+++ News-Update am Freitag +++ Paris als aktive Corona-Zone eingestuft
Mundschutz wird an zentralen Orten in Paris wieder zur Pflicht - so wie hier am Schloss Versailles
Foto: Michel Euler/ dpaDieser Artikel wird laufend aktualisiert.
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Dänemark schafft Sechs-Tage-Regel für Einreisende ab
23.30 Uhr: Touristen müssen bei der Einreise nach Dänemark künftig nicht mehr nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Die Regierung und die Parlamentsparteien einigten sich am Freitag nach stundenlangen Verhandlungen darauf, die umstrittene Sechs-Tages-Regel abzuschaffen.
Wie aus einer am späten Abend veröffentlichten Vereinbarung hervorgeht, wird die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen weiter bei 100 belassen. Über eine mögliche Lockerung soll demnach im September neu diskutiert werden. Restaurants, Kneipen und Cafés dürfen statt bis Mitternacht jetzt bis 2.00 Uhr öffnen, Nachtclubs und Diskotheken bleiben bis Ende Oktober weiter dicht.
Dänemark hatte im März zu Beginn der Coronakrise strikte Maßnahmen ergriffen und die Ausbreitung des Coronavirus damit vergleichsweise schnell unter Kontrolle bekommen. Seit einigen Wochen mehren sich die Infektionsfälle aber wieder, unter anderem durch lokale Ausbrüche in der zweitgrößten Stadt Aarhus sowie bei einem Schlachtbetrieb in Ringsted.
Paris als aktive Corona-Zone eingestuft
21.10 Uhr: Paris gilt wegen der steigenden Zahl der Neuinfektionen wieder als Zone, in der das Virus aktiv zirkuliert. Ein entsprechender Erlass wurde am Freitag veröffentlicht. Auch das Département Bouches-du-Rhône, in dem die Stadt Marseille liegt, ist von der neuen Einstufung betroffen. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können - theoretisch etwa durch das Schließen von Restaurants oder Märkten oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit.
Die Städte Paris und Marseille seien aktuell besonders gefährdet, sagte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Jerôme Salomon. In etwa 20 weiteren Départements sei man aktuell besonders wachsam. Die Behörden hatten zuvor bereits gewarnt, dass die Zahl der Neuinfektionen in den Metropolen besonders bei jungen Menschen steige. "Es sind dicht besiedelte Orte, Orte mit vielen Bevölkerungsströmen, viel Verkehr, vielen jungen Menschen, die intensiv sozial aktiv sind", sagte Salomon.
Paris weitete als Reaktion auf die Einstufung am Freitagabend die Maskenpflicht unter freiem Himmel aus. Sie galt bisher in einigen Straßen und etwa am Seine-Ufer. Nun ist die Maske ab Samstag in weiten Teilen des Stadtzentrums Pflicht. Außerdem werden Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten, bei denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.
Matthew McConaughey: "Voller Wut darüber, wie Covid politisiert wurde"
19.25 Uhr: Oscarpreisträger Matthew McConaughey hat in einem Videointerview mit dem US-Virologen Anthony Fauci beklagt, dass die Corona-Krise in den USA zu sehr politisch instrumentalisiert würde. Fauci warnte in demselben Gespräch davor, auf Herdenimmunität zu setzen. Besonders in den USA mit einem erhöhten Anteil an Übergewichtigen und damit verbundenen Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck würde dies die Risiken einer Covid-Erkrankung deutlich verschärfen.
Präsidentin der Kultusministerkonferenz gegen Corona-Bonus für Lehrer
18.25 Uhr: Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat die Forderung des Deutschen Lehrerverbandes zurückgewiesen, besonders engagierten Lehrern in der Coronakrise einen finanziellen Bonus zu bezahlen. "Wir sehen, dass in der Corona-Krise sich die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Erzieherinnen und Erzieher, der gesamte öffentliche Dienst und auch darüber hinaus ganz, ganz viele Menschen über Gebühr angestrengt haben", sagte Hubig, dem SWR.
Stefanie Hubig
Foto: Arne Dedert/ dpaDieses Engagement sei einer der Gründe dafür, dass Deutschland die Coronakrise sehr gut gemeistert habe, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Aber es gehöre dazu, dass in solchen Zeiten, in denen auch Polizisten und viele andere mehr als ihre Pflicht täten, "dass wir in solchen Zeiten diesen Einsatz erbringen, gemeinsam, ohne dafür zusätzliche Bonuszahlungen zu bekommen."
USA verlängern wegen Corona Schließung der Grenzen zu Mexiko und Kanada
17.20 Uhr: Die weitgehende Schließung der US-Grenzen zu Kanada und Mexiko wegen der Corona-Pandemie wird erneut um einen Monat verlängert. Die Grenzen könnten demnach frühestens am 21. September wieder für den regulären Reiseverkehr geöffnet werden, erklärte der kommissarische Heimatschutzminister Chad Wolf am Freitag über Twitter. Diese solle helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Die zeitweisen Grenzschließungen waren am 21. März in Kraft getreten und seither mehrfach verlängert worden. Die Grenzen sind aber nicht völlig zu, sondern nur für alle nicht dringlichen Übertritte. Aus Arbeitsgründen und für den Handel sind Grenzübertritte weiter möglich. Es gibt auch weiterhin Flüge zwischen den Ländern.
Spanien außer Kanaren nun Corona-Risikogebiet für deutsche Urlauber
16.58 Uhr: Das Urlaubsland Spanien gilt - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun als Risikogebiet wegen hoher Infektionszahlen. Das entschieden die beteiligten Bundesministerien, wie es am Freitag aus Regierungskreisen hieß. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums bestätigte auf Anfrage die Meldung.
Neues Hoch bei Corona-Infektionen in Kroatien
15.50 Uhr: Das EU- und Urlaubsland Kroatien hat am Freitag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 208 Infektionen seien in den vergangenen 24 Stunden erfasst worden, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde. Am Vortag hatte die Behörde 180 Neuansteckungen vermeldet.
In den letzten zwei Monaten hatte der Wert zwischen rund 30 und 100 geschwankt. Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt kehrten viele deutsche Touristen von dort zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Unter ihnen waren hauptsächlich junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.
Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen
15.13 Uhr: Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet. In den meisten Regionen des Landes - darunter in Athen und Thessaloniki sowie auf zahlreichen Inseln - müssen ab Freitag alle Tavernen, Bars und Discos spätestens um 24.00 Uhr schließen. Versammlungen von mehr als 50 Personen wurden im ganzen Land verboten. Diese Maßnahme gilt vorerst bis 24. August, teilte ein Regierungssprecher in Athen mit.
