Corona-News am Dienstag Grünenfraktionschefin schlägt Schulunterricht in Kirchen und Kinos vor

Um den Präsenzunterricht wieder zu ermöglichen, ruft Katrin Göring-Eckardt die Bundesregierung zu mehr Kreativität im Umgang mit den Schulen auf. Und: Vier Millionen Athener müssen erneut in einen harten Shutdown. Der Überblick am 9. Februar.
Göring-Eckardt verweist darauf, dass insbesondere Kinder immer stärker unter den Folgen der Pandemie leiden

Göring-Eckardt verweist darauf, dass insbesondere Kinder immer stärker unter den Folgen der Pandemie leiden

Foto: Bernd von Jutrczenka/ dpa

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Söder erwägt Grenzschließungen zu Österreich und Tschechien

23.05 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Schließung der Grenze zu Tschechien nicht ausgeschlossen. »Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein«, sagte Söder am Mittwochabend im ZDF-»heute-journal«.

Dasselbe gelte auch für Österreich, so Söder. »Wir sind bei Österreich sehr verunsichert«, sagte er. Die Regierung in Wien habe im von der südafrikanischen Virusvariante stark betroffenen Bundesland Tirol Quarantänemaßnahmen verhängt. »In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden«, sagte Söder. »Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht.«

Wenn die Gebiete als Mutationsgebiete definiert würden, gäbe es kaum noch Reisemöglichkeiten, sagte Söder. Bereits jetzt sei der Grenzübertritt von und nach Tschechien nur noch zur Arbeit möglich.

Gesundheitsnotstand in Frankreich bis 1. Juni verlängert

22.59 Uhr: Das französische Parlament hat am Dienstag grünes Licht für die Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis zum 1. Juni gegeben. Die Abgeordneten billigten fortgesetzte Sondervollmachten für die Regierung in der Corona-Pandemie. Auf ihnen fußen die derzeit gültigen Schutzmaßnahmen wie die landesweite nächtliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Derweil überschritt das Land die traurige Schwelle von 80.000 Corona-Toten.

Die Regierung werde nicht zögern, im Falle einer »starken und schnellen Verschlechterung« der Gesundheitslage Maßnahmen zu verhängen, kündigte Premierminister Jean Castex an. Angesichts der verschiedenen Corona-Mutanten sei die Verlängerung »eine Notwendigkeit, kein Misserfolg«, betonte auch Staatsekretär Adrien Taquet bei der Abstimmung. Die Opposition stemmte sich gegen die Verlängerung. Die Abgeordneten verwiesen auf den Überdruss vieler Restaurantinhaber, Skipisten-Betreibern oder Schulkindern, die von den strikten Maßnahmen betroffen sind.

Der Gesundheitsnotstand war in Frankreich zunächst vom 23. März bis zum 10. Juli 2020 ausgerufen und am 17. Oktober erneut in Kraft gesetzt worden. Das Parlament hatte zunächst einer Verlängerung bis zum 16. Februar zugestimmt.

Britische Corona-Mutation auf Norderney festgestellt

21.52 Uhr: Die britische Corona-Virusvariante B.1.1.7 ist erstmals auch auf der ostfriesischen Insel Norderney nachgewiesen worden. Ein entsprechender Befund sei dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich am Dienstag bestätigt worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Demnach wurde die infektiösere Mutation Ende Januar bei einem Mann festgestellt. Er ist inzwischen gestorben. Weitere Hinweise auf die Corona-Variante gebe es aktuell nicht, hieß es.

Seit einigen Tagen steigen die Fallzahlen auf der Insel mit rund 6000 Einwohnern an. Die Stadt und der Landkreis seien im engen Kontakt, um zu prüfen, ob weitere Maßnahmen angesichts der Infektionslage erforderlich seien, teilte die Kreisverwaltung mit. Landrat Olaf Meinen und Inselbürgermeister Frank Ulrichs appellierten an die Insulaner, sich strikt an Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten.

Mehr als drei Millionen Fälle in Spanien

21.07 Uhr: In dem von der Pandemie schwer getroffenen Spanien hat die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen die Marke von drei Millionen durchbrochen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen sei innerhalb von 24 Stunden um 16.402 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Madrid mit. Mehr Infektionen als Spanien haben nur die USA, Indien, Brasilien, Großbritannien, Russland und Frankreich gemeldet. Mit 766 neuen Todesfällen binnen 24 Stunden wurde zudem der höchste Wert seit April verzeichnet. Insgesamt starben mehr als 63.000 Bürger in Spanien mit Covid-19.

Für die 47 Millionen Einwohner des beliebten Urlaubslandes gab es aber auch gute Nachrichten: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen ist seit Ende Januar im Zuge strenger Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit konstant rückläufig. Am Dienstag fiel die 7-Tage-Inzidenz den amtlichen Angaben zufolge auf 233 – nach 250 am Vortag. Erst vor zwei Wochen wurde noch ein Höchstwert von fast 421 gemeldet. In Deutschland liegt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit bei 73.

Zur Eindämmung des Virus verlängerte Spanien am Dienstag die Einreisebeschränkungen für die Corona-Risikoländer Großbritannien, Südafrika und Brasilien um weitere zwei Wochen bis zum 2. März. Der Grund sind die in diesen Ländern verstärkt nachgewiesenen und wohl ansteckenderen Virusvarianten.

Tschentscher gegen baldige Lockerungen

20.41 Uhr: Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kann es ohne ein fundiertes wissenschaftliches Wissen über die neuen Corona-Mutationen kaum Lockerungen des Lockdowns geben. »Wir werden keine nennenswerten Lockerungen so lange beschließen können, bis wir eine fundierte Einschätzung haben, in welcher Geschwindigkeit sich die Virusmutationen in Deutschland verbreiten und welchen Beitrag sie dann leisten für das Infektionsgeschehen«, sagte Tschentscher am Dienstagabend bei der virtuellen Jahrestagung des AGA Unternehmensverbands in Hamburg. Erst danach könne über Lockerungsschritte, Öffnungskonzepte oder Perspektivpläne entschieden werden.

