+++ Corona-News am Sonntag +++ Zwei Corona-Fälle bei Leipzig-Gegner Atlético Madrid

Beim spanischen Spitzenclub Atlético Madrid gibt es kurz vor Auftakt des Finalturniers in der Champions League zwei Corona-Fälle. Und: Die USA melden fünf Millionen Infektionen. Der Überblick am 9. August.
Profis von Atlético Madrid beim Training (Archivbild)

Profis von Atlético Madrid beim Training (Archivbild)

Foto: ATLETICO MADRID/HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstock

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Großbritannien veröffentlicht Fallzahlen möglicherweise nur noch wöchentlich

23.14 Uhr: Großbritannien stellt einer Zeitung zufolge möglicherweise die tägliche Veröffentlichung der Corona-Totenzahlen ein. Eine von Gesundheitsminister Matt Hancock angeordnete Untersuchung könnte im Laufe der Woche eine entsprechende Empfehlung abgeben, berichtet der "Telegraph" unter Berufung auf Regierungskreise. Hintergrund sei die Entdeckung, dass die Behörden in England bei der Zahl der Toten "übertrieben" hätten. Möglicherweise solle die Statistik stattdessen wochenweise veröffentlicht werden.

Zwei Quarantänefälle bei Atlético Madrid

21.42 Uhr: Kurz vor dem Auftakt des Finalturniers in der Champions League sorgen zwei Coronafälle bei RB Leipzigs Gegner Atlético Madrid für Unruhe. Wie der spanische Spitzenklub am Sonntagabend mitteilte, hätten zwei der 93 am Samstag entnommenen Proben ein positives Ergebnis ergeben. Die namentlich nicht genannten Personen seien in häuslicher Quarantäne, die Europäische Fußball-Union (Uefa) und die zuständigen Gesundheitsbehörden wurden umgehend benachrichtigt.

Wie es der Plan in solchen Fällen vorsieht, müssen erneut Tests bei der Mannschaft und den Personen durchgeführt werden, die mit den beiden positiv getesteten Personen in engerem Kontakt standen. Ursprünglich hatte Atlético geplant, am Montag zum Finalturnier nach Lissabon zu reisen. Das Viertelfinal-Duell mit RB Leipzig soll dort am Donnerstag (21.00 Uhr/DAZN) steigen. Bei den vorangegangen Testreihen vor dem Trainingsauftakt und während der Vorbereitungsphase auf das Turnier habe es keine Auffälligkeiten gegeben, teilte Atlético mit.

Gesundheitssenatorin: Fan-Rückkehr in Stadien hat keine Priorität

20.35 Uhr: Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dilek Kalayci, sieht eine mögliche Rückkehr von Fußball-Fans in die Stadien skeptisch. Vor den Beratungen der Gesundheitsminister am Montag auch über das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) sagte die Berliner Gesundheitssenatorin der "Berliner Morgenpost": Man habe "nicht vor, einen Beschluss zum Hygienekonzept der DFL zu fassen".

Die SPD-Politikerin erklärte: Die Idee, "dass unter anderem alle Besucherinnen und Besucher nach Testungen wieder ins Stadion kommen können, wird von der Mehrheit der Minister kritisch gesehen." Auch deshalb, weil "vor und nach dem Spiel niemand große Menschenansammlungen und Alkoholkonsum ausschließen und kontrollieren kann." Man brauche die Testkapazitäten außerdem in vielen anderen Bereichen - in den Schulen, Kitas, Pflegeheimen, Krankenhäusern und für Reiserückkehrer.

Impfstoff bis Jahresende?

19.36 Uhr Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zeigt sich mit Blick auf die Suche nach einem Corona-Impfstoff  weiter zuversichtlich. "Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt.

Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek einem RND-Bericht vom Sonntag zufolge. Positiv sei insbesondere, "dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das Sars-Coronavirus 2 hervorrufen". Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, "die sich als verträglich erweisen".

