+++ Corona-Update am Montag +++ Paris und Côte d'Azur als Risikogebiete eingestuft

Wer Urlaub in Paris oder an der Côte d'Azur macht, muss künftig nach der Rückkehr in Quarantäne. Und: Das Schuljahr in Mexiko beginnt mit TV-Unterricht. Das war der Überblick am 24. August.
Ein Andenkenverkäufer vor dem Eiffelturm

Ein Andenkenverkäufer vor dem Eiffelturm

Foto: Christian Böhmer/ dpa

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Wegen Corona: Fifa ändert Regeln für Nationalmannschaften

23.22 Uhr: Der Weltfußball-Verband Fifa hat angesichts der weltweit steigenden Zahl an Corona-Infektionen die Abstellungspflicht der Vereine für ihre Spieler vorrübergehend gelockert. Laut einer FIFA-Mitteilung vom Montagabend müssen die Clubs unter bestimmten Umständen ihre Spieler nicht an die jeweilige Nationalmannschaft abgeben.

Zu den Ausnahmen zählt, wenn der Profi bei der Rückkehr zum Verein oder am Ankunftsort der Nationalmannschaft für mindestens fünf Tage in Quarantäne gehen muss. Ebenso kann der Verein seinen Spieler die Erlaubnis verweigern, wenn Reisebeschränkungen am Ort des Vereins oder dem Länderspielort bestehen.

Die vorübergehenden Änderungen gelten für die Länderspiel-Fenster vom 31. August bis 8. September bei den Männern und vom 14. bis 22. September bei den Frauen. Die deutsche Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bestreitet in der kommenden Woche ein Spiel gegen Spanien am Donnerstag in Stuttgart und eins in der Schweiz am Sonntag.

Corona-Lockdown im Gazastreifen

23.15 Uhr: Im dicht besiedelten Gazastreifen sind die ersten Corona-Fälle außerhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen nachgewiesen worden. Wie das Informationsbüro der islamistischen Hamas-Regierung am Abend mitteilte, wurden die vier Fälle - alles Mitglieder einer Familie - im Flüchtlingslager Al-Mughasi registriert. Dort leben etwa 120.000 Menschen.

Das Informationsbüro verkündete einen kompletten Lockdown für den gesamten Gazastreifen. Die Maßnahme solle von Montagnacht für 48 Stunden gelten. Bildungseinrichtungen, Moscheen und Märkte müssen geschlossen bleiben. In dem Küstenstreifen leben insgesamt zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Entgegen vieler Befürchtungen verlief die Pandemie bislang glimpflich.

Im Gazastreifen gibt es etwa 20 Quarantäne-Einrichtungen - alle außerhalb der dicht besiedelten Gebiete. Für jeden Einreisenden ist seit Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs in den Palästinensergebieten am 5. März eine Quarantäne verpflichtend. Außer den vier nun bekannt gewordenen Corona-Fällen wurden alle 105 weiteren in diesen Einrichtungen registriert.

Bayern ist gegen Ende der Corona-Testpflicht nach Sommersaison

22.29 Uhr: Bayern ist gegen ein vorzeitiges Ende der Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer. "Die Diskussion zur Beendigung einer Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist verfrüht", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Abend in München. Die Auswertungen aktueller Ausbruchsschwerpunkte von Corona-Infektionen zeige klar die Bedeutung von infizierten Reiserückkehrern an diesen Infektionsketten.

Huml äußerte sich besorgt über die zuvor mehrheitlich von ihren Amtskollegen aus Bund und Ländern befürwortete neue Teststrategie im Umgang mit Urlaubsheimkehrern. "Jetzt, wo dieses wirkungsvolle Instrument greift und akzeptiert ist, sollte man es nicht verfrüht stoppen", betonte sie und verwies auf die erzielten Erfolge bei den Kontrollen in Bayern. An den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen, den Fernbahnhöfen München und Nürnberg sowie an drei Autobahnteststellen seien bisher mehr als 3000 Reiserückkehrer aus Risikogebieten positiv getestet worden.

Die Gesundheitsminister hatten sich zuvor bei einer Schaltkonferenz trotz der bayerischen Skepsis mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass es nach Ende der Sommerreisesaison keine verpflichtenden Tests mehr für Heimkehrer mehr geben solle.

Merz hält den CDU-Parteitag im Dezember für "unverzichtbar"

21.58 Uhr: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat den im Dezember terminierten Parteitag der CDU mit einem Popkonzert vergangenes Wochenende in Leipzig verglichen. Wenn Tim Bendzko vor 1500 Gästen auftreten könne, "dann müssen wir mit 1000 Delegierten auch einen Bundesparteitag der CDU machen können", sagte Merz beim "Ständehaus Treff" der "Rheinischen Post" in Düsseldorf.

Anfang Dezember soll bei einem Parteitag in Stuttgart der neue CDU-Vorsitz gewählt werden. Als Kandidaten mit den besten Aussichten gelten neben Merz Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenexperte Norbert Röttgen.

Merz sagte, er halte den Parteitag im Dezember für "unverzichtbar". Er befürworte zwar eine Änderung des Parteiengesetzes, die künftig auch virtuelle Parteitage möglich machen könnte. Dies ginge aber nicht, wenn es um "Personalentscheidungen von solch einer Tragweite" gehe. Die CDU könne, wenn die Messe Stuttgart zu klein wäre, auch in ein Fußballstadion gehen, so der Ex-Unionsfraktionschef. Die "Ständehaus Treff" fand vor 500 Gästen auf dem abgedeckten Rasen im Düsseldorfer Fußballstadion "Merkur Spiel-Arena" statt.

Merz reagierte auf eine Debatte, die in der CDU-Spitze seit längerem läuft. Die amtierende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Wochenende erneut eine Verschiebung des Parteitags nicht ausgeschlossen, falls es zu einer neuen Pandemie-Welle kommen würde.

