Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1127,7

Das RKI meldet 189.166 Coronaneuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf einen neuen Höchstwert. Wirtschaftsminister Habeck stellt derweil eine Verlängerung von Pandemiehilfen in Aussicht.
Corona-Test in Niedersachsen

Corona-Test in Niedersachsen

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Die Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI)  gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 1127,7 an. Am Freitag hatte der Wert noch bei 1073,0 gelegen, am Samstag vergangener Woche bei 772,7. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Samstagmorgen bei 189.166 – nach 190.148 am Freitag und 135.461 am Samstag vergangener Woche. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden am Samstag zudem 182 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Seit Pandemie-Beginn verzeichneten die Gesundheitsämter nach des RKI insgesamt 9.618.245 Infektionsfälle. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland liegt nun bei 117.666. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland beziffert das RKI auf rund 7.532.600.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung oder Lockerung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellsten RKI-Bericht vom Freitag lag die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit bei 4,72. Damit zog der Wert nach einigen Wochen der Stagnation zuletzt wieder deutlich an.

Habeck stellt Verlängerung von Coronahilfen in Aussicht

In Anbetracht der Ausbreitung der Omikron-Variante stellt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eine Verlängerung der Coronahilfen in Aussicht. »Ich hoffe, dass wir Ende März in einer anderen Situation sind. Sollte es aber nötig sein, die Hilfen erneut zu verlängern, um das Überleben hart betroffenen Betriebe zu sichern, dann werden wir in der Bundesregierung die Gelder hierfür bereitstellen«, sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die aktuellen Hilfen seien gut angelaufen, so Habeck. Erste Teilzahlungen – sogenannte Abschlagszahlungen – flössen seit dem 18. Januar und seien auf den Konten der Betroffenen angekommen.

Seit dem 7. Januar wurden 4370 Anträge auf Überbrückungshilfe IV mit einem Volumen von rund 222 Millionen Euro gestellt, wie die Funke-Zeitungen unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium berichteten. Mit der Überbrückungshilfe IV erhalten Unternehmen, die von der Coronapandemie weiterhin stark betroffen sind, für die Zeit von Januar bis März staatliche Unterstützung. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Hinzu kommen dem Bericht zufolge noch 28847 Anträge auf Neustarthilfe mit einem Fördervolumen von 130 Millionen Euro. Bei der Neustarthilfe handelt es sich um ein Programm für Soloselbständige. Sie können bis zu 1500 Euro pro Monat vom Staat bekommen, insgesamt also 4500 Euro.

Etwa die Hälfte aller Anträge kommt den Funke-Zeitungen zufolge aus den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen, mehr als die Hälfte der Antragssumme stammt aus den Branchen Gastronomie und Hotellerie.

Habecks Ministerium hat den Zugang zu Wirtschaftshilfen erleichtert. Unternehmen können Überbrückungshilfe IV im Januar und Februar auch dann in Anspruch nehmen, wenn sie vorübergehend schließen. Umsatzeinbrüche werden anerkannt, wenn die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs wegen der Coronabeschränkungen unwirtschaftlich wäre. »Dann können diese Unternehmen bei Vorliegen eines Umsatzeinbruchs von mindestens 30 Prozent Überbrückungshilfe IV erhalten«, hieß es laut Funke aus dem Wirtschaftsministerium.

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Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sei eine neue Belastungsprobe für viele Unternehmen und ihre Beschäftigten, stellte Habeck fest. »Wir greifen mit den Corona-Wirtschaftshilfen daher weiter unterstützend unter die Arme.«

cop/AFP