+++ Corona-News am Montag +++ Tschechien will erneut Ausnahmezustand verhängen

Tschechiens Premier Babis will wegen steigender Infektionszahlen erneut den Notstand ausrufen, auch die Slowakei erwägt den Schritt. Und: Bayern hält die Teststationen an Autobahnen womöglich noch offen. Der Überblick am Montag.
Tschechischer Premierminister Babis: Kabinett soll erneute Verhängung des Ausnahmezustandes beschließen

Tschechischer Premierminister Babis: Kabinett soll erneute Verhängung des Ausnahmezustandes beschließen

Foto: Czarek Sokolowski / AP

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Tschechien will wieder Ausnahmezustand verhängen

22.20 Uhr: Angesichts steigender Corona-Zahlen will Tschechien wieder den Ausnahmezustand verhängen. Das sei sicherlich notwendig, sagte Regierungschef Andrej Babis von der populistischen Partei ANO im Fernsehsender Nova. Er gehe davon aus, dass das Kabinett am Mittwoch in Prag zu einer Sondersitzung zusammenkommen werde, um diesen Schritt zu beschließen.

Der Ausnahmezustand galt bereits im Frühjahr für zwei Monate und war Ende Mai ausgelaufen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können die Gerichte höhere Strafen verhängen.

In Tschechien sollen am Freitag und Samstag Regionalwahlen sowie Ergänzungswahlen in einem Drittel der Wahlkreise zum Senat, dem Oberhaus des Parlaments, stattfinden. Eine Verschiebung hatte die Regierung zuletzt ausgeschlossen. Bei der Stimmabgabe soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Auch in der Slowakei will die Regierung laut der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch entscheiden, ob sie wegen der Pandemie zum zweiten Mal den Notstand verhängt. "Die Situation ist extrem gefährlich. Ich denke, wir müssen fundamentale und sehr starke Maßnahmen ergreifen", sagte Regierungschef Igor Matovic. Am Freitag hatte das Land mit 552 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen Rekordanstieg gemeldet.

Bayern prüft Verlängerung für Corona-Teststationen an Autobahnen

21 Uhr: Angesichts der hohen Corona-Neuinfektionszahlen unter anderem in Teilen Österreichs erwägt Bayern eine Verlängerung für die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe. Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit.

"Dies geschieht auch mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in grenznahen Regionen in Österreich und Tschechien, die in den zurückliegenden Tagen zu Risikogebieten erklärt wurden." Zudem seien die neuen, überarbeiteten Einreisequarantäneregeln des Bundes für Rückkehrer aus Risikogebieten noch nicht veröffentlicht worden.

Eigentlich hatte das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 8. September beschlossen, die Corona-Teststationen an den Autobahnen, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg und am Zentralen Omnibusbahnhof München zum Ende der Sommer-Hauptreisezeit einzustellen. Am 30. September, diesen Mittwoch, sollten die Teststationen ursprünglich geschlossen werden.

Die Autobahn-Teststationen befinden sich an den Raststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Nun könnte sich dies wieder ändern und der Termin nach hinten verschoben werden.

Tatsächliche Corona-Opferzahl liegt laut WHO wohl höher als offiziell verkündet

19.50 Uhr: Weltweit sind nach Einschätzung der Weltgesundheitsbehörde mehr Menschen an einer Coronainfektion gestorben, als offizielle Quellen angeben. Es könne bereits jetzt mehr als eine Million Tote geben, so ein Sprecher.

"Die Zahlen, die momentan gemeldet werden, sind im besten Fall eine Unterschätzung der Fälle, die an Covid-19 erkrankt oder sogar daran gestorben sind", sagte Mike Ryan, Experte der WHO.

