Corona-News Mallorca verbietet nächtliche Partys

Die Versammlungsbeschränkungen auf Mallorca werden wegen weiterhin hoher Inzidenzen bis mindestens 15. September verlängert. Und: Biontech und Pfizer reichen Daten für Auffrischungsimpfung ein. Der Überblick.
Urlauber am Strand von Palma de Mallorca

Urlauber am Strand von Palma de Mallorca

Foto: Clara Margais / dpa

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+++ Keine nächtlichen Partys auf Mallorca +++

20.13 Uhr: Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sollen die geltenden nächtlichen Versammlungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mindestens bis zum 15. September verlängert werden. Der am Montag veröffentlichte Beschluss der Regierung der spanischen Region muss jedoch erneut vom balearischen Oberlandesgericht gebilligt werden. Bereits seit dem 22. Juli darf man auf den Mittelmeer-Inseln zwischen 1.00 und 6.00 Uhr nur mit Menschen des eigenen Haushalts zusammen sein. Das gilt sowohl drinnen als auch draußen, in privaten und in öffentlichen Räumen.

Diese Maßnahme hatte die Regionalregierung vorige Woche mit Gewerkschaften und Unternehmerverbänden abgestimmt, die ihre Zustimmung signalisiert hatten. Mit der Einschränkung der Versammlungsfreiheit wollen die Behörden in erster Linie die großen Partys in Vergnügungslokalen und in Privathäusern sowie am Strand unterbinden, die als hauptverantwortlich für den starken Anstieg der Infektionszahlen betrachtet werden, der vor allem im Juli verzeichnet worden war.

Noch bis vor wenigen Tagen hatten die Mittelmeer-Inseln zeitweilig wieder die höchsten Corona-Infektionszahlen in Spanien. Die Tendenz ist dort aber, wie im gesamten Land, seit einigen Tagen wieder rückläufig. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche lag auf den Inseln zuletzt bei 202. Zum Vergleich: In Spanien lag dieser Wert am Montag bei 168, in Deutschland nur bei 36.

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Düsseldorfer Karnevalisten: TV-Sitzung nur geimpft oder genesen

22.18 Uhr: Die Aufzeichnung der traditionellen Fernseh-Sitzung der Düsseldorfer Karnevalisten soll im Januar nur vor geimpften oder genesenen Gästen stattfinden. Die Mehrheit der Vereine im Dachverband Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) befürworte einen entsprechenden Vorstandsbeschluss, teilten die Karnevalisten am Montagabend mit.

Die Fernseh-Sitzung, die traditionell an Karneval in der ARD ausgestrahlt wird, wird normalerweise vor 900 Gästen aufgezeichnet. Im vergangenen Jahr fiel die Veranstaltung - wie der Düsseldorfer Rosenmontagszug - der Corona-Pandemie zum Opfer.

Am 11. September ab 11.11 Uhr wollen die Karnevalsvereine an verschiedenen Stellen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Impfaktionen starten.

WHO vermisst Tempo beim Kampf gegen Corona

20.03 Uhr: Die Bekämpfung der Corona-Pandemie verläuft nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch zu schleppend. »Die Testraten in weiten Teilen der Welt sind zu niedrig, insbesondere in Ländern mit geringem Einkommen, sodass ein Großteil der Welt blind für die Entwicklung der Krankheit und anfällig für neue Varianten ist«, erklärte die WHO am Montag. Die nun in vielen Ländern wegen der ansteckenderen Delta-Variante wieder belasteten Gesundheitssysteme bräuchten schnelle Hilfe wie zum Beispiel Sauerstoffgeräte zur Behandlung Schwerkranker. Allein in den nächsten Monaten seien mehrere Milliarden Dollar für die Anti-Corona-Strategie nötig.

Angesichts von mehr Covid-19-Fällen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 als im gesamten Jahr 2020 befinde sich die Welt immer noch in der akuten Phase der Pandemie - trotz hoher Impfraten in einigen Ländern, die die Bevölkerung vor schweren Krankheiten und Todesfällen schützten, so die WHO.

