Corona-News am Dienstag RKI berichtet von sinkender Infektionsrate

In den letzten Tagen hat der R-Wert laut dem Robert Koch-Institut abgenommen und ist auf 0,98 gesunken. Und: Die niederländische Regierung will die Maßnahmen im Teil-Lockdown verschärfen. Der Dienstag im Überblick.
RKI-Vizechef Lars Schaade erklärte, der R-Wert müsse für längere Zeit deutlich unter eins gedrückt werden

RKI-Vizechef Lars Schaade erklärte, der R-Wert müsse für längere Zeit deutlich unter eins gedrückt werden

Foto: Thomas Trutschel/photothek.de / imago images/photothek

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

+++ R-Wert auf knapp unter 1 gesunken +++

21.52 Uhr: Die Corona-Ansteckungsrate ist laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) etwas gesunken auf knapp unter eins. Wie das RKI in seinem Situationsbericht mitteilt, wird die dafür maßgebliche Reproduktionszahl (R) über sieben Tage auf 0,98 geschätzt. "In den letzten Tagen hat der R-Wert etwas abgenommen; er liegt heute ungefähr bei 1", schreibt das RKI. Damit stecke im Durchschnitt jeder Infizierte eine weitere Person an. "Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen", betonte das Institut.

RKI-Vize-Chef Lars Schaade hatte zuvor erklärt, die Rate müsse für längere Zeit deutlich unter eins gedrückt werden. Ziel könne etwa eine Größe von 0,7 sein. "Dann sind wir wieder in einem Bereich, den wir kontrollieren können", sagte Schaade. In dem Situationsbericht schreibt das RKI, es komme in zahlreichen Landkreisen zu einer zunehmend diffusen Ausbreitung von Ansteckungen, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar seien. Auch nehmen demnach Erkrankungen älterer Menschen wieder zu und damit die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle. "Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert."

Mehr zum Thema

Knapp 12.000 Neuinfektionen in Brasilien

23.29 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 11.843 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,566 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 243 auf 160.496 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Rio erlaubt wieder Verbleib am Strand

22.12 Uhr: Inmitten der Coronakrise hat Brasiliens Metropole Rio de Janeiro den Verbleib an seinen berühmten Stränden wieder erlaubt. Das berichtete das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Demnach gehört dazu die Möglichkeit, Strandstühle und Sonnenschirme zu mieten und Verkaufsbuden aufzustellen, solange der Abstand von 1,5 Meter eingehalten wird. Fliegende Händler dürften wieder alkoholische Getränke wie Caipirinha verkaufen.

Rio tritt damit in die letzte Phase der Flexibilisierung ein, in der etwa auch Tanzflächen wieder betrieben werden dürfen. Bürgermeister Marcelo Crivella wies laut "G1" darauf hin, dass die Ansteckungskurve in der Stadt unter Kontrolle sei. "Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist die Chance einer zweiten Welle gering", wurde Crivella zitiert.

Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen mit dem Coronavirus - es sind über 5,5 Millionen. Mehr als 160 000 Menschen sind in dem größten Land Lateinamerikas im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro zufolge registrierte die Stadt Rio bis Montag offiziell mehr als 119 000 Infizierte, über 12 000 Patienten sind bislang gestorben.

Zum Baden im Meer hatte Rio seine Strände zuvor schon geöffnet. Ein Verbleib im Sand wie beim Sonnen blieb zunächst allerdings verboten. Damit sollten allzu große Menschenansammlungen vermieden werden. Tatsächlich füllten sich Strände und Bars bereits regelmäßig.

Infektionsrate in Deutschland etwas gesunken auf 0,98

21.52 Uhr: Die Corona-Ansteckungsrate ist laut dem Robert Koch-Institut (RKI) etwas gesunken auf knapp unter eins. Wie das RKI in seinem Situationsbericht mitteilt, wird die dafür maßgebliche Reproduktionszahl (R) über sieben Tage auf 0,98 geschätzt. "In den letzten Tagen hat der R-Wert etwas abgenommen; er liegt heute ungefähr bei 1", schreibt das RKI. Damit stecke im Durchschnitt jeder Infizierte eine weitere Person an. "Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen", betonte das Institut.

RKI-Vize-Chef Lars Schaade hatte zuvor erklärt, die Rate müsse für längere Zeit deutlich unter eins gedrückt werden. Ziel könne etwa eine Größe von 0,7 sein. "Dann sind wir wieder in einem Bereich, den wir kontrollieren können", sagte Schaade. In dem Situationsbericht schreibt das RKI, es komme in zahlreichen Landkreisen zu einer zunehmend diffusen Ausbreitung von Ansteckungen, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar seien. Auch nehmen demnach Erkrankungen älterer Menschen wieder zu und damit die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle. "Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert."

Eurozone fürchtet Rückschlag durch zweite Welle

21.40 Uhr: Deutschland und die übrigen Staaten der Eurozone fürchten einen wirtschaftlichen Rückschlag durch die zweite Corona-Welle. "Die jüngste Beschleunigung bei der Ausbreitung des für Covid-19 verantwortlichen Virus und die neuen Beschränkungen haben die Unsicherheit verstärkt und werden wahrscheinlich die Erholung belasten", heißt es in einer Erklärung der Euro-Gruppe. Nicht nur Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) forderte deshalb die rasche Umsetzung der geplanten europäischen Corona-Hilfen.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten im Juli einen neuen siebenjährigen Haushaltsrahmen von 1074 Milliarden Euro und zusätzlich ein schuldenfinanziertes Corona-Konjunkturprogramm von 750 Milliarden Euro vereinbart. Noch wird jedoch mit dem Europaparlament über Einzelheiten verhandelt.

