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ERFINDUNGEN Eiskunst vom Fließband

aus DER SPIEGEL 4/2004

Für eine Party von Elton John produzierte er kürzlich 450 Schälchen aus Eis - ein kaltes Bett für das Kaviar-Horsd'oeuvre. Und am Rockefeller Center in New York errichtete er eine über zehn Meter hohe Brücke aus gefrorenem Wasser. Für alle diese Eisskulpturen setzt Julian Bayley, 66, neuerdings eine von ihm konstruierte Fräsmaschine ein. Sie wird von einem Computer gesteuert und angetrieben von Motoren, die der Tüftler eigens in einen anderen Raum auslagerte: »Die Hitze des Motors würde das Eis schmelzen und die Skulptur zum Einsturz bringen«, erklärt der Gründer von Iceculture, einer Firma aus dem kanadischen Ontario. Seine Erfindung bedient den kommerziellen Markt für Eisskulpturen, die sich als Blickfang auf Partys und Promotion-Veranstaltungen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Mit Bayleys Fließband-Fräse lassen sich Eisskulpturen weit schneller als bisher anfertigen: »Das Gerät formt ein Firmenlogo in zwei bis drei Minuten. Ein Eiskünstler braucht mit seinen zwei Händen und einer Säge ganze drei Stunden.«

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