+++ Corona-Update am Mittwoch +++ Hamburger Forscher wollen ab Herbst Impfstoff an Menschen testen

Curevac und Biontec testen bereits Impfstoffe am Menschen, schon bald wollen auch Hamburger Forscher mitmischen. Und: Markus Söder hofft auf eine Verlängerung der Testpflicht für Reiserückkehrer. Das war der Überblick am 26. August.
Studienleiterin Marylyn Addo: "Sicherheit ist unsere oberste Priorität"

Studienleiterin Marylyn Addo: "Sicherheit ist unsere oberste Priorität"

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Christian Charisius / DPA

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Lockdown im Gazastreifen wird um 72 Stunden verlängert

23.17 Uhr: Nach dem Bekanntwerden weiterer Corona-Fälle außerhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen wird ein Lockdown im Gazastreifen vorerst um 72 Stunden verlängert. Dies teilte ein Vertreter des von der islamistischen Hamas geführten Innenministeriums am späten Mittwochabend mit. Eine weitere Verlängerung behielt sich das Ministerium vor. 

Am Montag waren in dem Palästinensergebiet erstmals Corona-Fälle außerhalb von Quarantäne-Einrichtungen festgestellt worden. Die Hamas-Regierung hatte daraufhin einen zweitägigen Lockdown in dem dicht besiedelten Gebiet verhängt. Am Mittwoch wurden weitere solcher Infektionen gemeldet. 

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Entgegen vieler Befürchtungen verlief die Pandemie aber dort bislang glimpflich.

In dem Küstengebiet gibt es etwa 20 Quarantäne-Einrichtungen. Für jeden Einreisenden ist seit Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs in den Palästinensergebieten am 5. März eine Quarantäne verpflichtend. 

Insgesamt wurden im Gazastreifen bislang 125 Corona-Fälle registriert, 72 Menschen gelten als genesen. Bis auf die nunmehr 14 Fälle außerhalb der Quarantäne-Einrichtungen wurden die anderen bei Einreisen über die Übergänge Rafah und Erez entdeckt.

Söder: Ende der Corona-Testpflicht ist Risiko für Infektionsschutz

22.02 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hofft trotz des Mehrheitsbeschlusses der Gesundheitsminister auf eine Fortführung der der Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer. Der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgelegte Plan mit dem Ende der Testpflicht nach der Sommersaison sei nicht stimmig, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend bei der ARD-Talkshow "Maischberger". "Darum hoffe ich, dass wir bei der Ministerpräsidentenkonferenz morgen ein bisschen Licht ins Dunkel bringen". 

Die von Spahn und der Mehrheit der Landesgesundheitsminister statt der Testpflicht präferierte Quarantäneregelung sei derzeit nicht sinnvoll umsetzbar, sagte Söder. Daher müsse zumindest "bis eine sinnvolle und nachvollziehbare Quarantäneregelung" umsetzbar sei, an den Pflichttests festgehalten werden. Ansonsten gehe Deutschland eine sehr hohe Gefährdung ein, was die Infektionen angehe.

Am Donnerstag wollen sich die Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Dabei geht es unter anderem darum, trotz unterschiedlicher Betroffenheiten gemeinsame Standards für den Infektionsschutz zu definieren. 

Söder betonte erneut, er habe kein Verständnis dafür, dass die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten erst vor zwei Wochen und damit für das Ende der Sommerferien in vielen Bundesländern viel zu spät über Nacht eingeführt worden sei und nun schon wieder gesagt werde, wir wollen sie ersetzen durch eine "Quarantäneregelung, die nicht in der Praxis funktioniert". Am Ende würden Reiserückkehrer in Quarantäne auch dem Steuerzahler zur Last fallen.

In Bayern seien seit Beginn der Tests an Flughäfen, Autobahnen und Bahnhöfen bereits fast 300.000 Tests gemacht worden. Dabei zeige sich, dass die positive Rate "überdeutlich proportional hoch" sei, betonte Söder. Rund 60 Prozent der Getesteten seien Bürger aus anderen Bundesländern

Frankreich meldet Rekordanstieg der Infektionszahlen – auch in den USA viele neue Fälle

20.20 Uhr: Frankreich meldet am Mittwoch 5429 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Zuwachs seit Anfang April zu Hochzeiten der Pandemie. Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen beläuft sich auf 253.587.