"Hier ist jetzt Pragmatismus gefragt, wir müssen jetzt ganz schnell in die Pötte kommen", sagte Scholz schon vor den Beratungen der Eurofinanzminister. Die Bürger erwarteten zu Recht, dass den Ankündigungen nun Taten folgten und die Mittel nächstes Jahr wirklich zur Verfügung stünden. Skeptisch äußerte er sich zu Forderungen, die EU-Hilfen wegen der zweiten Corona-Welle schon jetzt nachzubessern.

Teil-Lockdown in Niederlanden wird noch strenger

21:34 Uhr: Die Niederlande haben die Maßnahmen im Teil-Lockdown weiter drastisch verschärft. "Bleiben Sie so viel wie möglich zu Hause", mahnte der niederländische Premier Mark Rutte in Den Haag. Bewegungen im Land müssten möglichst reduziert werden. "Gehen Sie nicht zum Spaß shoppen", sagte Rutte. Alle öffentlichen Gebäude werden geschlossen. Außerdem sollen Bürger bis Mitte Januar nicht ins Ausland reisen. Deutschland wurde zum Risikogebiet erklärt und von nicht dringend notwendigen Reisen abgeraten. Reisende aus Deutschland müssen nach ihrer Heimkehr für zehn Tage in Heim-Quarantäne.

Seit drei Wochen gilt bereits der Teil-Lockdown. Nun werden nach den Gaststätten auch Museen, Theater, Schwimmbäder, Vergnügungsparks und Zoos geschlossen. Auch der persönliche Kontakt wird stark reduziert. In der Öffentlichkeit sind nur noch Treffen von maximal zwei Personen erlaubt, bisher waren das noch vier. Auch privat sollen nur noch zwei Gäste am Tag empfangen werden. Die Verschärfungen sollen vorerst zwei Wochen gelten.

EM-Qualifikationsspiel der deutschen Handballer soll stattfinden

21.20 Uhr: Das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Handballer gegen Bosnien-Herzegowina soll stattfinden. Obwohl die Bosnier eine Verlegung der für diesen Donnerstag (16.15 Uhr/ZDF) in Düsseldorf geplanten Partie beantragt hatten, bestätigte laut der DPA ein Sprecher der Europäischen Handball-Föderation (EHF) die Ansetzung. Damit wird der neue Bundestrainer Alfred Gislason wohl sein Debüt geben können.

Zuvor hatten die Bosnier bei der EHF eine Verlegung des Spiels beantragt, weil ihnen aufgrund mehrerer Corona-Fälle einige Spieler nicht zur Verfügung stehen. Die EHF lehnte den Antrag jedoch nun ab. Auch der deutschen Mannschaft fielen kurzfristig einige Spieler aus. Unter anderem verzichteten die Auslandsprofis Andreas Wolff (KS Kielce) und Christian Dissinger (Vardar Skopje) aufgrund mehrerer Corona-Fälle im Umfeld ihrer Vereine auf eine Teilnahme am Lehrgang.

Isländischer Präsident muss wegen Corona-Fall in Quarantäne

21.07 Uhr: Islands Präsident Gudni Jóhannesson begibt sich bis zum kommenden Montag in häusliche Quarantäne. Grund dafür ist, dass bei einem Mitarbeiter des präsidialen Amtssitzes Bessastadir das Coronavirus festgestellt wurde. Seine Familie muss dagegen nicht in Quarantäne, wie das Präsidentenbüro mitteilte.

Nachdem das Infektionsgeschehen auf Island im Sommer fast zum Erliegen gekommen war, hat sich die Corona-Lage auf der Nordatlantik-Insel zuletzt wieder verschärft. In den vergangenen beiden Wochen lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner gerechnet minimal höher als in Deutschland.

Aktuelle Corona-Kennzahlen weltweit

Ungarn verhängt Gefahrennotstand

20.56 Uhr: Wegen der zunehmenden Zahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus verhängt Ungarn den Gefahrennotstand und eine nächtliche Ausgangssperre. Gaststätten und Klubs müssen schließen, Theater, Kinos und andere Veranstalter dürfen nur ein Drittel der verfügbaren Plätze vergeben, gab Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Video bekannt, das am Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite erschien.

"Die Ausbreitung der Pandemie hat sich beschleunigt", sagte Orban. "Es ist an der Zeit, dass wir neue Schritte setzen, mit denen wir die Funktionsfähigkeit der Krankenhäuser und das Leben der älteren Mitbürger schützen." Die Ausgangssperre gelte jeweils von 0 bis 5 Uhr.

Der Gefahrennotstand erlaubt es der Regierung, außerordentliche Maßnahmen auf dem Verordnungsweg zu erlassen. Er tritt am Mittwoch um 0 Uhr in Kraft und gilt zunächst für 15 Tage. Er kann vom Parlament um weitere 90 Tage verlängert werden.

Im letzten Frühjahr hatte Orbán zu Beginn der Pandemie im In- und Ausland Kritik auf sich gezogen, weil er sich vom Parlament mit unbefristeten Sondervollmachten ausstatten ließ. Diese gab er aber im Juni nach Abklingen der ersten Pandemie-Welle wieder ab.

Inzwischen hat das Coronavirus Ungarn – wie auch andere Länder Europas – stärker im Griff als damals. Am Dienstag meldeten die Behörden 3989 neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in den letzten 24 Stunden, das die Krankheit Covid-19 auslösen kann. 84 Menschen starben im selben Zeitraum.

Insgesamt haben sich in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land seit Ausbruch der Pandemie im März 86.769 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der akuten Fälle wurde mit 63 940 angegeben, das sind 654 pro 100.000 Einwohner. Bislang wurden 1973 Tote gemeldet.