Griechenland weist - gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern - eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen ist die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig gestiegen.
Als Grund gilt, dass viele Urlauber - größtenteils junge Menschen - nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub Verwandte und Freunde in den Ballungszentren ansteckten. Behörden hatten beobachtet, dass Urlauber ohne den nötigen Abstand und ohne Mundschutz dicht beieinander bis spät in die Nacht in Bars und Discos feierten.
Serbien schränkt Reisefreiheit wegen Corona-Pandemie ein
14.49 Uhr: Serbien hat wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in einigen Nachbarländern am Freitag die Reisefreiheit eingeschränkt. Wer aus Kroatien, Nordmazedonien, Bulgarien und Rumänien einreisen will, muss künftig mit einem Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, seine Gesundheit beweisen. Seit Aufhebung des Ausnahmezustands Anfang Mai hat Serbien seine Grenzen weitgehend offen gehalten. In den vergangenen Wochen hat sich aber auch dort das Infektionsgeschehen wieder verstärkt.
Für Reisende aus Deutschland bedeutet die neue Regelung, dass sie weiterhin ohne Einschränkungen nach Serbien fliegen oder mit dem Auto über Ungarn fahren können. Für die Einreise mit dem Auto über Kroatien ist nun jedoch ein Test erforderlich. Serbien selbst gilt in der EU als Risikoland. Deutsche oder in Deutschland ansässige Personen, die aus Serbien nach Deutschland zurückkehren, müssen in Quarantäne.
Spahn will auch Corona-Bonus für Pflegekräfte in Kliniken
14.39 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nun auch einen Corona-Bonus für Pflegekräfte in Kliniken herbeiführen - nicht nur wie schon besiegelt in der Altenpflege. Um dies zu ermöglichen, hat Spahn die Deutsche Krankenhausgesellschaft und den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zu einem entsprechenden Konzept aufgefordert, wie ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin sagte. Pflege-Personalkosten in Kliniken, die die Tarifpartner in Eigenregie regelten, würden von den Kassen gegenfinanziert. Daraus ergebe sich auch die Möglichkeit, Boni zu vereinbaren.
Parteiübergreifend war Kritik daran laut geworden, dass ein Bonus wegen besonderer Belastungen in der Corona-Krise nur für die Altenpflege kommen soll. Die Gewerkschaft Verdi begrüßte Spahns Vorstoß. "Krankenhausbeschäftigte sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen", sagte Vorstandsmitglied Sylvia Bühler. Sie hätten großartig mitgezogen und sich auf einen Ansturm an Corona-Patienten eingestellt, der bisher Gott sei Dank verhindert werden konnte. Die beiden beauftragten Verbände sollten bald einen Vorschlag für eine Bonuszahlung vorlegen.
Der Bundestag hatte den Corona-Bonus für die Altenpflege von bis zu 1000 Euro Mitte Mai beschlossen. Länder oder Arbeitgeber können ihn auf bis zu 1500 Euro aufstocken, die steuerfrei bleiben würden. Die Kosten für den Bund werden mit rund einer Milliarde Euro veranschlagt - tragen soll dies vorerst die Pflegeversicherung, der Bund hat aber einen Zuschuss angekündigt. Die Regierung verwies zuletzt mehrfach auch darauf, dass das generelle Lohnniveau in der Altenpflege deutlich niedriger sei als bei Pflegekräften in Krankenhäusern.
Corona: Spanien verbietet Nachtleben und weitgehend Rauchen im Freien
14.37 Uhr: Angesichts steigender Corona-Zahlen ergreift Spanien wieder drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Das Nachtleben werde landesweit unterbunden, das Rauchen im öffentlichen Raum verboten, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, und Alkohol dürfe nicht mehr im Freien getrunken werden, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Freitag nach einer Krisensitzung mit den Vertretern der Regionen in Madrid.
Von Mittwoch auf Donnerstag waren binnen 24 Stunden landesweit fast 3000 neue Corona-Infektionen registriert worden, so viele wie zuletzt im April. Allerdings wird viel mehr getestet und viele der Betroffenen haben keine oder nur milde Krankheitssymptome. Es gibt über 1000 lokale Ausbrüche und die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt derzeit bei fast 50 je 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist der wichtigste Indikator dafür, ob eine Region oder ein Land vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt wird.
Zudem werde die Bevölkerung dringend aufgerufen, sich nicht mit Menschen zu treffen, die nicht in ihrem Haushalt leben. Private Feiern und andere Treffen sollten zudem auf eine Teilnehmerzahl von höchstens zehn Personen beschränkt werden, betonte der Minister. In Altenheimen sollten künftig noch mehr Corona-Tests vorgenommen werden. Alle diese Maßnahmen seien mit den Regionalregierungen in Spanien abgestimmt und stellten lediglich ein "Minimum" dar. Es stehe den Regionen frei, lokal strengere Regeln zu erlassen, betonte Illa.
Illa dankte den älteren Menschen, dass sie sich so genau an die Vorsichtsmaßnahmen hielten. "Ich möchte mich auch an die jungen Leute wenden, und sie an die Bedeutung erinnern, sich diszipliniert zu verhalten. Es ist nicht hinnehmbar, sich nicht an die Maßnahmen zu halten", betonte Illa. "Dass das klar ist: Trinken (Alkohol) auf der Straße ist verboten", warnte der Minister.
Bundesregierung erwägt Reisewarnung für Balearen
14.18 Uhr: Die Bundesregierung prüft angesichts eines Anstiegs der Zahl von Corona-Neuinfektionen eine Reisewarnung für die Balearen. Darüber gebe es derzeit regierungsinterne Beratungen, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, am Freitag in Berlin. Eine solche Warnung gibt es bereits für mehrere spanische Regionen, Mallorca und die benachbarten Inseln sind bislang jedoch nicht betroffen.
"Wir beobachten die gestiegenen Fallzahlen in Spanien sehr genau", sagte Adebahr zur Entwicklung in dem bei deutschen Touristen beliebten Land. Dies gelte auch für die Balearen, wo es ebenfalls einen Anstieg der Infektionszahlen gebe. "Daher kann es sein, dass die Bundesregierung eine Reisewarnung ausspricht, sagte die Sprecherin weiter. Bislang gebe es dazu aber noch keine Entscheidung.