New Yorks Schulen sollen Unterricht im Freien abhalten dürfen

21.38 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie sollen Schulen in New York ihren Unterricht künftig unter freiem Himmel abhalten dürfen. Dies kündigte der Bürgermeister der US-Millionenmetropole, Bill de Blasio, an. Die Schulen sollen dafür geeignete Orte vorschlagen, beispielsweise Schulhöfe, Straßen oder Parks. Die Stadt werde dann wenn möglich rasch Genehmigungen erteilen, vor allem für Schulen in besonders betroffenen Gegenden oder ohne eigenen Außenbereich.

Wegen der stark gesunkenen Corona-Fallzahlen dürfen die Schulen in New York im September mit Einschränkungen wieder öffnen. Die Metropole ist damit einer der wenigen Großräume in den USA, in denen ein regulärer Unterricht geplant ist. Viele andere Schulbehörden haben bereits angekündigt, weiterhin nur virtuell zu unterrichten.

Côte d'Azur und Paris als Corona-Risikogebiete eingestuft

21.22 Uhr: Die französische Côte d'Azur sowie die Region Île-de-France mit der Hauptstadt Paris gelten jetzt als Corona-Risikogebiete. Das geht aus der fortlaufend aktualisierten Liste  der Risikogebiete hervor, die das bundeseigene Robert Koch-Institut führt. Dort sind die Gebiete Île-de-France sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur seit dem Abend aufgelistet. Eine Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Allerdings soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft und durch eine neue Regelung ersetzt werden. Entsprechende Vorschläge legten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach einer Schaltkonferenz vor.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Schuljahr in Mexiko beginnt mit TV-Unterricht

Ana aus Mexiko-Stadt lernt vor dem Fernseher statt in der Schule

Ana aus Mexiko-Stadt lernt vor dem Fernseher statt in der Schule

Foto: Jacky Muniello / dpa

20.32 Uhr: In Mexiko hat das neue Schuljahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit Unterricht per Fernsehen und Radio begonnen. Mehrere Sender strahlten am Montag erstmals Programme für verschiedene Stufen aus, die zusammen mit dem Bildungsministerium entwickelt worden waren. Der Unterricht in den Klassenzimmern ruht seit März. Eine Rückkehr ist nach Einschätzung der Regierung für die rund 30 Millionen Schülerinnen und Schüler derzeit nicht sicher.

Mexiko hat offiziell mehr als 60.000 Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert. Im weltweiten Vergleich liegt das Land auf Platz drei.

Nur etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) der mexikanischen Haushalte haben nach offiziellen Angaben Zugang zum Internet. Einen Fernseher besitzen hingegen 95 Prozent. Der Unterricht an öffentlichen Schulen soll daher durch 4550 Sendungen im Fernsehen und 640 im Radio - auch in 20 indigenen Sprachen - erfolgen. An Privatschulen wird derzeit größtenteils per Internet unterrichtet.

Videodienstleister Zoom patzt am ersten Schultag

19.45 Uhr: Die Angebote des Videodienstleisters Zoom sind im Lauf des Tages zum Teil lahmgelegt gewesen. Auf der Internetseite des US-Unternehmens hieß es, mehrere Nutzer in den USA hätten sich darüber beschwert, sie könnten an Videokonferenzen nicht teilnehmen. Nach einigen Stunden teilte der in San Jose in Kalifornien ansässige Konzern mit, das Problem sei behoben. Die Nutzung von Telefon- und Chatdiensten war nach Firmenangaben auch während der Panne möglich. Über deren Gründe machte Zoom allerdings keine Angaben.

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wächst Zoom rasant. Wegen Reisebeschränkungen und Abstandsregeln nutzen viel mehr Menschen als sonst die Angebote zur Video-Telefonie. Zuvor war der Dienst auf Unternehmen fokussiert. Durch die steigenden Nutzerzahlen traten immer wieder auch Sicherheitslücken zutage. Das Unternehmen kündigte an, die Verschlüsselung zu überarbeiten.

Die Ausfälle bei Zoom trafen laut Nachrichtenagentur AP Tausende US-Schüler an ihrem ersten Schultag nach der Sommerpause. Grundschulen, Gymnasien und Universitäten in dem Land würden sich in der Pandemie neben konkurrierenden Plattformen wie Microsoft Teams auf Zoom verlassen, um aus der Ferne ohne Infektionsgefahr lernen zu können. Zahlreiche US-Schulen setzen auf eine Mischung aus Präsenz- und Online-Unterricht.

Quarantäne statt Pflichttest: Gesundheitsminister verabschieden neue Strategie

19.10 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland soll es nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Ende der Sommerreisesaison nicht mehr geben. Außerdem soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden - stattdessen solle wieder die Quarantäne-Regel greifen. Entsprechende Vorschläge legten die Minister den Angaben zufolge nach einer Schaltkonferenz vor. Lesen Sie hier mehr dazu.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte vor den Bund-Länder-Gesprächen über die gestiegenen Corona-Infektionen dem "Handelsblatt" zudem: Bei der gegenwärtigen Testpraxis gebe es "eine diagnostische Lücke von mehreren Tagen", in denen sich Reisende infizieren und trotzdem zum Zeitpunkt ihrer Rückkehr ein negatives Ergebnis vorweisen könnten. "Bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin müssen wir uns auf eine neue Regelung verständigen", forderte der SPD-Politiker. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder wollen am Donnerstag in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen beraten.

Pariser Polizei verbietet nach Krawallen Treffen von Fußballfans

19.00 Uhr: In Frankreich hat die Polizei nach den Ausschreitungen im Anschluss an das Champions-League-Spiel zwischen FC Bayern München und Paris Saint-Germain Versammlungen von Fußballfans verboten. Straßenumzüge und Treffen im Zusammenhang mit dem Spiel, das aus Infektionsschutz ohne Zuschauer stattfand, seien bis Dienstag in der gesamten Stadt untersagt, teilte die Polizeipräfektur mit. Rund um das Heimstadion von PSG, den Prinzenpark im Westen der Stadt, müssten zudem Bars und Restaurants ab Montagnachmittag schließen. Der Konsum von Alkohol in den Straßen ist ebenfalls verboten.

