+++ News-Update am Donnerstag +++ "Wir sind jetzt wieder im Anstieg"

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist so hoch wie seit vier Monaten nicht mehr. Der Virologe Christian Drosten hält den Zuwachs nicht für eine zufällige Schwankung. Und: Fast 15.000 Reisende ohne Maske ermahnt. Der Überblick.
Virologe Christian Drosten: "Wir zählen viel empfindlicher"

Virologe Christian Drosten: "Wir zählen viel empfindlicher"

Foto: Janine Schmitz/photothek.net/ imago images/photothek

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Netanjahu: Weitere Verschärfung der Corona-Beschränkungen in Israel möglich

20.28 Uhr: Kurz vor Beginn eines zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine mögliche weitere Verschärfung der vorgesehenen Einschränkungen angekündigt. Netanjahu sagte am Donnerstagabend, angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen könnte dies notwendig sein. "Ich denke, dass wir angesichts der Infektionslage möglicherweise keine andere Wahl haben werden, als die Beschränkungen zu verschärfen", sagte Netanjahu. 

Am Freitagnachmittag beginnt in Israel ein Corona-Lockdown, der mindestens drei Wochen andauern soll. Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen - die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen. Experten hatten im Sommer unter anderem kritisiert, Lockerungen seien verfrüht vorgenommen worden. Die Opposition in dem Mittelmeerstaat kritisiert den Kurs der Regierung scharf. Die Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt. 

Während des Lockdowns sollen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Nach bisherigen Anweisungen dürfen die Menschen sich dann nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Ein parlamentarischer Ausschuss teilte allerdings am Donnerstag nach Medienberichten mit, die Entfernung könnte auf einen Kilometer ausgeweitet werden.

WHO: "Alarmierender" Anstieg der Corona-Infektionen in Europa

19.27 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als "alarmierend" bezeichnet. Die Entwicklung müsse ein "Alarmsignal für uns alle" sein, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge am Donnerstag in Kopenhagen. Mehrere europäische Länder verschärften im Kampf gegen eine zweite Welle ihre Maßnahmen. Im Nordosten Englands gelten ab Freitag strikte Ausgehregeln, in Österreich werden private Treffen wieder stark eingeschränkt. Frankreich verschärft die Corona-Maßnahmen in Lyon und Nizza.

In Europa - wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt - wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.

Am Freitag vergangener Woche wurde die bisher höchste Zahl von 54.000 Neu-Infektionen verzeichnet, was aber auch an einer Zunahme der Tests liegt.

Tennisturniere in Moskau wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt

19.18 Uhr: Die in gut einem Monat geplanten Tennisturniere der Herren und Damen in Moskau sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Da die Infektionszahlen in der russischen Hauptstadt steigen, dürfen die Veranstaltungen in diesem Jahr nicht mehr stattfinden, wie die Organisationen ATP und WTA am Donnerstag mitteilten. Das Herrenturnier sollte vom 19. bis 25. Oktober gespielt werden, in der folgenden Woche wären die Damen an der Reihe gewesen. Diese Entscheidung betreffe nicht das ATP-Turnier in St. Petersburg (12. bis 18. Oktober). 

Fast 10.600 Neuinfektionen in Frankreich - Rekord

19.08 Uhr: Frankreich verzeichnet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Binnen eines Tages seien 10.593 weitere Fälle bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium in Paris mit. Der bisherige Höchststand war am 12. September mit 10.561 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt wurden bislang in Frankreich 415.481 Corona-Fälle registriert. Die Zahl der Toten kletterte den Angaben zufolge um 50 auf nunmehr 31.095. Das ist der zweithöchste Tagesanstieg binnen zwei Monaten.

