+++ News-Update am Samstag +++ Nürnberger Pflegeheim-Mitarbeiter positiv getestet - 135 Menschen in Quarantäne

Positiver Test bei Pfleger: In Nürnberg müssen 135 Menschen in Quarantäne und in Großbritannien werden womöglich Pubs geschlossen, damit Schulen öffnen können. Der Überblick.
Pflegeheim (Symbolbild): Der Pfleger wohnt laut der Stadt Nürnberg in einer Gemeinschaftsunterkunft

Pflegeheim (Symbolbild): Der Pfleger wohnt laut der Stadt Nürnberg in einer Gemeinschaftsunterkunft

Foto: DPA

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27 Corona-Infektionen auf weiterem Betrieb in Mamming festgestellt 

22.50 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte, wurden die Infizierten und deren Kontaktpersonen umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert. "Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben", sagte Landrat Werner Bumeder laut der Mitteilung. In dem neu betroffenen Betrieb arbeiten etwa 600 Menschen.

Beim massiven Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming hatten sich mit Stand Freitagabend 232 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert. Tests unter Anwohnern fielen derweil fast ausnahmslos negativ aus.

Seit Donnerstag werden alle Saisonarbeitskräfte im Landkreis auf das Coronavirus getestet. Die Ergebnisse von 25 von 26 Betrieben sind inzwischen ausgewertet. Bei den 23 weiteren Betrieben wurden keine Infektionen festgestellt.

Südafrika zählt mehr als 500.000 Corona-Infektionen

22.20 Uhr: Südafrika hat mehr als eine halbe Million Corona-Infektionen im Land registriert. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Demnach zählte Südafrika zuletzt 10.107 neue bestätigte Corona-Fälle, die Gesamtzahl stieg damit auf 503.290 Fälle.

Deutscher Arzt im peruanischen Urwald: "Der Versuch, sich abzuschotten, hat nicht funktioniert"

21.30 Uhr: Über Funk warnte ein deutscher Arzt Indigene im peruanischen Amazonasgebiet vor Covid-19, der Fluss wurde zeitweise gesperrt - trotzdem breitete sich das Virus massiv aus. Hier berichtet er, woran das lag und welchen Anteil die Regierung daran hat.

Keine Annäherung bei Beratungen in USA über Corona-Hilfen

20.28 Uhr: Im Streit über das Corona-Hilfspaket der US-Regierung hat es auch am Samstag keine Annäherung zwischen den Demokraten im Kongress und dem Präsidialamt gegeben. Man sei "noch nicht in der Nähe" einer Einigung, sagte Chuck Schumer, der Vorsitzende der demokratischen Minderheit im Senat. "Dies war das längste Treffen, das wir hatten, und es war produktiver als die anderen." Dennoch gebe es noch viele offene Fragen. Schumer äußerte sich nach dreistündigen Beratungen mit Finanzminister Steven Mnuchin und dem Stabschef des Präsidialamtes, Mark Meadows. Mnuchin sagte, man liege noch weit auseinander. Er wolle nicht andeuten, dass eine Einigung unmittelbar bevorstehe. "Das ist nicht der Fall." Es gebe noch immer erhebliche Differenzen, aber man habe auch Fortschritte erzielt.

Der Kongress, also das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus und der von den Republikanern kontrollierte Senat, kann sich seit Monaten nicht auf die nächste Runde der Hilfen in der Coronakrise einigen. Bei einem früheren Treffen hatten sich die Gespräche auf ein Sonder-Arbeitslosengeld des Bundes von 600 Dollar pro Woche konzentriert, das jetzt ausläuft. Viele Republikaner argumentieren, diese Summe sei zu hoch und fordern eine Absenkung auf 200 Dollar. Auch sonst gibt es zahlreiche Streitpunkte. Während die Republikaner im Senat einen Plan vorgelegt haben, der Maßnahmen im Volumen von einer Billion Dollar an weiterer Hilfe vorsieht, haben die Demokraten im Repräsentantenhaus die dreifache Summe gefordert.

Beide Kongresskammern müssen einem neuen Gesetz zustimmen, bevor es von Präsident Donald Trump unterschrieben werden kann. Der Streit findet vor dem Hintergrund der stetig steigenden Fallzahlen in den USA und des Wahlkampfes statt. Mehr als 4,5 Millionen Menschen haben sich nachweislich mit dem Virus angesteckt. Fast 153.000 Menschen starben nach Angaben der US-Behörden in Zusammenhang mit dem Virus. Anfang November werden neben dem Präsidenten auch ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Trump lag zuletzt in Umfragen hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden

WHO erwartet "sehr lange" Coronavirus-Pandemie

19.43 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet eine "sehr lange" Coronavirus-Pandemie. Das erklärte das Notfallkomitee der WHO am Samstag in Genf - sechs Monate, nachdem die Organisation den internationalen Notstand ausgerufen hatte. Zugleich warnte das Komitee vor der Gefahr, dass wegen des "sozio-ökonomischen Drucks" eine Ermüdung bei den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus eintreten könne. Zuletzt meldete die WHO weltweit 289.321 Neuinfektionen an nur einem Tag.