Müller rechnet mit Verschärfung von Corona-Regeln

18.06 Uhr: Angesichts steigender Infektionszahlen in Berlin wie bundesweit stimmt Berlins Regierungschef Michael Müller die Bevölkerung auf eine mögliche Verschärfung von Corona-Regeln ein. "Ich glaube schon, dass wir etwas neu verabreden werden", sagte der SPD-Politiker vor der Senatssitzung und einer Schalte der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag.

"Das muss nicht heißen, dass die Beschlüsse auch sofort umgesetzt werden", so Müller. "Aber ich glaube, dass es Beschlüsse sein müssen, die uns schnell Handlungsmöglichkeiten geben, wenn eine Situation bundesweit eskaliert oder unsere Ampeln in Berlin von Gelb auf Rot springen."

Ziel sei es, einen Lockdown zu verhindern. "Aber wir wollen natürlich zielgerichtet agieren und jetzt nicht einfach sagen, ganz breit wird alles wieder eingeschränkt", erläuterte Müller. "Wir werden genau hinsehen, wo sich die Infektionsherde befinden. Bisher ist für uns nicht erkennbar, dass Schulen, der Arbeitsplatz, die Kultur oder Sportveranstaltungen dazugehören. Vielmehr kommt es zum Beispiel bei privaten Feiern vermehrt zu Infektionen."

Nun sei die Frage, wie man dafür einen Hebel findet. "Höchstwahrscheinlich wird es so sein, dass die Kontaktmöglichkeiten wieder eingeschränkt werden müssten."

Keine Zuschauer beim Supercup zwischen FC Bayern und Dortmund

Im November vergangenen Jahres deklassierte der FC Bayern den BVB 4:0

Im November vergangenen Jahres deklassierte der FC Bayern den BVB 4:0

Foto: LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX

16.00 Uhr: Das Supercup-Spiel zwischen Triple-Gewinner FC Bayern München gegen Vizemeister Borussia Dortmund am Mittwoch (20.30 Uhr; TV: ZDF, DAZN) dieser Woche in der Allianz-Arena wird ohne Zuschauer stattfinden. Das bestätigte die Stadt München am Montag mit einer Pressemitteilung .

US-Seuchenbehörde widerspricht Trump: "Lange nicht am Ende

15.54 Uhr: Die US-Seuchenbehörde CDC rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Pandemie. "Wir sind noch lange nicht am Ende", wird der Direktor des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Robert Redfield, vom Sender NBC News zitiert. US-Präsident Donald Trump, der sich am 3. November der Wiederwahl stellt, hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Redfield mahnte zugleich das Maskentragen in der Öffentlichkeit an. "Wenn jeder von uns das täte, wäre diese Pandemie in acht bis zwölf Wochen vorbei."

SPD-Wahlparty fand ohne Masken statt

15.39 Uhr: Bei einer Wahlparty der SPD anlässlich der Kölner Oberbürgermeisterwahl wurden Corona-Regeln vernachlässigt. In einem Beitrag des WDR  ist zu sehen, wie die Genossen eng beieinander sitzen und keine Maske tragen. Zu feiern gab es für die Sozialdemokraten eigentlich nicht viel: SPD-Kandidat Andreas Kossiski war chancenlos gegen Amtsinhaberin Henriette Reker (parteilos).

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Rund 1700 Menschen in Bielefeld in Quarantäne

15.16 Uhr: Nach dem Anstieg der Fallzahlen im nordrhein-westfälischen Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher. Betroffen seien zehn Schulen. Lesen Sie mehr.

AfD-Fraktion beantragt Corona-Untersuchungsausschuss

15.10 Uhr: Die AfD-Fraktion im Bundestag beantragt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu den von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zum Schutz vor der Pandemie. "Die Maßnahmen der Bundesregierung waren zu jedem Zeitpunkt falsch", erklärte dazu der AfD-Politiker Thomas Seitz am Montag in Berlin. Allerdings müsste für einen Erfolg des AfD-Vorstoßes mindestens eine weitere Fraktion diesen unterstützen, was nicht zu erwarten ist.

