Coronavirus-Update am Montag Französische Experten rechnen mit weiteren Infektions-Wellen

Die Franzosen machen sich trotz strikten Shutdowns kaum Illusionen, dass die Coronakrise bald überstanden ist. Deutsche Gastwirte klagen gegen Schließungen. Und Portugal denkt über Gesundheitsnotstand nach. Der Tag im Überblick.
Geschlossene Läden in Paris: Schwierige Situation über Monate

Geschlossene Läden in Paris: Schwierige Situation über Monate

Foto: MOHAMMED BADRA/EPA-EFE/Shutterstock

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+++ Französische Experten sagen weitere Wellen voraus +++

19 Uhr: Europa muss sich nach Einschätzung des französischen Wissenschaftsrats auf weitere Infektionswellen einstellen. Das Beratergremium der französischen Regierung rechnet laut einem neuen Bericht mit "mehreren aufeinanderfolgenden Wellen" im Winter und Frühling. "Uns stehen also viele Monate mit einer äußerst schwierigen Situation bevor", warnten die Wissenschaftler, die die Regierung von Präsident Emmanuel Macron in der Coronakrise beraten und auch den neuen landesweiten Lockdown empfohlen hatten.

Trotz der bisher verhängten Maßnahmen werde es voraussichtlich nicht gelingen, weitere Infektionswellen zu verhindern, erklärte der Wissenschaftsrat. Dies gelte unter Berücksichtigung aller Parameter wie der Witterung, der Teststrategie und der Nachverfolgung von Infektionen. Daher sei es erforderlich, sich bis zur Zulassung erster Impfstoffe und Medikamente auf das "Management aufeinanderfolgender Wellen" einzustellen.

Corona-Fälle in Frankreich und Spanien erreichen neue Rekorde

19.50 Uhr: Frankreichs Gesundheitsministerium meldet 52.518 Neuinfektionen und damit so viele wie noch nie an einem Tag. Zudem wurden 416 weitere Tote verzeichnet. Zum ersten Mal seit der ersten Welle Anfang Mai müssen mehr als 3700 Covid-Erkrankte auf Intensivstationen und mehr als 25.000 allgemein im Krankenhaus behandelt werden.

Auch Spanien meldet einen Rekord mit 55.019 Neuinfektionen. Die Zahl der Toten steigt nach den Daten des Gesundheitsministeriums um 379.

Berlin bestellt zusätzliche Remdesivier-Dosen

19.05 Uhr: Die Bundesregierung ordert wegen der steigenden Zahl von Corona-Patienten für November eine höhere Anzahl von Medikamenten mit dem Wirkstoff Remdesivir als im Oktober. Im Oktober habe man sich 13.000 Einheiten des Medikaments vials Veklury liefern lassen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Im November habe man nun 50.000 Dosen bestellt. Insgesamt hatte sich Deutschland über den Rahmenvertrag der EU-Kommission mit dem US-Konzern Gilead Zugriff auf 155.000 Dosen gesichert. Das Medikament kann eine Corona-Erkrankung nicht heilen, der Wirkstoff soll aber die Entwicklung der Erkrankung mildern können.

Schäuble findet Einschränkungen nicht "furchtbar schlimm"

18 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in der Corona-Pandemie die Chance auf eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. "Wir sollten jetzt nicht anfangen, in Pessimismus oder Panik zu verfallen", sagte Schäuble dem "SWR".

"Wenn wir jetzt ein paar Wochen nicht essen gehen können, wenn wir jetzt ein paar Wochen keine privaten Feiern machen können, wenn beispielsweise auch die Sylvester-Partys nicht so stattfinden können, wie in früheren Jahren, dann ist es bedauerlich, aber es ist nicht so furchtbar schlimm", sagte der Politiker.

Schäuble bemühte sich, der aktuellen Situation auch etwas Positives abzugewinnen: Wenn nun die Familien wieder ein bisschen stärker zusammenrückten, sich Nachbarn wieder stärker umeinander kümmerten, dann stärke das wieder die Kräfte in der Gesellschaft.

Georgiens Ministerpräsident Gacharia positiv getestet

17.50 Uhr: Georgiens Regierungschef Giorgi Gacharia ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab das Büro des Ministerpräsidenten laut der Nachrichtenagentur Reuters bekannt. Er fühle sich gut und werde zu Hause behandelt, hieß es in einer Erklärung.

Gacharia habe sich am Morgen in häusliche Quarantäne begeben, nachdem das Virus bei einem Leibwächter nachgewiesen worden sei.

Dem Land droht nach der Parlamentswahl ein politischer Streit. Der Chef der oppositionellen Georgischen Arbeiterpartei Schalwa Natelaschwili sagte in der Nacht zum Sonntag in der Hauptstadt Tiflis, er werde das Wahlergebnis nicht anerkennen. Er forderte Neuwahlen.

Menschen in Deutschland laut Umfrage wieder vorsichtiger

17.34 Uhr: Angesichts der neuerlichen Verschärfung der Corona-Krise sind die Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge zurückhaltender geworden, was das Treffen mit Freunden oder das Verlassen der Wohnung angeht.

Wie aus dem "Corona-Monitor" des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) hervorgeht, wuchs der Anteil der Menschen, die sich seltener mit Freunden oder Familienangehörigen treffen im Vergleich zu zwei Wochen davor von 65 auf 76 Prozent.

69 Prozent verlassen demnach seltener das eigene Zuhause - 10 Prozentpunkte mehr als noch zwei Wochen zuvor. "Mit dem aktuellen Anstieg der Infektionszahlen werden die Menschen in Deutschland wieder vorsichtiger", erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel.

Elf Spieler von Ajax Amsterdam positiv auf Corona getestet

17 Uhr: Einen Tag vor dem Champions-League-Spiel beim FC Midtjylland wurden bei Ajax Amsterdam elf positive Corona-Tests bekannt. Der Klub reist nun mit einem Notaufgebot von nur 17 Spielern nach Dänemark.

Auch der ukrainische Rekordmeister Dynamo Kiew reist stark ersatzgeschwächt zum Champions-League-Vorrundenspiel am Mittwoch (21 Uhr) beim FC Barcelona. Nach Vereinsangaben gehören mehrere Stammkräfte zu den neun infizierten Spielern. Darüber hinaus erbrachten auch die Tests von Co-Trainer Emil Caras und vier Betreuern positive Ergebnisse.

