Corona-News am Mittwoch Kölner Karneval plant »weitgehend normale Session« – mit 3G-Regel

Beim Karneval in Düsseldorf dürfen nur Immunisierte an Saalveranstaltungen teilnehmen – anders in Köln: Hier wird Feiern in Innenräumen auch mit PCR-Test möglich sein. Der Überblick.
Karneval in Köln (2020)

Karneval in Köln (2020)

Foto: Oliver Berg/ dpa

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+++ Kölner Karneval plant »weitgehend normale Session« – mit 3G-Regel +++

19.40 Uhr: Das Festkomitee Kölner Karneval geht nach einem Gespräch mit Vertretern der NRW-Landesregierung von einer »weitgehend« normalen Session 2022 für Geimpfte, Genesene und mittels PCR-Test Getesteten aus. Anders als in Düsseldorf, wo bei einigen Saalveranstaltungen nur Immunisierte teilnehmen dürfen, ermögliche ein negativer PCR-Test in Köln auch allen, die weder geimpft noch genesen sind, die Teilnahme an Bällen, Sitzungen und Partys in Innenräumen, hieß es.

Die sogenannte 3G-Regel – geimpft, genesen oder getestet – solle auch für Umzüge gelten, wobei für die Zuschauer an der frischen Luft dann ein Schnelltest ausreiche, wie das Festkomitee Kölner Karneval weiter mitteilte. Wie das kontrolliert werden solle, dazu gebe es Absprachen zwischen Veranstaltern und Behörden.

Biden ordnet Corona-Impfpflicht in bestimmten Pflegeheimen an

23.27 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat US-Präsident Joe Biden eine Impfpflicht für Mitarbeiter bestimmter Pflegeheime angekündigt. Wie Biden am Mittwoch im Weißen Haus sagte, soll die Impfpflicht in Heimen gelten, in denen über die öffentlichen Krankenversicherungen Medicare und Medicaid abgesicherte Menschen leben. Nach Angaben des Weißen Hauses betreffen die geplanten Regelungen landesweit mehr als 15.000 Pflegeheime mit 1,3 Millionen Mitarbeitern und 1,6 Millionen Bewohnern.

Steinmeier spricht mit Bürgern über Corona-Erfahrungen

19.51 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Donnerstag erstmals direkt mit Bürgerinnen und Bürgern zu einem Lage-Gespräch über Erfahrungen in der Corona-Pandemie zusammen. Zuvor hatte es drei solcher "Bürgerlagen" digital gegeben. Weiterhin online können auch Zuschauerinnen und Zuschauer des angebotenen Livestreams Fragen an die Gesprächsrunde stellen.

Gäste Steinmeiers im Schloss Bellevue sind eine Pflegedienstleiterin aus Bremen, Ehrenamtliche aus einem Fußballverein in Nordrhein-Westfalen und bei einer Tafel in Sachsen-Anhalt, ein junger Auszubildender sowie eine Musikerin aus Berlin, eine Hotelbesitzerin aus Bayern und eine Schulleiterin aus Nordrhein-Westfalen.

WHO warnt vor Corona und anderen Krankheiten in Afghanistan

18:00 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation warnt, die medizinische Not flüchtender Menschen in Afghanistan nehme zu. In den Kliniken in Kabul und anderen afghanischen Städten träten immer mehr Fälle von Durchfallerkrankungen, Mangelernährung, Bluthochdruck und Corona-Symptomen auf. Dazu kämen vermehrt Schwangerschaftskomplikationen.

Einreise-Testpflicht mit neuer rechtlicher Grundlage

17.05 Uhr: Die bestehende Pflicht zum Nachweis einer vollständigen Coronaimpfung, eines Tests oder der Genesung bei der Einreise nach Deutschland wird auf eine neue Grundlage gestellt. Das Bundeskabinett beschloss in Berlin eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Die bereits seit Anfang August gültige Regelung basierte bisher auf einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Die Änderung soll zusammen mit einem ebenfalls im Kabinett beschlossenen Gesetz zu Hilfen nach der Hochwasserkatastrophe in Deutschland im Bundestag verabschiedet werden.

Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist – mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es zuvor schon für alle Flugpassagiere. Sie wurde auf alle Verkehrsmittel ausgeweitet, also auch für Einreisen per Auto oder Bahn, um die Gefahr zu verkleinern, dass Einreisende vor allem zum Ende der Sommerferien zu einer verstärkten Verbreitung des Virus beitragen.

