Corona-News am Montag Biden lässt sich impfen, TV-Sender übertragen live

Der künftige US-Präsident hat seine Landsleute aufgerufen, seinem Beispiel zu folgen und sich impfen zu lassen. Und: An diesem Samstag soll Deutschland die erste Impfstoff-Lieferung bekommen. Der Überblick am 21. Dezember.
Joe Biden erhält die Corona-Impfung

Joe Biden erhält die Corona-Impfung

Foto: Carolyn Kaster / dpa

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Künftiger US-Präsident Biden hat sich impfen lassen

21.31 Uhr: Der künftige US-Präsident Joe Biden hat sich vor laufenden Fernsehkameras die erste Dosis eines Corona-Impfstoffes spritzen lassen. In einem Krankenhaus in Newark im Bundesstaat Delaware rief er die Amerikaner auf, es ihm gleichzutun: Es gebe keinen Grund, sich Sorgen zu machen, sagte er. Auch seine Frau Jill habe sich impfen lassen, berichtet die »Washington Post«, sie habe den Impfstoff von Biontech und Pfizer bekommen, der heute auch in der EU zugelassen wurde.

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Künftiger US-Präsident Biden hat sich impfen lassen

21.31 Uhr: Der künftige US-Präsident Joe Biden hat sich vor laufenden Fernsehkameras die erste Dosis eines Corona-Impfstoffes spritzen lassen. In einem Krankenhaus in Newark im Bundesstaat Delaware rief er die Amerikaner auf, es ihm gleichzutun: Es gebe keinen Grund, sich Sorgen zu machen, sagte er. Auch seine Frau Jill habe sich impfen lassen, berichtet die »Washington Post«, sie habe den Impfstoff von Biontech und Pfizer bekommen, der heute auch in der EU zugelassen wurde.

Warnung vor illegalen Corona-Tests an Tankstellen und in Supermärkten

20.29 Uhr: Die Bezirksregierung Köln hat vor zwei bundesweit illegal in den Handel gelangten Corona-Schnelltests gewarnt. Sie könnten, wenn sie nicht von Fachkräften angewendet würden, »katastrophale Infektionsfolgen« haben. Wie die Behörde mitteilte, sind solche Schnelltests unter anderem an Tankstellen, in Supermärkten, Tierarztpraxen, Brauereien und vielen anderen Stellen illegal in den Verkehr gebracht worden.

Die Bezirksregierung warnte vor vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests beim unsachgemäßen Gebrauch durch Laien – gerade vor den anstehenden Feiertagen. Auch eine Verletzungsgefahr sei nicht auszuschließen.

Die Tests sind den Angaben zufolge von einem Unternehmen aus NRW in Umlauf gebracht worden und somit für Privatkunden auch ohne Fachkenntnisse frei käuflich. Betroffen seien die Produkte »Covid-19 Ag Test« des Herstellers nal von minden GmbH und »blnk Novel Coronavirus (SARS-CoV-2) Antigen Rapid Test Cassette (Swab)« des Herstellers Hangzhou Realy Tech Co. Die Bezirksregierung warnt ungeschulte Privatperson eindringlich vor dem Kauf und der selbstständigen Anwendung des Schnelltests.

Erste Impfstoff-Lieferung soll in Deutschland an diesem Samstag eintreffen

19.53 Uhr: Deutschland soll am 26. Dezember die erste Lieferung des zugelassenen Impfstoffes der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer bekommen. Erwartet würden 151.125 Impfdosen, teilte die Berliner Senatsverwaltung als Vorsitz der Länder-Gesundheitsministerkonferenz mit. Demnach hatte zuvor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darüber informiert.

Spahn erklärte auf Twitter, bis Ende dieses Jahres sollten insgesamt mehr als 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert und von diesen an Impfteams verteilt werden. Im Januar würden dann jede Woche mindestens weitere 670.000 Dosen ausgeliefert. Er bekräftigte, dass Impfungen in Deutschland am 27. Dezember losgehen sollen. Dann würden die ersten Pflegebedürftigen geimpft.

Neue Corona-Variante auch in fünf weiteren Ländern gefunden

19.39 Uhr: Die neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 ist außer in Großbritannien auch in Australien, Island, Italien, den Niederlanden und Dänemark gefunden worden. Abgesehen von Dänemark seien es Einzelfälle gewesen, berichtete die Coronavirus-Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Maria van Kerkhove.

Das Virus könne auch in der neuen Variante unter Kontrolle gebracht werden, betonte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. »Die Situation ist nicht außer Kontrolle«, sagte er. »Wir müssen uns aber noch mehr anstrengen. Das Virus kann gestoppt werden.«

In Großbritannien breitet sich die neue Form des Virus vor allem in London und Südostengland rasant aus. Zahlreiche Länder haben Flüge von Großbritannien deshalb gestoppt. Nach Angaben der WHO gibt es keine Hinweise darauf, dass Menschen, bei denen die neue Variante nachgewiesen wurde, einen schwereren Krankheitsverlauf haben als früher Infizierte. Die in Südafrika aufgetauchte Virus-Variante weise ähnliche Mutationen auf, sei aber eine andere Variante als die in Großbritannien entdeckt Variante.

Auch Uni-Klinik Köln mustert Schutzkittel von van Laack aus

18.53 Uhr: Nach der Universitätsklinik Essen hat auch die Uni-Klinik Köln einem Zeitungsbericht zufolge etwa 48.000 Corona-Schutzkittel der Modefirma van Laack aussortiert. Das berichtet der »Kölner Stadt-Anzeiger«. Die Zeitung zitiert Kliniksprecher Timo Mügge mit den Worten: »Nach einem kurzen initialen Einsatz wurden diese nicht weiterverwandt, da bestimmte Chargen unseren Qualitätsanforderungen in der Krankenversorgung nicht gerecht wurden.«

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Uni-Klinik Essen mitgeteilt, sie habe rund 40 000 Kittel ausgemustert, weil sie »beim Anziehen schnell reißen«. Die »Kittel-Affäre« beschäftigt auch den Düsseldorfer Landtag. Die SPD-Opposition hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rechtswidriges Vorgehen bei Aufträgen an van Laack vorgeworfen. Laschets Sohn Johannes hatte den Kontakt zu der Firma hergestellt, für die der Mode-Blogger als Werbepartner tätig ist.

