+++ News-Update +++ Mehr als 7300 Neuinfektionen - Frankreich meldet exponentiellen Anstieg der Coronazahlen

Innerhalb von 24 Stunden hat Frankreich so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie seit März nicht mehr. Und: Markus Söder hält eine Maskenpflicht im Schulunterricht für möglich. Der Überblick.
Frankreich zählt täglich wieder Tausende Coronavirus-Neuinfektionen

Frankreich zählt täglich wieder Tausende Coronavirus-Neuinfektionen

Foto: IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstock

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Niederländische Nerzfarmen müssen bereits ab April schließen

22.55 Uhr: Nach Corona-Ausbrüchen in mehreren Nerzfarmen in den Niederlanden sollen alle derartigen Betriebe im Land bereits ab April kommenden Jahres schließen. "Trotz des derzeit begrenzten Risikos für die öffentliche Gesundheit ist es wünschenswert, die Ausbreitung des Virus in Nerzfarmen zu verhindern", begründete das niederländische Landwirtschaftsministerium am Freitag die Entscheidung. Es bestehe andernfalls langfristig die Gefahr, dass mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Mitarbeiter der Nerzfarmen den Erreger nach draußen trügen.

Die Regierung plant nach eigenen Angaben 180 Millionen Euro für die Entschädigung der Betreiber von Nerzfarmen ein.

Erstmals war das neuartige Coronavirus Anfang April in einer niederländischen Nerz-Zuchtfarm entdeckt worden, mittlerweile wurde es in 40 Betrieben nachgewiesen. Im Mai gaben die Behörden bekannt, dass sich zwei an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankte Mitarbeiter einer Nerzfarm "sehr wahrscheinlich" bei den Tieren angesteckt hatten. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wurden in den Niederlanden rund eine Million Nerze gekeult.

Schon vor der Corona-Pandemie war die Zucht von Nerzen zur Pelzgewinnung in den Niederlanden umstritten. 2016 hatte das Oberste Gericht die Nerzzucht ab dem Jahr 2024 verboten. Dieses Verbot wird nun um drei Jahre vorgezogen.

Proteste in Berlin beginnen: 1500 Menschen demonstrieren am Brandenburger Tor gegen Corona-Politik

21.30 Uhr: Berlin steht ein Wochenende mit Protesten gegen die Corona-Regeln bevor. Am Freitagabend fand eine erste Versammlung statt. Einige Demonstranten forderten von Russland und den USA einen "Friedensvertrag".

Rund 7300 Neuinfektionen in Frankreich - "exponentieller" Anstieg

19.50 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden "exponentiell" an. In den vergangenen 24 Stunden wurden 7379 neue Fälle gezählt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Am Vortag waren es mehr als 6000, davor mehr als 5000. Der Höchstwert vom 31. März liegt bei 7578 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Auch wenn das Niveau immer noch begrenzt sei, nehme vor allem in den Risikogebieten die Zahl der Krankenhauseinweisungen und der Einweisungen auf Intensivstationen zu.

Die Regierung hat 21 Départements im Land als derartige Gebiete klassifiziert, in denen erhöhte Ansteckungsgefahr herrscht. Frankreich zählt seit Beginn der Epidemie mehr als 30.500 Tote. In zahlreichen Städten - darunter auch Paris - gilt eine Maskenpflicht unter freiem Himmel.

Die Bundesregierung hat für den Großraum Paris und weite Teile der Mittelmeerküste eine Reisewarnung ausgesprochen.

Söder hält Maskenpflicht im Unterricht für möglich

19.29 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Maskenpflicht im Unterricht für denkbar. "Wir wollen den Regelunterricht bei gleichzeitigem Schutz von Schülern und Lehrern. Wir reden da auch über Masken im Unterricht. Die Entscheidung soll im Konsens getroffen werden", sagte er den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag). Die Maske sei ein einfaches und effektives Mittel, um drohende Schulschließungen zu verhindern. Für kommenden Montag sei eine Besprechung mit Schulvertretern geplant.

Bevor jedoch eine Entscheidung über die Maskenpflicht im Unterricht getroffen werde, würden die Erfahrungen anderer Bundesländer hierzu ausgewertet, sagte Söder. Zu berücksichtigen seien auch regionale Unterschiede im Infektionsgeschehen in Bayern.

In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler ab Klasse 5 Masken im Unterricht tragen, diese Regelung läuft jedoch an diesem Montag wegen gesunkener Infektionszahlen aus.

Spanien meldet deutlich weniger Erkrankungen

19.20 Uhr: Spanien meldet mit 3.829 neuen Fällen in den vergangenen 24 Stunden deutlich weniger Erkrankungen als noch am Donnerstag. Für diesen Tag wurde die Zahl nach einer Überprüfung mit 6000 angegeben. Insgesamt belaufen sich die registrierten Infektionen damit auf 439.286, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesopfer ist demnach in den vergangenen sieben Tagen um 129 auf insgesamt 29.011 gestiegen.

1571 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

18.18 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen 1571 neue Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1507. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. "Die Anzahl der neu übermittelten Fälle war in Deutschland seit etwa Mitte März bis Anfang Juli rückläufig, seitdem nahm die Fallzahl zu und scheint sich in den letzten Tagen zu stabilisieren", hieß es vom RKI.

Söder hält Maskenpflicht im Unterricht für möglich

18.18 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Maskenpflicht im Unterricht für denkbar. Den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag) sagte er: "Wir wollen den Regelunterricht bei gleichzeitigem Schutz von Schülern und Lehrern. Wir reden da auch über Masken im Unterricht. Die Entscheidung soll im Konsens getroffen werden." Die Maske sei ein einfaches und effektives Mittel, um drohende Schulschließungen zu verhindern. Für kommenden Montag sei eine Besprechung mit Schulvertretern geplant.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

Foto: Michele Tantussi / dpa

Bevor jedoch eine Entscheidung über die Maskenpflicht im Unterricht getroffen werde, würden die Erfahrungen anderer Bundesländer hierzu ausgewertet, sagte Söder. Zu berücksichtigen seien auch regionale Unterschiede in Bayern: "Wenn es etwa wie im Kreis Rhön-Grabfeld keine oder wenig neue Infektionen gibt, ist die Lage dort anders zu beurteilen als in München oder Rosenheim, wo die Zahlen im Moment höher sind."

3.000 Zuschauer bei Formel 1 in Mugello zugelassen

17.57 Uhr: Bei der am 13. September geplanten Formel-1-Premiere auf der italienischen Rennstrecke in Mugello sollen mehr Zuschauer als geplant zugelassen werden. Der Präsident der Region Toskana, Enrico Rossi, erklärte nach Beratungen mit den Gesundheitsbehörden, dass 3000 Fans dem Rennen beiwohnen dürfen. Zunächst war die Strecke für 1000 Zuschauer geöffnet worden.

Auf den drei Tribünen sollen je 1000 Zuschauer Platz finden. Bei den Fans wird die Temperatur gemessen, zudem muss Mundschutz getragen werden. In Mugello wird Ferrari sein 1000. Formel-1-Rennen bestreiten.