USA wollen allen Bürgern ab 20. September Corona-Auffrischungsimpfung anbieten

16.51 Uhr: Die USA wollen von Mitte September an allen Bürgern eine Corona-Auffrischungsimpfung anbieten. Die US-Gesundheitsbehörden begründeten dies mit einer über die Zeit nachlassenden Schutzwirkung der Impfstoffe und der Ausbreitung der Delta-Variante. Ab dem 20. September soll deswegen eine dritte Impfdosis mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna angeboten werden. Die dritte Dosis kann acht Monate nach der zweiten Dosis verabreicht werden.

»Die vorliegenden Daten zeigen sehr eindeutig, dass der Schutz gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nach den ersten Impfdosen über die Zeit abzunehmen beginnt«, hoben die Chefs einer Reihe von Gesundheitsbehörden wie der CDC in einer gemeinsamen Erklärung hervor. »In Verbindung mit einer Dominanz der Delta-Variante sehen wir Hinweise auf einen reduzierten Schutz gegen milde und moderate Krankheitsverläufe.« Deswegen seien Auffrischimpfungen nötig, um den Impfschutz zu »maximieren« und die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Der gesamte Plan stehe noch unter Vorbehalt weiterer Prüfungen durch die Arzneimittelbehörde FDA.

In den USA haben bereits mehr als 72 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, knapp 62 Prozent sind durchgeimpft. Von der Gesamtbevölkerung sind etwas über 50 Prozent vollständig geimpft. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Corona-Infektionen in den USA aber sprunghaft angestiegen. Derzeit werden täglich mehr als 120.000 Neuinfektionen gemeldet.

WHO: Booster-Impfungen noch nicht nötig

16.37 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält Corona-Auffrischungsimpfungen derzeit noch nicht für erforderlich. Die aktuellen Daten deuten nicht darauf hin, dass eine solche Booster-Impfung nötig sei, sagt WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan auf einer Pressekonferenz in Genf.

WHO-Berater Bruce Aylward verwies auf Auffrischungsimpfungen, die in reicheren Ländern bereits verabreicht werden: »Es gibt weltweit genügend Impfstoff, aber er wird nicht in der richtigen Reihenfolge an die richtigen Stellen gegeben.« Erst sollten die am meistgefährdeten Menschen weltweit zwei Dosen erhalten, bevor die vollständig geimpften Menschen eine Auffrischungsimpfung bekommen: »Davon sind wir noch weit, weit entfernt«, sagt er.

Drei-Tage-Festival »World Club Dome« findet nicht statt

16.26 Uhr: Es sollte das erste große Festival in Deutschland seit Beginn der Pandemie werden, nun muss der »World Club Dome« (WCD) doch abgesagt werden. Die Stadt Frankfurt am Main habe Auflagen gemacht, mit denen das Festival nicht praktikabel und realistisch durchgeführt werden könne, teilten die Veranstalter mit. Geplant war, vom 3. bis 5. September in und um das Waldstadion im Deutsche Bank Park mit Sicherheitsabständen und einer Teststrategie zu feiern.

Einen Hoffnungsschimmer gebe es noch, erklärten die Veranstalter: Es liefen Gespräche über die ebenfalls vom 3. bis 5. September geplanten »WCD Pool Sessions« mit rund 12.000 Besuchern im Stadionbad. Die Veranstaltung sei genehmigt, allerdings bisher mit Anforderungen, die nicht realistisch umsetzbar seien.

Israel will 1,6 Millionen Schüler auf Corona-Antikörper testen

16.15 Uhr: Israel will vor Beginn des neuen Schuljahres am 1. September landesweit 1,6 Millionen Schüler auf Corona-Antikörper testen. Ziel ist nach Angaben des Erziehungsministeriums, mehr Präsenzunterricht zu ermöglichen. Ausgenommen seien bei den Tests nur die 15- bis 18-Jährigen, da in dieser Altersgruppe die Impfquote bei rund 70 Prozent liege, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. Das Land hatte bereits vergangene Woche mit einem Pilotprojekt für Antikörpertests an religiösen Schulen begonnen.

Genesene oder geimpfte Kinder mit Antikörpern gegen das Virus müssen demnach nicht mehr in Quarantäne gehen, wenn ein Krankheitsfall in der Klasse auftritt.

48 Stunden vor Beginn des Schuljahres sollen außerdem rund zwei Millionen Schüler zu Hause einen Corona-Schnelltest machen. Während des Schuljahres gelte: Wer keine Antikörper aufweise, werde bei einem Krankheitsfall in der Klasse eine Woche lang täglich auf das Virus getestet. Die Idee dahinter sei: »Wer krank ist, geht in Quarantäne, wer nicht, nicht«, hatte die Sprecherin des Erziehungsministeriums kürzlich gesagt. Für alle Tests brauche es die Zustimmung der Eltern. Wer nicht getestet werden wolle, lerne von Zuhause.