37 neue Fälle in Hamm - fast 2800 Menschen in Quarantäne

14.42 Uhr: Die Stadt Hamm kämpft weiter mit der Corona-Welle nach einer Großhochzeit Anfang September. Von Sonntagmittag bis Montagmittag registrierte die westfälische 180.000-Einwohner-Kommune 37 neue Fälle. Akut infiziert sind derzeit 229 Menschen. In den vergangenen sieben Tagen (Dienstag bis einschließlich Montag) verzeichneten die Behörden insgesamt 170 Neuinfektionen. Daraus errechnete die Stadt am Montagmittag einen Sieben-Tage-Wert von 94,9 pro 100.000 Einwohner. Das Robert Koch-Institut hatte am Morgen auf der Grundlage der Zahlen vom Vortag einen Wert von 112,2 ausgewiesen.

17 Menschen lagen laut Stadt im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Fast 2800 Menschen befanden sich in Quarantäne. Zwölf Schulen sind betroffen, zwei Kitas geschlossen. "Insgesamt stehen rund 170 Infektionen in Hamm im Zusammenhang mit der Hochzeit", sagte ein Stadtsprecher. Insgesamt seien mehr als 300 Hochzeitsgäste aus Hamm identifiziert worden. Sie seien in Quarantäne gesetzt und verpflichtend getestet worden. Wie viele Menschen genau bei den Feierlichkeiten - auch in anderen Städten - dabei waren, sei aber nach wie vor nicht bekannt.

Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 17 Uhr beantworten SPIEGEL-Autoren die Fragen des Tages. "Die Lage am Abend” - hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail. 

Russland liefert Impfstoff nach Belarus

14.30 Uhr: Russland hat eine erste Charge seines Impfstoffs "Sputnik V" für klinische Tests nach Belarus geschickt. Ab dem 1. Oktober würden Freiwillige in Belarus geimpft, teilt der russische Staatsfonds RDIF mit. Es ist das erste Mal, dass der in Russland entwickelte Impfstoff im Ausland zum Einsatz kommt.

Frankreich plant keinen landesweiten Lockdown

13.43 Uhr: Die französische Regierung plant trotz hoher Infektionen keinen landesweiten Lockdown. Dies kündigt Finanzminister Bruno Le Maire nach einer Kabinettssitzung an. Am Sonntag wurden in Frankreich 11.123 neue Coronavirus-Fälle registriert. Der Höchstwert lag vergangene Woche bei über 16.000 Neuinfektionen.

Ausgangsbeschränkungen in Madrid gelten für mehr als eine Million Menschen

Von den Beschränkungen in Madrid sind vor allem die einkommensschwächeren Vororte betroffen. Dort gibt es seit Tagen Proteste

Von den Beschränkungen in Madrid sind vor allem die einkommensschwächeren Vororte betroffen. Dort gibt es seit Tagen Proteste

Foto: Ricardo Rubio / dpa

13.44 Uhr: Die Regionalregierung von Madrid hat die Maßnahmen zur Eindämmung einer neuen Infektionswelle weiter ausgedehnt: Seit Montagmorgen gelten die neuen Ausgangsbeschränkungen 167.000 weitere Menschen und damit für insgesamt mehr als eine Million Einwohner des Großraums Madrid. Der Zentralregierung gehen die Beschränkungen aber nicht weit genug.

Die betroffenen Bewohner der Metropolregion dürfen gemäß der vergangene Woche erlassenen Bestimmungen ihre Viertel nur noch verlassen, um zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. Innerhalb ihrer Bezirke dürfen sich die Menschen aber frei bewegen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Beschränkungen stichprobenhaft.

Ischgl: Kommission will Bericht am 12. Oktober vorlegen

13.25 Uhr: Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl  und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen. Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.

