+++ Corona-News am Freitag +++ WHO: Erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag in Europa

Wie die WHO berichtet, steigen sowohl in Europa als auch in Nord- und Südamerika die Corona-Infektionszahlen rapide. Und: Auf Mallorca dürfen geschlossene Lokale wieder öffnen. Der 9. Oktober im Überblick.
Die WHO blickt mit Sorge auf die Pandemie-Entwicklung weltweit

Die WHO blickt mit Sorge auf die Pandemie-Entwicklung weltweit

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP

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Lettlands Regierung beschließt neue Corona-Beschränkungen

21.39 Uhr: In Lettland müssen sich die Menschen wegen steigender Infektionszahlen auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2 setzte die Regierung in Riga am Freitagabend die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen im Freien von 3000 auf 1000 herab, in Räumen von 1000 auf 500. Dabei gelten Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Die Beschränkungen sollen bis zum Jahresende gültig bleiben.  

Lettlands Regierung sagte zudem den für das Wochenende geplanten Riga Marathon ab. Für Städte und Regionen mit lokalen Corona-Ausbrüchen wurden spezielle Schutzmaßnahmen erlassen. 

In Lettland hatten die täglichen Corona-Infektionszahlen zum zweiten Mal in Serie einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Riga wurden am Freitag 137 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern meldete bislang insgesamt 2507 bestätigte Infektionen und 40 Todesfälle in Verbindung mit Sars-CoV-2. 

Trudeau: Kanada am kritischen Punkt der zweiten Welle

21.13 Uhr: Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau zeichnet ein düsteres Bild vom Kampf gegen die zweite Welle der Epidemie. Es sei "sehr frustrierend", sagt er und verweist auf die zunehmende Belastung des Gesundheitswesens. "Wir befinden uns an einem kritischen Punkt dieser Pandemie." Am Donnerstag habe man die höchste Zahl von Neuinfektionen verzeichnet, weit über den Werten der ersten Welle.

Mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Frankreich

20.49 Uhr: Frankreich hat mit 20.339 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Rekord erzielt. Wie die Behörden am Freitagabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 18.746 neuen Fällen vom vergangenen Mittwoch überschritten. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt. 

Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte zuletzt, dass sich die Lage im Land weiter verschlechtere. Für vier neue Städte - Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne - wurde die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Sie gilt außerdem in Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe. 

Mit der Einstufung gehen zahlreiche Einschränkungen einher - so etwa die Schließung von Bars und gastronomischen Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen. Die Regierung betont immer wieder, dass sie neue landesweite Ausgangsbeschränkungen, wie es sie im Frühjahr gab, vermeiden möchte. Stattdessen setzt sie auf regionale Maßnahmen. 

Sorge herrscht außerdem über die Situation in den Pariser Krankenhäusern. Dort nimmt der Anteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen zu. Ein entsprechender Notfallplan wurde aktiviert. Bisher starben in der Covid-19-Pandemie mehr als 32.600 Menschen in Frankreich. In vielen Städten Frankreichs gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

WHO: Erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag in Europa

19.46 Uhr: In Europa ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert. Die am Freitag aktualisierte WHO-Grafik weist ein Plus gegenüber dem Vortag von 109.749 Fällen aus. Am Donnerstag wurden knapp 99.000 neue Fälle gemeldet. In Europa wird seit August kontinuierlich eine immer stärkere Verbreitung des Virus verzeichnet. 

In Nord- und Südamerika wurden am Freitag gegenüber dem Vortag rund 127.000 Fälle mehr registriert. Früheren Angaben der WHO zufolge könnte sich inzwischen jeder zehnte Mensch auf der Welt bereits mit dem neuartigen Virus angesteckt haben.

6000 Neuinfektionen in den Niederlanden - Rutte: "Schlechter als in Amerika"

19.29 Uhr: In den Niederlanden sind innerhalb eines Tages knapp 6000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen habe es rund 34.000 neue Fälle gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Es gab 14 neue Todesfälle. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen nehme zu.

Ministerpräsident Mark Rutte äußerte sich sehr besorgt. "Wir gehören zu den drei am schlimmsten betroffenen Ländern in Europa, und es ist schlechter als in Amerika", sagte Rutte. Er schloss einschneidende Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Lage in den nächsten 72 Stunden nicht verbessere. Konkrete Pläne nannte er nicht.

Estland lockert Einreisebeschränkungen

19.28 Uhr: Estland lockert die coronabedingten Beschränkungen bei der Einreise. Die Quarantänepflicht soll von Montag an nur noch für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen gelten. Dies teilte das Außenministerium des baltischen EU-Landes am Freitag in Tallinn mit. Damit können auch Reisende aus Deutschland wieder nach Estland reisen, ohne sich für 14 Tage in Quarantäne begeben zu müssen. Für die Bundesrepublik wurde ein Wert von 38,6 angegeben.

Um die Quarantäne zu verkürzen, können Reisende bei der Ankunft in Estland einen Corona-Test machen, nach frühestens einer Woche soll dann ein zweiter Test folgen.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 3809 bestätigte Corona-Infektionen und 68 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Zlatan Ibrahimovic beendet Corona-Quarantäne: "Du bist geheilt!"

19.16: Für den schwedischen Fußballprofi Zlatan Ibrahimovic ist die gut zweiwöchige Corona-Quarantäne offenbar beendet. "Du bist geheilt! Die Gesundheitsbehörden wurden informiert. Die Quarantäne ist beendet. Du darfst raus", schrieb der 39 Jahre alte Schwede vom AC Mailand am Freitag auf Instagram.

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Die Infektion seines Star-Angreifers mit dem Virus hatte der Serie-A-Verein am 24. September mitgeteilt. Nunmehr sei der extrovertierte Profi aber zweimal hintereinander negativ getestet worden, teilte Milan mit und bestätigte damit das Ende der Isolation.

Am Vortag hatte der AC Mailand noch mitgeteilt, Ibrahimovic sei ein zweites Mal positiv auf Corona getestet worden.

Judo-Bundesliga der Frauen: Nach Corona-Absagen nur noch ein Team im Finale

18.47 Uhr: Nach zwei weiteren Absagen wegen der Corona-Pandemie ist für das Finale der Judo-Bundesliga der Frauen nur noch ein teilnehmendes Team übrig geblieben. HTG Bad Homburg und JC71 Düsseldorf sagten ihre Teilnahme am Freitag aufgrund der aktuellen Entwicklungen ab, wie der Deutsche Judobund mitteilte. Damit ist der BC Karlsruhe der letzte verbliebene Teilnehmer für die Titelkämpfe, die für diesen Sonntag in Senftenberg in Brandenburg geplant sind.

