Coronavirus Düsseldorf bestätigt ersten Omikron-Fall

Am 21. November reiste eine Person aus Südafrika nach Düsseldorf, nun wurde sie positiv auf die Omikron-Variante des Coronavirus getestet. Zudem gibt es die ersten beiden Fälle in Brasilien.
Leere am Düsseldorfer Flughafen (Archivbild): Die Stadt hat am Dienstagabend den ersten Omikron-Fall bestätigt

Leere am Düsseldorfer Flughafen (Archivbild): Die Stadt hat am Dienstagabend den ersten Omikron-Fall bestätigt

Foto: Federico Gambarini / dpa

In Düsseldorf ist nach Angaben der Stadt ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Es handle sich um eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte. Das teilte die Stadt am späten Dienstagabend mit.

Wegen auftretender Symptome habe sich die eingereiste Person am 25. November testen lassen – das Ergebnis war positiv. Die Untersuchung auf Virusvarianten habe Auffälligkeiten gezeigt, die gegen eine Delta-Variante sprachen. »Eine Nachtestung wurde am 27. November durchgeführt und direkt in die Universitätsklinik zur Sequenzierung gebracht«, hieß es. Die Sequenzierung sei aber wegen der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich gewesen.

Daher sei am 29. November ein weiterer Test durchgeführt worden. »In diesem Abstrich war die Viruslast groß genug, um die Omikron-Variante mit einer Sequenzierung zweifelsfrei nachzuweisen«, sagte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa. Die Virologen der Universitätsklinik hätten übermittelt: »Ja, es ist Omikron.«

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als »besorgniserregend« eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, ist noch nicht bekannt.

Erstmals zwei Omikron-Fälle in Brasilien

Mittlerweile sind in etlichen Ländern Fälle der Variante entdeckt worden. Am Dienstag kam auch Brasilien dazu: Proben von zwei Brasilianern, die durch das renommierte Hospital Albert Einstein positiv auf die Omikron-Variante getestet wurden, würden für eine bestätigende Laboranalyse eingeschickt werden, hieß es in einer Mitteilung der brasilianischen Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa am Dienstag (Ortszeit). Nach Angaben des Nachrichtenportals »G1« handelt es sich um brasilianische Missionare, die in Südafrika leben.

In Lateinamerika gab es bislang noch keinen bestätigten Omikron-Fall.

DER SPIEGEL

In der Millionenmetropole São Paulo, der größten Stadt Brasiliens, war im Februar 2020 der erste Coronavirus-Fall in dem Land registriert worden. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 22 Millionen Menschen infiziert. Fast 614.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner. Zuletzt erklärte sich São Paulo mit einer Impfquote von etwas über 100 Prozent zur »Impfhauptstadt der Welt«. Grund für diese ungewöhnliche Zahlenangabe ist, dass in São Paulo auch Menschen geimpft wurden, die ihren Wohnsitz anderswo haben.

aar/dpa
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