New York verschiebt erneut Schulstart

18.24 Uhr: Die Millionenmetropole New York hat wegen der Corona-Krise den eigentlich für kommende Woche geplanten Beginn des neuen Schuljahres für die meisten Schüler erneut verschoben. Nur Vorschüler, deren Eltern sie für eine Mischung aus Online- und Vor-Ort-Unterricht angemeldet hatten, sollen ab der kommenden Woche wieder tageweise zur Schule gehen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Grundschüler sind dann ab dem 29. September dran, die Älteren ab dem 1. Oktober. Auch zusätzliche Lehrkräfte sollen eingestellt werden.

Ursprünglich war der Schulstart für den 10. September angesetzt, musste dann aber bereits auf den 21. verschoben werden, um den Lehrern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben. New York war im Frühjahr eines der Epizentren der Corona-Pandemie. Inzwischen haben sich die Fallzahlen auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Mindestens zwei Milliarden Euro Kosten für Krankenkassen durch Corona

17.51 Uhr: In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor, hieß es dazu weiter.

Die von der Regierung mit Gesetzen und Verordnungen bestimmten Sonderausgaben werden demnach aus der Reserve des Gesundheitsfonds gespeist, in den die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland einzahlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernahmen dem Bericht zufolge aufgrund von Entscheidungen der Bundesregierung etwa Kosten für nicht genutzte Intensivbetten in den Krankenhäusern von 556 Millionen Euro und Überbrückungshilfen für Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufe von bisher 814 Millionen Euro.

Israel macht zum zweiten Mal dicht

17.39 Uhr: Die Menschen in Israel müssen sich von Freitag an erneut mit starken Einschränkungen in der Corona-Krise arrangieren. Ein von der Regierung verhängter Lockdown startet am frühen Nachmittag und soll mindestens drei Wochen andauern. Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen - die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen. Experten hatten im Sommer unter anderem kritisiert, Lockerungen seien verfrüht vorgenommen worden.

Während des Lockdowns sollen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Die Menschen dürfen sich aber nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen.

Tour de France: Nur 5000 Zuschauer auf den Champs-Élysées

17.31 Uhr: Beim Finale der letzten Etappe der 107. Tour der France in Paris werden wegen der hohen Corona-Infektionszahlen nur 5000 Zuschauer auf den Champs-Élysées zugelassen sein. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP und berief sich auf den Veranstalter ASO. Paris ist als rote Zone eingestuft worden, wo das Virus besonders stark zirkuliert. Auf mehreren Etappen der Rad-Rundfahrt war es in diesem Jahr zu Einschränkungen gekommen. In Frankreich wurden in den vergangenen Wochen stark steigende Zahlen an Neuinfektionen registriert.

Bundespräsident Steinmeier lobt italienische Solidarität

17.22 Uhr: Deutschland und Italien wollen nach den Misstönen zu Beginn der Corona-Krise ihre Beziehungen und Freundschaft wieder vertiefen und ausbauen. Dies machten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein italienischer Amtskollege Sergio Mattarella in Mailand deutlich. Steinmeier hat die grenzüberschreitende Solidarität beider Länder in der Corona-Pandemie gelobt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) und Sergio Mattarella, Präsident von Italien, bei einem Treffen in Mailand

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) und Sergio Mattarella, Präsident von Italien, bei einem Treffen in Mailand

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Er wolle mit seinem Besuch gerade in Norditalien, das besonders stark betroffen war, ein "dreifaches Zeichen" setzen. Es gehe um Anteilnahme für die hier gestorbenen Menschen und deren Angehörigen, es gehe um Solidarität - Deutschland und Italien müssten nicht nur in der Krise zusammenstehen - und es gehe um ein Zeichen des Aufbruchs, um gemeinsam aus der Krise zu finden.

SPIEGEL-Podcast: Geht es den Deutschen zu gut?