Bundespolizei ermahnt binnen eines Tages 3000 Maskenverweigerer

Bundespolizisten kontrollieren in einem ICE die Einhaltung der Hygieneregeln

Bundespolizisten kontrollieren in einem ICE die Einhaltung der Hygieneregeln

Foto: Martin Schutt / dpa

20.30 Uhr: Die Bundespolizei hat binnen eines Tages knapp 3000 Menschen wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht ermahnt. Seit Montag werde der Einsatz zur Pandemiebekämpfung intensiviert, erklärte die Behörde am Dienstag. Allein am Montag waren demnach rund 6000 Einsatzkräfte in Bahnhöfen, Zügen, auf Flughäfen und an den Landgrenzen unterwegs. Dabei sei bei 2989 Menschen festgestellt worden, dass sie gegen die Maskenpflicht verstießen.

"Nach Ermahnungen setzten diese Personen die Reise fort", erklärte die Bundespolizei. In 26 Fällen seien die Gesundheitsämter informiert worden, um Bußgeldverfahren einzuleiten.

"Beispielhaft" schilderte die Bundespolizei in ihrer Mitteilung Schwierigkeiten, auf die die Beamten bei ihren Kontrollen stießen. So habe sich in Offenburg ein 51-Jähriger vehement geweigert, im Zug einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Das Zugbegleitpersonal habe ihn schließlich von der Weiterfahrt ausgeschlossen.

"Auf dem Bahnsteig schrie der Reisende lautstark herum, um eine Solidarisierung von Passanten zu erreichen", erklärte die Bundespolizei weiter. "Dann versuchte der Mann, die eingesetzten Kräfte zu schlagen und nach ihnen zu treten." Erst mit dem Einsatz von Pfefferspray habe der Mann unter Kontrolle gebracht werden können. Er gehört demnach zur Reichsbürgerszene.Teil-Lockdown in Athen und Nordgriechenland beginnt.

Teil-Lockdown in Athen und Nordgriechenland beginnt

20.10 Uhr: In der griechischen Hauptstadt Athen und im Norden des Landes hat ein mindestens einmonatiger Teil-Lockdown begonnen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus mussten Cafés, Restaurants, Fitnessstudios und Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, schließen. Von den Maßnahmen sind mehr als die Hälfte der insgesamt 11 Millionen Einwohner des Landes betroffen.

Schulen, Kitas und Friseure bleiben in Athen weiterhin geöffnet. In ganz Griechenland gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre zwischen Mitternacht und 05.00 Uhr sowie eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und im Freien.

Virologin Ciesek: Nur Risikogruppen zu schützen nicht machbar

19.14 Uhr: Nur Risikogruppen vor dem Coronavirus zu schützen, ist aus Sicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek weder möglich noch machbar. Das Robert Koch-Institut liste Vorerkrankungen auf, die ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf haben. Lege man diese Liste zugrunde, seien das 21,9 Millionen Menschen, sagte Ciesek im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Über ein Viertel der Deutschen hatte demnach mindestens eine der berücksichtigten Vorerkrankungen und somit ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf.

"Wenn man sich jetzt mal überlegt was das bedeutet: 21,9 Millionen Menschen sollen geschützt werden vor den restlichen 60 Millionen, dann glaube ich merkt man, wie irrsinnig und wie schwierig das ist." Zur Risikogruppe gehörten nicht nur alte Menschen im Pflegeheim, "das ist einfach nicht der Fall". Ein Drittel – 7,3 Millionen Menschen – dieser knapp 22 Millionen seien unter 60 Jahre. Die Strategie, nur die Risikogruppen zu schützen, hält Ciesek daher für nicht durchdacht: "Wie das gehen soll, das stelle ich mir extrem schwierig vor."

Die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt wechselt sich mit dem Berliner Virologen Christian Drosten wochenweise ab.

Ermittlungen gegen Lazio Rom wegen Verstoß gegen Corona-Protokolle

19.06 Uhr: Italiens Fußballverband (FIGC) hat eine Untersuchung gegen den Erstligisten Lazio Rom eingeleitet. Es geht um die Klärung der Frage, ob der Hauptstadtklub die Gesundheitsprotokolle zur Eingrenzung der Corona-Pandemie verletzt hat. Verbandsstaatsanwalt Giuseppe Chine ordnete zwei Untersuchungen in Lazios Trainingszentrum an. Dabei wurden Klubchef Claudio Lotito und Vereinsarzt Ivo Pulcini befragt.

Algeriens Präsident Tebboune mit Coronavirus infiziert

18.15 Uhr: Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das algerische Präsidialamt mit.

Tebboune war vor einer Woche zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gereist. Der Präsident werde nach seiner Infektion weiterhin in einem deutschen Spezialkrankenhaus behandelt, hieß es. Die Behandlung verlaufe erfolgreich und sein Zustand verbessere sich "allmählich".

Den Verdacht auf eine Infektion bei Tebboune, der diesen Monat seinen 75. Geburtstag feiert, gab es schon vor anderthalb Wochen. Da hatte Tebboune sich wegen vermuteter Infektionen bei mehreren seiner Berater freiwillig in Quarantäne begeben. Auch nach seiner Einlieferung in ein Militärkrankenhaus war von einer reinen Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte die Rede.

Vergangenen Mittwoch wurde das Staatsoberhaupt dann für eine "ausführliche medizinische Untersuchung" nach Deutschland verlegt. Details zu seinem genauen Aufenthaltsort wurden nicht bekannt.

Tebboune war im Dezember 2019 zum Staatsoberhaupt des flächenmäßig größten afrikanischen Landes gewählt worden

Tebboune war im Dezember 2019 zum Staatsoberhaupt des flächenmäßig größten afrikanischen Landes gewählt worden

Foto: Ryad Kramdi / AFP

Merkel nennt Japan als Vorbild bei Bekämpfung der Coronakrise

17.50 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat Japan in der Sitzung der CDU/CSU-Fraktion als "exemplarisch" beim Vorgehen in der Coronakrise genannt. Nach Teilnehmerangaben verweist sie erneut darauf, dass Deutschland – wie Japan – bei seiner Strategie an den hohen Anteil alter Menschen in der Bevölkerung denken müsse. Sie hatte schon zuvor Ideen verworfen, dass man Risikogruppen isolieren sollte, statt Beschränkungen für alle anzuordnen.

