+++ Corona-News am Sonntag +++ Kanzleramtschef rechtfertigt Einschränkungen "bei Feiern und eben leider auch beim Reisen"

Kanzleramtschef Helge Braun hat das Beherbergungsverbot gegen Kritik verteidigt. Und: In Stuttgart soll die Bundeswehr helfen, Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie besser verfolgen zu können. Der 11. Oktober im Überblick.
Kanzleramtsminister Helge Braun (Archivbild): "Wir sind jetzt genau im Beginn einer zweiten Welle"

Kanzleramtsminister Helge Braun (Archivbild): "Wir sind jetzt genau im Beginn einer zweiten Welle"

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Pool / Getty Images

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US-Regierung schlägt im Streit über Corona-Hilfen stark abgespecktes Paket vor

23.52 Uhr: In den festgefahrenen Verhandlungen über Corona-Hilfen schlägt die US-Regierung dem Kongress nun stark abgespeckte Soforthilfen vor. Nicht abgerufene Mittel aus dem Hilfsfonds für kleine Unternehmen sollten dafür freigegeben werden, schreiben Finanzminister Steven Mnuchin und der Chef des Präsidialamtes Mark Meadows in einem am Sonntag bekannt gewordenen Brief an die Abgeordneten. Es handelt sich um Gelder im Volumen von 130 Milliarden Dollar.

Damit liegen die Mittel deutlich unter dem umstrittenen Corona-Hilfspaket. Die oppositionellen Demokraten wollen dafür 2,2 Billionen Dollar bewilligen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt 1,8 Billionen Dollar angeboten. Umstritten ist zudem die Verteilung des Geldes.

Im Senat haben die Republikaner die Mehrheit, im Repräsentantenhaus die Demokraten. Die Hilfen müssen beide Kammern passieren. Wegen der vielen Schwierigkeiten schwinden Hoffnungen, die Hilfen könnten vor der Präsidentenwahl am 3. November beschlossen werden. Die Diskussion über ein Hilfspaket wird an den US-Börsen aufmerksam verfolgt.

Mittelstandsbeauftragter will Sonderhilfe für Veranstalter

23.50 Uhr: Die Veranstaltungsbranche braucht aus Sicht des Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), in der Coronakrise besondere Unterstützung. "Diese Branche ist wahrscheinlich so stark betroffen wie keine andere Branche und sie ist auch eine Branche, die wird bis zum Schluss betroffen sein", sagte Bareiß in einer Diskussionsrunde der Initiative Alarmstufe Rot am Sonntagabend in Berlin. "Deshalb braucht diese Branche auch eine gewisse Sonderhilfe." Diese müsse die Besonderheiten von Veranstaltungsunternehmen berücksichtigen, sagte Bareiß, der Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium ist. 

Mit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr ist das Geschäft mit Konzerten, Kongressen, Messen und Volksfesten eingebrochen. In der Initiative Alarmstufe Rot haben sich Betroffene zusammengetan. An diesem Montag ist ein Gespräch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geplant.  

Bareiß sagte, das Finanzministerium müsse sich noch weiter bewegen. Er nannte als Beispiel einen "Unternehmerlohn" für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer, die nun in die Grundsicherung rutschen. Das Wirtschaftsministerium habe dazu ein Konzept vorgelegt. Bareiß sprach sich außerdem für zusätzliche Hilfe für größere Mittelständler aus. 

Die SPD-Wirtschaftspolitikerin Sabine Poschmann sagte in der Runde: "Wir zahlen keinen Unternehmerlohn." Die Grundsicherung sei ein gutes Instrument. Denkbar sei aber eine zusätzliche Pauschale, um damit Geschäfte vorzubereiten und Veranstaltungen zu planen. Poschmann forderte, mit Hilfe von Corona-Schnelltests wieder mehr Veranstaltungen zu ermöglichen. 

Italien will Corona-Maßnahmen verschärfen

22.30 Uhr: Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza kündigt neue, landesweite Einschränkungen an, um den Anstieg der Infektionen zu stoppen. Erwogen werde unter anderem, private Feiern zu verbieten und die Öffnungszeiten von Restaurants und Bars einzuschränken. Die neuen Maßnahmen sollen am Montag erörtert werden, noch am Montagabend könne Ministerpräsident Giuseppe Conte ein entsprechendes Dekret unterschreiben.

Laschet: Bußgelder bundesweit einheitlich handhaben

22.12 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat Unterstützung für den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder für bundesweit ähnliche Bußgelder bei Corona-Verstößen signalisiert. "Dass wir die Bußgelder ähnlich handhaben, dass wir auch das Bestrafen vom Verletzen der Quarantäneregeln ähnlich handhaben, ich glaube, das ist ein guter Gedanke. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir da zu gemeinsamen Beschlüssen kommen", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erneut über Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. "Lokal weiter handeln mit den örtlichen Gesundheitsämtern, aber vergleichbare Regeln in ganz Deutschland haben - das ist das Ziel, dem wir uns auch am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin widmen wollen", sagte Laschet.  

Bayerns Ministerpräsident Söder hatte sich am Wochenende für bundesweit schärfere Strafen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht starkgemacht. In mehreren Interviews forderte der CSU-Chef bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro. In Bayern gilt dies bereits. 

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Privatbesuche aus Risikogebieten

21.56 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung hat nun doch die Einreise von Privatpersonen aus Risikogebieten zu Familienbesuchen ohne vorherigen negativen Coronatest und anschließende Quarantäne gestattet. Nach deutlichen Unverständnis-Erklärungen über die seit Freitag geltende neue Corona-Verordnung hat Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mit sofortiger Wirkung die Bestimmung verändert. Danach dürfen Personen, die in Risikogebieten leben, zu privaten Besuchen bei ihrer Kernfamilie mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern einreisen, sich im Land aufhalten oder wieder zurückkehren.  