Internationaler Währungsfonds warnt vor verfrühtem Ende von Corona-Hilfen

16.55 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt davor, die immensen staatlichen Hilfen für die Wirtschaft in der Corona-Krise zu früh auslaufen zu lassen. Viele Maßnahmen seien bereits beendet worden oder würden Ende des Jahres auslaufen, heißt es in einem aktuellen Bericht des IWF für die G20-Gruppe.

Laut IWF haben die G20-Staaten seit Ausbruch der Pandemie rund elf Billionen Dollar zur Krisenbewältigung lockergemacht. Die Krise werde große Narben hinterlassen, unterstrich der IWF. Sollten die Hilfen aber zu früh zurückgezogen werden, sei die einsetzende Erholung in Gefahr. "In diesem Szenario würden die Narben wahrscheinlich noch größer ausfallen."

Israel will Bußgelder bei Corona-Verstößen drastisch erhöhen

16.29 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die israelische Regierung Verstöße gegen Vorschriften strenger ahnden. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mitteilte, stimmte das Corona-Kabinett des Landes für eine deutliche Erhöhung von Bußgeldern.

Wer etwa eine Party, Veranstaltung oder Konferenz veranstaltet, soll statt 5000 künftig bis zu 20.000 Schekel (umgerechnet rund 5000 Euro) Strafe zahlen. Nach Verstößen an Schulen aus dem strengreligiösen Sektor sollen auch diese künftig mit der Strafe belegt werden. Wer unerlaubt einen Laden betreibt, soll künftig mit bis zu 10.000 Schekel belangt werden können. Das Parlament muss die Erhöhung noch billigen.

Nachdem vor eineinhalb Monaten in Israel ein zweiter Lockdown verhängt worden war, sind die Fallzahlen wieder deutlich gesunken. Schrittweise wurden die Maßnahmen zuletzt gelockert. Am Montag verzeichnete das Gesundheitsministerium 652 neue Fälle. Auf dem Höhepunkt der Krise vor etwa einem Monat waren es zeitweise mehr als 9000 pro Tag.

Rechnungshof kritisiert Scholz' Schuldenpläne

16.15 Uhr: Der Bundesrechnungshof äußert deutliche Kritik an den Schuldenplänen von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in der Corona-Krise. Die für 2021 geplante Neuverschuldung von rund 96 Milliarden Euro sei nicht angemessen, da sie nicht "im erforderlichen engen Zusammenhang mit der Notsituation" stehe.

Das schreibt der Rechnungshof in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Der Minister bemühe sich nicht ausreichend, die Kredite auf das unbedingt erforderliche Maß zu begrenzen. Das könne sogar verfassungsrechtliche Probleme bringen.

Der Rechnungshof kritisiert unter anderem, dass Scholz die seit der Flüchtlingskrise angesparte Rücklage von 48,2 Milliarden Euro trotz der prekären Lage 2021 nicht antasten will. "Ein solches Verhalten nach dem Motto "schone Rücklagen, erkläre Notlage" verstärkt die verfassungsrechtlichen Bedenken", schreibt der Rechnungshof.

Fußball: Regionalliga West läuft weiter

15.59 Uhr: Der Spielbetrieb in der Regionalliga West wird vorerst fortgesetzt. Das gab der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) bekannt. Generelle Spielabsagen in Verbindung mit den für November beschlossenen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie seien nicht vorgesehen, hieß es.

Nach Rücksprache mit der NRW-Landesregierung wurde demnach festgelegt, dass die Regionalliga West als Spielklasse mit professionellen Strukturen anzusehen ist und nicht in den Amateurbereich fällt.

3,6 Millionen Menschen in der Slowakei getestet - rund 1,1 Prozent positiv

15.45 Uhr: Beim Corona-Massentest in der Slowakei am vergangenen Wochenende sind insgesamt 3,6 Millionen Menschen auf das Virus getestet worden. Das teilte Ministerpräsident Igor Matovič mit. 1,06 Prozent der Ergebnisse seien positiv gewesen, 38.359 Personen wurden damit identifiziert.

Das Land mit insgesamt rund 5,5 Millionen Einwohnern hatte über das Wochenende eine groß angelegte Testaktion durchgeführt. Die dabei verwendeten Antigen-Tests bringen innerhalb von 15-30 Minuten schnelle Ergebnisse, sind aber auch ungenauer als die standardmäßig verwendeten PCR-Tests. (Lesen Sie hier einen Überblick zu den verschiedenen Testverfahren.)

Kritiker warnten, dass sich Menschen durch fälschlicherweise negativ ausgefallene Tests virusfrei wähnen und damit andere Menschen gefährden könnten.

Papst betet zu Allerseelen für Opfer der Corona-Pandemie

15.20 Uhr: Papst Franziskus hat zum Allerseelentag an die Opfer der Coronavirus-Pandemie erinnert. "Heute beten wir für alle unsere Verstorbenen, besonders für die Opfer des Coronavirus", schrieb Franziskus auf Twitter.

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Dabei erwähnte das katholische Kirchenoberhaupt besonders jene, die einsam, ohne die Nähe ihrer Angehörigen gestorben seien und diejenigen, die ihr Leben im Dienst der Kranken gelassen hätten.

Seine Messe zu Allerseelen wird Franziskus am Nachmittag wegen der geltenden Hygienemaßnahmen in streng privater Form am Deutschen Friedhof im Vatikan, dem Camposanto Teutonico, feiern. Katholiken begehen Allerseelen einen Tag nach Allerheiligen, einem Höhepunkt im Kirchenjahr. Viele Gläubige besuchen dann Gräber.

Ab Mittwoch werden wegen der zweiten Welle der Pandemie auch die Generalaudienzen des 83 Jahre alten Papstes nur noch via Livestream und ohne Pilger abgehalten. Mitte Oktober waren mehrere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Baden-Württemberg hat höchste Kurzarbeit-Quote

15.09 Uhr: Baden-Württemberg hatte nach einer Schätzung des Ifo-Instituts im Oktober bundesweit den höchsten Anteil an Kurzarbeitern. Im Südwesten waren demnach vergangenen Monat etwa 13 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit, teilte das Institut mit.

