+++ News-Update am 17. Juni+++ Israel weitet Lockerungen trotz Neuanstiegs der Corona-Fälle aus

Obwohl die Zahl der Corona-Infizierten in Israel zuletzt stärker gestiegen ist, sollen Züge in dem Land wieder fahren. In den USA hat New York jetzt die niedrigste Verbreitungsrate. Der Tag im Überblick.
Eine medizinische Mitarbeiterin nimmt in der zentralisraelischen Stadt Cholon einen Abstrich von einem Kind

Eine medizinische Mitarbeiterin nimmt in der zentralisraelischen Stadt Cholon einen Abstrich von einem Kind

Foto: Gil Cohen Magen/ dpa

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Regionale Fußballmeisterschaft in Brasilien geht weiter

22.11 Uhr: Nach dreimonatiger Corona-Pause wird in Brasilien wieder Fußball gespielt. Rio de Janeiros Bürgermeister Marcelo Crivella bestätigte die Wiederaufnahme der regionalen Meisterschaft. "Die Spiele sind genehmigt und werden stattfinden", sagte Crivella mit Blick auf den vierten Spieltag des Campeonato Cariocaie - der Meisterschaft des Bundesstaates Rio de Janeiro. Das erste Geisterspiel bestreiten Flamengo und Bangu am Donnerstag im Maracanã-Stadion.

"Die Menschen in Rio freuen sich auf die Rückkehr ihrer Mannschaften auf das Feld. Es bringt eine gewaltige Erleichterung für unsere Seele", sagte der Bürgermeister. "Wir alle sind seit unserer Kindheit an den Fußball gewöhnt, den besten der Welt." Fluminense und Botafogo, deren Partien für Montag angesetzt sind, weigern sich, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Sie drohen damit, vor Gericht zu ziehen.

Mehr als 923.000 Menschen haben sich in Brasilien mit Corona infiziert, mehr als 45.000 Patienten sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Mehr als ein Viertel der neu registrierten Todesfälle gab es im Bundesstaat São Paulo, gefolgt von Rio de Janeiro. In beiden Staaten gab es bisher auch die meisten Toten.

Laschet: Großpartys und Ischgl-Feten gehen auf absehbare Zeit nicht 

21.06 Uhr: Ausnahmen vom Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober müssen nach den Worten des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) von Fall zu Fall entschieden werden. Laschet sagte nach dem Treffen der Länderregierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie: "Was sicher auf absehbare Zeit nicht geht, sind Großpartys, sind Ischgl-Ereignisse oder etwas Ähnliches, wo Alkohol und Enge miteinander verbunden sind."

Aber etwa Konzertveranstaltungen, wo man wisse, wer teilnehme, wie die Abstände untereinander seien - "über sowas wird man nachdenken können. Und das liegt dann an jedem Gesundheitsamt zu beurteilen, sind die Konzepte so, dass man so etwas genehmigen kann".

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) unterstrich, mit dem ersten persönlichen Treffen der Politiker bei der Kanzlerin werde deutlich, dass man in eine Normalisierung gehe. "Das heißt aber nicht, dass damit das Virus ungefährlich geworden wäre. Es heißt auch nicht, dass das Virus nicht mehr da wäre." Ramelow war in die Kritik geraten, weil er in den Augen anderer Ministerpräsidenten die Kontaktbeschränkungen zu schnell und zu weitgehend vorangetrieben hatte.

Berlin: Corona-Ampel für R-Wert springt auf Rot

20.39 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Berlin ist um 73 auf 7474 gestiegen. Zugleich ist einer von drei Indikatoren der Berliner Corona-Ampel von Gelb auf Rot gesprungen, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. Der R-Wert, der die Dynamik des Infektionsgeschehens beschreibt, lag demnach bei 1,23. Das war zwar niedriger als der Wert 1,49 am Dienstag - die Ampel wechselt aber auf Rot, wenn die Reproduktionszahl das dritte Mal in Folge bei 1,2 oder höher liegt. Der 7-Tages-R-Wert liegt den Angaben zufolge bei 1,06, am Vortag war es noch 1,24.

Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche lag dagegen mit unverändert 8,78 weiter im grünen Bereich, ebenso der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (3,6 Prozent). Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen erst Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sollen Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umgesetzt werden.

6778 Menschen in Berlin gelten bereits als von Covid-19 genesen. Im Vergleich zum Vortag ist ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet worden, 210 Erkrankte sind demnach gestorben. 151 Infizierte werden in Berlin im Krankenhaus behandelt, zehn mehr als am Vortag. 46 davon werden intensivmedizinisch betreut.

Israel weitet Lockerungen trotz Corona-Neuanstiegs aus

20.09 Uhr: Ungeachtet eines deutlichen Neuanstiegs von Corona-Infektionen hat die israelische Regierung weitere Lockungen beschlossen. Der Zugverkehr solle in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit. Medienberichten zufolge ist auch die Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen geplant.

Transportministerin Miri Regev sagte, die Wiederaufnahme des Zugverkehrs sei wichtig für die Öffnung der Wirtschaft. "Wenn die Züge nicht fahren, sehen wir überfüllte Busse." Mit Einsatz der Züge könne man die Passagiere dagegen besser verteilen. Die Fahrkarten müssen den Vorschriften zufolge im Voraus bestellt werden, und es dürfen nicht mehr als 500 Passagiere in einem Zug fahren.

Israel hatte zu Beginn der Corona-Verbreitung sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert, der Verlauf der Pandemie in dem kleinen Mittelmeerland war bisher relativ glimpflich. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 19.783 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 303 sind gestorben.

Nun ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch so stark gestiegen wie seit knapp zwei Monaten nicht mehr. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 299 neue Fälle registriert.

Nach Medienberichten sollen in einem Teil des Tel Aviver Vororts Jaffa, der Beduinenstadt Rahat in der Negev-Wüste sowie Arara spezielle Beschränkungen umgesetzt werden. Dort sollten wegen einer starken Ausbreitung des Coronavirus Bewegungs- und Versammlungsbeschränkungen verhängt und Schulen geschlossen werden, hieß es.

Russischer Fußballverein muss in Quarantäne

19.47 Uhr: Kurz vor der Wiederaufnahme von Russlands Premier League muss die komplette Mannschaft des Fußballvereins FC Rostov in eine zweiwöchige Quarantäne. Bei sechs Spielern bestehe der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion, teilte der Klub mit.

