Stagnierende Sieben-Tage-Inzidenz Coronainfektionen laut RKI nicht mehr rückläufig

Es ist offenbar vorbei mit dem positiven Trend. Nach sieben Wochen mit rückläufigen Zahlen meldet das Robert Koch-Institut ein stagnierendes Niveau von Covid-19-Fällen. Das gelte auch für schwere Erkrankungen.
Ein Corona-Testcenter in Düsseldorf

Ein Corona-Testcenter in Düsseldorf

Foto: Michael Gstettenbauer / IMAGO

Der lang anhaltende Rückgang bei den Corona-Ansteckungen in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) nicht mehr gegeben. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz etwa sei im Vergleich von vergangener zu vorvergangener Woche relativ stabil geblieben, »nachdem sie zuvor sieben Wochen lang zurückgegangen war«.

Das geht aus dem Covid-19-Bericht des Berliner Instituts hervor, der sich vor allem auf die Vorwoche bezieht. Neben der nur noch eingeschränkt aussagekräftigen Inzidenz blickt das RKI auch auf eine Reihe weiterer Indikatoren.

Auch bei schweren Covid-19-Erkrankungen setzte sich der rückläufige Trend den Daten zufolge nicht weiter fort. Bei der Zahl der davon betroffenen Intensivpatienten etwa war von einem Plateau die Rede.

Binnen Tagesfrist war die Zahl der bekannten Infektionsfälle in Deutschland nach Angaben des RKI zuletzt um 46.514 Fälle auf über 32,6 Millionen gestiegen. Das waren demnach 4457 Fälle mehr als am Donnerstag vergangener Woche, als 42.057 Fälle gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 244,4 von 236,2 am Vortag.

Das RKI verzeichnete 230 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 148.728.

Generell liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Auch Vergleiche der Daten sind wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

svs/dpa
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