USA überschreiten Schwelle von fünf Millionen Corona-Infektionen

19.15 Uhr: Wie die Johns Hopkins Universität meldete, wurden bis Sonntagmorgen genau 5.000.603 Fälle an Corona-Infektionen in den USA gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 162.000. Damit ist das Land weiterhin weltweit am schwersten von dem Virus betroffen. Bei diesen Zahlen verwundert es nicht, dass Umfragen zufolge eine große Mehrheit der Wähler in den USA unzufrieden damit ist, wie die Regierung von Präsident Donald Trump auf die Pandemie reagiert.

Sein Rivale bei der Präsidentschaftswahl im November, Joe Biden, reagierte im Kurzmitteilungsdienst Twitter auf das Erreichen der Fünfmillionenmarke. Die Zahl sei kaum zu fassen und todtraurig. "Jedes Mal, wenn die Zahl steigt, bedeutet dies ein verändertes Leben, eine von Sorgen geplagte Familie, eine nervöse Gemeinschaft. Es hätte nicht so schlimm kommen dürfen."

Republikaner und Demokraten gehen für Corona-Hilfe aufeinander zu

18.58 Uhr: Im Streit über weitere Corona-Hilfen haben Vertreter des US-Präsidialamts und die Demokraten Gesprächsbereitschaft signalisiert. Finanzminister Steven Mnuchin sagte dem Sender Fox News, er werde jeden neuen Vorschlag der Demokraten prüfen. "Lasst uns Gesetze zu den Dingen verabschieden, bei denen wir uns einig sind", sagte er. Auch die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zeigte sich in einem Interview mit dem Sender bereit, zunächst kleine Schritte zu gehen.

Die Gespräche zwischen dem Präsidialamt und den Demokraten im Kongress waren am Freitag ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Bei ihren Verhandlungen klaffte zuletzt zwischen den jeweiligen Vorstellungen eine Lücke von zwei Billionen Dollar. Präsident Donald Trump kündigte daraufhin am Samstag weitere Hilfen per Erlass an. Allerdings blieb am Wochenende unklar, ob das Staatsoberhaupt überhaupt das Recht hat, Gelder auf diese Weise zu verteilen. Der Streit findet vor dem Hintergrund der Präsidenten- und Kongresswahlen Anfang November statt.

Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten angelaufen

17.30 Uhr: Der Start der Testpflicht für Rückkehrer aus Ländern mit hohem Corona-Risiko verlief am Wochenende weitgehend reibungslos - obwohl die Liste der Regionen prompt länger wurde. Wegen eines deutlichen Anstiegs von Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem bei deutschen Party-Touristen beliebten Urlaubsort Goldstrand, der oft mit dem Ballermann auf Mallorca verglichen wird.

Die insgesamt zehn Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen - damit gilt die Testpflicht. Die Deutschen sind neben den Russen und Briten die wichtigste Touristengruppe für Bulgarien.

Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und legen einen Negativ-Nachweis in deutscher oder englischer Sprache vor. Tests im Ausland sind aber selbst zu zahlen. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

Untersuchung im Corona-Testzentrum am Flughafen Stuttgart

Untersuchung im Corona-Testzentrum am Flughafen Stuttgart

Foto: Christoph Schmidt/ dpa

Der Start der Testpflicht am Wochenende verlief weitgehend reibungslos. In beiden Testzentren am größten deutschen Flughafen in Frankfurt ließen sich nach Betreiberangaben allein am Samstag insgesamt etwa 2600 Rückkehrer registrieren. In ein bis anderthalb Prozent der Fälle seien die Testergebnisse positiv gewesen. Am Sonntag liefen die Tests demnach problemlos und auf vergleichbarem Niveau. Am Flughafen Düsseldorf haben sich einem Sprecher zufolge kaum Schlangen an den Teststellen gebildet, ähnlich war die Lage in Stuttgart und an den beiden Berliner Airports Tegel und Schönefeld. Auch in Hamburg musste laut der zuständigen Behörde niemand lange warten. Allerdings hätten nicht alle den Test am Flughafen genutzt.

Armin Laschet gegen zweiten Lockdown

17.15 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne "nicht die Lösung" sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg. "Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen." Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an.