In den USA ist nach Angaben der Gesundheitsbehörden CDC die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 37.086 auf mehr als 5,75 Millionen gestiegen. Binnen eines Tages seien zudem 1142 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden. Damit stieg die Zahl auf 177.759.

Norwegen verhängt Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland

19.40 Uhr: Die Reederei Color Line hatte bereits reagiert - und die Fahrten ihrer Fähren zwischen Oslo und Kiel bereits gestoppt. Nun gilt Deutschland aus Sicht Norwegens auch amtlich als Corona-Hotspot. Reisende, die aus Deutschland in das skandinavische Land kommen, müssen laut einer Mitteilung  des norwegischen Außenministeriums ab dem Wochenende für zehn Tage in Quarantäne. Dasselbe gelte für Reisende aus Liechtenstein und einigen Regionen in Schweden.

Die Regierung folgt dem Rat der Gesundheitsbehörden (FHI), die den Anstieg der registrierten Corona-Fälle in Deutschland mit Sorge beobachtet hatten. "Bis zum 23. August waren es 20 Fälle pro 100.000 Einwohner, und es wird erwartet, dass es in den nächsten Tagen zunehmen wird", hieß es auf der Internetseite des FHI. Die Quarantäneregel tritt um Mitternacht zu Samstag in Kraft. Ein generelles Einreiseverbot ist das aber nicht. Nach Informationen des Auswärtigen Amts in Berlin müssen Einreisende aus Deutschland eine feste Adresse und geeignete Unterkunft für die nächsten zehn Tage durch beispielsweise Buchungsbestätigungen nachweisen - Campingplätze entsprächen allerdings nicht den Vorgaben.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Andorra und Gibraltar

19.20 Uhr: Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnungen wegen der Corona-Pandemie auf Andorra und Gibraltar ausgeweitet. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen werde hier aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt, teilte das Ministerium mit. In beiden Fällen überschreite die Zahl der Neuinfektionen derzeit 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Andorra und Gibraltar als Risikogebiete eingestuft worden seien. Daraus resultiere ein verpflichtender kostenloser PCR-Test bei Einreise nach Deutschland sowie gegebenenfalls eine Quarantäneverpflichtung, hieß es auf der Internetseite des Amts.

Impfstoff soll Ende September in Hamburg getestet werden

19.00 Uhr: Auch in Hamburg soll ab Ende September ein möglicher Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen getestet werden. Die frühe Phase-I-Studie findet an der dortigen Uniklinik (UKE) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) sowie Forschern aus München und Marburg statt. Mehr als 2000 Menschen hatten sich als freiwillige Teilnehmer für die Tests gemeldet. Von diesen Interessen werden Teilnehmer für diese frühe Studienphase nach vorgegebenen Ein- und Ausschlusskriterien, wie beispielsweise Alter, Vorerkrankungen und Gewicht, ausgesucht. Sie werden dann in einem weiteren Screening auf ihre vollständige Gesundheit hin untersucht.

In einem ersten Schritt soll der Impfstoff an 30 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren voraussichtlich ab Anfang Oktober getestet werden. In einer Folgestudie (Phase II) sollen dann bis zu 700 Probanden bundesweit in verschiedenen Altersgruppen und mit erweiterten Einschlusskriterien geimpft werden.

Das Einverständnis einer Ethikkommission der Ärztekammer Hamburg und des Paul-Ehrlich-Instituts, das in Deutschland für die Genehmigung klinischer Studien zuständig ist, werde alsbald erwartet, sagte eine Sprecherin des UKE. Bis Ergebnisse zur Tauglichkeit des Impfstoffs vorliegen, dauere es dann noch einige Wochen. Die "Zeit", die zuvor über die Tests berichtet hat, zitiert Studienleiterin Marylyn Addo mit den Worten: "Sicherheit ist unsere oberste Priorität."

Neben den Forschern in Hamburg, München und Marburg arbeiten auch Wissenschaftler in Tübingen und Mainz an Impfstoffen. Bei diesen kommerziellen Projekten der Biotech-Start-ups Curevac und Biontec werden bereits seit Juni beziehungsweise April Probeimpfungen mit Menschen gemacht.