EU-Kommission erteilt Zulassung für Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer

18.49 Uhr: Die EU-Kommission hat den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. »Wir haben die Entscheidung getroffen, den europäischen Bürgern den ersten Impfstoff gegen Covid-19 bereitzustellen«, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Wenige Stunden zuvor hatte ein Expertenausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) grünes Licht für eine bedingte Marktzulassung des Mittels in der EU gegeben.


Erste Menschen in den USA bekommen Moderna-Impfstoff

18.45 Uhr: Als einer der ersten Menschen in den USA hat eine Krankenschwester im US-Bundesstaat Connecticut den Impfstoff der Firma Moderna erhalten. »Ich bin aufgeregt. Ich fühle mich privilegiert«, sagte Mandy Delgado, die als Krankenschwester auf der Intensivstation des Krankenhauses in Hartford arbeitet. Die Impfung wurde live im Fernsehen übertragen. Vor einer Woche hatten die USA bereits eine Impfkampagne mit dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer gestartet.

Fünf Passagiere aus Großbritannien am Frankfurter Flughafen mit Corona infiziert

18.29 Uhr: Auf den zuletzt in Deutschland gelandeten Passagierflügen aus Großbritannien sind nach einem Medienbericht bisher mindestens zehn mit Corona infizierte Passagiere identifiziert worden. Die Personen waren demnach an Bord verschiedener Flieger, die am Sonntag in Berlin, Stuttgart, Hannover und Dortmund landeten, wie die »Bild«-Zeitung  unter Berufung auf Behördenkreise schreibt. Offen ist noch, ob es sich um die mutierte Version handelt.

Nach SPIEGEL-Informationen wurden mindestens fünf Passagiere am Frankfurter Flughafen positiv getestet. Ob es sich dabei um die neue Variante des Virus handelt, müssen weitere Tests klären, hieß es von den lokalen Gesundheitsbehörden. (Lesen Sie mehr dazu unter dem Eintrag von 10.39 Uhr.)

Dänemark verbietet Nerz-Zucht für ein Jahr

18.15 Uhr: Das weltweit größte Exportland von Nerzen, Dänemark, hat die Zucht der Tiere bis Januar 2022 verboten. Züchter, die sich nicht an die Regel halten, müssten ihre Tiere töten, heißt es in einem vom dänischen Parlament verabschiedeten Gesetz. Mit diesem gibt die dänische Regierung nun auch ihrer Entscheidung vom November eine juristische Grundlage, mehr als 15 Millionen Zucht-Nerze wegen des Funds einer mutierten Form des Coronavirus zu keulen.

Mit der Tötung der Nerze sollte damals die Verbreitung einer mutierten und auf den Menschen übertragbaren Form von Sars-CoV-2 verhindert werden. Viele der Kadaver wurden auf Militäranlagen nahe Holstebro und Karup im Westen Dänemarks vergraben. Die Regierung musste jedoch kurz darauf einräumen, dass durch den Zersetzungsprozess große Menge an Phosphor und Stickstoff im Boden freigesetzt werden könnten. Vier Millionen der toten Nerze sollen deshalb kommendes Jahr wieder ausgegraben und verbrannt werden.

Mittlerweile rund 125 Covid-19-Fälle bei Amazon in Garbsen

18.10 Uhr: In einem Amazon-Verteilzentrum in Garbsen bei Hannover sind rund 125 Mitarbeiter positiv auf Coronavirus getestet worden. Das teilte die Region Hannover. Unter ihnen seien viele Zeitarbeiter, sagte Hubert Thole vom Gesundheitsamt. Bei Reihentests sollen bis Dienstag (22. Dezember) insgesamt knapp 700 Frauen und Männer getestet werden. Die etwa zehn Prozent, die einen Test verweigerten, dürften das Firmengelände nicht mehr betreten.

Amazon habe ein gutes bis sehr gutes Hygienekonzept, sagte Thole. Typische kritische Punkte seien der Raucherbereich und der An- und Abtransport der Beschäftigten. Amazon habe aber die Zahl der Bustouren pro Schicht aufgestockt.

Auch Schweizer Kanton Graubünden lässt Skigebiete auf 

17.54 Uhr: Trotz internationaler Kritik hat nach dem Schweizer Kanton Wallis nun auch der Kanton Graubünden grünes Licht fürs Skifahren über Weihnachten gegeben. Die Skigebiete – darunter Davos-Klosters und Engadin-St. Moritz – bleiben geöffnet, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus oder die Krankenhausbelegung nicht maßgeblich ändern, wie die Kantonsregierung am Montag in Chur mitteilte. Die Lage würde täglich neu beurteilt. Auflagen für Einreisende aus Nachbarländern gibt es nicht.

Sämtliche Bergbahnen und Lifte haben ein Sicherheitskonzept, mit dem die Wintersportlerinnen und -sportler auf Abstand gehalten werden sollen. Die Restaurants bleiben in Graubünden aber geschlossen, außer die Betriebe zur Versorgung von Hotelgästen.

Anders im Kanton Wallis mit Zermatt, Verbier und Crans Montana: Dort sind neben den meisten Bergbahnen auch die Restaurants über die Feiertage geöffnet. Im Wallis liegt auch der Wintersportort Verbier, wo traditionell ein Fünftel der Gäste aus Großbritannien kommt. Wegen der dort und in Südafrika aufgetauchten neuen Coronavirus-Variante müssen alle, die aus den beiden Ländern seit dem 14. Dezember in die Schweiz gereist sind, rückwirkend in eine zehntägige Quarantäne, wie die Regierung am Montag beschloss. Damit soll verhindert werden, dass sich das in Großbritannien nachgewiesene mutierte Coronavirus in der Schweiz ausbreitet. Es geht nach Regierungsangaben um 92 Flüge aus Großbritannien und vier aus Südafrika.

Schweden untersagt Einreisen aus Großbritannien und Dänemark

17.17 Uhr: Die schwedische Regierung untersagt Einreisen aus Großbritannien und Dänemark. Damit solle das Risiko einer Verbreitung der neuen, in Großbritannien festgestellten Coronavirus-Variante verhindert werden, teilt die Regierung mit. Vom Einreiseverbot seien eigene Staatsbürger ausgenommen.

