen zusätzliche Problemviren importiert bekommen.« Janssens kritisierte die unterschiedliche Gewichtung von Maßnahmen. Einerseits habe man Schulen geschlossen, aber Flüge aus Südafrika, Brasilien und England seinen ungebremst in unser Land hereingekommen. »Das ist schon erstaunlich wie da mit zweierlei Maß gemessen wird«, kritisierte er.

Kurz nach Bekanntwerden: Bremen will Hausbesuche von Friseuren nun doch verbieten

15.41 Uhr: Das Bundesland Bremen will eine Lücke in der Corona-Verordnung zum Hausbesuch von Friseuren schließen. Derzeit seien mobile Friseurbesuche erlaubt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts. »Das soll jetzt geändert werden.« Im kleinsten Bundesland hatte zuvor eine Auskunft des Ordnungsamtes für Überraschung gesorgt: Friseursalons seien zwar geschlossen, Friseurinnen und Friseure dürften ihre Kunden aber Zuhause bedienen (siehe Eintrag 13.52 Uhr).

Habeck fordert notfalls verpflichtende Lizenzvergabe für Impfstoffproduktion

15.21 Uhr: Der Grünenvorsitzende Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, die Produktion von Impfstoffen deutlich zu erhöhen. »Wir brauchen einen Kraftakt fürs Impfen«, sagte Habeck der Düsseldorfer »Rheinischen Post«. Die Produktion müsse hoch, und die Bundesregierung sei gefordert, alles zu tun, was irgend geht. »Alle Pharmakonzerne müssen unverzüglich in die Impfstoffproduktion einbezogen werden, und zwar von den Impfstoffen, die erwiesenermaßen erfolgreich sind oder noch eine schnelle Aussicht auf Erfolg haben«, sagte Habeck.

Er brachte notfalls eine verpflichtende Lizenzvergabe ins Spiel. »Die Pharmaindustrie hat mit der historisch schnellen Entwicklung des Impfstoffes ihre Innovationskraft unter Beweis gestellt. Das soll und muss sich auszahlen«, sagte Habeck. »In letzter Konsequenz jedoch hätte die Bundesregierung über verpflichtende Lizenzvergabe die Möglichkeit, die Beteiligten zu Kooperation zu zwingen. Jede Definition von Interesse der Allgemeinheit ist hier erfüllt«, so der Grünenchef.

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2021

15.12 Uhr: Nach dem Einbruch der deutschen Wirtschaft in 2020 rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr wieder mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 Prozent. Damit senkte die Regierung ihre Wachstumsprognose für 2021 – in ihrer Herbstprojektion war sie noch von einem Plus von 4,4 Prozent ausgegangen. Der Aufschwung gehe 2021 weiter, »wenn auch mit weniger Dynamik«, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts.

Bund will schnelle Regelung zu kostenlosen Masken für arme Menschen

14.59 Uhr: Die Bundesregierung strebt eine schnelle Regelung für eine kostenfreie Abgabe von medizinischen Masken an arme Menschen an. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereiteten eine entsprechende Sachleistung für Hilfsbedürftige in der Grundsicherung vor, sagte eine Regierungssprecherin.

Älteren und Risikopatienten waren bundesweit bereits kostenfreie Masken zur Verfügung gestellt worden. In einzelnen Bundesländern gibt es darüber hinaus schon weitere Initiativen, so etwa in Bayern für Bedürftige. Dort war die Maskenpflicht zuerst landesweit verschärft worden.

In Österreich sinkt die Zahl der Neuinfektionen nach einem Monat Lockdown kaum

14.44 Uhr: In Österreich sinkt die Zahl der Neuinfektionen nach einem Monat Lockdown kaum. Laut Gesundheits- und Innenministerium wurden binnen Tagesfrist 1641 neue Positiv-Tests registriert und damit etwa genauso viele wie vor einem Monat. »Der Lockdown wirkt, aber nicht so schnell wie wir uns das wünschen würden«, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Bei den Todesfällen und der Belegung der Krankenhausbetten zeigen sich hingegen deutliche Rückgänge.

