+++ News-Update am Mittwoch +++ Söder sagt Nordsee-Besuch wegen Panne mit Corona-Tests ab

Eigentlich wollte Markus Söder an die Nordsee. Weil in Bayern aber noch 44.000 auf ihre Corona-Testergebnisse warten, sagte er nun ab. Und: Das RKI zieht ein Strategiepapier zurück. Der Überblick am 12. August.
"Bayern geht vor" - mit diesen Worten begründete Markus Söder seine Absage für einen Besuch an der Nordsee

"Bayern geht vor" - mit diesen Worten begründete Markus Söder seine Absage für einen Besuch an der Nordsee

Foto: Nicolas Armer/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

England korrigiert Zahl der Corona-Toten um mehr als 5000 nach unten

21.58 Uhr: Das britische Gesundheitsministerium hat die Zahl der Corona-Toten für England um mehr als 5000 nach unten korrigiert. Grund dafür sei, dass Todesfälle bei positiv Getesteten bislang in England ohne zeitliche Beschränkung erfasst wurden, teilte das Ministerium in London mit. In anderen Landesteilen wie beispielsweise Schottland gelte hingegen eine Frist von 28 Tagen zwischen einem positiven Corona-Test und dem Todeszeitpunkt, danach werde von einer anderen Todesursache ausgegangen. Das solle nun einheitlich im ganzen Land so gehandhabt werden.

Die Zahl der Todesfälle bei nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Großbritannien sank damit von 46.706 auf 41.329. Trotzdem hält das Land weiterhin den traurigen Rekord der meisten Todesopfer in Europa. Zudem steht zu befürchten, dass viele Menschen, die dem Virus zum Opfer fielen, nie getestet wurden. Zahlen der Statistikbehörden zufolge wurde bislang bei etwa 56.800 Toten ein Verweis auf die Lungenkrankheit Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt. Die Übersterblichkeit für den Zeitraum der Pandemie liegt in Großbritannien bei über 65.500. Sie stellt die Differenz zwischen der Zahl der Sterbefälle in diesem Jahr und dem Durchschnitt des Vergleichszeitraums der vergangenen fünf Jahre dar.

Griechenland meldet Rekord bei Neuinfektionen

20.15 Uhr: Griechenland hat 262 Neuinfektionen gemeldet, das ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Den Daten der Gesundheitsbehörden zufolge gibt es damit 6177 bekannte Infektionen und 216 Todesfälle.

Söder sagt Nordsee-Besuch wegen Panne mit Corona-Tests ab

19.37 Uhr: Nach Bekanntwerden einer schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. "Bayern geht vor", twitterte Söder, er müsse seinen Besuch leider absagen.

Die bayerische Staatsregierung hatte zuvor eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt: 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warten nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Das hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am späten Nachmittag einräumen müssen. Wie viele davon aus dem Freistaat und wie viele aus dem übrigen Bundesgebiet kommen, konnte sie zunächst nicht sagen. Die Infizierten sollten aber bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen.

Söder nannte den "Fehler" bei den Testzentren "sehr, sehr ärgerlich". "Das muss sofort behoben werden und darf nicht mehr passieren. Alle Strukturen sind umgehend zu überprüfen", sagte er. Söder hätte am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit seinem schleswig-holsteinischen Kollegen Daniel Günther (CDU) unter anderem eine Wattwanderung unternehmen wollen. Zudem war eine Schifffahrt der beiden Unions-Politiker zu Seehundbänken in der Nordsee geplant.

Frankreich meldet mehr als 2500 neue Fälle

19.30 Uhr: Frankreich meldet mit 2524 bestätigten Neuinfektionen die größte tägliche Zunahme seit dem Ende des Lockdowns. Der Durchschnittswert der vergangenen sieben Tage liegt demnach inzwischen bei 181. Das entspricht nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters dem höchsten Wert seit dem 24. April, als die Epidemie in Frankreich voll ausgeprägt war. Insgesamt sind inzwischen 206.696 Fälle verzeichnet.

RKI zieht Strategiepapier zurück

18.41 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nach eigenen Angaben heute versehentlich eine ältere Version seines Strategiepapiers online gestellt, die inzwischen mehrfach überarbeitet wurde. Im Gegensatz zu dieser Version rechnet das RKI nicht damit, dass ein Impfstoff bereits im Herbst 2020 zur Verfügung stehen wird. Eine aktualisierte Version des Papiers solle in Kürze veröffentlicht werdfen, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Auch SPIEGEL.de hatte die Meldung um 16.19 Uhr im News-Update gebracht, dass ein Corona-Impfstoff schon im Herbst zur Verfügung stehen könnte. Wir haben die Meldung aus dem Update entfernt.