Weg frei für Corona-Impfung in Europa: Der Hoffnungs-Stoff

16.53 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die Zulassung des Biontech-Impfstoffs empfohlen. Wie geht es nun weiter? Antworten auf die wichtigsten Fragen lesen Sie hier.

Forscher: Coronavirus-Varianten in Südafrika und Großbritannien ähnlich

16.45 Uhr: Die sich in Großbritannien und Südafrika verbreitenden Coronavirus-Varianten haben einem Forscher zufolge wahrscheinlich keine direkte Verbindung. »Die Variationen in England und Südafrika sind ähnlich, aber vermutlich unabhängig voneinander entstanden«, sagte der deutsche Wissenschaftler Wolfgang Preiser, Leiter der Abteilung für Medizinische Virologie an der Universität von Stellenbosch in Südafrika, der »Welt«.

Auch die Europäische Gesundheitsbehörde ECDC teilte in einer Gefahreneinschätzung vom Sonntag mit, die Variante in Südafrika habe »keine enge evolutionäre Beziehung« zu jener in Großbritannien. Sie zeige aber, dass die Entstehung erfolgreicher Varianten mit ähnlichen Eigenschaften womöglich nicht selten sei.

Chef der Impfkommission erwartet baldige Klarheit über Wirksamkeit bei Mutation

16.20 Uhr: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut erwartet frühestens für Januar Aufschluss über die Frage, ob der Biontech-Impfstoff auch gegen die in Großbritannien verbreitete Mutation des Coronavirus wirksam ist. »Mit den vorliegenden Daten lässt sich noch nicht abschließend beurteilen, ob der Biontech-Impfstoff genauso gut gegen die mutierte Virusvariante wirkt wie bei den bisher bekannten Varianten«, sagte der Virologe Thomas Mertens am Montag den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bisherige Analysen des Genoms der neuen Virusmutante ließen allerdings vermuten, dass der Impfstoff weiter wirksam bleibe, sagte Mertens. Eine erste Prüfung der Antikörper-Wirksamkeit im Labor werde »voraussichtlich drei bis vier Wochen dauern«. Bei dieser Prüfung gehe es darum zu schauen, ob der vorliegende Impfstoff Antikörper hervorrufe, die gegen die neue Variante genauso wirksam sind.

Sollte sich zeigen, dass der Impfstoff bei der neuen Mutante weniger wirksam sei, wäre es technisch nicht allzu schwer, den Impfstoff anzupassen, erläuterte Mertens. »Da es sich um einen mRNA-Impfstoff handelt, sind solche Veränderungen im Prinzip kein Problem.« Schwieriger sei es aber, dann kurzfristig genügend Impfdosen herzustellen: »Möglicherweise müsste ein veränderter Impfstoff noch einmal neu in kleineren Studien getestet werden.«

Auch Spanien untersagt Einreise von Besuchern aus Großbritannien

16.04 Uhr: Als eines der letzten Länder der EU hat auch Spanien wegen der neuen Coronavirus-Variante ein Einreiseverbot für Besucher aus Großbritannien verhängt. Die Maßnahme werde am Dienstag in Kraft treten, teilte die Regierung am Montag in Madrid mit. Vom Verbot ausgenommen seien spanische Staatsbürger sowie Ausländer, die in Spanien ihren Erstwohnsitz haben, hieß es.

Nach Angaben der nationalen Flughafenverwaltungsbehörde Aena standen am Montag insgesamt 201 Verbindungen von und nach Großbritannien auf dem Flugplan. Keiner dieser Flüge sei bisher gestrichen worden, hieß es auf Anfrage.

Spahn bekräftigt: Impfbeginn am 27. Dezember

15.58 Uhr: Die Bundesregierung hat das grundsätzliche grüne Licht für einen Corona-Impfstoff in der EU begrüßt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Montag bei Twitter, die ordentliche Zulassung eines Impfstoffes sei »ein Meilenstein in der Pandemiebekämpfung«. Impfen ebne den Weg aus der Krise. »Und wir tun alles dafür, diesen Weg so schnell wie möglich zu gehen.«

Am Tag nach Weihnachten sollten die ersten Pflegebedürftigen in der stationären Altenpflege geimpft werden. »Denn wir schützen die Verwundbarsten zuerst«, schrieb Spahn.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine bedingte Marktzulassung des Präparates von Biontech und Pfizer empfohlen. Die EU-Kommission muss die Zulassung aber noch genehmigen.

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Gekappte Warenströme nach Großbritannien: Schlimmer als beim Brexit

15.51 Uhr: Ob Laster, Schiffe oder Flugzeuge: Zwischen Großbritannien und dem Rest Europas geht nichts mehr. Noch vor Ablauf der EU-Austrittsfrist drohen Versorgungsengpässe. Lesen Sie hier mehr dazu:

Corona-Verstöße: Polizei löst Gottesdienst auf – knapp 60 Anzeigen

15.12 Uhr: Lautstarker Gesang einer christlichen Kirchengemeinde hat die Polizei in Essen am Sonntag mit einer Hundertschaft auf den Plan gerufen und zu knapp 60 Anzeigen vor allem wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung geführt. Zwei Männer wurden festgenommen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte , hatten sich Anwohner über den – wegen Corona verbotenen – Gesang der Gemeinde beschwert. »Im Gebäude trafen die Beamten auf 57 Erwachsene sowie 25 Kinder«, so die Polizei. Es sei kein Mindestabstand eingehalten und nur wenige Schutzmasken seien getragen worden. Eine Anwesenheitsliste habe es auch nicht gegeben.

Da bei zwei Männern der Verdacht der illegalen Einreise bestehe, wurden diese festgenommen. »Insgesamt fertigten die Beamten 57 Ordnungswidrigkeitsanzeigen sowie zwei Strafanzeigen«, teilten die Behörden mit.

EU-Behörde empfiehlt Zulassung des Biontech-Impfstoffs

15.03 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema hat grünes Licht für den ersten Coronavirus-Impfstoff gegeben. Nun muss die EU-Kommission entscheiden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Söder begibt sich in Quarantäne

15.00 Uhr: Weil sich der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei mit dem Coronavirus infiziert hat, muss Ministerpräsident Markus Söder in Quarantäne. Die Amtsgeschäfte will er digital weiterführen. Lesen Sie hier mehr.

