+++ News-Update am Donnerstag +++ Spahn hält 1000 Neuinfektionen am Tag derzeit für unkritisch

Die Corona-Neuinfektionen steigen, aber Gesundheitsminister Spahn sieht noch keine kritische Schwelle überschritten. Und: Die USA heben ihre allgemeine Reisewarnung auf. Der Überblick am 6. August.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Jens Spahn: Mit aktuellen Infektionszahlen könne man umgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", sagte der CDU-Politiker dem ZDF-"Heute Journal" . "Wenn wir uns jetzt stabilisieren, dann können wir damit umgehen."

Spahn unterstrich die Linie, im Fall der Fälle vor allem auf regionale Maßnahmen zu setzen. Auf die Frage, ab wann neue Einschränkungen nötig würden, betonte Spahn, es gebe nicht "die eine Zahl, auf die alles reduziert werden kann." Gleichzeitig betonte er aber, dass das Gesundheitswesen mit um die 1000 Neuinfektionen pro Tag noch umgehen könne.

Zuletzt hatte das das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit drei Monaten mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

USA heben allgemeine Reisewarnung auf

22.25 Uhr: Nach fast fünf Monaten hat die US-Regierung ihre weltweite Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger wieder aufgehoben. Nun würden für jedes Land wieder individuelle Bewertungen bekanntgegeben, erklärte das US-Außenministerium.

Derzeit verbessere sich die Gesundheitslage in manchen Staaten nachhaltig, während sie sich in anderen Ländern verschlechtere. Spezifische Warnhinweise für jedes Land würden US-Bürgern daher bei der Reiseplanung helfen, hieß es.

Das Ministerium bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier. Die höchste Stufe entspricht einer Reisewarnung und galt seit 19. März weltweit.

Nun stehen unter anderem alle 27 EU-Staaten, das Vereinigte Königreich, die Schweiz und die Türkei auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, US-Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Reisepläne zu überdenken.

Weiterhin auf der höchsten Stufe vier sind unter anderem Russland, Indien, Afghanistan und Argentinien. In diesen Fällen werden die Reisewarnungen zum Teil mit dem Niveau der Corona-Infektionen begründet, zum Teil mit Sicherheitsgründen.

Britische Regierung offenbar mit Masken-Panne

Die Pannenserie der britischen Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie reißt offenbar nicht ab. 50 Millionen Schutzmasken, die das Gesundheitsministerium in London gekauft hatte, seien nicht für den Gebrauch in Krankenhäusern tauglich, berichtet die Nichtregierungsorganisation Good Law Project .

Der Grund: Die Gummibänder würden an den Ohren anstatt am Kopf befestigt. Damit sei nicht gewährleistet, dass die Masken eng genug anliegen. So stehe es in einem Schreiben von Anwälten der Regierung.

Das Schreiben sei Teil von Gerichtsdokumenten eines Verfahrens, das Good Law Project angestoßen hatte. Die NGO wirft der britischen Regierung vor, beim Kauf von Schutzausrüstung in der Pandemie gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben.

Nach Schätzung des Good Law Projects wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro) ausgegeben.

Was mit den Masken nun geschehen soll, war zunächst unklar.

Hinzu kommt, dass der Kauf offenbar von einem Regierungsberater eingefädelt wurde, der laut BBC gleichzeitig für die beauftragte Firma tätig war.

Premierminister Boris Johnson sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, er sei "sehr enttäuscht" dass sich Lieferungen von Schutzmaterial als nicht geeignet herausstellten. Er verwies jedoch darauf, dass Großbritannien Milliarden von Schutzmaterialien beschafft habe und nun vermehrt auch im eigenen Land herstelle.

Vor Treffen mit Donald Trump: Gouverneur Mike DeWine positiv auf Corona getestet

19.48 Uhr: Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates, Mike DeWine, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Republikaner nur wenige Stunden vor dem geplanten Zusammentreffen via Twitter mit. DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besucht, dort auf dem Flughafen in Cleveland begrüßen sollen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der vorgeschriebene Test vor einem Kontakt mit dem Präsidenten habe das positive Ergebnis gebracht, berichtete DeWine. Nach eigenen Angaben hat der 73-Jährige keine Symptome und will sich den Regeln entsprechend für die kommenden 14 Tage bei sich zu Hause in Quarantäne begeben.

DeWine ist der zweite US-Gouverneur mit einem positiven Corona-Test. Im Juli hatte sich der Regierungschef von Oklahoma, Kevin Stitt, mit dem Virus infiziert. Auch er ist Republikaner. Gelegentlich kommt es zu falschen Testergebnissen.

Erneut mehr als 1600 tägliche Neuinfektionen in Frankreich

19.44 Uhr: Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt in Frankreich am zweiten Tag in Folge über der Marke von 1600. Das Gesundheitsministerium gibt einen Anstieg um 1604 Fälle bekannt nach 1695 am Vortag. Auch die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sei um sechs auf 390 gestiegen. Der Trend der zuletzt über Wochen sinkenden Fall- und Behandlungszahlen in Frankreich scheint damit vorerst beendet.

Niederländischer Premier Rutte: Touristen sollen belebte Teile Amsterdams meiden

19.30 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte ruft Touristen auf, besonders belebte Teile von Amsterdam zu meiden. Rutte gibt zudem angesichts steigender Covid-19-Fälle strengere Auflagen für Gaststätten bekannt. "Wir wollen keinen zweiten Lockdown und wir müssen ihn auch nicht haben", sagte der Premier mit Blick auf die Wiedereinführung strikter Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus war in den Niederlanden zuletzt wieder deutlich angestiegen. Nach 426 gemeldeten Fällen am Mittwoch wurden am Donnerstag 601 neue Fälle registriert.