"Ein solcher Familienbesuch ist auch zusammen mit dem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner oder Lebensgefährten möglich", heißt es in der am Sonntagabend veröffentlichten sogenannten Allgemeinverfügung. Es müssten aber die angemessenen Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden. 

Die Regelung gelte auch für Anlässe, bei denen die Anwesenheit der Personen aus rechtlichen Gründen oder zur Erfüllung einer moralischen Verpflichtung zwingend erforderlich ist. Eine Sprecherin interpretierte diesen Passus beispielsweise mit einer Trauerfeier. Einreisen dürften auch Personen, die beabsichtigen, im Nordosten eine Ehe zu schließen.

Michael Müller kritisiert Beherbergungsverbote

20.46 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angekündigt, dass die von vielen Bundesländern beschlossenen Beherbergungsverbote bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden. "Jetzt sehen wir bundesweit, wie die Zahlen mindestens insgesamt in allen Großstädten nach oben gehen. Beherbergungsverbote zum Beispiel zwischen Berlin und Brandenburg machen doch gar keinen Sinn", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Wir haben Hunderttausende Pendler jeden Tag. Die begegnen sich im Einzelhandel, im Nahverkehr, auf der Arbeit. Und dann darf ein Berliner aber zwei Tage nicht im Spreewald übernachten. Das macht alles keinen Sinn."

Die meisten Bundesländer hatten am Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. An dieser Regelung gibt es jedoch vermehrt Kritik.

Slowakei verschärft Corona-Regeln - Maskenpflicht im Freien

20.15 Uhr: Die Slowakei verschärft ihre Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Im Freien muss ab Donnerstag eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wie der Krisenstab in Bratislava bekanntgab. Man ziehe die Notbremse, sagte Regierungschef Igor Matovic nach Angaben der Agentur TASR am Sonntag. Restaurants dürfen ab Donnerstag nur noch Speisen zum Mitnehmen verkaufen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen werden ganz geschlossen. Lebensmittelgeschäfte und Drogerien müssen einen Teil ihrer Öffnungszeiten für Senioren reservieren. Alle Großveranstaltungen werden untersagt. Die Wettkämpfe der Profi-Sportligen dürfen nur ohne Publikum ausgetragen werden. Diskutiert wird noch über ein Versammlungsverbot für mehr als sechs Personen. 

Die Slowakei war bisher glimpflich durch die Corona-Krise gekommen, kämpft aber mit steigenden Infektionszahlen. Seit Beginn der Pandemie wurden rund 19 850 Corona-Fälle registriert, es gab 61 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat knapp 5,5 Millionen Einwohner.

Bundeswehr soll in Stuttgart helfen

19.37 Uhr: Weil die Zahl der neuen Corona-Infektionen im Kreis Esslingen und auch in Stuttgart weiter gestiegen ist, verschärft die Politik die Einschränkungen und spricht von einer dramatischen Lage. In der Landeshauptstadt treten von diesem Mittwoch an um Mitternacht strengere Regeln in Kraft. "Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen", sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne).

Kuhn kündigte an, die ganze Stadtverwaltung zu mobilisieren, um das Gesundheitsamt zu unterstützen. Auch die Hilfe der Bundeswehr wurde erbeten, um Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie besser verfolgen zu können. "Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann", sagte der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts Stefan Ehehalt.

Um die Zahl der Neuinfektionen in den Griff zu bekommen, setzt die Stadt eine ganze Reihe neuer Maßnahmen durch. So sollen bei privaten Feiern nur noch zehn Teilnehmer erlaubt sein, in öffentlichen und angemieteten Räumen seien dann noch 25 erlaubt, teilte ein Sprecher der Stadt am Sonntag mit. Illegale Party sollen durch mehr Kontrollen verhindert werden. In der Innenstadt wird eine Maskenpflicht gelten. Der Verkauf von Alkohol soll auf bestimmten Plätzen ab 21 Uhr, der Konsum ab 23 Uhr verboten werden. Die betroffenen Plätze sollen vom Amt für öffentliche Ordnung noch bestimmt werden. Diese Beschränkungen gelten laut Stadt für zunächst zwei Wochen. Eine Sperrstunde für Gastronomiebetriebe ist demnach nicht geplant.

NFL verschiebt Spiel der New England Patriots

19.04 Uhr: Der Terminkalender der nordamerikanischen Football-Liga NFL wird wegen der Corona-Pandemie auch in der fünften Spielwoche durcheinandergebracht. Um die Gesundheit der Spieler und des Personals zu schützen, wird die für Montagabend (Ortszeit) geplante Partie der New England Patriots gegen die Denver Broncos erneut verschoben, wie die NFL am Sonntag mitteilte. Auf wann, soll noch bekannt gegeben werden. Das Spiel war bereits einmal verlegt worden.

Außerdem wurde erneut das Trainingsgelände der New England Patriots geschlossen, hieß es von der NFL am Samstag. Ein weiter Spieler sei demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Camp wird nach NFL-Angaben inzwischen bereits zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Tage geschlossen. Auch das Trainingsgelände der Tennessee Titans wurde wegen eines Corona-Falls im Mitarbeiterstab dichtgemacht.

Kanzleramtsminister Braun verteidigt Beherbergungsverbote

18.41 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun hat das von vielen Bundesländern beschlossene Beherbergungsverbot zur Eindämmung des Coronavirus verteidigt. "Mecklenburg-Vorpommern hat als Ganzes eine Inzidenz von etwas um die 5, und Berlin über 60. Wenn es zu solchen Unterschieden im Infektionsgeschehen kommt, ist glaube ich ganz klar, dass jeder sich schützen will, und dann ist so was am Ende unvermeidlich", sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Die meisten Bundesländer hatten am Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. An dieser Regelung gibt es jedoch vermehrt Kritik.