Macron zeigt weiterhin Symptome

14.32 Uhr: Der mit Corona infizierte französische Präsident Emmanuel Macron zeigt weiterhin Covid-19-Symptome. Insgesamt sei sein Zustand aber stabil, sagt ein Regierungssprecher. Das Präsidialamt hatte am Donnerstag mitgeteilt, der 43-Jährige sei positiv getestet worden. Macron begab sich in der Präsidenten-Residenz in der Nähe des Schlosses von Versailles in Quarantäne.

Biden will sich noch am Montag öffentlich impfen lassen

14.29 Uhr: Der designierte US-Präsident Joe Biden will sich noch am Montag öffentlich gegen das Coronavirus impfen lassen und so das Vertrauen in den Impfstoff stärken. Mit der Massenimpfung soll im kommenden Jahr in den USA begonnen werden. Der Demokrat Biden hat den Kampf gegen das Virus zur wichtigsten Aufgabe nach seiner Amtsübernahme am 20. Januar erklärt. Mehr als 317.000 Menschen in den USA sind bislang an oder mit dem Virus gestorben, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Israel verschärft Einreisebeschränkungen

13.54 Uhr: Angesichts der Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante hat Israel seine Einreisebeschränkungen verschärft. Das Corona-Kabinett entschied am Montag, Ausländern aus allen Ländern die Einreise zu verbieten. Israelis müssen ab Mittwoch um 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) nach ihrer Einreise zur Quarantäne in Corona-Hotels. Dort müssen sie mindestens zehn Tage bleiben, wenn zwei Corona-Tests negativ ausfallen. Ohne Tests müssen sie sogar 14 Tage dort bleiben.

Bis Mittwoch müssen Einreisende sich sofort in Heimquarantäne begeben. Passagiere aus Großbritannien, Südafrika und Dänemark müssen laut der Entscheidung schon vorher in Corona-Hotels gebracht werden. Reisende aus allen Ländern, bei denen ein Test positiv ausfällt, müssen demnach in besondere Hotels für Corona-Kranke. Die neuen Vorschriften gelten zunächst für zehn Tage, können aber noch verlängert werden.

Schweiz verhängt rückwirkende Quarantäne wegen neuer Virusvariante

13.50 Uhr: Die Schweiz hat eine rückwirkende Quarantäne für Personen verhängt, die aus Großbritannien und Südafrika eingereist sind. Damit soll die Ausbreitung der dort aufgetauchten neuen Variante des Coronavirus eingedämmt werden. Wer seit dem 14. Dezember aus diesen Ländern in der Schweiz angekommen ist, muss zehn Tage in die Quarantäne, teilte die Regierung am Montag mit. Die neue Virusvariante sei in der Schweiz noch nicht nachgewiesen worden, hieß es.

Der Flugverkehr mit den beiden Ländern war bereits seit Mitternacht verboten. Für Heimreisende würden Ausnahmeregelungen erwogen. Für Personen mit Wohnsitz in Großbritannien wurde bis 31. Dezember zudem ein grundsätzliches Einreiseverbot erlassen.

Maas dringt auf gemeinsame EU-Reaktion auf Corona-Mutation 

13.40 Uhr: Nach der Entdeckung der neuen Corona-Variante in Großbritannien dringt Bundesaußenminister Heiko Maas auf eine gemeinsame Reaktion der Europäischen Union. Er verwies am Montag darauf, dass dazu noch am Montag eine Koordinierungssitzung in Brüssel stattfindet. »Wir werden uns bei den weiteren Schritten, insbesondere wie die Maßnahmen auch über den 31.12. dieses Jahres hinaus gestaltet werden, sehr eng mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union abstimmen.« Damit solle verhindert werden, dass ein Einreisestopp über andere EU-Mitgliedsländer umgangen wird.

Maas sprach von einer »substanziell veränderten Gefährdungseinschätzung« in Großbritannien. »Wir haben letztlich noch nicht abschließende Informationen, um das endgültig zu bewerten, aber wir müssen vorsichtig sein.«

Lufthansa fliegt weiter nach Großbritannien – Rückflüge ohne Passagiere

13.30 Uhr: Die Lufthansa will vorerst ihre Flüge nach Großbritannien fortsetzen. Bei den Rückflügen nach Deutschland seien dann aber keine Passagiere an Bord, sagt ein Konzernsprecher. Sollten in Großbritannien gestrandete Deutsche zurückgeholt werden, stünde die Airline zur Verfügung. Details dazu müssten allerdings die Bundesregierung und die zuständigen Behörden entscheiden.

Mehrere Passagiere aus Großbritannien mit Corona infiziert

13.27 Uhr: Auf den zuletzt in Deutschland gelandeten Passagierflügen aus Großbritannien sind nach einem Medienbericht bisher mindestens zehn mit Corona infizierte Passagiere identifiziert worden. Die Personen waren demnach an Bord verschiedener Flieger, die am Sonntag in Berlin, Stuttgart, Hannover und Dortmund landeten, wie die »Bild«-Zeitung  unter Berufung auf Behördenkreise schreibt. Offen ist noch, ob es sich um die mutierte Version handelt.

Nach SPIEGEL-Informationen wurden mindestens vier Passagiere am Frankfurter Flughafen positiv getestet. Ob es sich dabei um die neue Variante des Virus handelt, müssen weitere Tests klären, hieß es von den lokalen Gesundheitsbehörden. (Lesen Sie mehr dazu unter dem Eintrag von 10.39 Uhr.)

Von den am Hamburger Flughafen aus Großbritannien eingereisten Passagieren sind sieben Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. »In Hamburg sind am Sonntag noch drei Flüge aus Großbritannien angekommen. In diesen dreien waren insgesamt sieben Personen, die bei den Schnelltests positiv getestet wurden«, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag in Hamburg. Ob es sich bei dem Virus um die möglicherweise ansteckendere Variante handelt, konnte sie nicht sagen.

Wegen der in Großbritannien aufgetretenen Mutation des Coronavirus herrscht seit Mitternacht auf deutschen Flughäfen auch in anderen europäischen Ländern ein Landeverbot für Flüge von dort. An den Flughäfen wurden die Passagiere isoliert: Sie mussten auf Feldbetten übernachten und müssen sich Corona-Tests unterziehen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, warteten am Vormittag etwa am Frankfurter Airport noch 87 Personen im Transitbereich darauf, getestet zu werden, und weitere rund 70 bereits getestete Menschen auf ihr Ergebnis.