Inzidenz unter Ungeimpften in Bayern zehnmal so hoch wie unter Geimpften

15.36 Uhr: In Bayern sind Ungeimpfte derzeit zehnmal so oft von Corona-Infektionen betroffen wie Geimpfte. »Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei Ungeimpften in Bayern bei 58 pro 100.000 Einwohner. Dagegen beträgt sie bei Geimpften in Bayern nur 5,75 pro 100.000 Einwohner«, sagt Gesundheitsminister Klaus Holetscheck (CSU) mit Verweis auf die Zahlen vom Dienstag.

Insgesamt hat sich die Inzidenz im Freistaat bis Mittwoch binnen acht Tagen auf 31 verdoppelt; 56,5 Prozent der bayerischen Bürger sind geimpft. »Die beginnende vierte Welle zeichnet sich unverkennbar ab«, sagt Holetschek. Er plädiert erneut dafür, die Belastung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten und das Ausmaß des Impfschutzes in die Beurteilung der Lage einzubeziehen.

Kein Abstand, kaum Masken: Britisches Parlament wieder voll besetzt

Dicht gedrängt sitzen die Abgeordneten im Londoner Unterhaus

Dicht gedrängt sitzen die Abgeordneten im Londoner Unterhaus

Foto: House Of Commons / dpa

15.25 Uhr: Erstmals seit Beginn der Pandemie haben die Abgeordneten im Londoner Unterhaus wieder Schulter an Schulter auf den grünen Bänken nebeneinander gesessen. Nur wenige trugen bei der Afghanistan-Sondersitzung Masken, wie auf Fotos aus dem Parlament zu sehen war. Die Labour-Abgeordnete Angela Eagle twitterte: »Nicht ein einziges Mitglied auf der Regierungsbank trägt eine Maske, nicht einmal der Premierminister und der Gesundheitsminister.«

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Seit der Aufhebung der meisten Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli sind Masken in den meisten öffentlichen Orten freiwillig. Die offizielle Empfehlung der britischen Regierung lautet jedoch, in vollen Innenräumen weiterhin Masken zu tragen. Die Abgeordneten waren nach der Zuspitzung der Lage in Afghanistan außerplanmäßig aus der Sommerpause nach London gerufen worden.

Zahlenchaos beim Impfen: »Systematische Datenerhebung ist politisch nicht gewollt«

14.20 Uhr: Die Coronastatistik ist löchrig, Millionen Impfungen wurden offenbar nicht erfasst. Das wäre vermeidbar, sagt der Ökonom Gabriel Felbermayr. Er schlug der Regierung schon früh ein umfassendes Panel vor – vergebens. Lesen Sie hier das ganze Interview. 

Coronalockerungen: Gastgewerbe macht im Juni fast 62 Prozent mehr Umsatz

13.18 Uhr: Volle Biergärten, ausgebuchte Urlaubsorte: Das Gastgewerbe profitiert von laxeren Coronaregeln. Doch vom Niveau vor der Krise ist die Branche noch weit entfernt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Mediziner erwarten wegen Anstieg der Neuinfektionen mehr Patienten

13.01 Uhr: Der Anstieg der gemeldeten Corona-Neuinfektionen beschleunigt sich. In vier Bundesländern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile wieder über 50: in Berlin (69,2), Hamburg (74,5), Nordrhein-Westfalen (64,6) und Schleswig-Holstein (50,5). Einen Trend sieht das Robert Koch-Institut in dem aktuellen sprunghaften Anstieg noch nicht, eine Zunahme bei der Sieben-Tage-Inzidenz sei aber zu erwarten gewesen.

Aus Sicht des Mediziners und Wissenschaftlichen Leiters des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, sind die stark steigenden Inzidenzen Anlass zu Sorge. »Wir haben Stand jetzt zwar noch wenig Covid-Patienten auf der Intensivstation und genügend freie Kapazitäten, aber die Tendenz ist auch hier steigend von minimal 350 Patienten vor zwei Wochen auf jetzt knapp 600«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Die Inzidenzen seien linear an die Intensivbelegung gekoppelt. »Es ist auch naiv zu glauben, dass die hohen Inzidenzen der jungen Menschen nicht auf die 35- bis 60-Jährigen überspringen. Hier gibt es absolut gesehen noch zu viele Ungeimpfte in Deutschland.«