Zugleich rechtfertigte Laschet die bundesweite Stilllegung vom März. Mit dem Wissen von damals sei das richtig gewesen. Ein Szenario wie in der italienischen Stadt Bergamo, wo Krankenhäuser angesichts der hohen Zahl der Corona-Infizierten überfordert waren, habe damals verhindert werden müssen.

SPD-Chef kritisiert Gesundheitsminister Spahn

17.00 Uhr: SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wirft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Die "vollmundige Selbstvermarktung" des Ministers könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass an vielen Stellen Testkapazitäten fehlten oder dass Rückkehrer aus Nichtrisikogebieten zwar zu kostenlosen Tests eingeladen, dann aber ungetestet nach Hause geschickt würden, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Zudem ließen Testergebnisse so lange auf sich warten, dass Betroffene "gegen ihren Willen zum Infektionsrisiko" würden.

Verfassungsschutz: Auf Corona-Demos "alle Verschwörungstheorien dieser Welt" vertreten

16.30 Uhr: Die umstrittenen Demonstrationen gegen die Corona-Politik sind nach Einschätzung von Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang nicht von Extremisten dominiert. "Rechts-, aber auch einige Linksextremisten haben versucht, die Corona-Proteste zu instrumentalisieren", sagte Haldenwang der "Süddeutschen Zeitung". "Sie haben geglaubt, im Protest gegen die Corona-Politik würden sich die Leute hinter sie scharen. Aber das hat nicht funktioniert." In Stuttgart demonstrierten derweil am Samstag rund tausend Menschen friedlich gegen die Anti-Corona-Maßnahmen.

Protestschild von einer Corona-Demo

Protestschild von einer Corona-Demo

Foto: Sebastian Gollnow/ dpa

Haldenwang sagte, zwar würden bei den Demonstrationen in verschiedenen Städten auch "einige Rechtsextremisten" mitmischen. "Sie haben sich natürlich inszeniert und sich vor die Kameras gestellt. So entsteht aber ein falsches Bild", fügte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz hinzu.

Eine Analyse der Reden auf diesen Demonstrationen zeige stattdessen, dass dort "alle Verschwörungstheorien dieser Welt" vertreten seien. "Es gibt die Pandemieleugner und diejenigen, die meinen, die Regierung wolle durch den Lockdown über eine ohnehin vorhandene Rezession hinwegtäuschen. Oder, dass die Regierung nur einen Vorwand brauchte, um Repressionen einzuführen", sagte Haldenwang. Vielfach gebe es auch antisemitische Untertöne.

Unterdessen ergab eine am Samstag veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts für die Mediengruppe RTL, dass nur neun Prozent der Bürger Verständnis für die Demonstrationen haben. Auf besonders starke Ablehnung stoßen die Kundgebungen gegen die Corona-Politik demnach in zwei Altersgruppen: 93 Prozent der über 60-Jährigen und 94 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben an, sie hätten kein Verständnis für die Proteste.

Erster Spieltag in Brasilien

15.30 Uhr: Nach achtmonatiger Pause hat Brasiliens erste Fußballliga den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Mit drei Begegnungen vor leeren Rängen begann am Samstag der erste Spieltag der Saison 2020 in der Serie A. Der Saisonstart war für Anfang Mai vorgesehen, nachdem die vorherige Spielzeit im Dezember zu Ende gegangen war. Der brasilianische Fußballverband (CBF) setzte im März aber wegen der Coronavirus- Pandemie alle nationalen Wettbewerbe bis auf Weiteres aus.

