Corona-Update am Samstag Queen tritt erstmals mit Maske auf

Beim Besuch des Grabmals des unbekannten Soldaten in London trägt Königin Elizabeth II. erstmals öffentlich Maske. Und: Die Todeszahlen in Frankreich überschreiten die 40.000. Der Tag im Überblick.
Die Queen am 7. November 2020 am Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey

Die Queen am 7. November 2020 am Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey

Foto: AARON CHOWN / AFP

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Queen tritt erstmals mit Maske auf

23.10 Uhr: Die britische Königin Elizabeth II. (94) ist erstmals mit Corona-Maske in der Öffentlichkeit aufgetreten. Sie besuchte das Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey. Dort legte die Monarchin bereits am Mittwoch Blumen ab, wie eine Sprecherin des Buckingham-Palastes der Deutschen Presse-Agentur sagte. Passend zum Anlass war die Maske der Queen schwarz.

Bei einem Besuch in einem Rüstungstechnologiezentrum in der Nähe der südenglischen Stadt Salisbury hatte sie Mitte Oktober keinen Schutz getragen und dafür Kritik einstecken müssen. Die Abstandsregeln seien eingehalten worden, hieß es damals vom Palast. Andere Royals sind regelmäßig mit Masken zu sehen: Herzogin Kate (38) bevorzugt dabei zum Beispiel zarte Blumenmuster, Herzogin Camilla (73) variiert stärker und trägt auch schonmal einen Schutz mit Pfauen-Print.

Todeszahlen in Frankreich überschreiten die 40.000

22.50 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der bekannten Todesfälle auf 40.169 und überschreitet dabei die Marke von 40.000. Die Zahl der Neuinfektionen erreicht einen Rekord von 86.852 an einem Tag - insgesamt damit knapp 1,75 Millionen.

Union Berlins Marius Bülter mit Coronavirus infiziert

19.44 Uhr: Fußball-Profi Marius Bülter vom Bundesligisten 1. FC Union Berlin hat sich nach einem positiven Corona-Test in häusliche Quarantäne begeben. Der Offensivspieler wurde "positiv auf das Covid-19-Virus getestet", wie der Verein am Samstagabend mitteilte. Der 27-Jährige gehörte dem Kader nicht an, der am Samstag mit 5:0 gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld den höchsten Sieg in der noch jungen Bundesliga-Geschichte gefeiert hatte.

Weiterhin teilte Union mit, dass alle "anderen Tests der Lizenzspielerabteilung ein negatives Testergebnis" ergeben hatten. Zudem stand der aktuelle Tabellenvierte zu jeder Zeit im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Ein kurzfristig anberaumter weiterer Test ergab ausschließlich negative Befunde im Kader der Köpenicker.

Fast 40.000 Neuinfektionen in Italien

17.40 Uhr: Die italienischen Gesundheitsbehörden haben erneut einen Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Demnach wurden binnen 24 Stunden mehr als 39.800 Neuinfektionen gezählt und 425 Tote. Am Freitag waren es noch 37.809 Neuinfektionen gewesen.

Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Corona-Fälle in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern auf fast 902.500. Mehr als 41.000 Menschen starben bislang mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Junge Hotelmanagerin in der Coronakrise: "Wir haben Angst vor diesem Winter"

17.16 Uhr: Seit anderthalb Jahren führt Laura-Sofie Dauenhauer-Fritz, 28, das Hotel ihrer Familie, in sechster Generation. Sie kämpfte erst mit sich, dann um Akzeptanz - und jetzt mit der Coronakrise. Lesen Sie hier mehr dazu:

Mehr als 20.000 Menschen auf der Straße - Demo in Leipzig wegen Corona-Verstößen aufgelöst

16.21 Uhr: Tausende Menschen kamen, kaum jemand hält sich an die Corona-Schutzmaßnahmen: In Leipzig haben die Behörden eine Großdemo des "Querdenken"-Bündnisses aufgelöst - die Lage bleibt jedoch unübersichtlich. Lesen Sie hier mehr dazu.

Von der "Kulturmilliarde" wurden erst 50 Millionen Euro ausgegeben

16.19 Uhr: Von den im Juni versprochenen Corona-Finanzhilfen für die Kulturszene wurde bisher nur ein Bruchteil bewilligt. Warum? Die Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagt, die Umsetzung sei "nicht banal". Lesen Sie hier mehr dazu.