United Airlines will bis zu 2850 Piloten in Zwangsurlaub schicken

17.55 Uhr: Die US-Fluggesellschaft United Airlines will im Oktober bis zu 2850 Piloten in unbezahlten Zwangsurlaub schicken, wenn Hilfsmaßnahmen der Regierung nicht verlängert werden. Dies würde zunächst bis Ende November gelten, hieß es in einer E-Mail von United an die Belegschaft, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Gut 850 weitere Piloten wurden gewarnt, dass sie im Oktober und November ebenfalls in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden könnten.

Wenn Hilfsmaßnahmen der Regierung nicht verlängert werden, muss die US-Fluggesellschaft ihre Piloten beurlauben

Wenn Hilfsmaßnahmen der Regierung nicht verlängert werden, muss die US-Fluggesellschaft ihre Piloten beurlauben

Foto:

Ted S. Warren/ AP

Der Luftverkehr ist angesichts der Pandemie weiterhin stark eingeschränkt. Zum 1. Oktober - einen Monat vor der US-Präsidentenwahl - laufen die bisherigen US-Hilfsmaßnahmen für die Branche aus. Demokraten und Republikaner konnten sich bisher nicht auf ein neues Unterstützungspaket einigen. Konkurrent American Airlines kündigte diese Woche an, dass im Oktober 17.500 Mitarbeiter in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden und 1500 weitere ihre Jobs verlieren könnten.

Bundeswehr unterstützt Teststationen

17.54 Uhr: Die beiden Teststationen an den Grenzen zu Österreich bekommen am Wochenende Unterstützung durch die Bundeswehr. In Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 bei Bergen (Landkreis Traunstein) sowie Donautal-Ost an der Autobahn 3 bei Passau rechnen die Behörden wieder mit einem erhöhten Test-Aufkommen durch Reiserückkehrer. Deswegen habe sie ein Unterstützungsangebot der Bundeswehr angenommen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mit. So sollen die bayerischen Hilfsorganisationen entlastet werden, die mit Ehrenamtlichen an den Teststationen geholfen hatten.

25 positive Tests in nordsächsischem Geflügelbetrieb

17.44 Uhr: In einem Geflügelbetrieb in Nordsachsen ist bei 25 Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Alle Betroffenen zeigten keine Symptome, teilte das Landratsamt Nordsachsen mit. Die Beschäftigten und sämtliche Kontaktpersonen müssten sich in häusliche Quarantäne begeben. Das Unternehmen aus Mockrehna hatte das Gesundheitsamt des Kreises gebeten, alle Beschäftigten vorsorglich zu testen. Zuvor waren sechs Corona-Fälle in dem Betrieb bekannt geworden. Insgesamt wurden 596 Menschen getestet.

Das Gesundheitsamt werde versuchen, alle Infektionsketten akribisch nachzuvollziehen, um einen Hotspot auszuschließen, erklärte Nordsachsens parteiloser Landrat Kai Emanuel. Vieles deute darauf hin, dass die Beschäftigten nach Ende der Ferienzeit das Virus aus den verschiedensten Urlaubsorten mitbrachten. Auch der erste Fall in dem Geflügelbetrieb war ein Urlaubsrückkehrer. Der Landrat rief alle Bürger dringend zur Vorsicht auf.

Coca-Cola will 4000 Jobs in Nordamerika streichen

17.36 Uhr: Der US-Getränkehersteller Coca-Cola hat die Streichung von 4000 Arbeitsplätzen angekündigt. Der Stellenabbau betreffe Mitarbeiter in den USA, Kanada und Puerto Rico und sei Teil einer Neuorganisation des Unternehmens, teilte Coca-Cola mit. Beschäftigte aus neun von insgesamt 17 Geschäftsbereichen sollen zunächst Abfindungsangebote im Umfang von bis zu 550 Millionen Dollar (463 Millionen Euro) erhalten. Vergleichbare Angebote sollen demnach auch Mitarbeiter in weiteren Ländern erhalten. Lesen Sie hier mehr.

Schülerin gerichtlich von Maskenpflicht im Unterricht befreit

17.07 Uhr: Eine Schülerin aus dem Main-Taunus-Kreis hat sich erfolgreich vor Gericht dagegen gewehrt, im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen zu müssen. Das Verwaltungsgericht Frankfurt gab einem entsprechenden Eilrechtsschutzbegehren statt.

Die Anordnung der Schule sei als Allgemeinverfügung anzusehen, die die Schüler in ihrer "ihrer allgemeinen Handlungsfreiheit einschränkt", teilte das Gericht mit. Daher könne die Schülerin Widerspruch gegen die angeordnete Maskenpflicht einlegen und sich dann auf die sogenannte aufschiebende Wirkung dieses Widerspruchs berufen.

Kontaktnachverfolgung ist verfassungswidrig

17.04 Uhr: Die Vorschrift zur Kontaktnachverfolgung der saarländischen Corona-Verordnung ist nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes verfassungswidrig. Es handele sich dabei um einen "Grundrechtseingriff von einer derartigen Intensität, dass nur ein Parlamentsgesetz, nicht aber eine Rechtsverordnung der Landesregierung, ihn rechtfertigen kann", teilte der Gerichtshof mit.

Die Vorschrift bleibe dennoch bis zu einer Neuregelung durch den Landtag vorübergehend - längstens aber bis zum 30. November 2020 - in Kraft. Solange dürften personenbezogene Daten, die nach der Vorschrift erhoben würden, nur aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung an die Gesundheitsbehörden übermittelt werden.

Die Verfassungsrichter führten aus, dass durch die Vorschrift persönliche Daten nicht nur beim Besuch von Gaststätten erhoben würden, sondern auch bei Gottesdiensten sowie politischen und gesellschaftlichen Zusammenkünften. Damit sei die Kontaktnachverfolgung durchaus geeignet, "Bürgerinnen und Bürger von der Ausübung grundrechtlicher Freiheiten entscheidend abzuhalten und Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile zu erstellen".

Ungarn macht Grenzen dicht

16.59 Uhr: Ungarn schließt angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Ausland vom 1. September an seine Grenzen für ausländische Touristen. Das gab die Regierung in Budapest bekannt. Einreisen dürfen nur noch ungarische Staatsbürger, Ausländer müssen dazu einen triftigen Grund angeben. Die meisten neuen Infektionen in Ungarn seien aufgrund von Ansteckungen im Ausland festgestellt worden, sagte Regierungssprecher Gergely Gulyas.

In Ungarn mit einer Bevölkerung von rund zehn Millionen Menschen lag die Zahl der Neuinfektionen am Donnerstag bei 132 binnen 24 Stunden. Derzeit gilt Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen mit Ausnahme von Gaststätten, auch Abstände müssen eingehalten werden.

Kekulé fordert Einsatz von Schnelltests in Deutschland

16.27 Uhr: Der Mikrobiologe Alexander Kekulé hat den Einsatz sogenannter Schnelltests im Kampf gegen die Pandemie gefordert. Solche Tests sollten etwa über den freien Verkauf in Apotheken für jeden in Deutschland verfügbar gemacht werden, sagte der Experte "Zeit Online". Er räumte zugleich ein, dass sie vielfach unzuverlässig arbeiteten. Manche Verfahren würden eine Infektion in einem von fünf Fällen nicht anzeigen.

