Corona-News am Montag AstraZeneca-Impfstoff laut Bericht bei Risikogruppe kaum wirksam

Mit dem AstraZeneca-Vakzin sollte die deutsche Impfkampagne Fahrt aufnehmen. Doch offenbar ist die Wirksamkeit des Mittels bei älteren Menschen nur gering. Und: Spanien meldet einen Rekordanstieg der Neuinfektionen. Der Überblick am 25. Januar.
Impfstoff von AstraZeneca (Symbolbild)

Impfstoff von AstraZeneca (Symbolbild)

Foto: DADO RUVIC / REUTERS

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+++ AstraZeneca-Impfstoff laut Bericht bei älteren Menschen kaum wirksam +++

20.38 Uhr: Der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca hat offenbar bei älteren Menschen nur eine geringe Wirksamkeit. Wie das »Handelsblatt« unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, wird bei dem Impfstoff nur mit einer Wirksamkeit von acht Prozent bei den über 65-Jährigen gerechnet. AstraZeneca wies die Berichte laut der Nachrichtenagentur Reuters als »vollkommen inkorrekt« zurück.

Die »Bild«-Zeitung berichtet indes ebenfalls unter Berufung auf Regierungskreise, dass der Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA nur eine Zulassung für Unter-65-Jährige erhalten soll.

Dem »Handelsblatt«-Bericht zufolge prüft das Bundesgesundheitsministerium bereits, ob die nach Alter gestaffelte Impfreihenfolge angepasst werden muss. Eine Stellungnahme des Ministeriums zu den möglichen Folgen der geringen Wirksamkeit auf den Impfplan der Regierung liegt laut »Handelsblatt« nicht vor.

Ein abschließendes Ergebnis über die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes ist laut der Zeitung noch nicht möglich. In den klinischen Studien des Pharmakonzerns seien ältere Personen aber offenbar relativ schwach vertreten gewesen. Bereits die britische Zulassungsbehörde MHRA habe demnach angemerkt, dass aussagefähige Resultate zur Wirksamkeit des Impfstoffs sich in diesen Studien gar nicht ermitteln ließen.

AstraZeneca steht bereits unter Druck, weil es die vertraglich vereinbarten Liefermengen des Impfstoffes an die EU offenbar nicht einhalten kann. Der britisch-schwedische Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, nach der Zulassung seines Impfstoffs – die noch für diese Woche erfolgen soll – statt 80 nur 31 Millionen Dosen bis Ende März zu liefern.

Kalifornien will Corona-Maßnahmen leicht lockern

23 Uhr: Kalifornien will die seit Anfang Dezember geltenden strikten Corona-Auflagen für seine rund 40 Millionen Einwohner lockern. Mit Blick auf abnehmende Infektionszahlen und sinkende Krankenhauseinweisungen hat der US-Bundesstaat eine Anordnung zum Zuhausebleiben nun wieder aufgehoben. Gouverneur Gavin Newsom sprach am Montag von »Licht am Ende des Tunnels«.

Restaurants, die seit Dezember nur Essen zum Abholen anbieten konnten, dürfen jetzt wieder draußen bewirten. Viele Geschäfte, darunter Friseure und Kosmetiksalons, können mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen und begrenzter Kundenanzahl wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr wird aufgehoben.

Kalifornien ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie mehr als 3,1 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen, 37.000 Menschen starben in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Erneut Ausschreitungen in den Niederlanden

22.43 Uhr: In den Niederlanden hat es am zweiten Abend in Folge Unruhen gegeben. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten sich laut Polizei am Abend kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten versammelt und die Polizei angegriffen.

Krawalle wurden laut der Nachrichtenagentur dpa aus mindestens sechs Städten gemeldet – darunter Amsterdam und Rotterdam. Große Gruppen vorwiegend junger Leute würden randalierend durch die Stadtzentren ziehen, hieß es. Mehr als 70 Personen seien bereits festgenommen worden.

Anlass der Unruhen sind die von der Regierung verhängten verschärften Corona-Maßnahmen und die seit Samstag geltende Ausgangssperre. Die Polizei geht davon aus, dass sich verschiedene Gruppen an den Krawallen beteiligen. Unter den Teilnehmern sollen unter anderem Corona-Leugner und Fußball-Hooligans gewesen sein.

In Rotterdam wurden Polizisten nach Berichten des TV-Senders NOS von rund 100 Randalierern mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Geschäfte seien geplündert worden. Die mobile Einheit der Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

DER SPIEGEL

Brasilien will »alle Impfstoffe kaufen«

21.07 Uhr: Brasiliens Regierung hat Vorwürfe, sich bei der Impfstoffbeschaffung nur auf einen Hersteller verlassen zu haben, zurückgewiesen. »Wir haben die Logistik, wir haben die Kapazität«, sagte Wirtschaftsministers Paulo Guedes in einem Briefing.

Nach Angaben Guedes', werde versucht »alle Impfstoffe« gegen das Virus zu kaufen. Wie glaubhaft die Bemühungen der Regierung sind, ist jedoch fraglich. Präsident Jair Bolsonaro hatte in der Vergangenheit immer wieder versucht, das Vertrauen in die Corona-Impfstoffe zu untergraben.   

DER SPIEGEL

Der beste Schutz gegen Covid-19 sei, die Krankheit durchzustehen, sagte Bolsonaro, der im vergangenen Jahr selbst eine Corona-Infektion überstanden hatte. Brasilien ist das Land mit der zweithöchsten Zahl an Corona-Toten weltweit, mehr als 217.000 Menschen starben in Zusammenhang mit einer Infektion.

Restaurants in Dubai gewähren Geimpften Rabatte

20.50 Uhr: In Dubai geben einige Restaurants Kunden mit einer Corona-Impfung einen Preisnachlass. Die Kampagne mit dem Titel »Verbreite Liebe, nicht Rona« wurde am Montag in den Online-Netzwerken bekanntgegeben.

Lokale der Kette Gates Hospitality versprachen Einwohnern, die eine erste Impfdosis gegen das Virus erhalten haben, einen Preisnachlass von zehn Prozent. Wer bereits beide Impfdosen erhalten hat, wird demnach mit 20 Prozent Rabatt belohnt.

Um verbilligte Speisen zu erhalten, müssen die Gäste einen Nachweis über die Impfung, beispielsweise ein ärztliches Attest, vorlegen. Mit der Kampagne will das Emirat eine Schließung des wirtschaftlich wichtigen Tourismussektors verhindern.

Während in zahlreichen Touristengebieten strikte Einschränkungen gelten, hatte Dubai trotz eines Anstiegs der Corona-Fälle im Juli seine Tore für Besucher wieder geöffnet. Nach einem starken Anstieg der Fälle seit Neujahr schränkte das Emirat in der vergangenen Woche die Unterhaltungsangebote ein und ließ nicht notwendige Operationen in Krankenhäusern verschieben.

Rekordanstieg der Neuinfektionen in Spanien

19.18 Uhr: In Spanien sind am Wochenende 93.822 Corona-Neuinfektionen registriert worden – so viele wie nie zuvor an einem Wochenende. Insgesamt sind damit in dem besonders stark von der Pandemie betroffenen Land jetzt fast 2,6 Millionen Ansteckungen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Insgesamt in Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind demnach 56.208 Menschen.

Bürger sehen Föderalismus in der Krise als Problem

18.49 Uhr: Mehr als die Hälfte der Bürger ist einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass das föderale System Deutschland in der Coronakrise bisher geschadet hat. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Wirtschaftsmagazin »Business Insider« erklärten 53 Prozent von rund 5000 Befragten, der Föderalismus habe in der Krise »eher« oder sogar »eindeutig« geschadet, nur 19 Prozent sagten, die föderale Struktur habe in der Pandemie geholfen. Auch die Frage, in welchen Bereichen der Bund die Kompetenzen von den Ländern übernehmen sollte, wurde eindeutig beantwortet: Knapp 62 Prozent der Befragten wollen demnach, dass die Bundesregierung mehr Einfluss auf die Bildungs- und Schulpolitik bekommt.