Auf Platz zwei landete Bayern mit zwölf Prozent - der Freistaat hatte die Statistik zuvor angeführt. In Baden-Württemberg waren demnach geschätzt 620.000 Menschen in Kurzarbeit, im bevölkerungsreicheren Bayern 710.000, in Nordrhein-Westfalen 680.000. Bundesweit lag der Wert laut Ifo bei etwa zehn Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten beziehungsweise 3,3 Millionen Menschen.

"Vor allem im stärker industrialisierten Süden mit seinem Fokus auf Metallverarbeitung, Maschinenbau, Autobauern und Zulieferern wird weiterhin deutlich mehr Kurzarbeit gefahren als anderswo", sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.

Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im April hatten deutsche Betriebe für knapp sechs Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet, so die Bundesagentur für Arbeit. Erfahrungsgemäß ist die Zahl der Kurzarbeiter aber meist als kleiner als die Zahl der Anzeigen.

Bereits etliche Eilverfahren gegen neuen Teil-Shutdown

15 Uhr: Der neue Teil-Shutdown in Deutschland führt an den Verwaltungsgerichten der Bundesländer zu einer regelrechten Klagewelle. Allein beim Berliner Verwaltungsgericht seien bislang 32 Eilanträge eingegangen, teilte ein Sprecher mit.

Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster sind bis zum Montagnachmittag bereits rund 20 Eil-Anträge gegen die neue Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW eingegangen. Laut einer Gerichtssprecherin könnte die Zahl noch steigen, da durch Computerprobleme eventuell noch nicht alle Vorgänge erfasst wurden.

Auch in Hessen wehren sich die ersten Betriebe gegen erneute Schließungen durch den neuen Teil-Shutdown in der Corona-Pandemie. "Im Zusammenhang mit dem heute beginnenden 'Zweiten Lockdown' sind bereits drei infektionsschutzrechtliche Normenkontroll-Eilverfahren beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingegangen", hieß es.

Geklagt haben in Hessen demnach die Betreiber eines Tattoo-Studios, eines Yoga-Studios und einer Musikschule. In NRW ging es in den Anträgen neben Verboten für Tennis, Bordelle, Fitnessstudios, Gastronomie, Tätowierstudios, Tanzschulen, Spielhallen und Kosmetikstudios auch um die allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Erst müsse man die jeweils übrigen Beteiligten wie Behörden anhören, hieß es vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Deren Stellungnahmen wiederum gehen dann den Klägern zu. Der Verwaltungsgerichtshof rechnet damit, dass in den nächsten Tagen und Wochen zahlreiche weitere Eilverfahren gegen Corona-Verordnungen bei ihm eingehen. Bei Verfahren zur Überprüfung von Rechtsnormen wie einer Verordnung des Landes ist er direkt zuständig.

Beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gingen ebenfalls zahlreiche Anträge gegen die seit Montag geltende Corona-Verordnung des Landes ein. Allein bis Mittag lagen acht Normenkontrolleilverfahren vor, sagte eine Gerichtssprecherin. Zudem gebe es fünf Hauptsacheverfahren.

Portugal will Gesundheitsnotstand verhängen

14.45 Uhr: Die portugiesische Regierung will nach eigenen Angaben einen landesweiten Gesundheitsnotstand verhängen, um in der Coronakrise weitere Beschränkungen anordnen zu können.

Damit sollen mögliche "rechtliche Bedenken" ausgeräumt werden, sagte der sozialistische Regierungschef Antonio Costa laut der Nachrichtenagentur AFP nach einem Treffen mit dem konservativen Präsidenten Marcelo de Sousa. Nur der Präsident kann den Notstand nach Konsultation des Parlaments verhängen.

Ab Mittwoch gilt für über 120 der mehr als 300 Kommunen in Portugal ein Teil-Lockdown. In den betroffenen Kommunen sollen sich die Bürger für mindestens zwei Wochen in ihre Wohnungen zurückziehen, sie dürfen aber zur Arbeit gehen, wenn Heimarbeit nicht möglich ist, und ihre Kinder in die Schule bringen. Geschäfte müssen spätestens um 22.00 Uhr schließen. 7,1 Millionen Menschen und damit rund 70 Prozent der Bevölkerung sind von den Maßnahmen betroffen.

Merkel verspricht Hilfen für Kultur und Gastronomie - und rechtfertigt Shutdown

14.29 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die am Montagmorgen inkraftgetretenen Corona-Maßnahmen verteidigt. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Verbreitung des Virus unsere Gesundheitsämter überfordert", sagte Merkel. "Das Virus bestraft Halbherzigkeit."

Auch die Schließung der Gastronomie im November bekräftigte die Kanzlerin - und versprach den betroffenen Firmen schnelle Hilfe - wie auch der Kulturszene. Die Betroffenen mit Einnahmeausfällen würden nicht alleine gelassen, sagte Merkel. Die Bundesregierung hatte bereits Nothilfen von zehn Milliarden Euro beschlossen. Die Hilfen sollten auch die Kultur erreichen, sagte Merkel.

Die strikten Regelungen seien schweren Herzens beschlossen worden. "Wir haben lange abgewogen ob es einen besseren oder milderen Weg gibt, aber den haben wir nicht gesehen", sagte die Kanzlerin. "Ob diese große gemeinsame Kraftanstrengung etwas bringt im Monat November, das hängt nicht nur von den Regeln ab, sondern auch davon, ob diese Regeln befolgt werden."

Deutscher Behindertensportverband empfiehlt Einstellung von Reha-Sport

14.14 Uhr: Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat sich für die Zeit des Shutdowns für die Einstellung des ärztlich verordneten Rehabilitationssports ausgesprochen.

"Bei Gefahr für Leib und Leben gibt es aus unserer Sicht keine Alternative", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. "Die Beschlüsse von Bund und Ländern unterstreichen eindeutig die Notwendigkeit einer deutlichen Kontaktreduzierung. Da muss auch der Sport seinen gesamtgesellschaftlichen Beitrag leisten."