Es werde nun über das weitere Vorgehen beraten, teilte der DJB mit. Vorstandssprecher Reinhard Nimz sagte, dass "der DJB und der Ausrichter in Senftenberg alles, was möglich war, unternommen haben, um die Veranstaltung so sicher wie nur irgendwie möglich zu planen." An den Titelkämpfen der Männer nehmen am Samstag sechs Teams teil.

Ursprünglich hätte in den Bundesligen ab März 2020 an mehreren Tagen im Ligaformat gekämpft werden sollen - wegen der Corona-Pandemie war das aber nicht möglich. Deshalb sollten die Mannschaftsmeister im Turnierformat ermittelt werden, wegen der Corona-Pandemie hatten jedoch schon zahlreiche Teams im Vorfeld ihren Rückzug angekündigt.

Reise-Chaos: EU-Staaten einigen sich auf Ampel-Karte

18.33 Uhr: Mit einer gemeinsamen Ampel-Karte wollen die EU-Staaten das coronabedingte Reise-Wirrwarr in Europa mildern. Je nach Infektionsgeschehen sollen Regionen entweder grün, orange oder rot markiert werden. Für "grüne" Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die Staaten keine Reiseeinschränkungen erlassen. Darauf verständigten sich die Botschafter der EU-Staaten am Freitag mit ausreichender Mehrheit.

"Der endgültigen Annahme durch die Europaminister am Dienstag steht nun nichts mehr entgegen", sagte ein Sprecher der deutschen Ratspräsidentschaft am Freitag nach einem Treffen der EU-Botschafter. Weil Deutschland derzeit den Vorsitz der EU-Staaten innehat, leitet es die Verhandlungen. Die Empfehlungen sind allerdings nicht bindend.

Gemeinsame Regeln für Reisende aus orange oder rot markierten Regionen sieht das Konzept nicht vor. Ebenso wenig einigten sich die EU-Staaten auf europaweite Standards für Quarantäne- und Test-Regeln.

Die Ampel-Karte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und wöchentlich aktualisiert werden. Neben den EU-Staaten soll sie unter anderem auch Island und Norwegen umfassen. Die Einigung der Botschafter soll kommenden Dienstag noch beim Rat für Allgemeine Angelegenheiten von den Ministern bestätigt werden. Bislang entscheidet jedes Land mit eigenen Kriterien, welche anderen EU-Länder oder -Regionen es als Risikogebiet einstuft. Das führt zu großen Unterschieden.

Söder: Länderchefs wollen sich kommende Woche mit Merkel über Corona beraten

18.21 Uhr: Angesichts der wieder drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es kommende Woche voraussichtlich wieder Beratungen aller Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben. Das kündigte Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) vor einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz an der bayerisch-österreichischen Grenze bei Bad Reichenhall an. Die Lage sei leider außerordentlich ernst. "Wir sind kurz vor einer exponentiellen Entwicklung", warnte der CSU-Vorsitzende. Man müsse deshalb über die "Eindämmungsstrategie" sprechen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sollen die Beratungen am Mittwochnachmittag sein.

"Wir müssen uns jetzt sehr ernsthaft damit auseinandersetzen, wie es weitergeht in Deutschland", sagte Söder. Es gehe darum, wie man den weiteren Anstieg der Zahlen verhindern könne. "Ich mache mir da persönlich sehr große Sorgen." Söder betonte: "Wir müssen jetzt einfach aufpassen, dass wir vernünftiges wirtschaftliches, soziales Leben erhalten können." Man wolle keinen zweiten Lockdown.

BER-Betreiber brauchen 2021 bis zu 552 Millionen Euro vom Staat

18.11 Uhr: Die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft benötigt im nächsten Jahr möglicherweise mehr als eine halbe Milliarde Euro Finanzhilfe vom Staat. Der Aufsichtsrat stimmte am Freitag zu, Darlehen in Höhe von bis zu 552 Millionen Euro bei den Gesellschaftern aufzunehmen, wie das Unternehmen mitteilte. Gesellschafter sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund.

"Solange Corona das Reisen und den Flugverkehr bestimmt, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Bis es einen Impfstoff gegen die Seuche gebe, bleibe es eine schwierige Zeit für alle Flughäfen in Deutschland.

Allerdings hatte das Unternehmen schon vor der Coronakrise einen Bedarf von etwa 375 Millionen Euro für 2021 angemeldet, vor allem weil dann noch Rechnungen für den neuen Hauptstadtflughafen BER zu begleichen sind. Er soll nach jahrelangen Verzögerungen am 31. Oktober ans Netz gehen.

Neuninfektionen fallen in Großbritannien auf 13.864 Fälle

 17.40 Uhr: In Großbritannien sind 13.864 Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Ansteckungen stieg damit auf mehr als 575.000, wie die Regierung mitteilte. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus - auch, weil es an Tests mangelt. 87 Menschen starben binnen eines Tages an ihrer Covid-19-Erkrankung.

Besonders stark betroffen von der Pandemie ist der Norden Englands, Schottland, Nordirland und Teile von Wales. Klinikbetten werden bereits knapp. Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58.000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

Ballermann-Lokale dürfen bald wieder Gäste empfangen

17.23 Uhr: Mallorca kündigt Corona-Lockerungen an: Die auf der spanischen Urlaubsinsel vor knapp drei Monaten wegen illegaler Partys zwangsgeschlossenen Lokale am Ballermann, der Vergnügungsmeile an der Playa de Palma, dürfen bald wieder Gäste empfangen. Das am 15. Juli verhängte Öffnungsverbot  werde am kommenden Donnerstag aufgehoben, teilte die Regierung der Balearen mit. Diskotheken und größere Partytempel müssten aber im Rahmen der Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie weiterhin geschlossen bleiben, hieß es.

Erstmals über 5000 Neuinfektionen in Italien seit März

17.00 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Italien hat am Freitag die Schwelle von 5000 Fällen übersprungen. Die Behörden zählten 5372 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Außerdem wurden 28 neue Covid-Tote registriert. Seit einigen Tagen steigen die Zahlen in dem Land, das zu Beginn der Pandemie im Frühjahr Europas Corona-Hotspot war, stärker als in den Wochen davor. Insgesamt zählt Italien nun fast 344.000 Infektionen und mehr als 36.100 Covid-Tote.