Biontech und Pfizer reichen Daten für Auffrischungsimpfung ein

19.09 Uhr: Der Impfhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben erste Daten für die Zulassung einer Covid-19-Auffrischungsimpfung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht. In den kommenden Wochen sollten diese Daten auch bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und weiteren Behörden eingereicht werden, teilten die Unternehmen mit.

Die Teilnehmer der Phase-1-Studie, aus der die Daten stammen, haben acht bis neun Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung erhalten. Im Vergleich zu einer zweifachen Impfung hätten bei den Menschen mit Auffrischungsimpfung »signifikant höhere neutralisierende Antikörpertiter« nachgewiesen werden können – sowohl gegen das ursprüngliche Virus als unter anderem auch gegen die Delta-Variante.

In der vergangenen Woche hatte die FDA eine Auffrischungsimpfung bereits für Menschen mit geschwächtem Immunsystem zugelassen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen in den USA sind bislang vollständig geimpft.

New York führt Impfpflicht für Gesundheitspersonal ein

18.49 Uhr: Alle Beschäftigten des Gesundheitswesens im Bundesstaat New York müssen sich innerhalb des kommenden Monats gegen Covid-19 impfen lassen. Das sieht eine neue Verordnung vor, die Gouverneur Andrew Cuomo veröffentlichte. Demnach müssen die Angestellten bis zum 27. September mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten haben, es sei denn, sie haben eine medizinische oder religiöse Ausnahmegenehmigung.

Derzeit sind etwa 75 Prozent der rund 450.000 Krankenhausmitarbeiter des Bundesstaates New York vollständig geimpft. Cuomo hatte bereits im Juli angeordnet, dass sämtliche Beschäftigten in staatlichen Krankenhäusern, die regelmäßigen Kontakt zu Patienten haben, geimpft werden müssen.

Grüne fordern Schulhof-Impfen

17.30 Uhr: Die Stiko empfiehlt nun doch Coronaimpfungen ab 12 Jahren. Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt spricht sich dafür aus, Kinder und Jugendliche rasch zu impfen – zum Beispiel auf dem Schulhof. Erfahren Sie hier mehr.

Ema prüft Einsatz von Roche-Arznei bei schweren Covid-19-Fällen

16.30 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema will den Einsatz des Arthritismedikaments Actemra von Roche zur Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Mit der entzündungshemmenden Arznei sollen Erkrankte behandelt werden, die bereits Kortikosteroide erhalten und Sauerstoff oder eine künstliche Beatmung benötigen. Das Ergebnis der Begutachtung, die sich auf vier klinische Studien stützt, soll bis Mitte Oktober vorliegen.

Kaiserslautern darf inzidenzunabhängig 20.000 Fans zulassen

20.000 Fans sind gegen 1860 München im Fritz-Walter-Stadion erlaubt

20.000 Fans sind gegen 1860 München im Fritz-Walter-Stadion erlaubt

Foto: Jan Huebner/Kleer/ imago images/Jan Huebner

15.56 Uhr: Der 1. FC Kaiserslautern darf sein Heimspiel am Samstag (14.00 Uhr) auf Basis der gängigen Hygieneregeln und einer Überprüfung der 3G-Regel vor 20.000 Zuschauern bestreiten. 1000 Tickets sollen dabei an die Fans der Gastmannschaft TSV 1860 München gehen. Wie der FCK am Montag mitteilte, wurde dem Antrag nach Prüfung des Schutz- und Hygienekonzepts durch die Stadtverwaltung Kaiserslautern stattgegeben. Diese Entscheidung sei im Einvernehmen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit gefallen, hieß es. Die vorliegende Genehmigung gelte unabhängig des Inzidenzwerts in der Stadt Kaiserslautern.