Nürnberger Pflegeheim-Mitarbeiter positiv getestet - 135 Menschen in Quarantäne

19.30 Uhr: 135 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg sind unter Quarantäne gestellt worden, weil einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Wie die Stadt Nürnberg am Samstag mitteilte, handelt es sich bei der infizierten Person um einen Mitarbeiter eines Pflegeheims. "Sowohl die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft als auch die des Pflegeheims werden zurzeit getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor", schrieb die Stadt bei Twitter.

Die Corona-Infektion sei durch eine Routineuntersuchung in dem Nürnberger Pflegeheim aufgefallen, teilte die Stadt mit. Die infizierte Person sei in der Gemeinschaftsunterkunft isoliert worden.

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Schulen haben Vorrang – Pubs in Großbritannien könnten wieder schließen

19.00 Uhr: Die britische Regierung könnte gezwungen sein, erneut Pubs zu schließen, um die Wiedereröffnung von Schulen zu ermöglichen, sagte der bekannte Epidemiologe Graham Medley von der London School of Hygiene and Tropical Medicine gegenüber der BBC.

Medley ist Vorsitzender einer Gruppe des britischen Wissenschafts- Beratungsgremiums für Notfälle, kurz Sage, und Experte für Modellierung. Die Wiedereröffnung von Schulen müsse im Interesse von Kindern oberste Priorität haben, so Medley. Andere Aktivitäten müssten möglicherweise dafür eingestellt werden, um Infektionsraten unter Kontrolle zu halten.

In Großbritannien waren die Fallzahlen zuletzt wieder gestiegen. Premierminister Boris Johnson hat daraufhin geplante Lockerungen für ganz England gestoppt. Im Norden wurden die Maßnahmen sogar verschärft. In den betroffenen Regionen dürfen sich Mitglieder verschiedener Haushalte nicht mehr in Innenräumen und Privatgärten treffen. Johnson schloss weitere Corona-Maßnahmen nicht aus, sollten die Infektionszahlen weiter steigen.

Anti-Corona-Demo in Berlin: Polizei holt Veranstalter von der Bühne 

18.31 Uhr: Bei der Auflösung der Kundgebung von Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin hat die Polizei die Veranstaltungsbühne besetzt. Mehrere Vertreter der Veranstalter wurden daraufhin unter Protestrufen von Kundgebungsteilnehmern von der Bühne geholt.

Die Polizei hatte die Kundgebung beendet, weil die Veranstalter laut Polizei nicht in der Lage waren, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Dies war auch bei der Demonstration zuvor der Fall. "Aufgrund der Nichteinhaltung der Hygieneregeln wurde eine Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gefertigt", twitterte die Polizei. Die Veranstalter erklärten die Demonstration anschließend für beendet.

Salzburger Festspiele mit Zuschauern gestartet

18.07 Uhr: Unter strengen Hygiene-Auflagen sind am Samstag die Salzburger Festspiele eröffnet worden. Bis zum 30. August will das bedeutendste Klassik-Festival der Welt in seinem Jubiläumsjahr ein Zeichen setzen, dass trotz Coronakrise Kunst und Kultur möglich sind.

Besucher dürfen ihre Maske nur auf den Sitzplätzen abnehmen, die Abstandsregeln sollen durch die Begrenzung der Tickets eingehalten werden. Im 100. Jahr des Bestehens des Musik- und Theater-Festivals werden statt rund 240.000 Karten nur 76.000 verkauft.

Die Corona-Situation in Österreich hatte sich in den vergangenen Tagen verschlechtert, ist aber laut Gesundheitsministerium weiterhin unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen lag zuletzt bei täglich rund 100 bis fast 200 Fällen.

"Aber nicht so" - Spahn kritisiert Demo gegen Corona-Auflagen

18.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisiert das Verhalten von Demonstranten gegen Corona-Auflagen in Berlin. "Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so", schrieb der CDU-Politiker am späten Samstagnachmittag auf Twitter. Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken dienten dem Schutz aller. Die Pandemie sei nur "mit Vernunft, Ausdauer und Teamgeist" zu meistern. "Je verantwortlicher wir alle im Alltag miteinander umgehen, desto mehr Normalität ist trotz Corona möglich", betonte Spahn.

In Berlin demonstrierten am Samstag Tausende Menschen gegen Corona-Auflagen. Bei einem Demonstrationszug durch die Mitte der Hauptstadt kamen laut Polizei bis zu 17.000 Menschen, bei einer anschließenden Kundgebung ging sie von 20.000 Teilnehmern aus. Die Demonstranten forderten das Ende aller Auflagen, sie hielten kaum Abstand, viele trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.

Corona-Ausbruch bei dänischem Schlachtbetrieb

16.45 Uhr: Auf einem Schlachthof des dänischen Fleischverarbeiters Danish Crown ist mittlerweile bei 62 Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Am Samstag kamen 18 weitere positive Fälle unter den Angestellten des Betriebs im dänischen Ringsted hinzu, wie ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Bislang seien knapp 600 der 900 Angestellten getestet worden. Die restlichen 300 sollten am Montag getestet werden, sofern sie sich nicht im Urlaub befänden. 