Derzeit werden 1873 Personen aufgrund des Virus im Krankenhaus behandelt, davon 311 auf Intensivstationen. Landesweit sind 7564 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus verstorben. Österreich hatte das öffentliche Leben am 26. Dezember, wenige Tage nach dem Ende des zweiten Lockdowns, erneut heruntergefahren. Der Lockdown soll mindestens bis zum 8. Februar andauern.

Werk mit Produktion von AstraZeneca-Impfstoff teilweise evakuiert

14.29 Uhr: In Wales wird ein Werk teilweise evakuiert, in dem der Impfstoff von AstraZeneca hergestellt wird. Hintergrund sei, dass dort am Morgen ein verdächtiges Paket angekommen sei, teilt die Firma Wockhardt UK in Wrexham mit. Auf Anraten von Experten sei das Gelände teilweise geräumt worden. Die Behörden seien sofort informiert worden. Die Polizei erklärt, sie sei mit dem Vorfall befasst. Die BBC berichtete, ein Sprengstoffräumkommando der Polizei sei zu dem Gelände geschickt worden.

Bund startet 500-Millionen-Programm für Lehrer-Laptops

14.07 Uhr: Die Bundesregierung hat ein 500 Millionen Euro schweres Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte gestartet. »Der Bund unterstützt die Länder in außergewöhnlichem Maße dabei, das Distanzlernen zu ermöglichen«, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Die nötige Verwaltungsvereinbarung trete nun in Kraft, dann könne das Geld fließen.

Dem Programm liegt ein Beschluss des Koalitionsausschusses vom August des vergangenen Jahres zugrunde. Kritik wegen der Verzögerung wies Karliczek zurück. »Die letzte Unterschrift ist gestern eingetrudelt«, sagte die Bildungsministerin. Dass das Programm nun formal starten könne, sei »sicherlich ein gutes Signal« für die Schulen, jedoch: »Wir müssen in der Digitalisierung der Schulen wirklich schneller werden.«

In Bremen dürfen Friseure zu ihren Kunden ins Haus kommen

13.52 Uhr: Friseurinnen und Friseure dürfen ihre Kunden in Bremen durchaus zu Hause besuchen und bedienen. Das Ordnungsamt habe diese Lesart der Corona-Verordnung bestätigt, teilte die örtliche Handwerkskammer mit. Sie nannte diese Information überraschend. Man sei seit Erlass der Verordnung am 16. Dezember »davon ausgegangen, dass sämtliche Dienstleistungen im Bereich der nichtmedizinischen Körperpflege untersagt sind«.

Manch einer schneidet sich derzeit selbst die Haare

Manch einer schneidet sich derzeit selbst die Haare

Foto: Thomas Frey/dpa

Die Kammer warnte die Friseure aber, jetzt eilig Aufträge für Hausbesuche anzunehmen. »Bedenken Sie das gesundheitliche Risiko, wenn Sie sich in das private Umfeld des Kunden begeben«, mahnte die Kammer. Es sei auch unsicher, wie lange diese Ausnahmeregelung bestehen werde. Ziel sei eine allgemeine Wiederöffnung der Salons.

Britische Regierung wird Grenzregeln verschärfen

13.45 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt an, die Regierung werde noch am Mittwoch strengere Grenzregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen. Der Innenminister werde härtere Maßnahmen ergreifen für Länder, die wegen der Ausbreitung der Corona-Mutanten auf der Roten Liste stünden, sagt Johnson im Parlament. Dauerhafte Grenzschließungen seien aber keine Lösung. In Großbritannien ist die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen auf über 100.000 gestiegen.

Finnland schränkt Reiseverkehr erneut ein

13.20 Uhr: Aus Sorge vor einem Wiedererstarken des Coronavirus sowie der mutierten Virusvarianten hat Finnland seine Grenzen für die meisten Reisenden aus dem Ausland wieder geschlossen. Um Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch traten die neuen Einreisebeschränkungen in Kraft. Ausländer werden nur noch in Ausnahmefällen ins Land gelassen.