Konsequenzen für griechische Impfverweigerer

15:45 Uhr: Weil sie die seit Montag in ihrem Beruf verpflichtende Corona-Impfung verweigert haben, sind zehn Mitarbeiter eines Altenheims in Griechenland in den Zwangsurlaub geschickt worden. Die fünf Pflegekräfte und fünf Verwaltungsmitarbeiter seien »auf unbestimmte Zeit« beurlaubt, sagte der Leiter des Heims in Volos im Zentrum des Landes örtlichen Medien.

In Griechenland müssen seit Montag alle Mitarbeiter im Pflegebereich gegen das Coronavirus geimpft sein, ab 1. September ist die Impfung für das medizinische Personal in allen öffentlichen und privaten Krankenhäusern obligatorisch. Mit der Regelung reagiert die Regierung auf die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Wer sich weigert, darf nicht mehr zur Arbeit kommen, zudem drohen Bußgelder.

Spanien erklärt fünf Bundesländer zu Risikogebieten

15.40 Uhr: Spanien hat weitere deutsche Bundesländer zu Risikogebieten eingestuft . Das hat auch Auswirkungen auf deutsche Urlauber. Nachdem die spanische Regierung am vergangenen Montag bereits Hamburg zum Risikogebiet erklärt hat, folgen ab dieser Woche vier weitere Bundesländer: Berlin, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein.

Alle Reisenden ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise in das Urlaubsland einen negativen Antigen-Schnelltest, einen PCR-Test oder ihre Impf- und Genesungsnachweise vorlegen.

Grund für den Schritt seien die steigenden Inzidenzwerte in den Bundesländern. Berlin und Hamburg kommen bereits seit Tagen über Sieben-Tage-Inzidenz von über 50. Auch Hotspots wie Flensburg mit 90,9 und Kiel mit 107,4 dürften für den Schritt der spanischen Regierung gesorgt haben.

Spanien gilt aus deutscher Sicht nach wie vor als Hochrisiko­gebiet, eine Nachweispflicht gilt in Deutschland ohnehin für alle Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer ab zwölf Jahren. Durch die Einstufung als Hochrisiko­gebiet müssen sich ungeimpfte und nicht genesene Reisende zudem in zehntägige Quarantäne begeben.

Interpol warnt vor Betrug mit vorgetäuschten Impfstoffangeboten

15.30 Uhr: Die internationale Polizeiorganisation Interpol warnt vor weltweiten Betrugsversuchen mit vorgetäuschten Verkaufsangeboten von Corona-Impfstoffen. In über 60 Fällen in 40 Ländern hätten Vertreter von Gesundheitsministerien und Krankenhäusern Angebote zum Kauf von in dem jeweiligen Land zugelassenen Impfstoffen erhalten, teilte Interpol am Montag in Lyon mit.

Demnach geben die Täter üblicherweise vor, einen Impfstoffhersteller oder eine für die Verteilung von Impfstoffen zuständige Regierungsorganisation zu vertreten. Dabei versuchten sie sowohl über die dienstlichen als auch die privaten Mailadressen der Betroffenen sowie per Telefon Kontakt aufzubauen. Dabei kämen auch gefälschte Internetseiten und Profile in den Sozialen Medien zum Einsatz.

Corona fordert immer mehr Tote in Iran

15.13 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt in Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es in den vergangenen 24 Stunden 655 Tote, 35 mehr als am Vortag. Im selben Zeitraum wurden über 41.000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf mehr als 98.000, die der Infektionen auf fast 4,5 Millionen.

Als Reaktion auf die vielen Toten in Verbindung mit Corona hat die iranische Regierung ab Montag erneut einen landesweiten Lockdown verhängt. Das Land ist von der Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sanktionen die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher nur schleppend voran. Bislang wurden nur fünf Prozent der Iraner doppelt geimpft.