Regierung ruft dringend zu Kontaktvermeidung über Weihnachten auf

12.53 Uhr: Die Bundesregierung hat angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen erneut eindringlich dazu aufgerufen, über Weihnachten auf Kontakte zu verzichten. »Vermeiden Sie zu reisen. Vermeiden Sie, so es irgendwie geht, auch den Besuch bei Verwandten und Freunden«, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. »Wenn Weihnachten nicht zu einer weiteren Verschlimmerung der Lage beitragen soll, dann gilt, dass wir am besten alle zu Hause bleiben.« Nach wie vor steckten sich viel zu viele Menschen an. Große Vorsicht und Umsicht seien weiter geboten.

Deutsche Post stoppt Paketsendungen nach Großbritannien

12.25 Uhr: Die Deutsche Post stoppt kurz vor Weihnachten wegen des derzeit geschlossenen Eurotunnels bis auf Weiteres Paketsendungen nach Großbritannien und Irland. Die Regelung gelte sowohl für Privatkunden als auch für Geschäfte, teilt der Bonner Konzern mit. Warensendungen und Sperrgüter würden mangels Lagerkapazitäten an die Absender zurückgeschickt. Das betreffe unter Umständen auch Sendungen, die über das Wochenende eingeliefert worden seien. Briefe und Postkarten nach Großbritannien und Irland seien von dieser Maßnahme zunächst nicht betroffen.

Von der Unterbrechung der Verkehrsverbindungen seien auch die Transportwege nach Irland, auf die Kanalinseln und auf die Isle of Man betroffen, sagte ein Post-Sprecher. Frankreich und andere EU-Staaten haben wegen der raschen Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante die Grenzen zum Vereinigten Königreich geschlossen. Damit können Lastwagen nicht mehr über den Ärmelkanal setzen.

Auch andere Paketdienste haben den Transport nach Großbritannien eingestellt. Bei Hermes gilt das zunächst bis Weihnachten. »In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, ob und wann wir wieder transportieren können«, teilte ein Sprecher von Hermes mit. Auch GLS und DPD nehmen derzeit keine Sendungen ins Vereinigte Königreich an.

Bundesregierung: Mutation könnte Infektionsgeschehen beschleunigen

12.20 Uhr: Die Bundesregierung warnt angesichts der in Großbritannien festgestellten Mutation des Coronavirus vor einer schnelleren Ausbreitung auch in Deutschland. Man wisse aber noch zu wenig über die Mutation, als dass man sie abschließend bewerten könne, sagt Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer. Vorsorglich habe man aber die Flugverbindungen dorthin beschränkt. Auch Südafrika, wo auch ein mutiertes Virus aufgetreten sein soll, habe man deswegen im Blick. Laut Auswärtigen Amt ist eine Rückholaktion von deutschen Staatsbürgern aus den Ländern derzeit nicht vorgesehen.

RKI: Neue Coronavirus-Variante in Deutschland noch nicht nachgewiesen

12.16 Uhr: Die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland noch nicht nachgewiesen worden. Ein Vorkommen könne aber auch nicht ausgeschlossen werden, erklärte das RKI am Montag auf seiner Internetseite. Es sei auch noch nicht abschließend geklärt, wie sich die neue Variante auf das Infektionsgeschehen auswirkt, ob sie etwa ansteckender ist oder wie schwer sie verläuft.

Das RKI verweist in seiner Einschätzung auf einen Bericht des britischen Arctic-Konsortiums, demzufolge die neue Virusvariante zwischen September und November einen zunehmenden Anteil an den im Vereinigten Königreich charakterisierten Sars-CoV-2-Viren hatte. Aus dieser Analyse lasse sich jedoch nicht direkt ableiten, dass das erhöhte Krankheitsgeschehen im Südosten Englands durch die beobachteten genetischen Veränderungen in der Virusvariante bedingt sei, erklärte das RKI.

Mit Blick auf die vermutete höhere Ansteckungsrate verweist das RKI auf eine Risikoeinschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, der zufolge der rasche Anstieg der Häufigkeit der neuen Virusvariante im Südosten Englands darauf hinweisen könnte, »dass sie übertragbarer ist als zuvor zirkulierende Varianten«. Das RKI weist aber darauf hin, dass es auch andere mögliche Erklärungen für den Anstieg geben könnte.

Auch zum Schweregrad der neuen Virusvariante gibt es laut RKI bisher nur begrenzte Informationen vom ECDC. Bisher gebe es keine Hinweise auf eine erhöhte Krankheitsschwere. Allerdings sei die Mehrzahl der Fälle bei Menschen unter 60 Jahren gemeldet worden, bei denen die Wahrscheinlichkeit schwerer Symptome geringer sei.

Katholische Kirche hält an Weihnachtsgottesdiensten in Deutschland fest

12.15 Uhr: Die katholische Kirche in Deutschland hält trotz zunehmender Forderungen nach einer Absage der Weihnachtsgottesdienste wegen der Infektionslage an den Gottesdiensten fest. »Mir ist es ein Herzensanliegen, dass alle Gläubigen, die an einem Gottesdienst an den Weihnachtsfeiertagen teilnehmen möchten, dies auch tun können«, erklärte der Vorsitzende der Kommission Ehe und Familie, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, am Montag für die Deutsche Bischofskonferenz.

Allerorten würden veränderte Formate für Weihnachtsgottesdienste geplant, erklärte Koch. »Für diese Kreativität bin ich sehr dankbar.« Ohne Frage seien die Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen genau einzuhalten, forderte Koch von den Gemeinden und Gläubigen.

Zuvor hatte die evangelische Kirche in Westfalen ihren Gemeinden dringend empfohlen, während des Lockdowns und auch an Weihnachten auf alle Präsenzgottesdienste zu verzichten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte für sein Bundesland zudem noch vor Weihnachten Gespräche mit den Kirchen an. Er zeigte sich ebenfalls skeptisch, ob die Weihnachtsgottesdienste in der geplanten Form stattfinden könnten.