Die Zahl der Neuansteckungen mit Sars-CoV-2 liegt damit so hoch wie zuletzt im März. Allerdings werden heute viel mehr Leute auf das Virus getestet. Auch liegen deutlich weniger Menschen auf Intensivstationen: annähernd 400. Und es sterben bei weitem nicht so viele Patienten. Besonders viele Neuansteckungen gab es am Freitag in der Lombardei im Norden und in Kampanien im Süden.

Dresden verbietet Großveranstaltungen

16.42 Uhr: Wegen der steigenden Zahl von Infektionen sind in Dresden Großveranstaltungen mit mehr als tausend Besuchern ab sofort verboten. Die Regelung gelte mindestens bis zum 16. Oktober, teilte die Stadtverwaltung mit. In den vergangenen sieben Tagen hatte es in der Stadt mehr als 22 bestätigte Fälle auf 100.000 Einwohner gegeben. Erst wenn die sogenannte 7-Tage-Inzidenz auf weniger als 20 fällt, sind größere Veranstaltungen wieder erlaubt. Verboten sind demnach aktuell Sportveranstaltungen, aber auch Messen, Jahrmärkte, Konferenzen und Konzerte mit mehr als tausend Besuchern.

New Yorker Broadway bleibt bis Mai 2021 geschlossen

31 Broadway-Shows waren in Produktion, als die Zwangspause begann

31 Broadway-Shows waren in Produktion, als die Zwangspause begann

Foto: Evan Agostini / AP

16.43 Uhr: Eigentlich sollten die Broadway-Theater in New York Anfang des nächsten Jahres wieder öffnen, nun wurde die Zwangspause bis zum 30. Mai 2021 verlängert. Die Actors' Equity Association (AEA) bezeichnete die Entscheidung, die Theater geschlossen zu lassen, als "schwierig, aber verantwortungsbewusst".

Mary McColl, die Exekutivdirektorin der Gewerkschaft, forderte von der US-Regierung, Krankenversicherungssubventionen, erneutes Arbeitslosengeld und Kunstfinanzierungen zu genehmigen, damit ihre Mitglieder, die seit März arbeitslos sind, die Zeit überbrücken können. Die Produzenten einiger Shows, einschließlich der Bühnenversion des Disney-Films "Frozen", haben angekündigt, dass sie nicht wiedereröffnen werden.

Geld fürs Kinderkriegen in Pandemiezeiten: Singapur zahlt Babybonus

16.38 Uhr: Singapur will mit einem Babybonus zum Kinderkriegen trotz Corona-Pandemie anreizen. Für jedes neugeborene Baby sollen Paare eine Einmalzahlung von 3000 Singapur-Dollar (1900 Euro) erhalten, wie die Regierung des südostasiatischen Stadtstaats mitteilte. Zudem gibt es weiterhin Kindergeld.

Singapur ist eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt. Zugleich bekommen Paare durchschnittlich nur ein Kind. In der Wirtschaftsmetropole leben etwa 5,6 Millionen Menschen. Viele von ihnen sind zugewandert.

45.000 Neuinfektionen - Englands Anstieg höher als angenommen

Am vergangenen Freitag hatte das Amt für nationale Statistik in England festgestellt, dass sich die täglichen Fälle innerhalb einer Woche verdoppelt hatten

Am vergangenen Freitag hatte das Amt für nationale Statistik in England festgestellt, dass sich die täglichen Fälle innerhalb einer Woche verdoppelt hatten

Foto: Victoria Jones / dpa

16.10 Uhr: Laut einer Studie des Imperial College in London könnte es in England täglich deutlich mehr Corona-Neuinfektionen geben als bislang bekannt. Zuletzt meldeten die Behörden 17.540 Neuinfektionen. Die Wissenschaftler gehen allerdings von rund 45.000 Neuinfektionen pro Tag aus. Die Studie zeigte zudem, dass 1 von 170 Menschen in England zwischen dem 18. September und dem 5. Oktober an dem Virus erkrankt waren.

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Bei Menschen über 65 Jahren beobachteten die Wissenschaftler außerdem einen achtfachen Anstieg der Infektionen im Vergleich zu einem früheren untersuchten Zeitraum zwischen dem 20. August und dem 8. September.

Die Studie ist mit 175.000 getesteten Freiwilligen die größte Bevölkerungsstudie des Landes zur Covid-Infektionsrate.

Köln verschärft Corona-Regeln: Kontaktreduzierung und Maskenpflicht

15.50 Uhr: Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Köln von Samstag an die Corona-Einschränkungen für die Bevölkerung. Künftig sollen sich höchstens fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen - bisher waren es zehn, wie Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sagte. Im öffentlichen Raum soll zudem abends ab 22.00 Uhr der Konsum von Alkohol verboten sein, an den Wochenenden darf an Hotspots kein Alkohol mehr verkauft werden. Eine Sperrstunde werde zunächst aber nicht eingeführt, sagte Reker. In Fußgängerzonen gebe es nun eine Maskenpflicht.

Merkel appelliert an junge Leute

Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir haben bewiesen, dass wir gegen das Virus zusammenhalten können. Und das werden wir auch weiter tun"

Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir haben bewiesen, dass wir gegen das Virus zusammenhalten können. Und das werden wir auch weiter tun"

Foto: AXEL SCHMIDT / AFP

15.12 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Infektionszahlen einen Appell vor allem an junge Leute gerichtet, sich an Regeln zu halten. Merkel sagte nach Beratungen mit Oberhäuptern von Großstädten, junge Menschen fänden Einschränkungen von Feiern oder eine Sperrstunde vielleicht übertrieben.

Sie fragte dann aber, ob es nicht wert sei, ein wenig Geduld zu haben und an die Familie und Großeltern zu denken. Sie erwähnte auch die Chance etwa auf Ausbildungsplätze. Oberste Priorität sei es, die Wirtschaft am Laufen zu halten und dass Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen gehen könnten.

Schweiz erklärt erstmals deutsche Städte zu Risikogebieten

15.00 Uhr: Wer aus Berlin oder Hamburg in die Schweiz reisen will, muss dort bald für zehn Tage in die Quarantäne. Wegen der hohen Infektionszahlen setzte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit in Bern das Land Berlin und das Land Hamburg am Freitag auf die Liste der Risikogebiete. Die Bestimmungen treten am Montag in Kraft. In der Schweiz entbindet auch ein negativer Corona-Test nicht von der Quarantäne-Pflicht.