Gerade beim Rehabilitationssport handele es sich in Teilen um ein Sportangebot für Risikogruppen, sagte Beucher. Es sei wichtig, hier "ein deutliches Signal" zu setzen. Über ein mögliches Verbot des ärztlich verordneten Rehabilitationssports bis Ende November müssen allerdings die jeweiligen Landesregierungen entscheiden.

Grüne verlegen Sendezentrale für Online-Parteitag nach Berlin

14.07 Uhr: Um möglichst wenig durch Deutschland zu reisen, werden die Grünen die Sendezentrale für ihren Online-Bundesparteitag von Karlsruhe nach Berlin verlegen. Das teilte der Politische Bundesgeschäftsführer Michael Kellner auf Twitter mit.

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Eigentlich wollten die Grünen zum 40. Geburtstag der Partei wieder dort zusammenkommen, wo sie am 13. Januar 1980 gegründet worden waren. Schon vor einigen Wochen hatten sie festgelegt, dass keine Delegierten und Gäste, sondern nur Parteivorstand und Präsidium in Karlsruhe vor Ort sein sollten.

Vorstandswahlen sind bei den Grünen nicht vorgesehen, sie wollen aber ein neues Grundsatzprogramm verabschieden.

Bundeskanzlerin Merkel äußert sich zu verschärften Corona-Maßnahmen

14.02 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel äußert sich nach der Sitzung des Corona-Kabinetts zur aktuellen Lage in Deutschland. Das Robert Koch-Institut hatte zuvor mehr als 12.000 Neuinfektionen gemeldet.

Bei der Pressekonferenz sagte Merkel, die neuen Einschränkungen seien schweren Herzens entschieden worden, aber auch aus voller Überzeugung.

Die Maßnahmen seien geeignet, um das Ziel zu erreichen: "Wenn wir das einen Monat mit aller Konsequenz durchhalten, kann das in dieser zweiten Welle ein Wellenbrecher sein", sagt Merkel. Die Pandemie sei "ein sehr besonderes und sehr herausforderndes Ereignis", das es so wohl "nur einmal pro Jahrhundert" gebe.

22 Corona-Infektionen beim FC Sion - und fast 22.000 neue Fälle in der gesamten Schweiz

14 Uhr: Beim Schweizer Fußball-Erstligisten FC Sion sind 13 Spieler und neun Mitglieder des Betreuerstabs positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein mit.

Die für Mittwoch angesetzte Partie beim FC Luzern wurde abgesagt. Nach Angaben der Swiss Football League finden zudem die Partien FC Chiasso gegen Neuchâtel Xamax FCS und FC Vaduz gegen Servette FC nicht statt.

In der Schweiz waren über das Wochenende 21.926 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Mit im Schnitt 7309 pro Tag ist die Zahl allerdings weniger hoch als in den Tagen zuvor. Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen neuen Höchstwert von 9386 neuen Fällen gemeldet. Das BAG veröffentlicht die Zahlen von Montag bis Freitag täglich sowie für einen 72-stündigen Zeitraum am Wochenende.

Kaum erhöhtes Reiseaufkommen bei deutschen Nordsee-Fähren

13.48 Uhr: Trotz der verschärften Corona-Regeln mit Abreiseregeln für Urlauber sehen die Fährbetriebe an der ostfriesischen Nordseeküste aktuell kein wesentlich erhöhtes Reiseaufkommen. Der Fährverkehr laufe "in ruhigen Bahnen", sagte eine Sprecherin der AG Ems.

Autos am Fähranleger Norderney: kein wesentlich erhöhtes Reiseaufkommen durch den Shutdown

Autos am Fähranleger Norderney: kein wesentlich erhöhtes Reiseaufkommen durch den Shutdown

Foto: Volker Bartels / dpa

Zwar seien am Wochenende wegen einer etwas erhöhten Nachfrage nach Fahrten zwischen Borkum und Emden mehr Fähren unterwegs gewesen. Für diese Woche sei dies aber nicht erkennbar. Dadurch, dass Feriengäste ihre Urlaube auf der Insel noch beenden dürfen, erwarte die Reederei, dass der Rückreiseverkehr schrittweise erfolge.

Eine ähnliche Prognose gibt auch die Reederei Norden Frisia, die Fahrten von und nach Norderney und Juist anbietet. "Wir gehen davon aus, dass sich die Abreise der Gäste auf die nächsten Tage oder Wochen verteilen wird", hieß es.

Dem Beschluss von Bund und Ländern vergangener Woche zufolge sollen von diesem Montag an Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Hotels dürfen keine neuen Gäste mehr aufnehmen.

In Schleswig-Holstein gilt eine andere Regelung. Wer seinen touristischen Aufenthalt dort am 29. oder 30. Oktober begonnen hat, muss spätestens an diesem Mittwoch die Heimreise antreten.

Griechenland verhängt Shutdown im Norden - keine Flüge nach Thessaloniki

13.40 Uhr: Die griechische Regierung hat für die nördlichen Regionen Thessaloniki und Serres ab Dienstag, 6 Uhr, zweiwöchige Lockdowns angeordnet. Damit wird unter anderem der Flugverkehr von und nach Thessaloniki lahmgelegt.

Zudem tritt dann im ganzen Land eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperren (von 21 bis 5 Uhr) sowie der Schließungen von Restaurants und Bars in Kraft. Überall muss zudem Mund-Nasen-Schutz getragen werden. "Die Alarmglocken läuten. Es liegt in unserer Hand, das Virus zu stoppen, indem wir die Schutzmaßnahmen einhalten", sagte ein Regierungssprecher im Sender ERT.

In Griechenland hat die Pandemie zwar einen weniger starken Verlauf als in anderen europäischen Ländern genommen. Im Oktober wurde aber ein starker Anstieg der Positiv-Tests registriert.

Drosten erklärt Corona-Maßnahmen mit Vermeiden der Triage

13.19 Uhr: In der Debatte über die Corona-Maßnahmen hat der Virologe Christian Drosten an die schwierigen Entscheidungen von Ärzten im Fall einer Überlastung der Intensivstationen erinnert. In einem Vortrag erläuterte er das Vorgehen namens Triage, bei dem Patienten im Extremfall sortiert werden.