Danish Crown war am Sonntag von einem ersten Corona-Fall unter den Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35.000 Schweine geschlachtet, diese Anzahl sei nun aber deutlich zurückgefahren worden. Mittlerweile wurde auch ein mobiles Testzentrum errichtet, in dem alle Mitarbeiter in den kommenden sieben Wochen wöchentlich auf Corona getestet werden sollen. 

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen hatte es nach einem Corona-Massenausbruch eine fast vierwöchige Zwangspause am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gegeben. Mitte Juli war ein Anlaufen der Produktion wieder erlaubt worden. Der Vorfall hatte eine Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der dort angestellten Arbeiter ausgelöst. 

USA: Gespräche über Corona-Hilfspaket gehen weiter

16.23 Uhr: Im Streit um das Corona-Hilfspaket der US-Regierung haben Vertreter des Weißen Hauses und der Demokraten im Kongress ihre Verhandlungen fortgesetzt. Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte bei ihrem Eintreffen am Kapitol in Washington, die Verhandlungen bewegten sich nicht auf eine Einigung zu. Eine übergangsweise Verlängerung der jetzt auslaufenden Hilfszahlungen würde nur Sinn machen, wenn man bei den Gesprächen auf einem guten Weg wäre, sagte Pelosi. "Sind wir nicht", fügte sie hinzu. Sie und der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, nahmen danach ihre Gespräche mit US-Finanzminister Steven Mnuchin und dem Stabschef des Präsidialamts, Mark Meadows, wieder auf.

Bei einem früheren Treffen hatten sich die Verhandlungen auf ein Sonder-Arbeitslosengeld des Bundes von 600 Dollar pro Woche konzentriert, das auslaufen sollte. Viele Republikaner argumentieren, dass diese Summe zu hoch sei. Sie fordern eine Absenkung auf 200 Dollar. Auch sonst gibt es zahlreiche Streitpunkte. Während die Republikaner im Senat einen Plan vorgelegt haben, der Maßnahmen im Volumen von einer Billion Dollar an weiterer Hilfe vorsieht, haben die Demokraten im Repräsentantenhaus die dreifache Summe gefordert.

Beide Kongresskammern müssen einem neuen Gesetz zustimmen, bevor es von Präsident Donald Trump unterschrieben werden kann. Der Streit findet vor dem Hintergrund der stetig steigenden Fallzahlen in den USA und des Wahlkampfes statt. Anfang November werden neben dem Präsidenten auch ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt.

Die Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi auf dem Weg in ihr Büro im Kapitol

Die Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi auf dem Weg in ihr Büro im Kapitol

Foto: Manuel Balce Ceneta/ AP

Polen verzeichnet Höchstwert bei neuen Corona-Infektionen

16.08 Uhr: Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit drei Tagen registriert das EU-Land täglich neue Rekordwerte. Die Regierung in Warschau erwägt deshalb schärfere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus. Geprüft werde zum Beispiel erneut eine Quarantäne für Reisende aus einigen Ländern mit hohem Infektionsgeschehen. Im Land gilt eine Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie in öffentlichen Gebäuden. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 46.346 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1721 Menschen starben demnach mit dem Virus. 

British-Airways-Piloten stimmen für harte Einschnitte wegen Coronakrise

15.58 Uhr: Die Piloten der Fluggesellschaft British Airways haben wegen der Coronakrise harte Einschnitte bei Gehältern und Beschäftigung akzeptiert. Eine große Mehrheit der 4300 Piloten habe einer entsprechenden Vereinbarung mit der Unternehmensführung zugestimmt, erklärte die Gewerkschaft Balpa am Freitagabend. Der Einigung zufolge sollen die Pilotengehälter um 20 Prozent gekürzt und 270 Stellen abgebaut werden.

Die Fluggesellschaft kämpft mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwischenzeitlich war der Passagierflugverkehr in Europa und vielen anderen Teilen der Welt nahezu zum Erliegen gekommen. British Airways hatte deshalb ursprünglich die Entlassung von 12.000 Mitarbeitern, davon mehr als 1200 Piloten, vorgeschlagen.

Stattdessen akzeptierten die Piloten nun die Gehaltsreduzierung von zunächst 20 Prozent, anschließend sollen zwei Jahre mit einer achtprozentigen Gehaltskürzung folgen. Gewerkschaftschef Brian Strutton sprach von einer "pragmatischen Entscheidung".

Rio erlaubt wieder das Baden im Meer

15.49 Uhr: Inmitten der Coronakrise hat Brasiliens Metropole Rio de Janeiro seine berühmten Strände wieder zum Baden im Meer geöffnet. Dies berichtete das Portal "G1" unter Berufung auf die Stadtverwaltung in der Nacht von Freitag auf Samstag. Die Erlaubnis, die Teil der fünften Phase der Öffnung der Stadt am Zuckerhut ist, gilt demnach von Samstag an. Auch mobile Verkäufer sollen tagsüber arbeiten und Bars bis nach Mitternacht geöffnet haben dürfen. 

Ein Verbleib am Strand wie beim Sonnen bleibt vorerst allerdings verboten. Damit sollen allzu große Menschenansammlungen vermieden werden. Ein großer Teil des Lebens in Rio spielt sich im Freien ab. Vor allem am Wochenende ist es schwer, die "Cariocas", wie die Bewohner Rios heißen, dazu zu bewegen, zu Hause zu bleiben. Dann füllen sich für gewöhnlich Strände und Bars. 