Ford beantragt in Deutschland Staatshilfe

13.24 Uhr: Der US-Automobilkonzern Ford hat einem Zeitungsbericht zufolge im Zuge der Coronakrise um Staatshilfe gebeten. Ford habe einen Antrag auf eine Staatsbürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro gestellt, berichtet das "Handelsblatt" ohne konkrete Quellenangabe. Einen großen Teil davon solle der Bund übernehmen, einen kleineren die Bundesländer. Von Ford war zunächst kein Stellungnahme zu erhalten. Die Zeitung zitierte Deutschland-Chef Gunnar Herrmann lediglich mit den Worten: "Zu Beginn der Coronakrise haben wir Kredite evaluiert. Aber wir haben über temporäre Kurzarbeit und andere Maßnahmen unsere Kapitaldecke stabil halten können." Ford hat Deutschland ein großes Werk in Köln und ein weiteres in Saarlouis.

Söder für bundesweit einheitliches Anti-Corona-Regelwerk

13.09 Uhr: Im Anti-Corona-Kampf dringt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf bundesweit einheitliche Regeln für regionale Gegenmaßnahmen. Notwendig sei ein einheitliches, verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk, das dann in ganz Deutschland gelte, sagte Söder. Bund und Länder müssten den Kommunen Leitlinien an die Hand geben, wie sie beim Überschreiten bestimmter Zahlen reagieren sollen, forderte er vor einer für Dienstag geplanten Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Ob man so einen Regelungsmechanismus finde, bezeichnete Söder dabei als eine Frage der Glaubwürdigkeit.

Söder fordert konkrete Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn die Ansteckungszahl bestimmte Grenzwerte überschreitet - also wenn es in einem Landkreis 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt - oder dann 50 oder mehr. Ab einem Wert von 50 brauche es eine Ausweitung der Maskenpflicht zum Beispiel an "öffentlichen Partyplätzen", eine Beschränkung der Zahl der Kontaktpersonen und eine Beschränkung der erlaubten Teilnehmerzahl etwa bei Hochzeiten, Beerdigungen und privaten Geburtstagsfeiern.

Positive Corona-Tests auf der "Mein Schiff 6" in der Ägäis

12.40 Uhr: Auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" der Reederei Tui Cruises sind zwölf Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Am Montagfrüh haben wir von einem externen Labor positive Testergebnisse von zwölf Crewmitgliedern der "Mein Schiff 6" erhalten", teilte TUI Cruises in Hamburg mit. Die gesamte Besatzung sei in den letzten 14 Tagen nicht auffällig geworden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden nun an Bord erneut getestet. Erste Befunde seien negativ.

Griechische Medien berichteten, das Schiff sei am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen. Nach Bekanntwerden der Testergebnisse habe der Kapitän die Reise unterbrochen und vor der kleinen griechischen Insel Milos auf weitere Instruktionen gewartet. Das Schiff soll nun in den Hafen von Piräus fahren.

Sizilien plant Schnelltests bei Einreisen und Maskenpflicht im Freien

12.10 Uhr: Sizilien kündigt den Start von Schnelltests für alle aus dem Ausland einreisenden Menschen an. Außerdem soll ab Mittwoch (30. September) auf der Mittelmeerinsel im Freien eine Maskenpflicht für alle Personen über sechs Jahre gelten, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist. Das kündigte Regionalpräsident Nello Musumeci an: "Wir kommen mit dem Beginn der Grippesaison in eine heikle Phase der Epidemie." Die Maßnahmen gelten zunächst bis 30. Oktober.

Die süditalienische Region Kampanien hatte vergangene Woche die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Freien erlassen. Diese gilt rund um Neapel zunächst bis zum 4. Oktober. Auch in Teilen der ligurischen Hafenstadt Genua muss die Schutzmaske inzwischen im Freien getragen werden. In ganz Italien gilt die Maskenpflicht in Geschäften, Zügen und anderen geschlossenen Räumen. Auf öffentlichen Plätzen mit Gedränge soll zwischen 18.00 und 6.00 Uhr ein solcher Schutz getragen werden.