Russland will bei Impfstoff mit Pharmakonzern AstraZeneca kooperieren

12.09 Uhr: Das russische Forschungsinstitut hinter dem Corona-Impfstoff Sputnik V will nach Angaben der Moskauer Regierung mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca kooperieren. Eine entsprechende Absichtserklärung solle noch am Montag unterzeichnet werden, teilt das russische Präsidialamt mit. Zuvor war bekannt geworden, dass AstraZeneca eine Kombination seines eigenen Impfstoffkandidaten mit Sputnik V in klinischen Studien testen wolle. Dabei geht es darum, ob durch die Sputnik-V-Ergänzung die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs erhöht werden kann. Im Durchschnitt lag die Wirksamkeit zuletzt bei 70 Prozent.

Belarus will ab Januar Bürger mit »Sputnik V« impfen

12.07 Uhr: In Belarus sollen die Bürger ab Januar mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V behandelt werden. Das kündigt der belarussische Gesundheitsminister Dmitri Pinewitsch der Nachrichtenagentur Belta zufolge an. Nach Russland hat Belarus als erstes Land Sputnik V zugelassen und führt bereits seit dem 1. Oktober klinische Studien mit Freiwilligen durch. Belarus soll nach Angaben des russischen Staatsfonds RDIF zudem im ersten Quartal 2021 mit der Produktion von Sputnik V beginnen.

In Israel Mann erstmals nach Wiederinfektion mit Coronavirus gestorben

11.59 Uhr: In Israel ist erstmals ein Mensch gestorben, nachdem er sich zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert hatte. Das Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv bestätigte, der 74-Jährige habe sich bei seiner Neuerkrankung mit einer mutierten Corona-Variante angesteckt. Eine Wiederinfektion mit dem Coronavirus gilt weltweit als selten.

Nach Medienberichten war der Mann aus Bnei Brak bei Tel Aviv im Sommer zum ersten Mal an Corona erkrankt. Nach einer Behandlung im Krankenhaus sei er genesen; mehrere Corona-Tests seien damals negativ gewesen. Rund drei Monate später habe sich der Einwohner eines Seniorenheims dann erneut infiziert. Er sei mit Atemnot ins Schiba-Krankenhaus gebracht worden und dort später verstorben.

Professor Galia Rahav, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten, sagte der Nachrichtenseite ynet, der Fall sei beunruhigend. »Wenn ein Mensch sich mehrmals infizieren kann, während das Coronavirus sich verändert, welche Bedeutung hat dann der Impfstoff?« Man habe das israelische Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von dem Fall unterrichtet.

Diese wolle nun ähnliche Fälle in Israel untersuchen, sagte Rahav. »Es ist einer der Fälle, in denen es sich eindeutig um eine Wiederinfektion handelt, und es besteht kein Zweifel daran, dass der Verstorbene nach seiner ersten Infektion vollständig genesen war.« Es habe sich um zwei verschiedene Varianten des Coronavirus gehandelt.

Frankreich: Verkehr zwischen EU und Großbritannien rasch wiederaufnehmen

11.47 Uhr: Frankreich dringt auf einen EU-weiten Mechanismus, um den Verkehr zwischen Großbritannien und dem Kontinent rasch wieder zu ermöglichen. Entsprechende Hygiene-Maßnahmen sollten »in den kommenden Stunden« vereinbart werden, sagte Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari. Wegen der in Großbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus hat Frankreich den Verkehr über den Ärmelkanal unterbrochen. Viele europäische Länder haben Flüge untersagt.

Corona-Mutation in Großbritannien: »Schlimmste Weihnachten seit dem Zweiten Weltkrieg«

11.29 Uhr: Kurz vor dem Ende der Brexit-Übergangsfrist bricht in Großbritannien Chaos aus: Eine neue Corona-Mutation grassiert, am Hafen von Dover stauen sich Lastwagen. Und ein Deal mit der EU ist auch nicht in Sicht. Lesen Sie hier mehr dazu.

Mehr als 189.000 neue Corona-Fälle an einem Tag in den USA 

11.18 Uhr: In den USA breitet sich das Coronavirus weiter aus. Am Sonntag meldeten die Behörden binnen einem Tag 189.099 Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag mit 249.709 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Die Zahl der binnen einem Tag erfassten Toten lag am Sonntag bei 1509. Der Höchstwert war am Mittwoch mit 3668 Toten registriert worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 17,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 317.600 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die JHU-Website wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

Vier Passagiere aus Großbritannien am Flughafen Frankfurt positiv getestet – einer in Hannover

10.39 Uhr: Wegen der neuen Beschränkungen für Reisende aus Großbritannien harren an mehreren deutschen Flughäfen Passagiere aus. Am Flughafen Frankfurt konnten etwa 140 Einreisende noch am Sonntagabend einen Coronatest machen, mussten aber im Transitbereich übernachten, da die Ergebnisse noch nicht vorlagen. Weitere hundert Passagiere kamen in Frankfurt an, nachdem der private Betreiber der Teststation bereits geschlossen hatte. Auch sie wurden in den Transitbereich gebracht und mussten dort auf den Bänken und Feldbetten nächtigen.

Nach SPIEGEL-Informationen wurden mindestens vier der Passagiere in Frankfurt positiv auf das Coronavirus getestet. Ob es sich dabei um die neue Variante des Virus handelt, müssen nun weitere Tests klären, hieß es von den lokalen Gesundheitsbehörden. So lange müssten die Passagiere in einer am Flughafen eingerichteten Quarantäne-Zone bleiben.

Am Flughafen Hannover durften insgesamt 63 Passagiere zunächst nicht einreisen, 62 mussten getestet werden, ein Fluggast flog nach London zurück. Ein Fluggast stellte sich als Covid-19-positiv heraus. Auch hier müssen erst weitere Labortests klären, ob es sich um die mutierte Variante des Coronavirus handelt, teilte die Region Hannover am Montag mit. Der betroffene Fluggast und die Begleitpersonen würden nun in einem Quarantäne-Transport zu ihrem Zielort gebracht. Dort müssten sie »separiert« werden.

Am Berliner Hauptstadtflughafen warten 77 Passagiere auf eine Klärung durch einen Corona-Test. Dabei handelt es sich überwiegend um polnische Staatsbürger, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Montagmorgen sagte. Betroffen waren demnach am Sonntag vier Flüge aus Großbritannien.

Auch Norwegen stoppt Flüge aus Großbritannien

09.59 Uhr: Nach etlichen anderen Ländern untersagt auch Norwegen Flüge aus Großbritannien wegen der dort aufgetretenen Variante des Coronavirus. Dies gelte ab sofort und für mindestens 48 Stunden, teilt das Gesundheitsministerium in Oslo mit.