Serbien beginnt mit Auffrischungsimpfungen

14.59 Uhr: Serbien beginnt an diesem Dienstag mit Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus für bestimmte, besonders gefährdete Personengruppen. Jene Bürger, denen eine dritte Impfung empfohlen wird, würden von der Gesundheitsverwaltung einen entsprechenden Aufruf erhalten, teilte die serbische Regierung am Montag in Belgrad mit.

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Die Drittimpfung könne ab dem 180. Tag nach dem Erhalt der zweiten Dosis verabreicht werden. Empfohlen werde sie allen Menschen über 70, weiterhin Menschen über 60, die in Altenheimen leben, Patienten, die – etwa infolge einer Organtransplantation – das Immunsystem schwächende Medikamente einnehmen müssen, Mitarbeitern des Gesundheitswesens sowie Bürgern, die viel im Ausland unterwegs sind.

Zahl der Minijobber wächst wieder

14.53 Uhr: Mit dem Ende vieler Corona-Einschränkungen werden wieder mehr Minijobber gebraucht. Im Gastgewerbe, aber auch in Privathaushalten gab es im Juni rund eine halbe Million mehr geringfügig Beschäftigte. Lesen Sie hier mehr.

US-Kardinal Burke muss beatmet werden

13.20 Uhr: US-Kardinal Raymond Leo Burke wird wegen einer Covid-19-Erkrankung in einer Klinik beatmet. Der konservative Papstgegner hatte sich in der Vergangenheit dezidiert gegen Impfungen ausgesprochen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Auch Paralympics finden ohne Zuschauer statt

13.00 Uhr: In der kommenden Woche beginnen die Paralympics in Tokio – und wie bei den Olympischen Spielen sind vor Ort keine Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Das haben die Organisatoren beschlossen. Lesen Sie hier mehr.

Malaysias Regierungschef tritt nach Kritik an Corona-Politik zurück

12.12 Uhr: Nach Kritik am Umgang seiner Regierung mit der Pandemie sind der malaysische Ministerpräsident Muhyiddin Yassin und sein Kabinett zurückgetreten. In einer Fernsehansprache warf der Regierungschef am Montag politischen Rivalen vor, die Pandemie für politische Zwecke missbraucht zu haben. Er habe nicht weiterregieren können, da andere Parteien versucht hätten, die Macht zu übernehmen, statt dem Leben der Menschen Vorrang zu geben, sagte er.

Anfang August waren in Malaysia zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 20.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden, obwohl sich das Land seit Mai in einem strikten Lockdown befindet.

Nach Angaben des Königs Abdullah wird Muhyiddin Yassin übergangsweise das Amt weiter ausüben, bis eine neue Regierung gefunden ist. Der seit anderthalb Jahren regierende Ministerpräsident hatte die breite Unterstützung des Parlaments verloren und sah sich wegen seines Vorgehens in der Pandemie Rücktrittsforderungen ausgesetzt.

Spahn begrüßt Votum der Stiko zu Kinderimpfungen

Jens Spahn: »Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden«

Jens Spahn: »Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden«

Foto: TOBIAS SCHWARZ / AFP

11.57 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es als »gute Nachricht« bezeichnet, dass sich die Ständige Impfkommission (Stiko) nun für Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren ausspricht. »Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden«, sagte der CDU-Politiker am Montag. »Die Fakten sprechen für die Impfung, ausreichend Impfstoff für alle Altersgruppen ist da.« Wenn gewünscht, könnte eine Impfung noch in dieser Woche stattfinden.

Das unabhängige Gremium hatte am Montag mitgeteilt, dass »dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen«. Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind in einem Abstimmungsverfahren mit Ländern und Fachkreisen noch möglich.

Mecklenburg-Vorpommern setzt Maskenpflicht an Schulen aus

Masken hängen zusammen mit Taschen und Rucksäcken an Kleiderhaken in einem Klassenraum einer Grundschule (Symbolfoto)

Masken hängen zusammen mit Taschen und Rucksäcken an Kleiderhaken in einem Klassenraum einer Grundschule (Symbolfoto)

Foto: Patrick Pleul / dpa

11.50 Uhr: Zwei Wochen nach dem Schulbeginn in Mecklenburg-Vorpommern wird die bislang geltende Maskenpflicht an den Schulen bis auf Weiteres ausgesetzt. Von heute an müssen Schüler und Lehrer keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen.