Nach dem Sieg von Bayern München gegen PSG im Endspiel in Lissabon war es am späten Sonntagabend zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Insgesamt gab es 158 Festnahmen, 151 Menschen kamen in Polizeigewahrsam.

Weihnachtsmänner lernen Corona-Regeln

18.30 Uhr: Vier Monate vor Heiligabend bereiten sich die Weihnachtsmänner in Großbritannien auf ihren großen Auftritt trotz Coronakrise vor. Zum Trainingsprogramm gehören in diesem Jahr auch Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie, etwa Abstand einhalten - und das Tragen von roten Masken, die zum sonstigen Outfit passen. Zu den Feiertagen gehöre der Weihnachtsmann einfach dazu, sagte James Lovell, Direktor einer Weihnachtsmannschule, in London.

Lehrgangsteilnehmer der Weihnachtsmannschule in der U-Bahn: Heute in vier Monaten ist Heiligabend

Lehrgangsteilnehmer der Weihnachtsmannschule in der U-Bahn: Heute in vier Monaten ist Heiligabend

Foto: Aaron Chown / dpa

New York weist die niedrigste Infektionsrate seit der Pandemie auf

18.01 Uhr: Der Staat New York verzeichnete eine gemeldete Infektionsrate von 0,66 Prozent, was die niedrigste seit Beginn der Pandemie ist, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag. "Es ist ein großartiger Tag", fügte der Gouverneur hinzu. Von den mehr als 62.000 durchgeführten Tests waren am 23. August 408 positiv, sagte er. Die Anzahl der Krankenhausaufenthalte betrug 482, und es gab sieben virusbedingte Todesfälle.

2060 neue Positiv-Tests in Spanien

17.43 Uhr: In Spanien sind in den vergangenen 24 Stunden 2060 weitere Tests positiv ausgefallen. Damit steigt die Gesamtzahl der positiven Corona-Tests in dem Land auf 405.436, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

Klinikbau für Corona-Patienten in Düsseldorf

17.31 Uhr: Auf dem Gelände der Düsseldorfer Uniklinik entsteht derzeit in rekordverdächtigem Tempo ein neues Gebäude für Covid-19-Patienten. Sollten sich die Zahlen der Patienten mit schwerem Verlauf drastisch erhöhen, hätte das Uniklinikum damit eine räumlich vollständig getrennte Einheit zur Versorgung der Infektionspatienten, teilte ein Sprecher mit.

Binnen drei Wochen sei auf einem Betonfundament ein dreistöckiges Gebäude entstanden, bestehend aus 97 Baumodulen mit 5200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) sprach von einer "großen logistischen Leistung". Der Bau war erst im April bewilligt worden.

New Yorker Museen öffnen nur zögerlich

"Hello Again": Am Donnerstag eröffnet das Museum of Modern Art (MoMa) in New York seine Türen

"Hello Again": Am Donnerstag eröffnet das Museum of Modern Art (MoMa) in New York seine Türen

Foto: DPA

17.30 Uhr: Das Kulturleben in New York kommt nur langsam wieder in Gang. Obwohl Museen der Millionenmetropole von Montag an öffnen dürfen, haben die bekanntesten Einrichtungen erst Termine für die kommenden Tage und Wochen angekündigt.

Das Museum of Modern Art (MoMA) will am Donnerstag öffnen, das Metropolitan Museum am Samstag, das Whitney Museum für amerikanische Kunst folgt am 3. September. Das wegen seiner Außenarchitektur bekannte Guggenheim-Museum plant sogar erst für den 3. Oktober. Einige Häuser kündigen auf ihren Websites aber Vorab-Termine für Mitglieder und Unterstützer an.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hatte vorgeschrieben, dass bei der Wiedereröffnung strenge Auflagen zu beachten seien. Dabei gelten Maskenpflicht und vorgeschriebene Laufwege. Die Museen dürften zudem nur höchstens ein Viertel der üblicherweise erlaubten Zahl an Besuchern einlassen und müssen zeitgebundene Tickets verkaufen.

Neustart der Syrien-Gespräche abgebrochen

17.15 Uhr: Mit einer Hiobsbotschaft ist die lange aufgeschobene neue Runde der Syrien-Verfassungsgespräche in Genf nach wenigen Stunden unterbrochen worden. Bei drei Teilnehmern wurde eine Coronavirus-Infektion festgestellt, wie das Büro des Uno-Syrienbeauftragten Geir Pedersen mitteilte. Die Sitzung sei "nach einem konstruktiven ersten Treffen" ausgesetzt worden. Das Treffen sollte nach rund neun Jahren Bürgerkrieg ein neuer Vorstoß für eine Befriedung des Landes sein.

Wie es mit der Runde, die eigentlich bis Freitag dauern sollte, weitergeht, war zunächst unklar, ebenso, ob die Teilnehmer in Quarantäne müssen. An den Gesprächen nahmen je 15 Vertreterinnen und Vertreter von Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft teil. Auf Videobildern vom Auftakt war zu sehen, dass sie im Konferenzsaal in großem Abstand zueinander saßen und Mund-Nasen-Schutz trugen. Nach dem Auftakt tagten die Teilnehmer hinter verschlossenen Türen weiter. Alle Teilnehmer waren vor der Abreise aus ihrer Heimat und bei der Ankunft in Genf auf das Virus getestet worden.

Auch Hanau verschärft Kontaktbeschränkungen

16.50 Uhr: Für Hanau und fünf weitere Orte im hessischen Main-Kinzig-Kreis werden nach einem starken Anstieg der Infektionszahlen die Beschränkungen verschärft. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf 50 Personen begrenzt, unter freiem Himmel liegt die Höchstgrenze bei 100, teilt der Kreis mit. Treffen von Gruppen in der Öffentlichkeit und in Restaurants werden auf fünf Personen oder zwei Haushalte beschränkt, Bars und Restaurants müssen zwischen Mitternacht und 08.00 Uhr morgens geschlossen bleiben.