FDP sieht Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis Ende 2021 skeptisch

18.30 Uhr: Die geplante Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis 2021 hat zu einem heftigen Streit in der Politik geführt. "Zielführend und unausweichlich" sowie Mittel gegen "Wildwest-Mentalität auf dem Arbeitsmarkt", loben die einen. "Sabbatical auf Kosten der Allgemeinheit", poltert ein anderer. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner gibt sich ebenfalls skeptisch. Gleich eine solche Verlängerung sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erforderlich, sagte er. Empfehlenswert wäre gewesen, schrittweise vorzugehen und jetzt erst einmal einige Monate Verlängerung anzukündigen. "Die Konjunktur hellt sich auf. Und das bedeutet, dass möglicherweise auch früher ein Ausstieg aus den staatlichen Hilfen, die über Schulden finanziert werden müssen, möglich ist." Lindner kritisierte: "Die Große Koalition versucht sich offenbar Zeit zu kaufen, um über die Bundestagswahl hinaus zu kommen."

Kritik an deutscher Reisewarnung für Südfrankreich

18.00 Uhr: Die französische Tourismusbranche hat sich enttäuscht über die Reisewarnung für Südfrankreich geäußert. Der Tourismusverband der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur nannte den Schritt "heftig" und "ungerecht". Der Chef des südfranzösischen Tourismusverbands, François de Canson, sagte: "Wir kommen sehr schlecht mit dieser Situation klar, denn im September wird unsere Region am stärksten von deutschen Kunden frequentiert." Die Deutschen stünden im Jahr für rund fünf Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen und in Hotels.

Das Robert Koch-Institut hatte die südfranzösische Region sowie den Großraum um Paris am Montag zu Risikogebieten erklärt, die Bundesregierung sprach daraufhin eine Reisewarnung aus. Die Zahl der Neuinfektionen war in diesen Gebieten über die Marke von 50 je 100.000 Einwohner gestiegen. Nach Deutschland stufte nun auch Belgien die französische Hauptstadt Paris als Risikogebiet ein.

Für angeordnete Quarantäne ist kein Urlaub nötig

15.57 Uhr: Reisende, die aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehren und in Quarantäne müssen, müssen dafür keinen Urlaub nehmen und auch keinen Verdienstausfall befürchten. Das sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Unter Verweis auf das Infektionsschutzgesetz und die Quarantäneverordnungen der Länder sagte er: "Das heißt, der Arbeitnehmer muss aufgrund behördlicher Anordnung für den Zeitraum der Quarantäne zu Hause bleiben. Deshalb besteht für ihn weder die Pflicht, dafür Urlaub zu nehmen, noch muss er einen Verdienstausfall befürchten." Der Sprecher verwies bei einer Pressekonferenz auf Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes.

Demnach kommt der Staat für Verdienstausfälle auf, wenn jemand "Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet". Dem Sprecher zufolge gilt diese rechtliche Grundlage auch, wenn jemand in ein Gebiet reist, für das schon vor der Reise feststeht, dass es ein Risikogebiet ist.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, sie appelliere an die Verantwortung jedes Einzelnen, "im Vorfeld abzuwägen, ob denn die Reise ins Risikogebiet unumgänglich ist".

Wiesbaden verhängt nächtliches Alkoholverbot

15.55 Uhr: Die Stadt Wiesbaden hat ein von Freitag bis zum 21. September geltendes nächtliches Alkoholverbot verhängt. Zwischen Mitternacht und sechs Uhr darf dann Alkohol weder verkauft noch ausgeschenkt werden, auch nicht in der Gastronomie. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Außerdem weitete die Stadt die Maskenpflicht auf Bushaltestellen aus. Damit reagierten die Verantwortlichen auf die steigenden Corona-Infektionszahlen.

Die Stadtverwaltung kündigte an, bei einem weiteren Anstieg zusätzliche Regeln wie eine generelle Sperrstunde zwischen Mitternacht und sechs Uhr zu prüfen. Auch ein generelles Alkoholverbot im Stadtgebiet sei im Gespräch, ebenso die Maskenpflicht in Schulen. Auslöser der Ausbreitung waren vor allem Feiern und Veranstaltungen.

