Corona-News am Montag Erster Fall der Virusmutation in New York entdeckt

Im US-Staat New York hat sich ein Mann mit der ansteckenderen Coronavariante infiziert. Der Mann ist zuvor nicht gereist. Und: Polen will bis Ende März 2,9 Millionen Menschen impfen. Der Überblick am 4. Januar.
New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo

New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo

Foto: Michael Brochstein/ ZUMA Wire/ DPA

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Erster Fall der Virusmutation in New York entdeckt

22.32 Uhr: Im US-Bundesstaat New York ist zum ersten Mal die hochansteckende Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden, die in Großbritannien entdeckt wurde. Der Erreger sei bei einem älteren Mann identifiziert worden, erklärt Gouverneur Andrew Cuomo. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen Mann über 60, der nördlich von Albany lebt. Er war in letzter Zeit nicht verreist, was darauf hindeutet, dass eine Verbreitung der Mutation stattfindet.

New York hat bereits 5.000 Mal auf die Coronavariante testen lassen – und hat bisher nur den einen Fall gefunden. Cuomo äußerte Bedenken, dass die Verbreitung der ansteckenderen Virusvariante die Kapazität in den Krankenhäusern erhöhen könnte.

Grünen-Fraktion fordert Antigen-Schnelltests für Heimgebrauch

22.06 Uhr: Die Grünen im Bundestag wollen einem Medienbericht zufolge, dass die Bundesbürger sich künftig selbst auf das Coronavirus testen können. Apotheken sollen dazu Antigen-Schnelltests abgeben dürfen, berichtete das Nachrichtenportal »T-Online« unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag . Hierfür solle die Bundesregierung »unverzüglich« die Abgabeverordnung für Medizinprodukte ändern. Bisher darf nur medizinisches oder geschultes Personal Antigen-Tests erwerben und vornehmen.

Antigen-Tests suchen in Abstrich-Proben nicht aufwendig nach dem Erbgut des Virus, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Antigen-Tests reagieren weniger empfindlich als die bisher üblichen PCR-Tests, liefern aber schneller ein Ergebnis. Sie gelten jedoch auch als ungenauer. Das Bundesgesundheitsministerium lehnt Selbsttests bisher ab: Man wolle den Fokus beim Testen wie bisher auf den medizinischen Bereich legen, zitiert »T-Online« einen Sprecher.

Libanon beschließt erneuten Lockdown

20.57 Uhr: Wegen weiterhin hoher Infektionszahlen hat der Libanon erneut einen weitreichenden Lockdown beschlossen. Das öffentliche Leben soll von Donnerstag an bis zum Ende des Januar stark eingeschränkt werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Montag meldete. So gilt unter anderem täglich von 18 Uhr Ortszeit an eine Ausgangssperre bis zum nächsten Morgen. Die Corona-Pandemie habe ein gefährliches Ausmaß erreicht, erklärte Gesundheitsminister Hamad Hassan nach Angaben lokaler Medien.

Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hatte zuletzt erneut bei mehr als 2000 gelegen. Mit rund sechs Millionen Einwohnern im Libanon entspräche das rechnerisch mehr als 25 000 Fällen in Deutschland. Die Zahl der Toten kletterte nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums auf rund 1500. Krankenhäuser klagen über einen Mangel an freien Betten auf den Intensivstationen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung wegen der Pandemie mehrfach strikte Ausgangsbeschränkungen angeordnet, zuletzt im November.

Das Land am Mittelmeer erlebt seit Monaten eine der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Die Corona-Pandemie und die Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut Anfang August haben die Lage weiter verschärft. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) leben mehr als 55 Prozent der Bevölkerung in Armut, das sind rund doppelt so viele wie noch 2019.

Die Regierung ist nach ihrem Rücktritt nach der Explosion nur noch geschäftsführend im Amt. Dem designierten neuen Ministerpräsidenten Saad Hariri ist es bislang nicht gelungen, ein Kabinett zu bilden.

Bulgarien öffnet Grundschulen und Kitas

20.32 Uhr: In Bulgarien haben Grundschulen, Kindergärten und Horte dank zurückgehender Corona-Fallzahlen nach gut einem Monat wieder geöffnet. »Ein Großteil der Eltern meinten, dass die Schüler der Klassen eins bis vier Präsenzunterricht in den Schulen erhalten sollten«, sagte Bildungsminister Krassimir Waltschew am Montag bei einem Besuch einer Grundschule in der Hauptstadt Sofia. Die Schule sei das beste Umfeld, betonte er. Je nach Corona-Lage könnten die Schüler bis zur 12. Klasse ab 18. Januar stufenweise in die Klassenzimmer zurückkehren.

Es gab auch Eltern, die sich der Wiederöffnung von Grundschulen, Kindergärten und Horte aus Corona-Gründen widersetzen. Sie wollten ihre Kinder vorerst zu Hause lassen, wie das Staatsradio in Sofia berichtete.

Bulgarien hat einen am 27. November verhängten Teil-Lockdown im Dezember bis Ende Januar in gelockerter Form verlängert. Die Zahl der als infiziert geltenden Menschen ist bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen aktuell auf 72 962 zurückgegangen. Vor einer Woche hatte es noch 79 544 aktive Corona-Fälle gegeben. Das Nachbarland Rumänien schaffte nach dieser positiven Entwicklung die Quarantänepflicht und die PCR-Coronatests für einreisende Bulgaren am Montag ab.

EMA entscheidet voraussichtlich doch erst am 6. Januar über Moderna-Impfstoff

20.08 Uhr: Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA wird doch nicht mehr am Montag über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna entscheiden. Die Beratungen seien noch nicht abgeschlossen und würden am Mittwoch fortgesetzt, teilte die in Amsterdam ansässige Behörde am Abend mit. Am Nachmittag hatte die EMA noch mitgeteilt, dass schon bei einer Sitzung des Ausschusses für Humanarzneimittel am Montag eine Entscheidung zu dem Moderna-Impfstoff fallen könnte. Die EMA hatte auf Druck der EU-Länder zuvor bereits den Termin für eine mögliche Entscheidung vom 12. Januar auf den 6. Januar vorgezogen.

Kurz vor Weihnachten hatte die Behörde mit dem Mittel von Biontech und Pfizer erstmals grünes Licht für die Anwendung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in der EU gegeben. Die EU-Kommission formalisierte daraufhin dessen bedingte Zulassung innerhalb weniger Stunden. Kurz nach den Feiertagen starteten in den EU-Ländern die ersten Impfungen.

Das Serum von Moderna weist in klinischen Studien eine ähnliche Wirksamkeit auf wie das Mittel von Biontech und Pfizer, hat aber den logistischen Vorteil, dass es bei einer Temperatur von minus 20 Grad statt minus 70 Grad gelagert werden kann. In den USA wird der Moderna-Impfstoff bereits seit dem 21. Dezember verabreicht.