Stuttgart erhöht Bußgeld für Maskenverweigerer auf 75 Euro

19 Uhr: Wer in Stuttgart trotz entsprechender Vorschriften keine Maske trägt, muss künftig ein deutlich höheres Bußgeld zahlen. "Wird eine Privatperson ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, wo sie eine tragen müsste, beträgt die Mindeststrafe jetzt 75 Euro", teilte Baden-Württembergs Landeshauptstadt mit. Bislang lag das Bußgeld bei 25 Euro. Für Menschen im gewerblichen Bereich - beispielsweise für Kellner - liege die Mindeststrafe nun bei 150 Euro.

Wiederholungstäter könnten sogar noch stärker belangt werden, sagte Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (CDU). "Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von bis zu 250 Euro für Personen vor, die sich beharrlich weigern. Wir sind bereit, diesen Rahmen auszuschöpfen, und können im Ausnahmefall sogar darüber hinaus gehen."

Zuletzt hatten mehrere Bundesländer ihre Gangart gegen Maskenverweigerer verschärft. So will etwa Nordrhein-Westfalen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen künftig ohne Vorwarnung ein Bußgeld von 150 Euro verhängen.

Österreich verhängt Reisewarnung für spanisches Festland

18.30 Uhr: In Österreich gilt ab Montag eine Reisewarnung für das gesamte spanische Festland im Zusammenhang mit der Coronakrise. Alle Festland-Provinzen Spaniens sind betroffen, ausgenommen sind die Inselgruppen der Balearen, zu denen Mallorca und Ibiza gehören, und die Kanarischen Inseln. "Es wird ausdrücklich vor Reisen auf das spanische Festland gewarnt", teilte das österreichsische Außenministerium mit. Die Warnung tritt um Mitternacht von Sonntag auf Montag in Kraft.

Vor rund einer Woche hatte auch Deutschland eine partielle Reisewarnung verhängt, allerdings nur für einen Teil des Festlands. Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor Reisen nach Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona sowie in die Regionen Aragón und Navarra.

Trump hofft auf fertigen Corona-Impfstoff noch vor der Wahl

17.55 Uhr: Experten rechnen frühestens Ende des Jahres oder 2021 mit einem fertigen Corona-Impfstoff. US-Präsident Donald Trump jedoch hofft, dass ein Impfstoff noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November einsatzbereit ist. In "manchen Fällen" könnte ein Impfstoff schon zur Zeit der Wahl verfügbar sein, sagte Trump in einem Interview des Radiosenders WTAM. Experten halten diesen Zeitplan allerdings für übermäßig optimistisch.

Normalerweise dauert die Entwicklung eines neuen Impfstoffs mehrere Jahre. Trump hofft jedoch angesichts der derzeit enormen Anstrengungen und Finanzmittel für die Impfstoffforschung auf einen wesentlichen rascheren Durchbruch. Gesundheitsexperten der Regierung wie der renommierte Immunologe Anthony Fauci haben sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass es zum Jahresende oder im ersten Halbjahr 2021 einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geben könne.

Weltweit gibt es derzeit zahlreiche Impfstoff-Kandidaten in verschiedenen Entwicklungsstadien. Für erste experimentelle Impfstoffe beginnen bereits große klinische Tests mit bis zu 30.000 Probanden zur Prüfung ihrer Wirksamkeit. Nach Abschluss solcher Tests müssen die Ergebnisse ausgewertet, veröffentlicht und unabhängig geprüft werden. Die zuständigen Arzneimittelbehörden müssen den Impfstoff dann noch zulassen, bevor er eingesetzt werden kann.

Dänemark und Norwegen sprechen Reisewarnungen aus

17.50 Uhr: Dänemark hat eine Reisewarnung für Spanien und Andorra ausgesprochen. Angesichts steigender Infektionszahlen sollten nicht notwendige Reisen dorthin vermieden werden, teilte das Außenministerium mit. Der Schritt werde von diesem Samstag an wirksam. Zuvor hatte Dänemark schon von unnötigen Reisen nach Rumänien, Bulgarien und Luxemburg abgeraten.

Norwegen reaktivierte am Donnerstag seine Regeln für Rückkehrer aus Tschechien, Frankreich, Monaco, der Schweiz und zwei Regionen in Schweden. Ab Samstag müssten sich Menschen, die aus diesen Gegenden nach Norwegen einreisen, für zehn Tage in Selbstisolation begeben, teilte das Außenministerium mit.

Zahl der Neuanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinkt nur leicht

17.45 Uhr: Erneut haben zahlreiche US-Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragt. In der Woche bis einschließlich 1. August stellten 1,186 Millionen Menschen einen Neuantrag, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche war das ein Rückgang um knapp 250.000. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Steigende Corona-Zahlen: Europas heiße Zonen

17.30 Uhr: Immer mehr Gebiete in Europa kämpfen mit drastisch steigenden Corona-Neuinfektionen. In Osteuropa schnellen die Zahlen in die Höhe - am dramatischsten ist die Lage im Norden Spaniens. Der Überblick.

Erstmals Corona-Fälle im Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten Syriens

17.15 Uhr: Im syrischen Flüchtlingslager Al-Hol haben sich erstmals drei Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bei den Infizierten handele es sich um drei Mitarbeiter des Gesundheitspersonals, teilte ein Sprecher der Uno am Donnerstag mit. Die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen habe bereits begonnen. Um weitere Infektionen zu vermeiden, dürfen als Vorsichtsmaßnahme demnach vorerst nur noch unbedingt notwendige Mitarbeiter mit Schutzbekleidung auf dem Gelände arbeiten.

In dem von Kurden verwalteten Lager Al-Hol leben zehntausende Menschen in Zelten. Wie ein Gesundheitsbeamter des Lagers der Nachrichtenagentur AFP sagte, arbeiteten die drei positiv auf Covid-19 Getesteten für die humanitäre Organisation Kurdischer Roter Halbmond. Ihm zufolge könnten sich Bewohner der riesigen Zeltstadt bei einem Besuch der Kliniken im Lager bereits infiziert haben.