Ungewöhnliches Urteil in Dortmund: Corona-Regeln ohne Gesetz ungültig

17.10 Uhr: Ein ungewöhnliches Urteil am Amtsgericht Dortmund sorgt für Debatten im Internet: Ein Richter hat am Montag drei Männer freigesprochen, die im Frühjahr gegen die damals geltenden Kontaktbeschränkungen verstoßen haben sollen. Seine Begründung: Ein derart gravierender Grundrechtseingriff bedürfe eines förmlichen Gesetzes durch das Parlament – und nicht nur einer Verordnung durch die Regierung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Laut Amtsgericht hat die Staatsanwaltschaft bereits Beschwerde eingelegt, über die jetzt das Oberlandesgericht Hamm entscheiden muss. Das Urteil wurde laut Amtsgericht von dem Kollegen "ausführlich begründet" und soll zeitnah veröffentlicht werden.

In Foren von Coronaschutz-Gegnern wurde der Richterspruch als bahnbrechend bewertet. Ein in der Szene bekannter Anwalt zitierte einen der Freigesprochenen mit den Worten: "Heute fand vor dem Amtsgericht Dortmund ein Prozess statt, bei dem uns das gemeingefährliche Verhalten vorgeworfen wurde, an einem warmen Frühlingsabend zu dritt in Merkeldeutschland zusammen gestanden zu haben – ein angeblicher Verstoß gegen die zu diesem Zeitpunkt gültige Corona-Schutzverordnung NRW. Doch vor Gericht gab es für die staatlichen Behörden eine dicke Klatsche!"

Quarantäneregeln für Einreisende in Berlin leicht entschärft

16.41 Uhr: Die Berliner Quarantäneregeln für Einreisende aus Risikogebieten im Ausland werden leicht entschärft. In Zukunft müssen Betroffene nur noch 10 statt bisher 14 Tage in häusliche Isolation. Zudem endet die Quarantäne ab dem fünften Tag vorzeitig, wenn ein Test zu dem Zeitpunkt negativ ausfällt. Die neue Regelung sieht eine Reihe von Ausnahmen vor, etwa für Menschen, die aus beruflichen Gründen reisen. In Kraft tritt sie voraussichtlich am kommenden Samstag, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte.

Hessen bereitet sich auf Corona-Impfungen vor

16.37 Uhr: Hessen bereitet sich auf den Start der Corona-Impfungen vor. Das Corona-Kabinett der Landesregierung habe beschlossen, eine Taskforce einzurichten, die sich um die Planung und Steuerung der Impfungen gegen das Virus kümmern soll, teilten  Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) mit. Zur Vorbereitung der groß angelegten Impfaktion im Land sollen 20 Millionen Euro aus dem Sondervermögen bereitgestellt werden.

Bahrain gibt Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei

16.12 Uhr: Der Golfstaat Bahrain hat den eingeschränkten Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus für Mitarbeiter des Gesundheitswesens zugelassen. Der Impfstoff solle in dringenden Fällen diejenigen "beim Erfüllen ihrer Pflichten vor Risiken schützen", die am stärksten Kontakt zu Corona-Patienten haben, sagte der Gesundheitsministerin. Der Impfstoff stehe ab sofort zur Verfügung, seine Nutzung sei freiwillig.

Das Königreich am Persischen Golf hatte vergangene Woche eine klinische Studie für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm abgeschlossen. Rund 7700 Freiwillige hatten teilgenommen. In Bahrain wurden bisher mehr als 82.000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Scheuer schlägt Abwrackprämie für Lastwagen vor

15.39 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich in der Coronakrise für eine Abwrackprämie für alte Lkw ausgesprochen. "Wir werden versuchen, da noch mal ein Austauschprogramm zu positionieren", sagte er mit Blick auf die Nutzfahrzeugkonferenz unter seiner Leitung in der nächsten Woche. Es gebe zwar Förderprogramme für Lkw mit klimafreundlicherem Antrieb. Davon gebe es aber zu wenige auf dem Markt. Damit aber Lkw- und Bus-Werke nicht stillgelegt würden, müsse man die Produktion wieder anstoßen. "Das geht nur damit, dass wir an dieser Stelle mit Förderung reingehen." Er werde das in die Haushaltsverhandlungen einbringen.

Schweizer Intensivstationen in fünf Tagen ausgelastet

15.20 Uhr: In der Schweiz droht angesichts der weiterhin stark steigenden Zahl von Ansteckungen ein Engpass auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Wenn sich die Fallzahlen so weiterentwickelten wie bisher, könnte es sein, dass die Auslastung dort in fünf Tagen erreicht werde, sagte Virginie Masserey, Leiterin des Bereichs Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Momentan spiegele sich das zuletzt verlangsamte Wachstum bei den Neuinfektionen bei den Krankenhauseinweisungen und Todesfällen noch nicht wider. Die Regierung in Bern hatte wegen der rasant zunehmenden Infektionen jüngst neue Beschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Ajax-Gerangel um Corona

15.00 Uhr: Elf Spieler von Ajax Amsterdam sollen positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Trotzdem soll die Partie in der Champions League beim FC Midtjylland stattfinden. Ist das Wettbewerbsverzerrung? Lesen Sie hier mehr.

Deutschland nimmt Infizierte aus Frankreich auf

14.42 Uhr: Wie bereits im Frühjahr sollen französische Corona-Patienten in den kommenden Tagen nach Deutschland verlegt werden. Das verkündete der Präsident des französischen Krankenhausverbandes FHF, Frédéric Valletoux. Er begründete dies mit dem "extrem hohen Druck" auf die Krankenhäuser vor allem im Norden sowie im Südosten Frankreichs.