17.11 Uhr: Im Vergleich kommt Deutschland bislang glimpflich und ohne strengen Lockdown durch die Coronakrise. Trotzdem sind die Proteste gerade hier besonders laut. Armin Nassehi, 60, ist Soziologe und Professor an der Universität München. Im SPIEGEL-Podcast Stimmenfang erklärt er unter anderem, was an den Corona-Demonstrationen an Pegida erinnert und warum die Proteste mit der Pandemie mitunter gar nichts zu tun haben.

EU-Parlament fordert Corona-Finanzhilfe für Kultursektor

17.05 Uhr: Das Europaparlament hat angesichts der Coronavirus-Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für den Kultursektor gefordert. Der geplante EU-Wiederaufbaufonds müsse mehr Mittel speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa bereitstellen, betonten die EU-Abgeordneten in einer verabschiedeten Resolution.

Mindestens zwei Prozent des milliardenschweren Wiederaufbaufonds müsse in die europäische Kulturindustrie fließen. Die Mitgliedsstaaten müssten zudem sicherstellen, dass soziale und wirtschaftliche Finanzhilfen auch auf nationaler Ebene für Kulturschaffende zugänglich seien, appellierten die EU-Parlamentarier.

Covid-19-Patienten in Frankreich wollen Regierungschef anzeigen

16.44 Uhr: Ein Verband von Covid-19-Patienten will gegen den französischen Regierungschef Jean Castex wegen dessen Umgang mit der Corona-Pandemie Anzeige erstatten. Die Regierung habe "überhaupt keine Strategie für den Kampf gegen die Pandemie" und fahre lediglich "auf Sicht", sagte der Anwalt der 200 Mitglieder zählenden Gruppe "Coronavirus-Opfer Frankreich", Fabrice de Vizio.

Castex hatte sein Amt erst am 3. Juli als Nachfolger von Edouard Philippe angetreten. Damals waren die Infektionszahlen in Frankreich zurückgegangen. In den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Neuinfektionen jedoch wieder stark an. Castex Büro wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Die Gruppe richtete ihre Anzeige an den Gerichtshof der Republik, der befugt ist, über die von Regierungsmitgliedern in Ausübung ihres Amtes begangenen Handlungen zu urteilen.

Sonderregeln für Praxisbesuche künftig regional möglich

16.38 Uhr: Bei stark steigenden Corona-Infektionszahlen in einzelnen Gegenden sollen Sonderregeln für Patienten künftig auch regional ermöglicht werden - etwa Krankschreibungen per Telefon ohne Praxisbesuch. Das legte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen fest. Es gelte, schnell auf starke Anstiege in einer bestimmten Region reagieren zu können, um eine Virus-Ausbreitung zu verhindern.

"Wir sind noch da!" - Berlin feiert seine Clubkultur

16.18 Uhr: Gut ein halbes Jahr nach der Corona-bedingten Schließung aller Klubs feiert Berlin seine nächtliche Szene. Unter dem Motto "Wir sind noch da!" wollen die Betreiber am 3. Oktober nach Angaben der Clubcommission "ein Signal in existenzbedrohenden Zeiten für ihre Bedeutung und Vielfalt" senden. An dem Tag der Klubkultur sollen vierzig Klubs und Kollektive jeweils 10.000 Euro "für ihr jahr- bis jahrzehntelanges Engagement in der Berliner Klubkultur" erhalten.

Supercup mit FC Bayern soll im Risikogebiet stattfinden

15.59 Uhr: Trotz deutscher Reisewarnung und kritischer Corona-Zahlen soll der FC Bayern in Budapest um den Supercup spielen. Die UEFA teilte mit, an der für den 24. September terminierten Partie des Champions-League-Siegers gegen den Europa-League-Gewinner FC Sevilla vor bis zu 20.100 Fans festzuhalten. Keine 24 Stunden vorher hatte das Robert Koch-Institut die ungarische Hauptstadt in die Liste der Risikogebiete aufgenommen.