Spahn und Lauterbach uneins über Bundesliga-Rückkehrkonzept

17.00 Uhr: Das Konzept zur Teilzulassung von Zuschauern bei Spielen der Fußball-Bundesliga wird von den beiden führenden Gesundheitsexperten der Regierungsparteien unterschiedlich bewertet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL), pocht aber auf passgenaue Corona-Schutzlösungen für jedes Stadion.

Dagegen kritisierte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach das Konzept. Der Vorstoß der DFL sei "überhaupt nicht angemessen", sagte der Politiker und Epidemiologe in der Sendung "Maischberger - Die Woche". Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans garantieren könne.

Die DFL-Mitgliederversammlung hatte am Dienstag mehrheitlich - aber nicht einstimmig - für den Fall der Fan-Rückkehr ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis zum 31. Oktober beschlossen. Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gästetickets verteilt werden und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich macht. Die Gesundheitsminister der Länder wollen am kommenden Montag (10. August) weiter über die geplanten DFL-Maßnahmen beraten, Entscheidungen sind eher nicht zu erwarten.

41 weitere Corona-Fälle in dänischem Schlachtbetrieb bestätigt

16.00 Uhr: In einem Schlachtbetrieb in Dänemark sind 41 weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in dem Betrieb im dänischen Ringsted in den vergangenen drei Tagen von 79 auf 120 gestiegen, wie der Fleischverarbeiter Danish Crown am Donnerstag auf seiner Website mitteilte. Als Reaktion darauf werde man nun noch intensiver testen als bisher geplant, hieß es. Alle Mitarbeiter sollten nun zweimal wöchentlich auf das Virus getestet werden.

Danish Crown war vor anderthalb Wochen über einen ersten Corona-Fall unter den rund 850 Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35.000 Schweine geschlachtet, was nun aber deutlich zurückgefahren wurde.

Nach Ägypten fordert auch Tunesien Ende der Reisewarnung

15.45 Uhr: Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt neben Ägypten nun auch Tunesien eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der Geschäftsträger der tunesischen Botschaft in Berlin, Chiheb Chaouch, begründete die Forderung am Dienstag mit der "ausgezeichneten Bilanz" seines Landes bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. "Wir hoffen daher, dass das Auswärtige Amt auch Tunesien in eine Liste von Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums einordnet, die ein sicheres Ziel für die deutschen Reisenden sind", sagte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hoffen, dass deutsche Touristen Tunesien besuchen werden."

Am Dienstag hatte das Auswärtige Amt die seit Mitte März geltende Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie erstmals für Regionen außerhalb Europas aufgehoben. Für vier Urlaubsgebiete im asiatischen Teil der Türkei gilt sie nun nicht mehr: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Das hatte bereits den ägyptischen Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, dazu veranlasst, einen solchen Schritt auch für sein Land zu fordern. Nun folgt mit Tunesien ein weiteres nordafrikanisches Land mit dieser Forderung.

"In Tunesien gibt es keine spezifischen Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist. Tunesien gilt daher als ein sicheres Reiseland", sagte Chaouch. Er verwies auf zahlreiche Maßnahmen, die von der tunesischen Regierung für die Sicherheit von Touristen ergriffen worden seien. Anders als die Türkei und Ägypten wird Tunesien vom Robert Koch-Institut auch nicht mehr als Risikogebiet geführt. Rückkehrer aus solchen Ländern müssen sich von diesem Samstag an auf Corona testen lassen.

Corona-Lage in Offenbach stabil - 56 neue Infektionen in Hessen

15.20 Uhr: Nach einem größeren Corona-Ausbruch in Offenbach bleibt die Situation in der Stadt stabil. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Donnerstag bei 29 und damit auf Vortagsniveau, wie das hessische Sozialministerium mitteilte. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz war am Dienstag zunächst auf 39 gestiegen und dann gesunken. Als Schwellenwert für strengere Maßnahmen zum Infektionsschutz gilt ein Wert von 50. Die Stadt Offenbach hatte jedoch bereits auf die Situation reagiert: Sie erließ unter anderem ein Picknick- und Grillverbot in Parks.

Im Odenwaldkreis ist die Situation mit 26 Infektionen auf 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen etwas angespannt. Dahinter folgt der Rheingau-Taunus-Kreis mit 22.

Offenbach selbst meldete am Donnerstag drei neue Infektionsfälle. Damit seien aktuell 65 Menschen in der Stadt mit Covid-19 infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab die Stadt mit 30,3 an. Unterschiede zwischen Stadt- und Landeszahlen sind nichts Neues und lassen sich auf unterschiedliche Zeitpunkte der Berechnung zurückführen. In Offenbach sind neben den offiziell Erkrankten 406 weitere Personen in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten oder von einer Reise außerhalb der EU zurückgekehrt sind.

Los Angeles stellt bei Hauspartys Strom und Wasser ab

14.55 Uhr: Die US-Metropole Los Angeles will Veranstaltern illegaler großer Hauspartys von Freitag an Strom und Wasser abstellen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Damit reagierten die Behörden auf vermehrte Berichte über große Feiern, die während der Pandemie eigentlich verboten seien, sagte Bürgermeister Eric Garcetti am Mittwoch .

Bei wiederholtem Verstoß gegen die Sicherheitsanordnungen könne Party-Veranstaltern binnen 48 Stunden Strom und Wasser abgedreht werden. Die großen Feiern fänden vor allem in leer stehenden Häusern oder Unterkünften statt, die kurzzeitig gemietet werden können. Bars und Nachtklubs in der kalifornischen Stadt sind derzeit geschlossen.