Die französische Regierung und Gesundheitsexperten erwarten, dass die Krankenhäuser bis Mitte November wieder an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Zuletzt wurden gut 3700 Corona-Intensivpatienten in den öffentlichen Kliniken behandelt. Bis Montagabend wurden dort 416 neue Todesfälle registriert, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 37.435. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg auf einen neuen Höchststand von 52.518.

Schweden kündigt weitere lokale Beschränkungen an

13.54 Uhr: Nach einer schnellen Zunahme der Infektionen in Schweden kündigt Ministerpräsident Stefan Löfven strengere Maßnahmen in drei weiteren Regionen des skandinavischen Landes an. Die Lage sei "sehr ernst", sagt er auf einer Pressekonferenz. Mehr und mehr Intensivbetten würden nun zur Behandlung von Covid-19-Patienten genutzt. "Die Pause, die wir diesen Sommer hatten, ist vorbei." Feiern in Restaurants würden auf acht Personen beschränkt.

Maskenpflicht auf 15 weiteren Straßen und Plätzen in Hamburg

13.54 Uhr: Angesichts steigender Infektionszahlen hat der Hamburger Senat die Maskenpflicht im öffentlichen Raum ausgeweitet. So müsse bereits seit Montag auf 15 weiteren Plätzen und Straßenabschnitten in jeweils definierten Zeiträumen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen. Die neu hinzugekommenen Abschnitte befinden sich vor allem im Bereich des Altonaer und des Hauptbahnhofs. Zuvor waren bereits 14 Straßen, Plätze und Bereiche als Orte mit Maskenpflicht festgelegt worden.

RKI passt Kriterien für Corona-Tests an

13.42 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf die Grenzen der Corona-Testmöglichkeiten in Deutschland hingewiesen. Je höher die Fallzahlen seien, desto schwieriger werde es, alle Menschen mit Erkältungssymptomen zu testen, sagte RKI-Vizechef Lars Schaade. Nötig wären dann mehr als drei Millionen Tests pro Woche – dies sei weder nötig noch erforderlich. Deshalb habe das RKI die Empfehlungen an Ärzte hinsichtlich der Testkriterien angepasst, sagte Schaade. Faktoren seien etwa die Symptome, die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe und die Wahrscheinlichkeit, dem Coronavirus ausgesetzt gewesen zu sein.

Über die Lage in der Pandemie sagte Schaade: "Wir sind noch mitten im Marathon." Er appellierte an die Bürger, die Verhaltensregeln einzuhalten. Nähme die Fallzahl weiter so schnell zu wie zuletzt – mit einer Verdoppelung innerhalb von zehn Tagen –, gäbe es nach seinen Worten 400.000 Fälle pro Tag bis Weihnachten. Lesen Sie hier mehr.

Regierungschef der Emirate testet experimentellen Impfstoff

13.38 Uhr: Der Emir von Dubai und Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, hat sich mit einem experimentellen Coronavirus-Impfstoff impfen lassen. Auf einem am Dienstag auf Twitter veröffentlichten Foto ist zu sehen, wie sich der 71-Jährige gerade den Wirkstoff in den Oberarm spritzen lässt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

"Wir sind stolz auf unsere Teams, die unermüdlich daran gearbeitet haben, den Impfstoff in den Emiraten verfügbar zu machen", erklärte er. Um welche Art von Impfstoff es sich dabei handelte, ließ Scheich Mohammed offen. Zuvor hatten sich bereits der Vizeregierungschef der Emirate und Außenminister Abdullah bin Sajed al-Nahjan testweise impfen lassen.

75 Prozent weniger ausländische Touristen in Spanien

Wegen des erneuten Anstiegs der Infektionszahlen und neuer Reisewarnungen in Spanien besuchten im September 87 Prozent weniger Touristen das Land

Wegen des erneuten Anstiegs der Infektionszahlen und neuer Reisewarnungen in Spanien besuchten im September 87 Prozent weniger Touristen das Land

Foto: Clara Margais/ Getty Images

13.25 Uhr: Die Zahl der ausländischen Touristen in Spanien ist in den Monaten Januar bis September um rund 75 Prozent gesunken. Das geht aus veröffentlichten Angaben der spanischen Statistikbehörde INE hervor. Demnach sank die Zahl der Touristen auf nur noch 16,8 Millionen nach rund 67 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im März und April hatte Spanien wegen der Pandemie gar keine ausländischen Touristen ins Land gelassen. Danach stiegen die Zahlen zwar allmählich wieder an, sanken jedoch erneut nach Einschränkungen für Spanienreisende zunächst durch Großbritannien Ende Juli.

Bewohner Sri Lankas trotzen Ausgangssperre für Walrettung

13.05 Uhr: Dorfbewohner in Sri Lanka trotzen einer neuen Ausgangssperre auf ihrer Insel, um Marinesoldaten bei der Rettung von mehr als 100 Grindwalen an der Südwestküste zu helfen. "Wir haben sie alle letzte Nacht zurück ins Meer geführt, ungefähr 100 bis 120 Wale", sagte der Sprecher der Marine. Vier der Wale starben während der Rettungsaktion.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Lufthansa-Chef lässt sich nach BER-Eröffnung auf Corona testen

12.55 Uhr: Wegen der Corona-Erkrankung von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke lässt sich auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf das Virus testen. "Rein vorsorglich hat Herr Spohr eine für heute geplante Reise nach Berlin abgesagt und wird sich seinerseits heute testen lassen", erklärt ein Sprecher der Airline.

Woidke und Spohr hatten am Samstag gemeinsam an der Eröffnung des Berliner Großflughafens BER teilgenommen. BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup will sich ebenfalls testen lassen und geht nach eigenen Worten in Quarantäne. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist negativ auf Corona getestet worden, wie ein Ministeriumssprecher mitteilt.