Der Regierungschef warnte: »Wir müssen in dieser Lage noch einige Wochen die Disziplin und die Nerven behalten, nicht zu früh aus den Maßnahmen auszusteigen und dann einen Rückfall zu erleiden, eine dritte Welle zu ertragen, die all die Probleme, die wir schon haben, noch einmal schwerer macht.« Bis die Erkenntnisse über die Mutationen vorlägen, könnten Öffnungskonzepte nur erörternd vorbereitet werden.

Es dürften keine falschen Erwartungen geweckt werden, betonte der SPD-Politiker. Mit Blick auf das Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder am Mittwoch sagte er: »Deswegen erwarte ich (...) noch keinen Terminplan, sondern nur eine Vereinbarung, dass wir – sobald wir die wissenschaftliche Klarheit über die Bedeutung der Virusmutationen in Deutschland haben – dann an den richtigen Stellen die Öffnungskonzepte (...) umsetzen.«

Husum: Alle Schlachthof-Beschäftigte in Quarantäne

19.15 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum hat das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne angeordnet. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 270 Beschäftigten auch drei externe Unternehmen mit insgesamt 40 Angestellten sowie 19 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes, teilte der schleswig-holsteinische Kreis Nordfriesland mit. Alle müssten sich einem Test unterziehen.

Begründet wird die Entscheidung mit den »vielfältigen Arbeitsbeziehungen zwischen den verschiedenen Bereichen des Unternehmens und eine nicht strikt durchgehaltene Kohortentrennung«. Es bestehe eine erhebliche Gefahr, dass die bislang 14 Corona-positiven Mitarbeiter weitere Kollegen angesteckt hätten.

Athen geht in harten Shutdown

18.40 Uhr: Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis ruft angesichts steigender Fallzahlen einen kompletten Shutdown für Athen aus. In der Hauptstadt sollen ab Donnerstag bis Ende des Monats unter anderem Schulen und viele Geschäfte geschlossen bleiben, gab der Regierungschef in einer Fernsehansprache bekannt. Von der Maßnahme ist etwa die Hälfte der griechischen Bevölkerung betroffen.

Sachsen öffnet Schulen ab Montag wieder

18.36 Uhr: Einen Tag vor dem Bund-Länder-Treffen schafft Sachsen Fakten. Das Kabinett in Dresden hat die teilweise Schulöffnung bereits ab kommendem Montag beschlossen. Grundschulen und Kitas sollen dann mit einem eingeschränkten Betrieb wieder öffnen, kündigte die Landesregierung an.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte bereits zuvor davon gesprochen, dass Grundschulen und Kitas in dem Freistaat vom kommenden Montag an in einem eingeschränkten Betrieb wieder öffnen sollen.

In den meisten Bundesländern sind die Schulen offiziell geschlossen, sie bieten aber eine Notbetreuung an. Ausnahmen gibt es zudem für Abschlussklassen. In Niedersachsen gibt es seit Januar an Grundschulen einen eingeschränkten Unterricht.

Günther hält Lockerungen noch im Februar für möglich

18.25 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält erste Lockerungsschritte in seinem Land bereits im Februar für möglich. Er erwarte von dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch eine Öffnungsstrategie mit Stufenplan und habe für den entsprechenden Vorschlag seiner Regierung viel Zuspruch im Kreis der Ministerpräsidenten bekommen.

Er werde danach für Schleswig-Holstein in Absprache mit den Koalitionspartnern ein Datum für Öffnungsschritte in dem Land bekanntgeben, sagte Günther und verwies auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 62 in Schleswig-Holstein, Tendenz weiter fallend. Die norddeutschen Länder würden sich zudem eng abstimmen bei Öffnungsschritten.

DFB ermittelt gegen 1. FC Kaiserslautern

18.10 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund ermittelt gegen den 1. FC Kaiserslautern, weil möglicherweise Spieler mit Fans gefeiert haben. »Es besteht der Verdacht, dass der Verein gegen Vorgaben des wegen der Corona-Pandemie gültigen Hygienekonzepts verstoßen haben könnte«, heißt es in einer DFB-Mitteilung. Der Spielausschuss hat den Drittligisten zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Nach dem Derby-Sieg beim SV Waldhof Mannheim am Samstag war der FCK von etwa 300 Anhängern auf dem Betzenberg empfangen und gefeiert worden. »Dabei wurde die Tür des Mannschaftsbusses geöffnet. Videoaufnahmen deuten darauf hin, dass Spieler möglicherweise ohne Einhalten von Mindestabständen oder Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes mit den Fans gefeiert haben könnten«, teilte der DFB mit.

Der FCK hatte am Montag angekündigt, die Vorkommnisse intern aufarbeiten, dabei aber nicht von der eigenen Mannschaft gesprochen. Auch Polizei und städtische Ordnungsbehörde ermitteln, weil die Fans die Mindestabstände nicht einhielten und teilweise keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen.

Osnabrück plant kostenlose Corona-Tests

17.52 Uhr: Die Stadt Osnabrück will mit einem kostenlosen Testangebot die Pandemie weiter eindämmen und gegen die Ausbreitung von Virusmutationen vorgehen. In einem geplanten Testzentrum sollen sich Menschen mit vielen beruflichen Kontakten von kommender Woche an auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen können, wie die Stadt mitteilte.

Berechtigt seien etwa Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen, Beschäftigte in Kitas sowie Angestellte von Lebensmittelmärkten und Imbissen. Auch wer außerhalb Osnabrücks lebe, aber in der Stadt arbeite, könne das Angebot wahrnehmen, hieß es. Getestet werden soll mit Antigen-Schnelltests. Pro Woche könnten so laut Stadtverwaltung zwischen 1000 und 1500 Menschen getestet werden. Termine für Abstriche, die an vier Tagen in der Woche genommen werden sollen, werden online angeboten.

New Yorker Gastronomie darf wieder öffnen

17.28 Uhr: In New York es weitere Lockerungen geben. Ab Freitag dürften Restaurants, Bars und Cafés ihre Innenräume eingeschränkt wieder öffnen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Der von den Feiertagen rund um den Jahreswechsel angetriebene Anstieg der Neuinfektionen sei vorbei. Zudem sollen Ende des Monats auch die Klassenstufen sechs bis acht wieder Präsenzunterricht bekommen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit.