Karagiannidis wies auf die hohe Verbreitungsgeschwindigkeit der Delta-Variante des Coronavirus hin und betonte wie andere Experten auch, dass Herdenimmunität inzwischen eine Illusion sei. Der Experte rechnet mit einem weiteren Anstieg bei der Zahl der Intensivpatienten in den kommenden Wochen, wenn sich nicht deutlich mehr Menschen impfen lassen. Das kann nach Ansicht des Mediziners auch zu einer neuerlichen ernsthaften Belastung für das Personal werden. »Einige sind noch ganz schön ausgelaugt von den drei ersten Wellen«, sagte Karagiannidis. »Hier droht ein nachhaltiger Schaden, den wir personell bei der hohen Arbeitsbelastung in den kommenden Jahren nicht kompensieren werden können.«

Reisemobile in der Coronapandemie immer beliebter

12.02 Uhr: Reisemobile und Caravans sind in Deutschland angesichts der anhaltenden Coronapandemie so gefragt wie noch nie. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden rund 75.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) in Düsseldorf berichtete.

Die Verkaufszahlen hätten damit eine Rekordhöhe erreicht und das hohe Vorjahresniveau noch einmal um 6 Prozent übertroffen. Die Begeisterung deutscher Urlauber für Caravaning sei auch 2021 ungebrochen, betonte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.

Allerdings bekam der Höhenflug der Branche im Juli einen Dämpfer. Nach den Verkaufsrekorden der vergangenen Monate lag die Zahl der neu zugelassenen Freizeitfahrzeuge im Juli mit 12.188 erstmals wieder um knapp 25 Prozent unter dem Niveau im Juli 2020. Dies liege zum einen am extrem hohen Juli-Wert des Vorjahres, in dem es im Sommer nach dem ersten Lockdown einen starken Nachholeffekt gegeben habe und die Zulassungen um mehr als 85 Prozent in die Höhe geschossen seien, sagte Onggowinarso.

Zum anderen kämpfe die Branche aktuell mit Lieferschwierigkeiten. »Viele Komponenten und Rohstoffe sind aufgrund der Pandemie und stockender Lieferketten aktuell kaum verfügbar, so dass wir die weiterhin sehr hohe Nachfrage teilweise nicht bedienen können«, erklärte der Branchensprecher. Insbesondere bei den Caravan-Herstellern stünden hunderte Fahrzeuge auf Lager, die praktisch fertig produziert seien, aber nicht ausgeliefert werden könnten, da ein bestimmtes Teil fehle.

Darum haben Kinder seltener schwere Covid-19-Verläufe

11.53 Uhr: Schon lange ist bekannt, dass Kinder nicht so oft schwer an Covid-19 erkranken wie ältere Menschen. Forscher haben nun eine wichtige Ursache gefunden. Die Erkenntnisse könnten auch Erwachsenen helfen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Erste Corona-Infektion seit Monaten in Neuseeland führt zu weiteren Fällen

11.48 Uhr: Trotz eines sofort verhängten Lockdowns ist der erste im Inland übertragene Coronafall in Neuseeland nicht der einzige geblieben: Es habe neun weitere positive Tests gegeben, teilte Regierungschefin Jacinda Ardern mit. Es handele sich um die hochansteckende Delta-Variante des Virus – weitere Fälle seien zu befürchten. Angesichts der Entwicklung sei der von ihr sofort verhängte landesweite Lockdown die einzig richtige Entscheidung gewesen, sagte Ardern.

In einem Fall sei eine Krankenschwester in einem Krankenhaus von Auckland betroffen, sagte die Regierungschefin. Für die Klinik sei ein »interner Lockdown« verhängt worden. Alle Mitarbeiter und Patienten würden nun getestet. Ebenfalls betroffen sei ein Lehrer, auch dort seien weitreichende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden.

Nach einem einzigen im Inland übertragenen Coronafall hatte die neuseeländische Regierung am Dienstag einen dreitägigen landesweiten Lockdown inklusive De-facto-Ausgangssperre verhängt. Es war die erste einheimische Übertragung des Coronavirus seit sechs Monaten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums handelte es sich um einen 58-Jährigen in Auckland, der größten Stadt des Landes. Wie er sich infizierte, blieb zunächst weiter unklar. In Auckland wurde ein einwöchiger Lockdown ausgerufen.

In allen 16 Bundesländern mindestens jeder Zweite vollständig geimpft

11.23 Uhr: Bei den Coronaimpfungen ist jetzt in allen 16 Bundesländern mindestens jeder zweite Einwohner vollständig geimpft. Als letztes Land schaffte Sachsen die Marke von 50 Prozent mit nun 50,1 Prozent, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht.