Uno-Chef warnt vor Corona-Mutation

18.28 Uhr: Uno-Generalsekretär António Guterres hat zur Eile bei der weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen aufgerufen. »Wenn die Industrieländer glauben, dass sie in Sicherheit sind, wenn sie ihre eigenen Leute impfen und dabei die Entwicklungsländer vernachlässigen, liegen sie falsch«, sagte Guterres in einer Videorede beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). »Es besteht jetzt die klare, reale Gefahr von Mutationen, die das Virus übertragbarer oder tödlicher oder resistenter gegen vorhandene Impfstoffe machen. Wir müssen schnell handeln.«

Impfstoff-Nationalismus könnte Billionen kosten

18.20 Uhr: Wenn reichere Länder sich den Großteil der Corona-Impfstoffe sichern und Entwicklungsländer vorerst weitgehend leer ausgehen, kann das die Weltwirtschaft Verluste in Billionenhöhe kosten. Das berichtete die Internationale Handelskammer (ICC) am Montag. Sie hatte eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Wenn Impfstoffe nicht weltweit fair verteilt werden, könne dies die globale Wirtschaftsleistung allein in diesem Jahr um bis zu 9,2 Billionen Dollar (7,6 Billionen Euro) schmälern, heißt es darin. Die Hälfte des Ausfalls betreffe Industrieländer.

Streit zwischen AstraZeneca und EU-Kommission spitzt sich zu

17.45 Uhr: Im Streit um die Lieferverzögerungen beim Corona-Impfstoff sind die Erklärungen des Herstellers AstraZeneca laut EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides »nicht akzeptabel«. Für den Abend sei ein weiteres Treffen angesetzt worden. Die EU wolle, dass die bestellten und vorfinanzierten Impfstoffdosen so bald wie möglich ausgeliefert werden. »Wir möchten, dass unser Vertrag vollständig erfüllt wird.« AstraZeneca steht in Brüssel derzeit massiv in der Kritik, weil es am Freitag mitgeteilt hatte, der EU zunächst weniger Impfdosen liefern zu können als vorgesehen. Grund seien Probleme in »einem Werk in unserer europäischen Lieferkette«.

Während Brüssel schäumt, holt der Chef des Pharmakonzerns, Pascal Soriot, beim Weltwirtschaftsforum zum Rundumschlag aus: Die Entwicklung der Vakzine hätte ein Grund zum Feiern sein können, sagte Soriot bei der virtuellen Veranstaltung. Stattdessen hätten sich einige Länder vorgedrängelt und eine »Ich zuerst«-Mentalität vertreten. »Global gesehen, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass wir besser auf diese Pandemie hätten vorbereitet sein können und sollen.« Allerdings gebe es auch gute Beispiele für eine zunehmende öffentlich-private Zusammenarbeit in vielen Ländern.

BER rechnet erst 2025 wieder mit Erholung des Flugverkehrs auf Vorkrisenniveau

Ein Passagierflugzeug am Terminal 1 des BER

Ein Passagierflugzeug am Terminal 1 des BER

Foto: Patrick Pleul / dpa

17.15 Uhr: Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) rechnet erst im Jahr 2025 wieder mit einer Erholung des Flugverkehrs auf dem Niveau vor der Coronakrise. Im Schnitt seien am BER in den ersten Januarwochen täglich rund 7500 Fluggäste abgefertigt worden und damit nur rund zehn Prozent des Vorjahresniveaus, teilte die Flughafengesellschaft am Montag nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit rund 10,7 Millionen Passagieren, das wäre nur ein Drittel des Aufkommens des Jahres 2019, bevor die Corona-Pandemie zu Reisebeschränkungen zwang. Viele Airlines hätten ihre Flotten deutlich reduziert, Arbeitsplätze abgebaut und positionierten sich neu am Markt, hieß es.

Im besten Fall wäre es 2023 möglich, im schlechtesten Fall im Jahr 2027, wieder Vorkrisenniveau zu erreichen, teilte die Flughafengesellschaft weiter mit. Die Entwicklung hänge entscheidend davon ab, wie sich die Impfungen entwickelten, wann Beschränkungen gelockert würden und wie schnell sich die Wirtschaft erhole.

Die Geschäftsführung geht nun den Angaben zufolge von einem »mittleren Szenario« aus – damit wäre 2025 wieder Vorkrisenniveau erreicht.

Brasilianische Polizei löst Party mit 1200 Gästen auf

16.12 Uhr: Im Süden Brasiliens ist eine Rave-Party mit rund 1200 Gästen aufgelöst worden. Dies berichtete am Montag das Nachrichtenportal »G1« unter Berufung auf die Polizei. Dem Bericht zufolge floh der Verantwortliche für die Party nach dem Eintreffen der Polizei.

Schon vor Sonntagabend hatte die Polizei in São José dos Pinhais im Großraum Curitiba mehrere kleinere Partys aufgelöst. Bei einem Fest mit 400 Gästen nahm die Stadtpolizei dem lokalen Portal »Banda B« zufolge sechs Personen fest.

Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas rund 8,8 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert – nur in den USA und in Indien sind die absoluten Zahlen höher.

Zudem sind rund 217.000 Patienten in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – das ist weltweit Platz zwei. Der Bundesstaat Paraná, dessen Hauptstadt Curitiba ist, meldete rund 520.000 Corona-Infizierte und mehr als 9300 Corona-Tote.

Moderna-Impfstoff wirkt auch bei Varianten aus Großbritannien und Südafrika

16 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Unternehmensangaben auch bei den zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten neuen Virusvarianten wirksam. Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass die zweimalige Impfung zu neutralisierenden Antikörpern gegen die bisher entdeckten Virusvarianten führe, teilte Moderna mit. Das gelte für die zunächst in Großbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7 und die in Südafrika aufgetauchte Variante B.1.351.

Bei der britischen Variante gebe es im Vergleich zu früheren Virusvarianten »keine signifikante Auswirkung« auf das Antikörperniveau. Bei der südafrikanischen Variante sei die Menge der Antikörper zwar um das Sechsfache geringer; dies sei aber nach wie vor ausreichend, um Schutz vor dem Virus zu bieten.

Moderna will aber als Vorsichtsmaßnahme eine zusätzliche Auffrischungsimpfung – also eine dritte Dosis – testen. Das Biotechunternehmen entwickelt außerdem einen Auffrischungsimpfstoff eigens für die südafrikanische Variante.

Für die Untersuchung wurden Blutproben von acht Menschen untersucht, die zwei Dosen des Moderna-Impfstoffes erhalten hatten. Vergangene Woche hatten das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer erklärt, dass ihr Impfstoff auch gegen die britische Corona-Mutante wirksam sei.

EU-Kommission genehmigt 642 Millionen Euro Hilfe für Messebetreiber

16 Uhr: Die EU-Wettbewerbshüter haben einen 642-Millionen-Euro-Rettungsschirm für die deutsche Messe- und Kongressbranche genehmigt. Profitieren sollen Unternehmen mit Gewinneinbußen zwischen März und Dezember 2020 aufgrund von Corona-Beschränkungen, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Abgedeckt würden bis zu 100 Prozent der mit Einschränkungen verbundenen Gewinneinbußen. Dabei sei entscheidend, dass die Verluste auf angeordnete Veranstaltungsverbote der Bundesländer zurückzuführen seien.

Der Schaden werde berechnet, indem die Differenz aus dem durchschnittlichen Betriebsgewinn der entsprechenden Zeiträume der Jahre 2018 und 2019 (1. März bis 31. Dezember) und dem tatsächlichen Gewinn im selben Zeitraum 2020 ermittelt werde. Eine betroffene Firma kann keine Entschädigung für Zeiträume verlangen, in denen im betreffenden Land keine Verbote für Messen und Kongresse bestanden, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission.

Dreyer wehrt sich gegen Vorwurf der Corona-Verharmlosung

15.45 Uhr: Deutschland sei »insgesamt gut durch die Pandemie gekommen«: Für diesen Satz bei »Anne Will« steht die rheinland-pfälzische Landeschefin Malu Dreyer in der Kritik. Die Sozialdemokratin fühlt sich missverstanden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Zehntausende Firmen sehen sich von Insolvenz bedroht

15.40 Uhr: Zehntausende Unternehmen in Deutschland sehen sich einer Umfrage zufolge wegen der Coronakrise von einer Insolvenz bedroht. Das geht aus der Trendauswertung einer Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor. Ergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor. Demnach sehen sich derzeit fünf Prozent der Betriebe in der Gesamtwirtschaft möglicherweise bald in eine Insolvenz abrutschen. Nach DIHK-Angaben wären dies hochgerechnet rund 175.000 Unternehmen.