Das gilt etwa für Arbeitskräfte mit wichtigen Funktionen; familiäre Gründe können ebenfalls als Einreisegrund gelten. Alle Einreisenden werden zudem zu einem Corona-Test aufgefordert. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 25. Februar.

Finnische Staatsbürger haben von Gesetz her ein Recht darauf, in ihr Heimatland zurückzukehren. Das finnische Außenministerium hat jedoch dringend darum gebeten, unnötige Reisen sowie Reisen nach Großbritannien, Irland und Südafrika zu vermeiden. Finnlands Corona-Zahlen zählen seit Langem zu den geringsten in Europa.

China testet per Anal-Abstrich auf Corona

12.50 Uhr: China setzt zur Eindämmung des Coronavirus auf neue Nachweismethoden. Einem Medienbericht zufolge nehmen die Behörden Corona-Tests nun auch per Anal-Abstrich vor. Diese Methode könne »die Nachweisrate bei infizierten Personen erhöhen«, da das Virus im Anus länger nachweisbar sei als in den Atemwegen, sagte Li Tongzeng, ein leitender Arzt des You'an Krankenhauses in Peking, dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Dem Sender zufolge wird jedoch weiterhin großteils per Rachen- und Nasenabstrich getestet, da die Anal-Methode nicht sehr »angenehm« sei.

Der Anal-Abstrich kommt demnach vor allem bei Menschen zum Einsatz, bei denen ein hohes Risiko einer Coronavirus-Infektion besteht. Vergangene Woche war dies laut CCTV bei Bewohnern mehrerer Viertel Pekings mit bestätigten Corona-Infektionen der Fall. Auch Bürger in Quarantäne wurden demnach auf diese Weise getestet.

In den vergangenen Wochen wurden wegen vereinzelter kleiner Ausbrüche mehrere Städte im Norden Chinas abgeriegelt und Massentests vorgenommen. Wegen der weltweit steigenden Infektionszahlen hat China zudem seine Einreiseregeln verschärft. Alle Reisenden müssen bei ihrer Ankunft mehrere negative Testergebnisse vorweisen und sich mindestens 14 Tage in Quarantäne begeben.

Scholz kündigt mehr Corona-Hilfen für Kulturbranche an

12.20 Uhr: Neue Hilfen sollen der Kulturszene mehr Sicherheit bei der Vorbereitung von Veranstaltungen nach der Coronakrise verschaffen. Nach der Pandemie sollten möglichst schnell wieder kulturelle Aktivitäten möglich sein, deshalb brauche es mehr Planungssicherheit für die Branche, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz in der aktuellen Ausgabe von »Politik & Kultur« des Deutschen Kulturrates. Scholz kündigte dafür einen Fonds an. »Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden«, sagte der SPD-Politiker.

Zudem solle der Fonds als Absicherung für größere Kulturveranstaltungen dienen. Dies sei für den Fall, dass eine Veranstaltung geplant und organisiert werde, wegen Corona dann aber wider Erwarten doch abgesagt werden müsse. »So sollen Kulturschaffende ermuntert werden, früh genug zu planen, damit nach Ende der Pandemie Konzerte, Lesungen und Theater bald wieder stattfinden können«, erklärte Scholz.

Baden-württembergische Kultusministerin fordert frühere Impfung für Lehrerinnen und Lehrer

12.05 Uhr: Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Lehrer und Erzieher früher zu impfen. »Für mich spricht einiges dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer schneller geimpft werden, als die Pläne es derzeit vorsehen«, sagte Eisenmann der Wochenzeitung, »Die Zeit« laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Dies gelte gleichermaßen für Erzieherinnen und Erzieher.

Eisenmann sprach sich außerdem für eine rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen aus. Nach dem ersten Lockdown sei es Konsens gewesen, Kitas und Schulen nie mehr zu schließen. Nun seien die Schulen wieder geschlossen. »Da frage ich mich, ob ich nicht noch mehr Druck für geöffnete Schulen hätte machen müssen.«

Sie finde den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Pandemie grundsätzlich sehr gut, habe allerdings »eine andere Meinung dazu, ob man alle Schulen pauschal schließen« sollte, sagte Eisenmann. Es müsse verhindert werden, dass die junge Generation für die Schulschließungen büßen müsse.