US-Streitkräfte über negative Corona-Tests erleichtert

15.48 Uhr: Nach negativen Corona-Tests trotz der Kneipentour einer infizierten jungen Amerikanerin haben sich Führungskräfte der US-Streitkräfte erleichtert gezeigt. Obwohl es noch viel Arbeit gebe, seien die Ergebnisse der Tests ermutigend, teilte der Brigadegeneral Christopher Norrie mit. Es gehe nun darum, die gemeinsame Arbeit mit den bayerischen Behörden zur Bekämpfung des Virus fortzusetzen.

Die 26-jährige Zivilangestellte im Bereich der US-Armee hatte trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage am 8. September eine Bar in der Marktgemeinde besucht. Auch Tage zuvor war sie - möglicherweise bereits infektiös - in Bars unterwegs. Nach Bekanntwerden des Falls hatten sich rund 1000 Menschen testen lassen. In Zusammenhang mit dem Nachtleben waren aber nur drei positiv. Vier neue positive Fälle im Landkreis stehen laut Landratsamt in keinem Zusammenhang.

Produktion von Schutzmasken in Laage - Bis zu 2,5 Millionen pro Monat

15.21 Uhr: Beim Biotechnologie-Unternehmen BM Bioscience Technology GmbH in Laage ist die Produktion von medizinischen Schutzmasken aufgenommen worden. Zunächst werden bis zu 800.000 Schutzmasken pro Monat produziert, bei Bedarf kann die Zahl auf bis zu 2,5 Millionen erhöht werden, wie Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph sagte.

Die Corona-Pandemie zeige, dass der Bedarf danach vor allem in Gesundheitsberufen riesig sei. Die Herstellung medizinischer Mund-Nasen-Bedeckungen im eigenen Land sei ein Befreiungsschlag gegen die Abhängigkeit von Lieferungen von außen.

Fast 15.000 Reisende ohne Maske ermahnt

15.05 Uhr: Die Bundespolizei hat innerhalb von fünf Tagen fast 15.000 Reisende an Bahnhöfen oder in Zügen ermahnt, die keinen Mund-Nasen-Schutz gegen das Coronavirus getragen haben. Das jeweilige Gesundheitsamt sei in 221 Fällen informiert worden, um Bußgelder nach den entsprechenden Corona-Regeln der Länder zu verhängen, teilte die Bundespolizei mit.

Kontrolle am U-Bahnhof Landungsbrücken in Hamburg

Kontrolle am U-Bahnhof Landungsbrücken in Hamburg

Foto: Bodo Marks / dpa

In Teilen Englands schließt das Pub jetzt um 22 Uhr

15.01 Uhr: Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Infektionen werden im Nordosten Englands die Kontaktbeschränkungen verschärft. So dürfen sich von Freitag an Menschen verschiedener Haushalte nicht mehr treffen. Bars und Pubs müssen um 22 Uhr (Ortszeit) schließen, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock ankündigte.

Betroffen davon sind etwa zwei Millionen Menschen unter anderem in Northumberland, Newcastle-upon-Tyne und Sunderland. In großen Teilen Großbritanniens schnellen die Infektionszahlen wieder in die Höhe. Vielerorts mangelt es auch an Tests, das tatsächliche Infektionsgeschehen kann daher aktuell kaum abgebildet werden. Jeder Landesteil darf über seine eigenen Corona-Maßnahmen entscheiden.

Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

14.50 Uhr: Die österreichische Regierung hat angesichts steigender Infektionszahlen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft. Da die Ansteckungen vor allem im privaten Bereich erfolgten, müssten künftig soziale Kontakte reduziert werden, sagte Kanzler Sebastian Kurz.

Sämtliche private Feiern und Zusammenkünfte sollen ab kommenden Montag auf zehn Personen beschränkt werden. Darüber hinaus darf in Lokalen und Restaurants nur noch im Sitzen konsumiert werden. Maximal zehn Personen dürfen an einem Tisch sitzen. Auf Märkten, in Kirchen und beim Betreten und Verlassen von Restaurants muss nun ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

So viele Corona-Neuinfektionen wie seit April nicht mehr

14.44 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat den höchsten Tageswert seit April erreicht. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Virologe Christian Drosten sieht darin "schon nicht so eine beliebige Schwankung", und sagt weiter: "Wir sind jetzt wieder im Anstieg."