Weltwirtschaftsforum in Davos wird wegen Corona verschoben

15.44 Uhr: Jährlich treffen sich in Davos Dutzende Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche Topmanager und ranghohe Vertreter der Gesellschaft zum Weltwirtschaftsforum. Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter das für Januar geplante Jahrestreffen auf den Sommer nächsten Jahres verschoben. Experten hätten zuvor gewarnt, dass ein "sicheres" Treffen in dem Schweizer Skiort zu Jahresbeginn nicht möglich sei.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, denn es bestehe eine dringende Notwendigkeit, dass weltweit führende Unternehmen "einen gemeinsamen Erholungspfad" für die Zeit nach der Coronakrise entwerfen, hieß es. Für Januar ist nun nur ein stark abgeschwächtes Onlineformat vorgesehen, im Rahmen dessen globale Führungskräfte "ihre Ansichten zum Zustand der Welt im Jahr 2021 austauschen werden".

EU strebt Impfquote von 40 Prozent an

14.53 Uhr: Die Europäische Union und Partnerländer haben einen Plan verabschiedet, mit dem sie eine initiale Impfung von 40 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 anstreben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Über 200 der 450 Millionen Bürger der beteiligten Länder werden demnach Risikogruppen zugerechnet, die zuerst eine Impfung benötigten. Dazu gehören chronisch Kranke und Ältere. Außerdem zählen dazu gesunde Menschen in kritischen Berufsgruppen wie dem Gesundheits- und Bildungswesen und dem öffentlichen Verkehr.

Der Plan wurde den Angaben zufolge von Experten aus der EU, Großbritannien, der Schweiz, Norwegen und Balkanstaaten verfasst. Das langfristige Ziel ist demnach, eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus in den Ländern zu schaffen. Diese könne erzielt werden, wenn nach Erreichen der 40-Prozent-Marke weiter geimpft würde, heißt es.

Die EU und ihre Partner setzen ihr initiales Ziel damit doppelt so hoch wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese strebt eine erste Impfung von 20 Prozent an und fokussiert sich auf die bedürftigsten Bevölkerungsgruppen weltweit. Für diese könnte die Verfügbarkeit an Impfstoffen durch den höheren Bedarf der EU und ihrer Partner knapper werden.

Beide Angaben sind theoretisch, da bislang noch kein Impfstoff existiert. Einzig in Russland ist ein Impfstoff zugelassen - dessen Wirksamkeit und Sicherheit werden jedoch im Ausland skeptisch betrachtet.

Flughafen und Lufthansa bereit für Verteilung eines Corona-Impfstoffs

14.08 Uhr: Der Frankfurter Flughafen wird bei der Verteilung eines zukünftigen Corona-Impfstoffs eine zentrale Rolle spielen. Der Betreiber des größten Frachtdrehkreuzes Europas, Fraport, und die Fluglinie Lufthansa Cargo gaben an, sie seien dazu bereit.

Medikamententransporte erfordern oftmals eine ununterbrochene Kühlkette. Aktuell stehen laut Fraport rund 12.000 Quadratmeter temperaturgeführte Umschlagkapazitäten zur Verfügung, weitere 2000 Quadratmeter seien kurz vor der Inbetriebnahme. Für den Transport über das Vorfeld könnten 20 hochmoderne Thermotransporter eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr wurden an dem Flughafen rund 120.000 Tonnen Impfstoffe, Arzneimittel und andere Pharmaprodukte umgeschlagen. 

Fleischfabriken müssen Corona-Tests in NRW selbst bezahlen

14.00 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen darf auch weiterhin Fleisch verarbeitende Betriebe zu regelmäßigen Corona-Tests auf eigene Kosten verpflichten. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf lehnte am Mittwoch Eilanträge von zwei Unternehmen gegen die Verfügung des Landes ab.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte angeordnet, dass in Fleisch verarbeitenden Betrieben mit mehr als hundert Beschäftigten nur Personen in der Produktion eingesetzt werden dürfen, die mindestens zweimal pro Woche auf Kosten des Inhabers auf eine Infektion getestet werden. Wenn die letzten beiden Tests negativ waren, reicht ein Test pro Woche.

Das Gericht teilte nun mit, die entsprechende Allgemeinverfügung sei nach vorläufiger Prüfung rechtmäßig und verhältnismäßig.