Die Grundschulen sind bereits seit mehreren Wochen wieder teilweise geöffnet, die Oberstufen müssten allerdings noch ein bisschen warten, kündigte de Blasio an. Mehr als zwei Drittel aller Schüler im öffentlichen Schulsystem der Stadt haben sich allerdings bereits zu Beginn des Schuljahres freiwillig gegen Präsenzunterricht entschieden. Sie lernen von zu Hause aus mit dem Computer. New York war im Frühjahr 2020 das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen stabilisiert.

116-jährige Französin übersteht Corona-Infektion

17.02 Uhr: Sie gilt als die älteste Frau Europas und hat mit fast 117 Jahren eine Corona-Infektion überstanden: die französische Ordensschwester André, mit bürgerlichem Namen Lucile Randon. »Ich hatte keine Angst«, sagte sie dem Fernsehsender BFM-TV. Denn der Tod schrecke sie nicht. Schwester André feiert am Donnerstag ihren 117. Geburtstag. In ihrem Altenheim im südfranzösischen Toulon war es im Januar zu einem Corona-Ausbruch gekommen, mehr als 80 Hochbetagte wurden positiv auf das Virus getestet – auch die Ordensfrau.

Allerdings konnte das Virus ihr wenig anhaben. »Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich es hatte«, sagte sie der Lokalzeitung, »Var-Matin«. Denn die Nonne des französischen Vinzentinerinnen-Ordens blieb ohne Symptome. Andere Altenheim-Bewohner erkrankten dagegen, sieben von ihnen starben nach Berichten örtlicher Medien.

Kreuzfahrt-Passagiere auf Gran Canaria in Corona-Quarantäne

16.58 Uhr: Nach vier positiven Corona-Fällen an Bord des Kreuzfahrtschiffes »Mein Schiff 2« sind mehrere Passagiere und Crewmitglieder auf Gran Canaria in Quarantäne. Die Gäste seien am Ende der Reise in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet worden, sagte eine Sprecherin der Reederei Tui Cruises. Zudem seien neun Gäste und elf Mitarbeiter als Kontaktpersonen identifiziert, ebenfalls zunächst an Bord isoliert und dann auf Gran Canaria entsprechend untergebracht worden – trotz negativer Testergebnisse.

Alle übrigen rund 1000 Gäste seien negativ auf das Coronavirus getestet worden und konnten wie geplant am Freitag nach Hause reisen. Auch die 800 Mitarbeiter des Schiffes blieben ohne positiven Corona-Test. »Der Kreuzfahrtbetrieb konnte in Absprache mit den Behörden bereits weitergehen.« Tui Cruises fährt aktuell zu den Kanarischen Inseln und nimmt maximal rund 60 Prozent der sonst üblichen Gäste an Bord.

Biden möchte Lehrkräfte vorrangig impfen lassen

16.34 Uhr: US-Präsident Joe Biden spricht sich dafür aus, Lehrer vorrangig impfen zu lassen. Biden wolle sich in der Frage jedoch auf den Rat von Wissenschaftlern für eine umfassende Wiedereröffnung der Schulen verlassen, teilt das US-Präsidialamt mit. Es wird damit gerechnet, dass die US-Seuchenbehörde CDC noch im Laufe der Woche Richtlinien für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes veröffentlichen wird.

Abruptes Ende einer Geburtstagsparty – 27 Corona-Verstöße

16.28 Uhr: Die Geburtstagsparty einer 19 Jahre alten Aachenerin mit 26 Gästen in einer angemieteten Ferienwohnung in Köln hat in der Nacht zu Dienstag anders geendet als geplant – mit einem Polizeieinsatz. Gegen 1 Uhr hatten Anwohner eine Ruhestörung aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses gemeldet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Als die Beamten gekommen seien, hätten einige Partygäste versucht, wegzurennen, sich hinter Türen zu verstecken oder sich im Badezimmer einzuschließen. Die Beamten lösten die Veranstaltung auf, 26 Personen erhielten einen Platzverweis.

Die 19-Jährige und ihre Partygäste erwartet nach Polizeiangaben ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Der Vermieter der Ferienwohnung muss mit einer Anzeige wegen des derzeit bestehenden Beherbergungsverbots rechnen.

In Israel waren knapp drei Prozent der Corona-Toten geimpft

15.50 Uhr: In Israel waren weniger als drei Prozent der Corona-Toten im vergangenen Monat vorher gegen das Coronavirus geimpft. Das teilt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Mehr als 97 Prozent der nach einer Infektion gestorbenen Menschen seien nicht gegen das Virus geimpft gewesen.

Facebook kündigt schärfere Maßnahmen gegen Falschinformationen an

15.32 Uhr: Facebook will schärfer gegen Falschinformationen über die Pandemie und Impfungen vorgehen. Zudem soll es den Nutzern leichter gemacht werden, sich über Möglichkeiten für eine Impfung zu informieren, heißt es in einem Blog-Posting des US-Konzerns.

Foto: OLIVIER DOULIERY / AFP

Bund plant 1,5 Milliarden Euro mehr für weltweite Corona-Eindämmung

15.32 Uhr: Die Bundesregierung will für die weltweite Bekämpfung der Corona-Pandemie zusätzlich 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das geht aus einer Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Demnach sind 620 Millionen Euro für Impfdosen für Entwicklungsländer und 100 Millionen Euro für Impfstoffe zur Abgabe für humanitäre Zwecke vorgesehen.

Mutationen in Tirol: Ausreise zunächst nur noch mit Test

15.26 Uhr: Österreich verhängt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol.

Aus dem Bundesland sei – von Osttirol abgesehen – vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Corona-Test möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz in Wien.

Schweden will Fernverkehr mit Bus und Bahn einschränken

14.52 Uhr: Die schwedische Regierung will im Kampf gegen das Coronavirus den Fernverkehr mit Bus und Bahn beschränken. Auf Reisen mit einer Entfernung von über 150 Kilometern soll die Anzahl der Passagiere in Bussen und Zügen begrenzt werden, wie Sozialministerin Lena Hallengren in Stockholm sagte. Die Maßnahme solle nach einer kurzen Prüfung durch die Behörden an diesem Sonntag in Kraft treten und voraussichtlich bis Mai gelten. Der öffentliche Nahverkehr ist davon nicht betroffen.