Die Bundesregierung wolle, dass die Wirtschaft weiterlaufe und dass Schulen und Kindergärten offen blieben, damit das Land gut durch die Krise komme, sagte Braun. "Und deshalb müssen wir da, wo die Infektionsketten sich hauptsächlich ausbreiten - nämlich bei Feiern und eben leider auch beim Reisen - etwas strenger sein." Das Beherbergungsverbot sei eine "echte Notfallmaßnahme".

"Wir sind jetzt genau im Beginn einer zweiten Welle", warnte Braun. Von der Entschlossenheit der Politik und der Bevölkerung hänge es ab, "ob wir sie noch vermeiden und wieder abbremsen können oder nicht". Der CDU-Politiker appellierte an Oberbürgermeister und Ministerpräsidenten, die Hilfe der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Kranken in Anspruch zu nehmen.

Berlin meldet mehr als 500 Neuinfektionen am Wochenende

18.22 Uhr: Am Wochenende sind in Berlin insgesamt 520 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Laut dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Sonntag kamen innerhalb von 24 Stunden 247 Fälle hinzu, am Samstag waren es 273. Damit liegt der pro Tag gemeldete Wert zwar etwas niedriger als Ende vergangener Woche (jeweils mehr als 400 am Donnerstag und Freitag). Am Wochenende werden jedoch häufig niedrigere Zahlen als an Wochentagen registriert.

Pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen 61,3 Corona-Fälle erfasst. Berlin mit rund 3,8 Millionen Einwohnern liegt damit immer deutlicher über der kritischen Schwelle von 50. Bei einer Überschreitung dieses Wertes erklären mehrere andere Bundesländer Kreise oder Städte zum Risikogebiet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Hauptstadt 18.075 Fälle erfasst, davon gelten 14.407 als genesen.

Katalonien und Navarra verschärfen ihre Maßnahmen

17.51 Uhr: Die spanischen Regionen Katalonien und Navarra verschärfen ihre Corona-Regelungen. In Katalonien sollen Firmen ihre Mitarbeiter auffordern, für die kommenden 15 Tage von zuhause aus zu arbeiten. "Ohne neue Maßnahmen könnten wir in zwei oder drei Wochen in die Lage von Madrid gelangen", sagte der Gesundheitsminister der autonomen Region, Josep Maria Argimon.

Madrid gilt als einer der größten Corona-Hotspots in Europa, seit Freitag gilt dort der Notstand. In der nordspanischen Region Navarra sollen Treffen von mehr als sechs Personen verboten werden, Restaurants müssen ihre Gästekapazität halbieren und um 22 Uhr schließen.

Lauterbach hält Beherbergungsverbot für einen Fehler

17.10 Uhr: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat massive Kritik an den innerdeutschen Beherbergungsverboten geäußert. "Da wurde ein Fehler gemacht, das müsste abgeräumt werden", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Keine Studie zeigt, dass das Reisen innerhalb Deutschlands ein Pandemietreiber ist."

Die meisten Bundesländer hatten am Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können.

Lauterbach sagte nun, die Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner werde ohnehin in sehr kurzer Zeit an sehr vielen Orten in Deutschland überschritten werden. Viele Details der Regelung wirkten zudem willkürlich. "Wenn man Regeln wie dieses trotzdem aufrechterhält, verliert man die Unterstützung der Bevölkerung für Regeln die sinnvoll und wichtig sind."

Mainz überschreitet ebenfalls kritische Schwelle bei Corona-Infektionen

17.00 Uhr: In Rheinland-Pfalz hat nun auch die Stadt Mainz den kritischen Wert von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Der Wert lag am Sonntag bei 57, wie das Sozialministerium in Rheinland-Pfalz mitteilte. Weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wurden zunächst nicht angekündigt. Es werde jedoch eine lokale Task Force geben, die zeitnah zusammentrete. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits Maßnahmen wie ein nächtliches Alkoholverbot beschlossen.

Außerdem lagen am Sonntag formal die Kreise Neuwied (50) sowie Bitburg-Prüm (68) am oder über dem Schwellenwert. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist auch am Sonntag wieder gestiegen. Insgesamt haben sich nun 12.096 Menschen infiziert, 202 mehr als noch am Vortag, berichtete das Sozialministerium. Die Zahl der "aktiven" Fälle im Land wurde mit 1787 Menschen angegeben, 149 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb landesweit bei 256.

Höchste Corona-Warnstufe in Offenbach: Krisenstab holt Bundeswehr zur Hilfe

16.40 Uhr: Mit der steigenden Zahl an Corona-Infektionen ist in Offenbach die höchste hessische Warnstufe überschritten worden. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, wurden innerhalb von sieben Tagen 80,4 nachgewiesene Infektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet. Die Stadt Offenbach gab den Inzidenz-Wert mit 80,6 an (Stand: 14 Uhr) und rief am Sonntag einen Krisenstab zusammen.

Offenbach forderte angesichts der jüngsten Entwicklung medizinisches Personal der Bundeswehr an. Die Soldaten sollen unter anderem das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten und der Durchführung von Tests unterstützen. "Aktiv infiziert sind derzeit 142 Menschen - ein neuer Höchstwert. Die Zahl der aktiven Fälle hat sich damit in den vergangenen zehn Tagen mehr als verdoppelt", hieß es in einer Mitteilung.

Neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens will die Stadt jedoch nicht einführen. "Inhaltlich haben wir bereits letzten Dienstag alle die Maßnahmen ergriffen, die seit Freitag auch als bundesweite Linie empfohlen werden", begründete Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) die Entscheidung. Bislang hat die Stadt unter anderem eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für Restaurants und Bars angeordnet. In der Öffentlichkeit dürfen höchstens fünf Menschen beisammen stehen, in sämtlichen städtischen Gebäuden gibt es eine Maskenpflicht.

In der Nacht zum Sonntag wurden sechs Bars geschlossen, weil sie die Sperrzeit nicht einhielten. Außerdem wurde von der Polizei eine Hochzeit aufgelöst werden, weil mehr als 25 Menschen an der Feier teilnahmen.