"Wir werden nicht leichtfertig handeln", sagte Garcetti. "Aber wir werden handeln und alles tun, um Leben zu retten und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten." Die neuen Maßnahmen richteten sich gegen Anwohner, die entschlossen seien, gegen die geltenden Zusammenkunftsbeschränkungen zu verstoßen."Diese großen Partys sind nicht sicher und können die Einwohner von Los Angeles das Leben kosten", sagte Garcetti. Die Ansteckungsgefahr sei hoch, wenn viele Menschen ohne Schutzmaske dicht zusammengedrängt in einem Raum seien. Kleine, gewöhnliche Zusammenkünfte in den Privathäusern der Menschen betreffe die Regelung nicht.

Finnland führt Reisebeschränkungen für Niederlande und Belgien ein 

14.45 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen in den betroffenen Ländern beschränkt Finnland ab Montag  erneut die Einreise für Menschen aus den Niederlanden, Belgien und Andorra. Das bedeutet, dass Finnland für diese Länder wieder Grenzkontrollen einführt und Reisende aus diesen Staaten aufgerufen werden, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen und Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden.

Wie die finnische Regierung am Donnerstag mitteilte, dürfen Menschen aus Deutschland und Dänemark trotz der dort ebenfalls erhöhten Infektionsraten weiter einschränkungsfrei einreisen. Die deutschen und dänischen Anstiege ließen sich auf lokale Ausbruchsherde zurückführen. Die Situation müsse neu beurteilt werden, sollten die Raten deutlicher über dem für Finnland geltenden Schwellenwert liegen, wie dies in der Niederlande und in Belgien der Fall sei.

Deutsche dürfen seit Mitte Juli wieder nach Finnland reisen. Entscheidend für die Finnen ist, dass in dem entsprechenden Land innerhalb einer Zwei-Wochen-Periode weniger als acht neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner verzeichnet wurden. Schaut man auf die Vergleichswerte des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), dann liegt dieser 14-Tages-Wert für Deutschland derzeit bei 11,1 und bei Dänemark bei 13,3 - Belgien dagegen jenseits der 50 und die Niederlande bei etwa 22,5.

Nach Explosion: Große Krankenhäuser in Beirut stoppen Corona-Tests

14.25 Uhr: Coronavirus-Tests und -behandlungen sind in mehreren großen Krankenhäusern der libanesischen Hauptstadt Beirut nach der verheerenden Explosion im Hafen eingestellt worden. Einige Einrichtungen, die Coronavirus-Patienten behandelten, seien durch die Explosion so schwer beschädigt worden, dass sie die Tests eingestellt hätten, sagte Mahmud Hassun, Arzt im Rafik-Hariri-Krankenhaus in Beirut, am Donnerstag. Sein Krankenhaus mache aber weiter Tests.

Bei der gewaltigen Explosion im Hafen Beiruts waren am Dienstag mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen, rund 5000 weitere wurden verletzt. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet.

Auch der Leiter des Verbands der Privatkliniken, Sulaiman Harun, bestätigte einen Stopp der Tests in einigen Krankenhäusern. "Die Explosion hat die Coronavirus-Tests unterbrochen, da die meisten Krankenhäuser mit der Katastrophe und der hohen Zahl der Verletzten beschäftigt sind", sagte Harun. Die Versorgung der Verletzten habe aktuell absolute Priorität.

Trotz Stopps vieler Tests gab das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt, dass in den vergangenen 48 Stunden 355 neue Fälle registriert worden seien. Erst am 30. Juli hatte der Libanon strengere Auflagen verhängt, weil die offiziellen Zahlen der Corona-Infektionen gestiegen waren.

Corona in St. Wolfgang: 107 Fälle - keine ausländischen Fälle bekannt

14.00 Uhr: Durch den Corona-Ausbruch im österreichischen Ferienort St. Wolfgang sind bislang wohl 107 Menschen erkrankt. Das ergab eine Analyse der österreichischen Gesundheitsbehörden, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter und Anwohner, aber auch um österreichische Touristen. Zuletzt hatten örtliche Behörden nur 79 Fälle zum Ausbruch gezählt, dabei aber nicht alle Diagnosen in anderen Teilen Österreichs einberechnet.

Unter ausländischen Gästen sei bislang trotz internationaler Kontaktnachverfolgung kein Fall gefunden worden, erklärte das Gesundheitsministerium . Die Ausbreitung sei durch rasches Testen und Absondern von Kontaktpersonen unter Kontrolle gebracht worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die Epidemiologen zählen nun insgesamt 107 laborbestätigte Covid-19-Patienten, die sich im Juli in St. Wolfgang aufhielten. Bei 103 von ihnen habe es nachvollziehbaren direkten Kontakt zu betroffenen Orten oder Erkrankten - etwa als Hotelpersonal, Gast oder als Familienangehörige - gegeben. Zwei der Fälle kamen am Donnerstag nach erneuten Tests unter 401 Mitarbeitern betroffener Hotels und Gaststätten hinzu.

Ärztevereinigung zweifelt offizielle Corona-Fallzahlen in Türkei an

13.30 Uhr: Der Chef der türkischen Ärztevereinigung hat die offiziellen Corona-Fallzahlen der Regierung in Ankara angezweifelt. "Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wider", sagte Sinan Adiyaman der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen.

Die Ärztevereinigung (TTB) habe zuletzt am Mittwoch Fallzahlen von Mitgliedsverbänden aus 25 Provinzen erhalten. Diese zeigten, dass die Zahl der Neuinfektionen landesweit höher sein müssten als die zurzeit etwa tausend gemeldeten Fälle pro Tag. Adiyaman forderte zudem, die Regierung müsse deutlich mehr Tests durchführen und die intensive Rückverfolgung von Infektionsketten wieder aufnehmen.

Die TTB hat nach eigenen Angaben in 65 der 81 Provinzen Verbände und repräsentiert 70 Prozent der Mediziner im Land.

