Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder leicht – auf 1703,3

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben sich in Deutschland weitere 237.352 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zudem meldeten die Gesundheitsämter 307 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.
Corona-Schnelltest (Archivbild)

Corona-Schnelltest (Archivbild)

Foto: Robert Michael / dpa

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronaneuinfektionen ist wieder leicht gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1703,3. Zum Vergleich: Am Montag hatte er 1700,6 betragen, vor einer Woche 1733,4. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte , lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Dienstag bei 237.352. Am Vortag waren noch 67.501 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche waren es 222.080 gewesen. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Coronapandemie erhöhte sich auf 20.561.131.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 307 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Coronatoten in Deutschland stieg damit auf 128.764.

Bundesländer scheitern mit Vorstoß zur Verlängerung der Coronaauflagen

In Deutschland läuft am kommenden Wochenende wie geplant die bisherige Rechtsgrundlage für viele der bundesweiten Coronabeschränkungen aus. Eine Verlängerung wird es nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nicht geben.

Konkret bedeutet dies, dass ab Sonntag laut dem kürzlich geänderten Infektionsschutzgesetz und einer Übergangsfrist Maskenpflichten nur noch begrenzt möglich sind, etwa in Kliniken oder Pflegeheimen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Masken in Geschäften oder Schulen und 2G- oder 3G-Zutrittsregeln kann es zwar auch noch geben, aber nur noch regional. Dazu muss dann das jeweilige Landesparlament eine besonders kritische Coronalage feststellen, einen sogenannten Hotspot (mehr dazu erfahren Sie hier).

Lauterbach mahnte, die Länder sollten nicht darauf spekulieren, dass die Fallzahlen heruntergehen und sich das Problem von allein erledige. »Das wird es nicht tun.« Die Zahlen seien auf sehr, sehr hohem Niveau, die Krankenhäuser zum Teil sehr stark belastet. Das sei eine unbefriedigende Situation, die sich noch lange hinziehen könne.

aar/AFP