Brasiliens erste Fußballiga spielt nach acht Monaten wieder - wenn auch ohne Zuschauer

Brasiliens erste Fußballiga spielt nach acht Monaten wieder - wenn auch ohne Zuschauer

Foto: RODOLFO BUHRER/ REUTERS

Kein Ende für Corona-Notstand in Iran in Sicht

14.40 Uhr: Der Corona-Notstand in Iran wird nach Einschätzung von Präsident Hassan Ruhani mindestens bis Januar 2021 dauern. "Wir haben den Notstand nun seit sechs Monaten und müssen uns auf mindestens weitere sechs Monate vorbereiten", kündigte Ruhani am Sonntag in Teheran an. Es sei nicht möglich, alle Beschränkungen wieder aufzuheben. "Wir müssen einen Mittelweg zwischen Normalität und Einhaltung der Corona-Vorschriften finden", schrieb der Präsident auf seiner Webseite. Zugleich rechtfertigte er erneut seine Politik, verschiedene Maßnahmen zu lockern.

Laut Präsident Hassan Ruhani werde der Corona-Notstand in Iran mindestens bis Januar 2021 dauern

Laut Präsident Hassan Ruhani werde der Corona-Notstand in Iran mindestens bis Januar 2021 dauern

Foto: -/ dpa

Die von Ruhani angeordneten Lockerungen hatten in den vergangenen beiden Monaten dazu geführt, dass viele in der Bevölkerung die Hygienevorschriften und auch die Pandemie nicht mehr ernst nahmen. Folglich gab es einen dramatischen Anstieg der Opferzahlen mit teilweise mehr als 200 Toten pro Tag und Kritik am Präsidenten. Aktuell liegt die Zahl der Todesopfer in Iran bei mehr als 18 000. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat die Marke von 320 000 überschritten.

In den vergangenen Tagen registrierte das Gesundheitsministerium eine leichte Besserung. Experten führen dies hauptsächlich darauf zurück, dass sich wieder mehr Leute an Masken- und Abstandspflicht halten. Das Ministerium sieht jedoch keinen Grund zur Entwarnung. "Unser kurzfristiges Minimalziel sollte weiterhin eine zweistellige Opferzahl (pro Tag) sein", sagte Vizeminister Iradsch Hariurichi der Nachrichtenagentur Isna. Dafür soll nun auch die Polizei mit der Verhängung von Bußgeld sorgen, vor allem für Maskenverweigerer.

US-Gesundheitsminister zu Besuch in Taiwan

14.30 Uhr: Als ranghöchstes Mitglied einer US-Regierung seit mehr als 40 Jahren ist Gesundheitsminister Alex Azar am Sonntag zu einem Besuch in Taiwan eingetroffen. Azar will sich unter anderem über die Erfolge der ostasiatischen Inselrepublik im Kampf gegen die Corona-Pandemie informieren. Seine Maschine landete am Nachmittag auf dem Flughafen Songshan, wie die Nachrichtenagentur CNA berichtete. Azar ist der ranghöchste US-Vertreter, der Taiwan seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen USA und Volksrepublik China 1979 besucht. Peking ist darüber sehr verärgert.

US-Gesundheitsminister Alex Azar bei seiner Ankunft in Taiwan

US-Gesundheitsminister Alex Azar bei seiner Ankunft in Taiwan

Foto: Chiang Ying-ying/ AP

Erster Impststoff möglicherweise in sechs Monaten verfügbar

13.48 Uhr: Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte der erste Impfstoff gegen Covid-19 in rund sechs Monaten zur Verfügung stehen. "Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird", sagt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides dem "Handelsblatt". Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen. Aber er werde schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren, wenn eine kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen geimpft worden sei.

Weniger Besucher an den Ostseestränden

13.30 Uhr: Nach dem großen Ansturm am Samstag haben die Ostseestrände in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag einen etwas verhalteneren Zulauf verzeichnet. In Boltenhagen etwa, wo tags zuvor schon zur Mittagszeit alle Parkplätze besetzt waren, standen einer Sprecherin zufolge am Sonntag noch ausreichend Stellplätze zur Verfügung.

Die Polizei registrierte nach eigenen Angaben regen Reiseverkehr zu den Ferieninseln Rügen und Usedom. Größere Staus habe es aber bis zum Mittag dort nicht gegeben.