Vor allem in der Hauptstadt Ankara und im Südosten des Landes sei die Anzahl der Neuinfektionen stark gestiegen, sagte Adiyaman. Die Intensivbetten in den staatlichen Krankenhäusern der südosttürkischen Metropole Diyarbakir und in der Provinz Sanliurfa seien voll belegt.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca wies am Donnerstag solche Vorwürfe zurück. "In keiner Provinz haben wir volle Krankenhäuser aufgrund von Covid-19, wir haben sogar kein Krankenhaus an der Kapazitätsgrenze. Die Vorwürfe sind haltlos", schrieb Koca auf Twitter.

Am Dienstag war die Zahl der gemeldeten täglichen Neuinfektionen in der Türkei erstmals seit rund drei Wochen wieder auf mehr als tausend gestiegen. Am Mittwochabend meldete Gesundheitsminister Koca 1178 neue Fälle. Als Reaktion verschärfte Ankara landesweit die Kontrollen der Abstands- und Hygieneregeln. Innenminister Süleyman Soylu rief die Bürger dazu auf, sich an die Vorschriften zu halten.

Polen plant Befreiung von Maskenpflicht nur mit Attest

13.15 Uhr: Vor dem Hintergrund steigender Zahlen nachgewiesener Corona-Infektionen will Polen künftig Bürger nur dann von der Maskenpflicht befreien, wenn sie ein entsprechendes Attest vorweisen können. Diese Regelung werde am 1. September in Kraft treten, sagte Vize-Gesundheitsminister Janusz Cieszynski am Donnerstag laut Nachrichtenagentur PAP.

"Nach Ansicht unserer Experten gibt es nicht viele medizinische Gegenanzeigen, die das Verdecken von Mund und Nase nicht erlauben", so der Minister. Wer keine Maske trage, wo dies vorgeschrieben sei, müsse ein Attest dabei haben. In Polen gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen.

Am Donnerstag verzeichneten die Behörden 726 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie. Nach offiziellen Angaben haben sich bislang knapp 50.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Demnach starben 1774 Menschen mit dem Virus.

SPIEGEL-Umfrage zur Coronakrise: Deutsche erwarten zweiten Lockdown - mit schweren Schäden für die Wirtschaft

12.55 Uhr: Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown - so sehen es zumindest die meisten Deutschen. Laut einer SPIEGEL-Umfrage rechnen viele zudem mit erheblichen ökonomischen Folgen. Lesen Sie hier alles zu den Ergebnissen der Umfrage.

USA melden knapp 53.000 Neuinfektionen - Zahl womöglich verzerrt 

12.15 Uhr: In den USA ist eine vergleichsweise niedrige Zahlen an Corona-Neuinfektionen gemeldet worden - örtliche Behörden und Medien warnen allerdings vor möglichen Verzerrungen. Binnen 24 Stunden gab es etwa 52.800 bekannte Neuinfektionen und knapp 1400 Tote, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität am Donnerstagmorgen hervorging. Sieben Tage zuvor verzeichnete das Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern noch rund 71.000 neue Fälle und rund 1400 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen ist aus verschiedenen Gründen auch vom Wochentag abhängig, ein Vergleich mit dem Vortag ist deshalb meist wenig aussagekräftig.

In Kalifornien mit knapp 40 Millionen Einwohnern sei es aufgrund technischer Probleme wahrscheinlich, dass neue Fälle nicht erfasst worden seien, teilte das Gesundheitsministerium  des Bundesstaats am Mittwoch mit. Die Zahl der Todesfälle sei davon nicht betroffen, da sie durch andere Systeme an die Behörden übermittelt werde.

Laut der Zeitung "Los Angeles Times"  ist nicht klar, seit wann die Probleme mit dem Krankheitsmeldesystem CalREDIE bestehen und welches Ausmaß sie haben. Kalifornien gehört zu den Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes, die derzeit besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Bislang hatten sich dort rund 524.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 9700 Infizierte starben.

In Florida, einem weiteren bevölkerungsreichen Bundesstaat mit zuletzt vergleichsweise hohen Neuinfektionszahlen, sind Medienberichten zufolge zahlreiche Corona-Testeinrichtungen wegen des Wirbelsturms "Isaias" mehrere Tage lang geschlossen gewesen. Laut der Zeitung "Miami Herald"  hatte sich das Gesundheitsministerium des Bundesstaats zunächst nicht zur Frage geäußert, ob sich die Schließung auf die Zahl der gemeldeten Fälle ausgewirkt habe.

Adidas rechnet mit weiterer Erholung des Geschäfts 

11.50 Uhr: Adidas ist infolge monatelanger Ladenschließungen in der Coronakrise in die roten Zahlen gerutscht. Im zweiten Quartal summierte sich der Nettoverlust auf 306 Millionen Euro, wie der Sportausrüster am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Adidas noch 462 Millionen Euro Gewinn geschrieben. Operativ wies der Konzern nun einen Fehlbetrag von 333 Millionen Euro aus, nach einem Betriebsgewinn von 643 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Adidas hofft auf bessere Zeiten. "Nach allem, was wir heute wissen, wird sich die Erholung unseres Geschäfts im dritten Quartal fortsetzen", sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen des zweiten Quartals.

So rechnet der Konzern damit, dass der Umsatz in den drei Monaten bis Ende September nicht mehr so stark einbricht wie zuletzt. Zudem soll das operative Ergebnis wieder positiv sein. Der Konzern rechnet im dritten Quartal mit einem Betriebsgewinn zwischen 600 und 700 Millionen Euro. Das wäre eine Verbesserung von rund einer Milliarde Euro im Vergleich zum verlustreichen zweiten Quartal. Wegen der nach wie vor hohen Unsicherheit durch die Corona-Pandemie sei weiter kein Ausblick für das Gesamtjahr möglich.