Infektionen in der Schweiz sinken

12.20 Uhr: In der Schweiz geht die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen erneut zurück. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 6126 Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Am Donnerstag hatte das BAG einen Rekordwert von 9386 neuen Fällen verzeichnet, am Wochenende waren es im Dreitagesschnitt 7039. Das BAG veröffentlicht die Zahlen von Montag bis Freitag täglich sowie für einen 72-stündigen Zeitraum am Wochenende.

72 weitere Menschen sind an oder mit Corona gestorben, insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 2202 Todesfälle. Die Regierung in Bern hatte wegen der rasant zunehmenden Infektionen vergangene Woche neue Beschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Frankreich droht neuer Wirtschaftseinbruch

12.04 Uhr: Der jüngst verhängte vierwöchige Lockdown in Frankreich wird das Land konjunkturell hart treffen. Die Wirtschaftstätigkeit werde voraussichtlich um rund 15 Prozent gemindert, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Finanzministerium. Ein Insider, der anonym bleiben möchte, halte die Folgen jedoch nicht für so gravierend wie beim letzten Lockdown im April, der die Wirtschaftsaktivität um rund 30 Prozent gedrückt habe. Frankreich ist seit Freitag wieder im Lockdown. Die Bürger sollen zu Hause bleiben. Ausnahmen gelten für notwendige Einkäufe, Arztbesuche und eine Stunde Sport am Tag. Falls möglich, soll von zu Hause aus gearbeitet werden

Scheuer muss in Quarantäne, Müller unterbricht Sitzung

Nach Bekanntwerden der Corona-Infektion des Brandenburger Ministerpräsidenten Woidke müssen mehrere Teilnehmer der BER-Eröffnungsfeier in Quarantäne

Nach Bekanntwerden der Corona-Infektion des Brandenburger Ministerpräsidenten Woidke müssen mehrere Teilnehmer der BER-Eröffnungsfeier in Quarantäne

Foto: TOBIAS SCHWARZ / AFP

11.45 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) verließ am Dienstag die laufende Senatssitzung, um einen Corona-Test durchzuführen. Auch Müller hatte gemeinsam mit Woidke am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Er und andere Gäste standen auf einem Podium mit Woidke.

Kassenärztliche Bundesvereinigung will Positionspapier überarbeiten

11.30 Uhr: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat in einer Pressemitteilung angekündigt, ihr umstrittenes Positionspapier von vergangener Woche zu überarbeiten. KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen ruderte zwar nicht direkt zurück, lenkte jedoch ein, dass er hoffe, "dass die von Kanzlerin und Ministerpräsidenten beschlossenen und nun geltenden Maßnahmen eines teilweisen Lockdowns auch die erhofften Effekte bringen".

Das KBV-Papier hatte vergangene Woche zu Aufruhr geführt: Unterschrieben von zig Fachverbänden sowie den renommierten Virologen Hendrik Streeck und Jonas Schmidt-Chanasit, erklärte es, der Shutdown sei weder zielführend noch umsetzbar. Die Unterzeichner forderten, stattdessen den Fokus auf den Schutz der Risikogruppen zu legen, und appellierten an die Eigenverantwortung der Bevölkerung, sich an die AHA+L+Regeln zu halten. Das Positionspapier wurde auf einer Pressekonferenz vorgestellt, die kurz vor dem Treffen von Bund und Ländern zu den neuen Corona-Maßnahmen stattfand.

Das Positionspapier solle nun durch einen breiten Dialog um weitere konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Alltagsgestaltung erweitert werden, hieß es in der KBV-Pressemitteilung  vom Montag. Gassen wiederholte noch einmal die Position, dass vulnerable Gruppen besonders geschützt werden müssten.

Trump-Beraterin fordert härtere Maßnahmen in den USA

11.16 Uhr: Die Trump-Beraterin und Ärztin Deborah Birx hat die US-Regierung kurz vor der Wahl zu drastischeren Maßnahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie in den USA aufgefordert. "Wir treten in die beunruhigendste und tödlichste Phase dieser Pandemie ein, die zu einer steigenden Sterblichkeit führt", heißt es nach Informationen der "Washington Post" vom Dienstag in einem internen Bericht an das Weiße Haus. Angesichts der aktuellen Lage seien "viel aggressivere Maßnahmen" notwendig.

Birx, die auch die Coronavirus-Task-Force des Weißen Hauses koordiniert, widerspricht der Politik des US-Präsidenten in dem Bericht laut "Washington Post" in vielen Punkten. So warnt sie etwa ausdrücklich vor großen Veranstaltungen, wie Trump sie im Wahlkampf mit Hunderten Teilnehmern durchführte. Die steigenden Infektionszahlen seien, anders als von Trump behauptet, nicht auf mehr Tests zurückzuführen. In vielen Regionen, in denen die Fallzahlen stiegen, würde nicht mehr oder sogar weniger getestet.

Zahl der Positiv-Tests in Polen übertrifft Marke von 400.000

10.53 Uhr: In Polen übertrifft die Zahl der Positiv-Tests die Marke von 400.000. Binnen 24 Stunden seien weitere 19.364 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit seien seit Beginn der Pandemie 414.844 Fälle nachgewiesen. Innerhalb von nicht einmal zwei Wochen hat sich ihre Zahl verdoppelt. Bislang starben 6102 Menschen mit oder an dem Coronavirus.

Mutmaßlicher Nizza-Attentäter positiv auf Corona getestet

10.49 Uhr: Der mutmaßliche Messerattentäter von Nizza ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dadurch könnte sich die Vernehmung des 21-jährigen Tunesiers Brahim Issaoui um mehrere Tage verzögern, hieß es vonseiten der französischen Ermittler. Die Antiterrorermittler halten Issaoui für den Mann, der am vergangenen Donnerstag drei Menschen in einer Kirche in Nizza ermordete.