Brasilien durchbrach am Donnerstag die Marke von insgesamt 90.000 Corona-Toten und ist nach den USA am meisten vom Virus betroffen. Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro verzeichnete die Stadt Rio bis Freitag 71.322 Infizierte, 8310 Patienten sind gestorben. Die Corona-Zahlen waren in den vergangenen Wochen zwar abgeflaut. Aber Experten wie die des Forschungsinstituts Fiocruz warnen, dass eine neue Welle entstehen könnte. 

Getrennt durch Corona: Maas fordert Lösung für unverheiratete Paare

15.35 Uhr: Wegen der Corona-Regeln können sich unverheiratete Paare seit Monaten nicht sehen. Während Innenminister Seehofer auf eine europäische Lösung wartet, drängt Außenminister Maas auf nationale Ausnahmen.

Viele Infektionen: Bürgermeister von Rotterdam schreibt Brief an Studierende

15.24 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen unter Studenten hat der Bürgermeister von Rotterdam sämtliche Studenten der Stadt per Brief zum Einhalten der Schutzregeln ermahnt. "Auch junge Leute können schwer krank werden", heißt es in dem Appell, wie die Stadt am Samstag mitteilte. "Achtet untereinander auf eure Verantwortung, nur zusammen bekommen wir dieses Virus unter Kontrolle." Täglich nähmen inzwischen die Infektionszahlen unter Studenten in Rotterdam zu. 

Das Problem sei, dass Studenten nicht so schnell einen Corona-Test machen ließen, es nervig fänden, sich in Quarantäne zu begeben und sich auch mit der Kontaktnachverfolgung schwertäten, erklärte die Stadt. Als erste niederländische Städte führen Rotterdam und Amsterdam ab Mittwoch eine Maskenpflicht ein. Diese gilt für besonders belebte Plätze, Straßen und Geschäfte. 

Die niederländische Regierung lehnt zwar eine allgemeine Maskenpflicht bisher ab, gestattet aber regionale Gebote. Bisher muss in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsmaske getragen werden. 

Anzeige gegen Veranstalter - Berliner Corona-Demo abgebrochen

15.23 Uhr: Ohne Abstand, ohne Masken demonstrierten laut Polizei bis zu 17.000 Menschen gegen Corona-Auflagen. Weil Hygieneregeln missachtet wurden, wurde der Versammlungsleiter angezeigt - dann der Aufzug von ihm beendet.

Zehntausend demonstrieren in Berlin gegen Corona-Regeln

14.04 Uhr: Ohne Abstand, ohne Masken: Tausende Menschen sind in Berlin-Mitte dicht gedrängt gegen Corona-Auflagen auf die Straße gegangen - rechte Symbolik inklusive.

Hongkong: Feldlazarett für Corona-Patienten eröffnet

13.27 Uhr: Angesichts dramatisch ansteigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden in Hongkong am Samstag ein Feldlazarett für 500 Covid-19-Patienten eröffnet. Die auf dem ehemaligen Expo-Gelände eingerichtete provisorische Klinik werde Patienten im Alter von 18 bis 60 Jahren aufnehmen, die sich in stabilem Zustand befinden, sagte Larry Lee von der Hongkonger Krankenhausbehörde vor Journalisten. Bereits am Samstag sollten demnach 20 bis 30 Patienten eintreffen.

Ziel sei es, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu isolieren und sie angemessen zu behandeln, sagte Lee. Neu ankommende Patienten würden geröntgt sowie Blut-, Speichel- und Herzuntersuchungen unterzogen. Patienten, die als instabil einzustufen seien, würden in andere Krankenhäuser verlegt.

Hongkong hatte die Corona-Pandemie zunächst gut unter Kontrolle bekommen. Seit Ende Juli steigen die Infektionszahlen jedoch wieder stark an. Am Samstag meldeten die Behörden 125 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen in der Finanzmetropole stiegen damit auf fast 4000, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf 31.

Das provisorische Feldlazarett soll bis zu 500 Covid-19-Patienten aufnehmen.

Das provisorische Feldlazarett soll bis zu 500 Covid-19-Patienten aufnehmen.

Foto: Kin Cheung/ AP

Corona-Ausbruch auf Hurtigruten-Schiff - mittlerweile 33 Infektionen

13.01 Uhr: Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen sind 29 weitere Crew-Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von vier auf 33, wie die Reederei Hurtigruten am Samstag mitteilte. Die Corona-Tests von 120 weiteren der insgesamt 158 Besatzungsmitglieder der "Roald Amundsen" seien negativ ausgefallen, fünf andere müssten nochmals getestet werden. 

Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die "Roald Amundsen" am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekannt geworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus.  

Die 154 an Bord verbliebenen Crew-Mitglieder, darunter auch die 29 neuen positiven Fälle, wiesen keine Krankheitsanzeichen oder Symptome für eine Covid-19-Erkrankung auf, erklärte Hurtigruten. Alle Passagiere, die auf den beiden am 17. und 24. Juli begonnenen Touren mit der "Roald Amundsen" unterwegs gewesen seien, seien über die Lage informiert worden. All diese Passagiere müssten für zehn Tage in Quarantäne. Norwegischen Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um rund 380 Passagiere.