Die Tests seien von "der Norm abgewichen". Die betroffenen Fußballer sind den Angaben nach vom Rest des Teams abgeschirmt worden. Priorität habe die Gesundheit der Spieler und Mitarbeiter.

Schulen, Großveranstaltungen und Mindestabstand - Neue Corona-Regeln bekannt

19.27 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf mehre neue Regeln im Umgang mit der Corona-Pandemie verständigt. So soll der Unterricht an den Schulen nach den Sommerferien wieder starten. Großveranstaltungen bleiben grundsätzlich bis Ende Oktober verboten.

Erste Großbritannienreise von Macron seit Beginn der Coronakrise

19.00 Uhr: Erstmals seit der Coronakrise reist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag nach Großbritannien. Dort sind Treffen mit Prinz Charles und Premier Boris Johnson geplant.

Anlass ist die berühmte Radioansprache des französischen Generals und späteren Präsidenten Charles de Gaulle am 18. Juni vor 80 Jahren. Im Jahr 1940 rief er die Franzosen im Londoner Exil zum Widerstand gegen die Nazi-Besatzer auf, die wenige Tage zuvor in Paris einmarschiert waren.

657 Infizierte bei Schlachtbetrieb Tönnies

18.51 Uhr: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiter beim Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist auf 657 gestiegen. Insgesamt lagen am Mittwochabend 983 Testergebnisse vor, davon 326 negativ, wie ein Sprecher des Kreises Gütersloh mitteilte. Dies sei nur ein Zwischenstand.

Nach Angaben des Landrats Sven-Georg Adenauer (CDU) hatte der Kreis insgesamt 1050 Coronavirus-Tests für Beschäftigte der Firma Tönnies veranlasst.Rund 7000 Menschen sind den Angaben des Kreises zufolge in Quarantäne. Um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen, wurde die Schließung von Schulen und Kitas im gesamten Kreis verfügt.

New York hat jetzt niedrigste Verbreitungsrate in USA

18.41 Uhr: Der Bundesstaat New York hat nach Angaben seines Gouverneurs Andrew Cuomo mittlerweile die niedrigste Virus-Ausbreitungsrate in den USA. Zu Beginn der Krise in den Vereinigten Staaten war New York das Epizentrum des Landes. Am Dienstag sei jedoch bei weniger als einem Prozent der etwa 60.000 getesteten Bewohner ein positives Ergebnis herausgekommen, sagt Cuomo.

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Haftbefehl über die Coronakrise: "Ich bin direkt einkaufen gegangen, und zwar für mehrere Tausend Euro"

17.45 Uhr: Rapper Haftbefehl gehörte zum Beginn der Corona-Pandemie offenbar zu den sogenannten Hamsterkäufern. Außerdem distanziert sich der Rapper von Verschwörungsideologen.

Höchststand an Corona-Neuinfektionen in Saudi-Arabien

17.30 Uhr: Mit fast 5000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages hat Saudi-Arabien einen neuen Höchststand an Neuerkrankungen verzeichnet. Fast die Hälfte der 4919 Fälle habe es in der Hauptstadt Riad gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Saudi-Arabien ist in der arabischen Welt am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Insgesamt infizierten sich in dem Königreich mehr als 141.000 Menschen mit dem Virus, mehr als 1000 Menschen starben.

Fraport erwartet Abbau von bis zu 4000 Stellen

17.10 Uhr: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet wegen der Coronakrise mit dem Abbau Tausender Arbeitsplätze. "So hart es auch ist, wir werden etwa 3000 bis 4000 Menschen weniger beschäftigen können", sagte Vorstandschef Stefan Schulte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies seien die Perspektiven für die Jahre 2023 und 2024.

Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite sollten bald beginnen, sagte Schulte. Ende vergangenen Jahres hatte Fraport rund 22.500 Mitarbeiter beschäftigt. Schulte hofft, dass sich ein Großteil der Stellenstreichungen so regeln lässt, dass Mitarbeiter in den Ruhestand gehen und nicht ersetzt werden. Andere könnten ihre Arbeitszeit vorübergehend reduzieren.

Auslieferung von Schweizer Masken stockt wegen Zertifizierung

17.03 Uhr: Atemschutzmasken aus der Schweiz sind zwar in der Produktion, aber die Auslieferung ist blockiert. Es fehlt das Zertifikat einer Prüfstelle, und die gibt es nicht in der Schweiz. Der Hersteller Flawa hat sich an das deutsche Prüfinstitut TÜV Nord gewandt. "Die Zeitspanne, bis die Zertifizierung vorliegt, hängt von der Auslastung des Prüfinstituts TÜV Nord in Deutschland ab", sagte Firmensprecher Alfredo Schilirò am Mittwoch.

Beim TÜV Nord hieß es dagegen, das Auftragsvolumen sei zwar groß, man arbeite aber im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr. "Dadurch können wir die beauftragten Laborprüfungen innerhalb weniger Tage durchführen", sagte Sprecherin Franziska Nieke. Vielmehr ist nach ihren Angaben die Firma am Zug, es fehlten noch Unterlagen. "Nach Erhalt aller Unterlagen und der Masken dauert es etwa zwei Wochen bis zur Zertifikatsausstellung", sagte sie. Nach den Laborarbeiten müssten noch die Prüfberichte erstellt werden. Schilirò betonte am Nachmittag, die Auftragsbestätigung von TÜV Nord sei bei Flawa am Mittwoch eingegangen - insofern müssten alle Unterlagen vorliegen. TÜV Nord war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

In der Schweiz wurden wegen des Mangels an Gesichtsmasken zu Beginn der Coronakrise zwei Maschinen in China gekauft, die eigentlich schon im April 64.000 Masken pro Tag produzieren sollten. Die Lieferung verzögerte sich zunächst, der Aufbau dauerte sechs Wochen. Seit Anfang Juni seien sie in Betrieb, sagte Schilirò, seit zwei Tagen sei die Produktion auf einen Zwei-Schicht-Betrieb hochgefahren. Da die produzierten Masken genau den Vorgaben entsprächen, sei nicht mit nachträglich nötigen Anpassungen zu rechnen.

Medikament gegen Covid-19: Was kann Dexamethason - und was nicht?

16.55 Uhr: Britische Ärzte berichten, dass der Wirkstoff Dexamethason die Überlebenschancen von Menschen mit einem sehr schweren Covid-19-Verlauf deutlich erhöht. Was das für ein Medikament ist, was die Nachricht für die Behandlung insgesamt bedeuten könnte, was wir noch nicht wissen: Lesen Sie hier den Überblick.