Todibo beim FC Barcelona positiv getestet

18:01 Uhr: Beim FC Barcelona, dem Viertelfinalgegner des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München, hat sich Jean-Clair Todibo mit dem Coronavirus infiziert. Der Abwehrspieler, der in der vergangenen Saison auf Leihbasis für Schalke 04 auflief, hat nach Klubangaben aber keinen Kontakt mit der Mannschaft gehabt, die am Donnerstag zum Finalturnier nach Lissabon reisen wird. Er sei einer von neun Spielern, die sich abseits des Champions-League-Kaders auf die neue Saison vorbereiten. Barça trifft am Freitag (21 Uhr; Liveticker auf SPIEGEL.de; TV: Sky) auf die Bayern.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Todibo war frei von Symptomen und hat sich in häusliche Quarantäne begeben. Der Verein hat den Fall nach eigenen Angaben schon den Gesundheitsbehörden gemeldet. Personen, die Kontakt mit dem Infizierten hatten, wurden bereits getestet.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Rios Attraktionen öffnen wieder

17:48 Uhr: Nach dem Aufenthalt an den berühmten Stränden ist in Brasiliens Metropole Rio de Janeiro inmitten der grassierenden Corona-Pandemie auch der Besuch der Sehenswürdigkeiten wieder erlaubt. Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, machte mit einem Dekret die Öffnung bei 50 Prozent der Auslastung frei. Auch Reisebüros und Touranbieter dürfen demnach wieder den Vollzeitbetrieb aufnehmen.

Während die brasilianische Regierung wieder mehr erlaubt, wurde Anfang der Woche noch an der Copacabana mit Luftballons und Kreuzen der Corona-Toten gedacht

Während die brasilianische Regierung wieder mehr erlaubt, wurde Anfang der Woche noch an der Copacabana mit Luftballons und Kreuzen der Corona-Toten gedacht

Foto: Ellan Lustosa/ imago images/ZUMA Wire

Am Montag hatte Rios Bürgermeister Marcelo Crivella Pläne für einen Strandbesuch mit Abstandsmarkierung und Vorbelegung per App bekannt gegeben. Den touristischen Attraktionen von Rio war seit Mitte Juli mit eingeschränkter Kapazität und angemessener Distanz der Betrieb wieder erlaubt gewesen. Zuckerhut und Corcovado-Berg, auf dem die berühmte Christus-Statue von Rio steht, sollten allerdings erst in der ersten Augusthälfte wieder öffnen.

Weitere positive Corona-Tests von Schülern und Lehrern

17:47 Uhr: Kurz nach dem Schulbeginn nach den Sommerferien sind im Kreis Düren zwei Klassen wegen positiver Corona-Tests wieder nach Hause geschickt worden. Zwei Kinder einer Familie, die von einer Reise zurückgekehrt waren und positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hatten eine Grundschule und eine Gesamtschule besucht, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß. Die Mitschüler aus den Klassen und die Lehrer mussten nach Hause gehen und sollen auch getestet werden. Für die Grundschüler sei eine häusliche Quarantäne angeordnet worden, die Mitschüler aus der Gesamtschulklasse müssen zunächst bis zum Abstrichergebnis zu Hause bleiben.

Im Kreis Viersen fielen die Corona-Tests zweier Lehrerinnen von unterschiedlichen Schulen positiv aus. Weitere Lehrkräfte mussten sich in Quarantäne begeben, weil sie mit den zwei Infizierten Kontakt hatten, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß.

Bayrische Polizei kontrolliert Maskenpflicht in Bussen und Bahn

17:31 Uhr: Die Bayerische Polizei hat für Donnerstag (13.8.) verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen angekündigt. Grund seien die erneut angestiegenen Corona-Fallzahlen, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.  Durch die bayernweite Aktion soll die Bevölkerung unter anderem für die Tragepflicht von Mund-Nasen-Bedeckungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sensibilisiert werden. Die Beamten patrouillieren von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr in Zügen, Straßenbahnen, Bussen und U-Bahnen. Die Kontrollen erfolgen in Abstimmung mit der Bundespolizei und den Verkehrsverbünden und -betreibern.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Zehntausende warten nach Corona-Test in Bayern auf Ergebnis

17:18 Uhr: Zehntausende Reiserückkehrer warten nach Corona-Tests in Bayern noch auf das Ergebnis, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Etwa 44.000 Befunde seien noch nicht übermittelt worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Die positiv Getesteten sollten bis Donnerstagmittag ihre Ergebnisse bekommen. Der Zeitverzug ärgere sie "massiv", sagte Huml, sie bedauere das sehr. Es gebe eine "Übermittlungsproblematik", "da gibt es nichts schönzureden". An den Stationen seien Menschen aus ganz Deutschland getestet worden. Angaben, wie lange die Menschen bereits warten, konnte Huml nicht machen.

In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig testen lassen, seit dem 30. Juli auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie mehreren Autobahnraststätten. Anfang August wurde zudem ein Testzentrum am Flughafen Memmingen eingerichtet. Für Urlauber aus Risikogebieten greift seit Samstag bundesweit eine Testpflicht.