Ähnliche Bestimmungen gelten bereits für einige Regionen in Frankreich, Österreich und Italien sowie für Dutzende Länder weltweit. Neu dazu kamen am Freitag unter anderem Kanada, Russland und Tunesien. Ausgenommen sind generell Grenzgebiete, weil dort viele Menschen leben, die in der Schweiz arbeiten.

Experten von Bundeswehr und RKI sollen Großstädte unterstützen

14.55 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit den Oberbürgermeistern der elf größten deutschen Städte über die Corona-Lage beraten. Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken. Lesen Sie hier mehr.

Berliner Gastronomen stellen Eilantrag gegen Sperrstunde

Restaurants, Bars und Kneipen müssen in Berlin künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein

Restaurants, Bars und Kneipen müssen in Berlin künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein  

Foto: Christophe Gateau / dpa

14.15 Uhr: Mehrere Berliner Gastronomen gehen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Stadt vor. Der Antrag sei eingegangen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts auf Anfrage. Mit einer Entscheidung sei aber nicht mehr am Freitag, sondern voraussichtlich in der kommenden Woche zu rechnen. Zuvor hatte unter anderem der "Tagesspiegel" berichtet. Nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting wurde der Antrag zunächst für sechs Gastronomen gestellt, weitere sollten folgen.

Spanische Regierung verhängt Notstand über Madrid

13.53 Uhr: In Spanien eskaliert der Streit zwischen der Regierung und der Hauptstadt Madrid über die Corona-Politik. Laut staatlichem Fernsehen ruft die sozialdemokratisch geführte Zentralregierung einen Notstand für Madrid aus, um dort einen teilweisen Lockdown durchzusetzen. Die konservativ geführte Stadtregierung Madrids lehnt die vom Gesundheitsministerium verordneten Beschränkungen ab, weil diese ihrer Auffassung nach unrechtmäßig, übertrieben und schädlich für die lokale Wirtschaft sind. Sie hatte dagegen geklagt und Recht bekommen.

Die Maßnahmen betreffen den Großraum Madrid. Dort sollen Bewohner ihre Häuser nur mit triftigem Grund verlassen dürfen. Madrid gilt als einer der größten Corona-Hotspots in Europa.

650.000 Kunden warten auf Erstattung von Lufthansa-Tickets

13.50 Uhr: Beim Lufthansa-Konzern warten weiterhin rund 650.000 Kunden auf die Erstattung stornierter Tickets. Allerdings habe die Zahl abgenommen, und die offenen Forderungen beliefen sich inzwischen auf weniger als 300 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Eine Woche zuvor waren es noch rund 350 Millionen Euro gewesen.

Durch laufende Änderungen der Flugpläne in Folge der Reisebeschränkungen komme es zu unvermeidbaren Flugstreichungen, sodass die Zahl der offenen Erstattungsanträge nie ganz auf null sinken könne, erklärte das Unternehmen. Aktuell sei man durch verstärkten Personaleinsatz in der Lage, rund 1700 Erstattungsanträge pro Stunde zu bearbeiten.

Bayern weitet Risikogebiete massiv aus - auch Frankfurt dabei

13.43 Uhr: Bayern weitet die Liste der innerdeutschen Corona-Risikogebiete deutlich aus: Ab Samstag (00.00 Uhr) gilt die Einstufung für die gesamte Stadt Berlin, sowie aus Hessen für die Städte Frankfurt am Main und Offenbach sowie aus Nordrhein-Westfalen für die Städte Herne, Hamm und Remscheid. Das teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch die Stadtgemeinde Bremen sowie die Landkreise Esslingen in Baden-Württemberg und die beiden niedersächsischen Landkreise Cloppenburg und Wesermarsch wurden zu Risikogebieten erklärt.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Zweiter Corona-Fall bei Mercedes: Sechs Ersatzleute rücken nach

13.20 Uhr: Nach einem weiteren Corona-Fall tauscht Formel-1-Team Mercedes einen Teil seiner Crew für den Grand Prix der Eifel aus. Wie der Weltmeister-Rennstall am Freitag mitteilte, sind sechs Ersatzleute aus dem Vereinigten Königreich angereist und übernehmen die vakanten Posten. Mercedes hatte am Donnerstag einen ersten positiven Test bei einem Teammitglied öffentlich gemacht. Es handelte sich nicht um die Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

Russland meldet mehr Neuinfektionen als im Frühjahr

13.05 Uhr: Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle in Russland hat die Rekordwerte aus dem Frühjahr überstiegen. Am Freitag wurden nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden mehr als 12.120 Infektionen registriert. Allein in der Hauptstadt Moskau wurden rund 3700 neue Fälle gezählt.

Die Behörden der Hauptstadt reagierten auf die steigenden Zahlen mit verschärften Regeln. Unternehmen müssen jeden dritten Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Zudem wurden die Herbstferien für Schüler um eine Woche verlängert; Senioren sollen sich in die Isolation begeben. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird in Supermärkten überprüft.

Fußball in München weiter ohne Zuschauer

13.00 Uhr: Nach gestiegenen Corona-Zahlen finden Fußball-Spiele in München mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans statt. Das teilte die Stadt mit. Damit sind kurzfristig auch die Drittliga-Partien des TSV 1860 München und Türkgücü München an diesem Samstag betroffen. Für die Spiele hatte es am Mittwoch noch grünes Licht für Zuschauer gegeben.

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut von 32,5 am Dienstag wieder auf 42,4 gestiegen ist, sprachen sich die Behörden aber doch gegen die Zulassung von Fans aus. Der Wert gibt die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Slowakei setzt Soldaten zur Kontaktverfolgung ein

12.10 Uhr: In der Slowakei setzt die Regierung das Militär zur Unterstützung der Gesundheitsbehörden und des Medizinpersonals ein. In einem ersten Schritt sollen am Wochenende fast 270 Soldaten dabei helfen, die Kontakte von positiv getesteten Personen zurückzuverfolgen. Insgesamt stehen 1500 Soldaten zur Verfügung. Die Zahl der neuen Positiv-Tests liegt aktuell mit 1184 auf Rekordniveau. Damit steigen die Fälle in dem Land mit 5,5 Millionen Einwohnern auf insgesamt 16.910. Bislang starben 57 Menschen, die positiv getestet wurden. 370 Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus.

