Coronavirus in Deutschland RKI meldet 240.172 Neuinfektionen – erster Rückgang im Wochenvergleich seit Jahresbeginn

Das Robert Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 1472,2 an und hat binnen 24 Stunden 226 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Doch es gibt ermutigende Signale.
Corona-Schnelltest in Berlin

Corona-Schnelltest in Berlin

Foto: STEFANIE LOOS / AFP

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1472,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1465,4 gelegen, vor einer Woche bei 1349,5 (Vormonat: 387,9).

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte , lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Freitagmorgen bei 240.172 – nach 247.862 am Donnerstag und 248.838 am Freitag vergangener Woche. Dies war der erste Rückgang im Wochenvergleich seit Jahresbeginn.

Die Zahlen haben allerdings nur noch begrenzt Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte mit der geplanten Priorisierung bei PCR-Tests die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – sodass diese nicht in die offizielle Statistik einfließt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 170 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 12.009.712 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,23 an (Mittwoch: 6,07). Darunter können auch Menschen mit positivem Coronatest sein, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 8.597.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 119.679.

»Der Höhepunkt der fünften Welle ist noch nicht erreicht«

Die nach ersten Erkenntnissen noch schneller übertragbare Variante BA.2 von Omikron breitet sich nach Einschätzung RKI in Deutschland weiter aus – allerdings zunächst auf niedrigem Niveau. Für die Woche bis zum 30. Januar weist das RKI in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend  einen Anteil von 8,1 Prozent aus – im Vergleich zu rund fünf Prozent eine Woche zuvor.

»Hinsichtlich der klinischen Charakteristik gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Infektionen mit BA.2 von Infektionen mit BA.1 unterscheiden«, heißt es in dem Bericht. In Deutschland dominiert demnach bisher weiterhin der Omikron-Subtyp BA.1.

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage in Deutschland warnten die RKI-Experten: »Es herrscht weiterhin ein sehr hoher Infektionsdruck in der Bevölkerung. Der Höhepunkt der fünften Welle ist noch nicht erreicht.«

aar/dpa