Zugleich nahm die Polizei vier weitere mutmaßliche Helfer in Gewahrsam. Damit sind derzeit fünf mögliche Hintermänner im Gewahrsam der Ermittler. Mehrere andere Verdächtige waren zuvor freigelassen worden.

Die vier neuen Verdächtigen wurden demnach im Pariser Großraum vorläufig festgenommen. Ein 29-Jähriger soll Kontakt zu Issaoui gehabt haben. Drei weitere hätten sich in der Wohnung des 29-Jährigen aufgehalten, hieß es.

Energieverbrauch und Treibhausgas-Ausstoß sinken

10.48 Uhr: Der Corona-Einbruch der Wirtschaft wird den Energieverbrauch in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 7 Prozent sinken lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine veröffentlichte Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Weil gleichzeitig auch die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zugenommen habe, könnte der energiebedingte Kohlendioxid-Ausstoß 2020 sogar um 10 Prozent sinken. Sollte der Verlauf der Corona-Pandemie noch weitere Maßnahmen erzwingen, sei mit einem stärkeren Rückgang beim Energieverbrauch sowie beim CO₂-Ausstoß zu rechnen.

Ministerpräsident Hans: "Die Lage droht uns zu entgleiten"

10.18 Uhr: Angesichts der Zuspitzung der Corona-Lage hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) vor chaotischen Zuständen gewarnt. "Die Lage droht uns zu entgleiten", sagte Hans in einer Regierungserklärung in Saarbrücken. "Es drohen uns Verhältnisse, wie wir sie im Frühjahr etwa in Bergamo gesehen haben: überfüllte Krankenhäuser; zu Notlazaretten eingerichtete Turnhallen; Ärzte, die entscheiden müssen, wer behandelt werden kann und wer nicht; Personal weit über der Belastungsgrenze."

Nichts sei mehr undenkbar. "Im Gegenteil, wir sind leider sehr viel näher an diesen Zuständen, als viele noch glauben", sagte er im Landtag. Noch sei die Botschaft nicht bei allen angekommen. "Der Ernst der Lage ist noch nicht jedem klar." Fakt sei aber: "Wir befinden uns in einer akuten Notlage unseres Gesundheitssystems."

Liverpool startet bald mit Massentestungen

10.17 Uhr: In Liverpool sollen mit Schnelltests ab kommendem Freitag massenweise Bürger auf das Coronavirus getestet werden. "Jeder, der in Liverpool lebt oder arbeitet, kann sich testen lassen – ob mit Symptomen oder ohne", teilte die britische Regierung mit. Mit Hunderttausenden Tests, die unter einer Stunde ein Ergebnis liefern, wolle man mehr Infizierte entdecken und Infektionsketten unterbrechen, hieß es.

Die Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter funktioniert in Großbritannien bereits seit Wochen kaum noch. Vielerorts ist es außerdem kaum möglich, reguläre Corona-Tests zu bekommen. Ab Donnerstag gilt in England ein strenger Teil-Lockdown ähnlich dem in Deutschland.

Die Stadt Liverpool im Norden Englands ist die mit am schwersten von Corona gebeutelte Region des Landes. Ende Oktober zählte die Stadt 410 Fälle pro 100.000 Einwohner. "Je nach Erfolg in Liverpool wollen wir bis Weihnachten Millionen von Schnelltests in lokalen Gemeinden durchführen, um die Verbreitung des Virus zu mindern", sagte Premier Boris Johnson.

Erster lokaler Corona-Fall in Neuseeland seit zehn Tagen

10.00 Uhr: Neuseeland hat zum ersten Mal seit zehn Tagen wieder eine lokale Neuinfektion mit dem Coronavirus verzeichnet. Es handle sich um einen Gesundheitsmitarbeiter aus einer staatlichen Quarantäneeinrichtung in Christchurch, sagte der Chef der Gesundheitsbehörden, Ashley Bloomfield, am Dienstag. Die Einrichtung werde ausschließlich von Seeleuten aus Russland und der Ukraine genutzt, die auf Charterflügen von Fischereifirmen eingeflogen würden. Sie müssten nun 24 Stunden länger als ursprünglich geplant in Quarantäne bleiben.

Das Land im Südpazifik mit seinen fast fünf Millionen Einwohnern hat weniger als 2000 Infektionen verzeichnet, 25 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Neuseeland hatte das Virus mit sehr strikten Maßnahmen relativ schnell unter Kontrolle gebracht.

Brandenburgs Regierungschef Woidke mit Corona infiziert

Der Regierungschef von Brandenburg Dietmar Woidke habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen

Der Regierungschef von Brandenburg Dietmar Woidke habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen

Foto: Tobias Schwarz / dpa

09.54 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund erster Erkältungserscheinungen am Sonntag habe der SPD-Politiker ab sofort keine Diensttermine mehr wahrgenommen und stets Abstand gehalten, teilt Regierungssprecher Florian Engels mi

t.

"Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Ich habe leichte Erkältungssymptome", schrieb Woidke demnach an die Mitarbeiter. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert. Am Samstag nahm der 59-Jährige noch an der Eröffnung des neuen Berliner Flughafen BER teil und hielt unter anderem eine Rede. Mit ihm auf einem Podium standen auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Lesen Sie hier mehr.

Alle 30 Sekunden infiziert sich ein Pariser mit Corona

08.26 Uhr: Bewohner der französichen Hauptstadt Paris infizieren sich alle 30 Sekunden mit Covid-19, während alle 15 Minuten ein Pariser wegen der Krankheit ins Krankenhaus kommt, sagte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran gegenüber RTL Radio. Véran reagierte auf Forderungen der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, kleinere Buchläden und andere kleinere Geschäfte wieder zu öffnen. Ein solcher Schritt sei angesichts der hohen Infektionsraten zu riskant.

Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle kündigt die französische Regierung eine erneute Ausgangssperre für Paris und wohl auch den gesamten Großraum um die Hauptstadt an. Demnach müssten die Bürger von 21.00 Uhr an zu Hause bleiben, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Dienstag dem Fernsehsender BFM. 

Frankreich meldete am Montag einen Höchstwert von 52.518 neuen Covid-19-Fällen, und die Zahl der Krankenhausaufenthalte stieg zum vierten Mal innerhalb von acht Tagen um mehr als 1000.

Mindestens 88.600 Neuinfektionen in USA

07.35 Uhr: In den USA verzeichnen die Behörden mindestens 88.600 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich damit mehr als 9,33 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 508 auf 231.606.

Mehrere neue Coronafälle bei NFL-Teams

05.51 Uhr: In der NFL gibt es nach den Spielen am Sonntag in mehreren Mannschaften neue Coronafälle. Betroffen sind die Baltimore Ravens und die Green Bay Packers mit je einem Football-Profi und die zuletzt spielfreien Arizona Cardinals mit zwei Sportlern. Das teilten die Mannschaften aus der NFL im Laufe des Montags mit. Die Cleveland Browns hielten am Montag zudem all ihre Besprechungen virtuell ab, weil ein Profi am Tag nach dem Spiel gegen die Las Vegas Raiders von Corona-Symptomen berichtet hatte. Die Packers spielten gegen die Minnesota Vikings, die Ravens gegen die Pittsburgh Steelers. Die Vikings und Steelers berichteten von ausschließlich negativen Tests.

Verdi fordert Verschiebung planbarer Operationen

05.09 Uhr: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert wegen wachsender Personalnot auf den Intensivstationen Bund und Länder auf, umgehend die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für eine Verschiebung planbarer Operationen zu schaffen. "Die Krankenhäuser müssen angesichts der rasanten Zunahme der Zahl von Covid-19-Erkrankungen Eingriffe verschieben, die jetzt nicht dringend erforderlich sind. Nur so können sie Kapazitäten für die Versorgung von Corona-Patienten bereithalten", sagt Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Beschäftigte im Gesundheitswesen müssten vor Überlastung geschützt werden und wirtschaftliche Erwägungen dürften während einer Pandemie keine Rolle spielen.

Robert Koch-Institut meldet 15.352 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

05.00 Uhr: Die lokalen Behörden in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI)  15.352 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 11.409 gelegen. Mit 19.059 Neuinfektionen war am Samstag ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Coronakrise 560.379 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Datenstand 03.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 131 auf insgesamt 10.661. Das RKI schätzt, dass rund 371.500 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,07 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Montag bei 1,04 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Ärztepräsident: "Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen"

04.30 Uhr: Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat wegen der steigenden Corona-Zahlen vor einer Überlastung des Gesundheitswesens gewarnt. "Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen, damit die Dynamik der Neuinfektionen nachlässt", sagte Reinhardt der "Passauer Neuen Presse". "Tun wir das nicht, droht eine Überlastung unseres Gesundheitswesens."

Insbesondere die steigende Zahl an Corona-Patienten auf den Intensivstationen sei besorgniserregend, sagte Reinhardt weiter. Die Zahl habe sich in den vergangenen zwei Wochen fast verdreifacht. Auch der Anteil der älteren Patienten habe wieder zugenommen. "Damit werden wir auch wieder mehr schwerere Verläufe und Todesfälle haben."

Zudem fehle es an ausreichend Personal, um alle freien Intensivbetten vollumfänglich zu betreuen, sagte Reinhardt. Im Notfall müsse Personal aus anderen Bereichen der Kliniken herangezogen werden. "Davon sind wir aber noch ein ganzes Stück entfernt."

In etwa vier Wochen werde man wissen, ob die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gegriffen haben oder ob man nachjustieren müsse. "Aktuell geht es darum, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Dafür sind die beschlossenen Maßnahmen angemessen und richtig."

Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2? Was die Bezeichnungen bedeuten.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus".

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Organspende trotz Corona-Pandemie stabil

04.00 Uhr: Trotz Corona-Pandemie hat es in Deutschland bisher keinen Einbruch bei den Organspenden gegeben. "Im Gegensatz zu vielen Nachbarländern sind wir sehr gut durch die erste Welle gekommen", sagte der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Axel Rahmel. Ob das auch für die zweite Welle gilt, hänge vor allem von den Intensiv-Kapazitäten ab.

Bis Ende Oktober gab es laut DSO in Deutschland 793 postmortale Organspender – das waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. "Das sind stabile Zahlen, mit denen wir ganz gut dastehen", sagte Rahmel. "In vielen Ländern gab es einen dramatischen Einbruch." In Spanien etwa seien die Spenderzahlen während der ersten Welle um rund 70 Prozent zurückgegangen. Wegen der vielen Covid-19-Fälle und überlasteter Intensivstationen hätten Mediziner einfach keine Kapazitäten für dieses "herausfordernde Thema" gehabt.

Dass das in Deutschland bisher nicht so war, lag Rahmel zufolge vor allem an zwei Faktoren: Weil es mehr Kapazitäten auf Intensivstationen gebe, hätten Mediziner weiterhin ausreichend Zeit gehabt, mögliche Organspender zu identifizieren, mit Angehörigen zu sprechen oder überhaupt zu transplantieren. Und man habe frühzeitig viel getestet; damit habe man auch Sorgen zerstreut, Spender könnten infiziert sein und das Virus an die Empfänger weitergeben.

Laut Eurotransplant warten in Deutschland aktuell 9081 Menschen auf ein Spender-Organ.

bah/cop/mjm/sen/svv/AFP/dpa/sid/Reuters