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das RKI meldete. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000.

Drosten betonte, dass die Situation nicht mit der im März vergleichbar sei. Selbst wenn demnächst - wie damals Ende März/Anfang April - mehr als 6000 Neudiagnosen pro Tag gemeldet würden, sei das nicht dasselbe, weil viel mehr getestet werde. Man müsse dann nicht wie im März einen "Lockdown" machen.

Keine Testpflicht für Einreise nach Sardinien

14.18 Uhr: Für die Einreise auf die italienische Ferieninsel Sardinien ist vorerst doch kein negativer Corona-Test mehr nötig. Wenige Tage nach der Einführung einer Corona-Testpflicht für die Insel hat ein Gericht diese vorsorglich wieder gekippt. Das zuständige Verwaltungsgericht in Cagliari entschied laut Nachrichtenagentur Ansa, einem Einspruch der italienischen Regierung stattzugeben. Diese hatte durch die Testpflicht die Reisefreiheit eingeschränkt gesehen und war deshalb dagegen vorgegangen.

Nun doch keine Zuschauer bei Bundesliga-Eröffnungsspiel in München

14.07 Uhr: Beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 dürfen am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein.

In dieser Woche hatte die Politik beschlossen, bundesweit in einem Probebetrieb 20 Prozent der Stadien in den zwei Bundesliga wieder zu füllen. Nun aber bleibt die Münchner Arena am ersten Spieltag zuschauerleer, wie Bürgermeister Dieter Reiter nach Beratungen mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seiner Gesundheitsbehörde entschied. Die Stadt München verwies dabei auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in der Landeshauptstadt.

Risikogebiet eine "Katastrophe"

13.03 Uhr: Die Einstufung der Stadt Wien als Corona-Risikogebiet bedeutet für den Tourismus in der österreichischen Hauptstadt nach Ansicht von Experten einen enormen Tiefschlag. "Das ist eine Superkatastrophe", sagte Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner. Die Deutschen seien immer die wichtigste Gästegruppe gewesen und hätten auch gerade in der Coronakrise der Stadt die Treue gehalten. 35 Prozent der Übernachtungen im Juli seien auf deutsche Gäste entfallen.

Wegen der gestiegenen Infektionszahlen hatte Deutschland am Mittwoch Wien zum Risikogebiet erklärt. Die Bundesregierung sprach für die österreichische Hauptstadt eine Reisewarnung aus. Damit ist für alle Wien-Reisenden bei Rückkehr nach Deutschland ein negativer PCR-Test oder Quarantäne erforderlich.

München fürchtet "wilde Wiesn"

12.55 Uhr: Am Samstag hätte das größte Volksfest der Welt starten sollen. Doch das Oktoberfest ist wegen Corona abgesagt, sogar ein Alkoholverbot droht. Ärzte sehen die in München geplanten Oktoberfest-Alternativen bei steigenden Corona-Zahlen mit Skepsis.

Mehr als zwei Drittel halten Corona-Maßnahmen für richtig

12.31 Uhr: Laut einer Umfrage steht die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung hinter den staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen. 69 Prozent der Befragten halten das Vorgehen für richtig, wie aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer hervorgeht. Fast jeder Fünfte wünsche sich demnach sogar noch weitergehende Maßnahmen. Lediglich elf Prozent hielten die Schutzbestimmungen für übertrieben. Entsprechend schlecht fiel die Beurteilung der in jüngerer Zeit verstärkt auftretenden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen aus. Nur 14 Prozent finden die Proteste "gut", 83 Prozent hingegen "nicht gut".

