+++ News-Update am Mittwoch +++ Frankreich meldet fast 3800 neue Infektionen an einem Tag

Damit erreicht Frankreich einen neuen Höhepunkt der Infektionszahlen seit Ende des Lockdowns. Und: Kuba will ab nächster Woche mit klinischen Tests für einen potenziellen Impfstoff beginnen. Das war der Überblick am 19. August.
Touristen mit Schutzmasken auf der Champs-Elysees in Paris

Touristen mit Schutzmasken auf der Champs-Elysees in Paris

Foto: Kamil Zihnioglu / dpa

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Mexiko offenbar stark an russischem Impfstoff interessiert

22.41 Uhr: Mexiko ist offenbar stark an dem potenziellen russischen Impfstoff "Sputnik V" interessiert. Wie der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard am Mittwoch mitteilte, will die mexikanische Regierung den Impfstoff unbedingt erwerben, sobald die dritte Testphase abgeschlossen ist. Nach einem Treffen mit Russlands Botschafter in Mexiko, Viktor Koronelli, sagte Ebrard auf Twitter, er habe Koronelli das Interesse Mexikos mitgeteilt, dass die dritte Phase durchgeführt werden sollte, "um den Impfstoff so schnell wie möglich in Mexiko zu haben".

Deutsche Corona-App auf 25 Millionen Nutzer ausgelegt

21.47 Uhr: Die Bundesregierung ist bei der Entwicklung der Corona-Warn-App einem Medienbericht zufolge davon ausgegangen, dass weniger als ein Drittel der Bevölkerung die Smartphone-Anwendung nutzen wird. Dies berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Verträge zwischen der Bundesregierung und den beteiligten Unternehmen Telekom und SAP. Bei den Annahmen zum Datenfluss wurde demnach von 25 Millionen Nutzern ausgegangen. Die App sei zudem darauf ausgelegt, dass sich maximal 10.000 Nutzer täglich als infiziert meldeten. Bei der Dimensionierung der App seien die Infektionszahlen aus dem Frühjahr zu Grunde gelegt worden, habe das Gesundheitsministerium auf Nachfrage erklärt. Die App ist seit ihrem Start Mitte Juni von mehr als 17 Millionen Bürgern heruntergeladen worden.

Türkei redet mit Deutschland, China und Russland über Phase-3-Tests

21.13 Uhr: Die Türkei ist mit Deutschland, China und Russland in Gesprächen über Phase-3-Tests für Corona-Impfstoffe, die derzeit in diesen Ländern entwickelt werden. Deutschland und China hätten einen Antrag für solche Studien in der Türkei gestellt, sagt Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Beide Länder hätten bereits Resultate der präklinischen Phasen vorgelegt. Von Russland werde dies noch erwartet.

Kuba will mit klinischen Tests für einen potenziellen Impfstoff beginnen

21.11 Uhr: Kuba will kommende Woche mit den klinischen Tests für einen potenziellen Coronavirus-Impfstoff namens "Soberana 01" beginnen. Er sei vom staatlichen Institut Finlay entwickelt worden, berichten staatliche Medien. Ergebnisse sollten im Februar vorliegen. Der kommunistische Inselstaat ist stolz auf seine Bio-Pharma-Industrie, für die der frühere Revolutionsführer Fidel Castro die Grundlage gelegt hatte. Die Branche produziert bereits mehrere Impfstoffe, die wichtige Devisenbringer für das Land sind.

Frankreich meldet fast 3800 neue Infektionen

21.08 Uhr: Frankreich verzeichnet 3776 neue bestätigte Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Der Sieben-Tage-Schnitt der Neu-Ansteckungen steige damit erstmals seit dem 18. April über die Marke von 2500 Fällen, erklärt das Gesundheitsministerium.

Finanzminister Scholz: "Müssen auch 2021 Ausnahme von Schuldenbremse machen."

19.33 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz rechnet fest damit, dass der Bund auch nächstes Jahr wegen hoher Belastungen durch die Coronavirus-Krise die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse nicht einhalten kann. Der Bund werde 2021 noch einmal von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen müssen, sagt der SPD-Politiker in Berlin. Wegen riesiger Hilfsprogramme und des Konjunkturpakets hat die große Koalition zuletzt die Politik ausgeglichener Haushalte über Bord geworfen. Scholz kalkuliert 2020 mit der Rekordsumme von 218,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Schulden.

Dennoch vernahm Scholz positive Signale aus der Wirtschaft. Deutschland sei dank riesiger Hilfsprogramme bislang gut durch die Krise gekommen, so der SPD-Politiker. Einige der Hilfsprogramme würden gar nicht im vollen Umfang genutzt, was auch ein positives Zeichen für die nächsten Monate sei.

Ägypten verlangt Corona-Test bei Einreise

19.29 Uhr: Ägypten verlangt ab dem 1. September von allen Einreisenden einen Corona-Test, wie Ministerpräsident Mostafa Madbuli in einer Fernsehansprache ankündigt. Zudem seien ab dem 28. August wieder Freitagsgebete in den Moscheen erlaubt. Dort müssten allerdings strikte Hygiene-Regeln eingehalten werden.

Portugal: Vier Monate altes Baby stirbt nach Corona-Infektion

18.45 Uhr: In Lissabon ist ein vier Monate altes Baby an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das kleine Mädchen litt seit Geburt an einer schweren Herzerkrankung, teilten die portugiesischen Gesundheitsbehörden mit. Infolge der Corona-Infektion zog sich das Baby demnach eine Herzmuskelentzündung zu und starb letztlich an einem septischen Schock.

Kinder sterben nur selten an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. In Portugal haben sich insgesamt bislang mehr als 54.700 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, mehr als 1780 starben daran.