Düsseldorfer Großkonzert wird in Spätherbst verschoben

13.45 Uhr: Das in Düsseldorf geplante Großkonzert mit Stars wie Bryan Adams, Sarah Connor oder The BossHoss wird nicht wie ursprünglich geplant am 4. September stattfinden. Aufgrund der jüngst steigenden Corona-Infektionszahlen müsse das Konzert "Give Live A Chance" in den Spätherbst verschoben werden, teilten die Veranstalter mit. Ein genaues Datum nannten sie dabei nicht.

"Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass unser Maßnahmenkatalog Fans, Künstlern und Mitarbeitern umfassenden Schutz bietet", sagte der Veranstalter Mark Lieberberg. Die aktuelle Atmosphäre verhindere aber einen Konsens zwischen den verschiedenen Beteiligten - unter anderem wollten sich die Stadt Düsseldorf und das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen mit den Veranstaltern abstimmen.

Die über 7000 Ticketkäufer sollen nun ihr Eintrittsgeld einschließlich der Vorverkaufsgebühren zurückerhalten. Weiteres erfahren Sie hier.

Spahn verteidigt Einschränkung kostenloser Tests bei Urlaubsrückkehrern

12.09 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die geplante Einschränkung kostenloser Corona-Tests für Reiserückkehrer verteidigt. "Die Laborkapazitäten sind endlich", sagte Spahn. Wenn auf Dauer die Maximalkapazitäten ausgereizt würden, ginge das "zulasten von Menschen und Material".

Die Beschäftigten in den Labors arbeiteten Wochenenden durch und machten viele Überstunden, so der Minister. Zuletzt habe sich die Zahl der wöchentlichen Tests auf weit über 900.000 verdoppelt.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montag beschlossen, kostenlose Corona-Tests für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten wieder zu streichen. Nach der Hauptreisezeit wolle man nun zu der normalen Teststrategie zurückkehren, sagte Spahn. Dann sollen zielgerichtet Personen mit Symptomen und Kontakt zu Covid-19-Patienten getestet werden, sowie Pflegekräfte, Ärzte und Pflegebedürftige. Für Reisende aus Risikogebieten gilt unverändert eine 14-tägige Quarantänepflicht.

Bundesregierung will offenbar weltweite Reisewarnung verlängern

11.47 Uhr: Die Bundesregierung will offenbar wegen der Corona-Pandemie die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlängern. Sie soll nun statt bis zu. 31. August zwei Wochen länger bis zum 14. September gelten. Das wurde in der Kabinettssitzung entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Auf seiner Internetseite warnt das Auswärtige Amt  vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland. Ausgenommen sind dabei die Länder der EU, die Schengen-assoziierten Staaten Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein sowie Großbritannien, Nordirland, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat.

Außenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine Reisewarnung für Touristen für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen - ein einmaliger Vorgang. Im Juni wurden die genannten Länder ausgenommen.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Reisenden ermöglicht sie es, Buchungen kostenlos zu stornieren. Die Warnung erfolgt unabhängig von der Einstufung von Ländern als Risikogebiet. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich auf Corona testen lassen.

Mehrere bei Deutschen beliebte Urlaubsziele wie Ägypten und Tunesien hatten zuletzt gefordert, die Reisewarnung wieder aufzuheben.

Kretschmer pocht auf länderspezifische Corona-Regeln

11.11 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beharrt auf eigenen Corona-Regeln der Bundesländer. "Wir haben ein sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen", sagte der CDU-Politiker in der Sendung "MDR Aktuell". Es sei "zwingend" notwendig, die Maßnahmen den Fallzahlen vor Ort anzupassen.

In Orten, in denen die Infektionszahlen stark anstiegen, sei schnelles, konsequentes Handeln erforderlich. Das gleiche Handeln sei hingegen in Orten ohne Neuinfektionen weder angemessen noch richtig.

Unspezifisches Vorgehen gefährde zudem die politische Akzeptanz. "Deswegen ist das A und O die Angemessenheit und die konkrete Situation vor Ort", so der Ministerpräsident. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, hatte sich zuvor für einheitlichere Regeln ausgesprochen.

Berliner Senat verbietet Corona-Demonstration

11.02 Uhr: Die Berliner Versammlungsbehörde hat mehrere für das Wochenende geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten. Der Senat befürchtet Verstöße gegen die geltenden Hygieneregeln.