Vereinfachter Zugang zu Hartz IV soll verlängert werden

16.35 Uhr: Der Zugang zu Hartz-IV-Leistungen soll wegen der Coronakrise auch weiterhin leichter möglich sein. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch entsprechende Fristen verlängert. Wegen der Krise war die Vermögensprüfung bei Anträgen auf Hartz IV und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für die Zeit bis Ende Juni ausgesetzt worden. Die Regelung wird nun bis Ende September verlängert.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie seien weiterhin erheblich, begründete das Bundessozialministerium den Schritt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: "Nach wie vor sind viele Menschen durch die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise in ihrer Existenz bedroht. Der Sozialstaat ist an der Seite der Menschen, wenn sie ihn brauchen."

Agentur für Arbeit

Agentur für Arbeit

Foto:

Carsten Rehder/ DPA

Coronavirus-Ausbruch in Fleischfabrik: 7000 Menschen unter Quarantäne

16.26 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies stellt der Kreis Gütersloh rund 7000 Menschen unter Quarantäne. Betroffen seien alle Personen, die auf dem Werksgelände gearbeitet hätten, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Mittwoch. Sie würden nun nach und nach auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Einen allgemeinen Lockdown für den Kreis werde es nicht geben, obwohl die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen deutlich überschritten sei.

Champions League soll im August weitergehen

16.15 Uhr: Monatelang war die Champions League unterbrochen, im August soll die Königsklasse des europäischen Fußballs weitergehen. Das Finalturnier der Champions League findet in Lissabon statt, die Europa League in Nordrhein-Westfalen mit Finale in Köln und die ins kommende Jahr verschobene EM weiter in zwölf Ländern. Diese Entscheidungen hat das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) getroffen.

Sieben Millionen Downloads für Corona-Warn-App

16.00 Uhr: Die Corona-Warn-App des Bundes stößt bei den Menschen in Deutschland auf eine überraschend hohe Resonanz. Seit ihrem Start am Dienstagmorgen wurde sie rund sieben Millionen Mal heruntergeladen und installiert, teilte Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) am Mittwochnachmittag auf Twitter mit. In den ersten 24 Stunden hatten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 6,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App in Betrieb genommen.

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"Das sind weit über sechs Millionen Gründe, warum das Coronavirus künftig weniger Chancen hat", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Jeder einzelne, der die App nutze, mache einen Unterschied. "Dieser starke Start sollte noch mehr Bürger motivieren, mitzumachen. Denn Corona eindämmen, das ist ein Teamspiel."

Um viele Menschen in Deutschland, die noch über ein älteres Smartphone verfügen, nicht von der Verwendung der App auszuschließen, will die Bundesregierung bei Apple und Google erreichen, dass die Mindestvoraussetzungen heruntergeschraubt werden. Die App setzt auf Programmschnittstellen, die Apple nur in seinem aktuellen iPhone-Betriebssystem iOS 13.5 bereitstellt. Das läuft aber nicht auf älteren Geräten wie dem iPhone 6, 5S oder 5.

Tönnies stoppt Schlachtbetrieb

15.35 Uhr: Wegen des Coronavirus-Ausbruchs ist der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. Die Schlachtungen seien bereits am Mittwochmittag eingestellt worden, nun würden weitere Bereiche nach und nach heruntergefahren, teilte das Unternehmen mit. Wie lange der Produktionsbereich geschlossen bleibe, müssten die Behörden nach Lage entscheiden.

Staat will Reisebus-Unternehmer mit 170 Millionen Euro stützen

15.30 Uhr: Monatelang durften Reisebus-Unternehmer zum Corona-Schutz keine Touristen befördern, viele von ihnen haben existenzielle Sorgen. Nun sollen die Betreiber schon bald staatliche Hilfe erhalten. 170 Millionen Euro seien dafür noch in den geplanten Nachtragshaushalt eingestellt worden, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei einer Demonstration von Busunternehmern in Berlin.

Mehr als 5000 Tote in Schweden

15.20 Uhr: In Schweden sind mittlerweile mehr als 5000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der von der staatlichen Gesundheitsbehörde verzeichneten Todesfälle stieg am Mittwoch auf 5041, was einer Zunahme um 102 im Vergleich zum Vortag entsprach. Mehr als 54.500 Corona-Infektionen wurden im Land bislang nachgewiesen.

Schweden hatte in der Coronakrise weniger strenge Maßnahmen verfügt als alle anderen europäischen Länder. Auch hier gelten für die Bürger aber bestimmte Corona-Beschränkungen wie ein Besuchsverbot in Altersheimen oder eine maximale Teilnehmergrenze von 50 Personen für öffentliche Versammlungen. Restaurants, Kneipen und Cafés blieben aber ebenso durchgehend geöffnet wie Schulen und Kindergärten.

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Verglichen mit Deutschland hat Schweden mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern auf die Bevölkerungszahl gerechnet fünfmal so viele Todesfälle. In Großbritannien, Spanien, Italien und Belgien liegt dieser Wert jedoch noch höher, wie aus Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorgeht.

Deutschland soll Schutzmaskenreserve aufbauen

15.00 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie kommt Deutschland nach Regierungsangaben bei der nationalen Herstellung von Schutzmasken gut voran. Es hätten sich bereits "sehr viele" Firmen gefunden, die zum Aufbau entsprechender Produktionslinien bereit seien, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag. "So werden wir hoffentlich bis Ende August auch eine nennenswerte Schutzausrüstungsproduktion in Deutschland haben."

Angesichts eines zeitweisen Schutzmaskenmangels hatte die Bundesregierung entschieden, die nationale Eigenproduktion über Investitionsförderung und Abnahmegarantien anzukurbeln. Durch zahlreiche Lieferungen aus dem Ausland dürfte es nach Brauns Worten derzeit eigentlich nirgendwo in Deutschland einen Mangel an Schutzausrüstung mehr geben. Ziel sei aber der Aufbau einer nationalen Reserve - und zwar dauerhaft und nicht nur für die Zeit der Coronakrise.

Coronavirus-Ausbruch in Fleischfabrik: Kreis Gütersloh schließt sämtliche Schulen und Kitas

14.40 Uhr: Der Kreis Gütersloh schließt nach einem erneuten Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien. Durch diesen Schritt solle eine Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung vermieden werden, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch. Unter den Tönnies-Beschäftigten seien zahlreiche Mütter und Väter mit schulpflichtigen Kindern. Die Schließung von Schulen, Kitas und bei der Tagesbetreuung im gesamten Kreisgebiet gelte ab Donnerstag und bis zum Beginn der Sommerferien in NRW am 29. Juni. Zuvor hatten mehrere lokale Medien berichtet.