Auch in anderen Städten und Landkreisen stiegen die Fälle nachgewiesener Infektionen. In Frankfurt lag die Inzidenz zuletzt bei 63,6, im Landkreis Groß-Gerau bei 51,1 und im Landkreis Offenbach bei 41,9. Landesweit wurden im Vergleich zum Vortag 325 neue Fälle und ein weiterer Todesfall gemeldet.

Libanon verhängt Ausgangssperre für 170 Dörfer und Städte

16.15 Uhr: Angesichts eines Anstiegs der Corona-Neuinfektionen hat die Regierung im Libanon Ausgangssperren über rund 170 Dörfer und Städte verhängt. Die Maßnahme gelte eine Woche lang und beginne am Montagmorgen, teilten die Behörden am Sonntag mit. Im ganzen Land müssen Bars und Diskotheken geschlossen bleiben.

Im Libanon haben sich bislang rund 53.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 455 Todesfälle wurden registriert. Der libanesische Gesundheitsminister Hamad Hassan warnte, die Neuinfektionen könnten bald "europäisches Niveau" erreichen, und nannte lokale Lockdowns eine "letzte Chance".

Seit der Explosionskatastrophe in der Hauptstadt Beirut mit mehr als 200 Todesopfern Anfang August haben die Infektionszahlen im Libanon stark zugenommen. Mitte August hatte die libanesische Regierung bereits einen Lockdown und eine nächtliche Ausgangssperre über Großteile des Landes verhängt. Nach Protesten aus der Wirtschaftsbranche lockerten sie die Beschränkungen jedoch eine Woche später.

NRW begrenzt Teilnehmerzahl für private Feiern

15.28 Uhr: Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Zahl der Teilnehmer an privaten Feiern in dem bevölkerungsreichsten Bundesland angesichts steigender Corona-Fallzahlen auf maximal 50 Personen beschränken. Dies kündigt Ministerpräsident Armin Laschet nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts in Düsseldorf an. Zahlreiche Städte in dem bevölkerungsreichsten Bundesland hatten zuletzt die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, darunter Köln und Essen.

In den betroffenen Städten sollen nun die Öffnungszeiten von Kneipen eingeschränkt und Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern im Freien und 250 Teilnehmern in geschlossenen Räumen gestrichen werden. Laschet spricht sich zudem dafür aus, mehr bundeseinheitliche Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zu schaffen.

In Nordrhein-Westfalen soll zudem künftig in Alten- und Pflegeheimen verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. So soll in Kommunen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den sogenannten Vorwarn-Wert von 35 übersteigt, "eine einmalige Komplett-Testung aller Bewohner und Mitarbeiter dieser Einrichtungen" erfolgen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts in Düsseldorf. 

Offene Fragen nach Quarantäneregelung in Mecklenburg-Vorpommern

14.48 Uhr: Nach Bekanntgabe weiterer Reisebeschränkungen stellen sich für die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns juristische Fragen - insbesondere zum Umgang mit Stornierungen, sagte der Präsident des Dehoga MV, Lars Schwarz, am Sonntag der dpa.

Die Landesregierung hatte für Gäste aus Risikogebieten wie Berlin und anderen Großstädten eine vierzehntägige Quarantäneregelung beschlossen. Menschen aus Gebieten mit mehr als 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen müssen bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Quarantäne kann durch einen zweiten negativen Test nach fünf bis sieben Tagen verkürzt werden.

Bei einem Einreiseverbot wäre die Frage nach einer Schadenersatzleistung klar geregelt. Da die Einreise nur erschwert, aber prinzipiell möglich sei und die Unterkunft zur Verfügung stehe, sei die Frage strittig, sagte Schwarz. "Das ist eine unangenehme Situation, die uns und die Gäste quasi überfährt." Eine Kulanzregelung müsse möglich sein, bei vielen Gäste handele es sich um Stammgäste. "In den Rezeptionen stehen die Telefone nicht still, unzählige Mails sind eingegangen."

Die Restriktionen träfen die Branche hart. Nach dem Totalausfall der Vorsaison hätten sich die Betreiber in der Hochsaison gerade wieder berappelt und nun auf einen "goldenen Herbst" gehofft. Schwarz betonte, dass bisher keine Corona-Gefahr von Touristen ausgegangen sei. "Die Quarantäne-Verordnung sollte dringend auf ihre Verhältnismäßigkeit untersucht werden."

Mann ohne Maske - dafür mit Axt

14.37 Uhr: Weil er in einem Supermarkt an die Maskenpflicht erinnert wurde, hat ein Mann im sächsischen Zwickau mit einer Axt um sich geschlagen. Er habe so eine Schutzverglasung im Kassenbereich beschädigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 38-Jährige hatte den Angaben zufolge den Supermarkt am Samstag zunächst ohne Mund-Nasen-Schutz betreten. Als ihn das Personal auf die Maskenpflicht hinwies, sei er zu seinem Auto gelaufen. Dort habe er sich einen mittelalterlichen Helm aufgesetzt und die Axt gegriffen.

Ein Alkoholtest ergab bei dem Mann 1,6 Promille. Er musste seinen Führerschein abgegeben. Die Polizei prüft, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt.

Berliner Polizei mit Eiern beworfen

14.36 Uhr: In der zweiten Nacht mit der neuen Sperrstunde in Berlin musste die Polizei erneut Lokale schließen und größere Gruppen auflösen. "Wir kontrollieren die Corona-Verstöße derzeit im Rahmen unseres normalen Dienstes. Schwerpunkteinsätze gibt es an diesem ersten Wochenende noch nicht", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Genaue Zahlen zu den Verstößen und den eingesetzten Beamten lagen demnach zunächst nicht vor.