15.000 Tickets für Formel-1-Rückkehr auf Nürburgring abgesetzt

Die Formel 1 fährt erstmals seit 2013 wieder auf dem Nürburgring

Die Formel 1 fährt erstmals seit 2013 wieder auf dem Nürburgring

Foto: Steven Tee / imago images/Motorsport Images

12.09 Uhr: Der Nürburgring hat 15.000 Tickets für das Formel-1-Rennen in der Eifel verkauft. Ein Sprecher des Traditionskurses bestätigte diese Zahl für das Grand-Prix-Wochenende. In Corona-Zeiten haben die Betreiber die Erlaubnis erhalten, bis zu 20.000 Zuschauer auf die Tribünen zu lassen. Das Gesundheits- und Hygienekonzept der Veranstalter sah unter anderem einen kontaktlosen Ticketverkauf vor, zudem gibt es eine klare räumliche Trennung der Fans auf den Rängen. 

Drosten: Jeder Einzelne wichtig im Kampf gegen Corona 

11.54 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten  hat an die Bevölkerung appelliert, im Kampf gegen das Coronavirus mitzuhelfen. Das Effizienteste gegen eine Corona-Ausbreitung sei eine Kombination aus Masken-Tragen und gezielten Maßnahmen gegen Cluster, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité. Cluster sind etwa eine Gruppe von Menschen bei einer Feier. Die jetzigen Maßnahmen seien schon dafür geeignet. Auch die Gesundheitsämter schauten recht genau darauf, aber die Bevölkerung müsse auch mitmachen. Mit einem Cluster-Kontakttagebuch etwa könne man sehen, wo man sich vor sieben bis zehn Tagen infiziert habe. "Das ist eine sehr wertvolle Information an das Gesundheitsamt."

"Das Virus hat sich nicht verändert", betonte Drosten. Die Infektionssterblichkeit - wie viele der Angesteckten sterben - sei fast eine Konstante und hänge vom Alter der Betroffenen ab. Sie liege in Deutschland bei einem Prozent oder etwas mehr - falls das Virus durch die Bevölkerung durchlaufe. Es sei weniger, wenn man die Älteren schützen könne. Aber das lasse sich nicht so leicht bewerkstelligen.

Hessisches Dorf zum Großteil in Quarantäne

11.49 Uhr: In Nordhessen ist nach einem Corona-Ausbruch ein Großteil der Bevölkerung eines Dorfs unter Quarantäne gestellt worden. Hübenthal ist ein Stadtteil der Stadt Witzenhausen östlich von Kassel und hat rund 90 Einwohner. Die meisten lebten dort auf zwei Höfen und seien nun in Quarantäne, sagte Bürgermeister Daniel Herz (parteilos). Die vermutete Ursache der Infektionen: "Es muss dort eine private Feier auf dem größeren der Höfe stattgefunden haben." Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

Kreis Cloppenburg: Schlachthof-Ausbruch sorgt für viele Fälle

11.48 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof im niedersächsischen Emstek sind die Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg hochgeschnellt. Mit 86,1 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist die kritische Marke von 50 deutlich überschritten, wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamtes hervorgeht (Stand Freitag, 9.00 Uhr). Demnach gab es 149 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. In dem Vion-Schlachthof dürfen derzeit 7000 Schweine täglich geschlachtet werden, hatte der Landkreis am Donnerstagabend mitgeteilt. Vor dem Ausbruch waren es bis zu 12.000.

Brandenburg verhängt Beherbergungsverbot für Berliner

11.46 Uhr: Wegen der hohen Infektionszahlen in der Hauptstadt hat das umliegende Brandenburg am Freitag ein Beherbergungsverbot für Berliner erlassen. Betreiber von privaten und öffentlichen Beherbergungsbetrieben dürften solange keine Berliner Gäste aufnehmen, wie die 7-Tage-Inzidenz des Landes Berlin über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liege, erklärte das Brandenburger Gesundheitsministerium.

Tokio-Marathon auf Zeit nach Olympia verschoben

11.33 Uhr: Der ursprünglich für den 7. März geplante Marathon in Tokio wird erst nach den Olympischen Spielen im nächsten Jahr stattfinden. Aufgrund der geltenden Einreisebeschränkungen in Japan wegen der Pandemie sowie der Hygienemaßnahmen für Großveranstaltungen soll das Rennen nun am 17. Oktober 2021 ausgetragen werden, wie ein Sprecher des Ausrichters der französischen Nachrichtenagentur AFP sagte.

Wieviele Läufer teilnehmen dürfen, stehe noch nicht fest. In diesem Jahr wurde der Tokio-Marathon, sonst ein Massenereignis mit rund 40.000 Läufern, mit deutlich reduziertem Feld ausgetragen.

Radsport-Klassiker Paris-Roubaix endgültig abgesagt

257 Kilometer, davon 54 Kilometer auf hartem Kopfsteinpflaster: Der Radsport-Klassiker Paris-Roubaix

257 Kilometer, davon 54 Kilometer auf hartem Kopfsteinpflaster: Der Radsport-Klassiker Paris-Roubaix

Foto: Nico Vereecken / imago images/Panoramic International

11.28 Uhr: Der Radsport-Klassiker Paris-Roubaix findet in diesem Jahr nicht statt. Veranstalter ASO musste die bereits auf den 25. Oktober verlegte 118. Auflage nach den jüngsten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Frankreich absagen. Die Kopfsteinpflaster-Tortur zählt neben Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt zu den fünf "Monumenten des Radsports". Das nächste Rennen durch die sogenannte Hölle des Nordens ist für den 12. April 2021 geplant.

Berlin kritisiert innerdeutsche Corona-Reisebeschränkungen

11.23 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die von vielen Bundesländern beschlossenen Corona-Beschränkungen für Urlaubsreisen in Deutschland kritisiert. "Diese Reisebeschränkungen helfen aus meiner Sicht nicht", sagte der SPD-Politiker. Wenn es dazu eine mehrheitliche Verständigung gebe, müsse man dies akzeptieren. Das nicht abgestimmte Verfahren sei aber ungut. Zudem würden "wahnsinnig viele personelle Kräfte und Testkapazitäten" gebunden - mit Ergebnissen, "die man so zumindest auch nicht braucht jetzt zur Pandemiebekämpfung".

Erneut Höchstwert an Neuinfektionen in Polen

11.13 Uhr: Polen meldet erneut eine Rekordzahl an Neuansteckungen. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach 4739 Menschen positiv auf das Virus getestet. 52 Menschen starben. Insgesamt verzeichnete Polen seit Beginn der Pandemie 116.338 Infektionen und 2919 Todesfälle.