AfD-Politiker Brandner sorgt als "Maskenmuffel" für Polizeieinsatz

18.07 Uhr: Der AfD-Politiker Stephan Brandner ist ohne Maske im ICE gefahren und hat damit einen Polizeieinsatz in dem Zug ausgelöst. Das bestätigten am Mittwoch Sprecher von Bahn und Bundespolizei, nachdem der Bundestagsabgeordnete selbst den Vorfall vom 12. August über Twitter öffentlich gemacht und die Nachrichtenportale t-online.de und Der Westen über den Vorfall berichteten.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch sagte, wurden die Beamten nach einem Hilfeersuchen der Deutschen Bahn aktiv, da sich zwei Fahrgäste in dem Zug von Berlin nach Binz auf Rügen geweigert hätten, Mund-Nase-Schutz zu tragen. Die Bundespolizisten seien bei einem Halt im vorpommerschen Pasewalk zugestiegen. Während eine Frau ein Attest habe vorweisen können, sei der Mann erst auf einer Zugtoilette aufgespürt worden. Nach mehrmaliger Aufforderung habe dieser dann die Tür geöffnet, die Maske angelegt und habe so weiterreisen können.

Brandner beschrieb den Zwischenfall auf Twitter. Er habe im Zug gerade Gebäck geknabbert, als ihn der Schaffner aufgefordert habe, den Mund-Nase-Schutz aufzusetzen. Er habe dann geantwortet: "Esse gerade, geht nicht, danach überleg ich's mir."  Dann habe der Schaffner die Polizei gerufen.

Schweden mit der höchsten Zahl von Todesfällen seit 1869

17.30 Uhr: Schweden verzeichnet in der ersten Hälfte des Jahres so viele Todesfälle wie seit 150 Jahren nicht. Bis Ende Juni starben rund 4500 Menschen an Covid-19. Insgesamt gab es 51.405 Todesfälle, mehr als in jedem Jahr seit 1869, als unter anderem wegen einer Hungersnot 55.431 Menschen starben. Das teilte die Statistikbehörde mit. Schweden hatte im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie deutlich weniger Kontaktbeschränkungen erlassen als viele andere europäische Staaten.

Maskenpflicht jetzt auch an Schulen in Schleswig-Holstein

17.10 Uhr: Auch Schleswig-Holstein hat nun eine Maskenpflicht in Schulen eingeführt. Dies verkündete Bildungsministerin Karin Prien. Bisher gab es nur eine dringende Empfehlung. Die Maskenpflicht gilt ab Montag auf dem Schulgelände, aber nicht im Unterricht. Die "dringende Empfehlung" im Norden galt bisher ab der 7. Klasse. Jetzt gilt die Maskenpflicht für alle Jahrgänge.

Noch am vergangenen Freitag, nach der ersten Schulwoche, hatte Prien eine Maskenpflicht als nicht geboten eingestuft. Die Erfahrungen der ersten Woche hätten gezeigt, dass der dringenden Empfehlung des Ministeriums in den Schulen weitestgehend gefolgt werde. Prien hatte aber auch erklärt, angesichts des weiteren Infektionsgeschehens eine mögliche Pflicht zu prüfen.

Zahl der Neuinfektionen in Kroatien gestiegen

16.19 Uhr: Das Urlaubsland Kroatien hat so viele Neuinfektionen registriert wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. 219 Infektionen seien in den vergangenen 24 Stunden erfasst worden, teilte der nationale Krisenstab mit. Der bisherige Höchstwert wurde in dem EU-Land an der Adria demnach am 14. August registriert und lag bei 208 Neuinfektionen. Kroatien hat rund 4,19 Millionen Einwohner und derzeit 1520 registrierte aktive Fälle.

In den letzten zwei Monaten hatte der Wert der Neuansteckungen zwischen etwa 30 und 100 geschwankt. Seit vergangener Woche verzeichnen die örtlichen Behörden einen Anstieg. Kroatien ist für viele Reisende in Europa eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt kehrten viele deutsche Touristen von dort zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Unter ihnen waren hauptsächlich junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.

Österreich hatte bereits mit einer Reisewarnung auf das verstärkte Infektionsgeschehen in Kroatien reagiert. Auch in Italien müssen sich Einreisende und Urlaubsrückkehrer aus dem Land auf das Coronavirus testen lassen.

Gericht: Schüler muss vorerst keine Maske im Unterricht tragen

15.33 Uhr: Ein Kieler Schüler, der gegen das Tragen einer Maske im Unterricht Widerspruch eingelegt hat, muss die Mund-Nasen-Bedeckung vorerst nicht aufziehen. Der Widerspruch habe aufschiebende Wirkung, weswegen die Verpflichtung ihm gegenüber vorläufig nicht durchgesetzt werden könne, stellte das Verwaltungsgericht in Schleswig fest. Für andere Schülerinnen und Schüler hat die Entscheidung den Angaben zufolge keine unmittelbaren Auswirkungen.

In Schleswig-Holstein gibt es die Empfehlung, Masken auch im Unterricht zu tragen. Das Gericht hatte die im Hygienekonzept der Schule enthaltene Verpflichtung, eine entsprechende Bedeckung zu benutzen, als Verwaltungsakt eingestuft. Die Verpflichtung greife in relevanter Weise in das Grundrecht der Schüler auf allgemeine Handlungsfreiheit ein.

Gegen diesen Verwaltungsakt habe der Schüler Widerspruch eingelegt, dem kraft des Gesetzes aufschiebende Wirkung zukomme, hieß es. Zu der Frage, ob die Anordnung der Maskenpflicht und der damit verbundene Grundrechtseingriff selbst rechtmäßig, insbesondere verhältnismäßig sei, äußerte sich das Gericht nicht. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte, der Beschluss des Verwaltungsgerichts werde derzeit ausgewertet. "Wir werden nun umgehend beraten, wie eine etwaige Änderung der Rechtsgrundlage aussehen könnte, um verbindliche Regeln zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Schulbereich zu ermöglichen."

Abgeordnete sollen ab September Masken tragen

15.26 Uhr: Bundestagspräsident Schäuble empfiehlt den Abgeordneten "dringend", in allen Parlamentsgebäuden Masken zu tragen. Die Regelung soll nach der Sommerpause in Kraft treten.

Maske im Freien wird in mehreren französischen Großstädten Pflicht

15.19 Uhr: Mit dem nahenden Ende der Sommerferien setzen immer mehr französische Großstädte auf eine Maskenpflicht im Freien: Nach Paris und Nizza kündigten am Mittwoch auch Lyon und Toulouse ähnliche Maßnahmen an. Toulouse ist dabei die erste französische Stadt, auf deren gesamtem Gebiet ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Ab Freitag sei das Tragen einer Schutzmaske zwischen 7 Uhr morgens und 3 Uhr nachts verpflichtend, teilte die zuständige Präfektur mit. Die Regelung gelte auch für Fahrrad- und Rollerfahrer.