Teils liege die Quote sogar noch höher, sagte der Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Das präzise PCR-Testverfahren, das derzeit zu Identifizierung von Erkrankten genutzt werden, sei aber zu langsam. Die Kapazitäten reichten für die in der aktuellen Pandemiephase nötigen Massentests nicht aus.

Luftfahrt lehnt verschärfte Quarantäne für Flugreisende ab

16.00 Uhr: Die Pläne zur verschärften Quarantäne von Reiserückkehrern haben in der Luftfahrt zu massiven Protesten geführt. Die Verbände BDL und ADV nannten die von Oktober an geplanten Maßnahmen "unverhältnismäßig", weil eine mindestens fünf Tage lange Quarantäne mit einem abschließenden negativen Corona-Test einen erneuten Lockdown des Flugbetriebs bedeute.

Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidenten der Länder vom Donnerstag wird für Rückkehrer aus Risikogebieten die alte Regelung eines Pflichttests bei der Einreise mindestens noch bis zum 1. Oktober weiter bestehen. Für die übrigen Heimkehrer sollen die kostenlosen Tests ab dem 16. September entfallen.

Niederlande stoppen Nerz-Zucht

15.55 Uhr: Nach Infektionen auf zahlreichen Nerz-Farmen haben die Niederlande das vorzeitige Ende der Pelztierzucht angekündigt. Zum 1. März 2021 müssen alle Zuchtbetriebe stoppen, kündigte die Regierung an. Ein Verbot der Zucht war nach einem Gerichtsurteil bereits früher beschlossen worden, doch das sollte erst 2024 in Kraft treten. Auf mehr als 40 Nerz-Farmen waren Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. In mehreren Fällen waren auch Menschen angesteckt worden. Alle Tiere der betroffenen Betriebe waren getötet worden.

Experten befürchteten, dass die Pelztier-Farmen Infektionsherde bleiben und auch für Menschen eine dauerhafte Gefahr sein könnten. In den Niederlanden gibt es noch rund 150 Zuchtbetriebe vor allem in der Provinz Nord-Brabant im Südosten 

Prostitution in Niedersachsen erlaubt

15.37 Uhr: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die von der Landesregierung wegen der Pandemie angeordnete Schließung von Bordellen und ähnlichen Einrichtungen außer Vollzug gesetzt. Das teilte eine Sprecherin mit. Das gelte auch für die Straßenprostitution. Ein vollständiges Verbot sei unverhältnismäßig, weil mildere Maßnahmen für den Infektionsschutz bereit stünden, erklärte sie zu einem der Beschlüsse vom 28. August.

Macron warnt erneut vor Grenzschließungen

15.14 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut vor Grenzschließungen in Europa im Kampf gegen das Coronavirus gewarnt. Die Schließung von Grenzen zwischen zwei Ländern mache keinen Sinn, wenn es Gebiete mit aktiver Virus-Zirkulation gebe, die identifiziert seien, sagte er beim Besuch des Pharmaunternehmens Seqens in Villeneuve-la-Garenne bei Paris. "Lassen Sie uns in dieser Frage nicht die Fehler von März wiederholen", warnte er. Macron erinnerte an die zahlreichen Grenzgänger, die von generellen Beschränkungen betroffen wären - auch wenn sie zum Beispiel in keinem der beiden Länder in einem Risikogebiet unterwegs sind.

Erstmals wieder Freitagsgebete in ägyptischen Moscheen

Ein Gläubiger betet während der ersten Freitagsgebete seit März in der Al-Azhar-Moschee in Kairo

Ein Gläubiger betet während der ersten Freitagsgebete seit März in der Al-Azhar-Moschee in Kairo

Foto: MOHAMED ABD EL GHANY / REUTERS

15.02 Uhr: Ägyptens Moscheen haben nach einer fünfmonatigen Sperre wegen der Pandemie zum ersten Mal wieder für die Freitagsgebete geöffnet. Für die Gläubigen galten dabei strenge Gesundheitsvorschriften. Sie mussten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstandsregeln einhalten und eigene Gebetsteppiche mitbringen. Die Behörden wiesen die Prediger an, ihre Predigten vor den Gebeten auf eine maximale Länge von zehn Minuten zu begrenzen.

Ägypten hatte im März die Moscheen geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. In diese Zeit fiel auch der für Muslime sehr wichtige Fastenmonat Ramadan.

Indische Polizei geht gegen Schwarzhandel mit Masken vor

14.30 Uhr: Die indische Polizei geht gegen einen massiven Schwarzhandel mit gebrauchten Masken und Schutzhandschuhen vor. Wie die Polizei in der westindischen Stadt Navi Mumbai mitteilte, beschlagnahmte sie bei einer Schwarzhändler-Bande 3,8 Millionen Einmal-Handschuhe, die für den Wiederverkauf gewaschen, getrocknet und neu verpackt worden waren.

Die Schwarzhändler hätten tonnenweise gebrauchte Handschuhe aus dem Müll mehrerer Krankenhäuser gefischt, sagte der ermittelnde Beamte Subhash Nikam der Nachrichtenagentur AFP. Über Zwischenhändler seien bereits tausende dieser Handschuhe zu Schleuderpreisen weiterverkauft worden. Den insgesamt vier Beschuldigten wird nun Betrug und die Verbreitung einer ansteckenden Krankheit zur Last gelegt.

Fünf weitere Corona-Fälle in Asyl-Einrichtung

14.16 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in der unter Quarantäne stehenden Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Hermeskeil (Kreis Trier-Saarburg) hat sich auf acht erhöht. Bei der Auswertung der Tests von direkten Kontaktpersonen seien seit dem Vortrag fünf weitere Infektionen hinzugekommen, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier mit. Den Betroffenen gehe es soweit gut. Die AfA mit 519 Bewohnern steht wegen der Infektionen seit Mittwochnachmittag unter Quarantäne.

Gericht kippt Verbot von Demonstration gegen Corona-Politik

13.41 Uhr: Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Verbotsverfügung der Polizei für eine geplante Demonstration gegen die Corona-Politik gekippt. Die Veranstaltung am Samstag könne unter Auflagen stattfinden. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Erfahren Sie hier mehr.

3000 Polizisten gegen verbotene Demonstration

13.33 Uhr: Die Berliner Polizei will die bislang verbotene Demonstration gegen die Corona-Politik am Samstag mit einem Großaufgebot von 3000 Polizisten verhindern. Sollte sie aber von Gerichten erlaubt werden, sollen strenge Bestimmungen für die Teilnehmer zum Schutz vor Infektionen erlassen und auch durchgesetzt werden. Das kündigte der Einsatzleiter Stephan Katte am Freitag auf einer Pressekonferenz an. Sollten sich die Demonstranten nicht an Abstands- und Maskenregeln halten, werde man die Demonstration "zügig" auflösen.

Wie viele Menschen genau erwartet würden, sei schwer zu sagen, hieß es von Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Sie sprach von maximal 30.000 Demonstranten. Möglicherweise würden aber auch viele durch das Verbot von der Anreise abgehalten.