Mehrere größere Menschenansammlungen wurden aufgelöst, teilte die Polizei per Twitter mit. So seien 50 Menschen bei einem Spätverkauf am Kottbusser Tor entdeckt worden und 20 vor einer Bar in Friedrichshain. Im Freien dürfen sich nach der neuen Infektionsschutzverordnung von 23 Uhr bis 6 Uhr nur noch fünf Personen versammeln.

Ebenfalls in Friedrichshain wurde die Polizei aus einer großen Gruppe heraus mit Eiern beworfen. "Die Kollegen wurden aber nicht getroffen", sagte die Sprecherin. Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte am Samstag in der RBB-Abendschau, es brauche erfahrungsgemäß etwas Zeit, bis die Regelung ankomme. "Ich glaube, dass sich das in den nächsten Tagen rumspricht." Es werde sicherlich Schwerpunkteinsätze geben.

Die neue Infektionsschutzverordnung ist in der Nacht zum Samstag in Kraft getreten. Neben einer Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr dürfen bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen nur noch höchstens 10 statt bisher 25 Teilnehmer zusammenkommen.

Bauern schützen sich mit Puppen

14.09 Uhr: In Kambodscha haben Bauern Puppen zum Schutz vor der Corona-Pandemie vor den Häusern aufgestellt. Die als "Ting Mong" bekannten Puppen sind in kambodschanischen Dörfern häufig zu sehen, wenn Krankheiten wie das Dengue-Fieber die Einwohner bedrohen. Mit einem Stock bewaffnet oder einer finsteren Miene im Gesicht sollen sie vor Unheil schützen - nun auch vor Corona.

Eine Frau richtet vor ihrem Haus in der kambodschanischen Provinz Kampong Cham eine Figur her, die in der Region als "Ting Mong" bekannt ist und das Coronavirus abhalten soll.

Eine Frau richtet vor ihrem Haus in der kambodschanischen Provinz Kampong Cham eine Figur her, die in der Region als "Ting Mong" bekannt ist und das Coronavirus abhalten soll.

Foto: TANG CHHIN SOTHY / AFP

Sie habe zwei Vogelscheuchen aufgestellt, "um zu verhindern, dass das Coronavirus meine Familie bedroht", sagte die 45-jährige Bäuerin Sok Chany aus der Provinz Kampong Cham, im Nordosten der Hauptstadt Phnom Penh. Im mehrheitlich buddhistische Kambodscha glauben viele Menschen, dass Geister an Orte, Tiere und Dinge gebunden sind. Die Vogelscheuchen sollen böse Geister abwehren, die den Menschen Schaden zufügen wollen.

Kambodscha ist nach offiziellen Angaben bislang größtenteils verschont von der Corona-Pandemie geblieben. Das Land verzeichnete insgesamt 283 Infektionen und keine Todesfälle. Kritiker vermuten allerdings, dass die Zahlen auf fehlende Tests zurückzuführen sind.

Stuttgart bittet Bundeswehr um Hilfe

13.09 Uhr: Die Stadt Stuttgart mobilisiert zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung. Zudem erbittet sie die Hilfe der Bundeswehr, wie Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, am Sonntag mitteilte. "Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann", so Ehehalt. Zuvor war in der Landeshauptstadt die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden ist, der Wert war am Samstagabend auf 50,5 gestiegen.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte nach einer Telefonkonferenz zur Lagebesprechung: "Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können."

Frau nimmt Maske ab und niest Mann ins Gesicht

12.21 Uhr: An der Ladenkasse hat eine Kundin in Baden-Württemberg ihre Maske abgenommen und einem Mann aus nächster Nähe ins Gesicht geniest. Auslöser für die Tat in Oberteuringen nördlich von Friedrichshafen soll der fehlende Abstand des etwa 60-jährigen Mannes gewesen sein, der nur wenige Zentimeter hinter der Frau in der Kassenschlange stand, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte. Nach dem Vorfall am Samstag habe die laut Polizei etwa 30 Jahre alte Frau ihre Maske wieder aufgesetzt.

Eine Zeugin hatte die Polizei auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Anhand von Bildern einer Videokamera sucht die Polizei nun nach den beiden Beteiligten. Sollte sich herausstellen, dass die Frau etwa mit dem Coronavirus infiziert war, müsse sie mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen, so der Polizeisprecher.

Sechs kritische Regionen in Niedersachsen

12.06 Uhr: Die Zahl der Regionen in Niedersachsen, die den kritischen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschreiten, ist am Sonntag auf sechs gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lagen rechnerisch die Kreise Grafschaft Bentheim (70,0), Emsland (52,6), Cloppenburg (103,7), Vechta (50,4), Wesermarsch (51,9) und die kreisfreie Stadt Delmenhorst (90,3) darüber. Einen Tag zuvor waren es fünf Gebiete gewesen, die die sogenannte 7-Tages-Inzidenz überschritten hatten. Am Sonntag wurde in Vechta der Wert wieder gerissen, nachdem er einen Tag zuvor leicht darunter gesunken war.

Steigt in einem der 37 Kreise und kreisfreien Städte inklusive der Region Hannover der Wert über 50, müssen die Behörden vor Ort schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergreifen. Diese sollen individuell der Lage angepasst seien - in Delmenhorst blieben am Freitag etwa alle Schulen geschlossen. Außerdem sind nach der Verordnung des Landes in manchen Punkten automatisch schärfere Regeln vorgesehen - wie etwa bei der Höchstzahl an Gästen bei privaten Feiern. Der Wert ist auch für die Beherbergungsverbote maßgeblich.

Die Stadt Bremen hatte am Samstag deutlich über dem Schwellenwert von 50 gelegen bei 78,2. Die Zahl der bestätigten Falle stieg in der Hansestadt um 108 auf 2765. Der Senat hatte am Freitag als Gegenmaßnahme unter anderem eine Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr angeordnet.