Adidas hofft, dass sich das Geschäft im dritten Quartal verbessert

Adidas hofft, dass sich das Geschäft im dritten Quartal verbessert

Foto:

Annegret Hilse/ REUTERS

Entwarnung nach Corona-Tests auf Kreuzfahrtschiff "SeaDream 1"

11.40 Uhr: Die Sorgen vor einem Coronavirus-Ausbruch auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff in Norwegen haben sich nicht bestätigt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder auf der "SeaDream 1" seien negativ auf das Virus getestet worden, teilte das Unternehmen SeaDream Yacht Club am späten Mittwochabend mit.

Das Schiff mit insgesamt mehr als 160 Menschen an Bord war zuvor im Hafen der Stadt Bodø vor Anker gegangen, weil ein Passagier einer vorherigen Kreuzfahrt auf der "SeaDream 1" nach der Heimkehr nach Dänemark positiv auf das Virus getestet worden war. Das Schiff darf nun weiterfahren, wie die Gemeinde Bodø am Donnerstag mitteilte.

Zuletzt war das Coronavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "Roald Amundsen" ausgebrochen. Die Zahl der bestätigten Infektionen unter der Besatzung und den Fahrgästen auf zwei Kreuzfahrten des Schiffes der Reederei Hurtigruten stieg bis Mittwoch auf 53. Darunter waren laut FHI 37 Crew-Mitglieder und 16 Passagiere. Die Polizei hat Ermittlungen zu dem Ausbruch eingeleitet und nun mit den Vernehmungen dazu begonnen. Untersucht wird, ob Hurtigruten oder Einzelpersonen an Bord gegen die norwegischen Quarantänevorschriften verstoßen haben, wie die Polizei im nordnorwegischen Tromsø erklärte.

Corona-Pandemie: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag

11.15 Uhr: Reisende, die aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, müssen sich ab dem Wochenende auf das Virus testen lassen. Das hat Gesundheitsminister Spahn angeordnet. Hier geht's zur Meldung.

Italienische Industrie erholt sich weiter von Corona-Einbruch

11.10 Uhr: Die italienischen Industrieunternehmen haben sich im Juni von dem Einbruch in der Coronakrise weiter erholt. Die Gesamtproduktion stieg allerdings nicht mehr so stark wie im Mai. Für Juni meldete das Statistikamt Istat einen Zuwachs der Produktion um 8,2 Prozent im Monatsvergleich. Die Markterwartungen wurden ein Stück weit übertroffen. Analysten hatten nur einen Zuwachs um 5,0 Prozent erwartet.

Im Mai hatte sich die Industrieproduktion noch deutlich stärker erholt, um revidiert 41,6 Prozent (zuvor 42,1 Prozent). Im März und April war sie allerdings noch jeweils drastisch abgestürzt, nachdem ein Großteil der Betriebe im Kampf gegen die Ausbreitung der Pandemie geschlossen worden war.

Im Jahresvergleich machte sich die Coronakrise im Juni aber immer noch stark bemerkbar. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Herstellung um 13,7 Prozent. Allerdings fällt der Rückgang geringer aus als noch im Mai. Italien wurde durch die Corona-Pandemie mit am stärksten in Europa getroffen.

Azubis in Unternehmen: "Wir müssen alles tun, um einen Corona-Jahrgang zu vermeiden"

10.45 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) appelliert an die Unternehmen, auch in der Coronakrise junge Menschen auszubilden. "Wir müssen jedenfalls alles tun, um einen Corona-Jahrgang zu vermeiden", sagte er am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Die Krise werde irgendwann vorbei sein, und dann dürfe man nicht über Fachkräftemangel jammern.

Kritik daran, dass die kürzlich beschlossene Ausbildungsprämie nur für Betriebe mit maximal 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelte, ließ Heil nicht gelten. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bildeten überproportional viele Menschen aus und seien nun besonders gebeutelt. Daher komme die Hilfe den richtigen Unternehmen zugute. "Das ist nicht die Zeit von 'Wünsch dir was', sondern es geht um gezielte Hilfen", sagte Heil in Bezug auf die Forderung, die Sozialabgaben für Auszubildende abzuschaffen.

Ende Juni hatte das Bundeskabinett die "Azubi-Prämien" für Unternehmen auf den Weg gebracht. Kleine und mittelständische Firmen, die mit großen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit zu kämpfen haben, aber ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, sollen demnach staatliche Prämien von bis zu 3000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen. Die Pläne sehen außerdem Zahlungen für Unternehmen vor, die Azubis von anderen Firmen übernehmen, wenn diese pandemiebedingt Insolvenz anmelden müssen.

Antarktis-Saison beginnt: Corona-Quarantäne für Wissenschaftler 

10.30 Uhr: Die Antarktis ist bis heute der einzige Corona-freie Kontinent der Erde. Damit das so bleibt, sollen jetzt auch Wissenschaftler vor einer Antarktisexpedition zwei Wochen in Quarantäne in Neuseeland. Das erste internationale Team, das die diesjährige Forschungssaison eröffnen soll, werde am Freitag aus den USA erwartet, teilte die Regierung Neuseelands  mit. Die Gruppe muss nun auf eigene Kosten 14 Tage in Selbstisolation. Vor dem Aufbruch ins Eis am 24. August würden alle Teilnehmer zudem zweimal auf das Coronavirus getestet.

"Die Unterstützung durch Neuseeland ist entscheidend für die Sicherheit und das Wohlergehen von Menschen in der Antarktis, einschließlich Neuseeländern, und für die Fortsetzung wichtiger langfristiger Forschung", sagte Außenminister Winston Peters.

Alle Antarktis-Programme werden in diesem Jahr wegen der Pandemie auf ein Minimum reduziert. Normalerweise nehmen bis zu 3000 Menschen pro Jahr an Forschungen auf dem Südkontinent teil. Die Saison dauert von August bis März. In diesem Jahr wird die Zahl voraussichtlich 800 nicht übersteigen.