US-Konzern startet Impfstoff-Test in Spanien, Deutschland und Niederlanden

13.10 Uhr: Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will einen möglichen Corona-Impfstoff nach Angaben des spanischen Gesundheitsministers Salvador Illa in Spanien, Deutschland und den Niederlanden testen. Die klinische Studie der Phase II werde nächste Woche starten und zwei Monate dauern, sagt Illa. Insgesamt würden 550 Probanden in den drei Ländern teilnehmen. Bei einer Phase-II-Studie wird die Wirksamkeit und Sicherheit eines Wirkstoffs in der Regel an mehreren hundert Menschen getestet, bei Erfolg folgt eine Phase-III-Studie mit mehreren tausend Probanden.

Slowakei setzt weitere Länder auf Quarantäneliste

12.59 Uhr: Die Slowakei weitet ihre Quarantänepflicht auf Reisende aus Kroatien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Malta aus. Ab dem 01. September müssen Rückkehrer aus diesen Ländern für zehn Tage in Selbstisolation, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Verkürzt werden kann die Zeit nur, wenn frühestens fünf Tage nach Einreise in die Slowakei ein negativer Test vorliegt. Das Ministerium rät zudem von Reisen nach Griechenland ab, ebenso wie von Besuchen der tschechischen Hauptstadt Prag, der österreichischen Hauptstadt Wien und Teilen Großbritanniens.

Indonesien verzeichnet Höchstwert an Neuinfektionen

12.28 Uhr: Indonesien hat den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert an Neuinfektionen verzeichnet. Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden 3003 neue Fälle gemeldet. Insgesamt gab es damit seit Beginn der Pandemie fast 166.000 bestätigte Infektionen. Schon am Donnerstag war ein Rekordwert von mehr als 2700 neuen Fällen verzeichnet worden.

In Südostasien ist der Inselstaat nach den Philippinen am stärksten betroffen. Gleichzeitig meldeten die Behörden in Jakarta 105 neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19. Die Gesamtzahl kletterte auf knapp 7200.

Zahl der Neuinfektionen in Israel wieder über 2000

12.27 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Israel ist erstmals seit einem Monat wieder über 2000 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Vortag 2068 neue Fälle gemeldet. Zuletzt hatte die Zahl am 28. Juli mit 2129 die 2000er-Marke überschritten.

Die Pandemie war in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich verlaufen. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellte die Zahl der Fälle jedoch in die Höhe. In den vergangenen Wochen hatte sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen etwas stabilisiert.

Amsterdam und Rotterdam schaffen Maskenpflicht ab

11.55 Uhr: Amsterdam und Rotterdam heben die Maskenpflicht für belebte Plätze zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf. Ab Montag muss in den Einkaufsstraßen, auf Märkten und auch im Rotlichtviertel keine Maske mehr getragen werden. Das kündigten die beiden niederländischen Städte an.

Die Städte hatten die Maskenpflicht Anfang August angesichts schnell steigender Infektionen eingeführt. Durch den Zustrom von Touristen und inländischen Besuchern konnte in großen Teilen der Innenstädte der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Die Behörden erwarten, dass sich die Lage durch das kühlere Wetter und das Ende der Hochsaison verbessert.

Rekord an Neuinfektionen auf den Kanaren

11.54 Uhr: Auf den Kanarischen Inseln ist ein neuer Rekord an Neuinfektionen registriert worden. Die regionalen Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstagabend 338 neue Fälle binnen 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit dem Ausbruch der Pandemie im März. Die zu Spanien gehörenden Atlantik-Inseln müssen nun befürchten, ihre Sonderstellung zu verlieren und wie das gesamte Land - darunter auch die Balearen - von Deutschland auf die Liste der Risikogebiete gesetzt zu werden. Die damit verbundene Reisewarnung würde der bereits schwer angeschlagenen Tourismusbranche, die zu circa 35 Prozent des Regionaleinkommens beiträgt, den "Todesstoß versetzen", wie Medien am Freitag warnten.

Merkel: Kommende Monate könnten schwieriger werden

11.38 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen darauf eingestimmt, dass sich die Corona-Pandemie im Herbst und Winter wieder stärker auf das alltägliche Leben auswirken könnte. "Man muss damit rechnen, dass Manches in den nächsten Monaten noch schwieriger sein wird als jetzt im Sommer", sagte die CDU-Politikerin zum Auftakt ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz am Freitag in Berlin.

Alle hätten im Sommer durch das "Leben draußen" Freiheiten und einen relativen Schutz vor Aerosolen, die das Virus übertragen könnten, genossen. "In den nächsten Monaten wird es jetzt darauf ankommen, die Infektionszahlen niedrig zu halten, wenn wir uns wieder drinnen aufhalten - an Arbeitsplätzen, in Schulen und in Wohnungen", sagte Merkel. Weltweit arbeiteten Forscher auf Medikamente und einen Impfstoff hin, aber noch sei beides nicht gefunden.

"Wir werden noch länger mit diesem Virus leben müssen, und deshalb ist meine Grundhaltung eine der Wachsamkeit, der Aufmerksamkeit. Gerade jetzt, da die Infektionszahlen wieder so deutlich über die letzten Wochen gestiegen sind", sagte Merkel. "Es bleibt dabei: Es ist ernst, unverändert ernst - und nehmen Sie es auch weiterhin ernst." Lesen Sie hier mehr. 

Junge Menschen in Niedersachsen besonders betroffen

11.36 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Niedersachsen steigt weiter - hauptbetroffen sind derzeit junge Menschen. In den vergangenen sieben Tagen kam landesweit 552 Fälle neu hinzu - etwa ein Viertel davon sind im Alter zwischen 20 und 29 Jahren. "An den Krankenhauszahlen können wir deutlich ablesen, dass im Moment die Generation der über 60-Jährigen von diesen steigenden Zahlen nicht so betroffen ist", sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabes der Landesregierung, Claudia Schröder. Die Kliniken im Land seien derzeit kaum durch die Pandemie belastet, 22 Menschen würden aktuell auf einer Intensivstation behandelt.

Proteste in Indien gegen Uni-Zulassungsprüfungen

Die Prüfungen entscheiden über das Schicksal von mehr als zwei Millionen Indern

Die Prüfungen entscheiden über das Schicksal von mehr als zwei Millionen Indern

Foto: RUPAK DE CHOWDHURI / REUTERS

11.18 Uhr: Mit internationaler Unterstützung kämpfen junge Inder für eine Verschiebung der Hochschul-Zulassungsprüfungen für Medizin und Ingenieurwissenschaften. Sie befürchten, sich bei den Prüfungen oder auf dem Weg dorthin mit Corona anzustecken und das Virus in ihre Familien zu tragen. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg nannte die Organisation der Prüfungen in dieser Konstellation auf Twitter zutiefst unfair. Ihre deutsche Kollegin Luisa Neubauer schrieb: "Es ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, weltweit kommt Support."

Die Prüfungen entscheiden über das Schicksal von mehr als zwei Millionen Indern. Mit einem guten Resultat können Prüflinge an einer der besten Universitäten studieren und damit in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit leichter eine Arbeit finden. Viele lernen Jahre für die Aufnahmeprüfungen. Die meisten leben in Großfamilien, wo sich das Virus leicht verbreiten kann.