Die Lage ist aber von Branche zu Branche sehr verschieden. Laut Trendauswertung stehen 33 Prozent der kreativen und künstlerischen Betriebe, 30 Prozent der Reisevermittler, 27 Prozent der Taxibetriebe und 20 Prozent der Unternehmen aus der Gastronomie vor einer drohenden Pleite.

Weiter hieß es, derzeit berichteten mehr als ein Viertel der Unternehmen von einem Rückgang ihres Eigenkapitals, jeder fünfte Betrieb habe mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Im Vergleich zum Herbst 2020 habe sich die Finanzlage der Unternehmen damit nicht verbessert.

Debatte über Schulöffnungen: Anfang Februar, Mitte Februar – oder erst Ostern?

15.35 Uhr: Millionen Schülerinnen und Schüler lernen im Distanzunterricht, nun streitet die Politik über den Zeitpunkt von Schulöffnungen. Immer mehr Termine sind im Gespräch – auch abhängig vom Wohnort. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Polizei entdeckt illegales Glücksspiel mit mehr als 20 Teilnehmern

15.30 Uhr: Polizisten haben am Wochenende ein verbotenes Glücksspieltreffen in Nordrhein-Westfalen aufgelöst. Die Beamten trafen in Gevelsberg in einer gewerblichen Halle auf mehr als 20 Personen zwischen 22 und 70 Jahren, von denen einige an Tischen saßen und pokerten. Andere nutzten Spielautomaten. Zuvor hatte die Polizei einen Hinweis auf das Treffen erhalten, wie es in einer Mitteilung hieß. Demnach wurden bei der Kontrolle in der Nacht zu Samstag eine kleinere Drogenmenge sowie Geld in fünfstelliger Höhe sichergestellt. Die Glücksspielteilnehmer erhielten Platzverweise. Gegen sie werde nun unter anderem wegen Durchführung eines illegalen Glücksspiels ermittelt. Zudem müssen sie mit Strafen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung rechnen.

Merck scheitert mit Corona-Impfstoff

15.23 Uhr: Einer der weltgrößten Pharmakonzerne ist mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs gescheitert. Der überraschende Rückschlag verdeutlicht, wie schwierig die Produktion einer zuverlässigen Vakzine ist. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Lässt sich die Corona-Pleitewelle noch verhindern?

15.05 Uhr: Mit Milliardenhilfen versucht die Regierung, die Wirtschaft irgendwie durch den Winter zu bekommen. Droht ein böses Erwachen? Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Bundesweite Impftermin-Website 116117.de stundenlang lahmgelegt

14.48 Uhr: Ein Ansturm auf Impftermine in Nordrhein-Westfalen hat am Montag die Website 116117.de lahmgelegt. Nach Recherchen des Wirtschaftsmagazins »Business Insider« hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zunächst Mitte Januar alle über 80-Jährigen in seinem Land angeschrieben und auf Terminbuchungsmöglichkeiten über 116117.de oder eine Hotline hingewiesen. Ab 8 Uhr sollte man am heutigen Montag Impftermine in NRW buchen können. Doch der Ansturm auf die Website war bereits seit Mitternacht offenbar derart groß, dass die Server sofort zusammenbrachen. Bis in den Mittag hinein war die Impfterminseite nicht erreichbar. Tatsächlich waren die Termine da schon zumindest teilweise vergeben. Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben inzwischen versichert, dass jeder, der geimpft werden will, einen Termin bekomme. Man bitte aber um Geduld.

Eine schwerwiegende Panne im bevölkerungsreichsten Bundesland des neuen CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet – aber vor allem eines mit Ansage. Nach Informationen von »Business Insider« war der Aufruf an alle über 80-Jährigen bereits vor dem CDU-Parteitag, auf dem Laschet gewählt werden wollte, geplant. Doch zunächst hörte die Landesregierung auf Warnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen, dass ein solch pauschaler Aufruf an alle Ü-80-Jährigen zu technischen Problemen bei der Website und der Hotline führe. Nachdem Gesundheitsminister Laumann Mitte Januar den zweiten Anlauf für Impftermine ab dem heutigen Montag plante, intervenierten die Kassenärztliche Vereinigungen erneut, unter anderem mit einem Brief an Laumanns Ministerium (liegt »Business Insider« vor). Bei 1,2 Millionen Berechtigten in NRW, von denen erfahrungsgemäß auch Verwandte und Bekannte anrufen, bräuchte es »epische« Callcenterkapazitäten, die schlicht nicht verfügbar seien.

In der Folge sei mit einem mindestens zehn Tage andauernden Rückstau bei der Weiterleitung von Anrufen­den aus Nordrhein-Westfalen zu rechnen. Und: Die Engpässe hätten dann auch Folgen für andere Bundesländer. So bekommen entsprechende Anrufer in Stoßzeiten Besetztzeichen. Eine Anfrage beim Gesundheitsministerium blieb am Montag zunächst unbeantwortet.

Regierung startet Freiwilligenprogramm für Pflegeheime

14.13 Uhr: Die Bundesregierung hat am Montag eine Hotline freigeschaltet, über die sich Freiwillige für die Unterstützung insbesondere bei Schnelltests in Pflegeheimen melden können. Sie sollen mittelfristig Soldatinnen und Soldaten ablösen, die vorerst in den Einrichtungen mithelfen, wie die Bundesregierung mitteilte. Die Antigen-Schnelltests sollen dazu beitragen, den Eintrag von Infektionen in Einrichtungen zu verhindern und gleichzeitig Besuche zu ermöglichen.

»Es ist der Bundesregierung ein großes Anliegen, dabei mitzuhelfen, Pflegeheime und Einrichtungen der Eingliederungshilfe zu unterstützen«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Er verwies auf die Bedeutung der Schnelltests, aber auch darauf, »dass die Einrichtungen dafür Personal brauchen«.

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Derzeit stünden dafür rund 1400 Soldatinnen und Soldaten im Zuge der Amtshilfe bereit, in den kommenden Tagen solle diese Unterstützung noch weiter aufgestockt werden. In einer zweiten Phase sollten nach etwa drei Wochen dann vermehrt Freiwillige eingesetzt werden.

Diese können sich über die Hotline melden und werden von der Bundesagentur für Arbeit dann an die Kommunen weitervermittelt. »Die Schulung der Freiwilligen wird vor Ort vom Deutschen Roten Kreuz übernommen. Die Anstellung erfolgt bei den jeweiligen bedarfsmeldenden Einrichtungen«, teilte die Regierung weiter mit.

Über eine Million Menschen in Israel erhält beide Corona-Impfungen

Impfung in Israel

Impfung in Israel

Foto: Avi Cohen / dpa

14.10 Uhr: Mehr als eine Million Menschen in Israel hat die beiden nötigen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Montag bei Twitter mit. Die erste Dosis bekamen demnach bislang rund 2,6 Millionen Menschen verabreicht.

In Israel leben etwas mehr als neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner. Doppelt gegen das Coronavirus geimpft wurden dort bislang knapp 230.000 Menschen. Dem Unternehmen Pfizer zufolge beträgt der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung 95 Prozent.

Israel steckt in einer dritten Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen. Mit 68 wurden am Montag so viele Tote binnen 24 Stunden vermeldet wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitssystem ist nahe der Belastungsgrenze, die Zahl der Schwerkranken liegt sehr hoch. In dem Land infizierten sich bislang offiziell mehr als 600.000 Menschen mit dem Virus.

Um das Einschleppen weiterer Virusmutanten zu verhindern, soll parallel zum geltenden Lockdown der Flughafen Ben Gurion bis Monatsende weitgehend geschlossen werden. Die Schließung sollte in der Nacht auf Dienstag beginnen. Über ihn wird nahezu der gesamte internationale Luftverkehr des Landes abgewickelt.