Griechenland verschärft Maskenpflicht

12.23 Uhr: Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle erweitert Griechenland die Maskenpflicht. Am Freitag waren 78 neue Infektionen gemeldet worden. Wie der Zivilschutz mitteilte, müssen alle Menschen fortan in geschlossenen Räumen eine Maske tragen. Zudem sind Besuche in Krankenhäusern und Altersheimen nur im Ausnahmefällen erlaubt.  

In Bars dürfen sich nur noch so viele Menschen aufhalten, wie es Sitzplätze gibt. Stehende Kunden dürfen auch draußen nicht mehr bedient werden. Bei Zuwiderhandeln droht eine Geldbuße von 150 Euro. 

Das Fernsehen berichtete von zahlreichen Polizeikontrollen in Bars und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bereits vergangene Woche hatte Athen die Maskenpflicht von den Verkehrsmitteln auf Geschäfte erweitert. In den vergangenen Tagen war die Anzahl der Corona-Infektionen ständig gestiegen. Am 29. Juli wurden 57 Neuerkrankungen gemeldet. Am Donnerstag, 30. Juli, waren es 65, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.  

In den vergangenen Wochen war in Griechenland in der Bevölkerung wegen der im Vergleich zu anderen Staaten in Europa geringen Infektionszahlen eine Nachlässigkeit bemerkt worden. Griechenland beklagt bislang 206 Coronavirus-Opfer. Gemessen an der Bevölkerung von gut 10,5 Millionen ist das eine der geringsten Opferzahlen in Europa. 

Nachfrage nach Angeboten der Tafeln gestiegen

11.25 Uhr: Die Tafeln in Deutschland nehmen in der Corona-Krise "eine neue Hilfsbedürftigkeit in der Bevölkerung" wahr. In den kommenden Wochen und Monaten rechne man mit deutlich mehr Kunden, sagte der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur. "Um mehr Menschen helfen zu können, ist eines unserer zentralen Anliegen, die Tafel-Logistik auszubauen." Dafür forderte er finanzielle Unterstützung des Bundes. Der Ausbau könne nicht allein durch Spendengelder und ehrenamtliches Engagement gestemmt werden. 

Zu Beginn der Corona-Krise blieben knapp die Hälfte der 949 Tafeln in Deutschland vorübergehend geschlossen. Vielerorts waren bestehende Lieferservices ausgebaut oder neu eingeführt worden. Auch nach der Wiederaufnahme des Betriebs sei das Angebot aufgrund geltender Abstandsregeln weiterhin einschränkt. "Aktuell erreichen wir nicht alle Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Das macht uns große Sorge", sagte Brühl. 

Die Tafeln finanzieren sich neben Spenden über symbolische Beträge, die bedürftige Menschen für die Lebensmittel zahlen. Die meiste Arbeit leisten ehrenamtliche Helfer.

Vielen Menschen sichern die deutschen Tafeln die Grundversorgung. Die Nachfrage ist während der Corona-Pandemie gestiegen.

Vielen Menschen sichern die deutschen Tafeln die Grundversorgung. Die Nachfrage ist während der Corona-Pandemie gestiegen.

Foto: Soeren Stache/ dpa

Seehofer: "Deutschland hat halbes Jahr Corona sehr gut gemanagt"

11.02 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist davon überzeugt, dass die allermeisten Bürger in Deutschland weiter hinter den Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie stehen. "Die ganz große Mehrheit verhält sich absolut korrekt und diszipliniert", sagte Seehofer der "Passauer Neuen Presse ". "Natürlich gibt es bei Eingriffen in die Grundrechte und Beschränkungen der Freiheit immer auch andere Meinungen. Das ist aber erstens normal und zweitens nach meinem Eindruck nicht die Mehrheit." 

Aus Protest gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise wollen an diesem Samstag in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gehen. Trotz steigender Infektionszahlen wollen sie für ein Ende aller Auflagen eintreten.

Seehofer zog ein positives Fazit der bisherigen Corona-Politik. "Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Deutschland dieses halbe Jahr der Corona-Pandemie sehr gut gemanagt hat", sagte er. Die Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle seien weitaus niedriger als in vielen anderen Staaten. Die Disziplin der Menschen, die Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern, aber auch die Qualität des Gesundheitssystems hätten dazu beigetragen, die Pandemie erfolgreich einzudämmen. 

Zu einer möglichen zweiten Welle wollte sich Seehofer nicht näher äußern. "Ich werde mich an all den täglichen Vorhersagen über eine mögliche zweite Welle nicht beteiligen. Prognosen sind und bleiben schwierig", so der Minister. Er appellierte an die Bevölkerung, die Corona-Regeln weiter zu befolgen. 