CDU-Vizechef Strobl fordert Lockerungen

10.54 Uhr: Einen Tag nach dem Bund-Länder-Beschluss zu den Schutzmaßnahmen hat CDU-Vizechef Thomas Strobl Lockerungen der Auflagen gefordert. "Die Gesellschaft lebt nicht nur von Wirtschaft allein, auch Kultur und Sport gehören dazu", sagte Strobl dem "Handelsblatt". Im Widerspruch zu dem Bund-Länder-Beschluss vom Vortag forderte er etwa, Fußballspiele wieder mit Zuschauern zu ermöglichen. Auch Fußballspiele mit Zuschauern ließen sich organisieren, "wenn alle die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten".

Mit Verweis auf die Vielzahl neuer Erkenntnisse zum Virus forderte Strobl, "in eine neue Phase zu kommen und in langen Linien zu denken". "Wir müssen weg vom akuten Krisenmanagement nach dem Motto: Heute so und morgen anders."

Österreichs Kanzler verbreitet Hoffnung auf Normalität

10.43 Uhr: Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in einer Grundsatzerklärung zur Coronakrise Hoffnung auf eine absehbare Rückkehr zur Normalität gemacht. "Es gibt schon langsam Licht am Ende des Tunnels", sagte Kurz. Die Fortschritte bei Impfungen, Therapien und Tests sollten dies möglich machen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Coronakrise kürzer dauern werde, als viele Experten ursprünglich vorhergesagt hätten. Kurz stützt sich auf Gespräche mit Gesundheitsexperten, Forschern und Pharmaunternehmen in den vergangenen Wochen.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz: "Es gibt schon langsam Licht am Ende des Tunnels"

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz: "Es gibt schon langsam Licht am Ende des Tunnels"

Foto:

Georg Hochmuth / dpa

Es sei aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich, dass die Menschen im nächsten Sommer zur gewohnten Normalität zurückkehren könnten, sagte der Regierungschef. Das Virus habe sich bereits vielfach verändert. Es könne sein, dass es einerseits ansteckender, aber andererseits auch harmloser geworden sei. Klar sei aber auch, dass der Herbst und der Winter noch einmal eine schwierige Phase bedeuten könnten.

Schwedens Wirtschaft hält sich besser als in anderen Staaten

10.18 Uhr: In Schweden ist die Wirtschaft zwar eingebrochen, der konjunkturelle Rückschlag war in den Monaten April bis Juni aber weniger schlimm als in anderen europäischen Staaten. So hatte Schweden weniger strikte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eingeführt. Im zweiten Quartal schrumpfte die schwedische Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 8,3 Prozent, wie die schwedische Statistikbehörde mitteilte.

Es handelt sich damit um den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung von Quartalszahlen im Jahre 1980. Analysten hatten einen Konjunktureinbruch erwartet und waren von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 8,6 Prozent ausgegangen. Lesen Sie hier, wie unterschiedlich Europa die erste Welle meisterte.

Mann wegen Verstößen 17 Tage in Haft

10.17 Uhr: In Augsburg musste ein Mann wegen 15 Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz für 17 Tage in Haft. Das berichtet die "Passauer Neue Presse"  unter Berufung auf Angaben aus dem bayerischen Innenministerium. Der Mann sei "völlig uneinsichtig" gewesen, heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Registriert sind in der Statistik ausschließlich Fälle bis zum 28. April. Fünf Personen - darunter auch Jugendliche - seien demnach zwischen eineinhalb und zwölf Tagen festgehalten worden. Den Angaben des Ministeriums wurden zwischen dem Erlassen der Ausgangsbeschränkungen am 21. März bis zum besagten Stichtag landesweit über 40.000 Anzeigen erstellt.

New Yorker Museum of Modern Art wieder geöffnet

09.43 Uhr: Nach fast sechsmonatiger Pause hat das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) wieder geöffnet. Nach der Wiedereröffnung am Donnerstag spazierten allerdings nur einige wenige Besucher durch die Ausstellungsräume - und konnten die weltberühmten Werke von Künstlern wie Monet, Van Gogh und Warhol ohne die sonst üblichen Besuchermassen genießen.

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Die Besucher müssen vorab Eintrittskarten mit festen Zeitfenstern buchen, pro Stunde werden nur hundert Menschen ins Museum gelassen. New Yorks größtes Museum, das Metropolitan Museum of Art, will am Samstag ebenfalls wieder öffnen. Die meisten anderen Museen in der US-Metropole bleiben aber noch bis Anfang Oktober geschlossen.

Maskenpflicht nun überall in Paris

Die neue Maskenpflicht gilt nun auch in den an Paris grenzenden Départements Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne

Die neue Maskenpflicht gilt nun auch in den an Paris grenzenden Départements Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne

Foto: LUDOVIC MARIN / AFP

09.38 Uhr: Seit Freitagmorgen müssen die Menschen überall in Paris unter freiem Himmel eine Maske tragen - doch die Regeln sind nicht so streng wie ursprünglich vorgesehen. Wer eine körperliche Aktivität wie Joggen oder Radfahren ausübe, bleibe von der Maskenpflicht befreit, teilte die Pariser Polizeipräfektur mit. Man werde die neue Regel nun erst mal im Rahmen einer Aufklärungskampagne umsetzen. Verwarnungen würden mit Augenmaß ausgesprochen.

Zuvor hatte das Pariser Rathaus gegen die Maskenpflicht auf dem Rad protestiert. "Wir halten es für eine schlechte Entscheidung", sagte Vizebürgermeister Emmanuel Grégoire dem Sender BFM Paris. "Es schreckt davon ab, ein Fahrrad zu benutzen. In diesem Punkt sind wir nicht einer Meinung." Die Polizeipräfektur lenkte kurze Zeit später ein.

Aida Cruises verschiebt Saisonbeginn auf November

09.21: Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat den Beginn der Saison 2020/2021 wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. Wie das Unternehmen berichtete, soll das Programm nun am 1. November mit einer siebentägigen Reise der "Aidamar" rund um die Kanarischen Inseln aufgenommen werden. Sechs Tage später folge die "Aidaperla" ebenfalls auf den Kanaren. Für Mitte Dezember sei dann der Neustart im westlichen Mittelmeer mit der "Aidastella" geplant. Gleichzeitig solle die "Aidaprima" ihre Reise in den Vereinigten Arabischen Emiraten starten.

Französische Wirtschaft um fast 14 Prozent eingebrochen

09.02 Uhr: Die französische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie deutlich stärker abgestürzt als die deutsche. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 13,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee eine frühere Schätzung bestätigte. Konsum, Exporte und Investitionen brachen jeweils ein. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft büßte im Frühjahr 9,7 Prozent ein. Der landesweite Lockdown zur Eindämmung der Pandemie hatte weite Teile der französischen Wirtschaft lahmgelegt: Geschäfte und Hotels mussten bis 11. Mai schließen. Cafés und Restaurants durften erst ab 2. Juni wieder aufmachen.

Spahn fordert Länder zu schärferer Kontrolle von Corona-Regeln auf

08.50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Länder dazu aufgerufen, die Einhaltung der Corona-Regeln strenger zu kontrollieren. "Beim Vollzug ist sicher mehr möglich", sagte Spahn nach den Bund-Länder-Spitzenberatungen vom Donnerstag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Spahn äußerte sich in einem Doppelinterview mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet  (CDU). Laschet sagte, er wünsche sich eine "Vollzugsoffensive" gegen Corona-Sünder für ganz Deutschland. "Gegen kalkulierten Rechtsbruch muss auch hier das Nulltoleranz-Prinzip gelten", sagte Laschet.