Strandbesucher an der Ostsee

Strandbesucher an der Ostsee

Foto: Stefan Sauer/ dpa

In Rostock-Warnemünde, einem der meistbesuchten Ostseebäder, war der Strand Augenzeugen zufolge am Sonntag gut besucht. Doch sei es längst nicht so voll gewesen wie am Tag zuvor, als der coronabedingte Mindestabstand nur schwer einzuhalten war. Ähnliches berichteten Mitglieder der DRK-Wasserwacht auch aus Zingst. Allerdings zeigten sich am Sonntag vielerorts auch Wolken am Himmel und es war diesig, während am Samstag noch Bilderbuchwetter geherrscht hatte.

Britische Schulen müssen im September öffnen

12.10 Uhr: Premierminister Boris Johnson nennt die Wiedereröffnung britischer Schulen im September eine soziale, wirtschaftliche und moralische Notwendigkeit. Trotz der anhaltenden Bedrohung durch die Virus-Pandemie werde der Schulbetrieb sicher laufen können, schreibt Johnson in der "Mail on Sunday". Die Wiedereröffnung sei eine nationale Priorität. Die "Sunday Times" berichtete, Johnson habe bei einem Treffen am Donnerstag betont, bei lokal begrenzten Lockdowns in der Zukunft sollten Schulen als letztes geschlossen werden. Jüngst gab es eine Studie, wonach Großbritannien im Winter eine zweite - doppelt so starke - Corona-Welle riskiere, sollten die Schulen ohne ein verbessertes Test- und Rückverfolgungssystem geöffnet werden.

Der britische Premierminister Boris Johnson sagte, die Öffnung der Schulen sei eine Priorität. Hier ist er bei einem Schulbesuch in Kent zu sehen

Der britische Premierminister Boris Johnson sagte, die Öffnung der Schulen sei eine Priorität. Hier ist er bei einem Schulbesuch in Kent zu sehen

Foto: POOL New/ REUTERS

Beschwerdeflut wegen Flugtickets reißt nicht ab

12.00 Uhr: Unzählige Kunden warten in der Coronakrise wegen annullierter Flüge noch immer auf ihr Geld. Das lässt die Zahl der Beschwerden weiter in die Höhe schnellen. Allein bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) sind im Juli insgesamt mehr als 6800 Beschwerden eingegangen, davon betraf mit 86 Prozent die große Mehrheit Flüge. Hinzu kamen Beschwerden wegen Bahntickets. Im Juni hatte die Gesamtzahl noch bei gut 5500 gelegen, im Juli 2019 - also ohne Corona-Effekt - noch bei rund 2200.

Ein Flugzeug fliegt in Australien an einem Skater vorbei

Ein Flugzeug fliegt in Australien an einem Skater vorbei

Foto: Dave Hunt/ dpa

Tote bei Brand in indischem Corona-Behandlungszentrum

11.50 Uhr: Beim Brand in einer Einrichtung zur Behandlung von Covid-19-Patienten sind am Sonntag in Indien zehn Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Gebäude in Vijayawada (Bundesstaat Andhra Pradesh) handelte es sich um ein Hotel, das ein privates Krankenhaus zur Behandlung von Corona-Infizierten mit milden Symptomen gemietet hatte. 20 Menschen wurden gerettet, wie Polizeiinspektor MVS Nagaraju sagte. Wahrscheinliche Brandursache sei ein Kurzschluss. Gegen die Leitung des Zentrums wird wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung ermittelt.

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Foto: IDREES MOHAMMEED/ REUTERS

Zahl der Neuinfektionen in Indonesien und in den Philippinen steigt weiter

11.30 Uhr: In Indonesien registrieren die Behörden 1893 neue Coronavirus-Fälle. Damit beträgt die Zahl der Infektionen insgesamt 125.396. Die Zahl der Toten steigt um 65 auf 5723.

In den Philippinen wächst die Zahl der Coronavirus-Infektionen nach Angaben des Gesundheitsministerium um 3109 auf 129.913. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 61, der höchste Anstieg seit drei Wochen. Insgesamt sind damit 2270 Menschen gestorben.