»Reisen Sie nicht«: EU-Kommission empfiehlt weitere Einschränkungen

14.00 Uhr: Um die Verbreitung neuer Varianten des Coronavirus zu bremsen, sollen Reisen innerhalb der EU sowie von außerhalb nach Ansicht der EU-Kommission weiter eingeschränkt werden. Die Brüsseler Behörde schlug am Montag vor, für bestimmte Länder und Regionen strengere Test- und Quarantäneregeln einzuführen. In Deutschland gelten schon seit Sonntag für mehr als 20 Länder mit besonders hohen Infektionszahlen neue Regeln bei der Einreise. Auch andere Länder wie Frankreich haben ihre Vorgaben verschärft. Belgien verbietet ab Mittwoch zunächst alle nicht notwendigen Reisen.

Die EU-Kommission schlug nun vor, die bestehende EU-Ampel-Karte, auf der Regionen auf Grundlage gemeinsamer Kriterien grün, orange oder rot markiert sind, anzupassen. Demnach soll eine neue »dunkelrote« Kategorie für Hochrisikogebiete mit mehr als 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen zwei Wochen eingeführt werden. Von unnötigen Reisen aus diesen Gebieten solle dringend abgeraten werden, sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders. Dies gelte nicht nur für grenzüberschreitende Reisen, sondern ebenso für Bewegungen innerhalb eines Landes.

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson betonte grundsätzlich: »Die erste Empfehlung ist: Reisen Sie nicht.« Für Reisende aus den dunkelroten Gebieten soll nach Ansicht der EU-Kommission schon vor der Abreise ein PCR-Test verpflichtend sein sowie Quarantäne bei der Ankunft. Dies solle auch für essenzielle Reisende gelten wie Arbeitnehmer im Gesundheitswesen. Deutschland definiert seit Sonntag in der Regel Länder mit mehr als 200 Infektionen je 100.000 Einwohner pro Woche als Hochinzidenzgebiete.

Bundesregierung sieht in Corona-Variante »sehr ernsthafte Gefahr«

13.50 Uhr: Die Bundesregierung zeigt sich in hohem Maße alarmiert von der Ausbreitung der in Großbritannien verbreiteten Corona-Mutation in Deutschland. »Wir haben im Hintergrund die dunkle Wolke einer sehr ernsthaften Gefahr«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Der wohl sehr viel leichter übertragbare Virustyp B.1.1.7 ist bereits mehrfach in Deutschland aufgetreten. So wurden in Berlin deshalb rund 1500 Beschäftigte einer Klinik unter Quarantäne gestellt. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte am Sonntag in der ARD-Sendung »Anne Will« gesagt, dass die Mutante auch in Deutschland »die Führung übernehmen« werde.

Seibert sagte: »Jetzt sind wir in einer sehr schwierigen Situation.« Es gebe zwar ein erfreuliches Sinken der Infektionszahlen und der Zahl der Covid-Intensivpatienten. So meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) nun 6729 Corona-Neuinfektionen binnen einem Tag. »Das sind erste Erfolge für uns alle in dieser zweiten Welle«, sagte Seibert. »Gleichzeitig haben wir die große und sehr reale Gefahr, dass sich die Virusmutante auch bei uns wie in anderen Ländern immer weiter durchsetzt und dass die Zahlen wieder stark in die Höhe getrieben werden könnten.« Man müsse damit rechnen, dass Deutschland der weiteren Ausbreitung der Mutante nicht entgehen werde.

Als oberstes Ziel gab Seibert daher eine weitere Absenkung der Corona-Infektionen aus. »Wir müssen möglichst schnell zu deutlich niedrigeren Infektionszahlen kommen.« Den guten Weg jetzt zu unterbrechen – »das wäre gerade falsch«.

Gesundheitsministerium erwartet AstraZeneca-Zulassung am Freitag

13.45 Uhr: Die europäische Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca wird laut Gesundheitsministerium in dieser Woche erwartet. Man rechne für Freitag damit, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Dann würden mehrere Millionen Dosen zusätzlich zur Verfügung stehen. Allerdings stehen wegen Produktionsproblemen zunächst weniger als erwartet zur Verfügung. Wie viel fehle, sei derzeit unklar, sagt der Sprecher.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat derweil vom Impfstoffhersteller die Einhaltung seiner Lieferzusagen verlangt. Dies habe von der Leyen am Montagvormittag in einem Telefonat mit AstraZeneca-Chef Pascal Soriot deutlich gemacht, teilte ein Sprecher mit. Die Kommissionschefin erinnerte demnach daran, dass die EU »im Vorfeld beträchtliche Summen in das Unternehmen investiert hat, um sicherzustellen, dass die Produktion (...) in Gang kommt«.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern hatte jedoch am Freitag mitgeteilt, dass er der EU zunächst weniger Corona-Impfdosen liefern könne als vorgesehen. Grund seien Probleme in »einem Werk in unserer europäischen Lieferkette«. Eine Woche zuvor hatte Pfizer über Lieferverzögerungen des Biontech-Impfstoffs wegen Umbaumaßnahmen in einem Werk im belgischen Puurs informiert.

Verschärfte Maskenpflicht in Österreich in Kraft getreten

FFP2-Maskenpflicht gilt wie hier in Wien in ganz Österreich

FFP2-Maskenpflicht gilt wie hier in Wien in ganz Österreich

Foto: TOBIAS STEINMAURER / imago images/photosteinmaurer.com

13.40 Uhr: In Österreich gilt seit Montag eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln. Die verschärfte Maskenpflicht gilt für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Ausnahmen gibt es nur für schwangere Frauen und aus anderen medizinischen Gründen. Zusätzlich gilt nun ein auf zwei Meter ausgeweitetes Abstandsgebot.

Seit Ende Dezember gelten in Österreich wieder strenge Corona-Beschränkungen. Geschäfte, Restaurants, Sportstätten, Kinos und Museen sind ebenso geschlossen wie Schulen. Trotzdem ist die Zahl der Corona-Infektionen bisher nicht spürbar zurückgegangen. Der Inzidenzwert liegt derzeit bei rund 130 pro 100.000 Einwohner, die Regierung hat aber eine Zielmarke von 50 ausgegeben.

FFP2-Masken blockieren fast alle Aerosole und bieten daher einen besseren Schutz als OP- oder Stoffmasken. Die Pflicht zum Tragen dieser Masken gilt nun in österreichischen Supermärkten, Arztpraxen und in Dienstleistungsbetrieben wie Autowerkstätten.

Behörden stufen Portugal als Virusvarianten-Gebiet ein

13.30 Uhr: Die deutschen Behörden reagieren auf die drastische Ausbreitung einer Corona-Virusmutation in Portugal. Nach SPIEGEL-Informationen wird das Land ab Mittwoch als sogenanntes Virusvarianten-Gebiet klassifiziert. Alle Reisenden aus Portugal müssen deswegen strenge Regeln befolgen und sich schon vor dem Abflug in Richtung Deutschland auf Corona testen lassen.

In Portugal breitet sich derzeit die zunächst in Großbritannien entdeckte Mutation des Virus verheerend schnell aus. Das beliebte Urlaubsland hat aktuell mit 850 die weltweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Vergangene Woche verhängte die Regierung deswegen einen landesweiten Lockdown.

Innerhalb der EU hat die Regierung in Lissabon einen dramatischen Hilferuf abgesetzt, da das Gesundheitssystem kollabiert. Wegen der »sich dramatisch zuspitzenden Lage« sei ein »umfangreiches Hilfeersuchen« eingegangen, heißt in einem internen Vermerk des Ministeriums. Nach SPIEGEL-Informationen prüft die Bundeswehr bereits intern, ob man durch eine Luftbrücke helfen könne.

Britischer Oppositionsführer Starmer begibt sich in Selbstisolation

12.50 Uhr: Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat sich in Selbstisolation begeben, nachdem er mit einer Person in Kontakt gekommen war, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Dies teilte Starmer auf Twitter mit. Er zeige keine Symptome und werde bis kommenden Montag von zu Hause aus arbeiten.

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Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Starmer zweimal in Selbstisolation begeben, nachdem ein Mitglied seines Hausstandes im September Symptome gezeigt hatte und im Dezember einer seiner Mitarbeiter positiv getestet wurde.