Trotz wieder steigender Infektionszahlen setzt das Bildungsministerium damit die zum Schulstart angekündigte Lockerung um. Maskenfrei in der Schule gilt aber nur dort, wo die Corona-Ampel des Landes auf grün oder gelb steht. Wo diese Ampel an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf orange oder rot beziehungsweise violett steht, muss wieder Maske an den Schulen getragen werden. Das könnte bald in Rostock der Fall sein. Dort zeigt die Ampel nun den Warnwert Orange, bei einer Inzidenz von 55.

Stiko empfiehlt Impfung für 12- bis 17-Jährige

11.15 Uhr: Die Ständige Impfkommission zögerte lange, der Druck aus der Politik war groß. Nun hat sich das Gremium festgelegt: Auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren wird zu einer Impfung geraten. Lesen Sie hier mehr.

Union-Torhüter Luthe gegen Impfpflicht für Fußballer

11.05 Uhr: Union Berlins Torhüter Andreas Luthe hält wenig von einer Impfpflicht für Fußballprofis. »Solange es keine Impfpflicht gibt, wäre die auch im Profifußball falsch. Einen Sportler auszuschließen, weil er nicht geimpft ist, ist falsch, wenn er die Möglichkeit hat, durch einen negativen Test nachzuweisen, dass er nicht ansteckend ist«, sagte Luthe im kicker-Interview.

Grundsätzlich müsse man – nicht nur im Sport, sondern in der gesamten Gesellschaft – »Verständnis für die haben, die sich aus irgendwelchen Gründen nicht impfen lassen. Man kann das persönlich gut oder schlecht finden, aber es ist die freie Entscheidung eines jeden«, sagte der 34-Jährige, der sich in der Spielergewerkschaft VDV und dem Spielerbündnis für die Interessen der Spieler einsetzt.

47,6 Millionen Deutsche zweites Mal geimpft

10.03 Uhr: Die Impfungen in Deutschland gehen vor allem mit Zweitimpfungen voran. Am Sonntag wurden knapp 90.600 Dosen gespritzt, davon führten 67.700 zu einer vollständigen Impfung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte. Insgesamt sind nun 47,6 Millionen Menschen oder 57,2 Prozent der Bevölkerung voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 52,6 Millionen Menschen oder 63,2 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn (CDU) dankte allen, die vor Ort kreative und niedrigschwellige Impfangebote machen. »Jede Impfung zählt!«, schrieb er bei Twitter.

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Unter den 16 Bundesländern hat nur Sachsen immer noch nicht die Marke von 50 Prozent bei den vollständig geimpften Einwohnern erreicht – die dafür nötige Spritze haben dort nun 49,8 Prozent bekommen. Beim Spitzenreiter Bremen sind es inzwischen 67,7 Prozent der Einwohner.

Bayern startet mit Auffrischungsimpfungen

11.00 Uhr: In Bayern können von sofort an etwa Alte und Pflegebedürftige Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus erhalten. »Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten«, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in München. Dies gilt vor allem für Hochbetagte über 80 Jahre, Bewohner von Pflegeheimen, Menschen mit Immunschwächeerkrankungen oder Immunsuppression und Pflegebedürftige, die zu Hause leben.

Voraussetzung für die Auffrischung ist, dass die Zweitimpfung sechs Monate zurückliegt. Vorgesehen sind laut Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz für eine Auffrischung auch alle, die vollständig mit einem Vektorimpfstoff von AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft sind. In der Praxis wird dieser Personenkreis allerdings wegen des auch hier geltenden Sechs-Monate-Abstands erst ab Anfang September an die Reihe kommen.