In Lyon im Osten des Landes gilt die Maskenpflicht ab Samstag in besonders bevölkerten Straßen des Zentrums, wie Rathaus und Präfektur mitteilten. In Paris müssen Bewohner und Touristen den Mund-Nasen-Schutz ebenfalls in belebten Straßen, Parks und auf Plätzen tragen - etwa rund um den Eiffelturm, den Louvre und den Triumphbogen. In Nizza gilt dies im Zentrum.

Am Dienstag hatte die französische Regierung für September zudem eine Maskenpflicht in Unternehmen angekündigt. Grund sind die wieder schneller steigenden Infektionszahlen. Zuletzt wurden mehr als 2200 Menschen neu Infizierte innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Mit mehr als 30.400 Todesopfern ist Frankreich eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

Lufthansa einigt sich mit Piloten auf Sparpaket

15.03 Uhr: Die Piloten bei der Lufthansa verzichten auf Geld - und sind zumindest bis Frühjahr vor Kündigungen sicher. Darauf haben sich Konzern und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit geeinigt.

Aktivisten wollen Facebooks Falschmeldungs-Spreader "bändigen"

14.46 Uhr: Eine neue Untersuchung warnt vor Falschinformationen zu Gesundheitsthemen wie Krebs, Impfungen und Corona auf Facebook. Die Gegenmaßnahmen des sozialen Netzwerks reichen demnach nicht aus.

Finnische Regierungschefin Marin nicht infiziert

14.28 Uhr: Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin ist nicht mit dem Coronavirus infiziert. Ihr Test sei negativ ausgefallen, teilte die 34 Jahre alte Regierungschefin via Twitter mit. Da ihre Atemwegsbeschwerden anhielten, werde sie aber weiterhin aus der Distanz arbeiten. Die Symptome seien jedoch mild.

Bereits im April hatte sich Marin zum Arbeiten in ihren Dienstwohnsitz Kesäranta zurückgezogen. Grund war damals ein Fall im Umfeld eines Mitarbeiters gewesen.

Polizei in Manchester löst Party mit etwa 200 Gästen auf

14.17 Uhr: "Dies war ein besonders abscheulicher Bruch der Covid-19-Restriktionen": In Manchester haben Hunderte Menschen auf einer Party gegen Corona-Regeln verstoßen. Die Polizei griff ein.

Mehrere türkische Bürgermeister infiziert

14.07 Uhr: In der Türkei haben sich mehrere Kommunalpolitiker infiziert. Der Bürgermeister eines Ortes in der Nähe vom zentralanatolischen Konya sei nach der Covid-Diagnose im Krankenhaus gestorben, teilte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Die Bürgermeister von Alanya und Antalya hatten zuvor ebenfalls über Twitter publik gemacht, positiv auf das Virus getestet worden zu sein.

Für die Provinz Antalya, in der auch die Städte Antalya und Alanya liegen, hatte die Bundesregierung zuletzt die Reisewarnung aufgehoben.

In der Türkei sind die offiziellen Zahlen der täglichen Neuinfektionen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. Die türkische Ärztevereinigung zweifelte die offiziellen Corona-Fallzahlen dennoch an. "Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wider", sagte Sinan Adiyaman der Deutschen Presse-Agentur Anfang August. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen.

Bayerische Gesundheitsministerin räumt Fehler ein - tritt aber nicht zurück

13.35 Uhr: Nach der Test-Panne in Bayern hat Gesundheitsministerin Huml sich zu neuen Vorwürfen geäußert. Sie wolle Verantwortung übernehmen - doch das heiße auch, zu Fehlern zu stehen.

Karnevalisten kritisieren Spahn-Vorstoß zu möglichem Feierverbot

13.46 Uhr: Die Aussicht, in der kommenden Saison coronabedingt keinen Karneval feiern zu dürfen, stimmt viele Fans grimmig. Dass Gesundheitsminister Spahn dies bevorzugen würde, auch.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Corona-Fall in der Mannschaft: Mainz 05 sagt Testspiel gegen VfB ab

13.05 Uhr: Wegen eines Corona-Falls in der Mannschaft hat der FSV Mainz 05 sein Testspiel an diesem Mittwoch gegen den VfB Stuttgart abgesagt. "Ein Profi von Mainz 05 hat sich mit Covid-19 infiziert. Der am Dienstag durchgeführte Test ergab ein positives Resultat", teilte der Fußball-Bundesligist via Twitter mit. "Alle übrigen Tests fielen negativ aus. Der Spieler wurde isoliert und befindet sich in Quarantäne." Den Namen des Spielers nannten die Rheinhessen nicht.

Sechs Prozent der Infektionen in NRW auf Veranstaltungen

13.01 Uhr: Rund sechs Prozent der Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen sind laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf Veranstaltungen und private Feiern etwa in Gaststätten zurückzuführen. Ein Drittel der Infektionen gehe auf das private Umfeld in Haushalten zurück und ein Viertel auf Reiserückkehrer, sagte Laumann. Aktuell seien in NRW gut 4600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Griechenland verschärft Beschränkungen weiter

12:59 Uhr: Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Infektionszahlen Einschränkungen auch für die Urlaubsregion der Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos angeordnet. Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte werden von diesem Freitag an bis zum 31. August untersagt. Zudem sind Versammlungen von mehr als neun Personen verboten. Alle Bars und Tavernen müssen um 24 Uhr schließen. Maskenpflicht gilt auch im Freien.

Die Regierung in Athen verhängte diese neuen Einschränkungen, nachdem am Vortag ein Rekord von 269 Neuinfektionen registriert worden war. Zahlreiche Fälle davon wurden in den beiden Urlaubsregionen festgestellt. Bereits vergangene Woche hatte die griechische Regierung die Schließung der Tavernen und Bars aller Art in Athen, Piraeus und Thessaloniki sowie auf den Inseln Paros und Antiparos um Mitternacht angeordnet.