Johnson erwägt wegen Virusmutanten verschärfte Grenzkontrollen

12.40 Uhr: Die britische Regierung denkt wegen der neuen Coronavirus-Varianten über eine Verschärfung der Grenzkontrollen nach. Grund sei die Furcht vor Virusmutationen, gegen die die Impfstoffe nicht mehr wirkten, sagt Premierminister Boris Johnson. Es bestehe zumindest das theoretische Risiko, dass eine solche Variante nach Großbritannien hineinkomme. »Wir wollen sicherstellen, dass wir unsere Bevölkerung und dieses Land vor einer Reinfektion aus dem Ausland schützen«, sagt Johnson. Das Vereinigte Königreich sei allerdings auf Kurs, seine Impfziele für gefährdete Gruppen bis zum 15. Februar zu erreichen.

Spahn bringt Impfstoff-Exportgenehmigungspflicht ins Gespräch

12.25 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Pflicht zur Genehmigung für den Export von Impfstoffen aus der Europäischen Union (EU) ins Gespräch gebracht. Aus seiner Sicht solle die EU eine entsprechende Genehmigungspflicht prüfen, sagte Spahn nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in der ersten virtuellen Sitzung des neu gewählten CDU-Bundesvorstands. Dann könne man Informationen darüber erhalten, ob und, wenn ja, welche Impfstoffe die EU verließen und einen solchen Export gegebenenfalls unterbinden, begründete Spahn demnach seinen Vorstoß. In den USA gebe es eine solche Exportbeschränkung.

Kanzlerin Angela Merkel wiederholte nach diesen Informationen ihre Ankündigung, im Spätsommer solle es ein Impfangebot an alle geben, die dies wollten. Sie habe betont, Pflegekräfte sollten schnell geimpft werden.

Verschärfte Testpflicht für Grenzgänger aus Tschechien führt zu Staus

12.15 Uhr: Die verschärften Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien haben an der Grenze zu Deutschland mancherorts zu Verkehrsbehinderungen geführt. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. Tägliche Grenzgänger müssen in Bayern bei der Einreise alle 48 Stunden einen neuen negativen Corona-Test vorlegen, in Sachsen zweimal die Woche.

Am ersten Arbeitstag seit der Verschärfung bildete sich vor dem Grenzübergang Folmova-Furth in Wald ein drei Kilometer langer Rückstau bis nach Tschechien hinein. Die deutsche Polizei sprach am Montagmorgen von etwa 400 Fahrzeugen.

Vor einer mobilen Teststation auf tschechischer Seite vor dem Übergang nach Schirnding bildete sich eine mehrere Hundert Meter lange Autoschlange. Die Wartezeit auf einen Rachenabstrich betrug dort nach Angaben der Behörden mehrere Stunden. Die Polizei regelte den Verkehr. Nach Schätzungen fahren 35.000 bis 60.000 Tschechen regelmäßig zur Arbeit nach Deutschland. Der tschechische Regierungschef Andrej Babiš wollte im Laufe des Tages mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder telefonieren, um auf Erleichterungen zu dringen.

Ifo-Index in der Coronakrise – Manager verlieren die Zuversicht

12.10 Uhr: Der zweite Lockdown und die Frage, wann er endet, haben für Verunsicherung bei den Managern und Managerinnen der deutschen Wirtschaft gesorgt. Der Ifo-Index sank deutlich. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Rund 1400 Bundeswehrsoldaten für Tests in Altenheimen im Einsatz

11.57 Uhr: Inzwischen stehen für Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen laut Regierungssprecher Steffen Seibert rund 1400 Bundeswehrsoldaten zur Verfügung. Zuletzt seien es noch 600 gewesen, sagt Seibert. Es sei zu hoffen, dass noch mehr Landkreise die Hilfe der Soldaten anforderten. Zudem sei man dabei, Freiwillige zu schulen.

Hälfte der Deutschen begrüßt offene EU-Grenzen trotz Corona

11.45 Uhr: Trotz kritischer Corona-Lage in vielen EU-Staaten hat etwas mehr als die Hälfte der Deutschen die vorerst offen gelassenen Grenzen in der EU befürwortet. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov begrüßten 53 Prozent der Befragten das Bekenntnis der EU-Staaten, Grenzen für Pendler offen zu halten. 29 Prozent lehnten dies ab, knapp jeder Fünfte machte keine Angabe.

55 Prozent der Westdeutschen sprachen sich in der Umfrage etwas häufiger für offene Grenzen aus als Menschen aus Ostdeutschland (50 Prozent). In Sachsen gilt seit der vergangenen Woche eine wöchentliche Testpflicht für Grenzpendler, die etwa aus Tschechien kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der vergangenen Woche verbindliche Corona-Tests für Pendler in allen deutschen Grenzregionen mit hohen Infektionszahlen gefordert.

Gesundheitsministerium will Kauf von Heimtests ermöglichen

11.35 Uhr: In der Coronakrise sollen die Bürger bald Zugang zu Heimtests bekommen. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Änderung der »Medizinprodukte-Abgabeverordnung«, wonach Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung künftig privat erworben werden können. Der Entwurf zur Änderung der Verordnung liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Im Moment dürfen Schnelltests nur an Ärzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen gehören seit Dezember zu den möglichen Empfängern.

Perspektivisch würden auch Tests zur Eigenanwendung durch Laien eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen, heißt es in dem Entwurf nun. »Solche Tests sind ein wichtiger Beitrag zur Optimierung der Teststrategie in Deutschland.« Auch wenn es bisher keine CE-zertifizierten Tests zur Eigenanwendung auf dem Markt gebe, solle durch die Aufhebung der Abgabebeschränkung ein Anreiz geschaffen werden, heißt es weiter. Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt EU-Richtlinien erfüllt, zum Beispiel an die Sicherheit.

In dem Entwurf wird darauf hingewiesen, dass Tests zur Eigenanwendung »hinsichtlich Sicherheit und Leistungsfähigkeit ausreichend gebrauchstauglich zur Eigenanwendung durch Laien« sein müssten und die Ergebnisqualität unter diesen Anwendungsbedingungen sichergestellt sein müsse.

Entwicklungsorganisation kritisiert »Versagen« bei Impfstoff-Hilfe

11.25 Uhr: Die Entwicklungsorganisation One wirft den Industrieländern Versagen bei einer weltweit gerechten Verteilung von Impfstoffen gegen die Corona-Pandemie vor. »Statt sich dafür stark zu machen, dass alle Menschen weltweit Zugang zu Corona-Impfstoffen erhalten, sichern sich viele reiche Länder mehr Impfstoffe als sie benötigen und kreieren so ein Monopol«, sagte Stephan Exo-Kreischer, Direktor von One Deutschland.

Entgegen öffentlicher Bekenntnisse verfolgten insbesondere die Industrieländer eine »Mein Land zuerst«-Strategie. Dies sei unklug, weil es die Dauer der Pandemie um Jahre verlängere und tödlich für die Menschen sein könne, die keinen Zugang zu einem Impfstoff hätten. One forderte Politik und die Industrie auf, Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoffe zu erhöhen und die weltweite Verteilung gerechter zu gestalten.

Dritter Lockdown in Frankreich rückt näher

11.00 Uhr: In Frankreich rückt ein dritter Lockdown näher: Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Corona-Beirats der Regierung, Jean-François Delfraissy, sagte am Sonntagabend im Fernsehsender BFM-TV, angesichts der Verbreitung neuer Corona-Varianten gebe es »akuten Handlungsbedarf«. Die Regierung will am Mittwoch über die Lage beraten und bis Donnerstag Beschlüsse verkünden. Unterdessen wurden Warnungen vor schweren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen laut.

»Wir müssen wahrscheinlich neue Ausgangssperren verhängen«, sagte Delfraissy mit Blick auf die beiden bisherigen Lockdowns im vergangenen Frühjahr und im November. Virusvarianten wie die zuerst in Großbritannien aufgetretene Mutante drohten, »das Pendant einer zweiten Pandemie« mit sich zu bringen. Im Gespräch sind deshalb eine erneute Schließung der meisten Geschäfte und ganztägige Ausgangssperren. Derzeit gilt in Frankreich eine landesweite Sperrstunde ab 18 Uhr.

Zuletzt wurden in Frankreich gut 18.000 tägliche Neuinfektionen registriert. Das ist mehr als das Dreifache des Höchstwerts von 5000, den Präsident Emmanuel Macron Ende Oktober als Ziel ausgegeben hatte. Auch der Druck auf die Krankenhäuser steigt wieder.