England: Bußgelder und Gefängnis für Falschangaben bei der Einreise

14.48 Uhr: Die britische Regierung verschärft in der Coronavirus-Pandemie erneut ihre Reisevorschriften. Menschen, die nach England einreisen, müssen künftig neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock im Unterhaus in London mit. Ähnliche Regelungen sollen auch in den anderen Landesteilen, Schottland, Wales und Nordirland, eingeführt werden, so der Minister. Mit der Maßnahme will London das Risiko einer Einschleppung von Virus-Mutanten weiter reduzieren. Bereits jetzt gelten strenge Regeln für die Einreise aus 33 vor allem südamerikanischen und afrikanischen Ländern.

Wer sich über die Regelungen hinwegsetze, müsse künftig mit schweren Konsequenzen rechnen, führte Hancock zudem aus. Bußgelder von bis zu 2000 Pfund (rund 2280 Euro) drohen demnach, wenn Tests nicht in Anspruch genommen werden. Bis zu 10.000 Pfund müssen bezahlt werden, wenn die verordnete Hotelquarantäne nicht eingehalten wird. Wer bei seiner Einreise Aufenthalte in Risikogebiete verschweigt, muss sogar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen, so der Minister.

Kabinett billigt Corona-Zuschlag für 3,8 Millionen Bedürftige

13.35 Uhr: Die Bundesregierung hat den in der Koalition vereinbarten Corona-Zuschlag von 150 Euro für Bezieher der Grundsicherung für Arbeitslose, Ältere und Behinderte auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen erfahren hat. Bundestag und Bundesrat müssen dem sogenannten Sozialschutzpaket III noch zustimmen. Ausgezahlt wird der Zuschlag erst im Mai, wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht. Rund 3,8 Millionen Erwachsene sollen ihn erhalten. Die Kosten, die der Bund übernimmt, werden auf 575 Millionen Euro beziffert.

Amtsärzte warnen vor dritter Pandemiewelle

13.35 Uhr: Die deutschen Amtsärzte befürworten eine Lockdown-Verlängerung, weil sonst eine dritte Welle der Corona-Pandemie anrollen könnte. »Wir müssen mit den Corona-Infektionszahlen weiter deutlich nach unten. Andernfalls droht uns eine neue dritte Pandemiewelle, die unser Gesundheitssystem überfordern könnte«, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der »Rheinischen Post« vor den Bund-Länder-Beratungen. Besonders die neuen Varianten des Coronavirus, die wahrscheinlich ansteckender sind, machten Sorgen.

Als Ziel gab Teichert die geringen Corona-Zahlen vom Sommer aus. »Wir müssen unter zehn Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in der Woche.« Am Dienstag war diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit mehr als drei Monaten unter der Schwelle von 75 gesunken, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtete.

Dobrindt fordert deutsche Prüfungen von chinesischen und russischen Impfstoffen

13.25 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich angesichts der schleppenden Corona-Impfungen dafür ausgesprochen, in Deutschland die Zulassung von Impfstoffen etwa aus Russland und China zu prüfen. Man könne auf nationaler Ebene mit Prüfungen arbeiten, um solche Beschaffungen zu organisieren, sagte Dobrindt. Dabei gehe es nicht um sogenannten Impfnationalismus. Auf europäischer Ebene habe es offensichtlich bei der Beschaffung von Impfstoff Fehlleistungen gegeben. Nötig seien deshalb nationale Ergänzungen, um Defizite ausgleichen zu können.

In Deutschland gebe es alle Möglichkeiten der klinischen Prüfungen und Tests sowie der wissenschaftlichen Bewertung von Impfstoffen, sagte Dobrindt. »Wir könnten natürlich auch nationale Zulassungen machen.« Es sei kein Problem und kein Widerspruch zum europäischen Vorgehen, in Prüfungen einzusteigen, ob chinesische oder russische Impfstoffe wirkungsgleich mit den in Westeuropa vorhandenen Vakzinen seien.

»Diese Aufgabe können wir in Ergänzung zu den Europäern auch wahrnehmen.« Man könne solche Prüfungen in Deutschland auch als Vorarbeiten für spätere europäische Zulassungen verstehen.

Russland will Sputnik V nicht vor Mai in EU liefern

13.05 Uhr: Russland hält eine Lieferung seines selbst entwickelten Impfstoffs Sputnik V in die Europäische Union nicht vor Mai oder Juni für möglich. Das sagte der Chef des staatlichen Direktinvestmentfonds (RDIF), Kirill Dmitrijew, im russischen Staatsfernsehen Rossija 24. »Die großen Lieferungen in die EU sind erst dann möglich, wenn die Massenimpfungen in Russland beendet werden.« Der RDIF ist für die internationale Vermarktung von Sputnik V zuständig, der bereits in vielen Ländern zugelassen und im Einsatz ist. Vor dem Einsatz in der EU muss das Präparat noch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen werden.

Vor den Corona-Beratungen: Lockerungen scheinen nicht in Sicht

12.50 Uhr: Trotz sinkender Infektionszahlen zeichnen sich vor den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch keine nennenswerten Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab. »Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern«, sagte etwa Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der »Wirtschaftswoche«. Sein saarländischer Amtskollege Tobias Hans (CDU) betonte in der »Rheinischen Post«: »Momentan sind die Zahlen für große Lockerungen nach wie vor zu hoch.«

Am Dienstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit über drei Monaten unter der Schwelle von 75. Mehrere Regierungschefs plädierten daher für Lockerungsperspektiven, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD): »Ich erwarte (...) von der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch, dass wir uns trotz der Unsicherheiten mindestens auf einen gemeinsamen Rahmenplan einigen können, möglichst gekoppelt an Inzidenzen und der Auslastung unserer Intensivmedizin«, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur.

Urteil: Keine Ferienwohnungen für Geimpfte in Mecklenburg-Vorpommern

12.46 Uhr: Besitzer von Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Greifswald Gäste auch dann nicht beherbergen, wenn diese gegen Covid-19 geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Das Gericht begründete das Urteil am Dienstag unter anderem damit, dass es derzeit keine hinreichend gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse dahin gehend gebe, dass durch Geimpfte oder Genesene keine Übertragung des Coronavirus mehr erfolgen könne.