Illegale Silvester-Party in der Bretagne – Ermittlungen gegen mutmaßlichen Organisator

19.29 Uhr: Gegen einen mutmaßlichen Organisator eines illegalen Silvester-Raves in der Bretagne ist ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Der Mann sei Anfang 20, gegen ihn werde unter anderem wegen Gefährdung des Lebens anderer ermittelt, sagte der Staatsanwalt von Rennes, Philippe Astruc, dem Sender France 3 zufolge.

Der Mann habe zugegeben, an der Organisation der Party beteiligt gewesen zu sein. Es sei aber klar, dass nicht nur eine einzige Person eine solche Feier organisiert habe. Deshalb müssten die anderen Organisatoren zur Rechenschaft gezogen werden, so Astruc.

Trotz der Corona-Pandemie hatten in Frankreichs Nordwesten etwa 2500 Menschen illegal Silvester gefeiert und die Ordnungskräfte gut anderthalb Tage beschäftigt. Diese versuchten zunächst erfolglos die Feier in dem stillgelegten Hangar in Lieuron zu stoppen. Erst am Samstagmorgen fand die illegale Party ein Ende, der Ton wurde gekappt und die Anlage abgebaut. Astruc zufolge haben weniger als fünf Prozent der Gäste Masken getragen. Es seien bei dem Rave Drogen wie Cannabis, Heroin und LSD verkauft worden.

Medienbericht: In Großbritannien soll bald höchste Corona-Warnstufe gelten

19.05 Uhr: In Großbritannien soll einem Bericht zufolge demnächst die höchste Alarmstufe in der Coronavirus-Pandemie ausgerufen werden. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA am Montag unter Berufung auf Regierungskreise. Das Land verzeichnet seit Tagen ein sehr hohes Niveau an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Montag waren es knapp 59.000 Fälle. Gleichzeitig wurden 407 neue Todesfälle in dem Land gemeldet. Die Regierung führt die starke Ausbreitung auf eine neue Coronavirus-Variante zurück, die möglicherweise ansteckender ist als die bislang verbreitete Form.

Premierminister Boris Johnson wollte sich noch am Abend an die Bevölkerung wenden und weitere Maßnahmen bekannt geben. Erwartet wird ein landesweiter Lockdown in England. »Dem Premierminister ist klar, dass weitere Schritte unternommen werden müssen, um den Anstieg der Fallzahlen zu stoppen, den (Gesundheitsdienst) NHS zu schützen und Leben zu retten.« Außerdem werde das Parlament aus der Sitzungspause zurückbeordert, um über die Maßnahmen zu debattieren, erklärte der Sprecher.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon war am Nachmittag bereits mit einem Lockdown für ihren Landesteil vorgeprescht. Dort sollen ab Dienstag verschärfte Maßnahmen gelten. Die Schulen beispielsweise sollen dort bis Februar geschlossen bleiben.

Polizei wehrt sich nach Einsatz bei Nürnberger Corona-Demo gegen Kritik

18.34 Uhr: Die Nürnberger Polizei hat Kritik an ihrem Vorgehen bei einer Demonstration von Corona-Gegnern zurückgewiesen. Es habe zwar Ordnungswidrigkeiten gegeben, eine Auflösung der Versammlung sei dennoch nicht gerechtfertigt gewesen, sagte Polizeisprecherin Elke Schönwald. Dies sei nur bei schweren Straftaten und erheblichen Sicherheitsstörungen möglich. »Die Versammlungsfreiheit hat Verfassungsrang.«

Am Sonntag hatten nach Polizeiangaben rund dreihundert und später rund zweihundert Demonstranten in der Innenstadt gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Außerdem gab es zwei Gegendemonstrationen. Nach Polizeiangaben gab es 117 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, 50 Platzverweise und zehn Anzeigen wegen Widerstands oder gefälschter Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht. In den sozialen Medien machten Aufnahmen die Runde, auf denen Demonstranten dicht gedrängt auf dem Hauptmarkt stehen und zum Teil keine Maske tragen. Daraufhin gab es heftige Kritik, unter anderem vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg und dem Basketballclub Nürnberg Falcons.

Ob eine Versammlung aufgelöst werde, müsse der Polizeiführer vor Ort entscheiden, sagte Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch. Der Handlungsspielraum sei dabei aber gering: »Die Hürden, die das Bundesverfassungsgericht für die Auflösung setzt, sind sehr hoch.« Die Grünenfraktion im Landtag ist anderer Meinung. »Die Bilder aus Nürnberg sind ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die sich seit Wochen an die Corona-Maßnahmen halten«, sagte Fraktionschefin Katharina Schulze.

Spahn stellt Impfmöglichkeit für alle Deutschen im zweiten Quartal in Aussicht

18.18 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach SPIEGEL-Informationen in einer digitalen Unionsfraktionssitzung ein Impfangebot für alle Bürgerinnen und Bürger im zweiten Quartal angekündigt. Zuerst hatte die »Welt« darüber berichtet. Demnach sagte er, es werde ein Impfangebot für alle Interessierten »wohl im zweiten Quartal 2021« geben.

SPIEGEL-Umfrage: Deutliche Mehrheit der Deutschen für eine Verlängerung des Shutdowns

17.30 Uhr: Die Corona-Impfungen kommen nur schleppend voran, die Infektionszahlen sind weiter hoch. Eine SPIEGEL-Umfrage zeigt: Rund 70 Prozent der Deutschen sind dafür, den Shutdown zu verlängern. Lesen Sie hier alles zu der SPIEGEL-Umfrage.

Vorschlag der Kultusminister: Schulen sollen erst mal zubleiben – dann stufenweise Öffnung

17.20 Uhr: Zunächst bleiben alle zu Hause, dann sollen jüngere Kinder wieder in die Schule gehen – und die Älteren erhalten Distanz- oder Wechselunterricht. So planen die Kultusminister die kommenden Wochen. Lesen Sie hier den ganzen Text.

Polen will bis Ende März 2,9 Millionen Menschen impfen

17.15 Uhr: In Polen sollen nach den Plänen der Regierung bis Ende März rund 2,9 Millionen Menschen aus Risikogruppen eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das genaue Tempo werde von der Zahl der verfügbaren Impfdosen abhängen, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk, am Montag in Warschau. Im ersten Quartal dieses Jahres könne Polen die Lieferung von knapp 5,9 Millionen Dosen erwarten, hauptsächlich von den Herstellern Pfizer und Moderna.

Polen impft derzeit im Rahmen seines Impfplans medizinisches Personal und Rettungssanitäter sowie die Angestellten in Pflegeheimen. Laut Dworczyk haben bis zum Sonntagabend rund 50.000 Menschen aus dieser Gruppe ihre erste Impfdosis erhalten. Nach dem medizinischen Personal sollen Menschen im Alter über 60 Jahren, Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute sowie Lehrer an die Reihe kommen.