Das Auswärtige Amt wies darauf hin, dass die Entscheidung über Reisewarnungen anhand verschiedener Kriterien erfolge. Dazu gehöre insbesondere die Einstufung eines Staats oder einer Region als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut (RKI). Solche Risikogebiete sind laut RKI in Spanien derzeit Katalonien, Aragón, das Baskenland, Navarra und die Hauptstadt Madrid. Für diese Regionen besteht auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.
Steigende Corona-Zahlen: Discos in Kalabrien müssen schließen
14.05 Uhr: Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen hat die süditalienische Region Kalabrien alle Diskotheken geschlossen - auch Stranddiscos. Kalabrien ist eine sehr beliebte Urlaubsregion. Die Anordnung der Regionalpräsidentin Jole Santelli erging kurz vor dem Höhepunkt der nationalen Feriensaison an Ferragosto, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August. Alle Tanzlokale drinnen und draußen müssen bis zum 7. September dicht bleiben.
Der Beschluss könnte in Kürze auf ganz Italien ausgedehnt werden, kündigte der Regionalminister der Regierung in Rom, Francesco Boccia, in der Zeitung "La Stampa" (Freitag) an. Die Regierung sei stets gegen die Öffnung der Tanzlokale gewesen. Sie habe den 20 Regionen mit einem Dekret im Mai allerdings Spielraum für eigene Entscheidungen eingeräumt. Sollte die Entwicklung weiteren Anlass zur Sorge geben, seien Verbote sofort denkbar. "Wir sind offensichtlich viel besser dran als andere europäische Länder", sagte Bocca. "Aber das Virus zirkuliert, und wir müssen weiter aufpassen."
In Apulien, ebenfalls einer Urlaubsregion im Süden, waren die Discos noch offen. Besucher müssen nach einem neuen Erlass aber auch im Freien eine Atemschutzmaske tragen, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtete. Italien registriert bisher mehr als 35 000 Corona-Tote. Die Zahl der Menschen, die sich seit Februar nach offiziellen Angaben mit dem Virus angesteckt haben, lag am Donnerstag bei über 252 000. Das waren 523 Infektionen mehr als am Vortag.
Wartehäuschen in Seoul sollen Coronavirus-Übertragung verhindern
13.46 Uhr: "Smarte" Wartehäuschen an Bus-Haltestellen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul können Menschen mit erhöhter Körpertemperatur erkennen - und sie automatisch vor dem Eintritt abhalten. Die Häuschen mit den verglasten Wänden sollen den Wartenden nicht nur Witterungsschutz bieten, sondern auch als Nebeneffekt in Zeiten der Corona-Pandemie Schutz vor Ansteckung gewähren. Der Stadtbezirk Seongdong-gu betreibt seit dieser Woche zunächst an den zehn meist besuchten Haltestellen die neuen Häuschen, um die "Erfahrung mit der öffentlichen Beförderung in und um Busstationen zu verbessern", wie die Zeitung "The Korea Herald" berichtet. Das Bezirksbüro sei damit das erste in der Stadt mit solchen Räumen für wartende Fahrgäste.
Am Eingang wird mit einer Wärmebildkamera Fieber gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur habe, werde automatisch daran gehindert, einzutreten. Zudem sind die Häuschen mit ultraviolettem Licht ausgestattet, um die Übertragung von Viren in der Luft zu verhindern.
Laut "Korea Herald" kostet jedes Wartehäuschen um die 100 Millionen Won (etwa 71 000 Euro). Das Projekt für die Hightech-Unterstände werde von dem Elektronikhersteller LG Electronics unterstützt, der unter anderem auch das Design liefere
Österreich verhängt Reisewarnung für Kroatien
13.20 Uhr: Aufgrund der steigenden Infektionszahlen von Reiserückkehrern aus Kroatien bzw. einem Anstieg in dem Land selbst warnt Österreich erneut vor Reisen nach Kroatien. Die Reisewarnung tritt in der Nacht auf Montag um Mitternacht in Kraft, wie das Außenministerium der APA heute mitteilte, berichtet der ORF.
Urlauber, die sich derzeit in Kroatien befinden, werden dringend aufgerufen heimzukehren. Weitere Details würden derzeit mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt, hieß es aus dem Außenministerium.
Am Mittwoch hatte Kroatien 180 Neuansteckungen mit dem Virus SARS-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert. Das war der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar gemeldet wurde. In den letzten zwei Monaten hatte dieser Wert zwischen rund 30 und 100 geschwankt.
Weltweit gilt weiterhin zumindest der Reisehinweis der Stufe vier ("Hohes Sicherheitsrisiko"), generell wird also von nicht unbedingt notwendigen Reisen abgeraten. Reisewarnungen gibt es seitens des österreichischen Außenministeriums derzeit (ohne Kroatien) für 31 Länder, darunter Bulgarien, Rumänien, Portugal und Schweden sowie die chinesische Provinz Hubei und seit einer Woche für das spanische Festland.
EU sichert sich Impfstoffkandidaten von "AstraZeneca"
12.46 Uhr: Die EU hat sich mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca auf den Kauf von mindestens 300 Millionen Dosen eines in der Entwicklung befindlichen Impfstoffs verständigt. Sollte sich das Vakzin als sicher und wirksam erweisen, könnten weitere 100 Millionen Dosen gekauft werden, teilt die EU-Kommission mit. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte, es handele sich um den ersten Vorvertrag der EU für den Kauf eines potenziellen Impfstoffs. Der Einigung seien wochenlange Verhandlungen vorausgegangen.
Schule in Niedersachsen soll am 27. August unter Auflagen beginnen
12.33 Uhr: In Niedersachsen haben das Gesundheits- und das Kultusministerium grünes Licht für den Schulbeginn unter Corona-Auflagen in weniger als zwei Wochen gegeben. "Die Regeln zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus müssen konsequent angewandt werden", erklärte Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius am Freitag. Die gemeinsame Lagebeurteilung schlussfolgert demnach jedoch, dass dem eingeschränkten Regelbetrieb nichts entgegenstehe.
In Niedersachsen soll das neue Schuljahr am 27. August beginnen. Es ist geplant, den Unterricht in voller Klassenstärke und ohne Mindestabstand umzusetzen. Dafür sollen feste Lern- und Bezugsgruppen eingeführt werden. Auch soll außerhalb der Unterrichts- und Arbeitsräume eine Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand von anderthalb Metern zwischen den Gruppen nicht eingehalten werden kann.
Migrantencamp in Griechenland nach Corona-Fällen unter Quarantäne
12.31 Uhr: Nach der Corona-Infektion eines Migranten aus dem Jemen und einer Mitarbeiterin des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) ist das Migrantencamp von Vial auf der Insel Chios in Griechenland unter Quarantäne gestellt worden. Die Maßnahme habe bereits am 13. August begonnen und werde zunächst bis zum 25. August andauern, teilte ein Sprecher der Gesundheitbehörde Eody am Freitag im Staatsradio (ERA-Nordägäis) mit.