Litauen hebt Quarantäne auf

14.15 Uhr: In Litauen ist nach drei Monaten die von der Regierung wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Quarantäne aufgehoben worden. Weiterhin gilt aber der landesweite Notstand. "Dies ist ein Sieg Litauens. Ein Sieg der Menschlichkeit. Das Wichtigste ist jetzt, verantwortlich zu bleiben und dem Virus in unserem Land keine zweite Chance zu geben", schrieb Regierungschef Saulius Skvernelis am Mittwoch auf Facebook.

Im Zuge der Aufhebung der Corona-Quarantäne entfällt zum 17. Juni die bisherige Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit - das Tragen von Gesichtsmasken wird von der Regierung jedoch weiter empfohlen. Abstandsregeln, Hygienevorschriften sowie Beschränkungen bei öffentlichen Versammlungen und der Einreise bleiben bestehen. Erlaubt sind hingegen Großveranstaltungen bis zu einer Teilnehmerzahl von 700 Personen unter freiem Himmel. Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind für Gruppen bis zu 150 Personen möglich.

Litauen war frühzeitig mit strikten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgegangen. Kurz nach der ersten bestätigten Infektion im Land rief die Regierung am 26. Februar den Notstand aus. Am 16. März verhängte sie eine Quarantäne, die mehrfach verlängert wurde. Das drei Millionen Einwohner große Land verzeichnete bislang 1778 bestätigte Infektionen und 76 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Regierungschef Saulius Skvernelis: "Ein Sieg der Menschlichkeit"

Regierungschef Saulius Skvernelis: "Ein Sieg der Menschlichkeit"

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Michal Zielinski/ dpa

Öffentliche Toiletten könnten Viren-Hotspot sein

14.00 Uhr: Endlich ist Sommer, viele Menschen treffen sich unbesorgt in Biergärten oder auf Restaurantterrassen. Dort fühlen sie sich sicher, weil sich das Coronavirus sich an der frischen Luft nicht so gut verbreitet wie in geschlossenen Räumen. Trotzdem müssen die Feiernden auch irgendwann einmal auf die Toilette. Das stille Örtchen haben chinesische Forscher nun zu einem potenziellen Risiko-Ort erklärt.

EU-Kommission will Tempo im Wettlauf um Corona-Impfstoff 

13.30 Uhr: Die EU-Kommission will Milliarden Euro in Vorverträge mit Pharmaherstellern investieren, um die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs für alle Europäer und für Partnerländer weltweit zu beschleunigen. Damit solle ein wirksamer und sicherer Impfstoff binnen 12 bis 18 Monaten bereitstehen, möglichst sogar schneller, erklärte die Brüsseler Behörde am Mittwoch bei der offiziellen Vorstellung ihrer Impfstoffstrategie.

"Erst wenn wir einen wirksamen Impfstoff gegen dieses Virus haben, werden unsere Volkswirtschaften wieder auf Touren kommen und wir alle unser Leben zurückgewinnen, wie wir es kennen", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft. Bei der Überwindung der Pandemie zähle jeder Tag.

Die EU setze weiter darauf, dass alle Menschen weltweit den künftigen Impfstoff schnell bekommen könnten, wenn sie ihn brauchten. Dazu sei für 27. Juni eine weitere Spendenkonferenz geplant. Länder mit hohem Einkommen könnten "den Kern einer internationalen Einkaufsallianz" bilden. "Ich zuerst" taugt nicht als Motto, wenn wir eine weltweite Pandemie besiegen wollen", sagte von der Leyen.

23 weitere Corona-Infektionen in Magdeburg

13.01 Uhr: In Magdeburg sind seit Dienstagmorgen weitere 23 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Das geht aus einer Mitteilung  des Sozialministeriums Sachsen-Anhalt vom Mittwoch hervor. In der Landeshauptstadt sind wegen des Ausbruchs in den vergangenen Tagen mehrere Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Spielplätze geschlossen worden. Von den bisher gut 180 in Magdeburg erfassten Infektionen wurden 60 seit Freitag erfasst.

Brasilien meldet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

12.55 Uhr: Im schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Brasilien hat die Zahl bestätigter Neuinfektionen mit fast 37.300 binnen 24 Stunden einen neuen Tageshöchststand markiert. Mit 1338 zwischen Dienstagabend und Mittwochabend erfassten Toten in Zusammenhang mit Covid-19 erreichte die Opferzahl zudem den zweithöchsten Wert seit Ausbruch der Pandemie, wie das Portal "G1" auf Grundlage von Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums am Dienstagabend berichtete. Demnach starben bisher 45.456 Menschen, mehr als 928.800 wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Lateinamerikas bevölkerungsreichstes Land erlebte in den vergangenen zwei Wochen einen rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen, nur die USA haben weltweit noch höhere Zahlen an Infizierten und Toten. Dennoch werden in Brasilien vielerorts Maßnahmen gelockert, Geschäfte und Strände sind inzwischen wieder geöffnet. Präsident Jair Bolsonaro hatte die vom Virus ausgelöste Krankheit Covid-19 zu Beginn der Pandemie als "kleine Grippe" verharmlost.

Mehr als ein Viertel der bis Dienstagabend neu registrierten Todesfälle gab es mit 365 im Bundesstaat São Paulo. Der Staat Rio de Janeiro mit der gleichnamigen Stadt am Zuckerhut folgt mit 239 neuen Todesfällen. In beiden Staaten gab es bisher auch die meisten Toten.

"G1" gehört zu einem Verbund von Medien, die auf Basis der Zahlen und Grafiken des Gesundheitsministeriums ihre eigene Statistik führen. Dabei werden täglich um 20.00 Uhr die bis dahin aufgelaufenen Zahlen mit denen des Vortages von 20.00 Uhr verglichen. Die US-Universität Johns Hopkins führte Brasilien auf ihrer Homepage am Mittwochmorgen mit 923.189 bestätigten Infektionsfällen sowie 45.241 Toten.

Lufthansa sieht Rettungspaket in Gefahr

12.50 Uhr: Die Lufthansa hat vor einem Scheitern des milliardenschweren Rettungspaketes gewarnt. Dies würde bedeuten, dass die Fluglinie möglicherweise "zeitnah zur Hauptversammlung ein insolvenzrechtliches Schutzschirmverfahren beantragen müsste, wenn es dann nicht unverzüglich zu einer anderen Lösung kommt", teilte die Fluggesellschaft mit .