Vier Länder sind bereits über der Marke von 60 Prozent: Bremen mit 68,3 Prozent voll geimpften Einwohnern, das Saarland mit 62,5 Prozent, Schleswig-Holstein mit 61,4 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 60,3 Prozent. Bundesweit sind 57,8 Prozent der Bevölkerung – 48,1 Millionen Menschen – vollständig geimpft.

Mindestens eine erste Impfung bekommen haben nunmehr 52,8 Millionen Menschen oder 63,5 Prozent der Bevölkerung. Dabei nimmt die Zahl der Erstimpfungen wieder etwas zu, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Demnach bekamen am Dienstag gut 92.000 Menschen eine Erstimpfung, an den Dienstagen der beiden Vorwochen waren es jeweils rund 75.000.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief nicht geimpfte Menschen erneut zum Mitmachen auf. »Jede einzelne Impfung bringt uns allen mehr Sicherheit und Normalität«, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter. Er wies darauf hin, dass sich am Dienstag 22.500 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren erstmalig impfen ließen – dies seien mehr als 20 Prozent aller Erstimpfungen dieses Tages.

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Formel 1: Großer Preis von Japan wegen Corona abgesagt

10.55 Uhr: Die Coronapandemie wirbelt den Kalender der Formel 1 weiter durcheinander. Die Königsklasse verkündete die Absage des für den 10. Oktober geplanten Großen Preises von Japan in Suzuka. Die Entscheidung sei von der Regierung des Olympia- und Paralympics-Gastgebers aufgrund der anhaltend komplexen Pandemielage getroffen worden.

Die Formel 1 will über einen möglichen Ersatzausrichter in den kommenden Wochen informieren. Ob die erhoffte Rekordzahl von 23 Rennen erreicht werden kann, ist allerdings fraglich. Zuvor waren bereits die Rennen in China, Singapur, Australien und Kanada abgesagt worden.

Coronamaßnahmen: Werden Schulen die neuen Impfzentren?

10.34 Uhr: Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission bereiten sich einzelne Bundesländer darauf vor, Kinder und Jugendliche auch an Schulen zu impfen. Gegner fürchten neue Konflikte in den Klassenzimmern. Lesen Sie hier mehr dazu. 

Mini-Lockdown auf Kreta nach erhöhter Zahl von Corona-Infektionen

10.21 Uhr: Nachdem eine erhöhte Zahl von Corona-Infektionen auf Kreta registriert wurde, hat die Regierung in Athen auf der Urlaubsinsel für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot für die Region Rethymno verhängt. Zudem wurde eine entsprechende Verordnung, die bereits seit einer Woche für die Region Chania und Iraklio gilt, um sieben Tage verlängert. Die teilte die Regierung in der Nacht zum Mittwoch mit. Die Einschränkungen gelten damit im größten Teil der Mittelmeerinsel. Nur die östlichste Region Kretas von Lasithi mit den Urlaubsgebieten um Agios Nikolaos, Elounda, Sitia und Ierapetra ist nicht von dem Lockdown betroffen.

Zwischen 1 und 6 Uhr darf in den Lockdown-Gebieten niemand ohne wichtigen Grund mehr auf die Straßen. Ausnahmen gibt es nur für Notfälle und für Arbeitende in der Nacht. Zudem darf Musik in Lokalen nicht mehr gespielt werden. Damit soll vermieden werden, dass die Menschen dicht beieinander tanzen. Die Regierung in Griechenland trifft immer wieder vorbeugend solche Maßnahmen für Regionen mit zunehmender Corona-Inzidenz. Damit solle der Tourismus geschützt werden, der dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr sehr gut läuft, berichtete das griechische Staatsfernsehen ERT.

Coronabedingte Lernrückstände bei Schülern: Lehrer geteilter Meinung

10.04 Uhr: Die Coronafolgen für Schüler werden von Lehrkräften einer Umfrage zufolge unterschiedlich dramatisch bewertet. 47 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind demnach der Ansicht, dass es »bei mehr als der Hälfte« (30 Prozent) oder sogar »bei fast allen« (17 Prozent) Schülerinnen und Schülern »gravierende Lernrückstände« gibt, wie eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey für die wirtschaftsnahe »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM) zwischen Juni und August ergab.

Auf der anderen Seite gaben 44 Prozent an, dass es bei »bei weniger als der Hälfte« (25 Prozent) oder »bei sehr wenigen« (19 Prozent) Schülern solche Rückstände gibt. Die Zahlen lagen der Nachrichtenagentur dpa vor. Die heterogenen Ergebnisse zeigten, wie wichtig eine genaue und möglichst individuelle Überprüfung der Lernstände sei, hieß es bei der INSM. Statt pauschaler Maßnahmen müsse es zielgerichtete Angebote geben.