Bahnverkehr zwischen Deutschland und Polen wegen Corona eingeschränkt 

16.08 Uhr: Der grenzüberschreitende Zugverkehr zwischen Deutschland und Polen wird der Deutschen Bahn zufolge von Sonntag an nur noch eingeschränkt möglich sein. Aufgrund von Anordnungen der polnischen Behörden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden auf den Strecken "Lübeck - Neubrandenburg - Stettin" sowie "Berlin - Angermünde - Stettin" täglich zahlreiche Züge ausfallen, teilte die Bahn mit . Die Einschränkungen sollen zunächst bis auf Weiteres gelten.

In Polen sind seit Samstag angesichts der drastisch steigenden Zahl von Neuinfektionen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft. Kinos, Theater und Museen sind erneut geschlossen - ebenso wie Geschäfte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Alle Schulen stellen auf Fernunterricht um. Die Auflagen sollen bis zum 29. November gelten.

In Lettland gelten ab Montag Notstandsregeln

14:57 Uhr: Mit 404 Fällen binnen 24 Stunden hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Lettland am Samstag einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga stieg damit die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Frühjahr erfassten Fälle in dem baltischen EU-Land auf 7880. Insgesamt starben nach offiziellen Daten 96 Menschen in Verbindung mit dem Virus. Zur Eindämmung der Pandemie hat die Regierung in Riga zum zweiten Mal den Notstand ausgerufen.

Von Montag an gilt in Lettland bis zum 6. Dezember der Ausnahmezustand , durch den das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden. Dieselbe Schutzmaßnahme hatte die lettische Regierung im Frühjahr bereits einmal ergriffen.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete im Herbst einen rasanten Anstieg der Infektionsraten. Seit Oktober gibt es ständig neue Rekordwerte. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC  ist die Entwicklung in dem baltischen Staat aktuell aber noch besser als in Deutschland.

Coronavirus laut WHO in Nerzfarmen in sechs Ländern gefunden

14.45 Uhr: Nach den Nachrichten über von Nerzen auf Menschen übertragene mutierte Coronaviren in Dänemark hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt, dass bisher aus sechs Ländern infizierte Nerze gemeldet wurden. Fälle von Sars-CoV-2 bei Nerzen seien in Dänemark, den Niederlanden, Italien, Spanien, Schweden und den USA nachgewiesen worden, erklärte die WHO in der Nacht zum Samstag.

Dabei sei bisher lediglich die "Cluster 5" genannte Mutation des Virus in Dänemark besorgniserregend, hieß es weiter: Mögliche Auswirkungen auf die Diagnostik, Therapien und die Wirksamkeit von Impfstoffen seien weitgehend unerforscht und "noch nicht gut verstanden", so die WHO.

Dänemark meldete bisher neben einigen betroffenen Tieren auch zwölf infizierte Menschen mit der "Cluster 5"-Mutation. Die Regierung hat deshalb die Notschlachtung aller 15 bis 17 Millionen Nerze im Land angeordnet; Teile Jütlands wurden von der Außenwelt abgeriegelt. Die Regierung hatte davor gewarnt, dass Mutationen des Coronavirus bei Pelztieren die Entwicklung eines Impfstoffs gefährden könnten. Wissenschaftler warnen jedoch vor übereilter Panik. Noch sei nicht klar, um welche Mutationen es sich überhaupt handelt.

Dänemark ist der weltweit größte Produzent von Nerzfellen. Weil die Tiere in Pelzfarmen eng zusammenleben werden, kann sich das Virus jedoch schnell ausbreiten. Dadurch steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Mutationen. 

Zuchtnerze werden in Dänemark in engen Käfigen gehalten, das ist nicht artgerecht und befördert die Ausbreitung des Virus

Zuchtnerze werden in Dänemark in engen Käfigen gehalten, das ist nicht artgerecht und befördert die Ausbreitung des Virus

Foto:

Mads Claus Rasmussen / dpa

Österreich meldet Rekordwert an Neuinfektionen

14.23 Uhr: Österreich meldet erneut einen Rekordwert: In den vergangenen 24 Stunden wurden 8.421 Neuinfektionen registriert, wie das Innenministerium bekanntgab. Zuerst hatte die "Kronenzeitung" berichtet. Die mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle erhöhen sich um 37 auf 1.377. Zudem seien mehr als 3000 Patienten mit dem Virus in einem Krankenhaus in Behandlung - so viele wie nie zuvor während der Pandemie. 

Zum Vergleich: In Deutschland, das etwa zehnmal so viele Einwohner hat wie Österreich, erfasste das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag 23.399 neue Fälle binnen 24 Stunden - ebenfalls ein Rekord.