Brasilianischer Klub darf mit vier Corona-positiven Spielern antreten

16:16 Uhr: Der brasilianische Fußball-Erstligist Atlético Goianiense hat die Erlaubnis erlangt, vier positiv auf das Coronavirus getestete Spieler aufzustellen. Der Klub aus der zentralbrasilianischen Stadt Goiania verwies nach einem Bericht des Portals "Globoesporte" vor der Partie gegen Flamengo Rio de Janeiro mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Diego und Rafinha am Mittwochabend (Ortszeit) darauf, dass die Spieler in der Endphase der Ansteckung seien und schon alle Quarantäne-Maßnahmen erfüllt hätten. Deshalb würde keine Gefahr der Übertragung der Krankheit mehr bestehen. Der Brasilianische Fußballverband CBF mit Sitz in Rio folgte dem Argument von Atlético GO. Man würde sich auf eine Regel der Weltgesundheitsorganisation WHO stützen.

Zwei Dutzend positive Corona-Tests hatten den Start der brasilianischen Fußballligen inmitten der grassierenden Corona-Pandemie am Wochenende bereits infrage gestellt. Zehn Spieler des Erstligisten Goiás Esporte Clube wurden vor der Partie gegen den FC São Paulo positiv getestet. Das Spiel wurde letztlich verschoben. Auch in der dritten Liga wurde eine Partie verlegt, nachdem bei Sociedade Imperatriz aus dem nördlichen Bundesstaat Maranhão zwölf Spieler positiv getestet worden waren. Insgesamt wurden nach einem Medienbericht schon mindestens 150 Erstligaspieler positiv getestet. Lesen Sie hier mehr.

Brasilien hat die Marke von 100.000 Toten im Zusammenhang mit Covid-19 durchbrochen. Zudem haben sich mehr als drei Millionen Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt.

Grünenfraktion fordert bessere Maßnahmen gegen häusliche Gewalt

16:13 Uhr: Die Berliner Grünenfraktion fordert vom Senat, mehr gegen häusliche Gewalt zu unternehmen. In der Hauptstadt gebe es jährlich mehr als 14.000 erfasste Fälle, die Dunkelziffer sei viel höher. Während der Corona-Pandemie nehme besonders die Gewalt gegen Kinder noch zu, teilte die Fraktion mit. In zwei Anträgen ans Abgeordnetenhaus fordert sie ein Childhood-Haus nach skandinavischem Vorbild. Dort werden Kinder und Jugendliche, die Opfer häuslicher Gewalt werden, medizinisch und psychologisch betreut.

In Berlin könnte es nach den Vorstellungen der Grünen an der Kinderschutzambulanz der Charité am Virchow-Klinikum einen Platz finden. In dem Childhood-Haus könnten Untersuchungen, psychologische Hilfen, Erstbefragungen durch die Polizei und richterliche Video-Vernehmungen stattfinden.

Außerdem setzen sich die grünen Abgeordneten dafür ein, die Zahl der speziell gegen häusliche Gewalt geschulten Einsatzkräfte der Berliner Polizei zu erhöhen. Gleichzeitig sollten Schutzpolizistinnen und -polizisten entsprechend sensibilisiert werden.

Sozialverband fordert Vermögensabgabe für Reiche

15:32 Uhr: In der Coronakrise sollen Reiche nach dem Willen des Sozialverbandes VdK zu einer Einmalzahlung verpflichtet werden. VdK-Präsidentin Verena Bentele forderte eine "einmalige Vermögensabgabe" von reichen Privatpersonen und wohlhabenden Unternehmen. "Der Staat hat hohe Schulden aufgenommen. Nun müssen die Kosten der Krise gerecht verteilt werden."

Nur Menschen und Betriebe mit großem Vermögen sollen ihrem Vorschlag zufolge herangezogen werden - und es soll ein Freibetrag von einer Million Euro gelten. "Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung wäre von der Vermögensabgabe betroffen. Doch der Effekt wäre enorm, wir sprechen von zusätzlichen Steuereinnahmen im Milliardenbereich", sagte Bentele. Die Corona-Schulden dürften auf keinen Fall zu Kürzungen im Sozialbereich führen. "Das würde die soziale Ungleichheit weiter vorantreiben und den sozialen Frieden gefährden."

Norwegen weitet Reisebeschränkungen auf weitere Länder Europas aus

14:56 Uhr: Aus Sorge vor einem stärkeren Anstieg der Corona-Zahlen weitet Norwegen seine Reisebeschränkungen für vereinzelte Länder auf eine Reihe weiterer Staaten und Regionen in Europa aus. Man stehe an einem Kipppunkt und wolle nicht in Zeiten wie im März und April zurückgeworfen werden, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz in Oslo. Wie Gesundheitsminister Bent Høie sagte, gelten die norwegischen Beschränkungen ab Samstag auch für Polen, die Niederlande, Malta, Zypern und Island, die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln sowie mehrere Regionen in Schweden und Dänemark. Wer aus diesen Ländern und Gebieten nach Norwegen einreisen will, muss für zehn Tage in Quarantäne.