Griechenland weist - gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern - eine geringe Zahl von Infektionen auf. In den vergangenen Tagen war die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig gestiegen. Als Grund gilt, dass viele, größtenteils junge Menschen nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub Verwandte und Freunde in den Ballungszentren angesteckt haben.

Papst Franziskus: Impfstoff darf nicht "den Reichsten" vorbehalten bleiben

12.55 Uhr: Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, einen künftigen Corona-Impfstoff zuerst den Bedürftigsten zur Verfügung zu stellen. Ein Impfstoff dürfe nicht "den Reichsten" vorbehalten sein, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer live übertragenen Audienz in seiner Privatbibliothek im Vatikan. Vielmehr sollten diejenigen das Mittel bekommen, "die es am nötigsten brauchen".

Die Pandemie habe die bestehenden großen Ungleichheiten in der Welt noch sichtbarer und größer gemacht, sagte Franziskus weiter. Deshalb habe die Menschheit zwei große Aufgaben: das "winzige, aber schreckliche" Coronavirus zu besiegen, aber auch "ein großes Virus, das der sozialen Ungerechtigkeit, der Ungleichheit der Chancen, der Ausgrenzung, des fehlenden Schutzes der Schwächsten".

Daher sieht Franziskus die Pandemie auch als Chance: "Die Pandemie ist eine Krise. Und aus einer Krise geht man nicht unverändert hervor: Man kommt aus ihr entweder besser oder schlechter heraus. Wir müssen als bessere Menschen hervorgehen." Eine Rückkehr zur alten Normalität sei der falsche Weg.

Papst Franziskus warnt: Es wäre "ein Skandal", "wenn die ganze geleistete wirtschaftliche Hilfe - vor allem mit staatlichen Geldern - dazu dienen würde, Branchen zu retten, die nicht zur Einbeziehung ausgeschlossener Menschen, zum Gemeinwohl und zum Erhalt der Schöpfung beitragen"

Papst Franziskus warnt: Es wäre "ein Skandal", "wenn die ganze geleistete wirtschaftliche Hilfe - vor allem mit staatlichen Geldern - dazu dienen würde, Branchen zu retten, die nicht zur Einbeziehung ausgeschlossener Menschen, zum Gemeinwohl und zum Erhalt der Schöpfung beitragen"

Foto: MASSIMILIANO MIGLIORATO/CPP / / imago images/Independent Photo Agency Int.

Zehntausende Kinder ohne Untersuchung eingeschult

12.32 Uhr: Wegen der starken Auslastung der Gesundheitsämter durch die Pandemie sind in diesem Jahr Zehntausende Erstklässler in Deutschland ohne die obligatorische Eingangsuntersuchung eingeschult worden. Die meisten Gesundheitsämter hätten "es nicht geschafft, die Schuleingangsuntersuchungen durchzuführen", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, den Fernsehsendern RTL und NTV.

"Die können auch immer nur eine Sache machen und nicht gleichzeitig und das ist das Problem", sagte Teichert. Nur in wenigen Bundesländern sei versucht worden, die Untersuchungen in der Lockerungsphase nachzuholen. Aktuell seien die Gesundheitsämter aber mit den Reiserückkehrern beschäftigt, sagte Teichert.

Bei den Schuleingangsuntersuchungen beurteilen Ärzte der Gesundheitsämter, ob ein Kind die körperlichen und sozialen Voraussetzungen für den Schulalltag erfüllt. Erkennen die Ärzte einen Förderbedarf, melden sie das im Regelfall den Schulen. Lehrerinnen und Lehrer müssten nun sehen, wie sie im Unterricht mit eventuellen Defiziten der Erstklässler umgehen, sagte Teichert. Die Gesundheitsämter würden die ausgefallenen Untersuchungen kaum aufholen können.

Paul-Ehrlich-Institut hält Impfstoff-Zulassung Anfang 2021 für realistisch

12.30 Uhr: Die Impfstoff-Forschung läuft international und auch in Deutschland so schnell wie nie. Inzwischen hofft das hierzulande zuständige Institut, dass bereits zu Jahresbeginn ein Serum zugelassen werden kann.

Corona verschärft Existenzkampf von Regionalflughäfen

12.22 Uhr: Die Coronakrise befeuert den Streit über die Existenzberechtigung kleiner Regionalflughäfen. Umweltschützer des BUND haben zahlreiche Flughäfen in Deutschland scharf kritisiert. Zwölf von 14 schrieben laut einer Analyse der Organisation ohne öffentliche Subventionen rote Zahlen.

Jubelfeier trotz Corona - Festnahmen in Paris nach PSG-Sieg

12.15 Uhr: Die Pariser Polizei hat nach dem 3:0-Sieg des französischen Fußballmeisters Paris Saint-Germain im Halbfinale der Champions League gegen RB Leipzig Dutzende Menschen festgenommen. Bilder und Videos zeigen zahlreiche PSG-Fans, die sich am Dienstagabend zum Feiern auf der Prachtstraße Champs-Élysées versammelt hatten - dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Laut Innenminister Gerald Darmanin hat es 36 Festnahmen gegeben.

Nach Angaben der Polizeipräfektur vom Mittwoch wurden Stadtmöbel zerstört, weitere Täter sollen per Videoaufnahmen ermittelt werden. Außerdem habe es sich um eine nicht genehmigte Versammlung gehandelt. Es seien verschiedene Gegenstände geworfen sowie Ordnungskräfte angegriffen und beleidigt worden, zitierte die Zeitung "Le Parisien" eine Polizeiquelle.

Auf den Champs-Élysées gilt Maskenpflicht. Die Behörden dürfen Versammlungen von mehr als zehn Personen in der Hauptstadt verbieten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Erst Ende vergangener Woche hat die französische Regierung Paris als aktive Corona-Zone eingestuft, weil die Zahl der aktiven Fälle in der Stadt hoch ist. Als Konsequenz daraus müssen die Menschen in weiten Teilen der Hauptstadt eine Schutzmaske tragen.

Iran: Zahl der Todesfälle steigt auf mehr als 20.000

12.07 Uhr: In Iran werden offiziell mittlerweile mehr als 20.000 Todesfälle mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagt im Staatsfernsehen, die Totenzahl sei in den vergangenen 24 Stunden um 153 auf 20.125 gestiegen. Positiv auf das Virus getestet wurden im Land bislang 350.279 Menschen, ein Anstieg binnen eines Tages um 2444.