Erstmals seit Ausbruch der Pandemie war am Donnerstag ein Migrant in einem Camp auf den Inseln im Osten der griechischen Ägäis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei weiteren Untersuchungen wurde die Infektion der Mitarbeiterin der EASO festgestellt, die zuletzt ihren Urlaub auf einer Touristeninsel der Kykladen verbracht hatte. Im Lager von Vial auf Chios leben rund 3900 Menschen. Sie dürfen das Lager nun nicht mehr verlassen. Nur eine geringe Zahl von Angestellten darf es betreten. Es werden umfangreiche gesundheitliche Kontrollen durchgeführt. Die Menschen würden mit Lebensmitteln und Wasser von den Behörden versorgt, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde weiter.
Im Lager Vial auf der griechischen Insel Chios hatten sich ein Migrant aus dem Jemen und eine Mitarbeiterin des EASO infiziert.
Foto:Louisa Gouliamaki/ AFP
Antikörper-Studie: Hohe Dunkelziffer bei Infektionen
12.29 Uhr: Bei einer Antikörperstudie zum Corona-Hotspot im baden-württembergischen Kupferzell hat das Robert Koch-Institut eine hohe Dunkelziffer nicht über Tests erfasster Infektionen ermittelt. Danach gab es in der 6000-Einwohner-Gemeinde im Hohenlohekreis fast vier Mal (3,9) so viele Infizierte wie bisher bekannt waren, erklärten Forscher das RKI am Freitag in Kupferzell. Bei 7,7 Prozent der 2203 getesteten Erwachsenen seien Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Selbst ein solcher im Bundesvergleich relativ hoher Wert reiche aber nicht aus, um eine befürchtete "zweite Welle" zu verhindern, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade.
Bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund seien keine Antikörper gefunden worden, erklärte die Studienleiterin Claudia Santos-Hövener. Das bedeute jedoch nicht, dass keine Immunität gegen das Virus bestehe. Etwa jeder sechste positiv getestete (16,8 Prozent) hatte keine typischen Krankheitssymptome.
In Kupferzell war es in den Wochen nach einem Kirchenkonzert am 1. März zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen, drei Betroffene waren gestorben. In seiner Studie "Corona Monitoring lokal" untersucht das RKI neben Kupferzell auch das Infektionsgeschehen an drei weiteren Hotspots. Insgesamt sollen die Daten von 8000 Menschen erhoben werden.
Impfstoff-Firma CureVac nimmt mit Börsengang 213 Millionen Dollar ein
12.20 Uhr: Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac hat mit seinem Börsengang an der US-Technologiebörse Nasdaq 213 Millionen Dollar eingenommen. 13,33 Millionen Aktien wurden zu je 16 Dollar und damit am oberen Ende der Preisspanne ausgegeben, wie CureVac am Freitag mitteilte. Damit bestätigte das Unternehmen Informationen eines Insiders. Das Börsendebüt soll zum Handelsstart der Nasdaq erfolgen.
CureVac will mit dem Geld vor allem die Entwicklung seines Corona-Impfstoffkandidaten bis zum Abschluss der entscheidenden klinischen Phase-3-Studie und die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten finanzieren. Aber auch andere Projekte aus den Laboren von CureVac sollen damit vorangebracht werden
Gesundheitsministerium vertraut RKI trotz Panne "voll und ganz"
12.05 Uhr: Das Gesundheitsministerium will aus der jüngsten Panne des Robert Koch-Instituts keine Konsequenzen ziehen. "Wir vertrauen dem RKI voll und ganz", sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.
Das RKI hatte am Mittwoch eine Studie veröffentlicht, wonach ein Corona-Impfstoff womöglich schon im Herbst zur Verfügung stehen könnte, das Papier aber kurz danach als veraltet dargestellt und zurückgezogen. Regierungssprecher Steffen Seibert ergänzt, grundsätzlich könne man froh sein, das RKI mit seinen Experten als wertvollen Ratgeber in der Pandemie zu haben.
Großbritannien sichert sich 90 Millionen Corona-Impfdosen
12.02 Uhr: Die britische Regierung hat sich weitere 90 Millionen Dosen verschiedener potenzieller Impfstoffe gesichert. Wie die Regierung in London am Freitag mitteilte, schloss sie Verträge über 60 Millionen Dosen mit dem US-Impfstoffhersteller Novavax und über weitere 30 Millionen Dosen mit dem belgischen Pharmaunternehmen Janssen, das zum US-Konzern Johnson & Johnson gehört. Im Gegenzug vereinbarte London, Infrastruktur und finanzielle Mittel für Studien mit den Impfstoffen bereitzustellen.
Zusammen mit früheren Verträgen hat sich das Land mit seinen etwa 66,6 Millionen Einwohnern nun etwa 340 Millionen Dosen von sechs verschiedenen Impfstoffkandidaten gesichert. Unklar ist jedoch, ob sich einer der Stoffe als wirksam erweisen wird. "Die Strategie der Regierung, ein Portfolio vielversprechender Impfstoffkandidaten aufzubauen, wird sicherstellen, dass wir die besten Chancen darauf haben, einen zu finden, der funktioniert", sagte Wirtschaftsminister Alok Sharma einer Mitteilung zufolge.
RKI-Studie: Antikörper-Verbreitung nicht ausreichend gegen zweite Welle
11.45 Uhr: Eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts von gut 2200 Menschen in Kupferzell in Baden-Württemberg hat bei knapp acht Prozent der Getesteten Antikörper festgestellt. Bei 7,7 Prozent wurde diese Reaktion auf das Virus nachgewiesen, teilt das RKI mit. Kupferzell war Anfang März Zentrum eines Corona-Ausbruchs, dessen Ausgangspunkt ein Kirchenkonzert war.
Ein Anteil von knapp acht Prozent von Menschen mit Antikörpern ist laut dem Institut unzureichend zur Verhinderung einer neue Infektionswelle. "Das reicht nicht aus", sagt RKI-Vizepräsident Lars Schaade. Er weist zudem daraufhin, dass nicht klar sei, ob die Zahl der Antikörper für eine Immunität gegen das Virus ausreiche.