Seit Tagen beschäftigt die polnische Öffentlichkeit ein Skandal um eine Impfaktion der Medizinischen Universität Warschau, bei der 18 Prominente aus Politik und Kultur bevorzugt gegen Corona geimpft wurden. Derzeit läuft eine Untersuchung an der Uniklinik, die Klarheit darüber bringen soll, wie es zu diesem Regelverstoß kommen konnte. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigte an, man werde in dieser ersten Phase des Impfprozesses künftig landesweit überprüfen, ob die festgeschriebene Reihenfolge für die Impfungen eingehalten werde.

Nach viel Kritik: Niederlande ziehen Impfstart vor

16.30 Uhr: Nach einer Welle von Kritik der Öffentlichkeit und Opposition werden die Niederlande den Impfstart auf Mittwoch vorziehen. Zwei Tage eher als geplant sollen zunächst Pfleger und Ärzte von Corona-Patienten geimpft werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Montag in Den Haag mit.

Hugo de Jonge (M.) beim Besuch im Impfstofflager vor Weihnachten

Hugo de Jonge (M.) beim Besuch im Impfstofflager vor Weihnachten

Foto:

ROBIN VAN LONKHUIJSEN / AFP

Die Niederlande sind das letzte Land der EU, das mit dem Impfen beginnt. Der Gesundheitsminister war wegen des späten Starts und der unklaren Impfstrategie in den vergangenen Tagen heftig in die Kritik geraten. Er muss sich am Dienstag im Parlament verantworten.

Bei einem Gesundheitsamt in Veghel im Südosten des Landes sollen ebenfalls am Mittwoch schon einige Mitarbeiter von Pflegeheimen geimpft werden. Erst in der darauffolgenden Woche werden die Impfzentren im Rest des Landes öffnen. Schon seit Tagen lagern über 175.000 Impfdosen ungenutzt in einer Lagerhalle im Osten des Landes.

Krankenhäuser und Notfallmediziner hatten in der vergangenen Woche massiv gefordert, dass ihre Mitarbeiter als erste geimpft werden sollten. Wegen des großen Zustroms an Covid-19-Patienten und erheblichen Personalausfällen können die Kliniken dem Druck kaum noch standhalten. Der Gesundheitsminister sagte zu, dass zunächst 30.000 Pfleger und Ärzte in den Krankenhäusern geimpft würden. Unklar ist weiterhin, wann die größten Risikogruppen wie Menschen über 80 Jahre und solche mit Vorerkrankungen an die Reihe kommen.

Schottland verhängt Lockdown

16.10 Uhr: Angesichts stark steigender Corona-Zahlen gilt in Schottland ab Dienstag erneut ein Lockdown. Auch die Schulen sollen bis Anfang Februar geschlossen bleiben, wie die Regierungschefin Nicola Sturgeon am Montag in Edinburgh mitteilte.

Nur Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen können noch vor Ort lernen, alle anderen sollen online unterrichtet werden. Treffen mit anderen Haushalten sind auf zwei Personen draußen beschränkt. Die Menschen sollen – soweit möglich – zu Hause bleiben. Sportaktivitäten in der Gruppe sind verboten, außerdem müssen nicht-essenzielle Geschäfte und die Gastronomie geschlossen bleiben. Zuvor galt in Schottland ein mehrstufiges Regelsystem je nach Infektionslage.

Sturgeon sagte, sie sei so besorgt über die aktuelle Lage wie zuletzt Anfang März zu Beginn der Pandemie. In den vergangenen Tagen schossen die Fallzahlen in Schottland in die Höhe, mehrfach lag die Zahl der Neuinfektionen bei mehr als 2600.

Die Landesteile in Großbritannien machen jeweils ihre eigene Corona-Politik: In Schottland gelten andere Regeln als in England oder Wales. Auch in England wird jedoch angesichts der Belastung des Gesundheitssystems über eine Verschärfung der Maßnahmen diskutiert.

Katalonien riegelt wegen Corona alle Gemeinden zehn Tage lang ab

16.10 Uhr: Wegen anziehender Corona-Zahlen haben mehrere Regionen in Spanien eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Besonders strenge Einschränkungen kündigte Katalonien mit der Metropole Barcelona an. In dieser Comunidad Autónoma (Autonomen Gemeinschaft) werden alle Gemeinden ab Donnerstag abgeriegelt, wie die regionale Gesundheitsministerin Alba Vergés am Montag in Barcelona mitteilte. Die knapp 7,6 Millionen Einwohner der Region im Nordosten Spaniens werden ihre jeweilige Gemeinde zehn Tage lang nur mit triftigem Grund verlassen dürfen – etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren.

Während dieses Zeitraumes müssen alle Einkaufs- und Fitnesszentren sowie alle Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern geschlossen bleiben. An beiden Wochenenden werden zudem nur diejenigen Läden öffnen dürfen, die den Grundbedarf decken. Der Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten des Hospital del Mar in Barcelona, Robert Güerri, sprach von einer »besorgniserregenden Lage« in den Krankenhäusern der Metropole.

Katalonien hatte am Sonntagabend mit 1483 Neuinfektionen binnen 24 Stunden den mit Abstand höchsten absoluten Wert aller spanischen Regionen gemeldet.

Bürgermeister über Schneetouristen trotz Corona: Als »Stück Scheiße« beschimpft

15.56 Uhr: Die Menschen halten keinen Abstand, pinkeln in Vorgärten und lassen ihren Müll liegen: Der Andrang in den Skigebieten verärgert viele Bürgermeister – so auch Steffen Korell aus Gersfeld in der Rhön. Lesen Sie hier das Interview. 

Britische Coronavirus-Variante nun auch in Österreich entdeckt

15.50 Uhr: Die britische Variante des Coronavirus ist nun auch in Österreich nachgewiesen worden. Vier Menschen seien damit infiziert gewesen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag in Wien mit. Alle seien bei der Einreise über den Flughafen Wien-Schwechat bei einem freiwilligen Test aufgefallen.

Die Variante sei unter anderem bei einem am 18. Dezember eingereisten zwölfjährigen Mädchen festgestellt worden, hieß es. Alle Betroffenen hätten nur milde Symptome gezeigt und seien in Quarantäne gegangen. Außerdem sei bei einer 30-jährigen Österreicherin, die am 6. Dezember aus Südafrika angekommen war, die dortige Variante nachträglich diagnostiziert worden.

Ein Experte wies darauf hin, dass vom Coronavirus inzwischen in etwa 20 bis 25 Mutationen existierten. Es sei damit wesentlich weniger mutationsfreudig als das Grippevirus. An Heiligabend war die Virusvariante erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Sie verbreitet sich auch in anderen Staaten Europas. In Georgien im Südkaukasus wurde nach Angaben der Behörden die Mutation bei einem 50 Jahre alten Mann nachgewiesen. Der Patient fühle sich gut, berichteten georgische Medien. Noch sei aber nicht klar, wo er sich infiziert habe. In Großbritannien sei er nicht gewesen.