Um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern, herrscht in Österreich seit Dienstag für zumindest vier Wochen ein teilweiser Lockdown. Die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot wurden geschlossen. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr darf die Wohnung nur noch aus gutem Grund verlassen werden. Der Handel und auch die meisten Schulen blieben bislang aber offen.

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober deutete am Samstag mögliche weitere Verschärfungen an. Sollten mehr als 850 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sein, seien neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht ausgeschlossen.

Belgien: Knapp 1000 Corona-Patienten in andere Kliniken verlegt 

14.05 Uhr: Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Belgien sind knapp 1000 Covid-19-Patienten seit Anfang Oktober wegen Überlastung einiger Krankenhäuser in andere Kliniken verlegt worden. Die meisten der 945 Betroffenen seien andernorts im Land untergekommen, 24 seien nach Deutschland gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag. Mit der Maßnahme sollte Platz in Krankenhäusern geschaffen werden, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

Belgien ist in Relation zur Einwohnerzahl europoaweit eines der am schwersten von der Coronakrise betroffenen Länder. Seit Montag gelten deshalb verschärfte Einschränkungen. Unter anderem dürfen nur noch Geschäfte öffnen, die unbedingt notwendige Waren verkaufen. Bereits Mitte Oktober waren die Schließung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie eine nächtliche Ausgangssperre beschlossen worden. Zudem gilt seitdem die Regel, dass die Bürger außerhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen dürfen.

Die Maßnahmen sollen nach Angaben der Regierung zunächst bis Mitte Dezember gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft. In dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern gibt es bislang rund 488 000 bestätigte Corona-Fälle, mehr als 12 000 Menschen starben.

Slowakischer Regierungschef will regelmäßige Corona-Massentests

13.41 Uhr: Der slowakische Regierungschef Igor Matovic möchte Corona-Massentests regelmäßig durchführen. Das wäre eine Alternative zu einem strengen Lockdown, zitierte ihn die liberale Tageszeitung "Dennik N" am Samstag: "Wenn wir uns die Frage stellen, ob es besser ist, die ganze Slowakei in einem landesweiten Lockdown zuzusperren, sodass Millionen Menschen ohne Arbeit und die Geschäfte geschlossen sind (...), oder ob wir alle einmal pro Woche zu so einem Test gehen, dort vielleicht eine Stunde zubringen (...), dann glaube ich, dass sich 99,9 Prozent der berufstätigen Menschen für den Weg des landesweiten Testens entscheiden."

Seit Samstagmorgen setzt die Slowakei einen beispiellosen Massentest eines Großteils der Bevölkerung fort. Innerhalb von zwei Tagen sollen sich zum zweiten Mal alle über zehn Jahre alten Bewohner von rund zwei Dritteln des Landes einem Antigen-Schnelltest unterziehen. Ausgenommen sind jene Bezirke, die in einer ersten Runde vor einer Woche besonders wenige Infektionen aufwiesen. Damals ließen sich mehr als 3,6 Millionen Menschen testen. Mehr als 38.000 positiv Getestete, die sonst unentdeckt die Infektion weiterverbreitet hätten, seien in Quarantäne geschickt worden, erklärte Matovic danach.

Die Massentests sind jedoch umstritten: Die Teilnahme an den Tests ist formell freiwillig. Ab Montag fallen aber alle, die kein negatives Testergebnis vorweisen können, unter eine rigorose Ausgangssperre. Nicht einmal der Weg zur Arbeit ist ihnen erlaubt. Die liberale Präsidentin Zuzana Čaputová hatte im Vorfeld kritisiert, man dürfe die Bürger nicht in solche mit einem "Passierschein für die Freiheit" und solche ohne einteilen. Die Ärztekammer des Landes hatte von "Erpressung" und einer Verschwendung von Ressourcen gesprochen. Andere Mediziner hatten auf das Infektionsrisiko an den Teststationen  hingewiesen.

Zwei weitere Profis von Real Madrid positiv getestet

13.11 Uhr: Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat zwei weitere positive Corona-Tests bekanntgegeben. Der belgische Offensivspieler Eden Hazard und der brasilianische Mittelfeldakteur Casemiro seien am Freitagmorgen positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Klub am Samstag mit. Alle anderen Tests bei Spielern und Betreuerstab seien negativ ausgefallen. Vor knapp einer Woche war Innenverteidiger Eder Militão positiv auf das Sars-CoV2-Virus getestet worden und musste sich in häusliche Quarantäne begeben.