Gewerkschaft kritisiert mangelnde Vorbereitung auf digitalen Unterricht

11.10 Uhr: Zum Schulstart in Corona-Zeiten sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) viele Schulen und Lehrkräfte immer noch nicht ausreichend auf digitalen Unterricht vorbereitet. GEW-Chefin Marlis Tepe kritisierte in einem am Sonntag verbreiteten Gespräch mit der "Wirtschaftswoche", zwar dürften die meisten Lehrerinnen und Lehrer das Werkzeug Videokonferenzen beherrschen, weil sie sich selber fortgebildet hätten. "Aber wirklich gut vorbereitet sind viele Schulen weiterhin nicht, die Landesregierungen haben die Ferienzeit zu wenig für die konzeptionelle Arbeit genutzt."

Schüler einer 5. Klasse mit iPad. An vielen Schulen sei die technische Infrastruktur mangelhaft, kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Schüler einer 5. Klasse mit iPad. An vielen Schulen sei die technische Infrastruktur mangelhaft, kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Während der Schulschließungen im März "war die Unsicherheit groß, welche Angebote man nutzen darf. Dass auch über Videokonferenzen unterrichtet werden kann, war bisher kein Thema", erklärte Tepe. Sie erwarte deshalb ein Schuljahr "mit viel Improvisation".

Der digitale Unterricht scheitere nicht am Willen der Lehrer, sondern an der fehlenden Infrastruktur. "Die digitale Ausstattung der Schulen ist in der Regel katastrophal", kritisierte Tepe. Nur etwa zehn Prozent der Lehrkräfte würden die notwendigen Geräte wie Tablets und Laptops durch ihre Schulen gestellt bekommen, private PCs dürften nicht genutzt werden. "Mutig agierenden Kollegen sind wie in Thüringen sogar Bußgelder vom Datenschutzbeauftragten angedroht worden."

In den Schulen selbst müssten sich teils 1000 Kinder 100 Laptops teilen. Um die Lehrkräfte besser vorzubereiten, fordert die GEW-Chefin mehr Ausbildung in digitaler Didaktik.

Polizei ermittelt nach Drohungen gegen Gesundheitsämter

10.50 Uhr: Nach Drohungen gegen örtliche Gesundheitsämter hat die Polizei in mehreren Städten Ermittlungen aufgenommen. Drohanrufe unbekannter Täter gingen am Freitagabend unter anderem in Köln, Olpe und Ansbach ein, wie die zuständigen Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen und Bayern am Wochenende mitteilten. Im bayerischen Ansbach durchsuchten Einsatzkäfte das Gebäude - gefunden wurde dabei nichts.

Wegen einer Bombendrohung hat die Polizei das Gesundheitsamt in Olpe vorübergehend geräumt. Eine Polizistin läuft mit ihrem Diensthund durch das Gebäude

Wegen einer Bombendrohung hat die Polizei das Gesundheitsamt in Olpe vorübergehend geräumt. Eine Polizistin läuft mit ihrem Diensthund durch das Gebäude

Foto: Markus Klümper/ dpa

Auch in Olpe rückte die Polizei mit einem Sprengstoffspürhund aus, brach die Durchsuchung des Gebäudes aber ab - auch weil am Freitagabend gleichlautende Drohungen in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen bekannt wurden.

In Ansbach durchsuchte die Polizei mit Unterstützung der bayerischen Bereitschaftspolizei und Polizeihundeführern das örtliche Gesundheitsamt bis in den frühen Samstagmorgen. Vorsorglich wurden auch angrenzende Häuser vorübergehend geräumt. Die Durchsuchungen und die Ermittlungen vor Ort verliefen ergebnislos.

Nachfrageboom bei Hausbooten

10.30 Uhr: Der coronabedingte Trend zum Urlaub in Deutschland hat den Hausboot-Verleihern zwischen Berlin und der Ostsee einen Nachfrageboom beschert. Bis Ende August sind die Flotten ausgebucht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei mehreren Anbietern ergab.