Bundesregierung plant weitere 6,2 Milliarden Euro für Impfstoff ein

12.36 Uhr: Die Bundesregierung plant weitere rund 6,2 Milliarden Euro zur Beschaffung von Impfstoff ein. Dies sieht eine Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages vor. Zusammen mit bereits bewilligten Mitteln stünden damit in diesem Jahr knapp 8,9 Milliarden Euro für die zentrale Beschaffung von Impfstoff zur Verfügung. Das Bundesgesundheitsministerium »beabsichtigt, damit insgesamt bis zu 635,1 Mio. Impfdosen zu beschaffen«, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss, der zustimmen muss.

Laschet – Kitas und Schulen Kernthema bei Corona-Beratungen

12.28 Uhr: Bei den Beratungen der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel wird es am Mittwoch nach Einschätzung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet vor allem um das Thema Kita und Schulen gehen. »Denn das ist genau die Frage, wo wir heute auch Schäden anrichten«, sagt der CDU-Politiker. Dies sei zwar zu verantworten, weil sonst der Gesundheitsschaden größer wäre. Ihm könne aber niemand erklären, dass ein Distanzunterricht, ein Homeoffice für Kinder, ein guter Lernort sei. Wegen des mutierten Virus müsse man aber vorsichtig sein. »In dieser Abwägung stehen wir jetzt. Kann man da am 15. Februar die Schulen öffnen? Müssen wir nur eine Woche warten?«

Armin Laschet

Armin Laschet

Foto: POOL / REUTERS

WHO-Experten: Tier als Auslöser von Corona-Pandemie weiter nicht identifiziert

11.52 Uhr: Die Expertenmission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat während ihres mehrwöchigen Aufenthalts in China nicht klären können, wie das neuartige Coronavirus auf den Menschen übergegangen ist. Das Tier, auf das die Übertragung auf den Menschen vermutlich zurückzuführen sei, sei noch nicht gefunden worden, teilten die WHO-Experten und ihre ebenfalls an der Untersuchung beteiligten chinesischen Kollegen bei einer Abschlusspressekonferenz in Wuhan mit.

Eine Übertragung von Tieren auf den Menschen sei wahrscheinlich, aber »das Erregerreservoir muss noch identifiziert werden«, sagte der Leiter des chinesischen Wissenschaftlerteams, Liang Wannian. Hinweise, dass es bereits vor Dezember 2019 Infektionen mit Sars-CoV-2 beim Menschen gab, wurden demnach ebenfalls nicht gefunden.

Landrat des Saalekreises ließ sich bereits im Dezember impfen

11.45 Uhr: Der Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak (parteilos), hat sich bereits im Dezember vergangenen Jahres impfen lassen. Handschak habe bereits am 31. Dezember eine Spritze erhalten, kurz nach Beginn der bundesweiten Impfkampagne. Zunächst hatte die »Mitteldeutsche Zeitung« davon berichtet. Der 59-Jährige rechtfertigte sich in der Zeitung damit, er sei zu einem Beratungstermin in einer Klinik gewesen, die bereits damit begonnen hatte, ihre Beschäftigten zu impfen. Dabei sei eine Dosis übrig geblieben, für die es weder impfwillige Beschäftigte noch geeignete Patienten gegeben habe. Deshalb habe er das »Impfangebot« angenommen. Handschak fügte hinzu: »Aus der heutigen Situation würde ich es nicht mehr annehmen.«

Seit mehreren Tagen herrscht Empörung über die vorzeitige Impfung einiger Kommunalpolitiker, obwohl diese gemäß Impfverordnung und den darin definierten Gruppen noch nicht an der Reihe gewesen wären. In Halle an der Saale hatte sich unter anderem der 63-jährige Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) im Januar impfen lassen.

Norwegen rät bis Mitte April von Reisen in alle Welt ab

11.16 Uhr: Den Menschen in Norwegen wird auch über Ostern hinaus von Reisen außerhalb des Landes abgeraten. Das Außenministerium in Oslo hat beschlossen, seine Empfehlung gegen nicht dringend notwendige Reisen in alle Länder der Erde vorzeitig zu verlängern. Wie das Ministerium mitteilte, gilt der ursprünglich bis zum 1. März vorgesehene globale Reiserat nun bis zum 15. April.

In diesen Entschluss spielten verschiedene Faktoren hinein, darunter die weltweite Infektionslage, neue Maßnahmen gegen mutierte Virusvarianten, Reisebeschränkungen und die Kapazitäten des jeweiligen Gesundheitswesens in den Ländern, hieß es aus Oslo. Ausnahmen von dem Rat gibt es nur für Länder und Regionen im Schengen- und Europäischen Wirtschaftsraum mit geringen Infektionszahlen – das sind demnach lediglich Island, die Färöerinseln, Grönland und einige wenige Gebiete in Finnland.

Russland: Nachfrage nach Sputnik V aus dem Ausland sehr groß

11.11 Uhr: Der Kreml erklärt, die ausländische Nachfrage nach dem russischen Impfstoff Sputnik V sei derart groß, dass nicht schnell an alle Interessenten geliefert werden könne. Russland werde aber alles Notwendige tun, den Impfstoff dem Ausland zur Verfügung zu stellen, sobald die heimische Nachfrage erfüllt sei, sagt Präsidialamtssprecher Dmitry Peskow in Moskau.

Anti-Lockdown-Demos trugen zur Verbreitung des Virus bei

10.58 Uhr: Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen gegen die Pandemie haben nach einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität zu Berlin im November zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen. Die Untersuchung stützt sich auf das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, in denen auf die Kundgebungen spezialisierte Busunternehmen Fahrten zu den großen Demonstrationsorten Berlin und Leipzig angeboten hatten. Den Angaben nach stieg in diesen Kreisen die Sieben-Tage-Inzidenz stärker an als in Kreisen, in denen die Busunternehmen keine Reisen anboten.

Großbritannien verschärft Testpflicht bei Einreisen

10.45 Uhr: Personen, die nach Großbritannien einreisen, müssen künftig neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Die Tests sollen demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne durchgeführt werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. Bereits jetzt muss jeder, der einreist, bei seiner Ankunft ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden ist.