Der 29-jährige Hazard und der 28 Jahre alte Casemiro waren am Dienstag beim 3:2 über Inter Mailand in der Champions League zum Einsatz gekommen. Am 9. Dezember empfängt Real Madrid Borussia Mönchengladbach am letzten Spieltag in der Vorrundengruppe B. An diesem Wochenende tritt der bisherige Tabellenzweite am Sonntagabend (21.00 Uhr) zum Ligaspiel beim FC Valencia an und muss dort auch noch auf mehrere verletzte Profis verzichten.

Iran meldet erneut Höchstwert an Neuinfektionen

12.48 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Iran hat mit fast 9500 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag gab es im gleichen Zeitraum 423 Corona-Tote. Damit liegt die Gesamtzahl der Infizierten im Land aktuell bei mehr als 670.000, die der Corona-Toten bei fast 38.000, wie Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen sagte.

Nach Einschätzung von Gesundheitsexperten dürften die tatsächlichen Fallzahlen im Iran jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie amtlich angegeben. Fachleute verweisen darauf, dass es im Iran, der etwa so viele Einwohner wie Deutschland hat, noch zu wenige Testmöglichkeiten gebe. Derzeit werden täglich 25.000 Tests durchgeführt. Die Testkapazität pro Tag soll aber auf 40.000 erhöht werden. Experten sind jedoch der Meinung, dass mindestens 200.000 Tests am Tag erforderlich wären, um an genaue Fallzahlen zu kommen.

FDP will Bundesprogramm für Luftfilter an Schulen

12.36 Uhr: Die Debatte ums Lüften kommt ins Parlament: Der Bund soll mobile Lüftungsgeräte für deutschlandweit alle Schulklassen finanzieren, fordert die FDP. Es geht um ein 250-Millionen-Euro-Programm. Lesen Sie hier mehr dazu.

Spahn: Mehr Menschen sollten Infektionen über Corona-App melden

12.20 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu aufgerufen, mehr nachgewiesene Infektionen über die Corona-Warn-App zu teilen. Er sei aber weiter dagegen, die Anwendung verpflichtend zu machen, sagte Spahn am Samstag bei einem virtuellen Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU. Entwickler arbeiteten an Verbesserungen. So solle die App öfter als nur täglich aktualisiert werden.

Die Nutzer sollten zudem vom System aktiv ermuntert werden, Infektionen zu melden. Spahn sprach in diesem Zusammenhang von "Nudging". (Der Begriff aus der Verhaltensökonomie bedeutet, Menschen zu optimalen Entscheidungen zu "stubsen". Lesen Sie hier mehr dazu.)

Derzeit haben nach Spahns Worten 22 Millionen Menschen in Deutschland die App installiert, 18 bis 20 Millionen Menschen nutzen sie tatsächlich. Mittlerweile seien mehr als zwei Millionen Laborergebnisse über die App übermittelt worden. Jeder Zwang führe zu einer sehr kontroversen Debatte mit dem Risiko, dass man an Akzeptanz verliere, warnte er.

Spahn rätsele nach eigener Aussage zudem weiter, wo er sich selbst mit dem Coronavirus angesteckt habe. Er gehöre zu den inzwischen 75 Prozent der positiv Getesteten, bei denen sich der Infektionsweg nicht habe nachvollziehen lassen. Alle Kontakte hätten sich als falsche Spur erwiesen. Er wertete dies auch als Beispiel dafür, dass eine Verstärkung der Nachverfolgung in Gesundheitsämtern allein nicht die Lösung sei.

Linke wollen neue Führung im Februar auf dezentralem Parteitag wählen

12.12 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie mussten die Linken ihren Parteitag absagen. Jetzt haben sie sich nach SPIEGEL-Informationen auf eine Alternative verständigt: der Vorstand soll von verschiedenen Orten aus gewählt werden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Nach Corona-Ausbruch in Nerzfarmen: Großbritannien verhängt Einreisestopp aus Dänemark

12.11 Uhr: Das Vereinigte Königreich macht die Grenzen dicht: Wegen des Corona-Ausbruchs in dänischen Nerzfarmen dürfen Reisende aus Dänemark ab sofort nicht mehr auf die Insel. Lesen Sie hier mehr dazu.

Polen meldet erneut Rekordwert an Neuinfektionen

11.34 Uhr: In Polen hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals der Marke von 28.000 genähert. Innerhalb von 24 Stunden kamen 27.875 neue Fälle hinzu, die meisten davon (4290) in Schlesien, wie das polnische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 349 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 27.143 Fällen erst am Donnerstag erreicht worden. Seit dem Beginn der Pandemie gab es in Polen 7636 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat Polen als Risikogebiet eingestuft.