Dieter Nuhr entgegnet Impfgegnern: »Für Ihre Seite spricht nur ein dumpfes Gefühl«

10.51 Uhr: Comedian Dieter Nuhr stößt bei manchen Fans wegen seiner positiven Einstellung zur Coronaimpfung auf Ablehnung. Einer Frau, die auf seinem Facebook-Profil schrieb, er habe nun wegen seiner »Impfhörigkeit« einen Fan weniger, antwortete der Kabarettist: »Kleiner Irrtum, ich bin nicht hörig, sondern überzeugt auf Basis von statistischen Abwägungen. Für Ihre Seite spricht nur ein dumpfes Gefühl auf Basis unbewiesener Vorurteile. Warum Sie also glauben, dass Ihr Standpunkt überlegen ist, bleibt Ihr Geheimnis.«

Melbourne verhängt nächtliche Ausgangssperre

In Australiens zweitgrößter Stadt müssen die Einwohner zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens zu Hause bleiben

In Australiens zweitgrößter Stadt müssen die Einwohner zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens zu Hause bleiben

Foto: Darrian Traynor / Getty Images

10.26 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie gilt in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne ab Montagabend eine nächtliche Ausgangssperre. Die Maßnahme sei die Reaktion auf eine Reihe von Straßenpartys, ausgelassene Kneipen-Touren und anderen Feiern am vergangenen Wochenende, sagte der Premierminister des Staates Victoria, Dan Andrews. »Viele Leute haben die Regeln gebrochen und sich nicht verhalten wie sie sollten, wirklich schlechte Entscheidungen getroffen«, beklagte Andrews.

Mit der neuen Anordnung müssen die mehr als fünf Millionen Einwohner von Melbourne künftig zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens zu Hause bleiben. Der ohnehin bestehende Lockdown für Melbourne mit Ausgangsbeschränkungen wird zudem um mindestens zwei Wochen verlängert. Damit soll laut Andrews verhindert werden, dass Melbourne in eine ähnliche Lage gerät wie Sydney und dem umgebenden Bundesstaat New South Wales, wo ein Corona-Ausbruch mit der Delta-Variante bislang nicht unter Kontrolle ist.

Pflichtquarantäne nach Kontakt zu Infizierten endet in England

09.24 Uhr: Kontaktpersonen von Infizierten müssen in England und Nordirland künftig nicht mehr verpflichtend in Quarantäne gehen, wenn sie vollständig geimpft sind. Stattdessen sollen Betroffene einen PCR-Test machen, wie aus den neuen Richtlinien der britischen Regierung hervorgeht, die seit Montag gelten. Der Test ist jedoch nicht verpflichtend.

Ähnliche Regeln gelten bereits in Schottland und Wales. Auch für Minderjährige werden die Quarantäneregeln gelockert, was deutlichen Einfluss auf den Schulbetrieb nach den Sommerferien haben dürfte.

Der Gesundheitsforscher Stephen Reicher erklärte, die Regierung müsse die Bevölkerung weiterhin dazu aufrufen, nach Kontakten zu Infizierten PCR-Tests zu machen. »Man ist nicht unverletzlich, wenn man doppelt geimpft ist, es gibt immer noch ein gewisses Risiko, dass man sich infiziert und andere ansteckt«, sagte er dem Sender BBC.

2126 Neuinfektionen – Inzidenz in Deutschland steigt auf 36,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 36,2 – am Vortag hatte der Wert 35,0 betragen, vor einer Woche 23,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2126 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden vier Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zwei Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.823.139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Freiberufler fürchten großes Jobsterben

09.09 Uhr: Mit den Lockerungen der Coronaregeln hat sich auch die Auftragslage von Soloselbstständigen und Freiberuflern verbessert. An vielen jedoch geht der Aufschwung vorbei – ihr Verband erwartet einen Jobkahlschlag. Lesen Sie hier mehr.