EMA zieht Beratungen über Corona-Impfstoff von Moderna auf Montag vor

15.30 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Beratungen über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna offenbar auf den heutigen Montag vorgezogen. Eine Einschätzung dazu könne noch im Tagesverlauf erfolgen, sagte ein Sprecher der Behörde laut der Nachrichtenagentur Reuters. Eigentlich sollte erst am Mittwoch über das Mittel beraten werden. Es wäre der zweite Impfstoff, der in der EU zugelassen würde, nach der Vakzine von Biontech und Pfizer

Bundesregierung verteidigt europäische Impfstoffbeschaffung

15.10 Uhr: Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser »Grundsatzentscheidung«, sagte Seibert am Montag in Berlin. »Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist«, sagte er weiter und ergänzte: »Ja, die Ungeduld, die viele Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich.«

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte dazu: »Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar.«

Berlins Justizsenator will Corona-Ausgangsbeschränkungen nicht verlängern

15.00 Uhr: Berlins Justizsenator Dirk Behrendt ist gegen längere Ausgangsbeschränkungen in der Hauptstadt wegen der Corona-Pandemie. »Die Infektionszahlen verlangen zweifelsohne eine Verlängerung der Anti-Corona-Maßnahmen«, sagte der Grünenpolitiker am Montag der Deutschen Presse-Agentur. »Doch die Ausgangssperre in Berlin sollte aus der Verordnung gestrichen werden, da sie juristisch zweifelhaft und für die Pandemiekämpfung überflüssig ist.«

Im Zuge des seit 10. Dezember geltenden Shutdowns ist das Verlassen der eigenen Wohnung in Berlin nur aus triftigen Gründen zulässig. Die Liste dieser Gründe ist recht lang, dazu zählen etwa Einkaufen, die Wahrnehmung von Terminen, Bewegung im Freien oder Gassigehen mit dem Hund. Ein gemeinsamer Aufenthalt ist maximal fünf Personen aus zwei Haushalten plus Kindern bis zum zwölften Lebensjahres erlaubt.

Schulen sollen voraussichtlich geschlossen bleiben

14.45 Uhr: Deutschlands Schulen sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bislang geplant geschlossen bleiben. Das beschlossen die Kultusminister der Länder am Montag in einer Schaltkonferenz, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Aufgrund des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden. Sollte es die Situation in einzelnen Ländern erlauben, sei die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich.

Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen eins bis sechs an die Schulen zurückkehren. Durch eine Halbierung der Klassen solle dann für die höheren Klassen Wechselunterricht ermöglicht werden. Abschlussklassen sollen ausgenommen sein, sodass sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können. Ursprünglich war ein Lockdown für die Schulen bis Ende dieser Woche vorgesehen.

EU-Kommission: »Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus«

14.33 Uhr: Nach heftiger Kritik an fehlenden Corona-Impfstoffen hat die EU-Kommission ihre Strategie zur Beschaffung der Mittel erneut verteidigt. »Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus«, sagte Kommissionssprecher Eric Mamer am Montag in Brüssel. Die Mittel müssten nun aber erst produziert und verteilt werden.

»Wir beurteilen diese Kampagne, als wäre sie schon vorbei, doch die Kampagne beginnt erst«, sagte Mamer. Schon im Herbst habe man gesagt, dass die Auslieferung der Impfstoffe ab Jahresende 2020 schrittweise ausgebaut werde und große Lieferungen im April zu erwarten seien. »Deshalb ist es ziemlich erstaunlich zu sehen, dass wir uns jetzt umdrehen und sagen: Warum sind noch nicht alle Impfstoffdosen auf dem Markt?« Das sei von Anfang an klar gewesen.

Die Kommission bekräftigte die Ankündigung vom Wochenende, dass mit den Herstellern Biontech und Pfizer über zusätzliche Lieferungen verhandelt werde – über die von ihnen bereits bestellten 300 Millionen Dosen hinaus. Deren Impfstoff ist der bisher einzige in der EU zugelassene. Der Impfstoff des US-Herstellers Moderna dürfte demnächst folgen.

Österreich verlängert Shutdown bis 24. Januar

14.25 Uhr: In Österreich wird der bis zum 18. Januar geplante Shutdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich sei, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag erklärte. Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffene Maßnahme bedeutet, dass Handel, viele Dienstleister und Gastronomie bis dahin geschlossen bleiben.

Auch die Einreisebeschränkungen aus weltweit fast allen Staaten bleiben in Kraft. Fast jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet wie Deutschland einreist, muss in eine bis zu zehntägige Quarantäne.

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten.

Am Sonntag hatte die Opposition aus unterschiedlichen Gründen angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. »Lockerungen mit indirekten Testverpflichtungen sind kein probates Mittel, um die Zahlen zu senken«, sagte Oppositionschefin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ). Die Opposition kann durch ihre Mehrheit in der Länderkammer die Novelle für zwei Monate stoppen.

Ziel sei es, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf stabil unter 1000 sinke, sagte Anschober. Pro 100.000 Einwohner werde ein Wert von weniger als 100 neuen Fällen in sieben Tagen angestrebt. Aktuell liegt diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich bei etwa 160, in Deutschland lag sie am Montag bei 139,4.

Wintersportort Oberhof soll abgeriegelt werden

13.55 Uhr: Auch in Thüringen bereitet der riesige Ansturm von Ausflüglern Probleme: Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz will die für Wintersport bekannte Stadt weitgehend abriegeln. »Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran hat, hierherzukommen«, sagte Schulz am Montag auf Anfrage. Er habe dies dem Thüringer Innenminister Georg Meier (SPD) bereits unterbreitet. Am Wochenende waren in Oberhof Straßen zugeparkt, Feuerwehrzufahrten versperrt und Rettungswege blockiert. Oberhof bereitet sich zudem gerade auf zwei Biathlonweltcups vor, von denen der erste Ende der Woche beginnt.

Er sehe die Sperrung der Stadt als alternativlos an, sagte Schulz. »Ich habe Verständnis dafür, dass es die Menschen, die Familien mit Kindern in der Pandemie nach draußen drängt. Doch wir wurden überrannt, für den Ort ist die Menschenmasse nicht zu bewältigen.« Es habe sich gezeigt, dass es nicht ausreiche, auf die Vernunft der Menschen zu setzen. Das Problem würde sich potenzieren, wenn die Biathlonfans entgegen aller Ratschläge nach Oberhof reisen würden, so Schulz. Für die Veranstaltungen am Wochenende und in der kommenden Woche sind hohe Sicherheits- sowie Hygienevorkehrungen geplant. Publikum ist nicht zugelassen.