Israel: »Grüner Pass« für fast alle Lebensbereiche

09.14 Uhr: In Israel gilt seit Mittwoch wegen massiv steigender Corona-Infektionszahlen der sogenannte Grüne Pass für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Alle Personen ab drei Jahren müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, wenn sie etwa Sport- oder Kulturveranstaltungen, Fitnessstudios, Museen, Restaurants, Universitäten und Konferenzen besuchen wollen. In Gebetshäusern gilt eine Ausnahme für bis zu 50 Personen. Kinder bis zwölf Jahre können kostenlos getestet werden. Ab zwölf Jahre müssen die Kosten selbst übernommen werden.

Israels Regierung versucht mit den Maßnahmen einen möglichen Lockdown zu den jüdischen Feiertagen im September zu verhindern. Am Dienstagabend meldete das Gesundheitsministerium 8726 neue Corona-Infizierte für den Vortag – den höchsten Wert seit mehr als einem halben Jahr. Dabei sind mehr als 58 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis vollständig geimpft. Mehr als eine Million Menschen haben nach Angaben der Regierung zudem bereits eine dritte Impfung als Auffrischung erhalten.

Es besteht laut Gesundheitsministerium zudem eine Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen, außer in den eigenen vier Wänden. Zusätzlich müssen Masken draußen getragen werden, wenn mehr als hundert Personen zusammenkommen.

Lauterbach warnt vor mehr Corona-Infektionen durch Streiks bei der Bahn

09.02 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den angedrohten erneuten Bahnstreik in der Coronapandemie kritisiert. »Der Streik der Lokführer wird zu mehr Corona-Infektionen führen«, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Überfüllte Züge würden erheblich zur Weiterverbreitung der Delta-Variante beitragen. Ein Tarifstreit »in dieser Form auf dem Rücken der gesunden Bevölkerung ist ziemlich rücksichtslos«, kritisierte Lauterbach.

Der SPD-Politiker betonte mit Blick auf die jüngste Streikandrohung der Lokführergewerkschaft GDL, er bedauere, dass zu diesem Zeitpunkt der Pandemie und auf diese Art gestreikt werde. »Es hätte Wege gegeben, andere Bereiche oder Abteilungen der Bahn wirksam zu bestreiken und gleichzeitig das Gesundheitsrisiko gering zu halten. Aber das war offenbar von vornherein nicht geplant«, bemängelte Lauterbach. Es gehe der Gewerkschaft offenbar auch »um möglichst viel Außenwirkung«.

Verbraucherschützer warnen vor Abzocke mit falschen Impfangeboten

08.56 Uhr: Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat vor Betrug mit falschen Impfangeboten gewarnt. »Manche Menschen klingeln gerade in den sozialen Brennpunkten an Haustüren, um vermeintliche Impfungen zu verkaufen. Am Ende ist das Geld weg, eine Impfung gibt es nicht«, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Papst Franziskus ruft zu Coronaimpfung und gerechter Verteilung auf

08.01 Uhr: Mit einem Appell an die Nächstenliebe wirbt Papst Franziskus für Impfungen gegen das Coronavirus. Dank der Vakzine gebe es Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, »aber nur, wenn sie für alle verfügbar sind und wir zusammenarbeiten«, sagte das Oberhaupt der Katholiken in einer Videobotschaft zur Unterstützung einer US-Kampagne zur Förderung der Impfbereitschaft in Nord-, Mittel- und Südamerika.

Sich impfen zu lassen, sei »ein Akt der Liebe«, sagte der Papst. »Und dazu beizutragen, dass die Mehrheit der Menschen geimpft wird, ist ein Akt der Liebe. Liebe für sich selbst, für seine Familie und Freunde und für alle Menschen.« Neben dem Papst unterstützten auch Erzbischöfe und Kardinäle aus Brasilien, El Salvador, Honduras, Mexiko und Peru die Kampagne »It's Up to You« (»Es liegt an dir«).

Australische Fluggesellschaft Qantas führt Impfpflicht für Mitarbeiter ein

07.31 Uhr: Alle Mitarbeiter der australischen Fluggesellschaft Qantas müssen sich gegen Corona impfen lassen. Für Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal gilt eine Frist bis zum 15. November, die restlichen Mitarbeiter bekommen bis Ende März 2022 Zeit, teilte das Unternehmen mit. Ausnahmen werde es für Menschen geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

»Ein Besatzungsmitglied kann an einem einzigen Tag mehrere Städte anfliegen und mit Tausenden Menschen in Kontakt kommen«, sagte Qantas-Geschäftsführer Alan Joyce. Es sei daher »sehr wichtig«, dass die Mitarbeiter geimpft seien. »Ich denke, dass dies die Art von Führung und Sicherheit ist, die die Menschen von uns erwarten.« Die Vorgaben gelten auch die Tochtergesellschaft Jetstar, hieß es.