Nicht notwendige Belgienreisen nun verboten

11.51 Uhr: Nicht notwendige Reisen aus und nach Belgien sind ab sofort verboten. Eine entsprechende Entscheidung der Regierungen von Land und Regionen trat nun in Kraft. Demnach sind Urlaubs- sowie Freizeitreisen bis zum 1. März nicht mehr erlaubt. So soll verhindert werden, dass neue Corona-Infektionen nach Belgien getragen werden. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden.

Allerdings gibt es Ausnahmen. So soll der Warenverkehr weiter fließen und auch Besuche bei einem Ehe- oder Lebenspartner, Reisen aus beruflichen oder Studiengründen sowie für Beerdigungen naher Verwandter bleiben erlaubt. »Wir bauen keine Mauer um unser Land«, hatte Regierungschef Alexander De Croo nach der Entscheidung gesagt. Wer für sich eine der Ausnahmen in Anspruch nimmt, muss eine »ehrenwörtliche Erklärung« ausfüllen.

Peking verschärft Corona-Auflagen vor Neujahrsfest und Parlamentssitzung

11.46 Uhr: In Peking werden vor dem Neujahrsfest und der alljährlichen Parlamentssitzung die Corona-Auflagen verschärft. Wer zwischen dem 28. Januar und dem 15. März aus Gebieten mit niedrigem Infektionsrisiko in die chinesische Hauptstadt reisen will, muss einen negativen Virustest vorweisen. Außerdem müssten Reisende zunächst für 14 Tage zu Hause unter Beobachtung bleiben, sagt ein Sprecher der Stadtregierung. Am siebten und 14. Tag nach der Ankunft in Peking sei ein Corona-Test Pflicht. Das Neujahrsfest, das am Donnerstag beginnt, ist üblicherweise eine Hauptreisezeit. Die Sitzung des Nationalen Volkskongresses beginnt am 5. März.

Londoner Covid-Patient nach 306 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen

11.22 Uhr: Nach mehr als 300 Tagen im Krankenhaus ist ein 74 Jahre alter Covid-Patient in London nach Hause entlassen worden. »Das Beste am zu Hause sein ist, nicht im Krankenhaus zu sein«, sagte der Londoner Geoffrey Woolf nach seiner Rückkehr dem Sender BBC . »Ich kann essen, wann und was ich will, und ich kann meine Söhne und Freunde sehen.« Woolf war im März vergangenen Jahres schwer an Covid-19 erkrankt und danach über zwei Monate lang künstlich beatmet und ins Koma versetzt worden.

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Zwischenzeitlich gab es kaum noch Hoffnung – doch im Juli wachte Woolf unerwartet wieder auf. Es dauerte weitere Monate mit Sprechtraining und Physiotherapie, bis er sich von einem erlittenen Schlaganfall und seiner Erkrankung so weit erholt hatte, dass er nach insgesamt 306 Tagen in zwei verschiedenen Krankenhäusern nach Hause entlassen werden konnte. Heute sitzt der 74-Jährige im Rollstuhl.

Schleswig-Holstein beauftragt Eventim mit Organisation der Impftermine

10.34 Uhr: Termine für Corona-Schutzimpfungen werden in Schleswig-Holstein nicht zentral über die Kassenärztliche Vereinigung, sondern über den Ticketing- und Konzertexperten Eventim vergeben. Grund für die Entscheidung sei die Erfahrung des Unternehmens aus Bremen gewesen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel.

Viele Bundesländer hatten in den vergangenen Wochen mit überforderten Buchungssystemen bei der Impfterminvergabe zu kämpfen. In Hamburg oder Baden-Württemberg, die die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung dafür nutzen, gab es beispielsweise Beschwerden über schlechte Erreichbarkeit und mangelnde Servicequalität. Am Montag war das System in NRW überlastet, als die Buchung von Impfterminen für über 80-Jährige freigeschaltet wurde.