In Hanau wurden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 63 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner festgestellt. Die Stadt liegt rund 25 Kilometer östlich von Frankfurt und ist nach Offenbach bereits die zweite hessische Kommune, die die kritische Schwelle von 50 Fällen je 100.000 Einwohnern überschritten hat. Erst am vergangenen Freitag sagte Hanau eine Demo zum Gedenken an Terroropfer ab.

Arbeitslosigkeit von Pflegekräften steigt

16.48 Uhr: In der Coronakrise ist auch die Arbeitslosigkeit von Pflegekräften gestiegen. In der Altenpflege erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen deutschen Beschäftigten seit dem Jahreswechsel bis Ende Juni um 27 Prozent auf etwa 27.700, bei den ausländischen um 37 Prozent auf rund 10.000, wie die Bundesagentur für Arbeit am Montag in Nürnberg mitteilte. Die Tageszeitung "Die Welt" hatte zuvor über die Zahlen berichtet, die aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion stammen.

In der Krankenpflege stieg die Zahl der Arbeitslosen demnach um 23 Prozent auf fast 9000 deutsche Beschäftigte, bei den ausländischen Kräften um 28 Prozent auf knapp 3900. Als Gründe nannte die Bundesagentur unter anderem weniger Neueinstellungen und eine erschwerte Vermittlung von Arbeitskräften während der Corona-Pandemie.

Hälfte der Infizierten in Neustadt ohne Antikörper

16.30 Uhr: Im ehemaligen Corona-Quarantäneort Neustadt am Rennsteig lassen sich bei rund der Hälfte der mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten keine Antikörper gegen den Erreger nachweisen. Dies hat eine seit Mai laufende Studie des Universitätsklinikums Jena in dem rund 900 Einwohner zählenden Ort nahe Ilmenau ergeben, wie das Klinikum mitteilte.

Neustadt war im März wegen gehäufter Infektionen als bislang einziger Ort in Thüringen für zwei Wochen komplett abgeriegelt. Nach Quarantäneende waren laut Klinikum 49 Infektionen bekannt. Für die Studie waren nach früheren Angaben der Einrichtung 626 Einwohner getestet worden, wobei die Wissenschaftler um den Jenaer Infektiologen Mathias Pletz mit sechs verschiedenen Tests nach Antikörpern gesucht hatten.

Grüne fordern bundesweit einheitliche Corona-Leitlinien

16.29 Uhr: Die Grünen fordern in der Coronakrise einheitliche Leitlinien von Bund und Ländern im Kampf gegen die Pandemie. Regionale Besonderheiten gebe es immer, sagte Grünenchefin Annalena Baerbock. Aber es braucht gemeinsame Leitlinien zu Masken und wo die getragen werden, zu Teststrategien, Quarantäne-Bedingungen, Großveranstaltungen und Familienfeiern. Zudem brauche es "endlich ein Corona-Kinder-Paket", forderte Baerbock. Zu diesem müsse etwa gehören, dass in jeder Schule Lüftungsanlagen mit Filtern eingebaut würden, "damit Schulen auch gemeinsam durch den Herbst und durch den Winter kommen können".

Wenn es weiterhin ein Durcheinander gebe, gehe das Vertrauen in die Entscheidungen und Maßnahmen verloren, sagte Baerbock. Es sei fatal, Sicherheit zu suggerieren, wo man keine Sicherheit geben könne. Auch beim Bußgeldkatalog sei es "sinnvoll, wenn man da gemeinsam vorangeht". Die Menschen bräuchten Klarheit.

Schwedens Chefepidemiologe erwartet keine zweite Infektionswelle

15.12 Uhr: Schwedens Chefepidemiologe sieht im Herbst keine zweite große Covid-19-Welle auf das Land zukommen. Eine weite Verbreitung in der Bevölkerung sei nicht mehr zu erwarten, sagte der Experte Anders Tegnell dem TV-Sender TV4. Auch wenn keine "zweite Welle" zu befürchten sei, so könne es doch lokal zu neuen Ausbrüchen kommen, etwa an Arbeitsstätten. Man müsse ständig auf der Hut vor dem Virus sein, denn es sei unvorhersehbar: "Aber dass wir wieder in eine Situation wie im Frühjahr geraten, das sehen wir nicht."

Die Behörden in dem skandinavischen Land setzen mehr auf freiwillige Maßnahmen, als auf Vorschriften. Mit fast 6000 Toten in der Pandemie liegt die Sterblichkeitsrate jedoch höher als in anderen nordischen Staaten wie etwa Norwegen, Dänemark oder Finnland. So unterschiedlich meisterte Europa die erste Welle.

Trotz Quarantäne: Infizierter geht in Nürnberg feiern

15.07 Uhr: Unleserlich, lückenhaft, falsche Angaben - die Teilnehmerlisten einer Party in einem Nürnberger Nachtklub bereiten den Behörden Probleme. Auf der Feier vom 15. auf den 16. August war ein Gast, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Person habe zu dem Zeitpunkt eigentlich unter häuslicher Quarantäne gestanden, teilte der Landkreis Fürth mit, zu dem das zuständige Gesundheitsamt gehört. Dieses versucht jetzt mithilfe der Polizei die Betroffenen zu ermitteln, konnte aber wegen der fehlerhaften und unvollständigen Teilnehmerlisten noch nicht alle kontaktieren. Deshalb ruft es alle Partygäste auf, sich testen zu lassen und vorerst isoliert zu Hause zu bleiben.

Scholz sieht Maskenpflicht am Arbeitsplatz kritisch

14.35 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sieht eine Maskenpflicht für den Arbeitsplatz kritisch. Bereits zu Beginn der Coronakrise seien Regelungen zum Schutz vor Ansteckungen während der Arbeit gemacht worden, betonte der SPD-Kanzlerkandidat auf NDR Info. "Die haben dafür gesorgt, dass in vielen Unternehmen sehr konkrete, sehr spezielle und in jedem Unternehmen konkret richtige Regelungen getroffen worden sind."