Bereits Ende 2020 hatte Australiens nationale Fluggesellschaft angekündigt, eine Impfpflicht für Passagiere auf internationalen Flügen einzuführen, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe.

Bundesländer planen Impfaktionen für Kinder

06.25 Uhr: Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Coronaimpfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf sind in mehreren Bundesländern spezielle Impfaktionen für diese Altersgruppe angelaufen oder in Planung. Die meisten Bundesländer setzten auf Impfungen in Arztpraxen oder Impfzentren. Es soll aber auch Angebote an Schulen geben, etwa in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg.

In Mecklenburg-Vorpommern haben mobile Teams bereits mit Impfungen an Schulen begonnen. Das Angebot richtet sich zunächst aber nur an Schüler und Schülerinnen ab 16, weil bei ihnen die schriftliche Einwilligung der Eltern genügt.

Im Impfzentrum Bremen wurde nach Angaben der Gesundheitsverwaltung eine separate Impfstraße eingerichtet, die sich explizit an 12- bis 15-Jährige richtet. Dort sind Kinder- und Jugendärzte im Einsatz. Das Angebot werde gut angenommen, hieß es. Alle Kinder- und Jugendlichen ab zwölf Jahren seien per Post darüber informiert worden.

In Sachsen gab es bereits spezielle Angebote für Familien durch mobile Impfteams, etwa vor Vergnügungsparks. Die sächsische Impfkommission hatte die Impfung ab zwölf schon seit 1. August empfohlen. Zudem gibt es »Familienimpftage« in den Impfzentren. In Freizeitzentren und Tierparks sind weitere Aktionen durch das Deutsche Rote Kreuz geplant. »Wir begrüßen jede kreative Impfaktion – gerade auch für Familien, die dort Impfungen anbietet, wo die Menschen sind«, teilte das Sozialministerium in Dresden mit.

Möglich ist die Impfung für Kinder ab zwölf schon seit Mai, seit der entsprechenden Zulassung des Biontech-Impfstoffs durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA. Inzwischen ist auch das Präparat von Moderna für diese Altersgruppe zugelassen. Laut Robert Koch-Institut ist rund jeder vierte 12- bis 17-Jährige bereits einmal geimpft (Stand 16.8. 24,6 Prozent). Vollständig geimpft sind 15,5 Prozent.

Virologe Drosten: »Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren«

05.57 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten appelliert an ungeimpfte Erwachsene, an ihre eigene Gesundheit zu denken. »Allen, vor allem allen ab 45 Jahren, ist dringend zu raten, sich sehr ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob sie sich wirklich nicht impfen lassen wollen«, sagte der Charité-Forscher der Nachrichtenagentur dpa.

Der Plan einiger Menschen, durch eine vermeintliche Herdenimmunität bei einer Impfquote von rund zwei Dritteln der Bevölkerung indirekt geschützt zu werden, gehe wegen der hochansteckenden Delta-Variante nicht mehr auf. »Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren, und das vielleicht schon in diesem Winter«, sagte Drosten. Zu bedenken sei, dass das Infektionsrisiko für Ungeimpfte in diesem Herbst und Winter auch deswegen steige, weil aufgrund der hohen Impfquote dann täglich mehr Neuansteckungen zugelassen würden als noch im vorherigen Winter. Hinzu komme, dass Geimpfte einige Zeit nach der Impfung das Virus sehr wahrscheinlich weitergeben könnten, auch ohne dabei selbst zu erkranken.

Durch ein selbsttätiges Auslaufen der Pandemie verschont zu bleiben, darauf könne niemand hoffen, erläuterte Drosten. Die Impfung sei aufgrund der Delta-Variante keine primäre Frage des Gemeinschaftsschutzes. Es gehe jetzt vielmehr darum, sich selbst zu schützen. Drosten zeigte sich dabei überzeugt, dass sich viele Zögernde demnächst doch noch impfen lassen werden, auch weil sie im direkten Umfeld erlebten, was Covid-19 für Ungeimpfte bedeuten könne.

RKI meldet 8324 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz bei 40,8

04.30 Uhr: Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen einem Tag 8324 Neuinfektionen gemeldet – und damit über 4400 mehr als am Vortag (3912). Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.09 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 4996 Ansteckungen gelegen. Zuletzt lag der Wert am 21. Mai über 8000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Darüber hinaus stieg die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an und über die Marke von 40. Nach Angaben des RKI lag sie bei 40,8 – am Vortag hatte der Wert 37,4 betragen, vor einer Woche 25,1.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 14 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.835.375 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.687.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.921.