Südafrikanische Corona-Variante in Neuseeland nachgewiesen

10.45 Uhr: Die zuerst in Südafrika entdeckte neue Variante des Coronavirus ist nun auch in Neuseeland nachgewiesen worden. Die Virusvariante, die als besonders ansteckend gilt, wurde bei einer 56-jährigen Frau festgestellt, die Ende Dezember von einer Europareise zurückgekehrt war, wie Gesundheitsminister Chris Hipkins am Montag mitteilte. Sie habe sich höchstwahrscheinlich während ihrer Isolation in einem Quarantänehotel bei einem anderen Reiserückkehrer angesteckt.

Die Frau war am 30. Dezember von einer viermonatigen Europareise nach Neuseeland zurückgekehrt. Nach ihrer Einreise musste sie zwei Wochen lang in einem Quarantänehotel bleiben, das sie nach zwei negativen Corona-Tests am 13. Januar verlassen durfte.

Der Fall sorgt auch in Australien für »große Besorgnis«, wie Gesundheitsminister Greg Hunt sagte. Die australische Regierung kündigte daher an, die quarantänefreie Einreise für Touristen aus Neuseeland für mindestens 72 Stunden auszusetzen. Australier, die nach Neuseeland reisen wollen, sollen ihre Reisepläne überdenken, weil sie nun wieder mit einer 14-tägigen Quarantäne nach ihrer Rückkehr rechnen müssen.

Corona in den USA: mehr als 130.400 Neuinfektionen

10.40 Uhr: In den USA haben sich 130.485 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der erfassten Toten erreichte am Sonntag 1769, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Montagvormittag (MEZ) hervorging.

Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen wurde am 2. Januar mit 298.031 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 419.200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen, sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Corona-Maßnahmen bremsen Baubranche

10.25 Uhr: Der Shutdown Ende 2020 bremst die Erholung am deutschen Bau. Die Betriebe sammelten im November inflationsbereinigt (real) 5,9 Prozent weniger Aufträge ein als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies sei ein nominales Minus von 2,3 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro. »Wir sehen eine ähnliche Entwicklung wie bereits im Frühjahr des letzten Jahres während des ersten Lockdowns«, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Während der Umsatz zulege, gehe das Neugeschäft zurück. Die Bestellungen hätten vor allem im Wirtschaftsbau nominal mit gut 14 Prozent massiv verloren. Der Wohnungsbau hingegen boome weiter und sei dank »anhaltend hoher Baugenehmigungen für die kommenden Monate gut ausgelastet«.

Die Branche sei bisher gut durch die Viruskrise gekommen, sagte Pakleppa. »Das macht uns zuversichtlich, im Jahr 2021 den Umsatz zumindest auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres 2020 halten zu können.« Der ZDB und der Industrieverband HDB gehen davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten im Jahresschnitt um 5000 auf rund 880.000 steigt. 

Erstmals seit November unter 20.000 Neuinfektionen in Russland

10.10 Uhr: In Russland haben die Behörden erstmals seit dem 11. November weniger als 20.000 Neuinfektionen binnen einem Tag registriert. 19.290 Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter knapp 2400 in Moskau. Insgesamt wurden mehr als 3,73 Millionen Ansteckungsfälle verzeichnet, Russland liegt damit weltweit auf Platz vier hinter den USA, Indien und Brasilien. Zudem stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden um 456 auf 69.918.

Coronakrise verschärft Kneipensterben in Großbritannien

09.55 Uhr: Britische Pubs und Restaurants hatten schon vor der Coronakrise mit schrumpfenden Umsätzen zu kämpfen. Nach mehreren Wochen Lockdown haben viele Betriebe die letzten Reserven aufgezehrt. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Trotz Corona-Regeln: Geburtstagsparty gegenüber von Polizeiinspektion

09.45 Uhr: Ihren 28. Geburtstag hat eine Frau in Oberfranken trotz der geltenden Corona-Regeln mit mehreren Gästen gefeiert – direkt gegenüber der Polizeiinspektion. Die Veranstalterin der Party in Forchheim und ihre acht Gäste erwarte nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, teilte die Polizei mit. Die Beamten wurden am Sonntagabend durch die Beschwerde einer Nachbarin auf die Feier aufmerksam. Gefeiert wurde in der Wohnung der 28-Jährigen, die in einem Mehrfamilienhaus lebt.

Warum Lidl und Aldi in den USA Impfprämien zahlen

09.35 Uhr: Wer die Impfung gegen Covid-19 verweigert, kann in Amerika seinen Job verlieren. Noch aber gehen Unternehmen lieber einen anderen Weg: Sie bieten den Beschäftigten Prämien. Lesen Sie hier den ganzen Artikel von Ines Zöttl.

Ost-Beauftragter sieht AfD als mitverantwortlich für Pandemie-Lage

Marco Wanderwitz, Ost-Beauftragter der Bundesregierung (Archivbild)

Marco Wanderwitz, Ost-Beauftragter der Bundesregierung (Archivbild)

Foto: Bernd von Jutrczenka / picture alliance/ dpa

09.30 Uhr: Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), sagt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Anteil der AfD-Anhänger in einer Region und der dortigen Corona-Lage gibt. »Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehnt, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker es tun, hilft am Ende bei der Ausbreitung des Virus«, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Wanderwitz fügte hinzu, das Phänomen habe inzwischen eine Dimension, die über das Parteipolitische hinausgehe. So wachse in manchen Regionen der früheren DDR eine Realitätsverweigerung wie im Jahr 2016 bei den Wählern des früheren US-Präsidenten Donald Trump in den USA. Viele schöben Komplexes und Unwillkommenes einfach beiseite, igelten sich ein – und seien dann keinem Argument mehr zugänglich.

Wanderwitz hatte bereits im Dezember die AfD für die angespannte Pandemielage mitverantwortlich gemacht. »Natürlich bekommt man nicht Corona, wenn man AfD wählt«, sagte er damals den RND-Zeitungen. »Aber diese Partei leugnet Corona und fordert dazu auf, die Hygieneregeln nicht zu beachten. Das führt dann dort, wo viele AfD-Anhänger leben, leider zu verstärkter Ansteckung.«

Türkei erhält 6,5 Millionen weitere Dosen des chinesischen Impfstoffs

09.17 Uhr: Die Türkei hat die zweite Ladung des Corona-Impfstoffs der chinesischen Firma Sinovac erhalten. Am frühen Montagmorgen sei eine Lieferung von 6,5 Millionen Dosen in Istanbul eingetroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ende Dezember hatte die Türkei bereits drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten.

Das Land mit seinen rund 83 Millionen Einwohner hatte seine Impfkampagne mit CoronaVac am 14. Januar gestartet. Seitdem sind nach offiziellen Angaben rund 1,3 Millionen Menschen geimpft worden.

Die Türkei hat seit Beginn der Pandemie rund 2,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus und rund 25.000 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Ausschreitungen bei Corona-Protesten in Israel

Foto: Oded Balilty / AP

09.02 Uhr: Bei Protesten gegen die Durchsetzung der Corona-Regeln ist es in der vor allem von Strengreligiösen bewohnten israelischen Stadt Bnei Brak zu schweren Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, setzten Randalierer unter anderem einen Bus in Brand. Sie versuchten demnach auch, ein Gebäude der Feuerwehr zu stürmen. Die städtische Polizei forderte Unterstützung aus anderen Distrikten an. Medienberichten zufolge setzten die Beamten unter anderem Blendgranaten ein. Vier Verdächtige wurden nach Angaben der Polizei festgenommen.

In der Stadt nahe Tel Aviv – aber auch in Aschdod und Jerusalem – hatte es in den vergangenen Tagen wiederholt Konfrontationen zwischen der Polizei und Ultraorthodoxen gegeben. Viele Strengreligiöse befolgen die Regeln zur Pandemiebekämpfung nicht. Ein einflussreicher Rabbiner etwa hatte dazu aufgerufen, die Schulen im ultraorthodoxen Sektor trotz eines allgemeinen Verbots zu öffnen.