Man habe zum Beispiel einen alten Covid-19-Patienten, der seit einer Woche auf der Intensivstation beatmet werde, mit einer Überlebenschance zwischen 30 und 60 Prozent. Und dann komme ein 35-jähriger Vater dreier Kinder mit einem schweren Covid-19-Verlauf. Der jüngere Patient müsse dringend an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden, sonst sei er übermorgen tot - das wisse man als Intensivmediziner, sagte Drosten bei einer Veranstaltung in Meppen.

"Was machen Sie? Sie müssen einen der älteren Patienten abmachen. Das ist, was Triage bedeutet", sagte Drosten. "Und aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, in diese Maßnahmen einzutreten, die wir jetzt haben." In unserem Kulturkreis gebe es ein anderes Ethikverständnis als in anderen Kulturkreisen: "Bei uns zählen alle Menschenleben."

Conte nennt Lage in Italien "sehr besorgniserregend"

12.53 Uhr: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte bezeichnet die Lage in seinem Land als "sehr besorgniserregend". Das Infektionsgeschehen sei gravierend, in einigen Regionen mehr, in anderen weniger. Es sei gut möglich, dass die Kapazitäten an Intensivbetten in 15 von 20 Regionen binnen eines Monats erschöpft seien.

Das Land werde die Einschränkungen in der Corona-Krise weiter verschärfen, plant bislang aber keinen generellen und landesweiten Shutdown, sagte Conte. Mit 31.758 Neuinfektionen binnen 24 Stunden hatte das Land zuletzt am vergangenen Samstag einen Rekordwert erreicht. 

Positiver Coronatest bei Bayerns Süle

12.42 Uhr: Fußball-Nationalspieler Niklaus Süle von Bayern München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, befindet sich der 25 Jahre alte Abwehrspieler in häuslicher Quarantäne. "Es geht ihm gut", teilte der Klub mit.

Vor zwei Wochen war Serge Gnabry als erster Spieler des FC Bayern positiv getestet worden. Allerdings ergaben Nachtests, dass es sich dabei wohl um einen falschen Befund gehandelt hatte.

Gastro-Gewerkschaft fordert Rettungsschirm für die Branche

12.23 Uhr: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) appelliert an die Bundesregierung, die Beschäftigten im Gastgewerbe im neuerlichen Shutdown zu unterstützen. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass diese "ins Bodenlose fallen", sagte der NGG-Landesbezirksvorsitzende Südwest, Uwe Hildebrandt, laut der Nachrichtenagentur AFP. Er warnte davor, dass sich die soziale Not der Beschäftigten verschärfe.

"Dringend geboten" sei eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf hundert Prozent des individuellen Nettoentgelts ab dem ersten Monat der Kurzarbeit, forderte die NGG. Die Bundesregierung stehe "jetzt in der Pflicht zu verhindern, dass aus einer pandemischen Notlage auch eine soziale Notlage für die Beschäftigten wird", mahnte Hildebrandt.

Zur Eindämmung des Coronavirus sind in Deutschland bis Ende November Kneipen, Bars und Gaststätten geschlossen. Erlaubt bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Übernachtungsangebote für touristische Zwecke sind untersagt. Mitte des Monats wollen Bund und Länder eine Zwischenbilanz zu den Maßnhamen ziehen.

Göring-Eckardt verlangt Luftfilteranlagen in Klassenräumen

12.11 Uhr: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Programm zur Ausstattung aller Schulen mit Luftfilteranlagen gefordert. "Wir wissen ja, dass noch nicht mal in allen Schulen die Fenster aufgemacht werden können", sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin".

Der seit Montag geltende Shutdown in Deutschland sieht vor, dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben. Man wisse aber natürlich nicht, ob in jeder Schule tatsächlich Unterricht normal stattfinden kann, sagte die Politikerin. "Die ersten haben schon geschlossen." Man müsse schnell dafür sorgen, dass in allen Klassenräumen Luftfilter installiert werden.

Göring-Eckardt kritisierte, die Regierung habe sich unzureichend auf die zweite Corona-Welle vorbereitet. "Ich glaube in der Tat, dass die Regierung im Sommer nicht ausreichend dafür gesorgt hat, dass wir uns zum Beispiel die Frage stellen, was kann stattfinden, was kann nicht stattfinden."

Bund will Autobranche mit zwei Milliarden Euro unterstützen

12.06 Uhr: Die Bundesregierung hat ein Hilfskonzept für die Auto- und Zulieferindustrie zur Umstellung auf klimafreundliche Antriebe und automatisiertes Fahren vorgelegt. Bis 2024 sollen zwei Milliarden Euro unter anderem an Investitionszuschüssen an die deutsche Schlüsselindustrie gehen, wie aus dem am Montag öffentlich gewordenen Regelungen hervorgeht.

Die zwei Milliarden Euro waren bereits im Corona-Konjunkturpaket verankert. Die vom Wirtschaftsministerium vorgelegten Detailregelungen werden nun innerhalb der Regierung abgestimmt. Das Programm soll ab 2021 in Kraft treten.

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Autos einbrechen lassen, zudem müssen die Firmen aber viel Geld in neue Antriebe investieren. Viele Zulieferer hängen noch am Verbrennungsmotor.

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer muss in Quarantäne

11.32 Uhr: Mehrere Kabinettsmitglieder und auch Kanzlerin Angela Merkel waren bereits betroffen, jetzt muss auch Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in Corona-Quarantäne. Das teilte ihr Ministerium  mit.

Kramp-Karrenbauer sei informiert worden, dass es in ihrem näheren Umfeld eine Corona-Infektion gegeben habe, hieß es. Sie selbst habe zuletzt vor acht Tagen mit dieser Person Kontakt gehabt.

Ihre Corona-Warn-App habe am Sonntag ein rotes Warnsignal angezeigt. Zwar sei sie danach negativ getestet worden. Vorsorglich begebe Kramp-Karrenbauer sich jedoch für die kommenden sechs Tage in Quarantäne, damit insgesamt ein Abstand von 14 Tagen zu dem Kontakt entstehe.

Russischer Hersteller will Remdesivir offenbar ohne Patent herstellen

11.27 Uhr: Der russische Arzneimittel-Hersteller Pharmasyntez will womöglich eine Variante des Medikaments Remdesivir vom US-Konzern Gilead ohne dessen Genehmigung herstellen. Das berichtet die Zeitung "Vedomosti".