Angesichts der drastisch steigenden Zahl von Neuinfektionen gelten seit Samstag in Polen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Kinos, Theater und Museen sind erneut geschlossen – ebenso wie Geschäfte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Alle Schulen stellen auf Fernunterricht um. Die Auflagen sollen bis zum 29. November gelten.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Gesundheitsminister einigen sich auf Vorgehen bei Corona-Impfungen

11.19 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben ein gemeinsames Vorgehen bei Impfungen gegen Corona beschlossen. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin am Samstag mit. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) habe sich unter dem Vorsitz von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gemeinsam mit Bundesminister Jens Spahn (CDU) auf ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen zur Versorgung mit Impfstoffen verständigt. Der gemeinsame Beschluss vom Freitagabend sieht unter anderem vor, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert und die Länder Impfzentren einrichten.

Die Impfstoffe sollen den Angaben zufolge durch die Bundeswehr oder durch die Hersteller angeliefert werden. Die Impfdosen sollen dem Bevölkerungsanteil entsprechend an die Länder verteilt werden, die die Impfzentren in eigener Verantwortung errichten. Dabei könne beispielsweise die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung einbezogen werden.

Insgesamt sei von 60 Standorten bundesweit auszugehen. Die Lieferung der Impfdosen sei mit Blick auf Lagerung und Transport nur an einer begrenzten Zahl von Standorten in jedem Bundesland möglich, heißt es in dem Beschluss. Die Standorte sollen bis zum 10. November festgelegt werden. Der Bund übernimmt den Angaben zufolge die Hälfte der Kosten für die Impfzentren.

"Nach Zulassung eines Impfstoffs ist zunächst von einer begrenzten Anzahl verfügbarer Impfdosen auszugehen", heißt es im Beschlusstext. Zunächst sollen besonders Risikogruppen berücksichtigt werden. Dabei sollen auch mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Den Nachweis, dass sie berechtigt sind, müssen die zu Impfenden selbst erbringen. "Die Teilnahme an der Impfung ist freiwillig", heißt es weiter.

Söder will bayerische Strategie bei Corona-Tests anpassen

10.30 Uhr: Angesichts überlasteter Labore erwägt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Corona-Teststrategie seines Landes zugunsten eines bundeseinheitlichen Vorgehens aufzugeben. "Wir müssen jetzt sehen, ob bei steigendem Testaufkommen die Kapazitäten weiter ausreichen", sagte Söder in einem SPIEGEL-Doppelinterview mit dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). In Bayern dürfen sich Bürgerinnen und Bürger ­bislang ohne Anlass kostenlos auf das Virus testen lassen - allerdings meldeten Labore und Ärzte Engpässe.

Besorgte Menschen in Bayern hätten das Angebot gerne angenommen, so Söder. Jedoch: "Jetzt müssen wir sehen, wie wir die nationale Teststrategie weiterentwickeln." Der Ministerpräsident weiter: "Wichtig ist, dass wir in Deutschland gemeinsam handeln."

Tschentscher wendet sich gegen anlasslose Tests: "Wir können nicht beliebig viel testen, sondern müssen gezielt vorgehen", sagte er, und: "Wer keine Symptome hat, muss in der Regel nicht getestet werden. Entscheidend ist, dass wir die Virusausbreitung eindämmen."

Beide Ministerpräsidenten äußerten sich besorgt über die derzeitige Infektionslage in Deutschland. "Es wird in den kommenden Wochen noch deutlicher werden, wie ernst die Lage im Gesundheitssystem ist", so Tschentscher. Söder sagte: "Zu lange wurde der Ernst der Lage heruntergespielt."

Das Interview in voller Länge können Sie im neuen DER SPIEGEL nachlesen:

DER SPIEGEL 46/2020
Foto: SAMSON; Edel Rodriguez / DER SPIEGEL

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Gericht: "Querdenken" darf doch in Leipziger Innenstadt demonstrieren

10.04 Uhr: Die Initiative "Querdenken" darf nun doch in der Leipziger Innenstadt demonstrieren. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen habe entschieden, dass die Demonstration mit 16.000 Menschen auf dem Augustusplatz stattfinden darf, teilte die Stadt am Samstagmorgen mit. Am Freitagabend hatte das Verwaltungsgericht im Eilverfahren die Auflagen der Stadt zunächst bestätigt. Die Stadt wollte die Kundgebung auf die Parkplätze der Neuen Messe außerhalb des Stadtzentrums verlegen.