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Donnerstag in Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein bundesweites Bußgeld - mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt - von mindestens 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht beschlossen. Die Umsetzung obliegt den Ländern.

Maskenkontrolle in einem Regionalzug zwischen Leipzig und Halle (Archivbild vom 18. August)

Maskenkontrolle in einem Regionalzug zwischen Leipzig und Halle (Archivbild vom 18. August)

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Gewerkschaft: Zugbegleiter können Maskenkontrollen nicht leisten 

08.33 Uhr: Die Bahngewerkschaft EVG hat die Absicht von Bund und Ländern kritisiert, gegen Maskenverweigerer in Zügen ein erhöhtes Beförderungsentgelt zu verhängen. Dafür bedürfte es dann anders als beim bisherigen Bußgeld nicht mehr eines Einsatzes von Polizisten, sondern es könnte durch Zugbegleiter verhängt werden. "Das ist ein Trick, den die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten da versuchen, nämlich die staatlichen Aufgaben abzuwälzen", sagte die Bundesgeschäftsführerin der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Cosima Ingenschay, am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Gewerkschaftschef Klaus-Dieter Hommel hatte der "Bild"-Zeitung am Vorabend gesagt: "Die heutige Entscheidung der Ministerpräsidenten gefährdet Leben und Gesundheit Tausender Zugbegleiter."

Ingenschay erklärte, die Zugbegleiter seien bereits jetzt Übergriffen ausgesetzt und hätten in vielen Fällen Ärger, wenn sie auf die Maskenpflicht hinwiesen. Aus Gewerkschaftssicht seien die Kontrollen Aufgabe der Bundespolizei. 

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Ukraine meldet mehr Fälle - trotz neuer Beschränkungen

08.15 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in der Ukraine trotz der diese Woche verschärften Beschränkungen aus. Binnen 24 Stunden wurden 2438 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie nie zuvor. Insgesamt wurden den Behörden zufolge 114.497 nachgewiesene Ansteckungsfälle und 2451 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Bis 28. September verwehrt die Ukraine Menschen aus den meisten Ländern die Einreise. Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wurden bis Ende Oktober verlängert.

Steigende Infektionszahlen verunsichern Verbraucher

08.00 Uhr: Reisewarnungen und die steigenden Corona-Infektionszahlen dämpfen nach Ansicht von Experten die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland wieder etwas. "Das hat viele Verbraucher verunsichert", sagte Rolf Bürkl vom Konsumforschungsunternehmen GfK in Nürnberg bei der Vorstellung der Konsumklimastudie für den Monat August. In den vergangenen drei Monaten hatte sich das Konsumklima vom Schock der Coronakrise erholt. Eine Trendumkehr sieht Bürkl derzeit aber nicht: "Der Erholungskurs legt eine kleine Pause ein."

Im September liegt das Konsumklima nach den Prognosen der GfK-Forscher bei minus 1,8 Punkten - nach minus 0,2 Punkten im August. Im Frühjahr hatte dieses Barometer noch bei einem historischen Tiefpunkt von rund minus 23 Punkten gelegen. Wie sich das Konsumverhalten in der nächsten Zeit entwickele, hänge stark von den weiteren Infektionszahlen und den Maßnahmen der Politik ab, sagte Bürkl. Die Studie "GfK-Konsumklima MAXX" basiert auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews im Auftrag der EU-Kommission. Das Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben.

Studie: Blutverdünner können offenbar Sterberisiko bei Covid-19 senken

06.20 Uhr: Blutverdünner können bei Covid-19-Patienten offenbar das Sterberisiko deutlich senken. Das berichten US-Mediziner nach einer Studie mit knapp 4400 Teilnehmern im "Journal of the American College of Cardiology". Demnach ging die Behandlung mit Blutverdünnern - unter Berücksichtigung des Zustands der Patienten - mit einer etwa halbierten Todesrate einher. Zudem war das Risiko für eine künstliche Beatmung um etwa 30 Prozent reduziert, wie die Gruppe um Valentin Fuster vom Mount Sinai Hospital  in New York schreibt.

"Als Ärztin, die Covid-19-Patienten an vorderster Front behandelt hat, weiß ich, wie wichtig es ist, Antworten darauf zu haben, was die beste Behandlung für diese Patienten bedeutet", wird Co-Autorin Anuradha Lala in einer Mitteilung der Klinik zitiert. Sie und ihre Kollegen hatten Patientendaten aus fünf Krankenhäusern der Mount-Sinai-Gruppe in New York von März und April analysiert.

Bevölkerungsschützer hoffen auf Corona-Effekt bei Bürgern 

06.05 Uhr: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hofft, dass die Corona-Pandemie das Krisenbewusstsein der Deutschen schärft. "Wir können derzeit noch nicht wissenschaftlich belegen, ob die Coronakrise eine Verhaltensänderung mit sich bringt", sagte der Präsident des Bundesamts, Christoph Unger, der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wir wünschen es uns und wir arbeiten dafür."

Es gebe noch viel zu tun in der Krisenvorsorge, sagte Unger. Der BBK-Präsident ist überzeugt, dass sich Katastrophenfälle künftig häufen werden - schon wegen des Klimawandels. Erdbeben, Hochwasser, Stromausfälle - die Menschen müssten für den Notfall vorsorgen. "Die Deutschen vertrauen sehr stark darauf, dass der Staat immer zur Hilfe kommt." So hätten die wenigstens Menschen Vorräte für zehn Tage zu Hause, wie es das Bundesamt empfiehlt. Wer keine Reserven daheim habe, der kaufe dann panisch Klopapier wie zu Hochzeiten der Coronakrise.

Das BBK unterstützt es, wenn Menschen sich auf Katastrophenszenarien vorbereiten. Klar wolle er keine Panik schüren, sagte Unger. Aber: "Wir dürfen die Menschen nicht einlullen." Er fühle sich in seiner Rolle manchmal wie die Figur Kassandra aus der griechischen Mythologie. "Die hat ja auch immer auf irgendwelche Dinge hingewiesen - und keiner hat ihr geglaubt."

Indien meldet mit 77.266 Neuinfektionen Rekordanstieg

06.28 Uhr: In Indien haben die Behörden 77.266 Neuinfektionen registriert - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Insgesamt sind damit 3,39 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Innerhalb eines Tages seien 1057 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl steigt damit auf 61.529. Nach den USA und Brasilien verzeichnet Indien die höchste Infektionszahl weltweit.

Umfrage: Corona verunsichert Jugend bei Ausbildung

05.45 Uhr: Die Coronakrise verunsichert einer Umfrage zufolge viele junge Menschen mit Blick auf ihre Ausbildungschancen. In einer repräsentativen Erhebung unter 14- bis 20-Jährigen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung meinten 61 Prozent der rund 1700 Befragten, durch die Pandemie hätten sich die Chancen auf eine Ausbildung verschlechtert. Bezogen auf ein Studium fiel diese Befürchtung mit 23 Prozent deutlich geringer aus, wie aus der am Freitag veröffentlichten Untersuchung hervorgeht.