EU-Kommissionsvize Timmermans in Quarantäne

12.00 Uhr: Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, hat sich in Quarantäne begeben, nachdem eine Person aus seinem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Er wolle nun den Corona-Test abwarten und vorerst von zu Hause aus arbeiten, sagte Timmermans auf Twitter.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Höchster Sieben-Tage-Wert weiterhin in Hamm

11.45 Uhr: In Hamm in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Hamm wies damit weiterhin den bundesweit höchsten Wert auf.

Nur fünf Prozent planen Auslandsreise in Herbstferien

11.27 Uhr: Nur jeder zwanzigste Mensch in Deutschland will einer Umfrage zufolge in den Herbstferien ins Ausland reisen. Demnach gaben fünf Prozent der Befragten in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, dass sie nach wie vor planen, ins Ausland zu reisen. Neun Prozent planen für die Ferien nach wie vor eine Reise innerhalb Deutschlands.

Sieben Prozent der Befragten gaben an, eine geplante Auslandsreise in den Herbstferien nicht anzutreten. Zwei Prozent der Befragten werden eine im Inland geplante Reise platzen lassen. Mehr als zwei Drittel der Befragten hingegen (70 Prozent) planen überhaupt keine Reise in den Herbstferien.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Freitag angesichts steigender Corona-Infektionszahlen von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten. In den ersten Bundesländern beginnen die Herbstferien am 5. Oktober.

Melbourne hebt nächtlichen Ausgangssperre auf

11.17 Uhr: Nach fast zwei Monaten ist in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben worden. Wie die Behörden am Montag betonten, gelten für die fünf Millionen Einwohner der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria aber weiterhin Einschränkungen. Sie dürfen sich nicht weiter als fünf Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernen und das Haus weiter nur für bestimmte Tätigkeiten verlassen.

Nicht dringend benötigte Geschäfte bleiben in Melbourne weiter geschlossen, Restaurants dürfen ihr Essen nur zum Mitnehmen anbieten. Restriktionen für andere Wirtschaftszweige wie die Baubranche und Fabriken wurden aufgehoben. Kitas dürfen wieder öffnen und auch religiöse Zeremonien sind in kleinem Rahmen wieder erlaubt.

Kinobranche fordert Lockerung der Abstandsregeln

11.10 Uhr: Die von der Pandemie gebeutelte Kinobranche hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Lockerung der Abstandsregelungen in den Kinosälen gefordert. In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, plädieren sie für eine bundesweit einheitliche Regel, die lauten sollte: "Ein Sitz frei zwischen Besuchergruppen, ohne Maske am Platz".

Wie die Zuschauer im Kino sitzen dürfen, ist demnach von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. "Die gegenwärtige Regelung führt dazu, dass der Mindestabstand am Sitzplatz in der Realität deutlich über zwei Meter liegt - ohne dass sich die Menschen auch nur von Angesicht zu Angesicht gegenübersäßen". Für die Betreiber bedeute dies eine maximale Auslastung von lediglich 20 Prozent, heißt es im Brief der AG Kino - Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Der Verband hatte dazu bereits kürzlich zur Filmkunstmesse in Leipzig einen Appell veröffentlicht.

900 Menschen nach Familienfeier in Quarantäne

11.00 Uhr: Auf einer Familienfeier in Bielefeld haben sich 36 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 900 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne - darunter viele Kinder und Jugendliche, weshalb zehn Schulen schließen mussten. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen im Zusammenhang mit der privaten Feier liegt bei 36. Das gab die Stadt in einer Mitteilung am Sonntagabend bekannt. Betroffen von Quarantäne-Anordnungen waren an den Schulen jeweils einzelne oder mehrere Klassen und Jahrgangsstufen sowie Lehrer.