Für Samstag (13.00 Uhr) sind insgesamt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen in Leipzig angekündigt. Die Demonstrierenden wollen aus ganz Deutschland anreisen. Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen "sehr intensiven Einsatz vor, weil auf allen Seiten ein gewisses Radikalisierungspotenzial erkennbar ist". Die Leipziger Polizei wird von der sächsischen Bereitschaftspolizei, von Einsatzkräften aus acht Bundesländern sowie der Bundespolizei und dem Landeskriminalamt unterstützt.

Hinter der zentralen Kundgebung stehen die "Querdenken"-Bündnisse aus Leipzig und Stuttgart, sie fordern unter anderem die Zurücknahme der verschärften Pandemieschutzmaßnahmen sowie den Rücktritt der Bundesregierung. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte die Demos mit der erwarteten Anzahl an Teilnehmern als "unkalkulierbares Risiko" bezeichnet.

Söder: "Brauchen mindestens zwei Wochen, um Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können"

09.48 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die derzeitigen Corona-bedingten Einschränkungen Wirkung zeigen. "Der 'Lockdown light' wird wirken. Die Medizin ist bitter, aber notwendig. Ich hoffe, die Dosis reicht", sagte der CSU-Chef der "Rheinischen Post". Er rief die Bürger zugleich auf, "Geduld zu bewahren. Wir brauchen mindestens zwei Wochen, um den Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können. Es wäre falsch, die Therapie frühzeitig abzubrechen." Der Ministerpräsident sagte zugleich, Deutschland habe den "mildesten Lockdown, den es derzeit in Europa gibt".

Die Ängste der Bürger in Deutschland, sich mit dem Virus zu infizieren, sind einer Forsa-Befragung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zufolge gestiegen. So waren im Juni acht Prozent sehr und 58 Prozent der Menschen etwas besorgt, sich selbst zu infizieren. Im Oktober sind 18 Prozent sehr und 67 Prozent etwas besorgt, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung der ihr vorliegenden Studie.

Neuer Höchstwert: Neuinfektionen in Deutschland steigt auf über 23.000

09.11 Uhr: Insgesamt 23.399 Personen sind seit Freitag in Deutschland neu als infiziert gemeldet worden, ein neuer Höchststand. Die Prognosen der Kanzlerin sind damit bereits weit übertroffen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ärztegewerkschaft will Corona-Infizierte in Hotels unterbringen

08.21 Uhr: Viele stecken sich mit dem Coronavirus bei Familienmitgliedern an. Die Ärztegewerkschaft schlägt deshalb vor, dass Infizierte ihre Quarantäne auch in Hotels verbringen können. Das hätte mehrere Vorteile. Lesen Sie hier mehr dazu.

Experten: Wirtschaftsfolgen von Corona könnten Migration befeuern

07.05 Uhr: Die schweren wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise in vielen Ländern Afrikas könnten Experten zufolge die Migration befeuern. Künftig würden sich Treiber der Migration verstärken, sagte Bram Frouws, der Leiter des Rechercheinstituts Mixed Migration Centre, der dpa. "Der Bedarf oder der Wunsch von Menschen auszuwandern wird nur wachsen, aber die Optionen auszuwandern werden womöglich schrumpfen." Auch Roland Nwoha von der Organisation Idai Renaissance in der nigerianischen Stadt Benin City sagte, er erwarte in seinem Heimatland "eine riesige Bewegung von Menschen, denn die Pandemie hat in Nigeria so viel Leid und Armut verursacht".

Allerdings könnten sich den Experten zufolge neue Dynamiken und Routen entwickeln. Frouws erwartet in den kommenden Jahren weniger Migration aus den Ländern südlich der Sahara nach Europa, dafür könne sich die Migration innerhalb der Länder oder der Region verstärken – was ohnehin jetzt schon den Großteil der Migration in Afrika ausmache. Zudem würden Schmuggler wegen der Corona-Restriktionen zunehmend neue Routen ausprobieren, sagte Nwoha.

In diesem Jahr ist die Zahl der in Europa über das Mittelmeer ankommenden Migranten Frouws zufolge deutlich gesunken. Das lag zum einen an Reiserestriktionen und Grenzschließungen, die in Folge der Corona-Pandemie vielerorts verhängt wurden. Zum anderen lag es daran, dass das Einkommen vieler Menschen gesunken ist und sie die teure illegale Reise nicht antreten konnten oder nicht weiterreisen konnten. Die Wirtschaft der Länder südlich der Sahara wird der Weltbank zufolge in diesem Jahr um 3,3 Prozent schrumpfen.