Einen entsprechenden Antrag habe Pharmasyntez an die russische Regierung gestellt und berufe sich auf die Möglichkeit, Patentrechte zu ignorieren, wenn es um die nationale Sicherheit gehe. Das Blatt schreibt, eine Anfrage von Pharmasyntez an Gilead zur freiwilligen Überlassung des Patents sei nicht beantwortet worden.

Die Wirksamkeit des Covid-19-Medikament ist umstritten. Laut ersten Ergebnissen einer groß angelegten Studie brachte Remdesivir nicht den erhofften Erfolg bei der Therapie von schwer erkrankten Covid-19 Patienten. Prominentester Befürworter des Mittels ist US-Präsident Donald Trump. Er hatte den Wirkstoff kurz nach seiner eigenen Corona-Infektion verbreicht bekommen.

In Russland wurden zuletzt 18.257 neue Coronavirusinfektionen registriert. Die täglichen Fallzahlen lagen laut Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität zuletzt so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Fast 5000 der nun erfassten Fälle seien allein in der Hauptstadt Moskau gezählt worden, teilen die Behörden mit. In den letzten 24 Stunden seien 238 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Damit gibt es insgesamt in Russland 1,655 Millionen Infektions- und 28.473 Todesfälle. Russland hat als erster Staat weltweit bereits einen eigenen Corona-Impfstoff zugelassen - an dessen wissenschaftlicher Grundlage gibt es jedoch erhebliche Zweifel.

Kosovo tritt in den Shutdown

11.09 Uhr: Die Regierung des Kosovos hat einen teilweisen Lockdown verfügt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Seit Montag müssen Gaststätten und Einkaufszentren zwischen 21 und 5 Uhr schließen.

Öffentliche Veranstaltungen, darunter auch Hochzeiten und Demonstrationen, sind untersagt. Menschen, die älter als 65 Jahre sind, dürfen ihren Wohnort nur von 6 bis 10 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr verlassen. Die Maßnahmen gelten vorerst für zwei Wochen.

Binnen 24 Stunden hatten sich im Kosovo zuletzt nachweislich 337 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, teilten die Behörden am Sonntag mit. In der Republik leben 1,8 Millionen Menschen. Seit Beginn der Pandemie wurden über 20.000 Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert, 688 Menschen starben bislang an oder mit Covid-19.

Die Zahl der aktiven Fälle gaben die Behörden mit 3880 an, das sind 210,3 pro 100.000 Einwohner an.

Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2? Was die Bezeichnungen bedeuten.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus".

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Kanzleramtschef Braun verteidigt Shutdown

11 Uhr: Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramts, hat erneut die Notwendigkeit der an diesem Montag in Kraft getretenen neuen Corona-Einschränkungen im öffentlichen Leben betont.

"Angesichts der rasant steigenden Fallzahlen und der damit verbundenen Sorge, dass unser ganzes Gesundheitssystem in Stress kommt und überlastet wird, ist es leider notwendig", sagte Braun im RBB zu den angeordneten Schließungen vor allem im Gastronomie- und Freizeitbereich.

Braun verwies auf die hohen Inzidenzwerte von mehr als 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner im weitaus größten Teil des Bundesgebiets. "Das Ziel ist, dass wir wieder unter diese Marke von 50 kommen, wo dann die Gesundheitsämter wieder in der Lage sind, die Kontakte nachzuverfolgen", sagte der Kanzleramtschef. Ende November sollen demnach die aktuellen Maßnahmen gelockert werden.

Scholz fürchtet Beschränkungen bis ins kommende Jahr

10.34 Uhr: Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz schließt längerfristige Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie nicht aus. Da es sich gewissermaßen um eine Naturkatastrophe handele, müsse man sich auf eine neue Normalität einstellen, sagte Scholz bei ntv -"Frühstart". "Das wird dieses und auch das nächste Jahr noch so sein", sagt der SPD-Kanzlerkandidat. "Solange die Zahlen nicht sinken, wird es immer Beschränkungen geben."

Da man nicht wisse, wo die Ansteckungen stattfinden, sei es "genau richtig", nun "drastisch zu handeln". "Was wir hier machen, ist Gesundheitsvorsorge. Wir bestrafen niemanden für das, was er in der Vergangenheit gemacht hat", verteidigte Scholz den von Bund und Ländern beschlossenen Shutdown.

Dadurch, dass die neuen Beschränkungen insbesondere Gastronomie und die Kulturbranche treffen, könne man die "umfassende Unterstützung für die betroffenen Wirtschaftsbereiche" auch "gut begründen", sagte Scholz mit Blick auf weitere Finanzhilfen.

Australier lassen gestrandete Haustiere für 60.000 Euro einfliegen

10.16 Uhr: Mehrere Familien aus Australien haben für 100.000 australische Dollar (60.000 Euro) ein Flugzeug gechartert, um ihre gestrandeten Hunde und Katzen vom kanadischen Vancouver nach Melbourne zu bringen. Das berichtet unter anderem der australische Sender "9News ".

Die Halter hatten ihre Tiere demnach vor fast einem Jahr in Kanada zurückgelassen und wollten sie kurze Zeit später ebenfalls per Flugzeug nachreisen lassen. Die Coronakrise mit Lockdowns, Flugausfällen und Quarantäne-Vorschriften machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die etwa 70 Haustiere sollen noch in dieser Woche nach Australien fliegen - der Transport wird von darauf spezialisierten Unternehmen durchgeführt. Für die Besitzer wird das offenbar teuer: Der Australier Allan Smith wird laut "9News" etwa 17.000 australische Dollar zahlen, um seine beiden Hunde wieder in die Arme schließen zu können.

Smith hatte Kanada gemeinsam mit seiner Frau im Dezember nach 15 Jahren verlassen, sein Mops Poochini und sein Jack Russell Terrier Roxie blieben zunächst zurück. "Es gab bislang absolut keine Möglichkeit, sie zurückzubringen. Aber man kann sie nicht einfach verlassen", sagte Smith dem Sender.

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung rät, planbare OPs zurückzustellen

9.58 Uhr: Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Andreas Westerfellhaus, hat dazu aufgerufen, Intensivstationen durch Präventionsmaßnahmen und die Zurückstellung planbarer Operationen zu entlasten.