Ifo-Chef Fuest: Können ohne massive Insolvenzwelle durch die Pandemie kommen

08.47 Uhr: Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat sich optimistisch gezeigt, dass Deutschland ohne eine »massive Insolvenzwelle« durch die Corona-Pandemie kommen kann – »wenn wir es richtig angehen«. Fuest lehnte am Montag im ZDF-»Morgenmagazin« einen harten Lockdown ab. »Wir müssen die Industrie auf jeden Fall offen halten, wir können uns einen wirtschaftlichen Zusammenbruch nicht leisten«, sagte er. Der Ökonom plädierte für eine regional differenzierte Politik im Kampf gegen das Coronavirus.

Dort, »wo die Inzidenzen runtergehen«, könnten die Beschränkungen stärker gelockert werden, schlug Fuest im ZDF vor. Reisen in diese »grünen Zonen«, etwa zum Shoppengehen, müssten dabei aber unterbunden werden. Deutschland müsse zudem mehr testen und die Impfungen gegen das Coronavirus »aggressiv vorantreiben«.

Zur schleppenden Auszahlung der staatlichen Hilfen für die von den Beschränkungen stark betroffenen Unternehmen sagte Fuest, das sei »nicht überraschend«. In der Pandemie komme viel auf die Verwaltung zu. Fuest schlug vor, die Finanzämter einzubeziehen: Sie hätten Kontakte zu allen Firmen. Die Regierung könne etwa die Steuervorauszahlungen »pauschal kürzen« und die Unternehmen so entlasten.

Stiko-Chef Mertens: Impfstoffknappheit war nicht vorhersehbar

08.23 Uhr: Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen sind nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut nicht abzusehen gewesen. »Das ist sehr unerfreulich, gar keine Frage, aber das sind Dinge, die nicht in unserer Macht stehen«, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens am Montag im ZDF-»Morgenmagazin«. Die Herstellungsprobleme seien nicht vorhersehbar gewesen.

Zu der Zeit, als Vorverträge mit Herstellern gemacht worden seien, habe man nichts über die wirkliche Wirksamkeit der Impfstoffe gewusst. »Man musste mehrere Katzen im Sack kaufen, weil man nicht wusste, welcher Impfstoff zuerst zur Zulassung kommt«, sagte Mertens. Die Stiko ist ein Expertengremium mit dem Ziel, Empfehlungen zu Impfungen auf Basis aktueller Forschung zu geben.

Nach den Lieferproblemen bei Pfizer/Biontech hatte vergangene Woche der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca angekündigt, zunächst weniger Dosen an die EU abzugeben als geplant. Die Zulassung dieses Impfstoffs wird in Kürze erwartet.

Forscher: Japan erreicht Herdenimmunität erst nach Olympia-Termin

07.57 Uhr: Japan erreicht Forschern zufolge durch Massenimpfungen wohl erst im Oktober die sogenannte Herdenimmunität und damit etwa zwei Monate nach Ende der geplanten Olympischen Sommerspiele. »Japan scheint ziemlich spät ins Spiel gekommen zu sein«, sagt Rasmus Bech Hansen, Gründer des britischen Forschungsunternehmens Airfinity. Japan sei darauf angewiesen, große Mengen an Impfstoffen aus den USA zu importieren. Derzeit sei es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass das Land sehr große Mengen zum Beispiel des Mittels von Pfizer und Biontech erhalte. »Es gibt einfach nicht genug Impfstoffe für alle Länder, mit denen Pfizer Vereinbarungen getroffen hat.« Als Maßstab für die sogenannte Herdenimmunität gilt eine Impfrate von 75 Prozent.

Oxfam: Pandemie droht soziale Ungleichheit zu verschärfen

07.30 Uhr: »Das Virus trifft nicht alle gleich«: Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Hilfsorganisation Oxfam, für den unter anderem 295 Wirtschaftswissenschaftler aus 79 Ländern befragt wurden. Demnach droht die Corona-Pandemie die soziale Ungleichheit in mehreren Ländern gleichzeitig zu verschärfen.

87 Prozent der befragten Wissenschaftler erwarten Oxfam zufolge, dass die Einkommensungleichheit in ihrem Land als Folge der Pandemie zunehmen oder stark zunehmen wird. Mehr als die Hälfte ist der Ansicht, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich zunehmen wird, und mehr als zwei Drittel gehen davon aus, dass die Ungleichheit zwischen Weißen und BIPoC (Black, Indigenous, People of Color) zunehmen wird.

Menschen in Armut seien dem Coronavirus am stärksten ausgesetzt. Sie lebten häufiger in beengten Verhältnissen, teilweise ohne Wasser und sanitäre Einrichtungen. Viele, insbesondere im informellen Sektor Tätige, könnten nicht von zu Hause aus arbeiten. In zahlreichen Ländern arbeiteten insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte häufig im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Pflegewesen und in anderen Bereichen, in denen eine Ansteckung wahrscheinlicher ist. Diese Menschen litten auch häufiger unter Vorerkrankungen, die das Risiko schwerer Krankheitsverläufe erhöhen.

Die Hilfsorganisation befürchtet, dass sich die Ungleichheit auch besonders stark bei der weltweiten Bereitstellung von Corona-Impfstoffen zeigen wird. Eine kleine Gruppe reicher Nationen, die nur 14 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren, habe mehr als die Hälfte der Vorräte der führenden Covid-19-Impfstoffkandidaten aufgekauft. Sollte es keine Preisbegrenzungen geben, hätten insbesondere in Armut lebende Menschen keine Chance auf eine Impfung, während Pharmakonzerne weiter hohe Gewinne einführen.

Ärger in Tschechien über verschärfte Testpflicht für Grenzgänger

06.50 Uhr: Die verschärften deutschen Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien stoßen im Nachbarland auf Kritik. Seit Sonntag müssen die Grenzgänger bei jeder Fahrt in die Bundesrepublik einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Hintergrund ist die Einstufung Tschechiens als Hochrisikogebiet. Nur in Sachsen genügen zwei Tests pro Woche. Den grenzüberschreitenden Arbeitskräften und ihren Familien werde das Leben erschwert, sagte Jan Triska von der tschechischen Pendlervereinigung APCR.

Wer es sich leisten könne, werde sich nach einer neuen Arbeit in Tschechien umsehen. Für viele gehe es indes um ihre Existenz, so Triska. Nach Schätzungen fahren 35.000 bis 60.000 Tschechen regelmäßig zur Arbeit nach Deutschland. Auf ein anderes Problem machte der Präsident der Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary), Petr Kulhanek, im Fernsehsender CT aufmerksam. Die Forderung, die Pendler alle 48 Stunden neu zu testen, sei eine enorme Belastung für das Corona-Testsystem. Es drohe, dass echte Verdachtsfälle keinen Termin mehr für einen Test auf das Virus Sars-CoV-2 bekommen würden.

Seit Beginn der Pandemie gab es in Tschechien 937.617 bestätigte Corona-Infektionen und 15.369 Todesfälle.

RKI: 6729 Corona-Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle

06.25 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6729 Corona-Neuinfektionen binnen einem Tag gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekannt gab. Vergangenen Montag hatte das RKI 7141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen zudem meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 111,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.141.665 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.087. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.823.500 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,01 (Vortag ebenfalls 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Kanzleramtschef: Mutation wird in Deutschland dominante Form werden

06.11 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) bekräftigte noch einmal seine zuvor bereits im SPIEGEL getroffene Prognose, dass die bislang vor allem in Großbritannien verbreitete Mutation des Coronavirus auch in Deutschland zur dominanten Form werden wird: »Wir sehen ja momentan, dass wir jetzt in mehreren Krankenhäusern auch schon mit der Mutante zu tun haben. Das heißt, das ist bei uns im Land angekommen, und deshalb wird sie irgendwann so wie in anderen Ländern auch dann die Führung übernehmen und wird Probleme machen«, sagte Braun in der ARD-Talkshow »Anne Will«.

Umso wichtiger sei es nun, die Infektionszahlen »sehr stark« zu senken und damit einer weiteren Verbreitung der Mutation die Grundlage zu entziehen, fügte Braun hinzu. »Wir wollen sie so lange wie möglich aus dem Land raushalten und da, wo sie schon ist, eben sehr niedrig halten. Das wird man auf Dauer nicht schaffen«, sagte Braun.

