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Darmkrebs bald im Vorsorge-Programm

aus DER SPIEGEL 45/1976

Untersuchungen auf Darmkrebs, an dem in der Bundesrepublik bei steigender Tendenz jährlich derzeit 21 000 Menschen sterben, werden von Januar nächsten Jahres an in das gesetzliche Vorsorgeprogramm aufgenommen. Der Darmkrebs-Test, an der Wiesbadener Diagnostik-Klinik von dem Gastroenterologen Dr. Reinhard Gnauck erprobt, basiert auf einem Filterpapierstreifen. der mit einem pflanzlichen Farb-Indikator (Guajakonsäure) imprägniert ist. Im getrockneten Stuhl können »dem Auge nicht sichtbare, minimale Blutspuren« (Gnauck) nachgewiesen werden, wenn der Filterstreifen hei der Analyse mit Wasserstoffperoxid benetzt wird. Bei einem positiven Befund verfärbt er sich tiefblau. Fast immer, so Gnauck über das »billige, treffsichere, beliebig wiederholbare und vom Patienten akzeptierte« Verfahren, könne Darmkrebs so »im operablen Frühstadium erkannt« werden.

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