Mehr Sinn habe es, über Regeln für Schulen und den öffentlichen Raum zu sprechen, sagte Scholz. Grundsätzlich sei die Akzeptanz für die Mund-Nasen-Bedeckung in Deutschland sehr groß. "Und ich finde, das ist eine große Leistung." Wenn die Behörden alles kontrollieren müssten, kämen sie gar nicht hinterher.

Dinner mit 80 Gästen - EU-Handelskommissar muss um seinen Job bangen

14.22 Uhr: EU-Handelskommissar Phil Hogan muss wegen der Teilnahme an einem gegen Corona-Regeln verstoßenden Dinner um seinen Job bangen. Nach Angaben einer Sprecherin prüft EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen derzeit, ob sie Konsequenzen aus dem Verhalten des Iren zieht. Eine Option wäre demnach, Hogan zum Rücktritt aufzufordern. Um eine Entscheidung treffen zu können, habe von der Leyen von Hogan zuletzt weitere Informationen angefordert, sagte die Sprecherin am Montag in Brüssel.

Hogan hatte in der vergangenen Woche gemeinsam mit etwa 80 anderen Personen an einem Dinner einer Golf-Gesellschaft teilgenommen, obwohl sich in Irland derzeit maximal 50 Menschen in geschlossenen Räumlichkeiten treffen dürfen. Er wäre nicht der erste Politiker, der wegen der Veranstaltung seinen Job verliert. Bereits am Freitag war der ebenfalls bei dem Dinner anwesende irische Landwirtschaftsminister Dara Calleary zurückgetreten.

Besonders unangenehm ist die Lage für Hogan, weil er bei seinem Irland-Aufenthalt auch dabei erwischt wurde, dass er beim Autofahren sein Handy nutzte.

 Berlinale soll 2021 "physisch" stattfinden

14.20 Uhr: Die Berlinale soll im Februar 2021 trotz Corona-Pandemie stattfinden. Geplant sei ein "physisch stattfindendes Festival", teilten die Internationalen Filmfestspiele in Berlin mit. Dabei solle "die größtmögliche Sicherheit" aller Gäste gewährleistet werden. Die Berlinale (11. bis 21. Februar 2021) zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Zudem vergibt die Berlinale künftig genderneutrale Schauspielpreise.


Italien hofft auf Impfstoff im Frühjahr 2021


13.55: Im Wettlauf um einen Impfstoff kündigt Italien Tests mit einem potenziellen Mittel am Menschen an. Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Lazzaro-Spallanzani-Institut in Rom wird in den kommenden Wochen mit 90 Freiwilligen einen potenziellen Impfstoff testen. "Wenn wir schnell sind, werden wir im nächsten Frühjahr die ersten Impfdosen auf den Markt bringen", erklärt Institutsleiter Francesco Vaia. Das Mittel namens GRAd-COV2 wurde von ReiThera, einem in Rom ansässigen Unternehmen, entwickelt.

Deutsche Soldaten in Afghanistan infiziert

13.39 Uhr: Zwei deutsche Soldaten der Nato-Ausbildungsmission in Afghanistan haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Verlegung zurück nach Deutschland werde vorbereitet, sagte ein Sprecher aus Masar-e Scharif. Personen, die Kontakt zu den Soldaten hatten, seien in Quarantäne.

Ein Rückflug mit einer speziell dafür ausgerüsteten Maschine ("MedEvac") sei angefordert und soll die Soldaten in Kürze nach Deutschland bringen. Der gesamte Ausbildungseinsatz ist wegen der Corona-Pandemie vor einiger Zeit weitgehend beschränkt worden.

Finnland grenzt Personenzahl für öffentliche Versammlungen ein

13.10: Finnland wird zur Eindämmung der Infektionen ab September öffentliche Versammlung auf 50 Personen begrenzen. Nachdem sich im August bis zu 500 Personen versammeln durften, gelten die neuen Grenzwerte sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, teilt die staatliche Verwaltungsbehörde mit. "Es ist absolut notwendig, die Einschränkungen zu verschärfen, da sich die epidemiologische Situation in Finnland in eine ungünstige Richtung geändert hat und die bestätigten Covid-19-Fälle im Laufe des Augusts gestiegen sind."

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Lufthansa verschärft Maskenpflicht

12.41 Uhr: Die Lufthansa verschärft zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen der Konzern-Airlines. Ausnahmen beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sind ab September nur noch mit ärztlichem Attest möglich, wie die Lufthansa am Montag mitteilte. Außerdem muss für eine Befreiung von der Maskenpflicht ein negativer Covid-19-Test vorgelegt werden.

Dem Konzern zufolge muss das ärztliche Attest auf einem von der Airline vorgegebenen Formblatt vorgelegt werden. Fluggäste können das Dokument demnach auf den Websites der Fluggesellschaften herunterladen. Zur Lufthansa gehören auch die Fluglinien Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings. Der negative Covid-19-Test darf zum planmäßigem Start der Reise nicht älter als 48 Stunden sein. Lesen Sie hier mehr.

Fast hundert Infizierte in einer FKK-Anlage in Frankreich

Im französischen Touristenort Cap d'Agde kam es in einer FFK-Anlage zu einem massiven Corona-Ausbruch (Symbolbild)

Im französischen Touristenort Cap d'Agde kam es in einer FFK-Anlage zu einem massiven Corona-Ausbruch (Symbolbild)

Foto:

PASCAL GUYOT / AFP

12.39 Uhr: In einer FKK-Anlage in Cap d'Agde wurden mittlerweile fast hundert Urlauber positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die regionalen Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden 38 Menschen am Montag positiv getestet, weitere 57 am Mittwoch. Der Anteil der Infektionen lag unter den Besuchern dieser Urlaubsanlage deutlich höher als in der Stadt Agde. Weitere 50 Urlauber wurden demnach nach ihrer Rückkehr nach Hause positiv getestet, und andere Testergebnisse standen noch aus.