Bund fördert Musikfestivals und Veranstalter von Livemusik

12.05 Uhr: Im Rahmen des Milliardenpakets zur Stützung für die Kulturszene fördert der Bund Musikfestivals und Livemusik-Veranstalter mit bis zu 80 Millionen Euro. Insgesamt seien rund 150 Millionen Euro für die Musikbranche vorgesehen, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Weitere Hilfen für Klubs und Livemusik-Spielstätten, Musikverlage und Musikfachhandel seien geplant. Ziel der Förderung sei es, "die immense Vielfalt unseres Musiklebens in den Metropolen, den Städten und auf dem Land abzusichern", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Musikfestivals können bis zu 250.000 Euro erhalten, Veranstalter von Livemusik-Programmen bis zu 800.000 Euro.

Infizierter auf Feier in Bodenwöhr: Bislang alle Tests negativ

11.56 Uhr: Nach einer Feier im bayerischen Bodenwöhr mit einem Infizierten sind bislang alle weiteren Testergebnisse negativ. Nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf lagen am Mittwochvormittag von 114 ermittelten engen Kontaktpersonen 25 Testergebnisse vor. Insgesamt hatten sich bis Dienstag 95 Menschen testen lassen. Die übrigen Kontaktpersonen sollten bis Mittwochmittag getestet werden.

Ein nach einer Italien-Reise positiv auf das Coronavirus getesteter Mann hatte am Freitag an einer Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen teilgenommen - noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte, wie ein Landratsamtssprecher sagte. Der Mann hatte sich am Donnerstag an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen.

Alle ermittelten engen Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. "Es ist geplant, alle Kontaktpersonen vor Entlassung aus der Quarantäne nächste Woche noch einmal zu testen", teilte das Landratsamt mit. Zunächst war man hier von rund 120 Betroffenen ausgegangen.

Erst wenig Geld aus Milliardentopf für Überbrückungshilfen bewilligt

11.12 Uhr: Aus dem Milliardentopf für Überbrückungshilfen an besonders betroffene Firmen ist bisher nur wenig bei Unternehmen angekommen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurden zum Stichtag 18. August rund 34.200 Anträge mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 651 Millionen Euro gestellt. Bewilligt wurden demnach rund 11.100 Anträge mit einem Volumen in Höhe von 212 Millionen Euro. Die Zahl der gestellten Anträge steige täglich an. Das Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass bewilligte Gelder von den Ländern umgehend ausgezahlt werden.

Für die Überbrückungshilfen stellt der Bund insgesamt bis zu 25 Milliarden Euro bereit. Damit soll vor allem kleinen und mittelständischen Firmen geholfen werden, die in der Krise weiter erhebliche Umsatzeinbußen haben. Erstattet werden fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von insgesamt 150.000 Euro. Die Überbrückungshilfen werden für die Monate Juni bis August gewährt. In der Politik wird aber über eine Verlängerung der Hilfen diskutiert.

Ärztevertreter fordern Zugang zu kassenfinanzierten Tests für Klinikpersonal

11.10 Uhr: Ärztevertreter fordern einen leichteren Zugang zu kassenfinanzierten Corona-Tests für Krankenhausmitarbeiter. "Wenn Reiserückkehrer und Lehrer vielerorts Anspruch auf kostenlose Tests haben, dann muss das auch für das Klinikpersonal gelten", sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Kliniken testeten ihre Mitarbeiter derzeit auf eigene Kosten.

Es dürfe nicht sein, dass für Tests an Klinikmitarbeitern in vielen Fällen zunächst eine Genehmigung des örtlichen Gesundheitsamts eingeholt werden müsse, kritisierte Johna die aktuelle Situation. Derzeit zahlten die Krankenkassen nur dann die Kosten für die Tests bei Ärzten und Pflegekräften, wenn diese unter Symptomen litten.

"Die Ärztegewerkschaft fordert, dass die Kassen in Zukunft immer dann automatisch die Kosten für Tests beim Klinikpersonal übernehmen, wenn es dort aktuell Covid-19-Fälle gibt, oder die Tests ärztlich angeordnet wurden", sagte Johna. Derzeit seien rund zehn Prozent aller Infizierten in Deutschland Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

Chemie- und Pharmabranche plant geringere Forschungsausgaben

11.02 Uhr: Die deutsche Chemie- und Pharmabranche will wegen der Pandemie im laufenden Jahr weniger Geld in die Forschung und Entwicklung investieren. Wegen der Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung werde die Branche in diesem Jahr ihren Rekord-Forschungsetat von 2019 in Höhe von rund 13 Milliarden Euro nicht erreichen, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilte. Rund 60 Prozent der Unternehmen planten, ihre Forschungsprojekte wie vorgesehen umzusetzen. Etwa 30 Prozent verschieben einzelne Projekte zumindest um einige Monate, wenige Projekte würden ganz gestrichen. Bei externen Forschungsaufträgen hielt sich die Branche in der Krise allerdings vermehrt zurück. Das gehe aus einer aktuellen Mitgliederumfrage hervor, hieß es.

Suding über längeres Kurzarbeitergeld: "Totgerittene Branchen werden künstlich am Leben erhalten"

11.46 Uhr: Kanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz erwägen eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds. Die stellvertretende FDP-Chefin Suding sieht darin "Steuergeld verbrannt" - und fordert zielgenauere Corona-Hilfen.

44 Milliarden Euro KfW-Hilfen bisher bewilligt

10.43 Uhr: Die Förderbank KfW hat einem aktuellen Überblick des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge in der Krise bislang 78.779 Hilfsanträge im Volumen von 44,2 Milliarden Euro bewilligt. Es lägen insgesamt Anträge im Volumen von 53,9 Milliarden Euro vor, über einige größere sei noch nicht entschieden worden. Bei den Fixkosten-Hilfen für kleine Firmen und den Mittelstand wurden bislang 193 Millionen Euro freigegeben. Insgesamt gibt es hier 33.898 Anträge im Volumen von 645 Millionen Euro.

