Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf weniger als 1300

Laut Robert Koch-Institut ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland erneut zurückgegangen: auf nunmehr 1278,9. Bei der Zahl der Coronaneuinfektionen gab es hingegen einen Anstieg.
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Foto: JOHN MACDOUGALL / AFP

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronaneuinfektionen ist erneut gesunken. Der Wert lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwochmorgen bei 1278,9. Zum Vergleich: Am Dienstag hatte der Wert noch bei 1306,8 gelegen, am Mittwoch vor einer Woche bei 1401,0.

Die Inzident beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte,  lag die Zahl der erfassten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Mittwochmorgen bei 209.052 – nach 125.902 am Vortag und 219.972 vor einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Coronapandemie wuchs damit auf 13.762.895.

Expertinnen und Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Den jüngsten RKI-Angaben zufolge wurden 299 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der Coronatoten in Deutschland stieg damit auf 121.902.

Die Zahl der von einer Coronaerkrankung genesenen Menschen in Deutschland seit Pandemiebeginn gab das RKI mit rund 10.234.100 an.

Erleichterungen für Urlaubsrückkehrer geplant

Am Mittwoch befasst sich das Bundeskabinett mit den geplanten Erleichterungen bei den Coronaregeln für Urlaubsrückkehrer. So sollen Länder nur noch als Hochrisikogebiete mit weitergehenden Auflagen bei der Rückkehr nach Deutschland eingestuft werden, wenn dort Virusvarianten mit »stärker krank machenden Eigenschaften« grassieren als die hierzulande dominierende Omikron-Variante. Die Neuregelungen sollen ab 4. März greifen.

Für Kinder unter zwölf Jahren soll es zudem möglich werden, sich nach einer Rückkehr aus Hochrisikogebieten direkt aus einer sonst anstehenden Quarantäne freizutesten. Bisher gilt generell : Wer aus solchen Gebieten kommt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach Einreise mit einem negativen Test daraus befreien. Für Kinder unter 6 Jahren endet die Absonderung bisher fünf Tage nach Einreise automatisch – aber ohne Möglichkeit, sich früher freizutesten, wenn sie keinen Nachweis als Genesene oder Geimpfte haben.

Das Gesundheitsministerium verweist zur Begründung für die Erleichterungen für Kinder auch darauf, dass es für unter 12-Jährige bisher keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt. Generell gilt für Einreisen aus allen Ländern weiter die 3G-Regel – wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test haben.

aar/AFP/dpa
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