Söder ruft Bundesländer zur Verschärfung der Maßnahmen auf

Markus Söder

Markus Söder

Foto: Peter Kneffel / dpa

12.36 Uhr: Bayern verschärft seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und plädiert für ein bundeseinheitliches Vorgehen. "Wir müssen die Zügel wieder anziehen und nicht die Zügel wieder lockern", sagte Ministerpräsident Markus Söder und verwies zur Begründung auf steigende Infektionszahlen. "Die Entwicklung ist besorgniserregend. Corona ist wieder auf dem Sprung zu einer exponentiellen Entwicklung." Die Gründe dafür seien zurückkehrende Urlauber, zurückkehrende Angehörige von Familienbesuchen in Ost- und Südosteuropa und Leichtsinn.

Bayern werde die Kontrollen zur Einhaltung etwa der Maskenpflicht ausweiten und seine Bußgelder für Verstöße gegen Hygienemaßnahmen erhöhen. Söder rief andere Bundesländer auf, ebenso zu handeln. "Es kann nicht sein, dass es Bundesländer gibt, die überhaupt keine Bußgelder haben." Er plädiere zudem dafür, keine neuen Großveranstaltungen wie Feste und Fußballspiele mit Zuschauern zuzulassen. "Wir werden uns dafür einsetzen, auf Bundesebene eine einheitliche Obergrenze zu entwickeln für Versammlungen." Auch eine generelle Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken am Arbeitsplatz müsse diskutiert werden. Ziel dieser Schritte sei es, einen erneuten Lockdown zu verhindern.

Metall-Arbeitgeber fordern längere Hilfen bei Kurzarbeit

12.24 Uhr: Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert von der Bundesregierung eine deutlich längere Übernahme der Sozialabgaben bei Kurzarbeit bis Jahresende 2021. "Sonst droht ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht nur in der Metall- und Elektroindustrie", erklärte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Kurzarbeit ohne Erstattung der Sozialabgaben über längere Zeiträume entziehe den Unternehmen zu viel Liquidität. Dann seien Entlassungen programmiert.

Bis Jahresende erstattet die Bundesagentur für Arbeit (BA) Arbeitgebern die Sozialabgaben für Kurzarbeiter noch in voller Höhe. Allein für 2020 rechnet die Behörde dafür mit Zusatzausgaben von rund acht Milliarden Euro. Die Spitzen von Union und SPD wollen am Dienstag im Koalitionsausschuss über eine Verlängerung der Kurzarbeitregeln sprechen, mit denen in der Coronakrise Massenentlassungen verhindert werden sollen.

Willem-Alexander und Máxima bedauern Verstoß

König Willem-Alexander und seine Frau Máxima

König Willem-Alexander und seine Frau Máxima

Foto: Piroschka Van De Wouw / dpa

12.06 Uhr: Das niederländische Königspaar hat eingeräumt, im Griechenlandurlaub gegen die Abstandsregel verstoßen zu haben. "In der Spontaneität des Moments haben wir darauf nicht gut geachtet", schrieben König Willem-Alexander und seine Frau Máxima auf Twitter . "Das hätten wir natürlich tun müssen." Denn auch im Urlaub sei das Befolgen der Maßnahmen sehr wichtig.

In den Niederlanden war das Verhalten des Königspaares kritisiert worden. Es habe eine Vorbildfunktion und müsse sich auch im Urlaub an die von der Regierung vorgeschriebenen Regeln halten, kommentieren Beobachter und Bürger in den sozialen Medien. Lesen Sie hier mehr.

Bali lässt dieses Jahr keine ausländischen Touristen mehr einreisen

11.25 Uhr: Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus dürfen ausländische Touristen bis Jahresende nicht mehr auf die indonesische Ferieninsel Bali. Wie am Montag bekannt wurde, will die Inselregierung anders als bislang geplant ausländische Urlauber nicht bereits ab dem 11. September zurückkehren lassen, sondern frühestens kommendes Jahr. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Indonesien und zahlreiche in den Herkunftsländern der Touristen beschlossene Reisebeschränkungen.

Ein genaues Datum für die Rückkehr ausländischer Touristen wurde bisher nicht genannt. Inländische Touristen dürfen seit Ende Juli wieder die Strände und kulturellen Sehenswürdigkeit der Insel genießen.

Frankreich will britische Quarantäne-Regeln erwidern

10.53 Uhr: Frankreich reagiert auf die Quarantäne für seine Staatsbürger in Großbritannien mit einer ähnlichen Maßnahme. "Für Reisende, die aus dem Vereinigten Königreich zurückkehren, wird es wahrscheinlich in den nächsten Tagen restriktive Maßnahmen geben, die vom Ministerpräsidenten und dem Verteidigungsrat beschlossen werden", kündigte Europastaatssekretär Clement Beaune im Fernsehsender France 2 an.

Britische Frankreichreisende müssen künftig bestätigen, dass sie nicht an Covid-19-Symptomen leiden oder in den vergangenen 14 Tagen in Kontakt mit einer positiv getesteten Person waren, hatte die Regierung in London am Freitag angekündigt. Zudem müssen Frankreich-Rückkehrer seit 15. August in eine 14-tägige Quarantäne. Die britische Regierung hat die Maßnahmen mit steigenden Corona-Fällen in Frankreich begründet.

Testkapazitäten in Berlin ausgeschöpft

10.35 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf Covid-19 in Berlin an Grenzen stoßen. Sie seien durch die massiven Testungen der Reiserückkehrenden ausgeschöpft. "Wir sind jetzt bei 93 Prozent", sagte die SPD-Politikerin. Hinzu komme die Information durch die Labors, dass die Knappheit von Verbrauchsmaterialien die Testkapazitäten weiter einschränken werde. In den Ländern sei die Situation unterschiedlich. "Es ist ein Thema, das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Wir werden uns heute in der GMK-Schalte austauschen, wie wir weiter verfahren mit den Reiserückkehrenden."