Schneetouristen in Oberhof

Schneetouristen in Oberhof

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Bodo Schackow / dpa

Betretungsverbot für Pisten in Willingen in Hessen geplant

13.45 Uhr: Nach dem großen Andrang von Ausflüglern am Wochenende wird ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge im nordhessischen Wintersportort Willingen vorbereitet. »Wir sehen aufgrund der Erfahrungen keine andere Lösung«, sagte Bürgermeister Thomas Trachte (parteilos) am Montag. Der Landkreis arbeite an einer Verfügung auf Grundlage des Infektionsschutzrechts wegen der Corona-Pandemie. Ordnungsamt und Polizei würden das Verbot dann durchsetzen. Zuvor hatte die Hessenschau über das Thema berichtet.

Laut Trachte hatte die Gemeinde über die Festtage zunächst gute Erfahrungen mit dem Besucherandrang gemacht. Allerdings seien nach der Schließung der Parkplätze und Pisten des benachbarten Wintersportgebietes Winterberg in Nordrhein-Westfalen Tausende nach Willingen ausgewichen. Neben Problemen mit fehlenden Parkplätzen und Toiletten sei der Infektionsschutz nicht mehr gewährleistet gewesen. Neben Willingen gab es auch in anderen Wintersportregionen in Hessen großen Andrang, zum Beispiel am Großen Feldberg im Taunus.

Zu wenig Impfstoff für großen Impfstart in der Schweiz 

13.25 Uhr: Nach den ersten Corona-Schutzimpfungen am 23. Dezember wollten die meisten Schweizer Kantone am Montag mit großen Impfkampagnen beginnen. Allerdings fehlten vielerorts Impfdosen. Die Kritik an der Regierung wuchs. Die wenigen angebotenen Impftermine waren innerhalb von Minuten ausgebucht.

Die Regierung hatte sich zwar 15,8 Millionen Impfdosen für die 8,5 Millionen Einwohner gesichert, die Hälfte davon aber bei dem US-Hersteller Moderna, dessen Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Mit der Mainzer Firma Biontech und dessen US-Partner Pfizer wurde erst im Dezember ein Vertrag geschlossen. Die Behörden seien von der schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs noch vor Weihnachten überrascht worden, sagte Christoph Berger, Präsident der Kommission für Impffragen, der Zeitung »Blick« . Die Behörden hätten mit einem Impfstart im Februar oder März gerechnet.

Kurz vor Weihnachten trafen die ersten etwa 100.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer in der Schweiz ein. Weitere 250.000 sollen im Januar folgen. Manche eigens eingerichteten Impfzentren blieben mangels Impfstoff deshalb zunächst weitgehend leer, manche Ärzte bekamen nur einzelne Dosen, um ihre gefährdetsten Patienten zu impfen.

»In den nächsten Monaten werden wir auf die ausreichende Menge kommen«, so Berger. »Bis im Sommer sind alle Impfstoffe geliefert und hoffentlich auch gebraucht.«

Unterdessen steigen die Fallzahlen in der Schweiz weiter. Vielerorts gelten nur wenige Einschränkungen. In der Westschweiz sind die Geschäfte geöffnet. Am Mittwoch tagt die Landesregierung, der Bundesrat, erstmals im neuen Jahr. Auf der Tagesordnung steht auch eine mögliche Verschärfung der Maßnahmen.

Mehr als 265.000 Impfungen in Deutschland

13.11 Uhr: In Deutschland sind bis zum gestrigen Sonntag 265.986 Menschen gegen Covid-19 geimpft worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden 114.317 Bewohner von Pflegeheimen geimpft. 122.406 Menschen erhielten die Vakzine aus beruflichen Gründen, beispielsweise weil sie zum medizinischen Personal gehören. Allerdings hat laut RKI Brandenburg für den 3. Januar bislang keine Impfzahlen gemeldet. Auch für andere Bundesländer könnten die Zahlen unvollständig sein, weil diese laut RKI für den vergangenen Sonntag keine neuen Impfungen gemeldet haben.

Dreyer befürwortet Shutdown-Verlängerung

12.35 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich am Montag für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis zum Monatsende ausgesprochen. »Ich bin der Auffassung, dass wir durchaus verlängern müssen bis Ende Januar«, sagte Dreyer in einem Interview mit SWR Aktuell Radio. »Das ist, glaube ich, auch die Mehrheit der Kollegen«, fügte die Regierungschefin vor den für Dienstag geplanten Bund-Länder-Beratungen hinzu.

»Wir haben leider noch nicht die Zahlen, die wir brauchen«, sagte Dreyer mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Infektionen. Nach den Feiertagen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel gebe es zurzeit wenig Klarheit zur tatsächlichen Entwicklung. »Wir können im Moment eigentlich nicht richtig abschätzen, wie die Situation ist, auch weil weniger getestet worden ist, weniger Ärzte offen hatten«.

Bis Ende des Monats müsse es aber auch »sehr klare Vorschläge« geben, wie es im Februar weitergehen solle, sagte Dreyer dem SWR. »Da muss man wieder Schritt für Schritt in ein öffentlicheres Leben kommen«. Es sei nicht vorstellbar, »dass wir dauerhaft in einer solchen Shutdown-Situation bleiben«. Hoffnung gebe die jetzt begonnene Impfaktion. Sie wünsche sich, »dass wir perspektivisch auch mehr Impfstoff haben, sodass wir noch stärker in die Vollen gehen können.«

Auftakt der Formel-1-Saison gefährdet

12.15 Uhr: Der für den 21. März in Australien geplante Auftakt der neuen Formel-1-Saison ist offenbar gefährdet. Der Saisonauftakt in Down Under könnte wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie verschoben werden, wie die Onlineausgaben der Fachmagazine »Autosport«  und »Motorsport « berichten. Demnach soll das Rennen später im Jahr nachgeholt werden. In Australien gelten im Kampf gegen Covid-19 strenge Beschränkungen.

Ein Sprecher äußerte sich nicht konkret zu den Gerüchten und betonte, dass man sich »auf die Rückkehr der Formel 1 im März dieses Jahres« freue. Im 23 Rennen umfassenden Rekordkalender der Königsklasse ist für den 28. März ein Rennen in Bahrain vorgesehen.

Im Vorjahr war das Rennen in Australien wegen Corona nur wenige Stunden vor dem Beginn des Trainings abgesagt worden. Wegen der Pandemie war die mit eigentlich 22 Grand Prix geplante WM auf 17 Rennen reduziert worden.

Wintersportgebiete in NRW sperren Zufahrten

11.48 Uhr: Nach einem beispiellosen Ansturm von Schneetouristen am Wochenende hat die Eifel-Gemeinde Hellenthal in Nordrhein-Westfalen die Zufahrt zu Parkplätzen an den Ausflugszielen mit Bauzäunen abgesperrt . Allein auf einem großen Parkplatz hätten am Sonntag etwa 1300 Autos geparkt, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag. Erstmals seien Besucher auch auf die Dörfer und Weiler der 8000-Einwohner-Gemeinde nahe der belgischen Grenze ausgewichen. »Die Besucher kamen in Strömen«, sagte der Sprecher. Wiesen und die Seitenränder einer Bundesstraße seien zugeparkt worden. Am Montag seien Mitarbeiter aus der Verwaltung vor Ort, um die Parkverbote durchzusetzen.