Habeck dringt auf mehr Tests

10.07 Uhr: Grünenchef Robert Habeck dringt auf ein verstärktes Testen auch mit Selbsttests, wie sie in Österreich zugelassen seien. »Warum lässt Deutschland Tests, die in Österreich billig und schnell und in großen Massen durchgeführt werden können, in Deutschland nicht zu?«, fragt er im ZDF. »Unerklärlich.« Das sei aber die viel wichtigere Debatte. Zum Vorstoß von Innenminister Horst Seehofer, angesichts der Virusmutationen den Flugverkehr nach Deutschland massiv einzuschränken, sagt Habeck, der CSU-Politiker ziehe das Pferd von der falschen Seite auf. Es müsse viel mehr getestet werden. Das könne man aber auch in Deutschland machen, etwa an den Schulen.

Mehr als 13.000 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle in Deutschland

09.45 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekannt gab. Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15.974 Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung durch das Virus verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 101,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Drosten hält Reisebeschränkungen wegen Corona für sinnvoll

09.41 Uhr: In der Debatte über die Drosselung des touristischen Reiseverkehrs im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der prominente Virologe Christian Drosten Einschränkungen als »aus wissenschaftlicher Sicht« sinnvoll bezeichnet. Angesichts sinkender täglicher Corona-Fallzahlen in Deutschland »muss man natürlich auf das achten, was von außen kommt«, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité Berlin am Dienstagabend in den ARD-»Tagesthemen«.

Je stärker die Ausbreitung des Coronavirus innerhalb Deutschlands gebremst werde, »desto wichtiger wird das, was von außen eingeschleppt wird«, sagte Drosten in Bezug auf die Sorge wegen der Ausbreitung von Virusmutanten.

Der Virologe, der die Bundesregierung berät, riet zugleich in der Debatte über mögliche Lockerungen der derzeitigen Corona-Restriktionen zu Vorsicht: »Wir werden zu irgendeinem Zeitpunkt so viele Menschen geimpft haben, dass das Virus sich nicht mehr von selbst verbreitet.« Die Frage sei nur, wie lang das dauere. Er sei sich nicht sicher, dass dies schon in nächster Zeit geschehen werde. Wenn die Maßnahmen jetzt einfach beendet würden, »dann werden wir sicherlich erleben, dass das Virus sich wieder ganz stark vermehrt«.

Der aktuelle harte Shutdown in Deutschland gilt noch bis zum 14. Februar. FDP-Chef Christian Lindner verlangte am Dienstag eine klar definierte Perspektive für Lockerungen der Beschränkungen.

Hongkong riegelt Stadtviertel ohne Vorwarnung wegen Corona ab

09.20 Uhr: Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen haben die Behörden in Hongkong besonders betroffene Stadtviertel ohne Vorwarnung abgeriegelt. Die in den Vierteln lebenden Menschen werden obligatorisch auf das Coronavirus getestet, wie örtliche Medien berichteten. In der Nacht zum Mittwoch riegelte die Polizei mehrere Mietshäuser in Yau Ma Tei ab, ohne die Bewohner vorher zu benachrichtigen.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam erklärte, diese Vorgehensweise sei notwendig, um sicherzustellen, dass die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, um einem Corona-Test zu entgehen. »Ich danke den Anwohnern im Sperrgebiet für ihre Kooperation«, schrieb sie am Mittwoch im Onlinenetzwerk Facebook.

Nur wenige Pflegeheime bitten Bundeswehr um Hilfe

09.11 Uhr: Die Hilfe der Bundeswehr für Pflege- und Altenheime bei der Bekämpfung der Pandemie wird von den Kommunen nach Ansicht von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bislang nur zurückhaltend eingefordert. Dies könne an einem Verständnis der Kommunen liegen, dass sie dafür selbst zahlen müssten, sagte die CDU-Politikerin im ZDF-»Morgenmagazin«. Immer wieder komme das Argument, »es könnten Kosten entstehen«. Die Bundeswehr stelle aber keine Rechnungen, die Hilfe sei kostenlos für Städte und Kommunen. »Ich kann nur dafür werben, dass jeder wirklich diese Hilfe in Anspruch nimmt, denn mit jeder Infektion, die nicht in ein Altenheim getragen wird, retten und schützen wir Leben«, sagte sie.