Millionen heimkehrwillige Migranten stecken fest

11.11 Uhr: Mehr als 2,7 Millionen heimreisewillige Migranten stecken nach einer Studie der Uno-Organisation für Migration (IOM) wegen der Reisebeschränkungen in aller Welt fest. Darunter sind Hunderttausende Seeleute, von denen manche seit Monaten nicht von Bord ihrer Schiffe gelassen werden. Besonders viele säßen im Nahen Osten und Nordafrika sowie in der Asien-Pazifik-Region fest. In Griechenland könnten 102.000 Migranten, die den Wunsch nach Rückkehr in ihre Heimat geäußert haben, nicht abreisen. In Italien seien es 85.000, sagte ein IOM-Sprecher.

Berlin denkt über Schichtbetrieb in Schulen nach

10.42 Uhr: Der Alltag für Schüler und Eltern in Berlin könnte sich in der Coronakrise noch einmal deutlich ändern. "Wir werden wahrscheinlich auch da um Verständnis bitten müssen für unkonventionelle Wege", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller.

Der SPD-Politiker nannte neben Belüftungspausen in den Klassen die Möglichkeit, "dass wir vielleicht eine Art Schichtbetrieb in der Schule haben werden, vormittags und nachmittags". Das verringere die Kontaktmöglichkeiten. "Ich vermute, so etwas wird in den Wintermonaten nötig sein."

Berlins Bürgermeister: Gesundheitsämter sind unterbesetzt

Regierenden Bürgermeisters Michael Müller: "Wir haben 200 offene Stellen"

Regierenden Bürgermeisters Michael Müller: "Wir haben 200 offene Stellen"

Foto: Paul Zinken / dpa

10.39 Uhr: Berlins Gesundheitsämter sind nach Einschätzung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller während der Pandemie nach wie vor deutlich unterbesetzt. Der Grund dafür seien vor allem Schwierigkeiten, Personal zu finden. "Wir haben 200 offene Stellen", sagte Müller bei einer Pressekonferenz mit Vertretern der Berliner Charité. Die Stellen seien da, das Geld dafür auch. "Aber ich kann mir die Leute nicht backen", so der SPD-Politiker. Bei der Stellenbesetzung gehe es voran. "Aber wir können sie nicht so schnell besetzen, wie wir möchten."

Deshalb sei angesichts der gestiegenen Infektionszahlen und der Notwendigkeit, die Kontakte von positiv Getesteten zu verfolgen, ein Umschichten aus anderen Bereichen der Verwaltung wichtig. Müller lobte auch die Unterstützung der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung. Er hoffe, dass es die Möglichkeit gebe, weiteres qualifiziertes Personal von der Bundesebene zu bekommen, sagte Müller. Darüber solle am frühen Nachmittag in der Schalte der Bürgermeister der großen deutschen Städte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen werden.

Kieler Champions-League-Spiel abgesagt

10.31 Uhr: Das Champions-League-Gruppenspiel des deutschen Handball-Meisters THW Kiel gegen HC Motor Saporoschje ist wegen 14 Corona-Fällen beim ukrainischen Vertreter abgesagt worden. Die ursprünglich am kommenden Mittwoch (18.45 Uhr) geplante Partie in Kiel soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die gesamte Mannschaft von Saporoschje befinde sich derzeit in Quarantäne, teilte die Europäische Handball-Föderation am Freitag mit. Der THW belegt nach drei Spieltagen in der Gruppe B mit vier Zählern den vierten Platz, die noch sieg- und punktlosen Ukrainer sind Sechster.

Bundesrat billigt Milliardenspritze für Krankenhäuser

10.24 Uhr: Der Bundesrat hat eine Milliardenspritze für die knapp 2000 Kliniken in Deutschland gebilligt. Die Krankenhäuser bekommen für wichtige Investitionen nun drei Milliarden Euro vom Bund. Sie sollen das Geld nutzen, um Notfallpatienten besser versorgen zu können. Möglich sind Investitionen etwa in moderne Notfalleinrichtungen und in digitale Lösungen wie elektronische Behandlungsdokumentation oder Patientenportale und IT-Sicherheit. Bis 31. Dezember 2021 können die Länder Förderanträge stellen. Sie sollen selbst weitere Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro aufbringen.

Unikliniken: Planbare Eingriffe müssen wieder verschoben werden

10.23 Uhr: Die steigenden Corona-Zahlen zwingen die Berliner Charité dazu, planbare Eingriffe wie im Frühjahr wieder zu verschieben. "Wir müssen versuchen, die Intensivbetten für Covid-Patienten frei zu bekommen", sagte Vorstandsmitglied Ulrich Frei in Berlin. Das sei keine leichte Aufgabe und führe zu schwierigen ethischen Fragen, etwa im Umgang mit Herz- und Tumorkranken.

Ähnlich äußerte sich der Chef des Uni-Klinikums Frankfurt, Jürgen Graf. Der Spätsommer habe in der Pandemie ein Gefühl der falschen Sicherheit gebracht, weil die Neuinfektionen seltener zu Erkrankungen geführt hätten. Jetzt müssten wieder mehr Patienten stationär aufgenommen werden. "Die Unikliniken sind mit Sicherheit Frühwarnsysteme für das, was auf das Gesundheitssystem zukommt", sagte Graf.

Berliner und Frankfurter sollten in Herbstferien nicht verreisen

10.20 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun warnt vor einem exponentiellen Anstieg der Corona-Zahlen - und fordert die Bürger zur Zurückhaltung auf. Bewohner von Risikogebieten sollten ab sofort auf Reisen verzichten.

Russland meldet über 12.100 Neuinfektionen

09.45 Uhr: In Russland ist die Zahl der Neuinfektionen um 12.126 auf mehr als 1,27 Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien zudem 201 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilen die Behörden mit. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 22.257. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Ansteckungsfälle weltweit. Allerdings sind im Vergleich zu diesen Ländern nach offiziellen Daten deutlich weniger Menschen dem Virus erlegen.

Mehrheit für Quarantänen bei innerdeutschen Reisen

09.34 Uhr: Fast zwei Drittel der Deutschen befürworten Quarantäne-Pflichten auch bei innerdeutschen Reisen. 64 Prozent sagen laut ZDF-Politbarometer, dass Personen aus Risikogebieten sich bei entsprechenden Auslandsreisen isolieren sollten. 32 Prozent sind gegen eine solche Regelung. Die Quarantänepflicht unterstützen jeweils Mehrheiten bei allen Parteianhängergruppen außer bei der AfD. Generell empfinden nur zwölf Prozent der Befragten die geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen als übertrieben. 64 Prozent halten sie für richtig, 23 Prozent sind sogar für schärfere Maßnahmen.