RKI stellt Studie zu Antikörpern vor
11.15 Uhr: Wie weit ist das Coronavirus in Deutschland tatsächlich verbreitet? Das Robert Koch-Institut hat dazu eine Antikörperstudie mit mehr als 2000 Teilnehmern durchgeführt. Die Vorstellung der Ergebnisse hier im Livestream:
Vietnam will russischen Corona-Impfstoff "Sputnik V" kaufen
11.01 Uhr: Vietnam hat sich für den Kauf des russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" registriert. In der Zwischenzeit werde das südostasiatische Land weiter an der Entwicklung eines eigenen Impfstoffs arbeiten, berichtete das staatliche Fernsehen am Freitag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Hanoi. Ob Vietnam nur den Kauf einer geringen Zahl von Impfstoffdosen angemeldet hat oder es einen größeren Auftrag für eine großangelegte Impfkampagne gibt, blieb unklar.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag die Zulassung des Impfstoffs "Sputnik V" zur breiten Verwendung in der Bevölkerung bekanntgegeben. Sie erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien - ein Vorgehen, das international viel Kritik ausgelöst hat. Dennoch gibt es bereits Interessenten für das Mittel: Der brasilianische Bundesstaat Paraná hat angekündigt, ein Abkommen mit Russland zu schließen, um den Impfstoff selbst zu produzieren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel sollen interessiert sein.
Vietnam galt lange als erfolgreich im Kampf gegen die Corona-Pandemie und war von der Weltgesundheitsorganisation wiederholt gelobt worden. Nach Monaten ohne lokale Neuinfektionen gab es in der Küstenstadt Da Nang Ende Juli einen neuen Ausbruch. Seither ist die Zahl der Neuansteckungen rapide gestiegen und das Land hat seine ersten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Am Freitag lag die Zahl der bestätigten Fälle bei 911, 21 Menschen sind gestorben.
Kroatien hält steigende Corona-Zahlen nicht für bedenklich
10.36 Uhr: Das Urlaubsland Kroatien hält die zuletzt stark gestiegene Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus nicht für bedenklich. "Die Zahlen werden wahrscheinlich im Rahmen dieser Grenzen bleiben, vielleicht werden sie sogar noch ein wenig steigen, aber es gibt kein exponenzielles Wachstum", sagte der stellvertretende Innenminister Damir Trut am Freitag im Nachrichtensender N1.
Am Tag zuvor hatte Kroatien 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert. Es war der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem EU-Land im Februar gemeldet wurde. In den letzten zwei Monaten hatte dieser Wert zwischen rund 30 und 100 geschwankt.
Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt kehrten aber viele deutsche Touristen von dort zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Unter ihnen waren hauptsächlich junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.
Einige Clubs an der kroatischen Adriaküste sind bekannt für ihre ausgelassene Feierstimmung. Vize-Minister Trut meinte dazu am Freitag, dass diese Clubs nunmehr nur noch bis Mitternacht geöffnet haben dürften. "Mit den Maßnahmen sind wir nicht zu spät dran", fügte er hinzu. "Wir balancieren zwischen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interessen."
Behandlung bei Engpässen in Pandemie - Karlsruhe lehnt Eilantrag ab
10.04 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht zwingt den Gesetzgeber vorerst nicht, verbindlich zu regeln, wen Ärzte in der Corona-Pandemie bei Engpässen retten sollen und wen nicht. Einen Eilantrag mehrerer Kläger mit Behinderungen und Vorerkrankungen wegen der sogenannten Triage wiesen die Richter ab, wie das Gericht in Karlsruhe am Freitag mitteilte.
Es geht dabei um das Szenario, dass so viele Menschen schwer krank sind, dass es nicht für alle Platz auf der Intensivstation gibt. Gesetzliche Vorgaben dafür gibt es bislang nicht. Mehrere medizinische Fachgesellschaften haben gemeinsam Empfehlungen erarbeitet, die sich an den Erfolgsaussichten orientieren. Die Kläger befürchten, bei diesem Kriterium auf der Strecke zu bleiben.
Die Verfassungsbeschwerde werfe schwierige Fragen auf, die nicht auf die Schnelle beantwortet werden könnten, hieß es zur Begründung. Die Verbreitung der Krankheit und die Auslastung der Intensivstationen lasse es derzeit auch nicht wahrscheinlich erscheinen, dass so eine Situation in Deutschland eintrete. Der Beschluss stammt von Mitte Juli, seither ist die Zahl der Infizierten wieder gestiegen.
Neuseeland verlängert Lockdown in Auckland - 30 Fälle seit Dienstag
09.53 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat am Freitag eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in der Millionenmetropole Auckland um zwölf Tage angekündigt. Die neuen Einschränkungen waren am Mittwoch zunächst für drei Tage verhängt worden, nachdem in der Stadt vier Mitglieder einer Familie positiv auf das Virus getestet worden waren. Insgesamt soll der Lockdown damit nun für zwei Wochen gelten. «Die Beschränkungen jetzt aufzuheben und dann eine Explosion neuer Fälle zu haben, wäre das Schlimmste für Auckland und unsere Wirtschaft», so Ardern.
Die Zahl der bestätigten Neuansteckungen war am Freitag um 13 auf insgesamt 30 gestiegen. Die Infizierten sollen in spezielle Quarantäne-Einrichtungen gebracht werden, ein Patient mit Covid-19 wird im Krankenhaus behandelt. Fast alle neuen Ansteckungen stünden in Zusammenhang mit der Familie, bei der das Virus zunächst diagnostiziert worden war, sagte Ardern. Bei einem Fall werde dies noch geprüft.
In Auckland mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern sind die Schulen und alle nicht notwendigen Geschäfte geschlossen. Die Bürger wurden aufgefordert, soweit wie möglich zu Hause zu bleiben. Im Rest des Landes sind seit Mittwoch Versammlungen von mehr als 100 Personen verboten.
In dem Pafizikstaat waren zuvor 102 Tage lang keine lokalen Infizierungen bestätigt worden. Damit galt Neuseeland als eines der erfolgreichsten Staaten im Kampf gegen Sars-CoV-2. Vorausgegangen waren sehr frühe und strikte Maßnahmen. Im Juni hatte sich das Land coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat 1602 Fälle bestätigt, 22 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.
Dänische Wirtschaft in Corona-Quartal stark eingebrochen
09.48 Uhr: Die dänische Wirtschaftsleistung ist in der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Der Einbruch im zweiten Quartal fiel aber weniger stark aus als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 7,4 Prozent ab, wie eine am Freitag veröffentlichte vorläufige Schätzung der dänischen Statistikbehörde zeigte.