Mehr Fertiggerichte in der Pandemie

09.01 Uhr: Verbraucher haben in der Coronakrise vermehrt zu Fertiggerichten gegriffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis September 2020 in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Fertiggerichte hergestellt, knapp 50.300 Tonnen oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Homeoffice, Homeschooling sowie zeitweise geschlossene Restaurants und Kantinen trieben die Produktion in den ersten neun Monaten 2020 an.

Den größten Zuwachs gab es in dem Zeitraum bei Gemüsefertiggerichten, wie die Behörde mitteilte. Gefragt waren auch Tiefkühlpizzen und -baguettes (plus 5,4 Prozent auf rund 480.000 Tonnen). Die Produktion von Fertiggerichten aus Teigwaren stieg um 4,6 Prozent auf 263.000 Tonnen.

Zweiter Shutdown lässt Konsumklima erneut einbrechen

08.00 Uhr: Während des andauernden Shutdowns ist das Konsumklima in Deutschland erneut eingebrochen. »Die Anschaffungsneigung bricht regelrecht zusammen«, heißt es in einer Mitteilung des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK auf Grundlage einer Konsumklimastudie für den Februar 2021, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

»Die Schließung von Gastronomie und weiten Teilen des Handels Mitte Dezember 2020 hat die Konsumneigung ähnlich hart getroffen wie beim ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres«, sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Damals war das Konsumklima in historischer Weise auf einen Tiefpunkt gesunken.

Der von GfK ermittelte Wert für das Konsumklima in Deutschland liegt normalerweise vergleichsweise stabil bei etwa +10. Im Frühjahr 2020 sank er auf unter -20, erholte sich dann über den Sommer auf nahe null und rutschte nun wieder auf -15,6 ab.

Ärztekammer fordert schnelle Behebung der Impfstoffengpässe

07.25 Uhr: Die Bundesärztekammer hat die Bundesregierung und die EU-Kommission aufgefordert, bei den Herstellern von Corona-Impfstoffen auf die Einhaltung der vertraglich zugesicherten Mengen und Termine zu drängen. Die Ursachen der Lieferschwierigkeiten etwa bei AstraZeneca müssten »umfassend geklärt und so schnell wie möglich behoben werden«, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der Düsseldorfer »Rheinischen Post«.

Vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssten geimpft sein, »bevor sich die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien weiter in Deutschland ausbreitet«, so Reinhardt. »Da zählt buchstäblich jeder Tag.« Die mehr als 440 Impfzentren in Deutschland könnten laut Reinhardt längst im Volllastbetrieb laufen, wenn genügend Impfstoffe zur Verfügung stünden. Gleiches gelte für die Arztpraxen.

Der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca hatte vor Kurzem Engpässe bei der Belieferung der Europäischen Union mit der Vakzine bekannt gegeben. In der EU-Kommission gibt es den Verdacht, die Engpässe könnten darauf zurückzuführen sein, dass der Hersteller Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder mit ungekürzten Mengen des Impfstoffs beliefert. Der Konzern bestreitet dies.

Der Chef von AstraZeneca, Pascal Soriot, sieht den langsamen Vertragsabschluss als Grund für Lieferengpässe. Er sagte der »Welt«: »Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan.« Man habe auch Anfangsprobleme in Großbritannien gehabt. »Aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben.«

Musikfestivals in 2021: Große Unsicherheit bei Veranstaltern

06.00 Uhr: Bei der Planung der großen Sommerfestivals herrscht pandemiebedingt noch Unklarheit darüber, ob und wenn ja in welcher Form sie stattfinden können. Man müsse die konkreten Entwicklungen abwarten, heißt es etwa bei eventimpresents und Live Nation, den Veranstaltern von »Rock am Ring« (Nürburgring) und »Rock im Park« in Nürnberg.

Nach der Corona-bedingten Absage im vergangenen Jahr soll das Zwillingsfestival 2021 am zweiten Juniwochenende über die Bühne gehen. Auftritte von Bands wie Green Day oder Volbeat wurden auf dieses Jahr verlegt.