Weil viele Urlauber in Deutschland bleiben, sind viele Hausboot-Verleiher derzeit ausgebucht

Weil viele Urlauber in Deutschland bleiben, sind viele Hausboot-Verleiher derzeit ausgebucht

Foto: Jens Büttner/ dpa

"Derzeit könnten wir das Drei- bis Vierfache an Schiffen vermieten", sagte Steffen Schulz, Geschäftsführer von Bootsurlaub.de in Waren an der Müritz. "Ab Mitte September ist bei uns erst wieder etwas frei", heißt es beim führenden Anbieter an der Müritz, der Kuhnle Gruppe, und bei Le Boat bei Rheinsberg.

Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland sinkt unter Schwelle von 1000 Fällen

10.00 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Coronakrise haben sich somit mindestens 215.891 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen meldete.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zu den Werten der Vortage etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9196. Bis Sonntagmorgen hatten 196.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 8.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,32 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 8.8., 0.00 Uhr, bei 1,23 (Vortag: 1,16).

Was die Corona-Statistik verrät – und was nicht

Die offiziell gemeldete Zahl der Infizierten bezieht sich ausschließlich auf mit Labortests nachgewiesene Infektionen. Wie viele Menschen sich tatsächlich täglich neu infizieren und bislang infiziert waren, ohne positiv getestet worden zu sein, ist unklar. Antikörperstudien zeigen, dass es eine erhebliche Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen gibt.

Die offizielle Zahl der Toten beschreibt, wie viele Menschen mit dem Virus gestorben sind. In wie vielen Fällen die Infektion ursächlich für den Tod war, lässt sich daraus nicht unmittelbar ablesen. Obduktionsstudien zeigen aber, dass bei den meisten Toten die Covid-19-Erkrankung auch die Todesursache war.

Mehr Informationen dazu, was im Umgang mit Corona-Daten zu beachten ist und welche Quellen der SPIEGEL nutzt, lesen Sie hier.

Über 5000 Neuinfektionen in Russland gemeldet

9.30 Uhr: In Russland steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen nach Angaben der Behörden um 5189 auf 887.536. 77 Personen seien binnen 24 Stunden gestorben, damit legt die Zahl der Todesfälle auf 14.931 zu.

Zahl der Todesopfer in Brasilien steigt auf mehr als 100.000

8.18 Uhr: Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100.000 gestiegen. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100.477 stieg. Es kamen zudem 49.970 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3.012.412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

In den USA sind nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters inzwischen mehr als fünf Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden - rechnerisch einer pro 66 Einwohner. Die Zahl der Toten liegt bei mehr als 160.000, etwa ein Viertel der weltweiten Gesamtzahl.

Ärzteverband gegen Zuschauern bei Fußballspielen

8.09 Uhr: Der Ärzteverband Marburger Bund hat Bedenken gegen eine Teilzulassung von Zuschauern bei Spielen der Fußball-Bundesliga auch mit Corona-Schutzauflagen. "Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie Fußballfans mit zwei Metern Abstand ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Nachrichtenagentur dpa. Das sei einfach nicht sehr realistisch. "Wenn Fans im Stadion sind, dann wollen sie auch zusammen sein und gemeinsam feiern, was ja menschlich nachvollziehbar ist", sagte die Ärztin und Hygienespezialistin. "Insofern bin ich da eher kritisch."

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte mehrheitlich - aber nicht einstimmig - ein Konzept für den Fall einer Fan-Rückkehr beschlossen. Dazu gehören ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis 31. Oktober. Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gästetickets verteilt werden und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich machen.

Wo in Paris ab Montag die Maskenpflicht im Freien gilt

8.03 Uhr: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Teilen von Paris von Montag an auch im Freien eine Maskenpflicht. Die Vorgabe gelte für alle Menschen ab elf Jahren, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit. Betroffen seien bei Touristen beliebte Orte wie der Hügel Montmartre, die Ufer der Seine und des Canal Saint-Martin sowie Straßenmärkte und Einkaufsmeilen. Insgesamt gilt die Maskenpflicht im Freien in mehr als Hundert Straßen in fast allen Bezirken der französischen Hauptstadt. Vor Paris hatten bereits mehrere Städte wie Nizza, Lille und Marseille diesen Schritt vollzogen.