Madrid für 24 Stunden offen - Menschen verlassen die Stadt

11.25 Uhr: Viele Menschen haben eine kurze Unterbrechung der Abriegelung des Corona-Hotspots Madrid genutzt, um die spanische Hauptstadt zu verlassen. Am Donnerstagnachmittag hatte ein Gericht die von der Zentralregierung wenige Tage zuvor angeordnete weitgehende Abriegelung für rechtswidrig erklärt. Für rund 24 Stunden war die Stadt offen. Dann setzte die Regierung die Maßnahme auf anderer Rechtsgrundlage wieder in Kraft. Bis dahin hätten fast 80.000 Fahrzeuge die Hauptstadt vor einem verlängerten Wochenende verlassen, berichtete die Zeitung "La Vanguardia" am Samstag unter Berufung auf die Behörden. Am Montag ist in Spanien ein Feiertag.

Die Zahl der registrierten Fahrzeuge sei allerdings nur halb so hoch wie in den Vorjahren gewesen. Seit Freitagnachmittag sind mehr als 7000 Polizisten an den Ausfallstraßen sowie am Flughafen und an Bahnhöfen im Einsatz, um die Abriegelung durchzusetzen. Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt.

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hatte die Abriegelung damit begründet, dass die lokale Regierung "nichts unternommen" habe. Man müsse "verhindern, dass das hohe Infektionsniveau Madrids auf den Rest des Landes übergreift." Der Notstand, den die Regionalregierung ablehnt, gilt zunächst für zwei Wochen.

Abgeriegelt sind Madrid und acht weitere Städte im Umland der Hauptstadt. Dort dürfen Menschen nur noch mit triftigem Grund ihre Heimatgemeinde verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Betroffen sind 4,5 der 6,6 Millionen Einwohner der Region.

Passanten in Madrid reagierten empört auf das Hin und Her der Maßnahmen. "Man weiß nicht mehr, was Sache ist. Die Politiker machen uns alle verrückt", sagte eine ältere Frau. Das Gastgewerbe der Stadt hoffte jedoch auf gute Umsätze, weil die Menschen die Stadt nicht wie sonst verlassen können.

Frankreich hat so viele Neuinfizierte wie nie zuvor

11.24 Uhr: In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden 26.896 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen machte damit am Samstag im Vergleich zum Vortag noch mal einen deutlichen Sprung nach oben. Am Freitag wurden 20.339 Neuinfektionen gemeldet. Auch das war ein Rekordwert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag um 54 auf 32.684. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen. Die Corona-Lage ist damit weiter sehr angespannt. In mehreren Städten, darunter Paris, Lyon, Lille und Marseille, gilt bereits die höchste Corona-Warnstufe. In den betroffenen Städten mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen schließen.

Haseloff warnt vor "Alarmismus"

11.10 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff warnt vor Überreaktionen der Politik angesichts deutlich steigender Corona-Zahlen. "Wir sollten jetzt nicht Sanktionen in den Vordergrund stellen, sondern die eigentlichen Ursachen der Hotspots bekämpfen", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sachsen-Anhalt entscheide "rational und lageabhängig" und lasse sich nicht "von Alarmismus leiten".

Bundesregierung will keine Kontrolleure im Homeoffice

10.57 Uhr: Die Bundesregierung hält auch bei einer dauerhaften Ausweitung des Homeoffice infolge der Corona-Pandemie keine Kontrollen für nötig, ob das heimische Büro den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung unterliegt. "Auch bei Telearbeit gilt die grundgesetzlich garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung", sagte Arbeits-Staatssekretär Björn Böhning (SPD) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zwar gelte auch bei mobiler Arbeit der Arbeitsschutz. Das bedeute aber noch lange nicht, "dass der Arbeitgeber in der Privatwohnung nachschauen muss".

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte zuletzt vorgeschlagen, den Beschäftigten einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Heimarbeit pro Jahr zu verschaffen. Dabei geht es jedoch nicht um klassische "Telearbeit", die den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung unterliegt, sondern um "mobile Arbeit", an die der Gesetzgeber weniger strenge Anforderungen stellt.

Böhning betonte jedoch, an die allgemeinen Erfordernisse des regulären Arbeitsschutzes müssten sich die Unternehmen auch in diesem Fall halten. Für jede Art der Arbeit sei eine "Gefährdungsbeurteilung" nötig: "Sind besondere Risiken vorhanden, und was folgt daraus?" Eine Überprüfung vor Ort sei dafür aber nicht nötig.

Infektionszahlen in bayerischen Brennpunkten bleiben hoch

10.50 Uhr: Die Infektionswerte in den Corona-Brennpunkten in Bayern sind weiter gestiegen. Die Städte Memmingen und Rosenheim sowie die Landkreise Fürstenfeldbruck und Regen lagen laut Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin auch am Sonntag (Stand: 0.00 Uhr) über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. In Rosenheim meldete das Institut 70,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im Landkreis Fürstenfeldbruck lag dieser Wert bei 64,3, in der kreisfreien Stadt Memmingen bei 56,7, im Landkreis Regen bei 60,7. München lag mit 48,6 nur noch knapp unterhalb des Grenzwerts von 50.

Polizei beendet Rave-Party am Münchner Schlachthof

10.43 Uhr: In München und Trier sind Polizisten am Wochenende wegen Verstößen gegen Feiernde vorgegangen. Am Sonntagmorgen löste die bayerische Polizei eine illegale Rave-Party auf dem Gelände des Münchner Schlachthofs auf. Ein Anrufer habe die Beamten alarmiert und von 100 bis 150 Gästen gesprochen, sagte ein Polizeisprecher. Als Kräfte der Bundespolizei und der Polizei gegen 7 Uhr morgens anrückten, fanden sie allerdings nur noch rund 25 Menschen. Andere hätten möglicherweise vor Eintreffen der Beamten das Weite gesucht.

Die Polizisten stellten die Identitäten von 20 Anwesenden fest, die nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung erwartet. Nahe der Bahngleise lagen am Sonntagmorgen noch Bierflaschen und Spraydosen auf dem Boden. Anwohner hatten sich gemeldet. Wie und von wem die Rave-Party organisiert war, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen.