Johnson beruft wegen neuer Corona-Variante Krisensitzung ein

09.53 Uhr: Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante in Südostengland hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson eine Krisensitzung seines Kabinetts einberufen. Bei dem Treffen werde es um die »Situation bezüglich des internationalen Verkehrs«, insbesondere des Frachtverkehrs, gehen, sagte ein Regierungssprecher am Montag in London. Deutschland und weitere EU-Staaten haben den Flugverkehr mit Großbritannien wegen der neuen Virusvariante eingestellt.

Johnson hatte einen verschärften Lockdown in England über die Weihnachtszeit mit der Entdeckung der Mutation begründet. Seinen Angaben zufolge ist sie um 70 Prozent ansteckender als die Ursprungsvariante. Großbritanniens Gesundheitsminister Mark Hancock sagte im Sender Sky News, die neue Mutation sei »außer Kontrolle«.

Die Virusvariante wurde auch bereits in weiteren Ländern nachgewiesen, darunter Italien, Belgien, die Niederlande und Dänemark.

Britischer Handelsverband befürchtet Versorgungsengpässe

09.50 Uhr: Die Nachricht von dem mutierten Coronavirus verschärft die Probleme im Zusammenhang mit dem Brexit. Schon warnen Verbände vor Versorgungsengpässen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Frankreich will Sonntag mit dem Impfen beginnen

09.40 Uhr: Frankreich will am kommenden Sonntag mit Impfungen beginnen. Die ersten Einheiten sollten Risikogruppen wie älteren Menschen verabreicht werden, schreibt Gesundheitsminister Olivier Véran auf Twitter. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird voraussichtlich an diesem Montag über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer entscheiden, der bereits in Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern zum Einsatz kommt. Noch vor Weihnachten wird damit gerechnet, dass auch die EU-Kommission grünes Licht gibt.

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Russland meldet mit 29.350 Neuinfektionen Höchstwert

09.27 Uhr: In Russland melden die Behörden 29.350 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie nie zuvor. Rund 7800 der nachgewiesenen Ansteckungsfälle fallen allein in der Hauptstadt Moskau an. Insgesamt wurden seit Beginn der Epidemie in dem Land mehr als 2,8 Millionen Fälle registriert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 493 auf 51.351.

Drosten: Neue Corona-Variante vermutlich auch in Deutschland

8.35 Uhr: Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die in Großbritannien entdeckte Virusmutation bereits in Deutschland angekommen ist. Er sei deshalb aber nicht besorgt, sagt der Forscher von der Berliner Charité im Deutschlandfunk. Er wolle die Lage allerdings auch nicht verharmlosen und sei – wie alle anderen auch – in einer »etwas unklaren Informationslage«. Ob die neue Virusvariante tatsächlich deutlich ansteckender sei, könne noch gar nicht bewertet werden. Dafür müssten Informationen aus Großbritannien in dieser Woche abgewartet werden. Drosten sagt, er erwarte nicht, dass die veränderte Virusart Impfungen weniger effektiv mache.

Angst vor Virus-Mutation: Europa schottet sich von Großbritannien ab

8.10 Uhr: Wegen der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus schottet sich Europa vom Vereinigten Königreich ab. Zum Schutz vor der Mutation dürfen in Deutschland seit Montag bis zunächst 31. Dezember keine aus Großbritannien kommenden Flugzeuge mehr landen. Das hatte das Bundesverkehrsministerium am Sonntag verfügt. Ausgenommen sind demnach reine Frachtflüge. Weitere Beschränkungen sollen folgen. Auch zahlreiche andere europäische Länder hatten am Sonntag Flugverbote oder Grenzschließungen zum Vereinigten Königreich verkündet.

Bereits am Sonntagabend wurde die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen zunächst gestoppt. In Hannover betraf das am Abend etwa 63 Passagiere eines Flugs aus London. Es wurden Vorbereitungen für Notübernachtungen am Flughafen getroffen. Sie sollten sich alle PCR-Tests unterziehen. Auch in Stuttgart mussten sich Flugreisende aus London testen lassen.

Neben Deutschland hatten diverse Länder mit Flugstopps oder ähnlichem gehandelt, darunter die Niederlande, Belgien, Irland und Norwegen. Auch Österreich verfügte ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien. Zudem stellte die Schweiz Flugverbindungen nach Großbritannien und Südafrika ein. Frankreich verhängte ein Einreiseverbot für Reisende aus Großbritannien auf dem Luft-, See- und Landweg. Deshalb wurden der wichtige britische Hafen Dover am Ärmelkanal sowie der Eurotunnel um Mitternacht geschlossen. Auch Argentinien, Kolumbien, Chile, Kanada und der Golfstaat Kuwait stoppten Flüge aus Großbritannien.

Pendler am Bahnhof King's Cross in London: Der Reiseverkehr zwischen Großbritannien und zahlreichen anderen Staaten ist derzeit stark eingeschränkt

Pendler am Bahnhof King's Cross in London: Der Reiseverkehr zwischen Großbritannien und zahlreichen anderen Staaten ist derzeit stark eingeschränkt

Foto: Andy Rain / EPA-EFE / Shutterstock

Lauterbach warnt vor Ausbreitung der Virusmutation

07.32 Uhr: Die britische Corona-Mutation hat sich schnell weltweit verbreitet. Während der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ein Vordringen nach Deutschland für eine »Katastrophe« hält, geht der Virologe Christian Drosten davon aus, dass die Virusmutation hier bereits angekommen ist.

Lauterbach äußerte sich deutlich alarmistischer: »Wenn es jetzt käme, wo wir mitten in der zweiten Welle sind, wo wir so hohe Fallzahlen haben, wäre das eine Katastrophe. Das ist so ähnlich, als wenn ich ein Feuer habe und gieße noch einmal Benzin nach«, sagte er im Politik-Talk der »Bild«-Zeitung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die neue, angeblich deutlich ansteckendere Corona-Variante über kurz oder lang nach Deutschland kommt, beziffert Lauterbach mit 100 Prozent.

Wissenschaftler erwarten wirksame Impfung gegen mutiertes Coronavirus

07.08 Uhr: Auf die Wirksamkeit der Impfung wird sich die derzeit in Großbritannien zirkulierende neue Virusvariante vermutlich zunächst nicht nachteilig auswirken. »Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm«, sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien hält die derzeitige Entwicklung nicht für »wahnsinnig alarmierend«. Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich, derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend beeinflussen.

Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands eine Coronavirus-Variante aus, die ersten Erkenntnissen zufolge ansteckender ist als bisherige Varianten. Dass sich diese schneller ausbreite, sei grundsätzlich plausibel, sagt Neher. Wenn sich das bestätige, seien deutlich schärfere Maßnahmen nötig, um die Ausbreitung einzudämmen. Denkbar sei aber auch, dass die derzeitige verstärkte Ausbreitung dieser Variante letztlich Zufall sei und etwa auf ein Superspreading-Event zurückgehe.

Schnell steigende Infektionen in den USA und in Indien

06.54 Uhr: In den USA ist die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen um mindestens 174.288 auf rund 17,8 Millionen gestiegen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus legt demnach um mindestens 1514 auf 317.878 zu.

In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 24.337 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle auf gut zehn Millionen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus legt um 333 auf 145.810 zu. Indien ist eines der Länder weltweit mit den meisten registrierten Ansteckungsfällen.

Charité stellt Betrieb auf Notfallprogramm um

06.42 Uhr: Die größte Universitätsklinik Deutschlands und Europas, die Berliner Charité, fährt von diesem Montag an für zunächst zwei Wochen den Betrieb auf ein Notfallprogramm zurück. Auf diese Weise soll Personal zusammengezogen werden, um weitere Covid-19-Intensivkapazitäten aufzubauen. Planbare Eingriffe werden damit über Weihnachten und den Jahreswechsel nicht gemacht, wie die Klinik vergangene Woche angekündigt hatte. Notfälle werden aber weiter behandelt und Tumoroperationen vorgenommen. Auch der Betrieb in den Rettungsstellen geht weiter.

Die Charité rechnet mit einer weiteren Zunahme von Corona-Patienten. »Wir befinden uns nach wie vor in einer ungewöhnlich schweren Krise, wie wir sie noch nicht erlebt haben«, hatte Vorstand Ulrich Frei erklärt. Erwartet wurden noch »schwere Wochen«. Laut Charité-Mediziner Kai-Uwe Eckardt gelten nun zwei Wochen lang an der Klinik Regeln wie sonst nur an Feiertagen. Die Charité ist in Berlin die erste Adresse für die Behandlung von Covid-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen, versorgt Infizierte aber auch auf normalen Stationen.

Giffey will Schulen und Kitas nach Lockdown als erste wieder öffnen

06.32 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) pocht darauf, dass Kitas und Schulen nach dem Shutdown als erste wieder geöffnet werden. »Kitas und Schulen wurden zu Recht als Letzte eingeschränkt«, sagte sie dem »RedaktionsNetzwerk Deutschland«. »Und als Bundesfamilienministerin werde ich weiter darauf dringen, dass sie auch als erste wieder für den Normalbetrieb geöffnet werden, sobald es die Infektionslage zulässt«, fügte sie hinzu. Dabei gehe es einerseits darum, Eltern zu helfen, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können, »aber auch um das Recht der Kinder, ein gutes Bildungsangebot zu bekommen und mit ihren Freunden spielen zu können.«

Robert Koch-Institut meldet mehr als 16.000 Neuinfektionen

06.05 Uhr: In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 16.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) teilte am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mit, dass binnen 24 Stunden 16.643 neue Ansteckungsfälle erfasst worden seien. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg laut RKI binnen einem Tag um 226 auf insgesamt 26.275.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel unter denen anderer Wochentage. Am vergangenen Montag waren die Zahlen allerdings etwas niedriger gewesen als jetzt: Vor einer Woche waren es 16.362 Neuinfektionen und 188 Todesfälle. Die Anzahl der Neuinfektionen ist zudem nur bedingt mit denen der Vorwochen vergleichbar, da unter anderem das RKI die Empfehlungen für Corona-Tests angepasst hat, wer noch getestet werden soll.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz betrug nach Angaben des Instituts am Montag 197,1. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Verfassungsschutz: »Querdenken«-Protest könnte abflauen wie Pegida

05.05 Uhr: Die Zukunft der »Querdenken«-Bewegung ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes noch völlig offen. »Ich habe die Hoffnung, dass diese Bewegung mit ihren Verschwörungstheorien nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder in den Hintergrund verschwindet«, sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, in einem Interview der dpa. Eine solche Entwicklung habe es bei der ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung gegeben. Diese sei nach dem Rückgang der Flüchtlingszahlen »allmählich in sich zusammengefallen«.

Die »Querdenken«-Initiative hat ihren Ursprung in Stuttgart. Ihre Anhänger gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg hatte jüngst angekündigt, »Querdenken« im Südwesten zu beobachten.

Auf die Frage, ob dies womöglich bald bundesweit nachvollzogen werde, antwortete der BfV-Chef: »Die einzelnen Querdenken-Initiativen sind sehr heterogen.« Bei ihren Veranstaltungen seien auch Rechtsextremisten, Reichsbürger, sogenannte Selbstverwalter und »weitere Personen mit verfassungsfeindlichen Einstellungen« zugegen. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe sei dabei, »die Verfassungsschutzrelevanz von Verschwörungstheorien und auch die Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen« zu betrachten.

Kinderschutzbund für Verlängerung der Schulferien bis Ende Januar

02.10 Uhr: Der Deutsche Kinderschutzbund hat angesichts der Corona-Lage eine Verlängerung der Schulferien bis Ende Januar gefordert. Dafür sollten die Sommerferien um drei Wochen verkürzt werden, sagte Vereinspräsident Heinz Hilgers der »Rheinischen Post«. Es sei kaum zu erwarten, dass bis zum 10. Januar eine »grundlegende Besserung« der Corona-Lage eintrete. Deshalb stehe die Entscheidung über die Schulferien »jetzt« an.

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Im Rahmen des in ganz Deutschland geltenden Lockdowns sind die Schulen seit Mittwoch weitgehend geschlossen. Der Lockdown gilt vorerst bis zum 10. Januar. Nach den bisherigen Planungen wollen Bund und Länder voraussichtlich am 5. Januar über das weitere Vorgehen beraten.

nck/cop/mgb/ngo/hej/kfr/otr/AFP/dpa/Reuters
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