Coronavariante B.1.1.529 Niederlande melden 13 Omikron-Fälle bei Südafrika-Rückkehrern

61 Passagiere, die mit zwei Maschinen aus Südafrika in Amsterdam ankamen, waren Corona-positiv. Jetzt steht fest: 13 von ihnen hatten sich mit der Variante B.1.1.529 angesteckt. Auch Hessen meldet einen Fall.
KLM-Maschine aus Johannesburg am Flughafen Schiphol von Amsterdam

KLM-Maschine aus Johannesburg am Flughafen Schiphol von Amsterdam

Foto: Sem van der Wal / AFP

In den Niederlanden sind bei 13 Reisenden aus Südafrika Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntag mit. Die Personen waren am Freitag mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM nach Amsterdam gekommen.

Insgesamt hatte die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol mehr als 600 Passagiere von zwei KLM-Maschinen getestet, 61 Tests waren positiv. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantänehotel isoliert.

De Jonge appellierte erneut an alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika in die Niederlande eingereisten Personen, sich umgehend auf Corona testen zu lassen. Inzwischen wurden die Regeln für den Zutritt zu KLM-Flugzeugen in Südafrika verschärft. Auch doppelt geimpfte Personen dürfen nur noch mit einem negativen PCR-Test an Bord, zudem muss kurz vorher auch noch ein Schnelltest negativ ausfallen. Vorher mussten Geimpfte keinen Test vorweisen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Omikron-Variante als »besorgniserregend« eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Coronaimpfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

Aus Südafrika kommen erste Berichte über den Krankheitsverlauf bei der neu entdeckten Variante des Coronavirus B.1.1.529: Patienten klagten meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, mitunter in extremen Ausprägungen.

Lauterbach hält leichteren Krankheitsverlauf für denkbar, Verdacht in Hessen bestätigt

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen leichteren Krankheitsverlauf bei der neu entdeckten Coronavirus-Variante Omikron für möglich. »Es wäre wirklich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, wenn Omicron leichter verliefe«, schrieb Lauterbach am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. »Bei so vielen Mutationen wäre es aber denkbar.«

In Hessen wurde derweil ein Omikron-Fall nachgewiesen. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekannt gegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose am Sonntagmittag auf Twitter mit. Das Sozialministerium bestätigte die Angaben.

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Auch Dänemark meldet Omikron-Fall, British Airways fliegt nicht mehr nach Hongkong

Auch in Dänemark sind Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte am Sonntag zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

Die britische Fluggesellschaft British Airways stellte vorübergehend ihre Flüge nach Hongkong ein. Dies gelte, solange man »die Betriebsanforderungen für diese Strecke überprüfe«, bestätigte die Airline am Sonntag der BBC. Hintergrund sind dem Bericht zufolge Quarantäneanordnungen für etliche Beschäftigte der Fluggesellschaft. Nach einem positiven Coronafall in der Crew sollen große Teile des Teams in ein örtliches Quarantänezentrum geschickt worden sein, wie die BBC unter Berufung auf örtliche Medienberichte schrieb. Dies soll auch bereits bei einem anderen Coronafall einige Tage zuvor der Fall gewesen sein.

oka/asa/AFP/Reuters/dpa
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