»Rock am Ring« im Jahr 2018: Bilder aus einer anderen Zeit

»Rock am Ring« im Jahr 2018: Bilder aus einer anderen Zeit

Foto: Thomas Frey/ picture alliance/dpa

»Es gibt noch viele Fragezeichen«, sagt auch Stephan Thanscheidt vom Veranstalter FKP Scorpio. »Wir müssen abwarten, wie sich die Infektionszahlen und die Verfügbarkeit der Impfstoffe entwickeln.« Der Veranstalter organisiert das »Hurricane« im niedersächsischen Scheeßel sowie das »Southside« in Baden-Württemberg, das vom 18. bis 20. Juni geplant ist.

»Es herrscht derzeit große Unsicherheit in der Branche«, sagt der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow. »Für die Sommerfestivals werden wir spätestens bis Mitte März Entscheidungen benötigen, in welcher Form sie stattfinden können, weil sie eine Mindestzeit zur Vorbereitung benötigen.«

Ärztekammer drängt Regierung zur Aufklärung der Impfschwierigkeiten

03.45 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert die Bundesregierung und die EU-Kommission dazu auf, darauf zu drängen, dass die vertraglich zugesicherten Impfstoffliefermengen und Liefertermine eingehalten werden. »Für den breiten Einsatz in den Praxen brauchen wir Impfstoffe, die unkompliziert zu transportieren und ohne spezielle Kühltechnik gelagert werden können«, zitiert die »Rheinische Post« den Mediziner in einem Vorabbericht. »Diese Voraussetzungen scheint das Vakzin von AstraZeneca zu erfüllen. Solche Impfstoffe sind unerlässlich, um das Ziel der Herdenimmunität bis zum Sommer zu erreichen.« Die Ursachen der jetzt bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten müssten deshalb umfassend geklärt und so schnell wie möglich behoben werden. Vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssten geimpft sein, bevor sich die erstmals in Großbritannien aufgetauchte Virusvariante weiter in Deutschland ausbreite. »Da zählt buchstäblich jeder Tag.«

Offenbar hohe Inanspruchnahme von Notbetreuung in Kitas

02.40 Uhr: Trotz des harten Corona-Lockdowns in Deutschland besucht laut einem Zeitungsbericht derzeit etwa jedes dritte Kitakind eine Notbetreuung. Ungeachtet der Appelle der Regierungen der Bundesländer an die Eltern, die Kinder möglichst selbst zu Hause zu betreuen, sei die Inanspruchnahme der Notbetreuung seit Jahresbeginn gestiegen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Das RND hatte Daten zur Notbetreuung aus allen 16 Bundesländern angefragt. Zwölf Länder lieferten den Zeitungen entsprechende Angaben. Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und Hessen übermittelten dem RND zufolge keine solchen Daten.

Unter den Ländern, die Daten lieferten, seien teilweise deutliche Unterschiede in der Inanspruchnahme der Notbetreuung zu erkennen, berichten die RND-Zeitungen. So sei in Hamburg im Lockdown knapp die Hälfte der Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren in der Notbetreuung der Kitas, in Bayern seien es hingegen nur knapp 20 Prozent.

Seniorin über das Leben in der Pandemie: »Gegen Impfgegner hilft nur Sarkasmus«

02.20 Uhr: Im März fragten wir Annegret Ptach, ob sich die Menschen in ihrem Hamburger Seniorentreff vor Corona fürchten – und ob sich jemand infiziert hat. Jetzt haben wir sie wieder angerufen. Lesen Sie hier das Interview.

Kubicki warnt vor drastischer Einschränkung des Reiseverkehrs

02.05 Uhr: FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki hat die Bundesregierung vor einer drastischen Einschränkung des Reiseverkehrs in der Corona-Pandemie gewarnt. »Es helfen in der aktuellen Situation keine Flug- oder Reiseverbote, zumal ohnehin jeder Tests durchlaufen muss, sondern deutlich schnelleres Impfen«, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Das ist der verlässlichste und einzige Weg aus dieser Pandemie.« Diese Bundesregierung verschleiere ihr Versagen und ersetze wirkliche Lösungen durch Symbolpolitik, meinte Kubicki.