Tel Aviv beginnt Corona-Impfungen für Asylsuchende

10.31 Uhr: Asylsuchende können sich seit heute in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv kostenfrei gegen das Coronavirus impfen lassen. Vor einem neuen Impfzentrum für Ausländer, in dem 600 Impfungen pro Tag vorgenommen sollen, bildete sich nach Angaben der Stadtverwaltung eine lange Schlange. Die Leistung wird zunächst Asylsuchenden und Migranten über 16 Jahren angeboten. Um sie in Anspruch zu nehmen, reicht ein Visum oder ein Personalausweis.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land bemüht sich, einer am 19. Dezember begonnenen Impfkampagne neuen Schwung zu verleihen. Nach einem erfolgreichen Auftakt ging die Zahl der täglichen Impfungen zuletzt deutlich zurück. Eine Erstimpfung erhielten bislang rund 3,5 Millionen Menschen, davon bekamen etwa 2,2 Millionen auch die zweite Dosis. Dies fällt zusammen mit Neuinfektionszahlen, die trotz eines mehrwöchigen Lockdowns auf sehr hohem Niveau verharren. Auch die Zahl der Schwerkranken bleibt hoch und lastet auf dem Gesundheitssystem. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen 24 Stunden 7761 neue Fälle verzeichnet. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neunmal so viele Menschen. Hier wurden zuletzt 3379 Neuinfektionen ausgewiesen.

Industrie fordert klare Perspektiven für Wirtschaft

10.26 Uhr: Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat Bund und Länder aufgefordert, bei ihren morgigen Beratungen »Kurzfristmaßnahmen und Kleinstaaterei in der Pandemiebekämpfung« zu beenden. Stattdessen müssten sie einen verlässlichen Fahrplan mit einheitlichen Kriterien »für eine sichere und faire Öffnung der Wirtschaft, wo immer dies epidemiologisch verantwortbar ist«, vorlegen. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum Bundesländer mit vergleichbarer Inzidenz verschiedene Maßnahmen treffen würden – etwa bei Impforganisation, Schulschließungen oder Tests.

MV startet Verteilung von FFP2-Masken

09.59 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern werden heute die ersten von rund 5,2 Millionen FFP2-Masken verteilt. Die Masken sollen laut Landesregierung zuerst im Landkreis Vorpommern-Greifswald ausgegeben werden, dann an der Mecklenburgischen Seenplatte, in Ludwigslust-Parchim und in der Landeshauptstadt Schwerin. Innerhalb von zehn Tagen soll jeder Haushalt sechs FFP2-Masken erhalten. Die Zustellung erfolgt über das Logistiknetz der Tageszeitungen in die Briefkästen.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA weiter rückläufig

09.42 Uhr: In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten am Montag 86.646 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorging. Das sind fast 48.000 weniger als am Montag der Vorwoche. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300.282 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Auch die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung ging im Wochenvergleich zurück. Sie lag laut JHU am Montag bei 1465. Am gleichen Tag der Vorwoche waren 2031 Todesfälle gemeldet worden. Der bisherige Höchstwert wurde am 4. Februar mit 5085 Toten verzeichnet.

Giffey warnt vor »depressiven Verstimmungen und Vereinsamung« bei Kindern

09.31 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat erneut auf eine schnellstmögliche Öffnung von Schulen und Kitas gedrängt. »Wir haben noch etwa zehn Wochen, die wir überbrücken müssen. Da kann man nicht die Antwort geben: Es bleibt alles zu«, sagte sie im Interview mit dem NDR.

Die Belastung für manche Familien sei inzwischen so hoch, dass es Richtung Kindeswohlgefährdung gehe. Gerade in sozialen Brennpunkten zeigten sich bei Schülern teils »depressive Verstimmungen und Vereinsamung«. »Dem müssen wir entgegentreten«, forderte Giffey.

Iran hat mit dem Impfen begonnen

09.15 Uhr: Iran hat mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Präsident Hassan Ruhani nahm per Videoschalte an einer im Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie anlässlich des Beginns der Impfkampagne in einem Krankenhaus in Teheran teil. Er erinnerte dabei an die an Covid-19 gestorbenen Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

In Iran wurden bisher mehr als 58.500 Corona-Tote und 1,4 Millionen Infektionen gemeldet. Das am stärksten von der Pandemie betroffenen Land der Region setzt für die Impfungen die russische Vakzine Sputnik V ein. Zudem soll Iran im Februar 4,2 Millionen Dosen des Impfstoffs des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca erhalten. Darüber hinaus arbeitet Teheran an zwei eigenen Impfstoffen gegen das Coronavirus.

Niedersachsens Regierungschef Weil für längeren Lockdown

08.23 Uhr: Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin spricht sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine Verlängerung des Lockdowns aus. Bei dem Treffen an diesem Mittwoch rechne er mit Einigkeit in einer Schlüsselfrage: »Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern. Das ist angesichts des immer noch hohen Infektionsgeschehens und der Mutationen zwingend«, sagte Weil der Zeitschrift »Wirtschaftswoche«.

Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wollen am Mittwoch über weitere Coronamaßnahmen nach dem 15. Februar beraten. Dann sollen auch erstmals belastbare Daten über die Verbreitung der Virusmutationen in Deutschland vorliegen.

Weil sagte, er wolle in der Runde auch Einigkeit über den weiteren Fahrplan für Lockerungen oder Verschärfungen erzielen. Er wünsche sich, dass »wir uns möglichst bis Ende Februar darüber verständigen können, von welchen Kennziffern und Kriterien dann spätere Entscheidungen abhängig gemacht werden können.« »Dabei müssen wir auch die Mutationen bedenken, die deutlich ansteckender sind als das Original.« Nötig sei ein gemeinsames Konzept. »An den Lockerungswettbewerb im vergangenen Jahr habe ich sehr unschöne Erinnerungen – eine Wiederholung wäre überaus schädlich«, sagte er.

Containerfrachter auf der Elbe: Außenhandel deutlich im Minus

Containerfrachter auf der Elbe: Außenhandel deutlich im Minus

Foto: C. Kaiser/ imago images/blickwinkel

Deutschlands Exporte brechen 2020 um 9,3 Prozent ein

08.22 Uhr: Der deutsche Außenhandel ist im Corona-Jahr 2020 so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, gingen die Exporte um 9,3 Prozent und die Importe um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. In der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 waren die Exporte um 18,4 Prozent und die Importe um 17,5 Prozent zurückgegangen.

Im Jahr 2020 wurden von Deutschland nach Angaben des Bundesamtes Waren im Wert von knapp 1,205 Billionen Euro exportiert und Waren im Wert von rund 1,026 Billionen Euro importiert. Im Dezember stiegen die Exporte gegenüber dem Vormonat November 2020 kalender- und saisonbereinigt um 0,1 Prozent, die Importe sanken um 0,1 Prozent.