Rund 600 Gäste von Corona-Ausbruch in Hamburger Bar betroffen

12.09 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar "Katze" am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Viele seien schon in Quarantäne. Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, "darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar". Nach etwa hundert Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

In zweiwöchige Quarantäne müsse jeder, der als sogenannte Kontaktperson eins eingestuft werde. Da in der Bar infizierte Bedienungen gearbeitet hätten, seien dies alle Gäste, die den Innenraum der "Katze" an den fraglichen Tagen nach 19.00 Uhr betreten haben. "Ich gehe davon aus, dass der überwiegende Teil als Kontaktperson eins eingestuft wird und in Quarantäne gehen muss", sagte Helfrich.

Sagrada Familia wird nicht rechtzeitig fertig

11.27 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie wird die Sagrada Familia in Barcelona nicht wie geplant zum 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí im Jahr 2026 fertig. Es gebe vorerst auch wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Ungewissheit keinen neuen Zeitplan. Die Kirche, deren Bau im Jahr 1882 begann, wird somit etwas länger ihrem Ruf der "ewig Unvollendeten" gerecht werden.

Geteilte Meinung zu Testphase von Fans in Stadien

11.01 Uhr: Vor dem Beginn einer sechswöchigen Testphase mit der Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien sind sich die Bundesbürger uneinig, ob das eine gute Idee ist. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov lehnen 42 Prozent der Befragten die von den Ländern beschlossene Testphase für Fußballarenen und Sporthallen ab, während 41 Prozent sie befürworten. 17 Prozent machten keine Angabe.

Fans beim Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV am vergangenen Montag

Fans beim Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV am vergangenen Montag

Foto: Dennis Hetzschold / imago images/Dennis Hetzschold

Unter den 18- bis 24-Jährigen findet nur etwas mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) die Testphase nicht gut, während es unter den 25- bis 34-Jährigen fast jeder Zweite (48 Prozent) ist.

Biontech will Werk für mögliche Impfstoffproduktion übernehmen

10.51 Uhr: Für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffs will das Mainzer Unternehmen Biontech von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis dessen Produktionsstätte in Marburg übernehmen. Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Biontech plant unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, in dem Werk bereits im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs herstellen zu können. In dem Werk in Marburg sind rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Keine Expeditionsreisen bis Jahresende

10.46 Uhr: Die norwegische Reederei Hurtigruten wird bis Ende 2020 keine Reisen auf ihren Expeditionsschiffen in die Antarktis anbieten. Aufgrund der zunehmenden Corona-Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika habe man sich entschlossen, alle Expeditionsreisen mit dem Schiff bis Ende Dezember auszusetzen, erklärte Hurtigruten. Im Januar 2021 soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Dorothee Bär wartet in Quarantäne auf Testergebnis

10.35 Uhr: Deutschland Digitalstaatsministerin Dorothee Bär hat sich auf das Coronavirus testen lassen und befindet sich in Quarantäne, wo sie auf ein Ergebnis wartet. Die Corona-Warn-App der CSU-Politikerin hat ein erhöhtes Risiko festgestellt. Das teilte die 42-Jährige am Donnerstagmorgen auf ihrem Instagram-Kanal mit.

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Erstmals mehr als 2000 neue Corona-Fälle in Tschechien

10.22 Uhr: In Tschechien ist erstmals die Schwelle von 2000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Mittwoch kamen 2139 Fälle hinzu, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg damit auf rund 41.000. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben nachweislich 482 Menschen.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt damit aktuell fast genauso so hoch wie in Deutschland, obwohl Tschechien nur knapp 10,7 Millionen Einwohner hat. Die deutsche Bundesregierung hatte ihre Reisewarnung für Prag am Mittwochabend auf die angrenzende Mittelböhmische Region ausgeweitet.