Ein Drittel der vom Meinungsforschungsinstitut iconkids & youth im Juli Befragten hat den Eindruck, es gebe zu wenig Ausbildungsplätze. Es zeige sich zugleich, dass eine Ausbildung nach wie vor sehr attraktiv für junge Leute sei. Die Stiftung forderte eine Ausbildungsgarantie, die Jugendlichen in Krisenzeiten Sicherheit gebe und im Bedarfsfall fehlende Ausbildungsplätze kompensiere.

Coronavirus stellt Verbraucherschützer vor neue Rechtsfragen

05.15 Uhr: Verbraucherschützer in Deutschland haben durch die Coronakrise mehr Arbeit - und müssen häufig juristisches Neuland betreten. Zwischen März und Juli seien beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) fast so viele Anfragen und Beschwerden eingegangen wie im ganzen Jahr 2019, teilte das EVZ in Kehl mit. Im Vorjahr seien es 12.351 gewesen, zwischen März und Juli dieses Jahres bereits 11.437.

Viele Anfragen habe es wegen der Reisewarnungen und der dadurch stornierten Buchungen gegeben, sagte Karolina Wojtal, Leiterin des EVZ, der Deutschen Presse-Agentur. Das Zentrum berät Verbraucher zu grenzüberschreitenden Belangen innerhalb der EU.

"Corona stellt uns vor Rechtsfragen, die wir so noch nicht kannten", sagte Wojtal. Die Verbraucherschützer wüssten häufig nicht, wie ein Gericht entscheiden könnte, weil es bisher nichts Vergleichbares gegeben habe. Entsprechend schwierig sei es deshalb, auf die Vielzahl der Anfragen im Zusammenhang mit Corona eine passende Antwort zu finden.

WHO: Herdenimmunität bei Coronavirus nur durch Impfung sicher

04.45 Uhr: Die Weltbevölkerung kann nachhaltig vor dem Coronavirus nur durch umfangreiche Impfungen geschützt werden - das hat die Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Maria Van Kerkhove, am Donnerstag gesagt. Es sei keine Option, auf eine umfangreiche Immunität dadurch zu hoffen, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Erreger infizieren. Dafür müssten sich sehr viele Menschen infizieren, viele würden schwer krank und müssten in Krankenhäuser. "Herdenimmunität auf natürlichem Wege zu erreichen ist gefährlich, weil viele Menschen sterben würden", sagte Van Kerkhove.

"Es gibt keine einzige Infektionskrankheit, die unter Kontrolle gebracht wurde, indem man auf natürliche Immunität gesetzt hat", so die WHO-Chef-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Zudem würde es sehr lange dauern, bis genügend Menschen infiziert seien. Nur eine Impfung könne die gewünschte Immunität schnell erreichen. Das Konzept der natürlichen Herdenimmunität verfolgen in verschiedener Ausprägung etwa Brasilien und Schweden. Großbritannien ist nach anfänglichen Plänen davon abgerückt.

Havanna verhängt nächtliche Ausgangssperre

04.15 Uhr: Angesichts wieder stärker steigender Infektionszahlen hat Kubas Hauptstadt Havanna eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zudem werden Reisen in andere Provinzen des Landes verboten, wie Gouverneur Reinaldo García Zapata im Staatsfernsehen mitteilte. Die neuen Maßnahmen sollen am 1. September für 15 Tage in Kraft treten. Kuba hatte den Coronavirus-Ausbruch bis Ende Juni größtenteils eingedämmt und die Schutzmaßnahmen dann gelockert. Sechs Wochen später wurden sie jedoch wieder verschärft, nachdem die Infektionsfälle wieder sprunghaft angestiegen waren, vor allem in Havanna.

Kubanische Flagge in Havanna

Kubanische Flagge in Havanna

Foto:

Jane Barlow/PA Wire/dpa

Beamtenbund: Enormer Mehraufwand wegen Corona-Verschärfungen

03.45 Uhr: Der Beamtenbund dbb rechnet mit Mehraufwand für Polizei und Behörden für die Durchsetzung der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in der Größenordnung von mehreren Tausend Stellen. "Es kommt eine Menge Arbeit auf die Kolleginnen und Kollegen, vor allem bei Polizei, Ordnungs- und Gesundheitsämtern zu", sagte der Vorsitzende von dbb beamtenbund und tarifunion, Ulrich Silberbach, der Deutschen Presse-Agentur.

Silberbach begrüßte die beschlossenen Maßnahmen. Sie könnten helfen, einen zweiten großen Lockdown zu verhindern. Bund und Länder hatten am Donnerstag eine Verlängerung und teilweise Verschärfung der Schutzmaßnahmen beschlossen. Etwa die Bußgeldabwicklung oder die Kontrolle der Quarantäneregelungen würden ganz schön aufwendig, sagte der dbb-Chef. Ohne Kontrolldruck könne der Staat die Wirksamkeit der Maßnahmen kaum sicherstellen. "Die Stimmung bei manchen geht ja leider momentan eher in Richtung Regelbruch."

Der dbb fordere jetzt natürlich nicht sofort wieder neue Stellen, sagte Silberbach. Die Krise gehe hoffentlich bald vorbei. "Aber - und das möchte ich wenige Tage vor Beginn der Einkommensrunde  Bund und Kommunen sehr nachdrücklich anmerken - die Beschäftigten brauchen gerade unter Pandemiebedingungen einen Motivationsschub und keine Reallohnverluste." An diesem Dienstag beginnen in Potsdam die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen.

Corona-Empfehlungen beim Parteitag der Republikaner nicht eingehalten

03.15 Uhr: Zum Abschluss des Parteitags der US-Republikaner haben die Organisatoren Empfehlungen zum Schutz vor Corona-Infektionen nicht eingehalten. Im Garten des Weißen Hauses versammelten sich am Donnerstagabend nach US-Medienberichten rund 1500 Gäste, um die Ansprache von US-Präsident Donald Trump zu hören. Die Stühle standen dabei dicht an dicht, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die meisten Gäste trugen keine Schutzmasken. Einige schüttelten in der dicht gedrängten Menge vor Beginn der Veranstaltung Hände.

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Das Wahlkampfteam teilte mit, Gesundheitsexperten hätten mit den Republikanern zusammengearbeitet, um zu gewährleisten, dass der Sicherheit von Personen beim Parteitag Rechnung getragen werde. Die strengen Protokolle stünden in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC.

US-Präsidentschaftskandidat Biden will bald mit Wahlkampfreisen beginnen

02.45 Uhr: US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat angekündigt, trotz der Coronakrise bald Wahlkampfreisen aufnehmen zu wollen. Er plane Besuche in für die Wahl wichtigen Schlüsselstaaten wie Wisconsin, Minnesota, Pennsylvania und Arizona, sagte der Demokrat am Donnerstag. Der 77-Jährige betonte zugleich, die Corona-Vorgaben der Bundesstaaten etwa für die maximale Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen strikt einhalten zu wollen.

Anders als Präsident Donald Trump wolle er "verantwortungsvoll" handeln, sagte Biden. Mit den Reisen will er nach eigenen Angaben nach dem Feiertag Labor Day beginnen, der am 7. September begangen wird.

Der frühere Vizepräsident fährt in der Coronakrise einen vorsichtigen Kurs. Seinen Heimatstaat Delaware hat er seit Beginn der Ausbreitung des Virus in den USA kaum verlassen. Ende Juni hatte Biden angekündigt, vorerst auf Wahlkampfauftritte vor großem Publikum wegen des Ansteckungsrisikos verzichten zu wollen.