Polizeibeamte am frühen Morgen auf dem Schlachthofgelände in München, wo sie eine illegale Party auflösten

Polizeibeamte am frühen Morgen auf dem Schlachthofgelände in München, wo sie eine illegale Party auflösten

Foto: Peter Kneffel / dpa

In der Nacht zuvor hatten Beamte eine Feier von mehr als 100 jungen Menschen im rheinland-pfälzischen Trier aufgelöst. Die Veranstaltung habe "unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen" in einem Partyraum stattgefunden, teilte die Polizei mit. Anwohner hatten die Beamten um 3 Uhr nachts alarmiert. Einige Partygäste seien beim Eintreffen der Beamten in einen nahegelegenen Wald geflüchtet. Die Polizei habe die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt. Die Feiernden kamen laut Polizei auch aus dem Nachbarland Luxemburg.

BA-Chef Scheele gegen höhere Grundsicherung

10.20 Uhr: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, weist Forderungen zurück, angesichts der Corona-Pandemie die Grundsicherung zu erhöhen. "Im europäischen Vergleich ist das - wenn man von Skandinavien absieht - eine großzügige Regelung", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Der Regelsatz ist gerade erhöht worden - für einen Alleinstehenden um 14 Euro auf 446 Euro im Monat." Das sei zwar mager, aber man müsse auch immer sehen, dass es eine Gruppe geben müsse, die das bezahle.

CSU-Chef Söder regt Corona-Steuerreform an

10.10 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verlangt ein Entlastungsprogramm für die Wirtschaft und ein "Update" des Konjunkturprogramms. "Wir brauchen eine Corona-Steuerreform als Frischzellenkur für die Wirtschaft", sagt der CSU-Chef dem "Handelsblatt". Dazu gehöre die Senkung der Unternehmensteuersätze auf ein Niveau von 25 Prozent. Zudem solle die Möglichkeit des Verlustrücktrags deutlich verlängert und erweitert werden. "Wir brauchen die Impulse einer Steuerreform unbedingt noch vor der Bundestagswahl."

Ministerpräsident ruft zum Partyverzicht auf

9.58 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat zum Partyverzicht aufgerufen. "Ich erwarte von den Bürgern, dass sie aus Verantwortungsbewusstsein nicht mehr alles machen, was sie noch dürfen", sagte Kretschmann der "Bild am Sonntag". "Man muss gerade keine Party bei sich zu Hause oder in der Gaststätte feiern."

"Ich kann ja verstehen, dass die Jungen gern feiern würden. Doch sie müssen jetzt solidarisch mit den Alten sein, so wie die Alten beim Kampf gegen den Klimawandel solidarisch mit den Jungen sein müssen", sagte Kretschmann weiter. In Baden-Württemberg gab es am Sonntag mit Stuttgart und Esslingen zwei Risikogebiete mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Einen erneuten Lockdown könne sich das Land nicht leisten, so Kretschmann.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) verteidigte die jüngsten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. "Wir brauchen jetzt gewisse Instrumente, um der Lage Herr zu werden. Wir wollen unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben weitgehend erhalten. Aber wir müssen uns auch gegenseitig schützen", sagte Kretschmer der "Welt am Sonntag". Es würde in der derzeitigen Lage keinen Sinn ergeben, "wenn jetzt alle wild durcheinander durchs Land fahren".

Es mache ihm Sorgen, "wie leichtfertig sich vor allem junge Erwachsene in der Pandemie verhalten", sagte der sächsische Regierungschef. Das Infektionsgeschehen werde so auch in Schulen und Altersheime hineingetragen. "Deswegen müssen wir gerade an die jüngere Generation appellieren: Haltet Abstand, tragt Masken, wascht Euch die Hände!" Derzeit seien nicht "volle Partys gefragt, sondern Vorsichtsmaßnahmen - und Kontrolle".

DFB-Team spielt vor wohl nur 300 Zuschauern

9.50 Uhr: Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz am Dienstag (20.45 Uhr, ARD) in Köln findet womöglich vor nicht mehr als 300 Zuschauern statt. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in Köln am Sonntag weiter auf 59,7 stieg, könnte sie am Montag selbst bei keinem weiteren Fall nicht mehr unter die erforderliche Kennzahl von 35 sinken.

Die Stadt hatte am Samstag darauf verwiesen, dass die endgültige Entscheidung erst am Montag getroffen werde. Damit statt 300 doch 9200 Besucher zugelassen werden, müsste die Sieben-Tage-Inzidenz aber unter jene 35 sinken. Bei zwei Bundesligaspielen des 1. FC Köln sowie dem Länderspiel in der vergangenen Woche gegen die Türkei (3:3) hatte die Stadt mit Verweis auf das Überschreiten der Zahl jeweils die Zulassung für 9200 Zuschauer verweigert.

In Köln gelten seit Samstag unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw trifft im Rahmen der Nations League auf die Schweiz.

NRW-Landesregierung trifft sich zu Sondersitzung

9.20 Uhr: In Nordrhein-Westfalen berät die Landesregierung in einer Sondersitzung über die Lage in der Corona-Epidemie. Am Nachmittag will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über das weitere Vorgehen informieren.

Mehr als sieben Millionen Infizierte in Indien

8.15 Uhr: In Indien ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf über sieben Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 74.383 Neuinfektionen registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 918 auf 108.334 zu. Indien verzeichnet nach den USA die meisten Ansteckungsfälle weltweit, bei den Todesfällen liegt das Land hinter den USA und Brasilien. Innerhalb von nur 13 Tagen stieg in Indien die Zahl der Infektionsfälle um eine Million.

Männer mit Mund-Nasen-Schutz an einer Bushaltestelle in Bengaluru, Indien.