Die Versammlungen vom 1. August hätten gezeigt, "dass die Teilnehmenden sich bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen hinweggesetzt haben". teilte die Senatsverwaltung für Inneres zur Begründung mit. Was beschlossen wurde, erfahren Sie hier.

Corona-Rat aus Island: Zwei Schafe Abstand halten

10.55 Uhr: Der isländische Verband der Schafzüchter hat in der Corona-Pandemie eine besondere Grafik entworfen, um seine Mitglieder daran zu erinnern, Abstand zu halten. Darauf sind zwei Menschen und zwei Schafe zu sehen. Die Schafe stehen zwischen den Menschen und verhindern, dass diese sich zu nahe kommen. Darunter steht die Aufforderung: "Denk an die Zwei-Schafe-Regel."

Unnsteinn Snorri Snorrason vom Schafzüchterverband sagte, er sei sehr zufrieden mit der Kampagne. Die Zeichnung habe viele Mitglieder angeregt, die neuen Corona-Richtlinien zu lesen. Im April hatte die isländische Forstverwaltung den Menschen geraten, im Wald Bäume zu umarmen, wenn ihnen körperliche Nähe fehlt.

Banken vergeben weniger neue Konsumentenkredite

10.38 Uhr: Die Corona-Pandemie hat den Konsum ausgebremst - und damit auch die Nachfrage nach Krediten. An Privatleute vergaben die Institute in der ersten Jahreshälfte 7,3 Prozent weniger neue Kredite als ein Jahr zuvor. Finanziert wurden damit Konsumgüter - etwa Autos, Möbel, Computer - im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro. Das teilte der Bankenfachverband mit. Insgesamt hatten die Institute Ende Juni 172,4 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen verliehen.

Flughafen in Dubai setzt Corona-Spürhunde ein

09.40 Uhr: Der internationale Flughafen in Dubai setzt als erster weltweit Polizeihunde zum Erkennen Covid-19-Kranker ein. Reisenden werden dazu Geruchsproben aus der Achsel abgenommen. Diese werden dann in Nebenräumen von den Hunden beschnuppert. Der Prozess soll pro Reisendem weniger als eine Minute dauern.

Hintergrund des Einsatzes ist die Beobachtung, dass Hunde bei verschiedenen Erkrankungen Geruchsveränderungen wahrnehmen können. Erste Tests zu ihrem Einsatz gegen das Coronavirus wurden bereits vor Monaten in England, den USA und in Deutschland durchgeführt. In Großbritannien ist ebenfalls der Einsatz der Tiere in Flughäfen und Bahnhöfen angedacht, um eine große Anzahl an Passagieren auf das Virus testen zu können - Verdachtsfälle sollen anschließend durch klinische Tests überprüft werden.

In Deutschland arbeiten die Bundeswehr und die Universität Hannover an der Ausbildung von auf Covid-19 spezialisierten Spürhunden. Ihren Ergebnissen nach liegt die Trefferquote der Tiere bei etwa 94 Prozent.

Bislang sind die Vereinigten Arabischen Emirate das einzige Land, dass die Corona-Hunde tatsächlich regulär an Flughäfen einsetzt.

Ostbeauftragter fordert einheitliche Corona-Regeln

06.45 Uhr: Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, fordert bei der Pandemiebekämpfung bundesweit möglichst einheitliche Lösungen. Die Lage im Osten sei zwar derzeit anders als im Westen, sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Aber das ist eine volatile Momentaufnahme." Daher seien gewisse Einschränkungen sinnvoll und zumutbar. "Möglichst flächig wirken sie am besten."

Grundsicherung: Großzügigere Regeln für Künstler und Kleinunternehmer

05.50 Uhr: Von der Coronakrise besonders betroffene Künstler, Kleinselbstständige und Kleinunternehmer sollen erleichterten Zugang zur Grundsicherung erhalten. Dazu will die Koalition beim Schonvermögen großzügigere Regelungen treffen, wie die Spitzen von Union und SPD in der Nacht zu Mittwoch in Berlin beschlossen. Auch der wegen der Coronakrise erleichterte Zugang zur Grundsicherung insgesamt soll verlängert werden - bis 31. Dezember 2021. Dies soll "Sicherheit in unsicheren Zeiten" bieten, so die Koalitionäre.

