Covid-19 Erster Todesfall in Schleswig-Holstein

Das Robert Koch-Institut verzeichnete bis Dienstagabend 7156 Corona-Infektionen in Deutschland. In Lübeck wurde bei einem 78-Jährigen nach dessen Tod Covid-19 festgestellt. Auch in Hessen starb der erste Patient.
In Lübeck wurde bei einem Patienten posthum eine Infektion festgestellt

In Lübeck wurde bei einem Patienten posthum eine Infektion festgestellt

Foto: Andreas Arnold/ dpa

Erstmals ist in Schleswig-Holstein bei einem Patienten posthum eine Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus bestätigt worden. Es handele sich um einen 78-Jährigen, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb. Er habe an Speiseröhrenkrebs gelitten, teilte das Klinikum am Dienstagabend mit. "Man kann nicht sagen, welche Rolle das Virus im Geschehen des Sterbens gespielt hat", sagte der Sprecher des Klinikums. Alle engen Kontaktpersonen seien identifiziert und alle Isolationsmaßnahmen eingeleitet, hieß es.

Zudem starb auch in Hessen der erste Patient an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Das teilte das Wiesbadener Klinikum mit, in dem dieser stationär behandelt wurde.

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Aufgrund der Symptomatik sei der Patient sofort nach der Einlieferung isoliert worden, hieß es. Der Patient sei anschließend auf der Intensivstation behandelt worden. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks soll es sich dabei um einen 68-jährigen Mann handeln, der an einer Vorerkrankung gelitten habe.

Auch in Baden-Württemberg starb ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch. Es handelt sich nach Auskunft des Landesgesundheitsamts um eine über 80-jährige stationär behandelte Patientin aus dem Ortenaukreis, die bereits am Montag verstarb. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf sechs.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete bis Dienstagabend 7156 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland, was einem Plus von mehr als 1700 Infizierten gegenüber Montagabend entsprach. Das Corona-Risiko für die Bevölkerung wurde seit Dienstag vom RKI als "hoch" eingestuft, davor hatten es die Experten als "mäßig" bewertet.

evh/dpa
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