US-Präsident Biden zur Coronalage »Die Pandemie ist vorbei«

In den USA sterben täglich Hunderte Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. US-Präsident Joe Biden erklärt nun, es gebe zwar noch immer ein Problem. Die Coronapandemie aber sei zu Ende.
US-Präsident Biden bei der Detroit Auto Show: In den vergangenen Jahren war sie wegen der Coronapandemie ausgefallen – 2022 fand sie wieder statt

US-Präsident Biden bei der Detroit Auto Show: In den vergangenen Jahren war sie wegen der Coronapandemie ausgefallen – 2022 fand sie wieder statt

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Evan Vucci / AP

US-Präsident Joe Biden hat die Coronapandemie für beendet erklärt. »Die Pandemie ist vorbei«, sagte Biden in einem Interview mit dem Sender CBS. »Wir haben immer noch ein Problem mit Covid. Wir arbeiten immer noch sehr hart daran. Aber die Pandemie ist vorbei.«

Das »60 Minutes«-Interview mit Biden  wurde Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlt. Aufgezeichnet wurde es bereits am Donnerstag. Dabei besuchte Biden auch die Automesse in Detroit im Bundesstaat Michigan. »Wie Sie sehen, trägt hier niemand eine Maske«, sagte Biden dabei zu Moderator Scott Pelley. »Alle scheinen in ziemlich guter Verfassung zu sein. Ich glaube also, dass sich die Situation ändert, und ich denke, dies ist ein perfektes Beispiel dafür.«

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Der US-Präsident war im Juli positiv auf Corona getestet worden und wurde mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt. Ende August infizierte sich seine Ehefrau Jill mit dem Virus und wurde ebenfalls mit dem Medikament behandelt.

In den USA sterben im Sieben-Tage-Schnitt täglich rund 390 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung. US-Behörden hatten zuletzt zwei an die Omikron-Variante angepasste Coronaimpfstoffe zugelassen. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um sogenannte bivalente mRNA-Impfstoffe der Unternehmen Biontech/Pfizer und Moderna.

In dem TV-Interview sprach Biden auch über weitere Themen.

  • So sicherte er Taiwan im Angriffsfall erneut militärische Unterstützung zu. »Ja, wenn es tatsächlich zu einem noch nie da gewesenen Angriff käme«, sagte Biden auf die Frage: »Würden die US-Streitkräfte die Insel verteidigen?«
    Der US-Präsident hatte sich bereits im Mai bei einer Reise nach Japan ähnlich klar geäußert und gesagt, die USA hätten eine »Verpflichtung«, Taiwan im Angriffsfall zu verteidigen. Die kommunistische Führung in Peking betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet – was bislang vor allem Waffenlieferungen bedeutete.

  • Biden ließ in dem Interview zudem offen, ob er bei der Präsidentenwahl 2024 noch einmal antreten wird. »Es ist viel zu früh, um so eine Entscheidung zu treffen.« Er habe immer wieder gesagt, dass er erneut kandidieren würde, sagte der 79-Jährige. »Aber ob es eine feste Entscheidung ist, dass ich wieder kandidiere? Das bleibt abzuwarten.« Er habe großen Respekt vor dem Schicksal und nun müsse man abwarten.

  • Biden bezeichnete die Lagerung diverser streng geheimer Dokumente im Anwesen seines Vorgängers Donald Trump im US-Bundesstaat Florida als »unverantwortlich«. Er habe sich gefragt, welche Informationen in den Dokumenten enthalten seien, die Quellen kompromittieren könnten.

aar/dpa
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