Auftragsbestand in der Industrie steigt

10.27 Uhr: Die Anzeichen für eine Erholung der deutschen Industrie nach dem Einbruch in der Krise mehren sich. Der Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe lag im Juni bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 1,4 Prozent höher als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Bestand an Inlandsaufträgen stieg um 5,2 Prozent. Bei den Auslandsorders verringerte er sich dagegen um 0,3 Prozent. Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Bestellungen, die noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.

Im Vergleich zum Februar, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im Juni allerdings um 1,3 Prozent niedriger.

Auch andere Konjunkturdaten deuteten zuletzt auf eine Erholung der Industrie hin. So war der Auftragseingang im Juni unerwartet kräftig gestiegen. Im Monatsvergleich legte das Ordervolumen nach jüngsten Angaben der Statistiker um 27,9 Prozent zu. Auch die Industrieproduktion zog im Juni an.

Finnland erlässt Reisebeschränkungen - auch für Deutschland

09.25 Uhr: Finnland führt seine Beschränkungen für Reisende aus Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern wieder ein. Wie die finnische Regierung mitteilte, gelten die Reisebeschränkungen wegen der steigenden Corona-Zahlen von diesem Montag an wieder für Deutschland, Griechenland und Malta sowie Norwegen, Dänemark und Island. Das bedeutet, dass Finnland für diese Länder wieder Grenzkontrollen einführt und Reisende aus diesen Staaten aufgerufen werden, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen und Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden.

Menschen aus den finnischen Grenzgebieten zu Schweden und Norwegen können sich dagegen künftig freier über die Grenze bewegen, auch wenn die Infektionszahlen dieser Länder die finnischen Schwellenwerte überschreiten. Details dazu blieben zunächst offen.

Zuvor hatte Finnland die Beschränkungen bereits für eine ganze Reihe europäischer Länder wieder eingeführt, darunter Belgien und die Niederlande. Entscheidend für die Finnen ist, dass in dem entsprechenden Land innerhalb einer Zwei-Wochen-Periode weniger als acht neue Fälle pro 100.000 Einwohner verzeichnet wurden.

Kölner Karnevalschef kann sich keinen Straßenkarneval vorstellen

09.10 Uhr: Auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, kann sich angesichts von Corona keinen Straßenkarneval vorstellen. "Der Straßenkarneval, der Kneipenkarneval, das sind so Elemente, die wir uns nicht vorstellen können", sagte Kuckelkorn im WDR. Anders sei es bei Karnevalssitzungen mit Hygienekonzept. Man könne ja auch mit Maske in ein Restaurant gehen und diese dann am Platz abnehmen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zuvor wegen der Pandemie skeptisch dazu geäußert, ob im kommenden Winter Karneval stattfinden könne.

Natürlich müsse der Sicherheitsabstand eingehalten werden, sagte Kuckelkorn. Alkohol sei sicherlich eine Komponente, die man berücksichtigen müsse. "Vielleicht gibt es ja auch Veranstaltungen, in denen es auch gar keinen Alkohol mehr gibt oder nur noch eingeschränkt Alkohol." Künstler würden vielleicht anteilsmäßig auf ihre Gage verzichten. Die Vereine müssten jetzt herausarbeiten, was der Kern des Karnevals sei und diesen klein inszenieren. "Das ist auch eine große Chance."

Kuckelkorn sagte, Mitte September werde man vom Landesgesundheitsministerium die vorgelegten Hygienekonzepte bewertet zurückbekommen. Dann werde sich zeigen, wie der Karnevalsbeginn am 11.11. ablaufen werde. "Nach dem 11.11. wissen wir die Auswirkungen, wissen, wie's funktioniert hat, und das sind dann die Erfahrungswerte, die wir für die Session brauchen."

Ifo-Institut: In Bayern Kurzarbeit besonders verbreitet

08.50 Uhr: Im Zuge der Coronakrise wird in Bayern die Kurzarbeit besonders stark genutzt. Der Freistaat hatte zuletzt laut Münchner Ifo-Institut die höchste Kurzarbeitsquote in Deutschland. Im Juli seien dort schätzungsweise 21 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit gewesen, teilte das Institut auf Grundlage von Umfragezahlen mit.

Die Wirtschaftsforscher kommen dabei für Bayern auf rund 1,2 Millionen Kurzarbeiter - das sind auch absolut mehr als im deutlich bevölkerungsreicheren Nordrhein-Westfalen mit 1,1 Millionen. Dort waren laut Ifo-Institut 16 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit. Es folgen Hessen mit ebenfalls 16 Prozent und Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein und Hamburg mit 15 Prozent.

Weniger betroffen waren Sachsen mit 14 Prozent und Rheinland-Pfalz sowie das Saarland mit 13 Prozent. Am wenigsten Kurzarbeit gab es in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 12 Prozent. Insgesamt schätzt das Ifo-Institut die Zahl der Kurzarbeiter im Juli bundesweit auf etwa 5,6 Millionen Menschen.

Gastgewerbeumsatz bricht im ersten Halbjahr ein - Starkes Juni-Plus

08.44 Uhr: Die Lockerungen der Maßnahmen haben die Geschäfte des Gastgewerbes im Juni deutlich belebt. Der satte Umsatzsprung von mehr als 60 Prozent reichte allerdings nicht, um die starken Rückgänge in Folge der Krise auszugleichen. Im ersten Halbjahr brach der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 39,7 Prozent ein, nominal verbuchte die Branche ein Minus von 38,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im Juni stiegen die Erlöse gegenüber dem Vormonat real und nominal um jeweils knapp 64 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 war der Umsatz aber um jeweils gut 42 Prozent niedriger.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus hatte die Politik ab Mitte März Übernachtungen von Touristen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben untersagt. Ab dem 22. März waren Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices geschlossen. Seit Mitte Mai wurden die Einschränkungen dann nach und nach wieder gelockert.

Großbritannien will Tests deutlich ausweiten

08.33 Uhr: Großbritannien will die Corona-Tests deutlich ausweiten. Das Gesundheitsministerium kündigt an, in England im Zwei-Wochen-Zeitraum bis Mitte Oktober 150.000 Menschen zu testen. Aktuell sind es 28.000. Ziel sei es, 400.000 Menschen im gesamten Königreich zu erreichen.