Hintergrund sind Äußerungen des Großaktionärs Heinz Hermann Thiele in einem Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" , in denen er Kritik an dem Rettungspaket insbesondere an dem geplanten Einstieg des Bundes geäußert hat.

Kabinett beschließt Nachtragshaushalt - Rekordschulden wegen Corona 

12.33 Uhr: Die Bundesregierung hat die Pläne von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für Rekordschulden wegen der Coronakrise gebilligt. Das Kabinett brachte am Mittwoch einen zweiten Nachtragshaushalt über 62,5 Milliarden Euro auf den Weg. Damit steigt die für das laufende Jahr geplante Neuverschuldung auf 218,5 Milliarden Euro. Mit dem Geld will der Bund unter anderem das Konjunkturpaket finanzieren, das Konsum und Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder ankurbeln soll. Der Bundestag muss den zusätzlichen Krediten noch zustimmen.

Einen ersten Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro hatte das Parlament bereits Ende März zur Finanzierung mehrerer Hilfspakete beschlossen - und dafür auch die Schuldenbremse im Grundgesetz ausgesetzt. Nun soll unter anderem die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt und ein Bonus für Familien mit Kindern gezahlt werden. Außerdem können kleine und mittelständische Unternehmen Überbrückungshilfen von insgesamt 25 Milliarden Euro erhalten.

Der Bund der Steuerzahler kritisierte den Nachtragshaushalt. Der Verbandspräsident Reiner Holznagel sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er sei entsetzt über die Pläne des SPD-Politikers. Scholz mache damit mehr Schulden als eigentlich notwendig - zudem könne "der Tilgungsplan ehrgeiziger sein, um die Schulden zügiger zurückzuzahlen".

Tübinger Unternehmen CureVac darf mit klinischer Prüfung beginnen

12.26 Uhr: Das Tübinger Unternehmen CureVac darf mit der klinischen Prüfung seines Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus beginnen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen erteilte dem Unternehmen die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen. Ende April hatte bereits das Mainzer Unternehmen BioNTech die Genehmigung erhalten, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen in Deutschland zu testen.

70 Infektionen in Wohnblöcken in Berlin-Neukölln

12.10 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Berlin-Neukölln ist weiter gestiegen. Inzwischen seien mit Stand Dienstagabend 70 Fälle bekannt, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) am Mittwoch bei radioeins. Diese seien auf die Haushalte verteilt und nicht unbedingt konzentriert an einer Stelle. Die Verläufe seien zwar relativ mild. Das heiße aber nicht, dass die Situation einfach sei. Am Dienstagvormittag hatte der Bezirk von 57 Infektionen gesprochen.

Hikel sprach von einer in der Allgemeinbevölkerung nachlassenden Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Regeln: Es mache sich zunehmend die Einstellung breit, Corona sei vorbei oder doch gar nicht so schlimm, also könnten das Maskentragen oder die Mindestabstände vernachlässigt werden. "Insofern ist es natürlich in der jetzigen Situation noch mal schwieriger, Menschen zu verdeutlichen, dass Corona eben nicht vorbei ist und dass auch das Einhalten von einer Quarantäne bedeutet, andere Menschen zu schützen", sagte Hikel.

Im Bezirk stehen knapp 370 Haushalte in sieben Wohnblöcken an verschiedenen Orten unter Quarantäne. In den Wohnungen leben teils bis zu zehn Menschen auf engem Raum zusammen. Diese Woche laufen noch zahlreiche Coronavirus-Tests, sodass mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen gerechnet wird.

400 positive Coronavirus-Tests bei Fleischbetrieb Tönnies

12.00 Uhr: Beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sollen mindestens 400 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Das berichten Radio Gütersloh  sowie die "Neue Westfälische"  übereinstimmend. Demnach seien bei Tönnies am Dienstag 1000 Mitarbeiter getestet worden. Nach der Auswertung der ersten 500 Tests sollen 400 davon positiv gewesen sein. Die Auswertung weiterer Tests stehe demnach noch aus.

Wegen einer Vielzahl von Neuinfektionen berate zurzeit der Krisenstab des Kreises Gütersloh, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, sagte eine Kreissprecherin am Mittwoch. Sie bestätigte, dass seit Anfang der Woche 400 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

"Der Kreis wird alles tun, um eine Weiterverbreitung zu stoppen. Der Betrieb bei Tönnies muss jetzt so weit wie irgendmöglich heruntergefahren werden", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer laut der "Neuen Westfälischen". "Ich kann es natürlich nicht versprechen, aber ich werde alles dafür tun, um einen Shutdown für den Kreis Gütersloh zu vermeiden."

Am Nachmittag wollten der Kreis Gütersloh und Tönnies bei einer Pressekonferenz über das Geschehen informieren. Am Dienstag hatte das Unternehmen von 128 positiv auf das Virus getesteten Mitarbeitern gesprochen und Maßnahmen zugesagt, die Ausbreitung einzudämmen.

Firmengelände der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück

Firmengelände der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück

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David Inderlied/ dpa

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Gesamtkosten von 68 Millionen Euro: Wer bekommt wie viel für die Corona-Warn-App?

11.40 Uhr: Die Bundesregierung hat aufgeschlüsselt, was die neue Corona-Warn-App insgesamt kostet und wer wie viel Geld erhält. Die Zahl der Downloads bewegt sich mittlerweile im Millionenbereich.

Live-Debatte: Wie sinnvoll ist die Corona-Warn-App?

11.17 Uhr: Die deutsche Corona-Warn-App ist da - und potenzielle Nutzerinnen und Nutzer haben viele Fragen. Klar ist: Die Anwendung schützt nicht vor einer Corona-Infektion. Sie kann aber dazu beitragen, dass Menschen nachträglich über risikoreiche Begegnungen informiert werden.

Sind die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher? Wie funktioniert die Anwendung? Was sind die Voraussetzungen, um die App zu installieren? Warum müssen Android-Nutzer ihren Standort freigeben? Und: Soll ich mir die App wirklich installieren?

Diskutieren Sie diese und andere Fragen zu dem Thema live auf SPIEGEL.de mit Netzwelt-Redakteur Max Hoppenstedt und dem IT-Experten Henning Tillmann.

Los geht es am Mittwoch, den 17. Juni 2020, ab 12 Uhr - im Kommentarbereich des hier verlinkten Textes.