Pflegebevollmächtigter Westerfellhaus: "Beatmungsgeräte alleine können aber Menschen nicht versorgen"

Pflegebevollmächtigter Westerfellhaus: "Beatmungsgeräte alleine können aber Menschen nicht versorgen"

Foto: Bernd von Jutrczenka/ dpa

"Die Situation ist ernst, aber zurzeit ja noch händelbar", sagte Westerfellhaus im ZDF-"Morgenmagazin". Die Lage könne sich allerdings erheblich zuspitzen. Man müsse deshalb möglichst viele Aufnahmen auf die Intensivstationen verhindern und überprüfen, ob planbare Operationen zugunsten von Corona-Patienten zurückgestellt werden können.

Der Bevollmächtigte warnte zudem vor Personalmangel bei Pflegekräften: "Beatmungsgeräte alleine können aber Menschen nicht versorgen." Man müsse aus der aktuellen Situation für die Zukunft lernen und für die Menschen im Intensivbereich attraktive Arbeitsbedingungen schaffen.

Eintracht Frankfurt fürchtet bei dauerhaften Geisterspielen bis zu 70 Millionen Euro Verlust

9.48 Uhr: Der Fußballklub Eintracht Frankfurt fürchtet gravierende Mindereinnahmen, wenn in der Bundesliga Geisterspiele wieder zum Dauerzustand werden. "In der laufenden Saison kommen wir ganz schnell auf 50 bis 70 Millionen Euro, wenn auch die Rückrunde weitgehend ohne Zuschauer verläuft", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann dem "Kicker".

Sieht trist aus und kostet Geld: Der "Deutsche Bank Park", Heimstätte der Frankfurter Eintracht, beim Bundesligaspiel am Samstag ohne Zuschauer

Sieht trist aus und kostet Geld: Der "Deutsche Bank Park", Heimstätte der Frankfurter Eintracht, beim Bundesligaspiel am Samstag ohne Zuschauer

Foto: KAI PFAFFENBACH / REUTERS

In der vergangenen Saison habe man dadurch bereits einen Umsatzeinbruch von 15 bis 20 Millionen Euro erlitten, so Hellmann. Der Umsatz des Traditionsvereins war in den vergangenen Jahren so stark gestiegen wie bei kaum einem anderen Ligakonkurrenten.

Derzeit arbeitet der Klub an mehreren kostspieligen Projekten - etwa der Stadionausbau auf eine Kapazität von 60.000 Plätzen. "Das kostet uns weitere 30 Millionen Euro, plus zehn Millionen Euro für weitere Einzelmaßnahmen", sagte Hellmann.

Tschechien meldet über 6500 neue Corona-Fälle

9.38 Uhr: In Tschechien hat das Gesundheitsministerium 6542 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle steigt damit auf insgesamt 341.644, die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus um 178 auf 3429.

Polizisten kontrollieren die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre in Prag (Foto vom Mittwoch)

Polizisten kontrollieren die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre in Prag (Foto vom Mittwoch)

Foto: Petr David Josek / dpa

In Tschechien leben 10,7 Millionen Menschen. Das Land verzeichnet eine der am schnellsten steigenden Infektionsraten in Europa und hat den Ausnahmezustand bis zum 20. November verlängert - es gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Schulen, Restaurants sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.

Innenminister Jan Hamacek hatte am Sonntag eingeräumt, der Notstand könne darüber hinaus aber auch noch bis Weihnachten andauern.

Ryanair macht wegen Corona-Pandemie erstmals seit Jahrzehnten Sommer-Verlust

9.28 Uhr: Der Einbruch des Flugverkehrs durch die Corona-Pandemie hat auch Europas größten Billigflieger Ryanair im Sommer in die roten Zahlen gedrückt. Von April bis September fiel ein Fehlbetrag von 197 Millionen Euro an, wie der irische Billigflieger am Montag mitteilte - und damit der erste Verlust im Sommerhalbjahr seit Jahrzehnten. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 1,15 Milliarden Euro in der Bilanz gestanden.

Linken-Fraktionschef Bartsch fordert Schnelltests für Altenheime

9.10 Uhr: Die Bundesregierung hat es nach Ansicht von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch versäumt, für Alten -und Pflegeeinrichtungen rechtzeitig vor der zweiten Corona-Welle die versprochenen Schnelltests bereitzustellen. "Die Bundesregierung hat hier den Sommer verschlafen und ihre Hausaufgaben nicht gemacht", sagte er der "Rheinischen Post".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, die Zahl der Corona-Schnelltests für Pflegeheime und Krankenhäuser deutlich zu erhöhen, um flächendeckend Corona-Tests durchführen und so Bewohner, Personal und Besucher besser vor dem Virus schützen zu können.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnte vor einer Isolierung von Heimbewohnern. "Ein wenn auch eingeschränkter Besuchsbetrieb muss möglich sein", sagte er der Zeitung.

Spahn müsse den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Betreuung und ihren Angehörigen einen Plan vorzulegen, wie trotz der Pandemie ein soziales Leben in den Einrichtungen ermöglicht werden könne, sagte Bartsch.

Auch die Belegung von Bussen und Bahnen während der Corona-Pandemie kritisierte er. "Die Bahnen sind zu voll, Kontrollen, ob Masken getragen werden, zu selten", sagte Bartsch mit Blick auf die Deutsche Bahn.

Knapp über 12.000 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet

05.10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 12.097 neue Positiv-Tests. Insgesamt haben sich 545.027 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 49 auf 10.530. Allerdings fallen die Zahlen am Sonntag für gewöhnlich niedriger aus, da die Gesundheitsämter am Wochenende häufig nicht alle Daten übermitteln.

Prinz William war im April mit Coronavirus infiziert

Prinz William (Archivbild)

Prinz William (Archivbild)

Foto: DANIEL LEAL-OLIVAS/ AFP

03.15 Uhr: Zu einem ähnlichen Zeitpunkt wie sein Vater Prinz Charles hatte sich auch Prinz William im April mit Covid-19 infiziert. Das berichteten britische Medien am Sonntag unter Berufung auf Quellen aus dem Kensington Palast.