Mitte März war von der Bundesregierung beschlossen worden, dass es keinen Nothilfefonds des Bundes für Künstler und Kulturschaffende geben solle. Diese sollten aber erleichterten Zugang zur Grundsicherung bekommen. Viele Betroffene sehen die Grundsicherung aber skeptisch. Deshalb war zuletzt die Forderung nach einer Existenzsicherung von Künstlern in Form von Betriebszuschüssen lauter geworden.

Fortgeschrieben werden auch die Erleichterungen für diejenigen, die Corona-erkrankte Angehörige pflegen. Sie können dafür weiterhin bis zu 20 Arbeitstage der Arbeit fernbleiben. Das gilt auch für jene, die Pflege neu organisieren müssen. Die Möglichkeiten sollen bis 31. Dezember 2020 verlängert werden. Auch das Pflegeunterstützungsgeld kann bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege zu Hause erfolgt.

1576 Neuinfektionen in Deutschland

05.35 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1576 neue Corona-Fälle in Deutschland innerhalb eines Tages. Am Dienstagmorgen waren es 1278. Mit 2034 neuen Fällen war am Samstag erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Seit Beginn der Coronakrise haben sich mindestens 236.429 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9280. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 210.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag bei 0,90 (Vortag: 0,98). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Boris Johnson ändert Maskenregelung an Schulen

Boris Johnson mit Gesichtsmaske

Boris Johnson mit Gesichtsmaske

Foto: POOL/ REUTERS

04.07 Uhr: Nur wenige Tage vor dem Schulstart hat der britische Premierminister Boris Johnson seine Meinung geändert: Schülern in weiterführenden Schulen wird nicht mehr davon abgeraten, eine Gesichtsmaske zu tragen. Das berichtet der "Guardian". 

In Lockdown-Regionen wie dem Großraum Manchester wird das Maskentragen zur Pflicht - in Schulfluren und anderen Bereichen, in denen es schwierig ist, den Mindestabstand einzuhalten. In Gegenden Großbritanniens, in denen derzeit keine strengen Lockdown-Regelungen gelten, obliegt die Entscheidung für oder gegen das Tragen von Masken den Schulleitern.

Vor der Regeländerung geriet die britische Regierung zunehmend unter Druck von Schulen und Gewerkschaften, die eine Maskenpflicht befürworteten.

Türkei verschärft Corona-Maßnahmen

03.04 Uhr: Nach einem Anstieg der Corona-Infektionen verhängt die Türkei weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte an, dass alle staatlichen Institutionen nun von zu Hause arbeiten oder in Schichten arbeiten dürfen. Bestimmte Veranstaltungen und Feiern wie Verlobungen sind in 14 Provinzen, einschließlich der Hauptstadt Ankara verboten und Hochzeiten auf eine Stunde begrenzt, teilt das Innenministerium mit. Die Türkei registriert mit 1502 Neuinfektionen innerhalb eines Tages den größten Anstieg seit Mitte Juni.

Zusätzliche Krankentage für Kinderbetreuung und Pflege beschlossen

02.48 Uhr: Gesetzlich Versicherten stehen in diesem Jahr wegen der Coronakrise mehr Krankentage zur Betreuung ihrer Kinder zur Verfügung. Für Elternpaare soll das Kinderkrankengeld für jeweils fünf weitere Tage und für Alleinerziehende für zusätzliche zehn Tage gewährt werden. Das haben die Spitzen der Großen Koalition am Dienstagabend beschlossen. "Angesichts der Corona-Pandemie kann der bestehende Anspruch in manchen Fällen nicht ausreichen", heißt es in dem Beschluss. Zur Pflege eines erkrankten Kindes stehen Eltern in der Regel pro Jahr zehn freie Arbeitstage zu. Bei Alleinerziehenden sind es bis zu 20 Tage. Das gilt für alle Kinder unter zwölf Jahren.

Darüber hinaus können auch Personen, die wegen der Pandemie Angehörige pflegen oder Pflege neu organisieren müssen, in diesem Jahr bis zu 20 Arbeitstage der Arbeit fernbleiben. Das Pflegeunterstützungsgeld kann ebenfalls bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege aufgrund von Corona-bedingten Versorgungsengpässen zu Hause erfolgt.