Coronavirus-Ausbruch in Peking geht wohl nicht auf norwegischen Lachs zurück

11.00 Uhr: Der Coronavirus-Ausbruch auf dem Pekinger Xinfadi-Großmarkt soll entgegen erster Vermutungen nicht von norwegischem Lachs ausgegangenen sein. Chinesische und norwegische Behörden seien zu dem Schluss gekommen, dass der europäische Fisch nicht der Ursprung des lokalen Ausbruchs sei, sagte der norwegische Minister für Fischerei, Odd Emil Ingebrigtsen.

"Wir können die Unsicherheit und einen Stopp des Lachsexports nach China damit beiseiteräumen", sagte Ingebrigtsen auf einer Videokonferenz mit Journalisten. Nach dem Verdacht hatten in Peking Supermärkte den Fisch aus den Regalen geräumt. Wie staatliche Zeitungen berichteten, waren die Aktien norwegischer Lachszüchter abgerutscht.

Das Coronavirus war offenbar auf Schneidebrettern eines Lachshändlers nachgewiesen worden. Fraglich war jedoch, ob Lachs das Coronavirus überhaupt übertragen kann. Viel eher hatte Chinas Reaktion den Eindruck gemacht, als wolle das Land schnell eine Lösung für das Problem finden, um zu signalisieren, alles unter Kontrolle zu haben.

Am Mittwoch rief Peking die zweithöchste Sicherheitsstufe aus. Die Stadt wurde teilweise abgeriegelt.

Studie aus Großbritannien: WHO nennt Ergebnisse zu Covid-19-Medikament einen "Durchbruch"

10.41 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation hat die vorläufigen Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 als Durchbruch bezeichnet. Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus einer Mitteilung zufolge.

Vor Trumps Wahlkampfauftritt: Neuinfektionen in Oklahoma auf Rekordwert

10.30 Uhr: Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben am Dienstag in den sechs US-Bundesstaaten Arizona, Florida, Oklahoma, Oregon und Texas neue Höchstwerte erreicht. Sie markieren die zweite Woche in Folge eine steigende Zahl an Coronavirus-Fällen.

In Oklahoma wurden 228 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. US-Präsident Donald Trump plant in dem Bundesstaat am kommenden Samstag eine Wahlkampfveranstaltung abzuhalten. Gesundheitsbeamte rieten Teilnehmern, sich vor sowie nach der Veranstaltung auf das Coronavirus testen zu lassen.

National Public Radio  berichtete derweil, das Wahlkampfteam Trumps warne Ticketkäufer vor dem Infektionsrisiko. Vor der Registrierung auf der Internetseite werde ein Haftungsausschluss eingeblendet. Durch die Teilnahme an der Kundgebung würden sich die Gäste verpflichten, das Wahlkampfteam sowie den Veranstaltungsort nicht für eine mögliche Coronavirus-Infektion haftbar zu machen.

Gesundheitsbehörden führen den Anstieg der Coronavirus-Infektionen auf die Wiedereröffnung von Unternehmen und die Wochenendtreffen zum Memorial Day Ende Mai zurück. Viele Staaten stellen sich auch auf eine mögliche Zunahme der Fälle ein, nachdem in den vergangenen drei Wochen Zehntausende an Anti-Rassismus-Protesten teilgenommen haben.

Großveranstaltungen sollen mindestens bis Ende Oktober verboten bleiben

10.15 Uhr: Am Nachmittag wollen die Ministerpräsidenten die weiteren Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie festzurren. Laut einer Beschlussvorlage soll es noch monatelang keine Großveranstaltungen geben.

Weltärztepräsident lobt Corona-Warn-App

10.08 Uhr: Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery lobt die deutsche Corona-Warn-App. "Ich habe die App geladen und bin davon überzeugt, dass sie ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie ist", sagte er der "Passauer Neuen Presse"  vom Mittwoch. "Wenn sich die große Mehrheit der Bevölkerung die App herunterlädt und den Empfehlungen folgt, dann kann man davon ausgehen, dass sie weiterhilft."

Ob sich die App letztlich bewähre, hänge davon ab, "wie sie genutzt wird", sagte Montgomery. "Das wird die Zukunft zeigen."

Schutz vor Coronavirus: Wie viel Abstand ist genug?

10.00 Uhr: Großbritannien erwägt, den Corona-Sicherheitsabstand von zwei Metern zu reduzieren. Dagegen regt sich Protest. Doch wie weit sollte die Distanz sein?

Leer: 73-Jähriger stirbt nach Restauranteröffnung

09.50 Uhr: Bei der Eröffnung eines Lokals im Landkreis Leer steckten sich zahlreiche Menschen mit dem Coronavirus an. Nun ist einer der Erkrankten gestorben. Es handele sich um einen 73-Jährigen aus dem Landkreis, er sei an den Folgen von Covid-19 gestorben, teilte eine Sprecherin des Landkreises am Mittwoch mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Mehrere Dutzend Menschen hatten sich im Zusammenhang mit der Veranstaltung in der Gaststätte in Moormerland mit dem Coronavirus infiziert. Der Betreiber betonte stets, es seien alle Schutzmaßnahmen eingehalten worden.

Corona-Tests an Schulen: Schwesig fordert Krankenkassen zur Übernahme der Kosten auf

09.17 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat gefordert, dass die Krankenkassen die Kosten für eine Ausweitung von Corona-Tests an Schulen übernehmen. Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Schwesig am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin", mit der Rückkehr zu Präsenzunterricht an jedem Tag sei mehr Sicherheit durch Testung nötig.

Die Kosten für diese Tests müssten die Krankenkassen übernehmen. "Ich bin dafür, dass da ein klares Signal von 16 Länderchefs und der Kanzlerin ausgeht, und dann glaube ich, können wir uns mit den Kassen auch einigen", sagte Schwesig. In den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Merkel am Mittwochnachmittag müssten Kinder und Familien im Mittelpunkt stehen.

Zahl der Todesfälle durch Coronavirus in Indien steigt sprunghaft an

08.36 Uhr: In Indien ist die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus sprunghaft um 2000 auf fast 12.000 angestiegen. Allein Neu-Delhi verzeichnete am Mittwoch einen Rekordanstieg von 400 Todesfällen. Damit starben in der Hauptstadt bereits 1800 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Unklar blieb zunächst, wie viele der neuen Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden aufgetreten waren und wie viele erst mit mehreren Tagen Verspätung registriert wurden.