Merkel besorgt wegen steigenden Zahlen in Deutschland

Kanzlerin Angela Merkel: "Es muss in Berlin was passieren"

Kanzlerin Angela Merkel: "Es muss in Berlin was passieren"

Foto: REUTERS

10.09 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich sehr besorgt wegen der steigenden Infektionen in Deutschland geäußert. Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Die Infektionszahlen in Europa seien besorgniserregend, wurde die Kanzlerin zitiert. Man müsse in Deutschland alles tun, damit die Zahlen nicht weiter exponentiell stiegen.

An diesem Dienstag will die Kanzlerin in einer Videoschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie beraten. Priorität hätten dabei Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft. Merkel äußerte sich nach diesen Informationen in der CDU-Präsidiumssitzung besonders mit Blick auf die Lage der Wirtschaft besorgt. Sie äußerte zugleich Zweifel, dass die Berliner Landesregierung angesichts stark steigender Zahlen in der Hauptstadt ernsthaft versuche, Maßnahmen gegen die Ausbrüche einzuleiten. "Es muss in Berlin was passieren". Lesen Sie hier mehr.

RKI meldet 1192 Neuinfektionen und drei weitere Tote

08.46 Uhr: In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 1192, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt gibt. Am Vortag waren es 1411. Drei weitere Menschen starben. Die Zahl der Todesfälle summiert sich damit auf 9460.

Lauterbach ebenfalls für Party-Obergrenze

08.36 Uhr: Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich angesichts steigender Corona-Zahlen für eine Teilnehmer-Obergrenze bei privaten Feiern aus. "Natürlich wäre es richtig, bei den privaten Feiern eine Obergrenze zu setzen. Ich persönlich würde so weit gehen: 25 Leute maximal", sagte der Mediziner am Sonntagabend bei "Bild live".

TUI will trotz Reisewarnung Urlauber auf die Kanaren bringen

08.14 Uhr: Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter TUI ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die kanarischen Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte der Deutschlandchef des Tourismuskonzerns, Marek Andryszak, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden." Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden.

Zahl der weltweit gezählten Corona-Toten übersteigt Marke von einer Million

07.16 Uhr: Mehr als eine Million gezählte Corona-Tote weltweit: Diese symbolisch bedeutsame Marke hat die Pandemie, die sich vor weniger als einem Jahr über den Globus auszubreiten begann, inzwischen überschritten. Die Nachrichtenagentur AFP zählte in der Nacht zum Montag um 00.30 Uhr MESZ genau 1.000.009 Todesfälle. Die Zahl der erfassten Infektionsfälle lag zu diesem Zeitpunkt bei 33.018.877. Rund 22,5 Millionen dieser Fälle gelten als geheilt.

Mehr als sechs Millionen Infektionen in Indien

Indien verzeichnet weltweit die zweitmeisten Fälle. Am stärksten betroffen sind die USA.

Indien verzeichnet weltweit die zweitmeisten Fälle. Am stärksten betroffen sind die USA.

Foto:

Amarjeet Kumar Singh/ ZUMA Wire/ imago images

06.38 Uhr: In Indien steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf über sechs Millionen, nachdem das Gesundheitsministerium binnen 24 Stunden 82.170 Neuinfektionen registriert hat. Die Totenzahl hat sich demnach innerhalb eines Tages um 1039 auf 95.542 erhöht.

Krise löst Preisanstieg bei Einmalhandschuhen aus

05.30 Uhr: Einmalhandschuhe für Pflege- und Rettungskräfte haben sich in der Coronakrise massiv verteuert und sind mitunter nur noch schwer zu beschaffen. "Einzelne Händler haben uns mitgeteilt, dass die Versorgungslage und Preisentwicklung bei Einmalhandschuhen dramatisch sei", sagte der Sprecher des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed), Manfred Beeres, der dpa. Die Bezugskosten stiegen zurzeit "sehr stark an". Der Verband rechnet demnach mit Preisen, die teilweise 500 Prozent höher liegen - je nach Handschuhtyp - im Vergleich zu Normalpreisen.