TUI bekommt weitere Staatshilfen über 1,2 Milliarden Euro

14:08 Uhr: Der Reisekonzern TUI erhält weitere Staatshilfen von 1,2 Milliarden Euro. "Das zusätzliche Stabilisierungspaket erlaubt uns, den Fokus auf das operative Geschäft zu legen und gleichzeitig die Neuausrichtung des Konzerns voranzutreiben", sagte TUI-Chef Fritz Joussen. TUI und die staatliche Bankengruppe KfW hätten vereinbart, die bestehende KfW-Kreditlinie um 1,05 Milliarden Euro zu erweitern. "Die Inanspruchnahme steht unter dem Vorbehalt, dass die TUI eine Wandelanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) begibt und die Gläubiger einer im Oktober 2021 fälligen Anleihe auf eine Begrenzung der Verschuldung der TUI verzichten." Beide Bedingungen sowie weitere formelle Voraussetzungen müssten bis zum 30. September 2020 erfüllt sein. Erfahren Sie hier mehr.

Schule in NRW muss wegen Infektionsfall am ersten Tag geschlossen bleiben 

13:56 Uhr: Wegen eines Corona-Falls ist eine Sekundarschule im nordrhein-westfälischen Dorsten am ersten Tag des neuen Schuljahres geschlossen geblieben. Eine Lehrerin habe sich angesteckt, sie befinde sich in Quarantäne, sagte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes. Die Lehrerin habe an den Tagen vor dem Schulbeginn an mehreren Konferenzen teilgenommen. Insgesamt seien 43 Kontaktpersonen ermittelt worden, die nun getestet würden. Wegen Personalmangels sei am Mittwoch kein Schulbetrieb möglich gewesen.

Bundesregierung warnt vor neuer Dynamik der Infektionen

13:50 Uhr: Die Bundesregierung warnt angesichts steigender Infektionen vor nachlassender Wachsamkeit. "Ich will für die Bundesregierung sagen, dass die Entwicklung dieser Zahlen uns Sorgen macht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, Er verwies darauf, dass die Infektionen sich im ganzen Land verbreiteten und nicht nur an einzelnen Punkten. Es sei auch bemerkenswert, dass deutlich mehr Jüngere unter den Infizierten seien, die mobil seien und das Virus schnell weitertragen könnten. "Wenn wir jetzt nicht alle aufpassen und wachsam sind, dann kann dieses Geschehen noch eine ganz eigene Dynamik entfalten." Derzeit sei das Gesundheitssystem gut vorbereitet. "Aber wir müssen eine Verschärfung der Situation vermeiden."

Infizierte Kroatien-Urlauber stecken Gäste auf Stuttgarter Feier an

13:48 Uhr: Acht junge Menschen haben nach einer Reise in die kroatische Partyhochburg Novalja bei einer Geburtstagsfeier in Stuttgart mindestens 14 weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Gruppe, alle etwa Ende 20, sei im Juli nach Kroatien gereist und danach positiv auf das Virus getestet worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Es sei davon auszugehen, dass sie zum Zeitpunkt der Geburtstagsfeier am 1. August noch nicht von ihrer Infektion wussten. Derzeit versuche man herauszufinden, ob sich von den rund 40 Geburtstagsgästen weitere Menschen angesteckt haben.

China lockert Einreisebestimmungen für 36 europäische Staaten

13:15 Uhr: China hat die Einreisebestimmungen für 36 europäische Staaten gelockert, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Wer eine Aufenthaltsgenehmigung für die Volksrepublik besitzt, kann sich seit Anfang der Woche auch ohne Einladungsschreiben für ein China-Visum bewerben, wie die chinesische Botschaft in Berlin mitteilte. Nach Ausbruch der Coronakrise im März hatte die Volksrepublik die Einreise nur noch in seltenen Fällen genehmigt.

Die Botschaft wies darauf hin, dass Ausländer ein neu ausgestelltes Visum brauchen. Dokumente, die vor Ausbruch der Coronakrise ausgestellt wurden, seien ungültig. Nach Beginn der Coronakrise waren Tausende von Menschen im Ausland gestrandet, da Peking selbst Besitzern einer Aufenthaltsbefugnis sowie eines Arbeitsnachweises die Einreise ins Land nicht mehr gestattete.

Maskenverweigerer in Supermarkt verletzt zwei Polizisten

12:50 Uhr: Ein Maskenverweigerer hat in einem Dortmunder Supermarkt zwei Polizisten verletzt, die ihn abführen wollten. Der Staatsschutz ermittelt, da der 44-Jährige laut Polizei offenbar dem "Reichsbürger"-Milieu zuzuordnen ist.

Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Mann ohne Mund-Nasen-Schutz am Vorabend gegen 22 Uhr zunächst mit dem Supermarkt-Personal angelegt und einen Mitarbeiter mit einem Einkaufswagen gerammt. Als die Beamten eintrafen, beobachteten bereits zahlreiche weitere Kunden das Geschehen. Der Mann habe in der Mitte gestanden und gefilmt. "Den Polizisten erklärte er, dass er nicht verpflichtet sei, eine Abdeckung zu tragen", so die Beamten. Er habe dann eine Reihe von Paragrafen aufgelistet, "die jedoch nicht mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland übereinstimmen".

Als die Polizisten ihn aus dem Supermarkt bringen wollten, habe er sich so stark gewehrt, dass zwei Beamte verletzt worden seien. Sie kamen ins Krankenhaus. Verstärkung sei eingetroffen und der Mann überwältigt und gefesselt worden: "Auf der Fahrt zum Polizeigewahrsam versuchte er im Streifenwagen weiter, einen Polizisten anzugreifen." In Haft kam der Mann nicht. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands, Hausfriedensbruch, dem Filmen und der Maskenverweigerung.

Österreich veröffentlicht wöchentlich Testzahlen in Hotels

12:49 Uhr: Nach Kritik an Österreichs Corona-Testprogramm im Tourismus werden Testzahlen aus Hotels und Pensionen nun jede Woche im Internet veröffentlicht. Seit Beginn des Programms im Juli seien 65.002 Tests in 2256 Beherbergungsbetrieben durchgeführt worden, teilte das Tourismusministerium in Wien mit. Die Zahl der positiven Tests wird nicht genannt.

Im Rahmen des Programms "Sichere Gastfreundschaft" können sich Mitarbeiter im Hotelgewerbe freiwillig bis zu einmal die Woche auf den Erreger Sars-CoV-2 testen lassen. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) lobte die Veröffentlichung der Testzahlen als "starkes Signal an unsere in- und ausländischen Gäste". Laut WKÖ arbeiteten im Juni rund 79.000 Menschen in den etwa 15.000 Betrieben der Hotelbranche.

Jede vierte Neuinfektion in NRW nach Reiserückkehr

12:37 Uhr: Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer aus dem In- und Ausland zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Russland weist Bedenken gegen Impfstoff zurück

12:20 Uhr: Russland hat Vorbehalte aus dem Ausland gegen seinen Impfstoff "Sputnik V" - den ersten zugelassenen weltweit - zurückgewiesen. "Ausländische Kollegen versuchen offenbar, irgendeine Meinung zu äußern, die nach unserer Ansicht absolut unbegründet ist", sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Agentur Interfax zufolge.

Russland hatte das Vakzin am Dienstag zur breiten Verwendung in der Bevölkerung zugelassen. Dieser Schritt erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien - ein Vorgehen, das dem international üblichen Ablauf widerspricht. Weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen.

Paris-Marathon in diesem Jahr endgültig abgesagt

11:44 Uhr: Der bereits mehrfach verschobene Paris-Marathon ist für dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie endgültig abgesagt worden. Vor allem Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Ausland hätten Schwierigkeiten, den Termin am 15. November wahrzunehmen, teilten die Veranstalter mit. Daher habe man beschlossen, den Marathon auf das Jahr 2021 zu verschieben. Eigentlich hätte der diesjährige Marathon bereits im April stattfinden sollen.

Frankreich weitet Polizeikontrollen aus

10:53 Uhr: Frankreich wird die Maskenpflichtkontrollen durch die Polizei ausweiten, wie die Regierung ankündigt. Wir sind an einem entscheidenden Punkt", sagt ein Sprecher. "Aber es sind nicht die Polizisten, vor denen man sich fürchten sollte (...) man sollte sich vor dem Virus fürchten, das lauert und ansteckt." Frankreich verzeichnete in den vergangenen Tagen einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen.

Diese Polizisten in Saint-Tropez versorgen Personen auf der Straße mit Masken

Diese Polizisten in Saint-Tropez versorgen Personen auf der Straße mit Masken

Foto: Daniel Cole / AP

Mehrere Verfahren zur Maskenpflicht während Schulunterricht

10:32 Uhr: Am ersten Tag des neuen Schuljahres gibt es am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster mehrere Klagen gegen die Maskenpflicht während des Unterrichts an weiterführenden Schulen. Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin will eine Familie aus Euskirchen im Rheinland per Eilverfahren klären lassen, ob die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW in diesem Punkt rechtlich haltbar ist. Vom Verwaltungsgericht Düsseldorf ist das Verfahren eines Schülers aus Nettetal im Kreis Viersen an das OVG verwiesen worden. Wann das Gericht eine Entscheidung verkünden will, ist derzeit nach Angaben der Sprecherin noch offen.

Behörden ordnen Maskenpflicht für Region Brüssel an

10:08 Uhr: Die belgischen Behörden haben wegen des Anstiegs der Neuinfektionen eine Maskenpflicht im Freien für den Großraum Brüssel angeordnet. Die Vorschrift gelte im öffentlichen Raum für alle ab zwölf Jahren, teilte die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt mit. Für die beiden anderen belgischen Regionen, die Flämische und die Wallonische Region, gilt die Regelung nicht.

Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2? Was die Bezeichnungen bedeuten.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus".

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Die Behörden begründeten dies damit, dass die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen eines Tages überschritten wurde. Ausnahmen gelten demnach beim Sport, "intensiver körperlicher Arbeit" und für Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske und keinen Gesichtsschutz tragen können. Die Region umfasst insgesamt 19 Gemeinden. Bisher galt seit Juli schon eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen.

Frauenfußballteam von Atlético Madrid lahmgelegt

10:07 Uhr: Das Frauenfußballteam von Atlético Madrid hat wegen mehrerer Corona-Infektionen den Betrieb vorübergehend komplett eingestellt. Während die Herrenmannschaft am Donnerstag (21.00 Uhr; Liveticker auf SPIEGEL.de; TV: Sky) im Viertelfinale der Champions League in Lissabon gegen RB Leipzig antritt, wurde das Training bei den Frauen ausgesetzt. Alle Spielerinnen und das gesamte Betreuerteam wurden in häusliche Quarantäne geschickt, wie der Klub mitteilte. Zuvor waren vier neue Corona-Infektionen im Team festgestellt worden. Ein erster Fall war schon am Freitag aufgetreten. Die Infizierten zeigten keine Krankheitssymptome, betonte der Verein.

Saarland schließt höhere Strafen bei Corona-Missachtung nicht aus

09:44 Uhr: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften für Abstand, Hygiene und Maskenpflicht nicht aus. "Insbesondere die Wirkung von Abstand und Alltagsmasken beruht auf Gegenseitigkeit - dafür müssen alle mitziehen", sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur. Entscheidend sei die Akzeptanz der Bevölkerung. "Wenn die Appelle aber keine Früchte tragen, müssen wir sicherlich auch die Diskussion über höhere Strafen führen."

Düsseldorfs Oberbürgermeister zu Großkonzert: Risiko "sehr, sehr gering"

09:36 Uhr: Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat das umstrittene, geplante Großkonzert mit 13.000 Zuschauern in der Arena der NRW-Landeshauptstadt erneut verteidigt. Gemessen am Alltag in der Großstadt - etwa in Freibädern oder im Freien in der Stadt - sei das Corona-Infektionsrisiko bei dem Konzert angesichts der getroffenen Vorkehrungen "sehr, sehr gering", sagte Geisel am Mittwoch bei WDR5.

Das Hygienekonzept für das am 4. September geplante Konzert, bei dem unter anderen Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor auftreten sollen, sei gründlich geprüft worden. Die einschlägigen Anforderungen würden teilweise sogar deutlich übererfüllt. "Vor dem Hintergrund gab es keinen Anlass, die Veranstaltung zu untersagen", sagte Geisel.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte kritisiert, dass die Stadt nicht auf das Land zugegangen sei, und Geisel indirekt Profilierungsversuche vorgeworfen. In NRW finden am 13. September Kommunalwahlen statt, bei denen auch Geisel wieder antritt.

Iran vergleicht russischen Corona-Impfstoff mit "Büchse der Pandora"

09:21 Uhr: Das iranische Gesundheitsministerium hat den russischen Corona-Impfstoff "Sputnik-V" mit der Büchse der Pandora verglichen und Vorsicht angemahnt. "Bevor nicht alle klinischen Studien beendet sind, ist der Gebrauch von Impfstoffen wie eine Büchse der Pandora und dementsprechend potenziell auch gefährlich", twitterte Pressechef Kianusch Dschahanpur . Alle Staaten sollten sich bewusst sein, dass ein Wettlauf um einen Impfstoff kein anderes Ziel verfolgen sollte als den Schutz der Gesundheit der Menschen, erklärte der Pressechef des Gesundheitsministeriums.

Laut griechischer Mythologie enthielt die Büchse der Pandora Übel wie Krankheit und Tod. Als Pandora sie öffnete, entkamen sie in die Welt.

Teheran behauptet, auch selbst an einem Corona-Impfstoff zu arbeiten. Die Ergebnisse sollen von Expertenteams bald bekannt gegeben werden. Das Land ist seit Ende Februar von der Pandemie stark betroffen. Aktuell liegt die Zahl der Corona-Toten in Iran bei 18.800, die der nachgewiesenen Infektionen bei über 330.000.

NRW startet mit Masken im Unterricht

08:30 Uhr: In Nordrhein-Westfalen startet an diesem Mittwoch mit dem Schulbeginn nach sechseinhalb Wochen Sommerferien die Generalprobe. Ganz Deutschland schaut hin, ob und wie der Sonderweg des bevölkerungsreichsten Bundeslands funktioniert, denn Maskenpflicht im Unterricht gibt es bislang nur hier. Ausgenommen bleiben davon lediglich die Grund- und Förderschulen. Unter scharfer Beobachtung stehen nicht nur die Bedingungen für Schüler und Lehrer vor Ort, sondern das gesamte, von Anfang an heftig umstrittene Corona-Krisenmanagement von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). "Wir müssen gerade in diesen Tagen besonders vorsichtig sein", rechtfertigt Laschet seinen Kurs. Daher sei die zunächst bis Ende August befristete Maskenpflicht richtig.