Flug ins Nirgendwo

10.13 Uhr: Die australische Airline Qantas will mit einem kuriosen Rundflug Gäste zurückgewinnen. Eine Boeing 787-9 Dreamliner werde am 10. Oktober in Sydney starten und dann relativ niedrig über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes fliegen, um ohne Zwischenlandung sieben Stunden später wieder in Sydney zu landen, teilte das Unternehmen mit.

Es sollen unter anderem das Great Barrier Reef, Uluru, Byron Bay und der Hafen von Sydney überflogen werden. Wegen der Corona-Pandemie sind in Down Under seit Monaten nicht nur die Grenzen für Besucher aus dem Ausland geschlossen, auch Reisen zwischen den einzelnen Bundesstaaten sind nach wie vor größtenteils verboten.

Ermittlungen wegen mehr als 10.000 Betrugsfällen bei Corona-Hilfen

09.59 Uhr: Die Justiz ermittelt laut einem Zeitungsbericht deutschlandweit in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und anderer Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der 16 Bundesländer hervor, über die die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichteten. Der Schaden beläuft sich demnach auf mehrere Millionen Euro.

"Die strafrechtliche Aufarbeitung der Coronakrise dürfte die Justiz noch bis weit ins nächste Jahr hinein beschäftigen", sagte Sven Rebehn, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, den Zeitungen. "Trotz Auslaufens der staatlichen Hilfsprogramme erreichen die Staatsanwaltschaften weiterhin neue Verdachtsfälle erschlichener Corona-Soforthilfen."

Weniger Elektroautos verlassen das Land

09.30 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die Ausfuhr von Elektrofahrzeugen aus deutscher Produktion im ersten Halbjahr 2020 deutlich gebremst. Die Zahl der exportierten Wagen betrug in den sechs Monaten noch 41.300 Stück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Im Vorjahreszeitraum waren es 52.200 Fahrzeuge gewesen. Ein rundes Viertel ging dabei jeweils in das Hauptabnehmerland Norwegen.

Elektrofahrzeuge an einer Ladestation

Elektrofahrzeuge an einer Ladestation

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Die Importe legten hingegen weiter zu: Sie stiegen auf 45.300 Fahrzeuge nach 30.200 im ersten Halbjahr 2019. Hauptlieferant blieb Frankreich mit einem Anteil von nahezu 25 Prozent. Im vergangenen Jahr waren sowohl die Zahlen für die Ausfuhren wie auch für die Einfuhren deutlich gewachsen.

Virologe Streeck dämpft Impfstoff-Hoffnungen und warnt vor "Alarmismus"

06.20 Uhr: Der Bonner Virologie-Professor Hendrik Streeck sagt laut "Handelsblatt", wann ein wirksamer Impfstoff gegen Corona marktreif sei, könne man "nicht vorhersagen". "Schon die Debatten darum halte ich für teils recht unseriös", wird er zitiert. "Während sich ein Wirkstoff schnell kreieren lässt, können wir nicht vorhersagen, ob er funktioniert oder nicht." Gerade die Phase der Tests sei "immer voller Überraschungen". Streeck warnt der Zeitung zufolge zugleich vor "Alarmismus" und "Stimmungsmache" in Deutschland, zumal die Pandemie aktuell "vergleichbar gut zu managen" sei. "Man muss nicht mehr das ganze Land lahmlegen."

Fast 2200 neue Infektionen an einem Tag in Deutschland registriert

05.15 Uhr: Deutschland verzeichnet 2194 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 265.857. Zudem habe es drei weitere Todesfälle gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9371.

Lambrecht will Insolvenzrecht reformieren

04.01 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will zur Rettung der durch die Coronakrise in Not geratene Firmen noch im Herbst einen Gesetzentwurf zur Reform des Insolvenzrechts vorbringen. "Der Entwurf wird eine grundlegende Reform des Sanierungs- und Insolvenzrechts beinhalten, die auch über die gegenwärtigen Krisenerscheinungen hinaus Bestand haben soll", sagt die SPD-Ministerin der Zeitung "Augsburger Allgemeine" (Donnerstagsausgabe). "Wenn alle an einem Strang ziehen, kann das Vorhaben bereits Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten", kündigt die Ministerin an.