Laut der britischen Zeitung "The Sun" behielt Prinz William, Enkel von Queen Elizabeth, die Diagnose für sich, weil er das Land nicht verunsichern wollte. Er wurde von Palast-Ärzten behandelt und hatte sich an die Regierungsrichtlinien gehalten, indem er sich in seinem Zuhause in Anmer Hall in Norfolk in häusliche Quarantäne begab, berichtete die Zeitung.

Die Residenz von Prinz Charles hatte am 25. März bekanntgegeben, dass dieser positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Thronfolger hatte sich in seiner Residenz in Schottland für sieben Tage isoliert und den Angaben zufolge nur leichte Symptomen gezeigt.

Spahn lässt 290 Millionen Masken an Pflegeeinrichtungen verschicken

01.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will 290 Millionen Masken aus Bundesbeständen an Pflegeheime und ambulante Pflegedienste verschicken lassen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten, sollen die bundesweit rund 33.000 Pflegeeinrichtungen insgesamt knapp 100.000 Pakete mit jeweils 1000 hochwertigen FFP2-Masken für das Personal und 2000 einfachen OP-Masken für die Pflegebedürftigen und ihre Besucher bekommen.

Die Masken-Hilfspakete stammen nach Angaben des Gesundheitsministeriums aus den Beständen der Bundesregierung, die in der ersten Phase der Pandemie angeschafft worden waren, wie es in dem Bericht heißt. "Die erfolgreichen Beschaffungsanstrengungen eröffnen Spielräume, die ich nutzen möchte, um Pflegeeinrichtungen gezielt und zusätzlich bei der Versorgung mit Schutzmasken zu unterstützen", zitieren die Funke-Blätter aus einem Brief Spahns an die Pflegeeinrichtungen.

Trump plant Wahlparty mit 400 Gästen im Weißen Haus

01.25 Uhr: Allen Warnungen der Geundheitsbehörden vor den Risiken großer Versammlungen zum Trotz hat Donald Trump eine große Wahlparty im Weißen Haus angesetzt. Rund 400 geladene Gäste würden in der Wahlnacht am 3. November im Ostflügel des Regierungssitzes erwartet, hieß es aus Regierungskreisen am Sonntag. Alle Gäste müssten sich zuvor einem Corona-Test unterziehen.

Bereits bei der Nominierungsveranstaltung der umstrittenen neuen Richterin am Obersten Gerichtshof, Amy Coney Barrett, hatte Trump zu einer großen Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses geladen. Die Zeremonie am 26. September erwies sich als sogenanntes "Superspreader Event", bei dem sich neben Trump und seiner Frau Melania auch zahlreiche weitere Regierungsmitarbeiter mit den Virus infizierten.

Boris Palmer rät Senioren in Tübingen vom Busfahren ab

01.15 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in einem Appell Senioren in seiner Stadt dazu aufgerufen, den Stadtbus nicht zu nutzen. "Der Tübinger Appell setzt wie Schweden auf Eigenverantwortung und besonderen Schutz der Alten", sagte er der "Bild"-Zeitung. Schweden hatte in der Pandemie vor allem auf freiwillige Vorsichtsmaßnahmen gesetzt, die sich vor allem an ältere Bürger richteten. Senioren sollten unabdingbare Fahrten mit einem Sammeltaxi unternehmen, so Palmer.

"Wir bitten alle, die fit genug sind, nicht den Bus, sondern das Fahrrad zu nutzen, auch wenn es jetzt kälter wird", heißt es in dem Appell weiter. Zudem sollten jüngere Menschen in Tübingen zwischen 9.30 und 11.00 Uhr nicht einkaufen gehen und diese Zeit den Senioren überlassen. Alle Menschen in Tübingen über 65 Jahren sollen zudem kostenlos mit hochwertigen FFP2-Masken versorgt werden.

Krankenhaus-Chef rechnet mit Rekord bei Intensivpatienten

00.40 Uhr: Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, erwartet angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infizierten einen Rekord bei den intensivmedizinisch-versorgten Patienten in Deutschland.

Der "Bild"-Zeitung sagte Gaß: "In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen - und das können wir gar nicht mehr verhindern. Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert." Das sei leider die realistische Prognose, so Gaß. Er kündigte zudem an, auch Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. "Das ist natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen", sagte er.

WHO-Chef in häuslicher Quarantäne

00.25 Uhr: Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begibt sich nach Kontakt mit einem Infizierten in häusliche Isolation. "Ich wurde als Kontaktperson von jemandem identifiziert, der positiv auf Covid-19 getestet wurde. Ich bin gesund und ohne Symptome, werde mich aber in den kommenden Tagen gemäß den WHO-Protokollen selbst unter Quarantäne stellen und von zu Hause aus arbeiten", schreibt der WHO-Chef auf Twitter.

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Spahn schwört Bevölkerung auf "nationale Kraftanstrengung im November" ein 

00.05 Uhr: Unmittelbar vor dem Teil-Lockdown im November hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Deutschen auf "Monate der Einschränkungen und des Verzichts" im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingeschworen. Selbst wenn das öffentliche Leben in einigen Wochen wieder hochfahre, könnten danach erneut strenge Beschränkungen drohen. "Niemand kann ausschließen, dass es nicht irgendwann in der Folge wieder dazu kommt", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF-"heute-journal" . Deutschland befinde sich wegen der Coronakrise in einer "Jahrhundert-Situation".

Jens Spahn (am 30. Oktober): "liegt an uns allen"

Jens Spahn (am 30. Oktober): "liegt an uns allen"

Foto: Markus Schreiber / AP

Spahn, selbst an Covid-19 erkrankt, sagte, ihm persönlich gehe es gut; er sei seit Tagen symptomfrei. Er wisse nicht, wo er sich angesteckt habe. So wie er seien Hunderttausende in Deutschland zurzeit in Quarantäne. Er dankte allen, die zu Hause blieben, um andere zu schützen.

Ob die Infektionszahlen nach dem Teil-Lockdown wieder hochgehen, "liegt an uns allen", betonte er. Wenn die Regeln nach dem November auslaufen, heiße das nicht, dass "alle wieder feiern" könnten.

jok/fek/wit/sak/AFP/dpa/sid/Reuters
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