Die Metropole Mumbai meldete einen starken Anstieg der Todesfallzahl von bislang 862 auf mehr als 3100. Als Begründung nannten die Behörden einen nicht näher beschriebenen Berechnungsfehler.

Gemessen an der Zahl der Infektionsfälle steht Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern inzwischen auf Platz vier der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Landesweit haben sich nach offiziellen Angaben bereits mehr als 350.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Viele Experten halten die offiziellen Angaben jedoch für zu niedrig und fordern mehr Tests.

Besonders schwer betroffen sind die Millionenstädte. Für den Großraum der ostindischen Metropole Chennai ordneten die Behörden wegen des anhaltenden Anstiegs bei den Infektionsfällen eine erneute strikte Ausgangssperre an. Von Freitag an und bis zum Monatsende müssen rund 15 Millionen Menschen wieder zu Hause bleiben.

Indien hatte Ende März eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Angesichts der schweren Wirtschaftskrise im Land hob Premierminister Narendra Modi jedoch Anfang des Monats einen Großteil der drakonischen Beschränkungen wieder auf, obwohl ein Abflauen der Infektionskurve nicht absehbar war.

Virologe rechnet nach Corona-Ausbruch in Peking nicht mit zweiter Pandemie-Welle

08.01 Uhr: Die jüngsten Fälle von Corona-Infektionen in Peking sind nach Einschätzung des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit nicht der Beginn der gefürchteten zweiten Welle der Pandemie. "Eine zweite Welle zu postulieren wäre jetzt übertrieben", sagte Schmidt-Chanasit dem Radiosender Bayern 2. Ein Ausbruch, wie jetzt in China, könne jederzeit auftreten. "Das hat mich nicht überrascht. Aber wir sehen jetzt auch, wie gut China darauf reagiert", sagte der Virologe.

Nach dem jüngsten Corona-Ausbruch ordnet Peking Massentests in den betroffenen Vierteln an

Nach dem jüngsten Corona-Ausbruch ordnet Peking Massentests in den betroffenen Vierteln an

Foto: -/ dpa

Die in China ergriffenen Gegenmaßnahmen wirkten überzeugend. China versuche mit sehr strikten Maßnahmen, den lokalen Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Das scheine gut zu funktionieren. Aufgrund dieser schnellen und strengen Maßnahmen rechne er auch nicht mit einer zweiten Welle, sagte Schmidt-Chanasit. Darüber hinaus sei der Ausbruch in Peking nicht überraschend, da "ein Großteil der Bevölkerung in China natürlich wie bei uns noch nicht immun" sei.

Wie die Stadtverwaltung von Peking am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 31 neue Coronavirus-Infektionsfälle in der Stadt verzeichnet. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle seit der Entdeckung des Neuausbruchs am Freitag auf 137. Zuvor waren in Peking über zwei Monate hinweg keine neuen Coronavirus-Fälle festgestellt worden.

Australien will Grenzen wohl noch bis 2021 geschlossen halten

07.42 Uhr: Australien wird seine Grenzen für ausländische Reisende wahrscheinlich nicht vor kommendem Jahr öffnen, wie Handelsminister Simon Birmingham sagt. "Das ist der Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir Covid-19 unter Kontrolle behalten wollen", sagte er in einer Rede vor dem National Press Club. Geprüft werde aber eine Lockerung der Einreisevorgaben für Studenten und andere Langzeitbesucher.

Präsident von Honduras mit dem Virus infiziert

Er ist positiv: Juan Orlando Hernandez, Präsident von Honduras, beim Nasen-Rachen-Abstrich

Er ist positiv: Juan Orlando Hernandez, Präsident von Honduras, beim Nasen-Rachen-Abstrich

Foto: -/ AFP

06.59 Uhr: In Honduras gibt Präsident Juan Orlando Hernandez in einer Fernsehansprache seine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekannt. Die Diagnose sei erfolgt, nachdem er sich am Wochenende unwohl gefühlt habe. Er befinde sich in Behandlung und arbeite von zu Hause aus.

Merkel und die Ministerpräsidenten beraten über Corona-Folgen

06.30 Uhr: Die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch um 15.00 Uhr mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Umsetzung des von der Großen Koalition beschlossenen Konjunkturprogramms und über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Zum ersten Mal seit einem Vierteljahr treffen sich die Länderchefs und Merkel persönlich im Kanzleramt. Seit Mitte März hatte es nur Video- und Telefonkonferenzen gegeben.

Auch diesmal geht es wieder um Corona, aber die Beratungen drehen sich nicht mehr so sehr um den Umgang mit der Pandemie, sondern mehr um die Bewältigung der Folgen. So werden die Ministerpräsidenten und Merkel über die organisatorische und finanzielle Umsetzung des 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturprogramms sprechen, das Union und SPD Anfang des Monats vereinbart hatten. Dabei geht es etwa um die Frage, welchen Anteil Bund und Länder bei einzelnen Maßnahmen jeweils übernehmen.

Die Kanzlerin hatte am Dienstag eindringlich vor möglichen Rückschlägen gewarnt. Die deutsche Wirtschaft erleide in ihrer gesamten Breite einen Riesen-Einbruch, sagte sie am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in der Unionsfraktion im Bundestag. Noch wisse niemand, wie sich Konsumverhalten und Pandemie entwickelten. Es sei eine sehr angespannte Zeit, auch wenn derzeit meist die Sonne scheine.

Wie gefährlich sind öffentliche Toiletten?

05.59 Uhr: Öffentliche Toiletten könnten zu den Risiko-Orten für eine Corona-Ansteckung zählen. Das legt zumindest eine Studie chinesischer Wissenschaftler nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt "Physics of Fluids" veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten, wie sich kleine Schwebeteilchen beim Spülen einer Toilette in der Luft verteilen. Es sei möglich, dass Virus-belastete Aerosolwolken von anderen Menschen eingeatmet werden, schließen sie. Studien zuvor hatten bereits gezeigt, dass der Stuhl von Infizierten Coronavirus-Material enthalten kann - lebende Viren wurden allerdings nur sehr selten gefunden.

Die Physiker der Universität von Yangzhou nutzten detaillierte Computermodelle, um die Wasser- und Luftströmungen nachzuzeichnen, die beim Spülen mit verschiedenen Toilettentypen entstehen. Demnach werden in der Toilette Wirbel erzeugt, die sich in Form von Aerosolwolken über der Schüssel fortsetzen - bis auf eine Höhe von knapp einem Meter, wo sie eingeatmet werden oder sich auf Oberflächen absetzen könnten. Die Lösung sei einfach: Klodeckel vor dem Spülen schließen.