Streit um Urlaubsrückkehrer: "Ein Test bei der Einreise ist eigentlich Unsinn"

02.15 Uhr: Gerade erst eingeführt, schon wieder abgeschafft: Das Hin und Her um die Testpflicht für Reiserückkehrer zeigt, wie schwer sich die Politik tut, den richtigen Kurs in der Coronakrise zu finden. Lesen Sie hier den ganzen Text. 

Ärztepräsident fordert, dass Polizei Quarantäne überwacht

01.45 Uhr: Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen nach dem Willen von Ärztepräsident Klaus Reinhardt bei ihrer häuslichen Quarantäne durch Polizei oder Ordnungsämter überwacht werden. "Die Amtsärzte sind voll damit ausgelastet, Infektionsketten nachzuverfolgen und Quarantänemaßnahmen einzuleiten", sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur. "Die Überwachung und die Sanktionierung dieser Maßnahmen müssen andere übernehmen, zum Beispiel Polizei und Ordnungsämter."

Bund und Länder hatten am Donnerstag festgestellt, dass sich Rückkehrer aus Risikogebieten unverzüglich in die eigene Wohnung für eine 14-tägige Quarantäne zu begeben haben. Möglichst ab dem 1. Oktober soll die Selbstisolation vorzeitig beendet werden können - durch einen negativen Test frühestens ab dem fünften Tag nach der Rückkehr.

Kanzleramtschef Braun findet Berliner Demoverbot schwierig

01.15 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hält die Entscheidung der Berliner Polizei, eine für Samstag geplante Großdemonstration zu verbieten, für schwierig. "Was ich sehr schwierig fand und was hier, glaube ich, das große Problem war, dass bei der Begründung der Ablehnung der Demonstration die Absicht der Demonstranten mit in die Argumentation einbezogen worden ist. Und das geht natürlich nicht", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Braun sprach von einer schwierigen Abwägungsfrage bei dem Verbot. "Ich finde, dass auch Corona-Gegner demonstrieren können", sagte der Kanzleramtschef. Man müsse sich dort natürlich auch an Regeln halten.

Die Berliner Polizei hatte die Demonstration untersagt. Bei dem zu erwartenden Teilnehmerkreis sei mit Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung zu rechnen, hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärt, der aber auch angab, "Corona-Leugnern, Reichsbürgern und Rechtsextremisten" keine Bühne bieten zu wollen. Die Veranstalter gehen rechtlich gegen das Verbot vor.

Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, sagte in der Sendung: "Das ist keine Kleinigkeit, die Demonstrations- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Da muss man jedes Mal genau hinschauen." Es gehe nicht darum, wer demonstriere oder wofür oder wogegen demonstriert werde, sondern wie demonstriert werde. Man müsse auch in den Blick nehmen, dass man sich in einer Großstadt befinde und die Teilnehmer dann wieder in öffentliche Verkehrsmittel steigen und Leute treffen.

Brasilien meldet mehr als 44.000 Neuinfektionen

00.30 Uhr: Brasilien hat 44.235 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen binnen 24 Stunden auf mehr als 3,76 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 984 auf 118.649. Brasilien ist nach den USA am schwersten von der Pandemie betroffen.

Mehrere US-Bundesstaaten stellen sich gegen neue Testrichtlinien

00.20 Uhr: In den USA hat das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) am Donnerstag seine Richtlinien aufgeweicht, wer sich einem Coronavirus-Test unterziehen sollte. Mehrere große Bundesstaaten wehren sich nun aber gegen die neuen Empfehlungen. Arizona, Kalifornien, Connecticut, Florida, Illinois, Texas, New Jersey und New York planen weiterhin, Menschen zu testen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnten, aber keine Symptome aufweisen.

Auf der CDC-Website heißt es jedoch, wer sich mindestens 15 Minuten lang nahe einem Infizierten aufgehalten habe, aber selbst keine Symptome zeige, brauche nicht "notwendigerweise" einen Test. Mediziner hatten die Empfehlung des CDC bereits kritisiert.

Ein Sprecher des texanischen Gesundheitsministeriums sagte, man empfehle Tests "bei allen engen Kontakten eines bestätigten Falls, da sie eine frühzeitige Fallidentifizierung bei Menschen mit einem höheren Infektionsrisiko ermöglicht". Eine Änderung dieser Empfehlung sei nicht geplant. Kalifornien und New York machten ähnliche Aussagen. Das Gesundheitsministerium von Florida sagte, dass die Tests wie bisher fortgesetzt würden, die neuen CDC-Empfehlungen würden aber evaluiert.

Berlins Innensenator warnt vor konfliktreichem Wochenende wegen Corona-Demo-Verbot

00.15 Uhr: Wegen des Streits um die verbotene Großdemonstration gegen die Corona-Politik am Samstag in Berlin hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) vor einem konfliktreichen Wochenende in der Hauptstadt gewarnt. "Es gibt eine ganz erhebliche Androhung von Gewalt. Das macht uns ernsthaft Sorgen", sagte Geisel im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" . Die Polizei sei jedoch auf alle Szenarien vorbereitet. Tausende Polizisten seien auch aus anderen Bundesländern und vom Bund zusammengezogen worden.

Seit dem Verbot sehe sich der Innensenat einer Vielzahl von teils massiven Drohungen ausgesetzt, sagte Geisel. Aus Sorge um die Besucher habe er bereits einen lange geplanten Wahlkreisbesuch abgesagt. Die Drohungen überstiegen "in Menge und Aggressivität alles, was ich bisher erlebt habe".

Die Demo-Organisatoren reichten am Donnerstag einen Eilantrag beim Berliner Verwaltungsgericht gegen das Verbot der Veranstaltung ein. Mit einer Entscheidung über den Eilantrag ist am Freitag zu rechnen. Bei einer Niederlage könnten die Veranstalter noch vor das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und dann vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Sollte das Verwaltungsgericht in Berlin das Verbot kippen, kann auch die Berliner Versammlungsbehörde noch vor das Oberverwaltungsgericht ziehen.

Kinderärzteverband will Maskenpflicht für Lehrer im Unterricht

00.05 Uhr: Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich für eine Maskenpflicht für Lehrer auch im Klassenzimmer ausgesprochen. Er halte eine solche Maskenpflicht für das Lehrpersonal "durchaus für sinnvoll", sagte Fischbach der "Welt". Der empfohlene Sicherheitsabstand sei in beengten Klassenräumen oft nicht möglich. "Wenn Sie im Frontalunterricht vor der Klasse stehen, haben Sie aber eine ähnliche Situation wie im Chor. Da können Lehrer zu Superspreadern werden", sagte Fischbach. Er bezeichnete es zugleich als auffällig, "dass es bei den letzten Ausbrüchen an Schulen immer Lehrer waren, die das Virus von außen hereingetragen hatten".

Mit Blick auf die Situation in den Kinderarztpraxen im Herbst betonte Fischbach: "Das Infektionsgeschehen wird auf jeden Fall zunehmen - und uns in Zusammenhang mit der Grippewelle vor große Herausforderungen stellen."

ptz/oka/mjm/caw/dpa/AFP/Reuters
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