Nach Angaben der Statistiker stellte dies den heftigsten Rückgang seit Beginn der Auswertung vierteljährlicher Zahlen Anfang der 1990er Jahre dar. In der Finanzkrise hatte das stärkste Minus im Schlussquartal 2008 bei 2,4 Prozent gelegen. Im ersten Quartal 2020, in dem Dänemark Mitte März weitgehende Corona-Beschränkungen eingeführt hatte, betrug der Rückgang 2,0 Prozent.
Zugleich wies die Statistikbehörde darauf hin, dass der jetzige Rekordeinbruch geringer ausfiel als in der EU insgesamt. In Deutschland war die Wirtschaftsleistung einer ersten Schätzung zufolge im zweiten Quartal 2020 um 10,1 Prozent zurückgegangen. Die Schweden, die in der Corona-Krise ihre Schulen, Geschäfte und Restaurants offen gelassen hatten, meldeten in der vergangenen Woche einen geschätzten Einbruch um 8,6 Prozent.
Andere EU-Mitgliedstaaten wie Spanien und Italien hatten noch größere Rückgänge zu verkraften. Für Großbritannien, das die Europäische Union zwar Ende Januar verlassen hat, bis Jahresende aber noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion zählt, lag dieser Einbruch gar bei 20,4 Prozent.
Lauterbach sieht Deutschland vor zweiter Corona-Welle
09.19 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht Deutschland angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen am Beginn einer zweiten Corona-Welle. "Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass wir so nicht weitermachen können wie jetzt", sagte Lauterbach am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Pandemie sei nicht vorbei, die Menschen verhielten sich aber unvorsichtiger. Um die Lage in den Griff zu bekommen, sei unter anderem eine gute Teststrategie notwendig. "Wir müssen schneller testen, mehr testen." Lauterbach forderte dazu auch die Zulassung von Tests, die sehr viel schneller Ergebnisse lieferten - auch wenn die Tests nicht ganz so gut seien wie die bisher eingesetzten. "Dann kommen wir vor die Welle oder einen Lockdown."
Zu der jüngsten Panne in Bayern sagte Lauterbach, die Umsetzung der Teststrategie sei suboptimal gewesen. "Da muss jetzt dringend nachgearbeitet werden." In Bayern waren mehr als 900 positiv getestete Rückreisende aus dem Ausland nicht über ihre Infektion informiert worden. Lauterbach betonte aber, insgesamt sei die Teststrategie gut. Sonst könnten infizierte Reiserückkehrer die zweite Welle noch befeuern.
Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle den zweiten Tag in Folge um mehr als 1400 gestiegen: Am Freitag meldete das RKI ein Plus von 1449 binnen einem Tag auf 221.413 Infektionen. Die Totenzahl erhöhte sich demnach um 14 auf 9225. Am Mittwoch hatte das RKI eine Prognose zurückgezogen, wonach ein Einsatz eines Impfstoffs bereits im Herbst möglich sei. Anfang Juli hatte das RKI erklärt, dass es frühestens 2021 einen Impfstoff in relevanten Mengen geben werde.
Ähnlich äußerte sich auch Lauterbach. Er rechne mit einem Impfstoff Anfang bis Mitte nächsten Jahres, so der Politiker. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Donnerstag optimistisch gezeigt, dass es "in den nächsten Monaten und sicher im nächsten Jahr" einen Impfstoff geben könne.
Institut: Konjunkturpaket der Regierung schadet Wirtschaft teilweise
08.43 Uhr: Das Konjunkturpaket der Bundesregierung im Kampf gegen die Coronakrise schadet einer Studie zufolge teilweise der Wirtschaft. Über 40 Milliarden Euro der geplanten Subventionen seien kritisch zu sehen, geht aus der am Freitag veröffentlichten Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor. Rund 4,4 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent des Gesamtpakets seien sogar als gesamtwirtschaftlich schädlich einzustufen und sollten ersatzlos gestrichen werden. Dazu gehöre etwa die Förderung der Elektromobilität durch die Erhöhung der Kaufprämie von 4000 auf 6000 Euro (2,2 Milliarden Euro), die Flottenaustauschprogramme (0,2 Milliarden) sowie das Bonusprogramm für Zukunftsinvestitionen der Fahrzeughersteller und Zulieferer (2 Milliarden).
"Mit der einseitigen und massiven Förderung der Elektromobilität benachteiligt der Staat alternative Antriebskonzepte, die sich möglicherweise später als vorteilhafter erweisen", sagte IfW-Experte Claus-Friedrich Laaser. "Das Bonusprogramm subventioniert ausschließlich die Autoindustrie und ihre Zulieferer, andere wichtige Wirtschaftssektoren profitieren nicht."
Als widersprüchlich und damit ineffizient werden 14,7 Milliarden Euro der Subventionen und damit rund 8,8 Prozent des Gesamtpakets bezeichnet. Dazu zählt das IfW die Senkung der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms, die Finanzhilfen für den Erhalt der Wälder und für die Umstellung der Flugzeugflotten auf Maschinen neuester Bauart sowie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm. "Problematisch ist nicht das Ziel der Klimaschutzmaßnahmen, sondern deren Ausgestaltung", sagte Laaser. "Die Förderung einzelner Technologien oder Verhaltensweisen ist nicht effizient. Sehr viel zielführender und kostengünstiger wäre ein einheitlicher CO2-Preis über alle Sektoren hinweg."
Frankreich erklärt Paris und Region um Marseille wieder zu Risikogebieten
07.46 Uhr: Die französische Regierung hat Paris und das Département Bouches-du-Rhône an der Mittelmeerküste um Marseille herum zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. Der Erlass gibt den lokalen Behörden die Befugnis, den Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken, den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Flugreisen zu beschränken, den Zugang zu öffentlichen Gebäuden einzuschränken und einige Einrichtungen zu schließen, in denen ein hohes Infektionsrisiko besteht. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf einen starken Anstieg der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen zwei Wochen.
Epidemiologe: keinerlei Spielraum für Rückkehr zu Großveranstaltungen
06:30 Uhr: Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz rät angesichts steigender Infektionen in der Corona-Pandemie von einer Rückkehr zu Großveranstaltungen ab, beispielsweise Konzerten von Stars wie Helene Fischer oder dem geplanten Auftritt von Sarah Connor in Düsseldorf. "Die zweite Welle zeichnet sich deutlich ab, da wir nun über mehrere Wochen einen Anstieg der aktiven Infektionszahlen feststellen", sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. "Ich sehe daher aktuell keinerlei Spielraum für weitere Lockerungen - auch und gerade nicht für Großveranstaltungen."