Scheuer für mehr Einheitlichkeit bei Bußgeldregelungen zu Maskenpflicht-Verstößen

08.10 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wünscht sich bundesweit mehr Einheitlichkeit bei den Bußgeldregelungen zu Verstößen gegen die Corona-bedingte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Um das Personal in öffentlichen Verkehrsmitteln bei der Durchsetzung der Maskenpflicht zu unterstützen, sei "eine einheitliche Strategie" auf Bundesebene auch bei den Bußgeldern wünschenswert, sagte er im ARD-"Morgenmagazin".

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr und im Bahnfernverkehr sind wegen der Corona-Pandemie massiv zurückgegangen. Scheuer sagte, Ziel sei es nun, hier das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen. Sein Ministerium startet demnach an diesem Mittwoch eine gemeinsame Kampagne mit den Bundesländern, Verkehrsunternehmen und kommunalen Spitzenverbänden, deren Ziel es sei, dass "die Leute wieder einsteigen, damit sie besser weiterkommen".

Südkoreas Regierung warnt vor landesweiter Ausbreitung von Infektionen

07.20 Uhr: In Südkorea zeigt sich die Regierung alarmiert über einen Anstieg der positiven Corona-Tests. Vize-Gesundheitsminister Kim Gang Lip spricht von einer "höchst gefährlichen Krise". In der Hauptstadt Seoul breiteten sich die Infektionen aus, sagt er. Nun drohe eine Ausweitung auf das gesamte Land. Die Zahl der neuen Positiv-Tests legte im Land den sechsten Tag in Folge dreistellig zu. 90 Prozent der neuen Fälle entfallen auf Seoul. Zuletzt wurden 297 Menschen neu auf das Coronavirus getestet. Damit liegt die Gesamtzahl bei 16.058. 306 Todesfälle werden mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Corona-Forschung fehlen Milliarden

07.00 Uhr: Es fehlt noch jede Menge Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. "Es gibt erhebliche Finanzierungslücken", sagte Caroline Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros des Wellcome Trusts, eine der größten Stiftungen der Welt, der Deutschen Presse-Agentur. Sie kritisierte nationale Alleingänge, etwa große Investitionen in heimische Impfstofffirmen oder Verträge mit diesen Firmen, um sich im Falle eines Erfolgs große Mengen des Impfstoffs vor einem weltweiten Verkauf zu sichern.

Höchster Wert seit Mai: 1510 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

06.10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Corona-Infektionen gemeldet. Höher lag die Zahl zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg der Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests erhöht wurde. Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt.

Australiens Premierminister will Corona-Impfpflicht

Australiens Premierminister Scott Morrison plädiert für eine verpflichtende Impfung

Australiens Premierminister Scott Morrison plädiert für eine verpflichtende Impfung

Foto: Pool / Getty Images

05.55 Uhr: Australiens Premierminister Scott Morrison plant eine Corona-Impfpflicht für die 25 Millionen Einwohner seines Landes. Die Impfung solle "so obligatorisch wie möglich sein", sagte der Regierungschef am Mittwoch dem australischen Radiosender 3AW. Ausnahmen sollten nur aus medizinischen Gründen erfolgen.

Morrison sagte, das Risiko sei zu hoch, um die Krankheit weiter unkontrolliert zu lassen. "Wir sprechen von einer Pandemie, die die Weltwirtschaft zerstört und Hunderttausende getötet hat", sagte Morrison. Die Regierung habe jedoch noch keine Entscheidung zu dem Thema getroffen. Die Impfung solle kostenlos sein.

Industrieverband verlangt deutlich mehr Corona-Tests

05.44 Uhr: Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung und die Länder wegen ihrer Strategie bei den Corona-Tests kritisiert. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland eine Erhöhung der Testkapazitäten. "Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibt, muss insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden", sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Die Bundesregierung hinke ihrem eigenen Anspruch, die Kapazitäten auf 4,5 Millionen Tests pro Woche zu steigern, "meilenweit hinterher".

Die Verbandsvertreterin warnte vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen. "Es darf nicht sein, dass Betrieben der Produktionsstopp droht, weil sich ihre Beschäftigten in Quarantäne begeben müssen aufgrund mangelnder Testkapazitäten, langwieriger Befundübermittlung per Fax und Telefon sowie lückenhafter Absprachen mit überlasteten Hausärzten und Gesundheitsbehörden", so Plöger. Bund und Länder müssten ihre gemeinsame Handlungsfähigkeit beweisen.

WHO übt Kritik an nationalen Impfstoff-Verträgen

05.26 Uhr: Es fehlt noch viel Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.

Wenn Staaten überwiegend in einzelne Firmen investierten und sich über Vorverträge die Belieferung mit Impfstoffen sichern, sei das problematisch, sagte Carolin Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros von Wellcome Trust, der Nachrichtenagentur dpa. Wellcome Trust ist eine britische Stiftung, die das Impfprojekt der WHO unterstützt.

Dass nationale Vorbestellungen im großen Stil nicht sinnvoll sind, betont auch der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Sich begrenzte Bestände strategisch und weltweit mit anderen zu teilen, ist im nationalen Interesse jedes Landes", sagte er in Genf. "Niemand ist sicher, bis nicht alle sicher sind." Die Pandemie könnte am schnellsten gestoppt werden, wenn alle Risikopersonen weltweit geschützt seien, nicht ganze Bevölkerungen in nur einigen Ländern. "Wir müssen Covid-19-Nationalismus verhindern", so der WHO-Chef.

Erste Corona-Impfstoffe könnten schon Anfang 2021 zugelassen sein

04.55 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut hält eine Impfung gegen Covid-19 für erste Bevölkerungsgruppen bereits Anfang 2021 für möglich. Vielversprechende Impfstoffe könnten nach Angaben des Instituts zu Jahresbeginn zugelassen sein. Aktuell zeigten die Daten aus Prüfungen der ersten und zweiten Phase, dass einige der derzeit vielversprechenden Impfstoffe eine Immunreaktion gegen das Virus auslösten.

