Klimaschutzaktion WWF vermeldet Rekordbeteiligung bei »Earth Hour« in Deutschland

Licht aus fürs Klima: 575 Städte und Gemeinden knipsten allein in Deutschland am Samstagabend die Lichter aus, so viele wie noch nie. Fast jedes Land der Welt soll mitgemacht haben – auch ohne Publikum.
Brandenburger Tor, kurz bevor das Licht ausging

Brandenburger Tor, kurz bevor das Licht ausging

Foto: CLEMENS BILAN / EPA

Bei der diesjährigen »Earth Hour« für mehr Klimaschutz hat es am Samstagabend in Deutschland eine Rekordbeteiligung gegeben. Insgesamt 575 Städte und Gemeinden hätten teilgenommen, zusammen mit 448 Unternehmen und unzähligen Privatpersonen, erklärte der Initiator WWF. Weltweit gingen nach Angaben der Organisation in 192 Ländern zur »Earth Hour« um 20.30 Uhr die Lichter aus – auch das ein Rekord.

In Europa erloschen unter anderem die Lichter am Brandenburger Tor und am Schloss Neuschwanstein, am Eiffelturm in Paris, am Londoner Parlament und am Kolosseum in Rom. Zuvor blieben bereits unter anderem Sydneys berühmtes Opernhaus sowie die Skylines asiatischer Metropolen von Singapur bis Hongkong jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde im Dunkeln.

Das Schlusslicht bildete der südamerikanische Kontinent. Dort hüllte sich unter anderem der Obelisk in Buenos Aires und das Zukunftsmuseum in Rio de Janeiro in Dunkelheit. Millionen Menschen weltweit feierten laut WWF zudem die 15. »Stunde der Erde« in den eigenen vier Wänden.

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Earth Hour 2021

Foto: FABIO FRUSTACI / EPA

Kaum Schaulustige wegen Coronapandemie

Überschattet wurde die »Earth Hour« in diesem Jahr von der Coronapandemie. Wegen der landesweit geltenden Ausgangssperre ab 19 Uhr schauten in Paris nur wenige Menschen zu, wie die drei Stufen des Eiffelturms nach und nach dunkel wurden. Am Kolosseum kontrollierte die Polizei die Papiere einer kleinen Gruppe von Schaulustigen. Und auch in anderen Städten sorgten die Coronabeschränkungen für geringere Zuschauerzahlen als gewöhnlich.

Die seit 2007 jährlich stattfindende Veranstaltung ruft zum Handeln gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Umwelt auf. In diesem Jahr wollten die Organisatoren auch auf den Zusammenhang zwischen der Zerstörung der Natur und dem zunehmenden Auftreten von Krankheiten hinweisen, die vom Tier auf den Menschen übergehen – darunter auch die vom Coronavirus ausgelöste Covid-19-Erkrankung.

Der WWF Deutschland erklärte, die bundesweite Rekordbeteiligung zeige, dass im Superwahljahr 2021 niemand mehr am Klimaschutz vorbeikomme.

caw/AFP/dpa
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