Das Forschungsschiff "Polarstern" in der Antarktis (Archivbild)

Das Forschungsschiff "Polarstern" in der Antarktis (Archivbild)

Foto: K. Gohl/ dpa

Kein Corona-Test: SPD kritisiert Laschet nach Griechenlandreise

9.50 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, er habe keinen Corona-Test nach seiner Rückkehr aus Griechenland gemacht. "Diese Aussage, die sie übrigens da tätigt, ist falsch", sagte Laschet am Donnerstag.

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (SPD) hatte der "Neuen Westfälischen" gesagt, er hätte "von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können". Bereits am Mitttwoch hatte der SPD-Landesverband Laschet den Vorwurf gemacht, keinen Test gemacht zu haben.

Die Partei bezog sich dabei auf einen Facebook -Eintrag der Landesregierung: Die hatte einem Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, geantwortet, es bestehe "kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind".

Der Eintrag entstand allerdings, als Laschet noch in Griechenland war. Ob er sich letztlich wirklich nicht testen ließ, blieb am Donnerstag unklar.

Die Reise nach Lesbos war in Kutschatys Augen durchaus sinnvoll. "Es war wichtig, auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen." Durch die Coronakrise sei ihre Lage zuletzt etwas in Vergessenheit geraten. Laschet hatte am Dienstag mehrere Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos besucht und danach von einem "Aufschrei der Verzweifelten" gesprochen. Sein Besuch im überfüllten Camp Moria war aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden, nachdem sich Gruppen von Flüchtlingen versammelten und in Sprechchören "Free Moria" riefen.

Anmerkung der Redaktion: Der Facebook-Eintrag, auf den die SPD sich bezieht, wurde falsch interpretiert. Die Landesregierung gab eine allgemeine Antwort, keine konkrete zu einem möglichen Test des Ministerpräsidenten. Es ist unklar, ob Armin Laschet nach seiner Reise getestet worden ist.

Armin Laschet am Dienstag auf Lesbos

Armin Laschet am Dienstag auf Lesbos

Foto:

imago images/Ralph Sondermann

Hamburg startet unter Corona-Bedingungen ins neue Schuljahr

9.45 Uhr: Hamburgs Schülerinnen und Schüler sind nach fast dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause und sechs Wochen Sommerferien ins neue Schuljahr gestartet. Am Donnerstagmorgen wurden an den 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt knapp 240.000 Jungen und Mädchen erwartet. Lediglich die gut 18.000 Erstklässler durften noch zu Hause bleiben. Ihre Einschulung ist für kommenden Dienstag geplant. Nach Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits am Montag die Schule wieder begonnen hat, ist Hamburg das zweite Bundesland, in dem die Ferien zu Ende gegangen sind. Kommende Woche folgen dann Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg.

Das Schuljahr in Hamburg begann wegen der Corona-Pandemie unter verschärften Bedingungen: So gelten an den Schulen strenge Hygieneregeln. Außerdem müssen alle Schüler, Lehrer und Besucher beim Betreten des Schulgeländes einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dieser darf nach Angaben der Schulbehörde nur abgelegt werden, wenn die Schüler oder Lehrer im Klassen- oder Lehrerzimmer an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Ebenfalls von der Maskenpflicht befreit sind Grundschüler bis zehn Jahre.

Lufthansa macht erneut Milliardenverlust

9.30 Uhr: Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Coronakrise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 1,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 226 Millionen ein Jahr zuvor, wie der inzwischen vom Staat gestützte Konzern mitteilte.

Der operative Verlust (bereinigtes Ebit) lag mit knapp 1,7 Milliarden Euro noch höher. Dass es nicht noch schlimmer kam, verdankte das Unternehmen einem Rekordergebnis seiner Frachttochter Lufthansa Cargo, die von der stark gestiegenen Nachfrage nach Frachtflügen profitierte.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet, dass der Flugverkehr frühestens im Jahr 2024 wieder das Niveau aus der Zeit vor der Krise erreicht. Der Konzern will deshalb seine Kosten bis zum Jahr 2023 um 15 Prozent senken, die Flotte um mindestens hundert Flugzeuge verkleinern und 22.000 Vollzeitstellen abbauen. Bis Ende Juni hat die Lufthansa die Zahl ihrer Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr bereits um knapp 8300 gesenkt.

Coronakrise belastet Auftragslage bei Siemens

9.20 Uhr: Der Technologiekonzern Siemens hat im dritten Geschäftsquartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Das lag vor allem an einem höheren Ergebnisbeitrag aus der Sparte "Digital Industries", wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis der Industriegeschäfte (Ebita) stieg daher um acht Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Einsparungen wirkten ebenfalls positiv. Analysten hatten hier mit einem Rückgang gerechnet.

Die Corona-Pandemie belastete aber die Auftragslage, das Neugeschäft ging in den drei Monaten per Ende Juni um sieben Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz nahm um fünf Prozent auf 13,5 Milliarden Euro ab. Auch hier schnitt Siemens besser ab als befürchtet. Wegen hoher Verluste beim Windanlagenbauer Gamesa sowie einer höheren Steuerquote brach der Nettogewinn von rund einer Milliarde auf 539 Millionen Euro ein.

Arbeit von daheim hat sich für viele Firmen bewährt

6.20 Uhr: Viele Unternehmen in Deutschland wollen einer Studie zufolge nach der Coronakrise am Homeoffice festhalten - auch in der Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem der Maschinenbau, die Chemie- und die Autoindustrie zählen, haben vor Ausbruch der Pandemie nur in jeder vierten Firma Beschäftigte regelmäßig von zu Hause gearbeitet. Das geht aus einer Auswertung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. Nun seien es fast 50 Prozent.

Für die Zeit nach der Krise planen demnach etwa 37 Prozent der Unternehmen, Homeoffice einzusetzen. Das ZEW befragte 1765 Firmen, 775 aus dem verarbeitenden Gewerbe, 990 aus der Informationswirtschaft.