Zuvor hatte die »Bild« berichtet, dass die Bundesregierung angesichts der Risiken durch Mutationen des Coronavirus über weitere Einschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr nachdenkt. »Die Gefährdung, die von den zahlreichen Virusmutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Maßnahmen prüfen und in der Bundesregierung diskutieren«, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zu »Bild«. Dazu gehörten »deutlich schärfere Grenzkontrollen«, besonders an den Grenzen zu Hochrisikogebieten, »aber auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu null«.

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Die Kritik am AstraZeneca-Impfstoff – und was wirklich dahintersteckt

01.20 Uhr: Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca und der Uni Oxford wirkt bei Senioren angeblich kaum, berichtete das »Handelsblatt«. Womöglich ein Irrtum – trotzdem lohnt ein näherer Blick. Lesen Sie hier  mehr.

Irland verlängert Lockdown bis Anfang März

01.05 Uhr: Irland verlängert seinen derzeitigen Corona-Lockdown bis zum 5. März. Damit bleiben die Schulen, die für die Versorgung der Bürger nicht wesentlichen Geschäfte sowie die Restaurants und Pubs bis zu diesem Datum geschlossen, wie Regierungschef Micheál Martin am Dienstag mitteilte. Die Botschaft an die Bürger sei sehr einfach, sagte er: »Bleiben Sie zu Hause, verreisen Sie nicht!«

Erstmals verhängt Irland auch eine generelle Quarantänepflicht für Reisende, die aus dem Ausland eintreffen, wie Vizeregierungschef Leo Varadkar ergänzte. Die meisten Einreisenden können die Zeit der Isolation zu Hause oder anderen Orten ihrer Wahl verbringen. Einreisende aus Südafrika und Brasilien sollen hingegen in von der Regierung festgelegten Unterkünften isoliert werden. In diesen beiden Staaten sind Mutanten des Virus aufgetreten, von denen angenommen wird, dass sie besonders ansteckend sind.

Irland hat zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Infektionszahlen erlebt. In dem Fünf-Millionen-Einwohner-Land wurden bislang insgesamt rund 3000 Todesopfer im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen verzeichnet.

Biden-Regierung bestellt 200 Millionen zusätzliche Impfdosen

0.15 Uhr: Die US-Regierung bestellt zusätzliche 200 Millionen Corona-Impfdosen. Wie der neue US-Präsident Joe Biden sagte, sollen 100 Millionen Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffes und 100 Millionen Impfdosen des US-Pharmaunternehmens Moderna gekauft werden. Damit könnten bis zum Ende des Sommers 300 Millionen Menschen geimpft werden – nahezu die gesamte US-Bevölkerung.

Mit den neuen Bestellungen wächst die Zahl der insgesamt bestellten Impfdosen von bislang 400 Millionen um 50 Prozent auf 600 Millionen, wie Biden sagte. Fest sind die Bestellungen seinen Angaben zufolge aber noch nicht. Bei den beiden bislang in den USA zugelassenen Corona-Impfstoffen sind jeweils zwei Impfdosen nötig.

Der Kampf gegen die Pandemie benötige eine Anstrengung wie in »Kriegszeiten«, sagte Biden. Der Demokrat, der das Präsidentenamt am Mittwoch vergangener Woche angetreten hatte, hat die Eindämmung der Corona-Pandemie zu seiner dringlichsten Aufgabe erklärt. In den USA sind schon mehr als 25,4 Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden, mehr als 424.000 Menschen starben an den Folgen einer Ansteckung. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit.

Mehr als 100 Millionen bestätigte Corona-Infektionen weltweit

0.05 Uhr: Innerhalb nur eines Monats ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus weltweit um 20 Millionen gestiegen. Die meisten Fälle gibt es weiterhin in den USA. Lesen Sie hier mehr.

nck/kim/fek/mas/cop/ala/dpa/AFP/Reuters/AP
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