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Archäologie Diagnose nach 3000 Jahren

aus DER SPIEGEL 42/1994

Seit Anfang des Jahrhunderts liegt die Mumie der Dschedmaatesanch von Theben in den Ausstellungsräumen des Royal Ontario Museum in Kanada. Die reichverzierte Mumienhülle deutet darauf hin, daß es sich um die Überreste einer wohlhabenden Frau aus der Zeit um 1000 vor Christus handelt. Mit Hilfe eines Ganzkörper-Computertomographen (CT) hat jetzt der kanadische Kinderarzt und Paläopathologe Peter Lewin ermittelt, daß die Ägypterin an »einem fürchterlich großen Kieferabszeß« mit einem Durchmesser von fast drei Zentimetern litt, wie Lewin aus dem CT-Bild der Schädelknochen ablas. In einer Zeit, in der es keine Antibiotika gab, habe eine derart heftige Infektion, wie Lewin meint, »mit Sicherheit zu einer schweren Blutvergiftung geführt«, an der die reiche Ägypterin dann starb.

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