Bereits sich abzeichnende Effekte durch Reiserückkehrer sind laut Scholz "stark beunruhigend". Es müsse daher jetzt darum gehen, den Schulbetrieb zu normalisieren. "Wir sollten uns nun zunächst darauf konzentrieren, wie die Hygienekonzepte mit Lüften und Maskentragen in den Schulen funktionieren", sagte der Professor.
Bei Großveranstaltungen gebe es mehrere Risiken, die beachtet werden müssten. "Die Menschen gehen umher, holen sich Getränke, gehen auf die Toilette - da finden dann sehr viele Kontakte statt, die bei einer großen Personenanzahl kaum nachzuvollziehen sind", sagte Scholz. Auch die Hygienekonzepte, die etwa festgelegte Wege oder eine Maskenpflicht vorsähen, ließen sich bei großen Menschenansammlungen kaum durchsetzen.
Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält eine Rückkehr dagegen grundsätzlich für möglich - etwa mit umfangreichen Testungen im Vorfeld. Wichtig sei es, die Zahl der Neuinfektionen in einer Region im Blick zu behalten. "Davon sollte dann abhängig sein, wie viele Menschen eine Veranstaltung besuchen können und auch wie lange. Ich würde daher für ein flexibles Modell plädieren, das sich an das Infektionsgeschehen in einer Region anpasst", sagte der Virologe.
Wissenschaftler der Uniklinik Halle wollen am 22. August mit einem Konzertexperiment in Leipzig näher bestimmen, unter welchen Rahmenbedingungen Großveranstaltungen etwa in geschlossenen Räumen trotz der Corona-Pandemie möglich sein könnten. Bis zu 4000 Probanden sollen dazu an einem Popkonzert von Tim Bendzko teilnehmen. Sie und die Helfer müssen vor Studienbeginn einen Corona-Test durchführen und ein negatives Ergebnis mitbringen.
WHO warnt vor Impfstoff-Nationalismus, EU will sich Impfstoff von Johnson & Johnson sichern
06.26 Uhr: Bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mehr globaler Zusammenarbeit aufgerufen. Das sei auch im Eigeninteresse der Länder, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Die Weltwirtschaft könne sich erst nachhaltig erholen, wenn das Virus überall besiegt sei. Dazu müsse an möglichst vielen Impfstoffen geforscht werden, statt auf einzelne Kandidaten zu setzen.
"Übermäßige Nachfrage und Wettbewerb um das Angebot schafft bereits jetzt Impfstoff-Nationalismus und das Risiko von Wucher", sagte Tedros. "Das ist die Art von Marktversagen, die nur globale Solidarität, öffentliche Investitionen und Engagement lösen können."
Beinahe zeitgleich wurde bekannt, dass die EU von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen will. Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag seien am Donnerstag abgeschlossen worden, teilten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides mit. Er sehe auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vor.
Ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor bereits mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK abgeschlossen.
Prognose: Bund dürfte wegen Corona teure Klimastrafen sparen
05.57 Uhr: Die Bundesregierung könnte als Folge der Coronakrise um teure Klimaschutzstrafzahlungen herumkommen. Seit Jahren reißt Deutschland eigentlich EU-Budgets für den Treibhausgasausstoß. Anfang des Jahres ging die Bundesregierung noch davon aus, zusätzliche Verschmutzungsrechte bei anderen Staaten kaufen zu müssen. 300 Millionen Euro waren dafür schon eingeplant, der genaue Preis wäre aber Verhandlungssache gewesen. Nun hat die Denkfabrik Agora Energiewende berechnet, dass die Einschränkungen der Coronakrise das Defizit deutlich verkleinern dürften - oder die Ziele sogar übererfüllt werden könnten.
Der Direktor der Denkfabrik, Patrick Graichen, sagte der Nachrichtenagentur dpa, Corona habe die Emissionen auf ein Maß zurückgestutzt, das den Zielvorgaben entspreche. "Um das dauerhaft zu sichern, sind Sprünge hin zu klimafreundlichen Technologien nötig: mehr Elektroautos, mehr Wind- und Solaranlagen, energieeffiziente Gebäude", so Graichen.
Corona-Plan: Laptops für Lehrer und günstiges Internet für Schüler
Schüler in einer Schule in Nordrhein-Westfalen
Foto:Jonas Güttler/ dpa
05.25 Uhr: Bund und Länder wollen die Digitalisierung an den Schulen angesichts der Coronakrise mit konkreten Hilfen für Lehrkräfte und Schüler deutlich beschleunigen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Kultusministerinnen und -minister aus sieben Bundesländern vereinbarten am Donnerstagabend bei einem Treffen im Kanzleramt, "schnellstmöglich alle Schulen in der erforderlichen Weise an das schnelle Internet anzuschließen, Schülern zu Hause einen bezahlbaren Zugang zum Internet zu ermöglichen und Lehrer mit Endgeräten auszustatten", wie Regierungssprecher Steffen Seibert im Anschluss mitteilte.
Mit am Tisch saßen Vertreter aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein. Formale Beschlüsse wurden zwar nicht gefasst. Es sind erst weitere Abstimmungsprozesse zwischen Bund und Ländern nötig. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr, sei konkret geplant, dass jeder Lehrer einen Dienstlaptop bekommt und jedem Schüler ein günstiger Zugang zum Internet ermöglicht wird, der maximal zehn Euro im Monat kosten soll. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium solle außerdem jede Schule in Deutschland zügig an schnelles Internet angeschlossen werden. Es wird demnach mit Kosten von rund 500 Millionen Euro gerechnet.
Verbraucherschützer fordern kostenlosen Reiserücktritt für Risikogruppe
05.18 Uhr: Urlauber mit Vorerkrankungen und aus der Risikogruppe sollten ihre Reisen nach Ansicht von Verbraucherschützern in der Corona-Pandemie kostenlos absagen können. "Jemand, der aufgrund seines Risikoempfindens oder einer gesundheitlichen Vorbelastung berechtigte Sorge hat, darf sich nicht durch Zahlungsaufforderungen verpflichtet fühlen, in ein Risikogebiet zu fahren", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller.
1449 Neuinfektionen und 14 weitere Tote in Deutschland
04.55 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 1449 auf 221.413 gestiegen. Die Zahl der Toten legte demnach um 14 auf 9225 zu. Der Aufwärtstrend bei den Fallzahlen setzt sich fort. Gesundheitsminister Jens Spahn nennt die Entwicklung "ohne Zweifel besorgniserregend".