Deutsche U21 mit Verspätung zu EM-Quali-Spiel nach Moldau

09.00 Uhr: Nach einem positiven Corona-Test bei einem Spieler fliegen die deutschen U21-Fußballer erst an diesem Freitag zum EM-Qualifikationsspiel noch am gleichen Abend (18.15 Uhr, TV: ProSieben Maxx) in Moldau. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Eigentlich hätte die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz bereits am Donnerstag zur Partie in Chiᶊinǎu reisen sollen. Der Verband hatte am Donnerstag bestätigt, dass ein Spieler der U21-Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Tokio stellt Quarantäne-Unterkunft für Haustierbesitzer bereit

Ein Katzenmaskottchen macht in Tokio auf das Coronavirus aufmerksam

Ein Katzenmaskottchen macht in Tokio auf das Coronavirus aufmerksam

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Stanislav Kogiku / imago images/ZUMA Wire

08.48 Uhr: Mit dem Coronavirus infizierte Haustierbesitzer in Tokio, die leichte oder keine Symptome aufweisen, können mit ihren Lieblingen in einer betreuten Unterkunft in Quarantäne gehen. Die Stadtverwaltung stellt im Stadtviertel Odaiba in der Bucht von Tokio ab kommender Woche in einem Fertigbau 140 Einzelzimmer bereit, in denen Infizierte mit ihren Haustieren unterkommen können, wie japanische Medien berichteten.

Prinzipiell sollen in Tokio Infizierte mit leichten oder keinen Symptomen in Hotels oder anderen Einrichtungen in Isolation, doch oft dürfen dort keine Haustiere mit unterkommen. Stattdessen bleiben Haustierbesitzer oft zu Hause - doch berge dies die Gefahr, dass sie Familienmitglieder ansteckten, hieß es. Um dies zu verhindern und Infizierte frühzeitig zu isolieren, entschied sich die Stadtverwaltung für eine Unterkunft eigens für Haustierbesitzer. Erlaubt seien Hunde, Katzen, Kaninchen und Hamster. Für die Unterkunft stehe rund um die Uhr medizinisches Personal bereit.

Köln und Essen knapp unter Grenzwert

08.11 Uhr: Mit Köln und Essen liegen zwei nordrhein-westfälische Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für Köln  mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag), für Essen mit 48,4 (plus 5,0). Dafür gab es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet.

5394 neue Positiv-Tests in Tschechien - insgesamt nun über 100.000

07.54 Uhr: Tschechien meldet 5394 neue Positiv-Tests - das ist der dritte Rekordwert in Folge. Insgesamt stieg die Zahl der festgestellten Infektionen binnen 24 Stunden damit auf 100.757. In Tschechien leben 10,7 Millionen Menschen. Bislang seien 869 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Epidemiologe stellt Bundesliga und Weihnachtsmärkte infrage

07.41 Uhr: Angesichts der stark gestiegenen Corona-Zahlen in Deutschland sieht der Kieler Epidemiologe Prof. Helmut Fickenscher die Gefahr, dass einschränkende Maßnahmen wie im Lockdown wieder notwendig werden könnten. "Für Fußball-Bundesligaspiele mit viel Publikum sehe ich derzeit keine Perspektive", sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. Denn es seien Ansteckungen auch im Freien bei Sport-Großveranstaltungen festgestellt worden. "Deshalb sehe ich auch die konventionellen Weihnachtsmärkte eher als Gefährdung an." Er sei sehr skeptisch hinsichtlich "einigermaßen tragfähiger Hygiene-Konzepte" für Weihnachtsmärkte. Das gelte auch für Halloween - "wenn sich zu viele Menschen in engen Treppenhäusern tummeln".

Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

Mehr als 4500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

07.24 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 4516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich angestiegen.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.000 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 487 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 239 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (1.10.) hatte der Wert noch bei 362 (193 beatmet) gelegen, in der Woche davor (24.9.) bei 296 (166 beatmet). Rund 8500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Auch die Rate der positiven Tests stieg zuletzt nach RKI-Daten stark an und lag in der 40. Kalenderwoche (28.9.- 2.10.) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent. Die Anzahl der Tests sank dagegen leicht auf rund 1,096 Millionen in der 40. Woche. Zuvor waren es rund 1,168 Millionen gewesen.

Fast 70.500 Neuinfektionen in Indien binnen eines Tages

06.30 Uhr: In Indien ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 70.496 auf 6,91 Millionen gestiegen. Zudem seien binnen 24 Stunden 964 weitere Todesfälle gemeldet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt starben bislang 106.490 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Indien verzeichnet die meisten Infektionszahlen nach den USA, bei den Todeszahlen liegt das Land hinter den USA und Brasilien.

Totenzahl in Mexiko steigt auf fast 83.100

02.27 Uhr: Mexikos Gesundheitsministerium meldet 370 weitere Corona-Todesfälle. Insgesamt seien somit bislang 83.096 Menschen in dem Land im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt den Angaben zufolge um 5300 auf 804.488.

Berliner Sonderregelung befreit Mitarbeiter des Kanzleramts von Quarantänepflicht

05.15 Uhr: Das Kanzleramt und eine Reihe von Bundesministerien nutzen eine Berliner Sonderregelung, die Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten von der Quarantänepflicht befreit. Ein Test auf das Coronavirus ist in diesen Fällen nicht vorgeschrieben und wird auch nicht von jedem Haus vor der Rückkehr ins Büro verlangt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Die Klausel wird wie vorgesehen offenbar nur in Ausnahmefällen genutzt - allerdings beantworteten nicht alle Ministerien Fragen dazu.

Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen in einem ausländischen Risikogebiet waren, müssen sich nach der Rückkehr beim Gesundheitsamt melden und für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Vermeiden lässt sich diese normalerweise nur mit einem aktuellen negativen Coronavirus-Test. Die Berliner Infektionsschutzverordnung sieht zudem Ausnahmen etwa für Piloten, Berufskraftfahrer und Kapitäne vor, die sich nur kurz in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Das Kanzleramt machte von der Klausel, die von der Quarantäne befreit, mit Stand Mittwoch nach Angaben eines Regierungssprechers fünf Mal Gebrauch und schreibt keinen Test vor. Zudem greifen mehrere Bundesministerien darauf zurück, teils ebenfalls ohne Testpflicht. Besonders strikte Vorkehrungen für Rückkehrer aus Risikogebieten gelten hingegen im Finanz-, Innen- und Verteidigungsministerium sowie im Arbeitsministerium. Das Familienministerium nutzt die Ausnahmeklausel nicht, das Umweltministerium bislang ebenso wenig.