Gegen die Rückkehr der rund 2,5 Millionen Schüler in den Regelbetrieb an landesweit 2500 Schulen hatten mehrere Lehrer- und Elternverbände Bedenken geäußert, weil aus ihrer Sicht nicht ausreichend für den Infektionsschutz in großen Klassen Sorge getragen wird.

Spahn: Anstieg der Infektionszahlen besorgniserregend

08:11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Alarmzeichen. "Das ist ohne Zweifel besorgniserregend", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen - eine Dynamik entfalten." Es gelte, "sehr, sehr wachsam" zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Das Robert Koch-Instituts (RKI) hatte am Mittwochmorgen im Internet mitgeteilt, dass innerhalb eines Tages 1226 neue Corona-Infektionen gemeldet worden seien. Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai. Der Höhepunkt hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

Das Gesundheitssystem könne die derzeitigen Infektionszahlen gut bewältigen, sagte Spahn. "Aber es ist besorgniserregend, wenn die Entwicklung bleibt." Denn: "Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger."

Energiekonzern Eon senkt Prognose wegen Covid-19

07:56 Uhr: Die Coronakrise macht sich jetzt auch bei Eon bemerkbar: Der Essener Energiekonzern wird für 2020 etwas pessimistischer und senkt seine Prognose. Das Management erwartet nun ein bereinigtes operative Ergebnis (Ebit) in der Bandbreite von 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss von 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) noch 3,9 bis 4,1 Milliarden Euro und beim bereinigten Überschuss 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro auf dem Zettel.

Heil berät in Rumänien über mehr Schutz für Saisonarbeiter

07:30 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) reist an diesem Mittwoch nach Rumänien. Bei dem zweitägigen Besuch soll es um mehr Schutz für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft und für Mitarbeiter in der Fleischindustrie gehen. Nach einer Häufung von Corona-Fällen waren die Arbeitsbedingungen vor allem osteuropäischer Beschäftigter in diesen Bereichen in den Blickpunkt gerückt.

"Es darf keine Beschäftigten zweiter Klasse in Deutschland und der EU geben", sagte er vor dem Besuch. Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft strebt sein Ministerium nach eigenen Angaben die Verbesserung der Situation von Saisonarbeitskräften in allen EU-Mitgliedsländern, einen EU-Rahmen für Mindestlöhne sowie nationale Grundsicherungssysteme an.

WHO äußert sich zurückhaltend zu russischem Impfstoff

06:56 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat mit Zurückhaltung auf die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündete Zulassung eines Corona-Impfstoffes reagiert. Die WHO sei sich bewusst, dass Russland ein Vakzin registriert habe und begrüße alle Fortschritte bei der Forschung und Entwicklung zu Covid-19-Impfstoffen, teilte das WHO-Regionalbüro Europa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zugleich wies das Büro darauf hin, dass die beschleunigte Impfstoffforschung in jedem Entwicklungsschritt gemäß bewährter Prozesse vonstattengehen sollte. Damit werde sichergestellt, dass jeglicher Impfstoff sicher und effektiv sei, wenn er letztlich in die Produktionsphase gehe. Die WHO stehe in Kontakt mit den russischen Wissenschaftlern und Behörden und freue sich darauf, Einzelheiten der Versuche zu überprüfen. Putin hatte am Dienstag die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs zur breiten Verwendung gegen das Coronavirus bekannt gegeben. Die Zulassung erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse großer klinischer Studien - ein Vorgehen, das dem international üblichen Ablauf widerspricht.

Höchste Zahl der Neuinfektionen in Deutschland seit Mai

05.55 Uhr: Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 1226 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 9. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch bei mehr als 1000 liegenden Werten im Mai tendenziell gesunken, seit Ende Juli steigt sie jedoch wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte nach dem Anstieg der Neuinfektionen deutlich gemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", hatte der CDU-Politiker gesagt. "Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen.

Brasilianischer Bundesstaat will Russlands Impfstoff

03.54 Uhr: Der brasilianische Bundesstaat Paraná hat angekündigt, ein Abkommen mit Russland zu schließen, um den Impfstoff "Sputnik V" gegen das Coronavirus selbst zu produzieren. Wie der Präsident des federführenden Technologie-Instituts Tecpar in Curitiba, Jorge Callado, im brasilianischen Fernsehen sagte, soll der Vertrag an diesem Mittwoch unterschrieben werden.

Die Impfung soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 verfügbar sein. "Wir werden in Etappen arbeiten", sagte der russische Konsul in Curitiba, Acef Said, der Deutschen Presse-Agentur. "Die technisch-wissenschaftliche Kooperation öffnet die Möglichkeit, Impfstofftests zu machen und die Impfung hier für die brasilianische Bevölkerung zu produzieren."