Männer mit Mund-Nasen-Schutz an einer Bushaltestelle in Bengaluru, Indien.

Foto: Aijaz Rahi / dpa

Essen reißt Grenzwert bei Neuinfektionen

8.06 Uhr: Die Stadt Essen hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die knapp 600.000 Einwohner große Ruhrgebietsstadt am Sonntag mit 57,3 an. In Essen gelten nun unter anderem strenge Grenzen für Partys.

Damit gilt auch die viertgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens als Corona-Risikogebiet. Am Samstag hatte mit Köln bereits die größte Stadt des Landes den Wert überschritten.

Noch am Freitag hatte die Stadtverwaltung in Essen einen Katalog mit Einschränkungen vorgelegt, die in Kraft treten sollten, sobald der kritische Corona-Grenzwert überschritten werde. Demnach ist die Zahl der Gäste bei Feiern nunmehr auf 25 statt wie bisher 50 begrenzt. Außerdem müssen Feste ab elf Teilnehmern bei den Behörden angemeldet werden. In öffentlichen Gebäuden gilt eine Maskenpflicht. Auf eine Sperrstunde sollte zunächst aber verzichtet werden, hatte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) nach den Beratungen mehrerer Großstadtbürgermeister mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag gesagt.

Mindestens 52.209 Neuinfektionen in den USA

7.25 Uhr: In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden einer Reuters-Erhebung zufolge mindestens 52.209 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle damit auf 7,75 Millionen. 592 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 214.375. Die Reuters-Zählung basiert auf offiziellen Daten.

Mindestens 3483 Neuinfizierte in Deutschland

5.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet 3483 Neuinfektionen in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 322.864. Die Zahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, steigt um elf auf 9615. Zuletzt waren mehrere Tage in Folge jeweils mehr als 4000 neue Infektionsfälle registriert worden. Allerdings fallen die Daten am Wochenende häufig niedriger aus als während der Woche, weil die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI melden.

Trump erneut getestet

3.39 Uhr: Von US-Präsident Donald Trump geht nach Angaben seines Leibarztes "kein Übertragungsrisiko für andere" mehr aus. Das hätte ein Corona-Test gezeigt, dem sich Trump am Samstag unterzogen habe, erklärte Sean Conley. Es gebe keine Hinweise mehr darauf, dass sich das Virus aktiv vermehre. Zur Frage, ob dies bedeute, dass Trump negativ auf das Coronavirus getestet worden sei, äußerte sich das Präsidialamt zunächst nicht. Trump hatte am 2. Oktober mitgeteilt, dass er positiv getestet worden sei. Am Samstag stieg er mit einem Auftritt vor Anhängern auf dem Gelände des Weißen Hauses in Washington wieder in den Wahlkampf ein.

Söder will 250 Euro Bußgeld in ganz Deutschland

3.36 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein bundesweit einheitliches Bußgeld von 250 Euro für Maskenverweigerer. Es sei Zeit für konsequentes Handeln, sagte der CSU-Chef der "Bild am Sonntag". "Wenn wir zu lange zögern, besteht die Gefahr eines zweiten Lockdowns."

Um diesen erneuten Lockdown zu verhindern, müssten "rasche Maßnahmen für alle" ergriffen werden, sagte Söder. Er nannte unter anderem frühere Sperrstunden und das Verbot größerer Partys und Feiern für eine gewisse Zeit. "Und bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bei ansteigenden Infektionszahlen bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro."

Söder schätzt die aktuelle Corona-Situation durch die ansteigenden Neuinfektionen als ernst ein. "Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden."

Protestierende in Israel werfen Steine auf Polizisten

0.18 Uhr: Ungeachtet strikterer Corona-Regeln haben in Israel erneut Tausende Menschen gegen Regierungschef Benjamin Netanyahu demonstriert. Unter anderem in Jerusalem und Tel Aviv gingen die Menschen laut den Berichten von AFP-Reportern am Samstagabend auf die Straße und forderten mit "Hau ab"-Sprechchören den Rücktritt des Ministerpräsidenten. Dieser steht wegen Korruptionsvorwürfen und seines Umgangs mit der Coronakrise seit Wochen in der Kritik.

Die Demonstranten befolgten weitgehend die Corona-Schutzmaßnahmen - außer in Tel Aviv, wo Tausende Menschen protestierten und es nach Angaben eines AFP-Fotografen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. Aus den Reihen der Protestierenden seien Steine auf Polizisten geworfen worden, die daraufhin zu Gegenmaßnahmen gegriffen hätten, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem seien die Distanzregeln zum Schutz vor dem Coronavirus nicht eingehalten worden.

Das israelische Parlament hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet, das als Bestandteil des Ausnahmezustands wegen der Corona-Pandemie die Demonstrationsfreiheit einschränkt. Kritiker sehen die neuen Regeln als Versuch, die seit Wochen andauernden Proteste gegen Netanyahu zu ersticken.

Die neuen Vorschriften untersagen es Demonstranten, sich weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause zu entfernen, um an Protesten teilzunehmen. Zudem wurden im Vorfeld der erwarteten Demonstrationen am Samstag die Regeln von der Polizei nochmals verschärft: Demonstranten durften höchstens in Gruppen von bis zu 20 Menschen auf die Straße, sollten in der Gruppe zwei Meter Abstand voneinander halten und eine Schutzmaske tragen. Zwischen den einzelnen Gruppen wiederum sollte ein Mindestabstand von 20 Metern eingehalten werden.

Israel hat mit mehr als 280.000 Corona-Fällen bei rund neun Millionen Einwohnern eine der höchsten Infektionsraten weltweit. Mehr als 1900 Menschen starben an Covid-19.

Weltweit 37 Millionen infiziert

0.09 Uhr: Weltweit sind inzwischen mehr als 37 Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden. Mehr als eine Million Menschen sind laut einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters gestorben.

gro/sug/wit/jon/dpa/AFP/Reuters
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