Neue Corona-Schnelltests laufen in ersten Ländern an

06.15 Uhr: Zum Schutz vor Infektionen besonders in Pflegeheimen und Kliniken läuft der Einsatz neuer Corona-Schnelltests an. In ersten Bundesländern können die ergänzenden Testmöglichkeiten nach Angaben der zuständigen Ministerien bereits verwendet werden, teils sind Vorbereitungen dafür geplant. Für November hat der Bund zunächst neun Millionen Tests über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. Dieses monatliche Kontingent soll schrittweise auf 22 Millionen Schnelltests im Januar anwachsen, wie es vom Bundesgesundheitsministerium hieß.

Sachsen-Anhalt hat erste Heime und Kliniken mit Tests ausgestattet. Gut 11.000 Tests seien an Einrichtungen in Wittenberg gegangen, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage der dpa mit. Weitere sollen in den nächsten Tagen folgen. Das Land will insgesamt 500.000 Tests beschaffen. In Bayern sind bisher 464.000 Schnelltests an 67 Kommunen verteilt worden. Insgesamt hat das Land 10,5 Millionen Tests geordert – als Reserve bei hoher Nachfrage.

In Brandenburg erklärte das Ministerium: "Die Schnelltests werden noch nicht flächendeckend eingesetzt, einzelne Einrichtungen nutzen sie aber schon." Auch in Schleswig-Holstein setzen nach Angaben des Sozialministeriums erste Einrichtungen Schnelltests ein. "Insgesamt ist die Beschaffung der Tests derzeit im Aufbau." In Sachsen gibt es ebenfalls bereits Schnelltests, die Einrichtungen selbst beschaffen.

Laut einer Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die seit Mitte Oktober gilt, können die neuen Schnelltests vor allem in Kliniken und Pflegeheimen auf breiter Front kommen. Dies soll dazu beitragen, Bewohner, Personal und Besucher besser zu schützen. Die Einrichtungen müssen dazu ein Testkonzept erstellen. Dann legt das Gesundheitsamt fest, wie viele Tests gekauft und auf Kassenkosten finanziert werden können – in Pflegeheimen sind bis zu 20 Tests pro Monat pro Bewohner möglich, wie das Bundesministerium erläuterte.

Bei Antigen-Schnelltests müssen Proben zum Auswerten nicht ins Labor gebracht werden. Sie gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Vornehmen müssen sie medizinisch geschultes Personal. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests durch einen PCR-Test bestätigt werden.

In Berlin sollen noch in diesem Jahr sechs Millionen Schnelltests beschafft werden, 2021 weitere 6,58 Millionen. Die ersten 260.000 seien geliefert worden. Sie würden an Pflegeeinrichtungen und die Wohnungslosenhilfe verteilt, hieß es von der Gesundheitsverwaltung.

In Nordrhein-Westfalen sollen Bewohner von Alten- und Pflegeheimen als Erste beliefert werden. Die Tests sollen laut der entsprechenden Allgemeinverfügung am 9. November starten.

In Thüringen hieß es vom Gesundheitsministerium, man verschaffe sich derzeit einen Überblick, für welche Bereiche die Kosten auf Grundlage der Bundesverordnung übernommen werden. "Wir haben einen Prüfauftrag ausgelöst, um zu klären, wo das Land eventuell eingreifen kann."

Mehr als 50.000 Neuinfektionen in Indien

06.00 Uhr: Indien meldet 50.356 Corona-Neuinfektionen. Damit steige die Gesamtzahl der Ansteckungen binnen 24 Stunden auf 8,46 Millionen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle wuchs um 577 auf 125.562. Indien weist nach den USA weltweit die zweitmeisten bestätigten Ansteckungen auf, verzeichnet aber seit September einen Abwärtstrend bei den Neuinfektionen.

Erneut Höchstwert an Corona-Neuinfektionen in den USA gemeldet

03.40 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in den USA am dritten Tag in Folge einen Rekord erreicht. Bis Freitag wurden mehr als 127.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Das teilte die Johns-Hopkins-Universität mit. Laut einer Reuters-Erhebung liegt die Zahl sogar bei 129.606 neuen Fällen.

Die Zahl der Todesfälle stieg der Johns-Hopkins-Universität zufolge um 1149. Es war demnach der vierte Tag in Folge, an dem die Zahl der Todesopfer bei mehr als 1000 lag. Insgesamt wurden in den USA bislang mehr als 9,7 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 236.000 Todesfälle registriert.