In Winterberg sind bereits seit Sonntag Pisten und Parkplätze gesperrt. Das Betretungsverbot soll Tagestouristen davon abhalten, die verschneiten Rodel- und Skihänge zu stürmen wie in den vergangenen Tagen. Am Vormittag sei es zunächst weitgehend ruhig geblieben, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montag.

Lockdown in der Coronakrise: Alles schließen

11.35 Uhr: Was bisher Lockdown heißt, ist offenbar wenig geeignet, Infektions- und Todeszahlen zu senken. Trotzdem will die Politik die halbgare Maßnahme verlängern. Stattdessen braucht es endlich strengere, aber kurzfristigere Regeln. Ein Kommentar von Janko Tietz

Kinderärzte und Lehrerverband warnen vor negativen Auswirkungen von Schulschließung

11.25 Uhr: Vor dem Bund-Länder-Treffen zu den weiteren Corona-Maßnahmen haben Kinderärzte und ein Lehrerdachverband vor den negativen Auswirkungen der Schulschließungen gewarnt. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Deutsche Lehrerverband forderten am Montag in Berlin von der Politik bundeseinheitliche und verbindliche Rahmenbedingungen und zusätzlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen, »damit unsere Schulen so bald wie möglich für eine Rückkehr zum Unterrichtsbetrieb bestmöglich vorbereitet sind«.

Die Frage, in welcher Weise der Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien wieder möglich sei, könne selbstverständlich »nicht losgelöst vom regionalen und überregionalen Infektionsgeschehen betrachtet werden«, heißt es in der gemeinsamen Erklärung  der Dachverbände. Auch wenn Schulen in der Regel nicht zu den Infektionshotspots zählten, seien sie Teil des Infektionsgeschehens.

Präsenzunterricht sei aber sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrags als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche. »Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder«, sagte DAKJ-Generalsekretär Hans-Iko Huppertz. Eine Schulschließung habe auch »nachteilige Auswirkungen« auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, die Benachteiligung sozial Schwächerer, die Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Den Vorschlag, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen, lehnen beide Dachverbände ab.

Grüne fordern Betreuungsgarantie für Schüler und Kitakinder

11.15 Uhr: Die Grünen fordern eine Betreuungsgarantie für Schüler und Kitakinder während des Shutdowns. »Solang Schulen- und Kitas weiterhin geschlossen bleiben, müssen sich Bund und Länder auf eine Betreuungsgarantie verständigen«, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, der »Welt«. Eine Betreuung sollte demnach für alle sichergestellt werden, die es brauchen – »auch tageweise und ohne mühseliges Antragsverfahren.« Homeoffice sei keine adäquate Betreuungsmöglichkeit, sagte sie.

Am Montag beraten die Kultusminister der Länder über die Lage und das weitere Vorgehen, am Dienstag dann Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten.

Vogtland behält höchste Neuinfektionswerte 

11.05 Uhr: Der Vogtlandkreis behält die bundesweit höchste Inzidenz. Am Montag wurden pro 100.000 Einwohner 631,9 Neuinfektionen binnen sieben Tagen registriert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Damit ist der Sieben-Tage-Wert im Vogtland zwar niedriger als in den vergangenen Tagen, aber immer noch deutlich höher als in den anderen Regionen. Der Landkreis Meißen liegt auf dem zweiten Platz mit einem Sieben-Tage-Wert von 530. Bundesweit liegt der Wert im Schnitt bei 139,4. Allerdings bleibt eine Interpretation der Daten weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Insgesamt liegt der Sieben-Tage-Wert in Sachsen aktuell bei 323 und damit weiterhin bundesweit am höchsten.

Spahn lässt Verzögerung der zweiten Impfdosis prüfen

10.50 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn erwägt nach SPIEGEL-Informationen mehrere Maßnahmen, um die Impfungen in Deutschland zu beschleunigen. Womöglich könnten die bereits verfügbaren Dosen anders verteilt werden. Lesen Sie hier, was in dem Papier des Gesundheitsministeriums steht.

Lesen Sie hier, was in dem Papier des Gesundheitsministeriums steht

Thüringen will Winterferien vorziehen

10.45 Uhr: Thüringen will wegen der Coronakrise die Winterferien vorziehen. Das kündigte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Montag im Mitteldeutschen Rundfunk  an. Die Ferienwoche soll nach seinen Angaben auf die letzte Januarwoche vorverlegt werden. Bis dahin gebe es Unterricht zu Hause. Eine Ausnahme solle es nur für Abschlussklassen geben, sofern sich die Schüler vorher einem Schnelltest unterziehen. Eigentlich sind in Thüringen in der zweiten Februarwoche Ferien.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zuvor erklärt, eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei derzeit »nicht vorstellbar«. Am Montag beraten die Kultusminister der Länder über das weitere Vorgehen.

Vietnam kauft 30 Millionen Impfstoffdosen von AstraZeneca

10.30 Uhr: Vietnam kauft nach Angaben der Regierung 30 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Der südostasiatische Staat wolle zudem weitere Impfstoffe von anderen Herstellern wie etwa des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beschaffen, teilte die Regierung weiter mit. Gespräche darüber liefen bereits. Vietnam hat bereits den Kauf eines russischen Impfstoffs vereinbart.

Frankreich erwartet Zulassung von Moderna-Impfstoff

10.15 Uhr: Frankreich erwartet noch in dieser Woche die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna durch die Europäische Arzneimittelagentur. Er gehe davon aus, dass das Vakzin des US-Biotechunternehmens in den nächsten Tagen zugelassen werde, sagte der Chef der Medizinaufsichtsbehörde HAS, Dominique Le Guludec, dem Sender BFM TV . Über den Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford brauche Frankreich noch mehr Informationen. Der Epidemiologe und Regierungsberater Arnaud Fontanet fordert, dass Frankreich die Impfstoffeinführung beschleunigen müsse. Das Infektionsgeschehen lasse noch keine Lockerungen zu, sagt er dem Radiosender France Info. Die USA und Kanada haben den Moderna-Impfstoff bereits Mitte Dezember zugelassen, eine Genehmigung in der EU wird in dieser Woche erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Zunächst hatten wir geschrieben, Frankreich erwarte die Lieferung des Moderna-Impfstoffs. Tatsächlich erwartet Frankreich aber die Zulassung des Impfstoffs durch die EMA.