Staat verkauft einen Teil seines Lufthansa-Aktienpakets

07.55 Uhr: Der Bund will in den nächsten Wochen einen Teil seiner Anteile an der Lufthansa abstoßen. »Vor dem Hintergrund der (…) positiven Unternehmensentwicklung« werde der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) seine Beteiligung von 20 Prozent um maximal ein Viertel reduzieren, teilte die Deutsche Finanzagentur am Montag mit. Der Verkauf soll noch am Montag beginnen. Der Bund hatte die Beteiligung als Teil einer milliardenschweren Stützungsaktion für die in der Coronakrise in Schwierigkeiten geratene Fluggesellschaft für 300 Millionen Euro erworben. An der Börse ist das Paket inzwischen mehr als eine Milliarde Euro wert.

Lufthansa-Maschinen: Positive Entwicklung

Lufthansa-Maschinen: Positive Entwicklung

Foto: Boris Roessler / dpa

Der WSF war eingerichtet worden, um wichtigen Unternehmen über die Coronakrise hinwegzuhelfen. »Nach ersten Erfolgen der von der Deutschen Lufthansa eingeleiteten zukunftsgerichteten Maßnahmen passt der WSF damit seine Beteiligungshöhe unter Beachtung der Interessen beider Seiten zielgerichtet an«, hieß es in der Mitteilung.

Sydney verschärft Lockdown

06.14 Uhr: Die australische Millionenmetropole Sydney verschärft wegen steigender Coronazahlen ihre Lockdownvorgaben. Vom heutigen Montag an dürfen sich Bewohner des gesamten Großraums Sydney nur noch in einem Umkreis von fünf Kilometern rund um ihr Zuhause aufhalten, um etwa einzukaufen oder Sport zu treiben. Bisher waren es zehn Kilometer. Sydney und große Teile des Bundesstaats New South Wales befinden sich seit Ende Juni im Lockdown.

Auch Bußgelder wurden erhöht: Für Verstöße gegen Quarantänevorgaben etwa können Bürger mit bis zu 5000 australischen Dollar (rund 3100 Euro) zur Kasse gebeten werden. Die Maßnahmen sollen helfen, eine landesweite Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auch in Melbourne und der Hauptstadt Canberra gelten Beschränkungen für die Bevölkerung.

Ungeimpfte Kinder haben »Anrecht auf Präsenzunterricht«

02.38 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schließt Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in den Schulen aus. »Für mich und auch die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder ist klar, dass es an Schulen keine sogenannte 2G-Regelung geben kann. Auch wer sich nicht impfen lassen kann oder will, hat ein Anrecht auf Zugang zum Unterricht«, sagt sie der »Rheinischen Post«.

Zahl der Coronapatienten in französischen Krankenhäusern steigt

01.18 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Coronapatienten in den Krankenhäusern weiter an. Wie die Gesundheitsbehörden am Sonntagabend mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 399 Covid-19-Kranke neu aufgenommen. Damit lagen nun insgesamt 9798 Coronapatienten in den französischen Krankenhäusern. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, nimmt in Frankreich weiter zu. Mit 73 Patienten, die binnen 24 Stunden neu auf Intensivstationen aufgenommen wurden, liegt sie nun bei 1852.

Söder fordert vor Bundestagswahl neue Corona-Grenzwerte

01.04 Uhr: Bund und Länder sollten sich laut CSU-Chef Markus Söder noch vor der Bundestagswahl auf neue Grenz- und Schwellenwerte verständigen. Aufgrund der zahlreichen Impfungen tauge die Inzidenz allein dafür nicht mehr, sagt Söder im Polittalk der »Bild«.

Neben der Inzidenz gehöre die Hospitalisierung und die Impfquote dazu, um entscheiden zu können, ab welcher Zahl, ab welcher Impfquote man von einem relativ geringen Verbreitungsrisiko ausgehen könne. Jedem müsse klar sein, dass noch vor der Bundestagswahl die Inzidenzen steigen würden.

rai/nck/mjm/AFP/dpa/Reuters