Den vorläufigen Ergebnissen zufolge lagen die Exporte damit noch 4,6 Prozent und die Importe 0,1 Prozent unter dem Niveau vom Februar – dem Monat vor dem Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland.

Coronakrise brockt TUI erneut hohen Verlust ein

08.08 Uhr: Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den weltgrößten Reisekonzern TUI auch Ende 2020 tief in die roten Zahlen gerissen. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stand unter dem Strich ein Verlust von rund 803 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte TUI hier ein saisontypisches Minus von 129 Millionen Euro verbucht. Wegen des Einbruchs im Reisegeschäft brach der Umsatz nun um fast 88 Prozent auf 468 Millionen Euro ein. Der deutsche Staat hat TUI seit vergangenem Frühjahr mit Milliardensummen vor dem wirtschaftlichen Untergang bewahrt.

Für den bevorstehenden Sommer zeigte sich TUI-Chef Fritz Joussen vor allem mit Blick auf den Fortschritt der Impfungen in Großbritannien weiterhin zuversichtlich. Bisher zählt TUI für die warme Jahreszeit nach eigenen Angaben konzernweit 2,8 Millionen Buchungen. Die Preise lägen im Schnitt 20 Prozent höher als im Vorkrisensommer 2019. Das Reiseangebot von TUI soll weiterhin 80 Prozent des Sommerprogramms von 2019 erreichen.

Kinobetreiber: Öffnung zu Ostern wäre wichtig

07.13 Uhr: Die Kinobetreiber in Deutschland hoffen auf eine baldige Perspektive für ihre Filmtheater. Die Häuser sind wegen der Pandemie seit rund drei Monaten wieder geschlossen. In einem Brief appellierten mehrere Filmverbände an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, die sich am Mittwoch erneut zu Beratungen zusammenschalten wollen.

»Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, wäre für uns eine Öffnung zu Ostern sehr wichtig«, heißt es in dem Schreiben mehrerer Kino- und Verleihverbände.

Sarkastische Anzeige eines Kinobetreibers für »Lockdown II – Einmal Stille und zurück«

Sarkastische Anzeige eines Kinobetreibers für »Lockdown II – Einmal Stille und zurück«

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Die Filmwirtschaft brauche – wie die gesamte Kultur – dringend ein Signal, wann es wieder losgehen könnte. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Lockerungen möglich seien, benötige der Markt »dringend Planungsparameter«, fordern die Verbände.

»Wir verstehen die Notwendigkeit, Schulen und Kitas trotz aller damit verbundenen Gefahren als Erstes zu öffnen«, heißt es in dem Brief. Sollten Handel und Gastronomie aber vor Kulturorten mit ihren bewährten Hygienekonzepten öffnen dürfen, sei das aus ihrer Sicht »nicht begreiflich und auch rechtlich äußerst fragwürdig«.

Neuer Kinderbonus wird im Mai gezahlt

06.20 Uhr: Der neue Kinderbonus in Höhe von 150 Euro soll laut einem Zeitungsbericht im Mai ausgezahlt werden. Die Zahlung der Unterstützungsleistung für Familien in der Coronakrise ist in einem Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums für Mai vorgesehen, wie das »Handelsblatt« am Dienstag berichtete . Die Kosten der Einmalzahlung belaufen sich demnach auf rund 2,1 Milliarden Euro.

Die Spitzen der Großen Koalition hatten den Bonus von 150 Euro pro Kind am Mittwoch beschlossen. Bereits im vergangenen Jahr war als Hilfe in der Coronakrise ein Kinderbonus von 300 Euro pro Kind an Kindergeldempfänger gezahlt worden.

Städte- und Gemeindebund rät zur Einhaltung der Impfreihenfolge

06.07 Uhr: Nach mehreren Verstößen gegen die Impfverordnung hat der Städte- und Gemeindebund Kommunalpolitiker aufgerufen, sich an die bundesweit festgelegte Reihenfolge bei den Corona-Impfungen zu halten. »Für die Bürgermeister ist es sicher ratsam, sich zurückzuhalten, wenn sie nicht zur ersten Gruppe gehören«, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag).

Am Wochenende war unter anderem bekannt geworden, dass in Halle bereits Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) und zehn Stadträte geimpft worden waren, obwohl sie nicht zur ersten Prioritätsgruppe gehören. Wiegand hatte angegeben, mit einer übrig gebliebenen Impfdosis geimpft worden zu sein, nachdem niemand sonst für eine Impfung zur Verfügung gestanden und ein »Zufallsgenerator« ihn ausgewählt habe. Auch in mindestens zwei weiteren Kreisen Sachsen-Anhalts gab es Verstöße.

Landsberg rechnet damit, dass solche Impfstoffreste künftig kaum noch anfallen: »Die Impfbereitschaft beim Personal in den Pflegeheimen und Krankenhäusern nimmt gerade enorm zu«, sagte er. »Der Grundsatz muss aber lauten: Auf jeden Fall verimpfen, auf keinen Fall wegschmeißen.« Viele Kreise hätten für diesen Fall verbindliche Listen erstellt, wer für eine Impfung mit übrig gebliebenen Dosen infrage kommt.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals seit drei Monaten unter 75

05.58 Uhr: Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen einem Tag meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.291.924 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 09.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 481 auf 62.156. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.057.300 an.

Innenministerium in Stuttgart ruft zu Disziplin über Fastnacht auf

05.10 Uhr: Das Innenministerium in Baden-Württemberg hat zu Abstand und Disziplin auch während der närrischen Tage im Südwesten aufgerufen. »Angesichts der Lage kann freilich auch bei der Fastnacht kein Auge zugedrückt werden«, erklärte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Die Polizei überwache die Corona-bedingte Ausgangsbeschränkung. »Es gibt keine besonderen Corona-Regeln für die Fastnacht.« Man habe zwar großes Verständnis für die Narren und Närrinnen, Ausnahmen bei den Kontaktbeschränkungen gebe es aber nicht. »Wenn wir die nächste Fastnacht wieder unbeschwert gemeinsam begehen möchten, dann sind in diesem Jahr Abstand und Disziplin angesagt.«

Normalerweise starten die Narren im Südwesten in dieser Woche in die heiße Phase. Als einer der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gilt der Donnerstag, der »Schmotzige Dunschtig«. Am darauffolgenden Aschermittwoch ist dann normalerweise Schluss mit lustig. Corona hat den Narren aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Umzüge und Feste wurden abgesagt. Narrenzünfte feiern vielerorts dagegen online.