Von der Quarantänepflicht können sich in Berlin aber auch Abgeordnete, Diplomaten oder andere Mitarbeiter von Bundesministerien befreien lassen. Denn Menschen, "deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen" nötig ist, können ausgenommen werden. Der Dienstherr oder Arbeitgeber muss bescheinigen, dass das nötig ist.

Kreuzfahrt-Chef Thamm schreibt Brandbrief an Bundesregierung

05.12 Uhr: Der Vorstandschef der italienischen Kreuzfahrt-Reederei Costa Crociere ("AIDA", "Costa"), Michael Thamm, hat einem Medienbericht zufolge in einem Brandbrief die Bundesregierung dazu aufgefordert, ihre Pandemie-Bestimmungen zu lockern. So fordert der Manager in seinem Brief, die pauschalen Warnungen des Bundes vor Kreuzfahrten aufzuheben und die Kanaren aus der Liste der Risikogebiete "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" herauszustreichen, wie "Bild" berichtet. Thamm warnt demnach zudem vor den Konsequenzen, die der Branche aus den staatlichen Verordnungen entstehen: "Durch die vollständige Einstellung des Geschäftsbetriebs in den vergangenen sechs Monaten sind in unserem Unternehmen bereits Einnahmeverluste in Höhe von EUR 1,5 Milliarden entstanden", zitierte das Blatt aus dem Schreiben, das an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Außenminister Heiko Maas (SPD) und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) adressiert worden sei.

China tritt internationaler Impfstoff-Initiative bei

04.46 Uhr: China hat sich der globalen Covax-Initiative angeschlossen, mit der die Entwicklung und gerechte Verbreitung bezahlbarer Impfstoffe gegen das Coronavirus gefördert werden soll. Es sei ein wichtiges Vorhaben Chinas, um Covid-19-Impfstoffe zu einem "weltweiten öffentlichen Gut" zu machen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Hua Chunying, am Freitag in Peking.

Die Beteiligung des führenden Impfstoff-Entwicklers China ist ein wichtiger Schritt für die Covax-Initiative (Covid-19 Vaccines Global Access). Mehr als 150 Länder beteiligen sich nach Uno-Angaben schon an dem weltweiten Vorhaben - allerdings nicht die USA. Federführend sind die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Impfstoff-Allianzen Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunizations) und Cepi (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations).

Ziel der Initiative ist es, Impfstoffe zu entwickeln und diese auch Ländern zur Verfügung zu stellen, die am stärksten von Armut betroffen sind - und das zu einem bezahlbaren Preis. Die chinesische Außenamtssprecherin sagte, China wolle sich darauf konzentrieren, "dass Entwicklungsländer gleichberechtigten Zugang zu geeigneten, sicheren und wirksamen Impfstoffen haben".

Madrid droht Verhängung des Notstands

03.20 Uhr: Die spanische Regierung fordert die Behörden der Hauptstadt Madrid auf, die vom Gesundheitsministerium angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umzusetzen.

Sollte dies nicht geschehen, würde der Notstand verhängt, um die Einhaltung des teilweisen Shutdowns auf diese Weise zu erzwingen. Am Donnerstag hatte ein Gericht in Madrid die Einschränkungen, die unter anderem ein Verbot von nicht notwendigen Reisen vorsehen, aufgehoben.

Die konservative Regionalregierung von Madrid habe nun die Wahl, erklärte die Regierung des sozialistischen spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez am Donnerstagabend. Entweder sie setze die von dem Gericht gekippten Corona-Restriktionen selbst in Kraft oder über die Region Madrid werde der Notstand verhängt.

Mit rund 600 Infektionen pro 100.000 Einwohner im Durchschnitt in den vergangenen Wochen weist die Region Madrid die höchste Corona-Ansteckungsrate in ganz Spanien auf. Die landesweite Rate von mehr als 250 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner ist wiederum die höchste in der EU.

Palästinensischer Topdiplomat Erakat mit Corona infiziert

03.10 Uhr: Der Chefunterhändler der Palästinenser im Nahost-Konflikt, Sajeb Erakat, hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wegen der Infektion nehme der unter chronischen Lungenproblemen leidende 65-Jährige eine Auszeit von seinen Verpflichtungen, teilte die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) mit.

Sajeb Erakat (Foto aus dem Jahr 2017)

Sajeb Erakat (Foto aus dem Jahr 2017)

Foto: THOMAS COEX/ AFP

Erakat hatte 2017 wegen Lungenfibrose in einem US-Krankenhaus eine Lungentransplantation erhalten. Als Transplantationspatient und wegen seines Alters gehört er zur Corona-Risikogruppe. Er ist einer der bekanntesten palästinensischen Politiker und ein Vertrauter von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

In den vergangenen Wochen hatte Erakat immer wieder die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehrerer arabischer Golfstaaten ohne eine vorherige Lösung des Nahost-Konflikts kritisiert.

Dortmund sagt Testspiel gegen Anderlecht ab

01.50 Uhr: Borussia Dortmund hat ein für den kommenden Samstag geplantes Testspiel gegen den RSC Anderlecht abgesagt. Die Belgier hatten den Fußball-Bundesligisten kurz zuvor über einen positiven Corona-Test innerhalb des Teams informiert. Wie die Dortmunder mitteilten, verzichte man deshalb "ersatzlos" auf diese Partie, in der "die wenigen während der Länderspielpause in Dortmund verbliebenen BVB-Profis hätten zum Einsatz kommen sollen"

Ibrahimovic erneut positiv getestet

21.15 Uhr: Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic vom AC Mailand ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gaben die Italiener vor dem Spiel in der Europa-League-Qualifikation gegen den norwegischen Klub FK Bodø/Glimt bekannt. "Wir haben die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert und der Spieler hat sich umgehend in Quarantäne begeben", teilte Milan mit. Alle anderen Tests beim Team des Schweden seien negativ ausgefallen.

Ibrahimovic werde in die Selbstisolation gehen und das Qualifikationsspiel für die Europa League am Donnerstag sowie die nächsten beiden Spiele der Serie A verpassen, so der AC Milan in seiner Mitteilung. Zuvor war Ibrahimovics Mitspieler Leo Duarte positiv auf das Coronavirus getestet worden.

fek/jak/mkl/mjm/jpz/bah/pgo/dpa/Reuters/AFP/sid
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