Ermittlungen in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen

03.50 Uhr: Bundesweit ermitteln Staatsanwaltschaften in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Soforthilfen und anderer Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der 16 Bundesländer hervor, die dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorliegt. Der Schaden geht in die Zigmillionen. "Es geht dabei in der Regel um Fälle von Subventionsbetrug, die vertiefte einzelfallbezogene Ermittlungen erfordern und sich nicht standardisiert als Massenverfahren erledigen lassen", sagt Sven Rebehn, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes.

Wegen Corona-Pandemie 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut

02.04 Uhr: Die Coronakrise hat der Unicef zufolge 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der Kinder, die in multidimensionaler Armut leben, um 15 Prozent auf rund 1,2 Milliarden gestiegen, heißt es in einem Bericht  des Kinderhilfswerks der Uno und der Hilfsorganisation Save the Children.

Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden. Eine Analyse von Unicef zeige demnach auf, dass rund 45 Prozent der Kinder in den untersuchten Ländern bereits vor der Pandemie in mindestens einem dieser Aspekte benachteiligt worden sind, heißt es in dem Bericht.

"Das Coronavirus und die Lockdown-Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung haben Millionen Kinder tiefer in die Armut gestürzt", sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. "Familien, die gerade dabei waren, der Armut zu entkommen, sind wieder hineingezogen worden, während andere mit nie gesehenen Entbehrungen umgehen müssen. Am besorgniserregendsten ist, dass wir näher am Anfang der Krise als an ihrem Ende sind." Die Organisationen riefen die Regierungen der Welt auf, das Problem mit hoher Priorität anzugehen.

Mitarbeiter des Weißen Hauses positiv getestet

01.38 Uhr: Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte US-Präsident Donald Trump. Die Person sei ihm jedoch weder "nahe" gekommen, noch stünde sie in Verbindung mit dem US-Präsidenten.

Die Mitteilung folgt einen Tag auf den Besuch von hochrangigen ausländischen Politikern. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und die beiden Außenminister von Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten waren im Weißen Haus zu Gast, um ein formelles Abkommen zu unterzeichnen.

Trumps Pressesprecherin Kayleigh McEnany sagte, dass das Treffen nicht von dem Corona-Fall betroffen sei. Auch die Pressevertreter seien nicht in Kontakt mit der getesteten Person gekommen.

Mehr als 35.000 Neuinfektionen in Brasilien

00.26 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 36.820 Neuinfektionen, damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,419 Millionen. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 987 auf 134.106. Brasilien weist in der Coronakrise nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Südafrika öffnet seine Grenzen

00.20 Uhr: Angesichts eines Rückgangs der Neuinfektionen öffnet Südafrika ab Oktober seine Grenzen. "Wir werden die Beschränkungen für internationale Reisen schrittweise und vorsichtig lockern", sagte Präsident Cyril Ramaphosa in einer Rede an die Nation. Für einige Länder mit "hohen Infektionsraten" bleibe der Reiseverkehr weiter eingeschränkt. Eine Liste dieser Länder werde demnächst veröffentlicht.

Südafrika war von der Coronakrise hart getroffen worden: Bislang haben sich dort mehr als 650.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 15.600 starben an den Folgen der Infektion. Am 27. März ließ die Regierung die Grenzen schließen und verhängte einen strikten Lockdown. Seit Juni sind die Beschränkungen schrittweise gelockert worden.

Dem Land sei es "gelungen, das Schlimmste" zu überwinden, sagte Ramaphosa. Die Zahl der Neuinfektionen sei von durchschnittlich 12.000 pro Tag im Juli auf weniger als 2000 Fälle zurückgegangen.

mas/jok/dpa/Reuters/AFP
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