Gewerkschaften und Verbände fordern deutliche Hartz-IV-Erhöhung

05.52 Uhr: Ein breites Bündnis von 36 Gewerkschaften und Verbänden fordert angesichts der Corona-Pandemie eine Anhebung der Regelsätze von Hartz IV und Altersgrundsicherung auf mindestens 600 Euro sowie sofortige zusätzliche Corona-Hilfen für arme Menschen. Zu den Unterzeichnern der Forderung gehören unter anderem die Gewerkschaft ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Awo, der Sozialverband VdK und die Diakonie. »Wir dürfen nicht zulassen, dass sozial benachteiligte Menschen durch und in der Corona-Pandemie weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden«, sagte der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer.

Der Hartz-IV-Regelsatz für Alleinstehende liegt seit dem 1. Januar bei 446 Euro. Paare erhalten pro Partner 401 Euro. Neben der Erhöhung auf 600 Euro fordert das Bündnis »Soforthilfe für die Armen – jetzt!« einen »pauschalen Mehrbedarfszuschlag« für die Dauer der Coronakrise von 100 Euro. Alle Kinder und Jugendlichen in Familien mit niedrigen Einkommen sollten Hard- und Software sowie weitere Lernmittel erhalten, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote der Schulen notwendig sind. Zudem wird ein Kündigungsschutz für Mieter gefordert.

Kultusministerkonferenz spekuliert über erste Schulöffnungen Anfang Februar

05.00 Uhr: Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, hält erste Schulöffnungen Anfang Februar für möglich. »Sicher nicht vollständig«, schränkte die brandenburgische Bildungsministerin in der »Rheinischen Post« ein. »Aber ich halte das bei entsprechender Infektionslage beispielsweise mit Wechselunterricht für möglich. Allerdings kann das anfangs auch nur für Abschlussklassen und die ersten Klassenstufen gelten. Distanzunterricht über einen langen Zeitraum tut insbesondere den Grundschulkindern nicht gut.«

»Kein Land sollte auf ein anderes warten müssen, um seine Schulen zu öffnen«, sagte die SPD-Politikerin und verwies auf ein sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen in den Bundesländern. »Ich finde es richtig, wenn die Länder die Spielräume, die ihnen die Beschlüsse bieten, unterschiedlich nutzen.«

Die SPD-Politikerin sprach sich im Interview mit der Zeitung zudem für Lernangebote in den Sommerferien aus. »Das finde ich sehr wichtig. In den Sommerferien sollten Schulen Angebote machen, auch um Lernstoff nachzuholen, der im Distanzunterricht auf der Strecke blieb. Das hat es ja auch im letzten Jahr schon in vielen Bundesländern gegeben«, sagte Ernst.

Ausschreitungen bei Protesten gegen Ausgangssperre in den Niederlanden

Brennendes Auto in Eindhoven

Brennendes Auto in Eindhoven

Foto: Rob Engelaar / dpa

04.35 Uhr: Bei Protesten in den Niederlanden gegen die nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Pandemie ist es in mehreren Städten zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In rund zehn Städten gab es am Sonntag Ausschreitungen. Mehr als 130 Menschen wurden nach Angaben der Behörden und niederländischer Medien festgenommen.

Auf einem Platz im Zentrum von Amsterdam setzte die Polizei nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders NOS Hunde und einen Wasserwerfer ein, um eine Protestversammlung von rund 1500 Menschen aufzulösen. Mindestens hundert Menschen wurden in der Stadt festgenommen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Nach Angaben des Lokalsenders AT5 riegelten Polizeikräfte die Residenz von Bürgermeisterin Femke Halsema ab.

In Eindhoven trieb die Polizei Hunderte Demonstranten mit Tränengas auseinander, wie der Regionalsender Omroep Brabant berichtete. Mehrere Fahrzeuge seien dort in Brand gesteckt und Geschäfte am Hauptbahnhof geplündert worden. Mindestens 30 Menschen wurden nach Angaben der Polizei in der Stadt festgenommen.

Neuseeland bestätigt ersten Fall seit Monaten

04.25 Uhr: In Neuseeland verzeichnen die Behörden erstmals seit Monaten wieder eine Corona-Infektion. Betroffen sei eine 56-Jährige, die am 30. Dezember von einer Auslandsreise zurückgekehrt sei, teilt die Regierung mit. Während der zweiwöchigen Zwangsquarantäne sei die Frau zunächst zweimal negativ getestet worden. Doch nach der Quarantäne sei bei einem weiteren Test die südafrikanische Variante des Virus nachgewiesen worden. 15 engere Kontaktpersonen seien identifiziert und kontaktiert worden. Ihr Ehemann sei negativ getestet worden.

Viel mehr Notrufe bei britischem Kinderschutzbund während Pandemie

03.55 Uhr: In Großbritannien gibt es seit Beginn der Coronakrise deutlich mehr Hinweise auf Gewalt und Missbrauch in der Familie. Die Zahl der Anrufe von um das Kindeswohl besorgten Erwachsenen habe um 53 Prozent im Vergleich zu vor der Pandemie zugelegt, teilte die Kinderschutzorganisation NSPCC in der Nacht zum Montag mit. Jeden Tag gingen mehr als 30 Notrufe ein. Die Organisation warnte, die Zahl könne weiter steigen, wenn der Lockdown mit Schulschließungen sowie weitreichenden Ausgangsbeschränkungen andauere.

Die Regierung müsse in ihrem Gesetzentwurf über häuslichen Missbrauch zusätzliche Vorkehrungen für Kinder treffen, forderte die NSPCC. Ohne Verpflichtung für die Kommunen, staatliches Geld zum Kindesschutz einzusetzen, könnten die Mittel in andere Projekte fließen. Das Papier geht an diesem Montag in die Parlamentsausschüsse.

Berliner Klinik stoppt Aufnahmen wegen Corona-Mutation

03.43 Uhr: Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum nimmt nach mehreren Infektionen mit der gefährlichen britischen Coronavirus-Variante keine Patienten mehr auf. Routinescreenings in der Station für Innere Medizin und Kardiologie ergaben positive Nachweise bei bislang 20 Personen. Neben 14 Patientinnen und Patienten seien sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, wie die Klinik im Stadtteil Reinickendorf am Sonntag bestätigte.

Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende. In Abstimmung zwischen Klinikum, Gesundheitsamt Reinickendorf und Robert Koch-Institut wird auf Anordnung des Gesundheitsamtes daher vorläufig ein Aufnahmestopp verhängt. Durch die Maßnahme soll die Ausbreitung der Virusvariante in Berlin eingedämmt werden. Die seit Samstagfrüh verhängte Einschränkung gilt bis auf Weiteres. Notfälle werden in andere Krankenhäuser gebracht. Berliner Labors suchen nun gezielt nach Mutationen.

Die etwa 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses stehen unter sogenannter Pendelquarantäne. Sie dürfen nur zwischen ihrem Zuhause und der Klinik unterwegs sein. Dafür werden aktuell Fahrdienste und Shuttles organisiert. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hätten Unterstützung signalisiert, hieß es.

Mexikos Staatspräsident mit positivem Test und leichten Symptomen

Andrés Manuel López Obrador

Andrés Manuel López Obrador

Foto: Mexico's Presidency/HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstock

03.20 Uhr: Der mexikanische Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador ist an Covid-19 erkrankt. Er sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, habe leichte Symptome und werde medizinisch behandelt, teilte der 67-jährige Staats- und Regierungschef am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter mit. »Ich bin, wie immer, Optimist«, schrieb er.

Mexiko ist nach offiziellen Zahlen das Land mit den viertmeisten Todesfällen infolge der Corona-Pandemie – knapp 150 000 Todesopfer wurden bislang registriert. Allerdings wird in dem nordamerikanischen Land mit fast 130 Millionen Einwohnern – Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder – äußerst wenig auf das Virus getestet. Außerdem ist die sogenannte Übersterblichkeit dort sehr hoch.

Australien winkt Impfstoff von Biontech durch

03.00 Uhr: Die australische Regulierungsbehörde für therapeutische Mittel (TGA) hat dem Corona-Impfstoff aus dem Hause Pfizer/Biontech eine Zulassung erteilt. Das Mittel dürfe bei mindesten 16-Jährigen angewendet werden, sagt Ministerpräsident Scott Morrison. Nach Angaben von Gesundheitsminister Greg Hunt soll mit Impfen von priorisierten Gruppen Ende Februar begonnen werden.

fek/jok/mkl/mfu/apr/ssu/dpa/AFP/Reuters