Kretschmer warnt vor »Jo-Jo-Effekt« bei Lockerungen von Corona-Maßnahmen

10.00 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vor einem »Jo-Jo-Effekt« bei einer vorschnellen Lockerung der aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen gewarnt. All jene Länder, die dies probiert hätten, »fallen dann wieder in den Lockdown zurück«, sagte Kretschmer am Montag im ARD-»Morgenmagazin«. »Dieser Jo-Jo-Effekt ist aus meiner Sicht viel schlimmer, als wenn wir jetzt eine gewisse Zeit lang Nerven behalten, konsequent bleiben und versuchen, die Zahlen weiter zu reduzieren.«

Mit Eltern und Lehrern, aber auch mit den Kindergärten müsse darüber gesprochen werden, dass die Einrichtungen noch für eine gewisse Zeit geschlossen bleiben müssten, um das Bewegungsgeschehen weiter zu reduzieren.

Besorgt äußerte sich Kretschmer über die Situation bei mittelständischen Unternehmen. Deswegen müsse beim Bund-Länder-Treffen am Dienstag über Wirtschaftshilfen für diejenigen gesprochen werden, die ihre Geschäfte noch nicht öffnen können.

Gelockert werden könnten die Corona-Auflagen dann, wenn die Patienten in den Krankenhäusern wieder weniger sind und wenn die Gesundheitsämter es schaffen, Kontakte verlässlich nachzuverfolgen, sagte Kretschmer weiter. Es gehe darum, positiv getestete Menschen und ihre Kontaktpersonen schnell in Quarantäne zu bringen, damit die Infektionsketten schnell unterbrochen werden.

Zahl der Erwerbstätigen sinkt in der Coronakrise

09.52 Uhr: Nach 14 Jahren Wachstum ist im Corona-Jahr 2020 die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erstmals wieder zurückgegangen. 44,8 Millionen Menschen hatten im Jahresschnitt im Inland einen Arbeitsplatz oder waren selbstständig, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,1 Prozent weniger als 2019 und auch 0,2 Prozent weniger als 2018. Die Zahl der Erwerbslosen kletterte deutlich um 34,5 Prozent auf 1,85 Millionen.

Der Statistik zufolge gingen insbesondere schlecht gesicherte Jobs verloren, während die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten häufig in Kurzarbeit geschickt wurden. Noch deutlicher als in den Vorjahren ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen auf nun noch 4,0 Millionen zurück.

Bei den Dienstleistungen sank die Zahl der Beschäftigten besonders stark im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 2,0 Prozent sowie bei industrienahen Dienstleistern (-2,5 Prozent) einschließlich der Leiharbeit. Zusätzliche Jobs gab es hingegen im Öffentlichen Dienst, Erziehung und Gesundheit. In der Industrie sank die Zahl der Erwerbstätigen in der Krise um 2,3 Prozent auf rund 8,2 Millionen. Lichtblick war hier das Baugewerbe mit einem Anstieg um 0,7 Prozent.

Großbritannien setzt erstmals Impfstoff von AstraZeneca ein

09.11 Uhr: In Großbritannien haben die ersten Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca und der Oxford-Universität begonnen. Brian Pinker, ein 82 Jahre alter Dialysepatient, erhielt die Spritze als Erster, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

»Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde«, sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Er könne sich jetzt »wirklich darauf freuen, meinen 48. Hochzeitstag mit meiner Frau Shirley später in diesem Jahr zu feiern.«

Bereits seit Anfang Dezember wird in Großbritannien wie auch in Deutschland mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gearbeitet. Von diesem Impfstoff seien bereits mehr als eine Million Dosen verabreicht worden, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. »Das ist ein Triumph der britischen Wissenschaft, dass wir es geschafft haben, dorthin zu kommen, wo wir sind«, so Hancock bei Sky: »Gleich zu Beginn haben wir gesehen, dass der Impfstoff langfristig der einzige Ausweg ist.«

Großbritannien hatte dem Präparat von Oxford/AstraZeneca in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung erteilt. Der große Vorteil gegenüber dem Mittel von Biontech/Pfizer: Das Mittel aus Oxford kann bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was die Logistik deutlich vereinfacht. Zu Beginn stehen dem Land gut eine halbe Million Dosen zur Verfügung, die in Hunderten von Krankenhäusern und Arztpraxen ab dieser Woche gespritzt werden sollen. In der EU ist der Impfstoff noch nicht zugelassen.

BVB-Boss Watzke von Stadion-Atmosphäre »deprimiert«

08:00 Uhr: Hans-Joachim Watzke setzen die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga während der Coronavirus-Pandemie weiter zu. »Mittlerweile deprimiert mich die Atmosphäre von Monat zu Monat mehr«, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund in einem Interview dem »Kicker«. Es fehle so viel von dem, was einen als Fußballfan ja auch ein Stück weit süchtig mache.

»Jetzt sitzt du in dieser sterilen Atmosphäre. Mit Abstand, mit Masken. Grauenvoll«, sagte Watzke: »Als wir zwischendurch gegen Gladbach und Freiburg jeweils um die 10.000 Zuschauer im Stadion hatten, hatte ich vor Freude Tränen in den Augen – und viele andere auch.«

Es helfe nicht zu lamentieren. Er habe auch nicht das Gefühl, dass das Spiel an sich schlechter geworden sei. »Und die TV-Quoten zeigen mehr und mehr, dass der Fußball den Menschen in dieser schwierigen Zeit zumindest ein wenig Ablenkung und Freude schenken kann.«

Watzke rechnet damit, dass die wirtschaftliche Dimension der Corona-Pandemie erst sukzessive sichtbar werde in den nächsten Monaten und Jahren. Dem BVB helfe es, dass er keinerlei finanzielle Verbindlichkeiten gehabt hatte, als die Pandemie begann. Der 61-Jährige wies aber darauf hin, dass es in Europa keinen anderen Verein gegeben habe, »dem im Schnitt 81.365 Zuschauer weggebrochen sind. Die Bemühungen, an die noch größeren Klubs wirtschaftlich näher heranzurücken, die sind erst einmal passé«, räumte Watzke ein.

Kretschmer will künftige Generationen nicht mit Corona-Folgen belasten

07.58 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen die heutige Generation in der Pflicht. Künftige Generationen dürften damit nicht belastet werden, sagte er. »Das müssen wir selber schaffen.«

»Wir brauchen einen Kassensturz, wenn das Gröbste überwunden ist. Dann sieht man, wer welche Kosten hatte. Dann haben wir zu schauen, wie Bund und Länder das am Ende gemeinsam tragen«, erklärte der Regierungschef. Sachsen will zur Bewältigung der Krisenfolgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Nach derzeitiger Verfassungslage müssten sie in einem Zeitraum von acht Jahren beglichen werden. Zuletzt waren Zweifel daran laut geworden, ob das in der Kürze der Zeit gelingt.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin will Schulen noch nicht öffnen

07.56: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will die Schulen in ihrem Bundesland zunächst weiter geschlossen lassen. »Angesichts des Infektionsgeschehens und der unsicheren Datenlage bin ich Schulöffnungen im Präsenzunterricht zum 11. Januar gegenüber sehr skeptisch«, sagte sie der »Bild«-Zeitung. »Jetzt kommt es darauf an, die Fortschritte des digitalen Lernens auszuschöpfen.« Es sei richtig, dass auch Schulen einen Beitrag leisten müssen, wenn der Lockdown verlängert werde. Dies eröffne die Möglichkeit, »dass unsere Schulen bald wieder Präsenzunterricht anbieten«.