Die Gesundheitsminister der Länder wollen sich bei einer Schaltkonferenz am Nachmittag austauschen. Die Konferenzvorsitzende Kalayci verteidigte die Entscheidung, Tests für Reiserückkehrer etwa an Flughäfen und Bahnhöfen einzuführen. "Es war Konsens bundesweit hier einen Fokus zu setzen, weil wir über die Reiserückkehrenden ein Einschleppungsrisiko gesehen haben." Die Zahlen in Berlin und bundesweit in den letzten Wochen bestätigten das auch. Ein erheblicher Teil der Infektionen gehe auf Reiserückkehrende zurück.

Rosenheim überschreitet Grenzwert und verschärft Beschränkungen

10.08 Uhr: Die Stadt Rosenheim hat am Wochenende den 7-Tage-Grenzwert bei den Infektionen überschritten und reagiert mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Wert habe am Wochenende bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt am Montag mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Deshalb gelten nun unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit. Etwa dürfen nur noch maximal 50 Menschen an nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen, unter freiem Himmel sind höchstens 100 Leute zugelassen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.

Passagiere bleiben Flughäfen fern

09.36 Uhr: Obwohl die meisten Fluggesellschaften im Juli ihr Flugprogramm wieder ausgebaut haben, hat an den deutschen Flughäfen weiterhin Corona-Flaute geherrscht. Nur knapp 4,9 Millionen Passagiere nutzten in diesem Monat die Airports, ein rundes Fünftel der Zahl aus dem Vorjahresmonat, wie der Flughafenverband ADV am Montag in Berlin mitteilte. Die gewerblichen Flugbewegungen lagen 62,9 Prozent hinter dem Juli 2019 zurück.

Wegen der internationalen Reisebeschränkungen fehlten besonders die Passagiere auf den Interkontinentalflügen (-93,5 Prozent). Im Europaverkehr waren die jahresbezogenen Passagierrückgänge mit einem Minus von 76,8 Prozent etwas schwächer ausgeprägt. Innerdeutsch waren 80,2 Prozent weniger Menschen mit dem Flugzeug unterwegs.

Tschentscher will bundesweite Einheitlichkeit

09.02 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) unterstützt Forderungen nach mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Regeln. "Man kann durch Einheitlichkeit die Verständlichkeit, die Akzeptanz der Regeln verbessern", sagte Tschentscher am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Angesichts zahlreicher Fälle von Infektionen auf privaten Feiern plädierte der SPD-Politiker zudem für eine Obergrenze bei solchen Veranstaltungen. Er neige zu einer Größenordnung von 50 Teilnehmern "und nicht darüber", sagte Tschentscher.

Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland mehren sich vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag die Stimmen für eine einheitliche Maskenpflicht und einheitliche Bußgelder bei Verstößen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich dafür einsetzen. Zudem sprach sich unter anderem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine verstärkte Maskenpflicht am Arbeitsplatz und in Schulen aus.

Französische Wirtschaft bricht um elf Prozent ein

08.46 Uhr: Die französische Regierung rechnet ungeachtet der Erholung in den vergangenen Wochen weiter mit einem heftigen Konjunktureinbruch wegen der Coronakrise. "Vorerst" gehe er weiterhin von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von elf Prozent aus, sagte Finanzminister Bruno Le Maire am Montag. "Während es im Mai/Juni eine starke Erholung gegeben hat, bleiben bis zum Jahresende noch viel Unsicherheiten - insbesondere im Hinblick auf Brexit, die US-Wahlen und den neuen chinesischen Fünfjahresplan", sagte Le Maire. "All dies wird den Welthandel und damit das französische Wachstum belasten."

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone war im zweiten Quartal wegen der Coronakrise im Rekordtempo von 13,8 Prozent eingebrochen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 10,1 Prozent. Die Bundesregierung rechnet bislang für das Gesamtjahr mit einem Minus von 6,3 Prozent.

400 Bußgelder in Paris nach Champions-League-Finale

Gewaltbereite Fans hatten in Paris Fahrzeuge in Brand gesetzt sowie Schaufenster zertrümmert und Geschäfte verwüstet

Gewaltbereite Fans hatten in Paris Fahrzeuge in Brand gesetzt sowie Schaufenster zertrümmert und Geschäfte verwüstet

Foto: Sameer Al-Doumy / AFP

07.47 Uhr: Nach der Niederlage im Champions-League-Finale gegen den FC Bayern München haben Anhänger von Paris St. Germain in der französischen Hauptstadt randaliert. Die Polizei nahm in der Nacht zu Montag 148 Menschen fest, wie sie auf Twitter mitteilte. Gewaltbereite Fans bewarfen die Sicherheitskräfte auch mit Flaschen und feuerten Feuerwerkskörper in ihre Richtung ab, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Sicherheitskräfte wiederum setzten Tränengas ein und feuerten mit Gummigeschossen. Die gewalttätigen Konfrontationen dauerten über Stunden an. Die Ausschreitungen hatten bereits während des Fußballspiels im Umfeld des Prinzenparks, dem Heimatstadion von PSG, begonnen. Sie weiteten sich danach auf den Prachtboulevard Champs-Élysées aus.

Mehr als 400 Bußgeldbescheide seien außerdem wegen des Verstoßes gegen die Corona-Maskenpflicht verhängt worden, teilte die Polizei mit. Trotz der Corona-Pandemie hatten 5000 PSG-Fans im Prinzenpark die Übertragung des Finales verfolgen dürfen, das in Lissabon stattfand. Lesen Sie hier mehr.

Mehr als 61.000 Neuinfektionen in Indien

07.05 Uhr: Indien meldet 61.408 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus auf über 3,1 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministerium hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich binnen 24 Stunden um 836 auf 57.542. Indien ist nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen. Bereits am Sonntag waren mehr als drei Millionen Infektionen registriert worden, nachdem erst 17 Tage zuvor die Marke von zwei Millionen überschritten worden war.

Auckland bleibt im Lockdown

06.49 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat die Corona-Beschränkungen für die größte Stadt des Landes, Auckland, verlängert. Der Lockdown wurde bereits seit dem 11. August verhängt und sollte eigentlich am Mittwoch auslaufen - nun gilt er bis einschließlich Sonntag dieser Woche.