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Experten: Kein Nachweis für Anti-Corona-Wirkung von Vitamin D

05.00 Uhr: Für einen Corona-Schutz durch Vitamin-D-Ergänzungsmittel gibt es nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) keinen zuverlässigen Beleg. Auch eine eindeutige Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem schweren Krankheitsverlauf sei nach bisheriger Studienlage nicht nachgewiesen, heißt es in der jüngsten DGE-Fachinformation zum Thema (Stand: 11. Januar 2021).

Die Experten hatten Dutzende Studien und Beobachtungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zwar wurde vielfach von positiven Wirkungen einer Vitamin-D-Gabe im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung berichtet. Die Studien wiesen aber meist fachliche Mängel auf, etwa weil der Vitaminstatus der Probanden vor ihrer Erkrankung nicht bekannt war, die Vergleichsgruppen sehr unterschiedlich oder durch Risikofaktoren wie Adipositas oder Diabetes vorbelastet waren.

Das Fazit der Ernährungswissenschaftler: »Derzeit liegen keine Argumente vor, die eine Supplementation von Vitamin D bei Personen mit adäquatem Vitamin-D-Status mit dem Ziel der Prävention einer Sars-CoV-2-Infektion oder der Verringerung des Schweregrades einer Covid-19-Erkrankung begründen können.«

Eishockey-Arzt: Wissen noch zu wenig über mögliche Corona-Folgen

04.40 Uhr: Im deutschen Leistungssport weiß man nach wie vor zu wenig über die möglichen Langzeitfolgen einer Corona-Infektion für Profisportler. »Was uns fehlt, ist eine einheitliche Dokumentation. Eine Datenbank, in der Fälle von positiv getesteten Leistungssportlern gesammelt werden«, sagte Axel Gänsslen, der Mannschaftsarzt des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe in den verschiedenen Sportarten zwar Stützpunkte, »an denen viele Daten zusammenkommen. Aber wir sind weit davon entfernt, generelle Aussagen machen zu können.«

Der Klub aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist mit dem Thema besonders vertraut, weil bei seinem Abwehrspieler Janik Möser im November eine Herzmuskelentzündung als Folge einer Corona-Infektion festgestellt wurde. Gänsslen arbeitete daraufhin für alle Klubs der DEL einen Leitfaden aus, wie man positiv getestete Spieler später wieder in den Trainings- und Spielbetrieb integrieren soll und dabei möglichst keine Folgeerkrankung übersieht. »Das Feedback aus den Vereinen ist positiv, weil alle erst einmal froh sind, dass wir überhaupt etwas in der Hand haben«, sagte der Mediziner.

Wirtschaft fordert Öffnungsperspektive im Corona-Lockdown

03.43 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch über den Corona-Lockdown mehren sich die Forderungen aus der Wirtschaft nach einer Perspektive für die Lockerung der Beschränkungen. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte: Bei Fortführung der Restriktionen müsse es zugleich auch »endlich ein klares und regelbasiertes Öffnungsszenario« geben. Vielen Unternehmen in Deutschland fehle »jeglicher Planungshorizont«, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) dem RND. »Und viele Unternehmen haben den Punkt bereits erreicht, an dem sie Beschäftigung abbauen müssen, viele stehen kurz davor.«

In der deutschen Wirtschaft sei es »kurz vor zwölf«, warnte Dulger. Das Land stehe vor »entscheidenden Wochen, die unsere Zukunft und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit bestimmen werden«.

Masken könnten wie Warnwesten in Autos Pflicht werden

03.01 Uhr: Autofahrer könnten künftig dazu verpflichtet werden, zwei Masken in ihrem Fahrzeug dabei zu haben. Wie die »Saarbrücker Zeitung« berichtet , plant das Bundesverkehrsministerium eine »Mitführpflicht« von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie. Das gehe aus einer Stellungnahme des Ressorts an den Petitionsausschuss des Bundestages hervor, die der Zeitung vorliege.

Das Verkehrsministerium erklärte auf dpa-Anfrage, es prüfe, bei der nächsten Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Mitführpflicht von zwei Mund-Nasen-Bedeckungen vorzuschlagen.

Laut Zeitung will sich das Ministerium an den Regelungen für Warnwesten orientieren. Auch für sie gilt eine »Mitführpflicht«, Verstöße können dann mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet werden. In der Stellungnahme heißt es, eine solche Vorgabe sei schneller umzusetzen, als Masken für den Verbandskasten vorzuschreiben.

Geparkte Lufthansa-Jumbos (Archivbild)

Geparkte Lufthansa-Jumbos (Archivbild)

Foto: Hollandse Hoogte/ imago images

Lufthansa bereitet Piloten auf Neustart nach Coronakrise vor

01.01 Uhr: Mit einem umfangreichen Schulungsprogramm bereitet die Lufthansa ihre Pilotinnen und Piloten auf den Neustart nach der Corona-Pandemie vor. »Bei einer Abwesenheit von einem Jahr üben wir in mindestens fünf bis sechs Simulatorschichten den kompletten Betrieb – Checklisten, Handgriffe, manuelles Fliegen und Notverfahren wie bei zum Beispiel einem Triebwerksausfall«, sagt Konzernsicherheitspilot Andreas Flaig den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgaben). Das Training könne sich auf bis zu zwölf Schichten ausweiten – »das wäre dann die komplette Grundausbildung im Simulator.« In der Pandemie mit einem deutlich reduziertem Flugangebot sind etliche Piloten der Lufthansa zurzeit gar nicht im Einsatz, zum Beispiel alle 350 Piloten die den Superjumbo Airbus A380 steuern. Der Lufthansa-Konzern habe in der Corona-Pandemie 400 seiner 700 Flugzeuge geparkt oder längerfristig abgestellt, so Flaig. Diese gingen erst nach einem umfangreichen Testprogramm wieder in den Flugbetrieb.

fek/fdi/mas/oka/AFP/dpa/Reuters