Während der ersten Infektionswelle sei die Nachfrage noch gering gewesen, fast flächendeckend habe sie befriedigt werden können. "Dies hat sich durch die enorme Nachfrage des Weltmarktes nun radikal geändert", teilte der Verband mit. Vor der Krise habe eine Packung Nitril-Handschuhe mit 100 Stück zwischen sechs und acht Euro gekostet. Mittlerweile seien die Preise drei bis vier Euro höher als noch vor vier Wochen, mitunter seien auch Pakete für 18 Euro zu bekommen. Einen Mangel sieht der Verband aktuell aber nicht. "Wenn alle vernünftig bestellen, wird es funktionieren", sagte Beeres. Spekulationen, die die Preise zusätzlich in die Höhe trieben, müssten gestoppt werden.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Großbritannien: Genug Schutzausrüstung für Pflegepersonal

04.50 Uhr: Die britische Regierung verspricht medizinischem Personal ausreichend Schutzausrüstung, nachdem im Frühjahr Kritik laut geworden war, dass Ärzte und Pfleger ungenügend ausgestattet seien. "Am Beginn der Pandemie war es eine große Herausforderung, die hohe Nachfrage nach Schutzausrüstung zu bewältigen", teilte Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Deswegen stünde ab November ein Vorrat für vier Monate zur Verfügung, der unter anderem Visiere und Kittel beinhalte.

Landkreistag rügt Ver.di: Warnstreiks passen nicht in Corona-Zeit 

03.25 Uhr: Vor den angekündigten neuen Warnstreiks im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes kritisiert Landkreistags-Präsident Reinhard Sager die Strategie der Gewerkschaft Ver.di. "Für die Warnstreiks noch vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Oktober fehlt mir jedes Verständnis. Sie passen nicht in die Corona-Zeit mit steigender Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und drohenden Pleiten", sagte Sager der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Die Ver.di-Forderung von 4,8 Prozent für alle Mitarbeiter nannte Sager völlig überzogen. "Das ist nicht drin."

Ver.di und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Am vergangenen Wochenende war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Der Landkreistag-Präsident erklärte, die Gehälter für Erzieher und Pflegekräfte seien in den zurückliegenden Jahren erheblich gestiegen, und zwar deutlich oberhalb der Inflationsrate. Insbesondere die Gehälter von Erzieherinnen seien von 2009 bis jetzt um 40 bis 50 Prozent gestiegen. "Wir haben diese Berufsgruppen im öffentlichen Dienst nicht aus dem Blick verloren, im Gegenteil. Eine Erzieherin verdient mehr als ein Brandmeister der Berufsfeuerwehr."

Saudi-Arabien: G20-Gipfel im November soll virtuell stattfinden 

02.20 Uhr: Trotz Coronakrise soll der G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte wie geplant am 21. und 22. November stattfinden - allerdings nur virtuell und nicht wie geplant in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Das teilte das Königreich, das dieses Jahr die Präsidentschaft der G20 innehat, am Montag mit. Man werde auf dem Erfolg des virtuellen Sonder-G20-Gipfels Ende März sowie auf den Ergebnissen von mehr als 100 virtuellen Arbeitsgruppen und Ministertreffen aufbauen, hieß es weiter. Der Gipfel werde sich unter dem Motto "Realisieren von Chancen des 21. Jahrhunderts für alle" darauf konzentrieren, Leben zu schützen und das Wachstum wieder anzukurbeln.

Söder für bundesweite Corona-Ampel

00.45 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine bundesweite Corona-Ampel. "Wir brauchen jetzt ein verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk für den Winter", sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung" . Kern müsse die Einführung einer Warnampel für alle Bundesländer sein sowie Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn die Zahl der Infizierten bestimmte Grenzwerte überschreite.