SPD-Chefin Esken für flächendeckende Corona-Tests

11.00 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken fordert angesichts steigender Infektionszahlen eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests in Deutschland. Nötig sei eine Strategie, die es erlaube, durch flächendeckende und zugleich gezielte Tests Infektionen frühzeitig zu identifizieren und damit weitere Ansteckungsrisiken zu verringern, sagte Esken der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). "Da ist jetzt Verantwortung in Bund, Land und Kommune gefragt und gefordert." Gerade diejenigen, die bei der Frage von Lockerungen vorangeprescht seien, sollten jetzt alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um eine zweite Welle zu verhindern. "Die unbestrittene Notwendigkeit einer europaweiten Strategie darf niemanden davon abhalten, hier und heute Verantwortung zu übernehmen", so Esken.

Russland plant Massenimpfungen für Oktober

10.48 Uhr: Die russische Regierung plant offenbar Massenimpfungen seiner Bevölkerung gegen das Coronavirus für den Oktober. Wie mehrere lokale Nachrichtenagenturen am Samstag berichteten, habe ein Impfstoff die klinischen Tests erfolgreich bestanden.

Wie der russische Gesundheitsminister Mikhail Murashko erklärte, habe das Gamaleja Institut für Mikrobiologie und Epidemiologie in Moskau die Tests für den Impfstoff abgeschlossen. Nun würden alle Formalitäten vorbereitet, um ihn schnellstmöglich zuzulassen.

Die Geschwindigkeit der Forschung und Zulassung des Impfstoffes führte bei einigen westlichen Medien  zu der Vermutung, Russland würde das nationale Prestige vor die Wissenschaft und die Sicherheit der Bevölkerung stellen.

Ökonomen warnen vor Folgeschäden durch zweite Corona-Welle

10.18 Uhr: Führende Ökonomen haben sich besorgt über die gestiegene Zahl der täglichen Corona-Infektionen geäußert. "Eine zweite Welle könnte wirtschaftlich schädlicher sein als die erste Welle. Denn viele Unternehmen sind angeschlagen, haben hohe Schulden und kaum mehr Rücklagen", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der "Rheinischen Post" (Samstag). 

Die Erfahrung der USA zeige, dass klare Regeln und frühzeitige Beschränkungen wichtig seien, um eine Infektionswelle so gering wie möglich zu halten und den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. "Nur wenn sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung verantwortlich verhält, kann es gelingen, die Restriktionen zeitlich zu begrenzen und den Schaden zu minimieren", sagte Fratzscher.  

Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, ermahnte die Bundesregierung, angesichts des Infektionsgeschehens einen zweiten bundesweiten Lockdown nicht übereilt zu verhängen. "Ein bundesweiter Lockdown setzt eine epidemische Lage von nationaler Tragweite voraus", sagte Hüther der Zeitung. Eine solche nationale Gefahrenlage sei derzeit aber nicht gegeben. "Ich halte einen zweiten bundesweiten Lockdown für weder geboten noch mit Blick auf die sozialen und ökonomischen Kollateraleffekte für verantwortlich", sagte der IW-Chef. "Es muss um regionale Antworten gehen", sagte Hüther. 

Auch Mittelstands-Präsident Mario Ohoven appelliert an die Politik, im Falle steigender Infektionszahlen einen zweiten Lockdown zu verhindern. "Es wäre unverantwortlich, die deutsche Wirtschaft durch einen weiteren Lockdown in den Ruin zu treiben", sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Auch wenn lokale Ausbrüche zu partiell erhöhten Infektionszahlen führen, darf daraus kein zweiter Shutdown entstehen", mahnte Ohoven. 

Bundesärztekammer warnt vor Überlastung der Gesundheitsämter

10.10 Uhr: Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland warnt die Bundesärztekammer vor einer Überlastung der Gesundheitsämter. "Wir dürfen uns bei den Gesundheitsämtern nicht weiter von Notlösung zu Notlösung hangeln", sagte Vizepräsidentin Heidrun Gitter der Zeitung "Welt " vom Samstag.

Langfristig seien die Behörden "nicht in der Lage, die hochgradig personalintensive Kontaktnachverfolgung zu stemmen", sagte Gitter weiter. "Das wissen wir aus diversen Umfragen zur Personalsituation." Gebraucht werde eine "konzertierte Aktion" für die Stärkung der Gesundheitsämter: "Die Arbeitsbedingungen müssen attraktiver, die Vergütung konkurrenzfähiger und der Arbeitsplatz moderner werden."

Kritik kam auch aus der Opposition. Die Bundesregierung habe es "versäumt, die Gesundheitsämter richtig aufzustellen und auf eine zweite Welle vorzubereiten", sagte Christine Aschenberg-Dugnus, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Die Ämter kämpften "an vorderster Front gegen Covid-19, da sie regional das Infektionsgeschehen beurteilen". Sie müssten im Kampf gegen die zweite Welle auf ausreichende Mittel und das nötige Personal zurückgreifen können. Es fehle ein "umfassendes Gesamtkonzept", kritisierte Aschenberg-Dugnus.

Ohne eine "echte Offensive für die Gesundheitsämter kann die Corona-Krise nicht bewältigt werden", sagte auch die Grünen-Gesundheitsexpertin Kirsten Kappert-Gonther. Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten funktioniere sonst nicht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müsse gemeinsam mit den Ländern dafür sorgen, "dass sich die Personalausstattung tatsächlich deutlich verbessert". Es seien pro 20.000 Einwohner Teams aus mindestens fünf Mitarbeitern für das Kontaktpersonenmanagement nötig, so Kappert-Gonther.