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Mehr als 1200 Flüge wegen Ausbruch in Peking gestrichen

05.37 Uhr: Wegen des neuen Coronavirus-Ausbruchs sind in Peking die Schutzmaßnahmen weiter verschärft worden. Mindestens 1250 Flüge wurden am Mittwoch in der chinesischen Hauptstadt gestrichen, wie die staatliche "Volkszeitung" berichtete. Damit entfielen rund 70 Prozent aller geplanten Flüge. Auch blieben die Schulen geschlossen.

Sicherheitspersonal desinfiziert das Gelände des Yuegezhuang-Großmarkts in Peking

Sicherheitspersonal desinfiziert das Gelände des Yuegezhuang-Großmarkts in Peking

Foto: Chen Zhonghao/XinHua/dpa

Zuvor hatten die Behörden bereits ein Reiseverbot gegen alle Bewohner von Pekinger Stadtvierteln mit "mittlerem" oder "hohem" Coronavirus-Risiko verhängt. Alle anderen Einwohner wurden aufgerufen, die Stadt nach Möglichkeit nicht zu verlassen. Wenn sie dies dennoch wollen, müssen sie sich vorher einem Coronavirus-Test unterzogen haben.

Fast 30 Wohnviertel in der 21-Millionen-Einwohner-Stadt waren in den vergangenen Tagen unter Quarantäne gestellt worden. Zehntausende Menschen werden auf das Virus getestet. Den neuen Ausbruch des Erregers führen die Behörden auf den Xinfadi-Markt zurück, der nach ihren Angaben seit dem 30. Mai von rund 200.000 Menschen besucht wurde. In anderen chinesischen Städten wurde bereits eine Quarantänepflicht für aus Peking kommende Reisende verhängt.

USA verlängern Grenzschließungen zu Mexiko

05.15 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus sollen die Grenzen der USA mit Kanada und Mexiko für einen weiteren Monat weitgehend geschlossen bleiben. Die Grenze solle nun erst nach dem 21. Juli wieder öffnen, sagte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Dienstag, wie kanadische Medien berichteten. "Das ist eine wichtige Entscheidung, die die Menschen in beiden Ländern schützen wird", sagte Trudeau.

Mexikos Außenministerium teilte auf Twitter mit, dass auch die weitgehende Schließung der mexikanischen Grenze mit den USA um weitere 30 Tage verlängert werde. Das hätten beide Länder vereinbart. Die rund 3200 Kilometer lange Grenze bleibt damit für nicht wesentliche Übertritte geschlossen. Grenzübertritte aus Handels- oder Arbeitsgründen bleiben aber erlaubt. Es gibt auch weiterhin Flüge zwischen den beiden Ländern.

345 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

04.36 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 345 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Coronakrise 187.184 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete.

8830 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 30 im Vergleich zum Vortag. Etwa 173.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Bundesregierung stuft Türkei als Corona-Risikogebiet ein

03.50 Uhr: Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste, die bereits am Montag zum ersten Mal vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie Ägypten, Thailand und Marokko.

Einreisende aus einem Risikogebiet müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Für diese Länder ist unter anderem deswegen eine Aufhebung der immer noch für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union geltende Reisewarnung nach jetzigem Stand kaum möglich.

Vor allem die Türkei, das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien und Italien, dringt auf eine Aufhebung dieser Reisewarnung und wirbt um deutsche Touristen. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavusoglu hatte sich vor wenigen Tagen enttäuscht über die Beibehaltung der Reisewarnung gezeigt.

Jeder zweite Reisebusbetrieb fürchtet das Aus 

03.15 Uhr: Drei Monate nach Beginn der Kontakt- und Reisebeschränkungen stecken viele Reisebusbetriebe in der Krise. Durchschnittlich liegt der Gesamtschaden je Unternehmen bei gut einer halben Million Euro, wie eine Branchenumfrage ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Jeder zweiter Anbieter fürchtet demnach das Aus. Weggebrochen seien vor allem Busreisen, Klassen- und Vereinsfahrten sowie Fahrten zu Konzerten.

"Die anrollende Pleitewelle im mittelständischen Busgewerbe ist das Ergebnis einer bisher verfehlten Rettungspolitik", kritisierte Karl Hülsmann, der Präsident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer.

Mit rund 1000 Reisebussen will die Branche am Mittwoch (10.00 Uhr) im Berliner Regierungsviertel protestieren. Bei einer Sternfahrt zum Brandenburger Tor wollen die Unternehmer mehr staatliche Hilfe fordern.

Steuerzahlerbund "entsetzt" über neuen Nachtragshaushalt

01.24 Uhr: Der Bund der Steuerzahler hat sich "entsetzt" über den neuen Nachtragshaushalt von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gezeigt. Scholz mache damit mehr Schulden als eigentlich notwendig, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zudem könne "der Tilgungsplan ehrgeiziger sein, um die Schulden zügiger zurückzuzahlen".

Das Bundeskabinett will den zweiten Nachtragshaushalt am Mittwoch verabschieden. Abgedeckt werden sollen damit vor allem Mehrausgaben für das Konjunkturpaket der Regierung zur Bewältigung der Coronakrise sowie die durch die Pandemie bedingten Steuerausfälle. Der neue Nachtragshaushalt sieht eine zusätzliche Neuverschuldung von 62,5 Milliarden Euro vor. Sie kommt zu den bereits im ersten Nachtragshaushalt vom März vorgesehenen neuen Krediten von 156 Milliarden Euro hinzu.

Der Zuwachs an neuen Schulden des Bundes steige damit von 7177 Euro auf 9154 Euro pro Sekunde, sagte Holznagel. Er kritisierte, dass mit dem Konjunkturpaket dauerhafte Aufgaben wie die Digitalisierung und die Wasserstoffstrategie finanziert werden sollten. Damit werde das Programm, "das eigentlich kurzfristige Impulse geben soll, missbraucht".

Auch beanstandete der Steuerzahlerbundpräsident, dass Sparmaßnahmen im Kernhaushalt von der Großen Koalition gar nicht erst diskutiert würden. Den Regierungspartnern gehe es bei dem neuen Nachtragshaushalt darum, "sich vor der nächsten Bundestagswahl ein finanzielles Polster anzulegen".

bam/bbr/oka/kko/ptz/dpa/AFP/Reuters
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