Immer mehr Menschen in Deutschland leben ohne Krankenversicherung
04.36 Uhr: Immer mehr Deutsche sind nicht krankenversichert. Die aktuelle Coronakrise mache die Bedeutung eines funktionierenden Gesundheitssystems deutlich. Lesen sie die komplette News hier.
103 neue Infektionsfälle in Südkorea
04.07 Uhr: Südkorea meldet 103 neue Corona-Infektionen. In 85 dieser Fälle hätten sich die Betroffenen in Südkorea angesteckt, teilen die Behörden mit. Das sei die höchste Zahl lokaler Übertragungen seit Ende März. Insgesamt kommt Südkorea nunmehr auf 14.873 bestätigte Infektionen und 305 Todesfälle.
Frankreich reagiert auf britische Quarantänepflicht
03.25 Uhr: Die neuen britischen Maßnahmen seien eine "Entscheidung, die wir bedauern und die zu einer reziproken Maßnahme führen wird", twitterte der französische Minister für Europaangelegenheiten, Clément Beaune. Wie genau die französischen Maßnahmen aussehen sollen, führte der Minister zunächst nicht aus. Er betonte, seine Regierung hoffe, dass sich die Lage "so rasch wie möglich" wieder normalisiere.
Biden fordert landesweite Maskenpflicht im Kampf gegen Corona
Joe Biden mit Maske
Foto: KEVIN LAMARQUE/ REUTERS03.04 Uhr: US-Präsident Trump meidet die Maske, wo er nur kann, sein Herausforderer Joe Biden fordert sie als Pflicht. Experten sagen: So könnten 40.000 Menschenleben gerettet werden.
Mexiko und Peru verzeichnen jeweils mehr als 500.000 Corona-Fälle
02.46 Uhr: Mexiko hat inzwischen mehr als eine halbe Million Coronovirus-Infektionen und 55.000 Todesfälle zu verzeichnen. Präsident Andres Manuel Lopez Obrador bemühte sich trotzdem um Optimismus und sagte, die Pandemie "verliere in Mexiko an Kraft". Tatsächlich hat Mexiko nach den USA und Brasilien derzeit die meisten Todesfälle zu beklagen.
Auch in Peru ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 507.996 gestiegen. 25.648 Menschen sind demnach im Zusammenhang mit einer Infektion bislang gestorben. Mit 78,6 Todesfällen je 100.000 Einwohnern hat Peru inzwischen die höchste Corona-Sterberate in Lateinamerika.
Gouverneur von Caracas stirbt an Corona
01.43 Uhr: Der Gouverneur des venezolanischen Hauptstadt-Bezirks Caracas, Dario Vivas, ist nach Angaben der Regierung seiner Covid-19-Erkrankung erlegen. Der enge Verbündete von Präsident Nicolas Maduro hatte am 19. Juli mitgeteilt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Er wurde 70 Jahre alt. In Venezuela wurden bislang 29.088 Corona-Fälle bestätigt, 247 Menschen starben.
Bundeselternrat kritisiert Rückkehr zu Präsenzunterricht als verfrüht
01.20 Uhr: Der Bundeselternrat hat die Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen als überhastet bezeichnet. "Nun wieder alle Schüler auf einen Schlag zurückzuholen, geschieht aus meiner Sicht zu schnell und zu unvorsichtig", sagte der Vorsitzende der Elternvertretung, Stephan Wassmuth, dem "Focus". Dazu bemängelte er, dass die Kultusminister der Länder zu spät mit den Vorbereitungen auf das neue Schuljahr begonnen hätten.
"Die Politik hätte die Sommerpause besser nutzen müssen", sagte Wassmuth. Er plädierte für Unterricht in kleineren Gruppen und eine bessere Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften für den digitalen Fernunterricht. In Mecklenburg-Vorpommern hatten zwei Schulen wegen Infektionsfällen schon kurz nach dem Start wieder schließen müssen.
CDU-Experte nennt Urlaubsheimkehrer "unser Problem Nummer eins"
00.40 Uhr: CDU-Parlamentarier im Bund und im EU-Parlament fordern schnelle Abhilfe bei mangelhaften Flughafentests. Unions-Innenexperte Armin Schuster (CDU) bezeichnete in der "Bild"-Zeitung "Urlaubsheimkehrer mit Corona-Infektion" als "unser Problem Nummer eins". Kontrollen der Rückreisenden müssten auf Flughäfen verlässlich funktionieren, sagte Schuster der Zeitung.
Besonders bei Ankunft aus Risikogebieten dürften die Tests nicht bewusst umgangen werden können. Unterstützung für diese Kritik kommt auch aus dem Europäischen Parlament. Flugverkehrsexperte Sven Schulze (CDU) sagte: "Die Rückreisetests sollen zwischen Fluggastbrücke und Terminalgebäude durchgeführt werden." Er fordert: "Polizisten müssen die akkurate Durchführung der Kontrollen überwachen."
Briten führen Quarantäne für Rückkehrer aus den Niederlanden und Frankreich wieder ein
00.10 Uhr: Wegen stark steigender Fallzahlen müssen Reisende aus den Niederlanden und Frankreich in Großbritannien ab Samstag wieder in Quarantäne. Ankommende aus den beiden Ländern sowie aus Monaco, Malta, den Turks- und Caicosinseln und Aruba müssten sich nach ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich "für zwei Wochen selbst isolieren", teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps bei Twitter mit.
Die britische Regierung hatte Ende Juni bereits Spanien von der Liste derjenigen Länder gestrichen, aus denen eine Einreise ohne Quarantäneauflagen möglich ist. Vergangene Woche erklärte das Verkehrsministerium dann, dass auch Reisende aus Belgien, Andorra und den Bahamas wieder in Quarantäne müssten.
Außenminister Asselborn: Luxemburg ist kein Corona-Risikogebiet mehr
00.05 Uhr: Luxemburg sieht keine Grundlage mehr für eine Einstufung als Corona-Risikogebiet durch deutsche Behörden. Nach neuesten epidemiologischen Zahlen seien die Sars-CoV-2-Neuinfektionen stark rückläufig, teilte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) mit. Mit 47,44 ansässigen Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner über den Zeitraum vom 3. bis zum 9. August sei die von deutschen Behörden festgelegte Marke von 50 Fällen deutlich unterschritten.
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Mundschutz wird an zentralen Orten in Paris wieder zur Pflicht - so wie hier am Schloss Versailles
Foto: Michel Euler/ dpaIm Lager Vial auf der griechischen Insel Chios hatten sich ein Migrant aus dem Jemen und eine Mitarbeiterin des EASO infiziert.
Foto:Louisa Gouliamaki/ AFP
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