Anzahl der Corona-Todesfälle in Russland steigt auf über 14.000

09.35 Uhr: Die Anzahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus ist in Russland auf über 14.000 gestiegen. Wie die Regierung am Samstag bekannt gab, starben binnen eines Tages 95 Menschen an Covid-19. Zudem hätten sich innerhalb von 24 Stunden 5.462 Menschen neu mit dem Virus infiziert. Damit steigt die Anzahl der Infektionen in Russland auf über 845.000.

Japanische Präfektur Okinawa ruft wegen Corona-Pandemie Notstand aus

07.35 Uhr: Japans bei Touristen beliebte Präfektur Okinawa hat wegen rasant steigender Corona-Fallzahlen den Notstand ausgerufen. Gouverneur Denny Tamaki forderte die Menschen auf, zwei Wochen zu Hause zu bleiben und nicht unbedingt notwendige Ausflüge zu vermeiden. Die im Süden Japans liegende Inselkette hatte zuletzt täglich neue Rekord-Fallzahlen verzeichnet, von denen die meisten bei den dort stationierten US-Streitkräften festgestellt wurden.

Foto: Kyodo News/ imago images

"Wir sehen eine explosionsartige Ausbreitung von Infektionen", sagte Tamaki vor Reportern. Der Notstand werde bis zum 15. August verhängt, da die Krankenhäuser mit der Welle an Neuinfektionen überfordert seien.

Auch die Hauptstadt Tokio meldet einen Anstieg der Fallzahlen: 472 neue Infektionen an einem Tag - so viel hatte es bislang noch nicht gegeben, berichtet der japanische TV-Sender NHK . Zum Vergleich: In Ganz Deutschland gibt es zurzeit täglich um 900 Neuinfektionen.

Unser tödlicher Leichtsinn

07.30 Uhr: Das Virus breitet sich wieder aus, durch Reiserückkehrer, Saisonarbeiter, mangelnde Disziplin. Wie lässt sich eine zweite Welle stoppen? Lesen Sie hier:

955 neue Corona-Infektionen in Deutschland

07.22 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.8., 0.00 Uhr).

Am Freitag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 870 gelegen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9148.

Bolsonaro: Brasilianer sollen "sich dem Virus stellen"

05.54 Uhr: Nach der Überwindung seiner Corona-Infektion hat Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro seine Landleute aufgefordert, "sich dem Virus zu stellen". Es gebe nichts zu befürchten, sagte der rechtsradikale Präsident am Freitag vor Reportern. "Ich wusste, dass ich mich eines Tages anstecken würde, denn ich glaube, dass leider fast jeder hier sich irgendwann anstecken wird", führte Bolsonaro weiter aus, der wegen seines Krisenmanagements in der Corona-Pandemie heftig in der Kritik steht.

"Ich bedauere die Todesfälle. Aber Menschen sterben jeden Tag, an vielen Dingen. So ist das Leben", sagte er am Freitag. Anfang Juli hatte Bolsonaro bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Vor einigen Tagen erklärte er sich aber als genesen. Am Donnerstag war Bolsonaros Ehefrau positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bolsonaro ist bekannt dafür, die Gesundheitskrise herunterzuspielen. Die Krankheit bezeichnete der 65-Jährige anfangs als "kleine Grippe". Er hatte sich zudem wiederholt über eine in der Hauptstadt Brasília geltende Maskenpflicht hinweg gesetzt und das Abstandsgebot missachtet. Erst am Donnerstag begrüßte er bei seiner ersten öffentlichen Veranstaltung seit seiner Erkrankung seine Anhänger im nordöstlichen Bundesstaat Piaui und nahm unter lautem Jubel seine Gesichtsmaske ab.

Mit mehr als 2,6 Millionen nachgewiesenen Infektionen und über 96.000 Toten ist Brasilien das am zweitstärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Nur die USA haben mehr Opfer zu beklagen.

Altmaier will härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln

05.00 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sich für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. "Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat", sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir dürfen den gerade beginnenden Aufschwung nicht dadurch gefährden, dass wir einen erneuten Anstieg der Infektionen hinnehmen."

Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung verhalte sich nach wie vor außerordentlich verantwortlich. "Was wir im Augenblick an Risikoanstieg erleben, geht im Wesentlichen zurück auf das achtlose und manchmal auch unverantwortliche Fehlverhalten einer sehr kleinen Zahl von Menschen", sagte Altmaier. "Das müssen wir wirksamer als bisher unterbinden und in Fällen, bei denen es deshalb zu Infektionen und Ausbrüchen kommt, wirksam ahnden: Das schließt Bußgelder und Strafen mit ein, wenn es sich um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit handelt."

In den Ländern gibt es unterschiedliche Bußgeldkataloge für Verstöße gegen Corona-Regeln, etwa wenn der Mindestabstand nicht eingehalten, im öffentlichen Nahverkehr kein Mund-Nasen-Schutz getragen wird oder Corona-"Partys" gefeiert werden. Infolge der Corona-Krise war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im zweiten Quartal zweistellig eingebrochen. Altmaier rechnet damit, dass im Herbst die Wirtschaft in der ganzen Breite der Wirtschaft wieder wächst.