"Wenn die Daten in den Phase III-Prüfungen die Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffprodukten belegen, könnten erste Impfstoffe zu Jahresbeginn zugelassen sein, womöglich mit Auflagen", sagte Institutspräsident Klaus Cichutek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Aufgrund der von den Herstellern gemachten Zusagen werde es zu diesem Zeitpunkt auch schon erste Dosen für Verbraucher in Deutschland geben, gemäß Priorisierung durch die Ständige Impfkommission, ergänzte Cichutek.

Trotz aller Brisanz der Coronakrise werde es keine unüberlegten Abweichungen von den Standards der Impfstoffzulassung geben. Sollte es zu einer Zulassung kommen, sei dies der am schnellsten zugelassene Impfstoff der Geschichte Europas.

Brasilien meldet über 47.000 Neuinfektionen

04.34 Uhr: Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet 47.784 neue Corona-Infektionen und weitere 1352 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Brasilien registriert damit seit Beginn der Pandemie offiziellen Angaben zufolge 3.407.354 Fälle und 109.888 Todesopfer. Dies ist der weltweit schlimmste Ausbruch des Coronavirus nach den USA.

Irland verschärft Corona-Auflagen

04.09 Uhr: Die irische Regierung hat die Corona-Auflagen wegen gestiegener Infektionszahlen in einigen Regionen geändert. Regierungschef Micheál Martin sagte am Dienstag, Irland habe durch seine anfänglichen Maßnahmen das Virus unter Kontrolle gebracht, die Lockerungen hätten die Infektionszahlen wieder steigen lassen. Künftig sollen sich noch sechs Menschen treffen können, bisher lag die Grenze bei 50 Menschen. Bei Hochzeiten sollen aber weiter bis zu 50 Menschen zusammenkommen können. Bei Sportveranstaltungen wurde die maximale Zuschauerzahl von 200 auf 15 gesenkt. Die neuen Regeln gelten mindestens bis zum 13. September.

Das irische Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 190 Neuinfektionen, die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 27.499. 1775 Menschen starben an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Studie könnte Therapieansatz bei Riechverlust liefern

03.23 Uhr: Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, warum viele Covid-19-Patienten vorübergehend nichts mehr riechen können. Ihre Forschungsergebnisse könnten möglicherweise sogar ein neuer Ansatz für die Behandlung der Infizierten sein, schreiben die Experten von der Johns-Hopkins-University im "European Respiratory Journal".

Sie hatten für ihre Studie Gewebe von 23 Patienten untersucht, das bei Nasenoperationen entfernt worden war. Die nicht mit dem Coronavirus infizierten Patienten waren zum Beispiel wegen Tumoren oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen operiert worden. Die Forscher konnten in den Proben extrem hohe Dosen des Enzyms ACE-2 (Angiotensin Converting Enzyme II) nachweisen - und zwar genau in dem Areal der Nase, das für das Riechen verantwortlich ist. Das Enzym soll die Pforte sein, die dem Coronavirus den Eintritt in die Körperzellen ermöglicht. Darauf deuten auch andere Studien hin.

Die Ergebnisse müssten nun noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden, sagte Andrew Lane von der US-amerikanischen Hochschule. "Wenn das der Fall ist, dann könnten wir in der Lage sein, die Infektion mit antiviralen Therapien zu bekämpfen, die direkt in die Nase gegeben werden."

Arbeitsminister Heil offen für Viertagewoche

01.34 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich in der Coronakrise offen gegenüber dem jüngsten Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Viertagewoche gezeigt. "Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein", sagte Heil der Funke-Mediengruppe. Voraussetzung sei, dass "sich die Sozialpartner darauf verständigen". Die Tarifpartnerschaft sei "ein starkes Mittel, um solche Ideen gemeinsam zu entwickeln".

USA und China verdoppeln Streckenverbindungen

01.14 Uhr: Die USA und China genehmigen eine Verdopplung der in der Coronakrise fast zum Erliegen gekommenen Flugkapazitäten zwischen beiden Ländern. Die bislang vier wöchentlichen Flüge der chinesischen Passagierfluggesellschaften, die in die USA fliegen, können auf acht wöchentliche Hin- und Rückflüge verdoppelt werden, wie das US-Transportministerium bekannt gab.

China hatte zuvor zugestimmt, dass US-Fluggesellschaften ihre Flüge nach China verdoppeln können. United Airlines erklärte, dass ihre Streckenverbindung nach China ab San Francisco vom 4. September auf vier Flüge pro Woche ausgedehnt werde. Nach Angaben des Ministeriums ist auch Delta Air Lines berechtigt, ihren Flugplan von zwei auf vier Mal pro Woche zu erweitern.

Trump verkündet Absage von Handelsgesprächen mit China

00.25 Uhr: Die USA haben geplante Gespräche mit China über das Teilhandelsabkommen im Januar bis auf Weiteres abgesagt. Das erklärte US-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Yuma im südwestlichen Bundesstaat Arizona. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie sagte Trump: "Ich will jetzt nicht mit ihnen verhandeln. Nach dem, was sie diesem Land und der Welt angetan haben, will ich jetzt nicht mit China sprechen."

Die ursprünglich für das vergangene Wochenende angesetzten Gespräche sollten unter anderem prüfen, inwieweit sich die Vertragspartner an die von ihnen im Januar gemachten Zusagen halten. Peking hatte in dem Abkommen eine deutliche Erhöhung seiner Importe aus den USA versprochen, unter anderem von landwirtschaftlichen Produkten. Beobachtern zufolge hat Peking seine Ziele bislang nicht erfüllt, unter anderem wohl auch wegen der Coronakrise.

Die Beziehung der beiden Länder hat infolge der Pandemie gelitten. China gilt als Ursprungsland der Pandemie, die in den USA eine schwere Wirtschaftskrise auslöste und Trumps Wiederwahl im November gefährden könnte.

Immer mehr Deutsche infizieren sich im Urlaub

00.15 Uhr: Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Von den bekannten Neuinfektionen lag der Anteil der wahrscheinlichen Ansteckungen im Ausland bei 39 Prozent. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor hatten sich 34 Prozent im Ausland infiziert, davor waren es 21 Prozent. Am häufigsten wurden das Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings gab das RKI nicht an, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war. Diese Angabe ist notwendig, um zu beurteilen, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist. Es könnte beispielsweise sein, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung.

sak/jon/hba/als/pgo/dpa/AFP/Reuters/AP
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