Zahl der Krankschreibungen wegen Rückenleiden steigt

04.01 Uhr: Das coronabedingt häufigere Arbeiten zu Hause sorgt nach Beobachtung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) verstärkt für Rückenbeschwerden. Wie die Krankenkasse mitteilte, sind im ersten Halbjahr 2021 bundesweit 20,4 Prozent der eingereichten Atteste bei der Arbeit auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen.

Im Vorjahr habe der Anteil solcher Krankschreibungen noch bei 17,3 Prozent gelegen. Und in den Jahren zuvor bewegte er sich demnach zwischen 15 und 16 Prozent. Auch die Krankheitsdauer ist dabei nach Angaben der KKH gestiegen: 25,4 Prozent der Fehltage gehen demzufolge auf Erkrankungen des Bewegungsapparats zurück. In den Jahren zuvor lag der Anteil in dieser Kasse zwischen 22 und 23 Prozent.

Als Gründe vermutet die Kasse die Arbeitsbedingungen im Homeoffice. Dort fehlten häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl. Das lange Sitzen in ungesunder Haltung vor dem Rechner habe daher mehr Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden zur Folge.

Australischer Bundesstaat meldet Rekordzahl an Neuinfektionen

02.45 Uhr: 633 neue Corona-Infektionen haben die Behörden im australischen Bundesstaat New South Wales am Mittwoch gemeldet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. NSW-Regierungschefin Gladys Berejiklian sagte bei einer Pressekonferenz, jede infizierte Person stecke mehr als einen weiteren Menschen an. Das Schlimmste stehe also noch bevor.

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Weite Teile des Bundesstaats – in dem auch die Millionenmetropole Sydney liegt – sind bereits seit Wochen in einem strengen Lockdown. Die Einschränkungen für Menschen in Sydney sollten eigentlich Ende August gelockert werden. Doch angesichts der jüngsten Zahlen rechnet damit niemand mehr.

Bundesländer schließen offenbar Impfzentren nach Ende der Bundesfinanzierung

01.55 Uhr: Die Bundesländer wollen laut einem Medienbericht ihre überregionalen Corona-Impfzentren mit Auslaufen der Finanzierung durch den Bund schließen. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf eine Umfrage unter allen 16 Landesgesundheitsministerien. Damit werde voraussichtlich kein Land seine zentralen Impfstellen über Ende September hinaus auf eigene Kosten betreiben.

Demnach teilte unter anderem das Gesundheitsministerium in Thüringen mit: »Für die Zukunft setzen wir nicht mehr allein auf das Netz an Impfstellen, sondern schaffen mehr niedrigschwellige Angebote genau dort, wo viele Menschen sind.« Aus Nordrhein-Westfalen hieß es, das Impfen solle »von den Impfzentren regelhaft in die Arztpraxen übergehen«.

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte Ende Juni eine Neuausrichtung der Nationalen Impfstrategie beschlossen. So sollten Impfzentren geschlossen oder ihre Zahl reduziert und der Schwerpunkt auf mobile Impfteams gesetzt werden. Allerdings sollten die Bundesländer sicherstellen, dass die Impfkapazitäten in kurzer Zeit wieder hochgefahren werden können. Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten der Impfzentren, die Finanzierung wurde bis Ende September festgelegt.

Neuseeland nach sechs Monaten wieder im Lockdown – sieben Fälle

Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern

Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern

Foto: Hagen Hopkins / Getty Images

00.25 Uhr: In Neuseeland hat ein landesweiter, dreitägiger Lockdown begonnen. Regierungschefin Jacinda Ardern hatte ihn angekündigt, nachdem am Dienstag ein neuer Coronafall im Land bekannt geworden war. Zuvor hatte es sechs Monate lang keine Meldungen über Neuinfektionen in Neuseeland gegeben.

Inzwischen ist auch klar, dass die infizierte Person sich mit der Delta-Variante des Virus angesteckt hatte. Die Infektion ist laut Ardern auf den jüngsten Coronavirus-Ausbruch im australischen Bundesstaat New South Wales zurückzuführen.

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Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch teilte die Regierung in Auckland zudem mit, dass die Zahl der Fälle im Land nun auf insgesamt sieben angestiegen sei. In einem Fall sei eine Krankenschwester in einem Krankenhaus von Auckland betroffen. Für die Klinik sei ein »interner Lockdown« verhängt worden, sagte Ardern. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patientinnen und Patienten würden nun getestet.

aar/mmq/kfr/dpa/AFP/Reuters
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