Ägypten will Touristen mit »sicheren Korridoren« schützen

06.53 Uhr: Ägypten will deutsche Touristen spätestens im Sommer mit einem speziellen Corona-Sicherheitskonzept wieder in die Urlaubsgebiete am Roten Meer locken. »Wir wollen sichere Korridore schaffen, in denen es vollständige Sicherheit für Touristen gibt«, sagte der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid. Das Konzept werde eine ganze Reihe von Maßnahmen von einer Begrenzung der Passagierzahlen in den Flugzeugen bis zu verpflichtenden Tests bei Ein- und Ausreise beinhalten.

Starten wolle man mit den auch bei deutschen Touristen beliebten Urlaubsorten Hurghada und Scharm el-Scheich. »Wir hoffen damit im Sommer zu beginnen, vielleicht aber auch schon im April oder Mai.«

Für die Urlaubsgebiete an der türkischen Mittelmeerküste hatte die Bundesregierung aufgrund eines Sicherheitskonzepts die Reisewarnung Anfang August vorübergehend aufgehoben. Die Ausnahmeregelung wurde Anfang November aber wieder einkassiert. Begründet wurde das damit, dass die Türkei nur noch Corona-Fälle an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete, in denen Infizierte Krankheitssymptome aufweisen.

9847 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

06.01 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9847 Corona-Neuinfektionen binnen einem Tag gemeldet. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab.

Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI nur verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 139,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Montag Sachsen mit 323,0 und Thüringen mit 251,4. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 78,2.

Lauterbach fordert »konsequenten« und nicht befristeten Lockdown

05.30 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen »konsequenten« und zeitlich nicht befristeten Lockdown gefordert. Er verwies dabei auch auf die Mutation des Coronavirus. »Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant«, sagte er der »Passauer Neuen Presse«. »Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virusvariante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete.« Die Rate der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden. Am Sonntag lag sie in Deutschland bei 139,6.

»Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden«, sagte Lauterbach. Er forderte zudem eine »pragmatisch-intelligente« Impfstrategie. »Wir sollten umdenken und uns damit abfinden, dass wir zunächst einmal nicht mehr Dosen von den Impfstoffen der Hersteller Biontech und Moderna haben.« Die Ständige Impfkommission müsse jetzt prüfen, ob eine vorgezogene Erstimpfung auch in Deutschland praktiziert werden sollte, ähnlich wie in England. »Es gilt, in den nächsten zwölf Wochen so viele Menschen wie möglich mit der Erstimpfung zu versorgen. Die Zweitimpfung könnte dann danach erfolgen«, meinte der SPD-Politiker.

An diesem Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das Vorgehen in der Coronakrise über den 10. Januar hinaus entscheiden.

Esken hält schnellen Rückkehr zum Regelschulbetrieb für »illusorisch«

04.20 Uhr: Nach Bildungsministerin Anja Karliczek erwartet auch die SPD-Vorsitzende Saskia Esken in nächster Zeit keine Rückkehr der Schulen zum Regelbetrieb. »Wir werden den Shutdown im neuen Jahr fortsetzen und die Geschäfte und Gaststätten auch weiterhin geschlossen halten«, sagt sie der »Rheinischen Post«. »Eine schnelle Rückkehr der Schulen zum Regelbetrieb ist daher illusorisch.«

Spahn ruft Gesundheitsmitarbeiter zur Impfung auf

04.03 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Mediziner und Pflegekräfte im Gesundheitswesen dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. »Es ist ein Gebot der Vernunft und der Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten«, sagte Spahn der »Rheinischen Post«.

Er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. »Und ich möchte auch mit meiner Impfung davon überzeugen, dass es ein sicherer Impfstoff ist.« Zuvor hatten zahlreiche Mitarbeiter im Gesundheitswesen erklärt, sich nicht impfen lassen zu wollen.

Keine Neuinfektionen in Australiens größtem Bundesstaat

03.44 Uhr: Australiens größter Bundesstaat New South Wales verzeichnet zum ersten Mal seit fast drei Wochen keine neuen Fälle. Allerdings ruft Vizepremier John Barilaro die Bevölkerung auf, sich wieder mehr testen zu lassen. Experten haben sich vor einem geplanten mehrtägigen Cricket-Spiel ab dem 7. Januar zwischen Australien und Indien in Sydney besorgt gezeigt, zu dem 24.000 Zuschauer erwartet werden.

Hamburg beklagt falsch berechnete Impfstoff-Lieferung

03.29 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher beklagt laut der »Bild«-Zeitung eine falsche Berechnung der Impfstoff-Lieferung an seine Stadt. Es sei eine Bevölkerung von 1,85 Millionen Einwohnern zugrunde gelegt worden, zitiert die Zeitung den SPD-Politiker in einem Vorabbericht. »Die Hansestadt versorgt aber die gesamte Metropolregion von rund fünf Millionen Menschen mit Gesundheitsdienstleistungen.« Entsprechend gebe es einen »sehr hohen Bedarf an Impfungen für das medizinische Personal«, der nicht berücksichtigt worden sei.

Karliczek schließt schnelle Rückkehr zum Präsenzunterricht aus

03.03 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält eine schnelle Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schüler für ausgeschlossen. Die Infektionszahlen seien »weiter besorgniserregend hoch« und die Auswirkungen der Feiertage auf die Corona-Lage noch unklar, sagte sie der Funke Mediengruppe. »Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Lage an den Schulen wie die Situation insgesamt in den nächsten Wochen schwierig bleibt.«

Die Frage, wie mit Kitas und Grundschulen umgegangen werde, könne nicht rein nach Infektionsschutzgesichtspunkten entschieden werden, sondern es sei eine umsichtige politische Abwägung nötig. Präsenzunterricht könne allenfalls mit dem Tragen von Masken und strengster Einhaltung der Hygienevorschriften stattfinden. »Für die älteren Jahrgänge wäre Wechselunterricht dann momentan angezeigt«, sagte Karliczek.

US-Behörden erwägen halbe Dosis des Moderna-Impfstoffs

02.45 Uhr: Die US-Behörden überlegen, einigen Menschen die halbe Dosis des Moderna-Impfstoffs zu verabreichen. »Wir wissen, dass das die gleiche Immunantwort hervorruft«, sagt der Chef des Bundesimpfprogramms, Moncef Slaoui, dem Sender CBS. Dabei peile man die Altersgruppen von 18 bis 55 an. Es würden Gespräche mit Moderna und der Zulassungsbehörde FDA geführt, ob man so die Zahl der Impfungen verdoppeln könne.

kim/bbr/hba/hej/ptz/AFP/dpa/Reuters
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