Mehr als tausend neue Infektionen in Deutschland gemeldet

5.50 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages ermittelt. Seit Beginn der Coronakrise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 6.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis Donnerstagmorgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Ägypten fordert Ende der Reisewarnung für deutsche Urlauber

4.55 Uhr: Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, verwies in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa auf sinkende Corona-Infektionszahlen in seinem Land und weitgehende Sicherheitsvorkehrungen für Touristen. 

Er sagte: "Wir bitten nicht um einen Gefallen. Was wir sagen, ist: Schaut euch die Lage an und trefft eine rationale und angemessene Entscheidung. Alles deutet darauf hin, dass die Reisewarnung nicht gerechtfertigt ist."     

Schauspielerin Alyssa Milano berichtet von massiven Corona-Symptomen

4.00 Uhr: Alyssa Milano ("Melrose Place", "Charmed - Zauberhafte Hexen") hat auf Instagram schwere Symptome einer Covid-19-Erkrankung beschrieben. Die 47-Jährige postete am Mittwoch ein Foto von Anfang April, auf dem sie eine medizinische Gesichtsmaske trägt. Sie sei niemals zuvor so krank gewesen, schreibt die US-Schauspielerin. Alles habe weh getan, sie habe nicht atmen können, dazu schreckliche Kopfschmerzen, Übergeben, Fieber und Verlust des Geruchssinns.

Alyssa Milano (2018): Niemals zuvor so krank gewesen

Alyssa Milano (2018): Niemals zuvor so krank gewesen

Foto: Evan Agostini/ AP

Sie habe praktisch jedes Covid-Symptom gehabt, aber zwei Corona-Tests und ein Antikörpertest seien negativ ausgefallen. Erst ein weiterer Antikörpertest sei nun positiv gewesen. Nach vier Monaten habe sie immer noch Beschwerden wie Schwindel, Kurzatmigkeit und Magenprobleme. Sie werde nun Blutplasma spenden, in der Hoffnung, anderen damit zu helfen.

Trump will Fluggesellschaften länger unterstützen

3.20 Uhr: Donald Trump unterstützt den Vorstoß einer Gruppe von Republikanern im Senat, das Hilfspaket für die durch die Coronakrise angeschlagenen amerikanischen Fluggesellschaften um weitere sechs Monate zu verlängern. Die Ausweitung des 25-Milliarden-Dollar-Programms könne den Stellenabbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen verhindern, erklären die Senatoren. "Wir wollen unsere Fluggesellschaften nicht verlieren. Wenn sie das prüfen, ob Republikaner oder Demokraten, wäre ich mit Sicherheit dafür", sagt Trump bei einem Briefing im Weißen Haus. Die Aktien der Fluggesellschaften steigen nach den Nachrichten deutlich an: American Airlines legt 9,5 Prozent zu, United Airlines 4,6 Prozent und Southwest Airlines 4,2 Prozent.

Facebook geht gegen Beitrag des US-Präsidenten vor

2.20 Uhr: Der US-Präsident verbreitet regelmäßig Un- oder Halbwahrheiten über das Coronavirus - auch in den sozialen Netzwerken. Gegen eine seiner jüngsten Behauptungen schreitet Facebook nun ein. Mehr dazu finden Sie hier.

Schülervertreter schlagen Notenbonus für Prüfungen vor

1.40 Uhr: Das neue Schuljahr startet in vielen Bundesländern - oder hat sogar schon angefangen. Doch von einem normalen Betrieb dürften die meisten Einrichtungen vorerst weit entfernt sein. Schülervertreter haben daher einen Notenbonus für den Fall von Corona-bedingtem Unterrichtsausfall ins Gespräch gebracht. "Sollte es zu Unterrichtsausfall kommen, wäre es eine mögliche Lösung, den betroffenen Schülern einen Nachteilsausgleich zu geben", sagte Torben Krauß, Sprecher der Bundesschülerkonferenz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Es sei oft nicht möglich, kurzfristig die Prüfungsaufgaben zu ändern. "Lehrer sollten aber in solchen Fällen mehr Freiraum beim Korrigieren haben", so Krauß. Das neue Schuljahr werde definitiv kein normales Schuljahr werden.

Zugbegleiter sollen Maskenpflicht besser durchsetzen können

0.50 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer verlangt mehr Kompetenzen für die Zugbegleiter, damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann. "Die Ausgangsposition für die Zugbegleiter ist schon dadurch schlecht, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske nicht Teil der Beförderungsbedingungen ist", sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der "Süddeutschen Zeitung" . Aus unerfindlichen Gründen könne sich die Bahn-Spitze nicht dazu durchringen, dies zu ändern. Dadurch seien den Zugbegleitern "in letzter Instanz die Hände gebunden".

Die Bahn will die Einhaltung der Maskenpflicht notfalls mit Verweisen durchsetzen. Bei Fahrgästen, die sich hartnäckig weigern, sind solche Verweise nach Angaben des Konzerns bereits möglich. Gegebenenfalls wird die Bundespolizei hinzugezogen.

57.152 Neuinfektionen in Brasilien

0.20 Uhr: Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 57.152 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 1437 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,85 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 97.256. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

Fauci hält neuen Lockdown für unwahrscheinlich

0.15 Uhr: Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht nicht davon aus, dass in den USA ein neuer Lockdown im Zuge der Pandemiebekämpfung nötig sein wird. "Wir können das viel besser, ohne alles herunterzufahren", sagt er bei einer Veranstaltung an der Universität Harvard. Amerikaner sollten Gesichtsmasken tragen, Abstand halten, Bars schließen, ihre Hände waschen und Aktivitäten im Freien bevorzugen, um das Virus zu stoppen.

Neuinfektionen in Frankreich steigen wieder

0.05 Uhr: In Frankreich erreicht die Pandemie mit 1695 Neuinfektionen ein Zwei-Monats-Hoch. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt. Die Zahl der tödlichen Erkrankung steigt von 30.296 auf 30.305

jok/bah/kko/ptz/fek/Reuters/dpa/AFP/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.