Ardern verkündete außerdem eine landesweite Maskenpflicht ab kommendem Montag in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann sollen auch Versammlungen für zehn Personen in Auckland wieder erlaubt sein, Schulen und Geschäfte dürfen wieder öffnen.

Im August wurden in Neuseeland die ersten Corona-Fälle seit mehr als drei Monaten  entdeckt, inzwischen sind mehr als 150 Menschen nachweislich infiziert. "Dies ist ein eingedämmtes Cluster", sagte Ardern vor Journalisten. "Aber es ist unser größtes." Das bedeute, dass noch eine Weile neue Fälle auftreten könnten.

711 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

05.18 Uhr: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen haben die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 711 Fälle an das RKI übermittelt. An Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Seit Ende Juli steigt die Zahl wieder.

Bislang gab es hierzulande mindestens 233.575 Sars-CoV-2-Infizierte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9272. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 208.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,08 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Sonntag bei 1,07 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Gesundheitsminister beraten - unter anderem über Feier-Obergrenze

04.38 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen an diesem Montag über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als Vorsitzende der Konferenz ankündigte. In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie. Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand.

Bei einer Videokonferenz wollen am Donnerstag auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über dieses Thema beraten. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Bahn will Einhaltung der Maskenpflicht abends an Bahnhöfen stärker kontrollieren

03.37 Uhr: Die Deutsche Bahn will in den Abendstunden ihre Präsenz von Sicherheitskräften an Stationen erhöhen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung . Demnach soll das zusätzlich eingesetzte Personal die Einhaltung der Maskenpflicht an den Bahnhöfen kontrollieren. "Maske tragen ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht. Es ist deshalb für uns nicht hinnehmbar, wenn sich Einzelne nicht an die Regeln halten", sagt Hans-Hilmar Rischke, Sicherheitschef der Deutschen Bahn, der Zeitung.

Die Maßnahme wird dem Blatt zufolge von der Bahn als nötig erachtet, da beim Sichten von Videomaterial, das erstmals auf die Einhaltung der Maskenpflicht durchgeschaut wurde, auf sechs Hamburger S-Bahnhöfen Verstöße festgestellt wurden.

Die Bilder von DB-Kameras waren demnach punktuell und stichprobenhaft ausgewertet worden. In den Morgen- und Nachmittagsstunden mit der hohen Zahl von Pendlern habe dieser Auswertung zufolge der Anteil der Menschen mit Maske durchweg über 90 Prozent gelegen, vielfach sogar über 99 Prozent. Nach 23 Uhr habe das Bild aber anders ausgesehen.

An den Bahnhöfen Hamburg-Harburg und Reeperbahn beispielsweise lag der Zeitung zufolge spätabends und nachts, als viele jüngere Menschen unterwegs waren und auch mehr Alkoholkonsum im Spiel war als zu anderen Tageszeiten, der Anteil der Menschen ohne Maske bei rund 20 Prozent. Vor einigen Tagen hatte die Deutsche Bahn bereits angekündigt, die Einhaltung der Maskenpflicht innerhalb der Züge verstärkt zu kontrollieren.

Schwere Ausschreitungen in Paris

Szene in Paris

Szene in Paris

Foto: Daniel Cole / AP

02.50 Uhr: In München steigt die Party, in Paris brennen Autos: Nach dem verlorenen Finale ist es in der französischen Hauptstadt zu schweren Übergriffen gekommen. Mehr zu den Vorfällen lesen Sie hier.

Münchner Polizei gibt Abstands-Tipps zum Feiern 

01.10 Uhr: Ein Fanschal, fünf Pizzas oder sieben Fußbälle: Die Münchner Polizei hat Fans des FC Bayern nach dem Sieg der Champions League Tipps zum Feiern mit Corona-Abstand gegeben. "Wir gratulieren dem @FCBayern  zum Gewinn der #ChampionsLeague. Wir haben ein paar Möglichkeiten, wie Ihr heute in #München mit genügend Abstand feiern könnt", twitterten die Beamten am Sonntagabend über den offiziellen Kanal des Münchner Polizeipräsidiums. Dazu verlinkten sie ein Grafik mit sieben Beispielen - darunter auch: sechs Fußballschuhe, drei Getränkekisten und zwei Champions-League-Pokale.

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Polizei verwarnt Hunderte Personen in Paris während CL-Finale

00.30 Uhr: In Paris zumindest hat das mit dem Abstand bisher noch nicht so recht geklappt. Die Polizei dort hat nach eigenen Angaben während des Champions-League-Finales Dutzende Verwarnungen ausgesprochen.

In 274 Fällen habe es einen Verstoß gegen die Maskenpflicht gegeben, teilte die Pariser Polizeipräfektur auf Twitter mit. Auch hätten sich Menschen nicht an die Corona-Abstandsregeln gehalten. Bis zum späten Sonntagabend gab es der Polizei zufolge drei Festnahmen. Die Gründe für diese gab die Polizeipräfektur zunächst nicht bekannt.

In der Pariser Hauptstadt waren coronabedingt keine Fan-Zonen zugelassen. Die Stadt sperrte am Sonntagabend aber die Prachtstraße Champs-Élysées, damit Fußgänger mehr Platz hatten. Dort und rund um das Heimstadion von Paris Saint-Germain, dem Prinzenpark, war das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend.

US-Regierung erlaubt Covid-19-Behandlung mit Blutplasma Genesener

00.00 Uhr: Die US-Regierung erteilt eine Notfallgenehmigung für eine Covid-19-Behandlung mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Sonntagabend (Ortszeit) im Weißen Haus an. Bei der sogenannten Immunplasma-Therapie bekommen Patienten Plasma von Menschen, die nach einer natürlichen Infektion Antikörper gebildet hatten.

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Plasma wird seit über 100 Jahren genutzt und gilt als sicher für Patienten. Bislang noch unklar ist aber, wie wirksam Plasma tatsächlich ist, um die Covid-Sterblichkeitsrate zu senken.

jok/kko/mjm/apr/kfr/dpa/AFP/Reuters/AP
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