Ärztegewerkschaft fordert Alternativen zur häuslichen Quarantäne

03.25 Uhr: Angesichts stark zunehmender Corona-Neuinfektionen hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund Alternativen zur häuslichen Quarantäne gefordert. Die Zahl derjenigen, die sich zu Hause bei infizierten Familienmitgliedern oder Mitbewohnern ansteckten, steige rapide, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie regte eine Isolation positiv getesteter Personen im Hotel an.

Für viele Infizierte sei es schwierig, sich zu Hause zu isolieren. Viele Paare hätten nur ein gemeinsames Bett, selbst in großen Wohnungen gebe es in der Regel nur ein Badezimmer. "Beengte Wohnverhältnisse gefährden den Erfolg der Quarantäne", so Johna.

Um die Infektionen im häuslichen Umfeld zu reduzieren, sollten positiv getestete Menschen daher das Angebot bekommen, die zehntägige Quarantäne in einem Hotelzimmer zu verbringen, sagte die Marburger-Bund-Vorsitzende. Das Angebot solle freiwillig sein und nur für Menschen gelten, die keine oder nur schwache Symptome haben.

Eine solche Regelung habe nicht nur den Vorteil, die Infektion von Familienmitgliedern zu verhindern, sondern käme nebenbei auch Hotels und Pensionen zugute, die in der Krise kaum Einnahmen haben. Die Kosten für die Unterbringung müsse der Staat übernehmen.

Das sind die Szenarien für den Corona-Winter

03.20 Uhr: Berechnungen von Forschern zeigen: Ohne den "Shutdown light" würden sich wohl um Weihnachten Hunderttausende Deutsche infizieren – pro Tag. Reichen die Gegenmaßnahmen aus? Lesen Sie hier  mehr.

Bildungsministerin will Hilfen für Studierende ausdehnen

03.05 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will die für den Teil-Lockdown im November wieder aufgelegten Corona-Hilfen für Studenten auf das gesamte Wintersemester ausweiten. Sie könne sich vorstellen, dass diese Überbrückungshilfe über diesen Zeitraum weiterlaufe, sagt die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post". "Das würde Studierenden eine gewisse Sicherheit geben, die ihre Jobs verloren haben und die auch in den nächsten Monaten womöglich nicht so rasch neue Erwerbsmöglichkeiten aufgrund der Pandemie finden."

In der Corona-Krise hatte das Bildungsministerium die Überbrückungshilfe ins Leben gerufen, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie wurde von Juni bis September an diejenigen ausgezahlt, die mit Kontoauszügen nachweisen konnten, dass sie in einer pandemiebedingten Notlage sind, etwa weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs ausblieben. Gezahlt wurden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat.

Argentinien hofft auf Corona-Impfstoff bis Jahresende

02.15 Uhr: Argentiniens Präsident Alberto Fernández hofft bis Jahresende auf die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffes. "Wenn alles gut geht", werde das Land ab Ende Dezember über genügend Impfstoff-Dosen für zehn Millionen Menschen verfügen, sagte Fernández. Er habe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Gespräche über eine Direktlieferung des Vakzins Sputnik V geführt.

Zudem gebe es Verhandlungen mit Pharmafirmen, die derzeit in der Schlussphase der Impfstoffentwicklung seien. So solle Pfizer ab Dezember 750.000 Dosen seines Vakzins liefern, ab März könne der Impfstoff von AstraZeneca bereitstehen.

Argentinien gehört mit mehr als 1,2 Millionen Fällen und fast 33.000 Todesopfern zu den besonders stark von der Pandemie betroffenen Ländern.

Ende Oktober hatte Russland bei der Weltgesundheitsorganisation WHO eine beschleunigte Zulassung seines Corona-Impfstoffes beantragt. Im August hatte Russland den Impfstoff Sputnik V zugelassen, ohne die letzte Testphase mit zehntausenden Probanden abzuwarten. Westliche Wissenschaftler übten damals scharfe Kritik an diesem Vorgehen. Sie zweifeln an der Sicherheit der Impfung.

"Aus Virussicht macht Sars-CoV-2 seine Sache sehr gut"

02.10 Uhr: Emma Hodcroft erklärt, wie sich das Coronavirus verändert – und weshalb sie dringend mehr Informationen über die infizierten Nerze braucht. Lesen Sie hier  mehr.

bah/cop/ngo/mak/AFP/dpa/sid/Reuters
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