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Tausende zu Anti-Corona-Demonstration in Berlin erwartet 

04.30 Uhr: Aus Protest gegen die Einschränkungen in der Coronakrise wollen am Samstag in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gehen. Trotz steigender Infektionszahlen möchten sie für ein Ende aller Auflagen eintreten. Die Polizei muss dabei darauf achten, dass die Corona-Auflagen eingehalten werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Freitag, er erwarte, dass jeder Teilnehmer die Regeln beachte und sich verantwortungsvoll verhalte.

Für die Kundgebung unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" sind laut Polizei rund 10.000 Teilnehmer angemeldet. Aufgerufen dazu hat die Initiative "Querdenken 711", die in Stuttgart bereits wiederholt gegen die Corona-Regeln demonstriert hat. Kritiker dieser Proteste befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten. Die Gewerkschaft Verdi sprach von einem rechtsextremen Bündnis. 

Lena Dunham spricht über schwere Covid-19-Erkrankung

04.27 Uhr: Die US-Schauspielerin Lena Dunham hat auf Instagram unter dem Titel "Meine Covid Geschichte" ausführlich ihre schwere Covid-19-Erkrankung beschrieben. Mitte März sei sie positiv getestet worden, schrieb Dunham am Freitag. Drei Wochen lang habe sie starke Symptome gehabt, darunter hohes Fieber, harten Husten, heftige Kopfschmerzen, Atembeschwerden und "erdrückende Müdigkeit".

Ihr Körper habe plötzlich rebelliert. "Die Nerven in meinen Füßen brannten und die Muskeln arbeiteten nicht mehr. Meine Hände waren taub. Ich konnte keine lauten Geräusche vertragen", führte die 34-Jährige weiter aus - "wie ein Rave, der schiefgelaufen ist". Erst nach einem Monat sei sie negativ getestet worden, aber viele Beschwerden hätten angedauert.

Sie schätze sich glücklich, dass sie von Ärzten, Familie und Freunden gut versorgt worden sei. Vielen Menschen in den USA fehle es an medizinischer Hilfe. Sie wolle offen über ihre Erkrankung sprechen, denn viele Leute würden immer noch unvorsichtig sein, keinen Abstand halten oder Masken tragen.

Italien war zu Beginn der Pandemie große Corona-Drehscheibe

04.11 Uhr: Italien war einer Untersuchung von US-Experten zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie die größte Drehscheibe des neuartigen Erregers außerhalb Chinas. In den elf Wochen, bevor die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März den Pandemie-Fall ausrief, standen 27 Prozent aller gemeldeten Ansteckungen außerhalb Chinas in Verbindung mit Italien-Reisen, wie aus einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

Der im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlichten Untersuchung  zufolge standen zudem 22 Prozent der ersten Wochen gemeldeten Corona-Fälle außerhalb Chinas im Zusammenhang mit China-Reisen und weitere elf Prozent mit Reisen in Iran.

"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Reisen aus nur wenigen Ländern mit erheblichen Ausbrüchen von SARS-CoV-2 weitere Ausbrüche auf der ganzen Welt ausgelöst haben könnten", erklärte die CDC-Forscherin Fatimah Dawood.

Die Forscher stützten sich auf öffentlich zugängliche Informationen von Behörden und Organisationen. Sie identifizierten so in 29 Ländern insgesamt 101 Regionen mit einer hohen Konzentration von Fällen in der Zeit vor der Ausrufung der Pandemie.

Mexiko rückt bei Zahl der Corona-Opfer an dritte Stelle

03.02 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten in Mexiko ist auf 46.688 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium des lateinamerikanischen Landes am Freitag mit. Damit überholte Mexiko bei der Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 Großbritannien und rückte weltweit an die dritte Stelle hinter Brasilien und den Vereinigten Staaten. Bislang haben sich in dem Land 424.637 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Damit liegt Mexiko weltweit an sechster Stelle. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegen dürfte, weil in Mexiko nur relativ wenig getestet wird.

Fauci zweifelt an Sicherheit von in China und Russland entwickelten Corona-Impfungen

02.31 Uhr: Der führende US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von in China und Russland entwickelten Corona-Impfstoffen geäußert. "Ich hoffe, dass die Chinesen und die Russen den Impfstoff tatsächlich testen, bevor sie ihn jemandem verabreichen", sagte Fauci am Freitag bei einer Kongressanhörung auf die Frage, ob die USA die Impfstoffe verwenden würden, wenn diese vor anderen verfügbar seien. Nach Ansicht des Virenexperten werden die USA bei der Beschaffung von Impfstoffen jedoch nicht auf andere Länder angewiesen sein.

Fauci äußerte Zweifel an dem Vorgehen von China und Russland: "Behauptungen, einen Impfstoff vertriebsbereit zu haben, bevor man ihn testet, halte ich bestenfalls für problematisch." Vor allem mehrere chinesische Unternehmen stehen an der Spitze des weltweiten Impfstoffwettlaufs, während Russland erklärte, bis September der Öffentlichkeit einen Impfstoff zur Verfügung stellen zu können.

koe/oka/pgo/ptz/AFP/dpa
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