Bolsonaros ältester Sohn mit Coronavirus angesteckt

Flávio Bolsonaro (l.) mit Vater Jair: Das nächste Familienmitglied mit Corona-Infektion

Flávio Bolsonaro (l.) mit Vater Jair: Das nächste Familienmitglied mit Corona-Infektion

Foto: ADRIANO MACHADO/ REUTERS

01.25 Uhr: Der älteste Sohn des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie das Büro von Flávio Bolsonaro am Dienstag mitteilte, zeige dieser jedoch keine Symptome und fühle sich "gut". Flávio Bolsonaro sitzt für die Partei seines Vaters im Senat in Brasília.

Der 39-Jährige ist bereits das vierte Familienmitglied, das sich nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert hat. Auch der Präsident steckte sich mit dem Erreger an und verbrachte deswegen im Juli drei Wochen in Quarantäne. Zudem waren auch die Präsidentengattin Michelle Bolsonaro sowie der jüngste Sohn Jair Renan positiv auf das Virus getestet worden.

Nach Angaben seines Büros hat sich Flávio Bolsonaro daheim isoliert. Der Präsidentensohn nimmt das Malaria-Medikament Chloroquin ein, wie er selber mitteilte. Das Mittel wird von seinem Vater wie auch von US-Präsident Donald Trump beworben. Viele Experten wie auch die Weltgesundheitsorganisation sehen jedoch keine Wirksamkeit des Mittels beim Einsatz gegen das Coronavirus.

WHO: Afrika könnte Höhepunkt der Corona-Pandemie hinter sich haben

00.45 Uhr: Der afrikanische Kontinent könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Höhepunkt der Corona-Infektionen überstanden haben. Es sei zu sehen, dass "so etwas wie ein Höhepunkt" erreicht worden sei, und nun gingen die täglich gemeldeten neuen Fallzahlen in der Region herunter, sagte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, am Dienstag bei einer Videokonferenz afrikanischer Gesundheitsminister.

Es gibt allerdings einige wenige afrikanische Länder wie Namibia, in denen die Zahl der täglichen Neuinfektionen derzeit steigt. Insgesamt wurden in Afrika fast 1,2 Millionen Infektionsfälle gezählt. Mindestens 28.000 Menschen starben laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP in Afrika an den Folgen der Infektion, seit dort am 14. Februar der erste Fall einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekannt geworden war.

Mehr als die Hälfte der Coronavirus-Infektionen auf dem Kontinent wurden in Südafrika verzeichnet, das auf Platz fünf der weltweit am stärksten betroffenen Länder steht. Auch dort sind die Infektions- und Totenzahlen rückläufig.

Koalition einigt sich auf Verlängerung beim Kurzarbeitergeld

00.30 Uhr: Acht Stunden haben die Verhandlungen gedauert - nun steht ein Paket von neuen Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt. Von Kurzarbeit betroffene Arbeitnehmer und Unternehmen können auch über das Jahresende hinaus mit Milliardenhilfen rechnen: Union und SPD haben sich auf die Verlängerung von finanziellen Hilfen in der Coronakrise verständigt. Alle Details und was sonst noch beschlossen wurde, finden Sie hier.

Marseille führt Maskenpflicht im gesamten Stadtgebiet ein

00.05 Uhr: Frankreichs zweitgrößte Stadt Marseille verschärft im Kampf gegen das Coronavirus die Schutzmaßnahmen: Von Mittwochabend an gilt in der Hafenstadt am Mittelmeer Maskenpflicht, berichteten mehreren Medien am Dienstag unter Berufung auf die zuständige Präfektur. Außerdem müssen Bars, Restaurants und Geschäfte um 23 Uhr schließen. Die strengeren Regeln sollten zunächst bis Ende September gelten, berichtete die Nachrichtenplattform Franceinfo. Das Tragen einer Maske sei auch für Kinder über elf Jahren verpflichtend.

Im Département Bouches-du-Rhône, in dem Marseille liegt, ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder stark gestiegen. Für die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur wie auch für den Großraum Paris gilt eine Reisewarnung der Bundesregierung. Sie werden als Risikogebiete eingestuft.

ire/apr/jok/mik/dpa/AFP/Reuters