Damit der russische Corona-Impfstoff "Sputnik V" angewendet werden kann, muss die Impfung brasilianischen Vorschriften folgen. Laut Tecpar-Präsident Callado ist eine Phase-III-Studie, in der die Wirksamkeit eines Impfstoffs an einer großen Gruppe von Menschen ermittelt wird, in Brasilien möglich.

Trump verspricht schnelle Produktion von 100 Millionen Impfstoffdosen

02.36 Uhr: Nach der Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes weltweit durch Russland hat US-Präsident Donald Trump schnelle Fortschritte versprochen. "Wir sind auf dem besten Weg, schnell 100 Millionen Dosen zu produzieren, sobald der Impfstoff zugelassen ist, und kurz danach bis zu 500 Millionen", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Mehrere aussichtsreiche Stoffe seien in der letzten Erprobungsphase und stünden vor einer Zulassung. "Das Militär ist bereit, Amerikanern einen Impfstoff zu liefern, sobald dieser vollständig zugelassen ist."

Normalerweise dauert die Entwicklung eines neuen Impfstoffs  mehrere Jahre. Trump hofft jedoch angesichts der derzeit enormen Anstrengungen und Finanzmittel für die Impfstoffforschung auf einen wesentlichen rascheren Durchbruch. Gesundheitsexperten der Regierung wie der renommierte Immunologe Anthony Fauci haben sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass es zum Jahresende einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen das Coronavirus geben könnte.

Im Rennen um ein Mittel gegen das Virus hatte Russland am Dienstag als erstes Land der Welt einen Impfstoff zugelassen. Es sei "effektiv und bildet eine beständige Immunität", hatte Kremlchef Wladimir Putin im Staatsfernsehen gesagt. Mit seinem Namen "Sputnik V" soll es an den ersten Satelliten im All erinnern, den die Sowjetunion 1957 vor den USA gestartet hatte. Doch wichtige Tests stehen noch aus - weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen. Experten zeigen sich sehr skeptisch.

Trump bezeichnet Corona-Anstieg in Deutschland als "wirklich unglücklich"

01.33 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die zunehmende Zahl an Coronavirus-Fällen in Deutschland als "wirklich unglücklich" bezeichnet. "Im Sieben-Tage-Durchschnitt für Deutschland sind die Fälle unglücklicherweise um 62 Prozent gestiegen", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Trump nannte zudem explizit hohe Raten auch für Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich. Es blieb aber unklar, auf welcher Grundlage Trumps Zahlen basierten.

Die Infektionen in den USA würden dagegen sinken, sagte Trump. "Das wird mit der Zeit noch viel besser", sagte er. Tatsächlich sind die Neuinfektionen in den USA, die 330 Millionen Einwohner haben, nicht mehr so zahlreich wie noch Mitte Juli, liegen aber noch immer bei um die 50.000 täglich. Die seit Beginn der Pandemie rund fünf Millionen Fälle in den USA entsprechen etwa einem Viertel aller weltweiten Fälle. In Deutschland, das in den vergangenen Tagen eine Zunahme verzeichnete, infizieren sich derzeit dagegen rund 1000 Menschen täglich. In der Bundesrepublik leben etwa 83 Millionen Menschen.

Für Reisende aus dem Schengenraum sind die Grenzen der Vereinigten Staaten derzeit weitgehend geschlossen. Ausnahmen gelten für US-Bürger und Inhaber von Greencards. Der Erlass von Trump gilt seit Mitte März.

Mehr als 50.000 Neuinfektionen in Brasilien

00.23 Uhr: Die Corona-Zahlen in Brasilien steigen weiter. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Neuinfektionen um 52.160 auf 3.109.630, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Todesfälle stiegen demnach um 1274 auf 103.026.

Das Coronavirus breitet sich derzeit an den Ufern des Amazonas aus. Aus der Regenwaldmetropole Manaus gelangte die Pandemie bis in abgeschottete Dörfer. Manaus gilt bereits seit Monaten als Corona-Hotspot .

Reisewarnungen für Spanien ausgeweitet

00.01 Uhr: Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Spanien ausgeweitet. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Aragon, Baskenland, Katalonien, Madrid und Navarra werde derzeit aufgrund erneut hoher Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen gewarnt, teilte das Auswärtige Amt mit.

Derzeit gebe es neue regionale Infektionsherde in Aragon, Katalonien, Navarra, dem Baskenland sowie in der Hauptstadtregion Madrid mit einem Auftreten von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Deshalb erklärte das Robert Koch-Institut diese Gebiete zu Risikogebieten. Daraus resultiere eine Quarantäneverpflichtung beziehungsweise ein kostenloser verpflichtender Test bei einer Einreise nach Deutschland, hieß es.

jon/hba/mjm/Reuters/dpa/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.