Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut – auf 1371,7

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist wieder leicht gesunken, auch die Sieben-Tage-Inzidenz geht zurück. Zudem meldet das RKI 264 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.
PCR-Tests in Ingelheim (Symbolbild)

PCR-Tests in Ingelheim (Symbolbild)

Foto: KAI PFAFFENBACH / REUTERS

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Sie lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitagmorgen bundesweit bei 1371,7. Zum Vergleich: Am Donnerstag hatte sie bei 1385,1 gelegen, am Freitag vergangener Woche noch bei 1472,2.

Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte , lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Freitagmorgen bei 220.048 – nach 235.626 am Donnerstag und 240.172 am Freitag vergangener Woche. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden am Freitag zudem 264 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

Die Zahlen haben allerdings im Moment nur begrenzte Aussagekraft. Experten gehen von vielen Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Seit Pandemiebeginn verzeichneten die Gesundheitsämter nach Angaben des RKI insgesamt 13.255.989 Infektionsfälle. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Todesopfer in Deutschland liegt nun bei 120.992. Die Zahl der von einer Corona-Erkrankung genesenen Menschen in Deutschland beziffert das RKI auf rund 9.484.400.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung oder Lockerung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellsten RKI-Bericht lag die Hospitalisierungs-Inzidenz am Donnerstag bundesweit bei 5,97. Vor einer Woche betrug sie noch 6,23.

Omikron-Subtyp BA.2 legt laut RKI weiter zu

Laut RKI hat die nach ersten Erkenntnissen noch schneller übertragbare Variante BA.2 von Omikron in Deutschland merklich zugelegt. Der Anteil in einer Stichprobe untersuchter Coronafälle sei zuletzt auf 14,9 Prozent gestiegen, hielt das Institut in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend  fest. Diese Angabe bezieht sich auf die Woche bis zum 6. Februar – für die Woche davor gibt das RKI den Anteil mit 10,4 Prozent an.

Zwar lägen noch nicht ausreichend Daten vor, um die Eigenschaften des Subtyps hinsichtlich der Krankheitsschwere genauer beurteilen zu können. Durch die voranschreitende Ausbreitung und leichtere Übertragbarkeit von BA.2 sei aber »eine langsamere Abnahme oder eine erneute Zunahme der Fallzahlen nicht auszuschließen«, hieß es.

Zu einer solchen Entwicklung könnten demnach auch die geplanten Lockerungen der Coronamaßnahmen und eine damit verbundene Zunahme von Kontakten beitragen. Experten wiesen zuletzt verstärkt auf BA.2 als möglichen Unsicherheitsfaktor hin. In Ländern wie Dänemark breitete sich der Subtyp bereits stark aus. Dies ist demnach auch in Deutschland möglich und könnte nach Einschätzung vieler dafür sorgen, die Omikron-Welle noch zu verlängern.

aar/AFP
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