In mehr als Hundert Straßen gilt in Paris von Montag an auch im Freien eine Maskenpflicht

In mehr als Hundert Straßen gilt in Paris von Montag an auch im Freien eine Maskenpflicht

Foto: Michel Euler/ AP

Die Coronakrise hat der französischen Tourismusbranche nach Einschätzung der Regierung Einbußen von mindestens 30 bis 40 Milliarden Euro beschert. Die Einnahmen der Branche stammten in normalen Zeiten zu einem Drittel aus dem internationalen Tourismus, der massiv eingebrochen sei, sagte Tourismus-Staatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne dem "Journal du Dimanche".

Neuseeland hat Übertragung gestoppt

7.59 Uhr: In Neuseeland ist die Übertragung des Coronavirus in der Bevölkerung dagegen seit hundert Tagen gestoppt. Obwohl seitdem keine Neuansteckungen mehr verzeichnet wurden, warnten die Gesundheitsbehörden am Sonntag vor Nachlässigkeit. Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben noch 23 aktive Infektionsfälle im Land. Die Infizierten steckten sich aber nicht in Neuseeland an, sondern wurden bei der Einreise positiv getestet und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht.

In Neuseeland, das von Jacinda Ardern regiert wird, ist die Übertragung seit hundert Tagen gestoppt

In Neuseeland, das von Jacinda Ardern regiert wird, ist die Übertragung seit hundert Tagen gestoppt

Foto: Mark Mitchell/NZME/AP/dpa

23 Neuinfektionen in China

7.55 Uhr: China meldet für Samstag lediglich 23 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 84.619. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 4634. Mexiko meldet 6495 Neuinfektionen und damit insgesamt jetzt 475.902 Fälle. 695 weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 52.006.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier von Anzahl der Neuinfektionen alarmiert

7.50 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat eine Überprüfung der bisherigen Maßnahmen gefordert. Auch er sagte: "Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte der CDU-Politiker: "Nach einem halben Jahr Erfahrung mit dem Virus brauchen wir eine medizinische Einordnung dessen, was falsch gelaufen ist und geändert werden muss." Den Anstieg der Neuinfektionen auf deutlich über 1000 pro Tag nannte Altmaier alarmierend: "Wir müssen diesen Trend abflachen und umkehren, denn es geht um die Gesundheit aller, die Rückkehr der Kinder in die Schulen und den Aufschwung unserer Wirtschaft".

Linken-Chefin Katja Kipping hat sich kritisch dazu geäußert, Corona-Vorschriften mit Härte durchzusetzen. "Ich sehe mit einer gewissen Sorge, dass jetzt unglaublich viel diskutiert wird über Repression und höhere Strafen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Stattdessen solle die Politik die vielen unterstützen, die sich verantwortlich verhalten wollten. "Wir sollten zum Beispiel erst einmal Masken-Automaten an Bahnhaltestellen aufstellen, bevor wir diejenigen bestrafen, die keine tragen."

Warnung vor neuem Lockdown

7.45 Uhr: Arbeitgeber und Gewerkschaften warnen angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen vor einem neuen Lockdown. "Wir haben gelernt, dass bei größeren Infektionsherden nicht alles stillgelegt werden muss", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der "Bild am Sonntag". "Wir haben gelernt, dass bei größeren Infektionsherden nicht alles stillgelegt werden muss. Da gibt es kleinere Schließungen, Quarantäne und zeitlich begrenzte regionale Reaktionen." sagte Kramer demnach Dies setze aber "verantwortungsvolle Bürger voraus, die nicht demonstrativ ohne Abstand und Mundschutz die Ansteckung in großen Menschenmengen riskieren".

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, stimmte ihm laut dem Bericht zu: "Wenn sich alle an die Hygiene- und Abstandsregeln halten, können wir es hoffentlich ohne einen zweiten Lockdown schaffen."

jok/nck/mnk/Reuters/dpa/AFP/AP
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