Söders Vorschlag zufolge springe die Corona-Ampel auf Gelb, wenn es in einem Landkreis 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gebe, so die "SZ". Zur Prävention gegen eine weitere Ausbreitung des Virus könnten dann etwa vorbeugende Tests für Risikogruppen angeordnet, Zuschauer bei Sportveranstaltungen von überregionaler Bedeutung nicht mehr zugelassen und die Maskenpflicht in Schulen auf den Unterricht ab der fünften Klasse ausgeweitet werden. Steige die Zahl auf 50 Infizierte, solle unter anderem bei privaten Veranstaltungen die erlaubte Teilnehmerzahl auf ein Viertel der bis dahin geltenden Zahl reduziert werden.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lehnt eine Corona-Ampel jedoch ab. Dadurch würden falsche Signale ausgesendet, warnte er am Sonntagabend in der Internetsendung "Bild live". So würde nach seinen Worten etwa in einem Landkreis das Signal gegeben: "Ihr könnt leben, als wenn alles normal wäre". Dadurch werde das Gefühl einer "falschen Sicherheit" erzeugt: "Das ganze Symbol einer Ampel mit Grün, Gelb und Rot passt nicht in die Zeit", betonte Lauterbach.

Krankenkasse: Wegen Corona 100 Mal mehr Anträge auf Ratenzahlung

00.30 Uhr: Wegen der Wirtschaftskrise in der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen offenbar Probleme, für ihre Beschäftigten die fälligen Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) hat sich die Zahl der Stundungsanträge um das 60-Fache erhöht, wie Vorstandschef Jens Baas den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. "Auch die Zahl der Anträge auf Ratenzahlung ist 100 Mal so hoch wie vorher", sagte er. Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre.

Die Anträge kämen etwa von wirtschaftlich angeschlagenen Arbeitgebern, sagte der Chef von Deutschlands größter Krankenkasse. Die TK zählt rund zehn Millionen Versicherte bundesweit.

Auch erwartet Baas wegen der Pandemie eine deutliche Erhöhung der Beitragssätze. "Die Beiträge werden in den kommenden Jahren erheblich steigen", sagte Baas. Die aktuell geplante Erhöhung um durchschnittlich 0,2 Prozent werde das aktuelle Finanzproblem der Kassen "vielleicht aufschieben, aber nicht lösen". Auch könnten die gesetzlichen Krankenversicherungen ihre Rücklagen nur einmal abbauen, "dann sind sie weg".

Laut Baas entstehen den Kassen in der derzeitigen Pandemie hohen Ausgaben "durch die Schutzmaßnahmen, die die gesetzliche Krankenversicherung finanziert, wie den Aufbau von Intensivbetten oder den Kauf von Schutzausrüstung". Die Behandlung von Corona-Patienten falle hingegen finanziell "kaum ins Gewicht".

Erster Corona-Todesfall in griechischem Flüchtlingslager

00.20 Uhr: In Griechenland ist nach Angaben der Regierung zum ersten Mal ein Bewohner eines Flüchtlingslagers an Covid-19 gestorben. Ein 61-jähriger Afghane, der im Lager Malakasa nahe Athen untergebracht war, sei in einem Krankenhaus in der griechischen Hauptstadt gestorben, erklärte das Migrationsministerium am Sonntag. Malakasa und die nahegelegenen Lager Schisto und Elaionas waren wegen steigender Infektionszahlen Anfang September unter Quarantäne gesetzt worden.

In den griechischen Flüchtlingslagern hatte sich das Coronavirus zuletzt stark ausgebreitet. Allein in einem umstrittenen Übergangslager auf der Insel Lesbos wurden mehr als 240 Asylsuchende positiv auf das Virus getestet.

Das Camp war nach der Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria durch ein Feuer eilig errichtet worden. Dort lebten zuvor rund 12.000 Menschen. Bei ihrem Einzug in das neue Camp wurde alle Bewohner auf eine Corona-Infektion getestet.

lmd/mamk/fek/dpa/AFP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.